Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  • #31
Ich nehme Medien nur noch distanzierter wahr und versuche, Informationen von Meinungen zu trennen
Das redest du dir nur ein.
Du ignorierst lediglich die Informationen, die dir nicht passen, und erhebst diejenigen Meinungen zu Informationen, die deinem reaktionären Weltbild entsprechen (wobei „Weltbild“ zu viel gesagt ist).
Diese allseitig Empörung, egal über was, ist es nicht
Oder eben wie sie hier: Information, die nicht passt, als „Empörung“ diffamieren. Glücklicherweise ist die Gesellschaft schon weiter, selbst in Burundi.
Nicht auszudenken, wie das wäre, putinisiert zu werden.
Das wäre für solche Haltungen doch überhaupt kein Problem. Vor was hast DU denn da Angst?
Ja, die Lügenpresse; aber irgendwie schon auch ein Zirkelschluss: Warum regst du dich über Nachrichten auf, die sowieso erlogen sind?
Surprise surprise.
 
  • #32
weil man da entsprechend regelmäßig vor Ort sein muss (Hausbesetzer!). Insofern sind wir noch auf der Suche nach Plan B
Was ist denn mit Dir los? Weisst Du wieviele Wohnungen in dieser Stadt über Jahre leer stehen ohne jemals einen Hausbesetzer oder auch nur einen Mieter gesehen zu haben?

Und zur internationalen Anlage von Vermögen ist Argentinien doch ne super Wahl, oder? Geht mich jetzt nichts an, aber habt Ihr zwischenzeitlich im Lotto gewonnen?
W,57
 
  • #33
Das redest du dir nur ein.
Du ignorierst lediglich die Informationen, die dir nicht passen, und erhebst diejenigen Meinungen zu Informationen, die deinem reaktionären Weltbild entsprechen (wobei „Weltbild“ zu viel gesagt ist).

Oder eben wie sie hier: Information, die nicht passt, als „Empörung“ diffamieren. Glücklicherweise ist die Gesellschaft schon weiter, selbst in Burundi.

Das wäre für solche Haltungen doch überhaupt kein Problem. Vor was hast DU denn da Angst?

Ja, die Lügenpresse; aber irgendwie schon auch ein Zirkelschluss: Warum regst du dich über Nachrichten auf, die sowieso erlogen sind?

Surprise surprise.
Darf ich dich nochmal fragen - engagierst du dich irgendwo?
 
  • #34
Darf ich dich nochmal fragen - engagierst du dich irgendwo
Ich arbeite in dem Bereich, und ich bin bei der Arbeit engagiert.

(Allerdings zielt deine Frage wahrscheinlich auf Ehrenamtlichkeit.
Gehen unbezahlte Überstunden in deinen Augen als „Ehrenamt“ durch? Wobei ich es theoretisch eher mit Rathenau halte - „Wohltätigkeit ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch der Gnade“).
 
  • #36
Ich versuche nicht zu viele Nachrichten zu schauen, weil ich emphatisch bin und es mich sehr belastet. Man bekommt trotzdem das Wichtigste mit.
Denoch versuche ich nicht untätig zu bleiben. Ich glaube fest daran, dass man seinen kleinen Beitrag leisten kann.
Besonders als Konsument habe ich durchaus Bedeutung.
Ich bin aus dem Grund Veganer geworden, da ich die unsagbaren Zustände in der Industrie, in der Tiere verwendet werden mit meinem eigenen Gewissen nicht mehr vereinbaren konnte. Ich als Einzelner kann natürlich nichts bewirken. Aber in der wachsenden Gruppe von Gleichgesinnten schon. Die Entwicklung sieht man inzwischen deutlich. Es gibt immer mehr Veganer und immer mehr Menschen, die die Haltungs- und Tötungsmethoden hinterfragen. Ich hoffe, es werden mehr werden.
Ich hole in regelmäßigen Abständen einen Hund oder Katze aus einem ausländischen Tierheim in dem sehr!! schlechten Zustände herrschen mit bis zur 70% Sterbequote im Winter, raus und bezahle die Pflegestelle und die tierätzlich Versorgung bis das Tier ein neues Zuhause gefunden hat. Vorzugsweise werden sie in diesem Land vermittelt, aber 6 Tiere habe ich hier in Deutschland ein Zuhause gefunden. Es sind inzwischen so an die 70 Hunde und Katzen und ich freue mich über die Bilder, die ich von den neuen Haltern bekomme. Das läuft bei mir unter ,,Ausgaben für das Hobby". Dafür kaufe ich mir keinen Diamantring usw., weil ich es je nicht brauche. Mein Geld wird investiert und ein kleines Teil davon eben gespendet.
Ich habe recht viel gespendet an Kleidung, Medikamenten unw. an die Ukraine. Wir haben hier einen ukrainischen Nachbarn, der die Spenden persönlich nach Ukraine transportiert hat. Da haben viele Nachbarn mitgemacht. Es gab auch welche, die die Flüchtlinge aufgenommen haben.
Ich spende seit Jahren an ausgewählte Organisationen und habe 2 Patenkinder deren ich durch meinen monatlichen Beitrag die Schulausbildung bezahle.
Ich bin mir absolut darüber im klaren, das mein Beitrag die Welt nicht verändert wird, bzw. Veränderungen ihre Zeit brauchen und ich sie sehr wahrscheinlich nicht mehr erleben werde. Dennoch möchte ich nicht passiv sein und meiner Tochter will ich Vorleben, dass man auch ,,in Kleinen" etwas bewirken kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #37
Ganz unbeteiligt ist man nicht, jeder einzelne trägt zur Summe des Ganzen bei, ja, und warum nicht beim Supermarkt oder der Stadt nachfragen, wie es mit Nachbtbeleuchtung aussieht?
Im Großen ist es natürlich eine Lappalie, wenn ich weniger Kilometer fahre, oder wenn in Büros parallel zur Heizung Fenster auf Dauerkipp sind, aber viel Kleinvieh macht viel Mist, und vorher haben wir alle dazu beigetragen, dass es jetzt ist wie es ist.
Immer mehr, immer, weiter, immer schneller, nun, jetzt wird es auch der Preis regeln, und am Ende werden die Ärmeren die Zeche zahlen.
Zur Frage, es hilft, sich bewusst auf Positives zu konzentrieren, sich Gutes zu tun, eine Einladung, ein Konzert, ein gutes Buch, raus in die Natur, etwas tun, was einem Freude bereitet, sich Interessen suchen, sich ein schönes Zuhause schaffen, und am Ende überlegen, was man wo tun kann, das Schwierigste ist das Gefühl der Ohnmacht.
 
  • #38
Ja, die Lügenpresse; aber irgendwie schon auch ein Zirkelschluss: Warum regst du dich über Nachrichten auf, die sowieso erlogen sind?
Mach ich ja nicht mehr.

Entsetzt war ich wirklich damals, als ich live dabei war und dann die Nachrichten gesehen habe, die alles komplett anders darstellten, vorher habe ich das Thema Lügenpresse auch nicht ernst genommen.
Es war so schlimm für mich, weil ich in der DDR aufgewachsen bin und glaubte, dass DAS hinter uns liegt.

Der Unterschied war, in der DDR wusste jeder, dass in der Zeitung nur Regierungspropaganda stand und das keiner für volll nahm. Das ist jetzt anders. Und das regt mich am meisten auf, das so wenige mitdenken, sondern auf den linksgrünen Zug aufspringen und dabei nicht von 12 bis Mittag denken.

Na ja das Ergebnis werden wir im Winter und den nächsten Jahren präsentiert bekommen. Ich beschäftige mich nicht mehr damit, ich bau mir jetzt einen Kamin ins Haus, schön für Holz...
 
  • #39
Ja das ist jetzt tatsächlich anders.
Denn in den heutigen Zeitungen steht nicht "nur Regierungspropaganda". Wer das glaubt, bekommt wirklich gar nichts mehr mit. So ziemlich jeder Politiker wird hierzulande aufs genaueste von den Medien durchleuchtet und ggf. an den Pranger gestellt. Und das wegen jedem schief sitzenden Furz.

Leute wie dir das darzulegen, ist aber leider aufgrund des persönlichen Tunnelblicks der "Lügenpresse"-Apologeten absolute Zeitverschwendung. Du wirst weiter dieses Pferd reiten.
Meine Theorie dazu ist tatsächlich, dass es sich hier um ein "Nach-DDR-Trauma" handelt, dass diese Menschen seit über 30 Jahren mit sich rumschleppen. So viele Psychologen hat dieses Land nicht, um dieses "Volks-Trauma" aufzuarbeiten.

Genauso wird man bei jenen Verschwörungstheoretikern, die behaupten, es sollen Menschen mit der Verbreitung von Angst "gefügig" gemacht werden, mit Logik nicht weiterkommen.
Das ist dann auch kurz vor dem Stadium, dass jene an Chemtrails und Co. glauben. Auch diese werden weiterhin ihrem persönlichen Verfolgungswahn frönen.

Dass jene Menschen eine höhere Bildung genossen haben wollen, glaube ich dann wieder ein anderes Mal. Da fehlt die Medienkompetenz schlicht komplett.
Man kann diese persönlichen "Schund-Meinungen" auch wirklich nicht mehr hören. Sehr ärgerlich ist es, dass damit junge Menschen beeinflusst werden. Deshalb wird es hierzu von mir, immer und stets die Gegendarstellung geben, ohne Rücksicht auf Elite-Foren-Verluste.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #40
Man kann diese persönlichen "Schund-Meinungen" auch wirklich nicht mehr hören. Sehr ärgerlich ist es, dass damit junge Menschen beeinflusst werden. Deshalb wird es hierzu von mir, immer und stets die Gegendarstellung geben, ohne Rücksicht auf Elite-Foren-Verluste.
Danke, Danke!
Mir fehlt manchmal die Kraft gegen all diesen Blödsinn anzuschreiben. Mir reicht es schon mit meinen Arbeitskollegen darüber zu reden.
Besonders schlimm finde ich die wiederkehrende Behauptung in Deutschland könnte man nicht mehr seine Meinung sagen. Der Widerspruch ist so offensichtlich, dass ich am Geisteszustand der solches Behauptenden zweifle.
Sie behaupten, sie dürfen nicht mehr ihre Meinung sagen / schreiben und machen aber gerade dies.
 
  • #41
So ziemlich jeder Politiker wird hierzulande aufs genaueste von den Medien durchleuchtet und ggf. an den Pranger gestellt. Und das wegen jedem schief sitzenden Furz.

Ich falle gleich vor Lachen von der Couch. Welcher Pranger? Und vor allem mit welcher Konsequenz? Da fälschen Leute ihre Doktorarbeiten, schreiben ab und haben keine Abschlüsse ... früher sind solche Leute in der BRD schamvoll zurückgetreten, sie wurden aus ihrer Partei ausgeschlossen und man hat nie wieder was gehört. Heute werden sie auf Ministerposten befördert.

Unsere Energieproduktion wird aus Umweltgründen grün - wir sind ja so toll - und kaufen Atomstrom dann für viel Geld 100km weiter aus dem Ausland.

Während in den Meeren die Kreuzfahrtschiffe und Tanker mit Schweröl dahintuckern, soll ich keinen Diesel mehr fahren.

Gas vom Russen wollen wir nicht mehr, wir gehen lieber vor den Menschenfreunden in Kartar auf die Knie.

Dass Regierungen grundlos so arbeiten, so widersinnig und gegen das eigene Volk, fällt wirklich schwer zu glauben.

Wer DAS normal findet, merkt nichts mehr. Und es stimmt, man sollte keine weitere Energie in Diskussionen mit solchen Leuten verschwenden, denen solche Widersprüche nicht auffallen.
Von daher - schönen Sonntag noch.

Mod.-Anm: Eine allgemeine Bitte, keine politischen Diskussionen zu führen. Sonst müsste der Thread leider geschlossen werden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #42
Da fälschen Leute ihre Doktorarbeiten, schreiben ab und haben keine Abschlüsse
Und woher weißt du davon? Genau, aus den Medien...
Bravo gut erkannt. 👏

Heute werden sie auf Ministerposten befördert
Das hat leider überhaupt nichts mit der Medienlandschaft zu tun.
Wie gesagt....Logik wo bist du?

kaufen Atomstrom dann für viel Geld 100km weiter aus dem Ausland.
Du darfst deine kritische Meinung zu politischen Vorgängen haben. Das gibt dir jedoch nicht das Recht, den Journalismus pauschal als Lüge abzuwerten.

Wie gesagt....sinnlos.

Danke auch dir :) 😘
 
  • #43
Ich arbeite in dem Bereich, und ich bin bei der Arbeit engagiert.

(Allerdings zielt deine Frage wahrscheinlich auf Ehrenamtlichkeit.
Gehen unbezahlte Überstunden in deinen Augen als „Ehrenamt“ durch? Wobei ich es theoretisch eher mit Rathenau halte - „Wohltätigkeit ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch der Gnade“).
Na immerhin, ansonsten hätte ich dich für so einen Salonrevoluzzer wie meinen Vater gehalten, der immer alle belehrt hat, aber selbst nie was tat.

Trotzdem darf doch jeder mit der Informationsflut umgehen, wie er es für richtig hält, mit Dauerbetroffenheit ist niemandem gedient - siehst du ja an @Hasendompteur , das macht dauerhaft krank. Das heißt doch nicht automatisch, dass man sich asozial verhält. Ich muss hier aber auch nicht mit meinen "Heldentaten" hausieren gehen, was ich alles so Tolles leiste und wie mich die täglichen Tausende von Nachrichten fertigmachen.
 
  • #44
Ich habe irgenwann in der Coronapandemie aufgehört Nachrichten zu gucken/lesen. Nur wenn ich mal ganz gezielt eine Information überprüfen/nachlesen möchte. Ansonsten kaum bis gar nicht.

War eine meiner besseren Entscheidungen, ich sehe auch keinen Sinn darin sich den ganzen Mist permanent zu geben, es kann einen nur runterziehen.
 
  • #45
Super, dann sollten die Pflegekräfte an ihr eigenes Wohl denken und ihre Arbeit direkt niederlegen.
Das gibt es eh nicht! So wenig, wie es ist Wahl und keiner geht hin, gibt es auch nicht! Nicht es sollten, jeder einzelne sollte für sich abwägen und ausschließlich für sich entscheiden!
Wenn du dann irgendwann auf der Intensivstation liegen solltest, wird dich deine Selbstfürsorge sicherlich am Leben halten.
Ausrede pur und der Vergleich hinkt! Ist doch echt an den Haaren herbeigezogen! Ja, wenn? Und was ist, wenn nicht?
 
  • #46
Nun ja, warum manche Leute besser daran gehindert werden sollten, "die Welt zu retten" kann man hier nachlesen.
Da fehlt die Kompetenz zum Vesper holen .....

Die Joggerin hat schon recht. Medien müssen Auflage machen - also wird geschrieben, was momentan in ist. Oder es sein könnte. Dazu der Kostendruck - d.h, sie schreiben gerne einfach ab. Auch hier - die uralte Erkenntnis: Folge dem Geld.
Das könnte man auch allgemein machen - oder im eigenen Haushalt damit anfangen. Lebensmittel weg zu werfen ist mir bspw ein Gräuel. Und ja, es ist so - all das, was ich nicht wegwerfe, muss nicht produziert werden. So schlau sind Ideologen aber nicht. Verzichten sollen - die anderen. Und nur die. CO2 wird verteufelt - ist aber eine Grundlage des Lebens. Die Überbevölkerung der Erde wird sogar noch forciert ....... dafür intelligente techn. Lösungen diskreditiert. Ja, beim Recycling würde einiges gehen - wer verhindert genau das ? Mülltrennung dagegen ist Blödsinn - das geht besser maschinell. 21 Mios für die "Imagekampagne" THE LÄND - 1, 5 Mrd Euronen für eine Oper - aber kein Geld für techn. Innovationen. Verwirrte Ideologen kann ich dazu nur sagen ......

So etwas ärgert mich. Ob jemand den Freitod wählt - mir egal.

Ich halte es inzwischen mit Loriot .... "Wir sollten es einfach mal ohne Regierung probieren"

Wie man mit welcher Katastrophe umgeht ? Das ist so unterschiedlich wie Menschen unterschiedlich sind. Ich trauere ganz anders um meinen Vater als mein Bruder - und du nochmal anders um deine Mutter.
V ist auch oft traurig aufgrund der momentanen Lage - mir hilft, dass ich Aufgaben zu erledigen habe. Ich werde demnächst nach Moskau fliegen - als Teil einer offiziellen Delegation. Ich werde nicht in den Nachrichten zu sehen sein, nicht dümmliches Geplapper absondern. Unbekannt bleiben - und doch viel mehr zu einer Lösung beitragen als eine "Völkerrechtsexpertin" von eigenen Gnaden. Die Welt wird sich weiter drehen - weil es einige wie mich gibt, die Lösungen erarbeiten. Nicht aus ideologischen Gründen - auch nicht, weil wir so gut und wertvoll sind. Nein, wir schaffen Lösungen, weil wir daran verdienen. Ja, ich bin stolz, daran mitwirken zu dürfen. Als ganz kleines Licht - aber immerhin. Es könnten viel mehr Menschen dabei mitmachen, ihre unterschiedlichen Expertisen würden dringendst benötigt. Und man ist auch nicht mehr ohnmächtig.
Ich möchte gerne allen Mut machen. Ihr wollt die Welt besser machen ? Dann macht eure Welt besser. Wenn ich das kann - dann könnt ihr auch.
 
  • #48
Ich kann mich doch nicht permanent mit tollen Dingen ablenken um ja nicht mitzubekommen was für schlimme Dinge gerade passieren.
Man bekommt es sowieso mit, kann das praktisch überhaupt nicht verhindern. Von wenigen Ausnahmen abgesehen.
Es ist ein großer Unterschied zwischen "zur Kenntnis nehmen" und "im Mitleid versinken". Mit zweitem ist niemandem geholfen. Im Idealfall führt das "zur Kenntnis nehmen" jedoch zur tätigen Nächstenliebe.
Und ich musste jetzt sehr schmunzeln:
Ihr wollt die Welt besser machen ? Dann macht eure Welt besser. Wenn ich das kann - dann könnt ihr auch.
Dass ich das von Dir das lesen darf! Du weißt schon, wegen der Tür und dem kehren und so...
ErwinM, 53
 
  • #49
Ich lese (und sehe) weiterhin Nachrichten (mich dabei auf die Schweiz oder gar die Vereinigten Staaten zu konzentrieren wäre das letzte für mich), denn ich habe noch nie den Kopf in den Sand gesteckt - das hilft/bzw, ändert ja nichts.

Natürlich weiß ich, dass ich selbst »die Welt nicht retten kann«, aber ich kann sie in meinem unmittelbaren Umfeld verbessern: seit Ende Februar wohnen bei mir immer wieder in begrenzten Zeiträumen Flüchtlinge aus der Ukraine, mal Mütter mit Kindern, mal ältere Paare. Zwischendurch mache ich Pause, um mich anschließend wieder in die Arbeit zu stürzen. Es IST Arbeit - aber auch viel Freude, die dabei in meine Wohnung schneit.
Und es hilft, die eigenen Sorgen (Hass im Netz; steigende Energiekosten; Lebensmittelpreise) zu relativieren! Verglichen mit den Menschen, die ihre Heimat, und schlimmer noch Familienmitglieder, verloren haben (und immer noch verlieren), geht es uns gut!

Ich sehe auch nicht (sorry, lieber @Tom26), dass D »kaputt gemacht« wird, ich bin bereit, im Winter einen zusätzlichen Pullover anzuziehen und freue mich, dass wenigstens ein paar Verantwortliche endlich sehen, dass es nicht immer nur aufwärts gehen kann (und sollte), sich Einzelne den kleinen Privatflieger in die Garage stellen, während andere vergeblich bei der Tafel anstehen müssen. Natürlich kann nicht in wenigen Monaten eine Korrektur der letzten Jahrzehnte erfolgen - aber wenigstens wird ein neuer/anderer Weg gesucht.

Du solltest dir bewusst machen, dass wir über die Medien in Angst gehalten werden und dadurch emotional reagieren und leichter lenkbar sind
Oh je, vergessen, dass es Zeiten gab, in denen (auch bei uns) die Presse mal gleichgeschaltet war, die Menschen unter Angst (!) ihr Ohr am Volksempfänger hielten, um BBC zu hören? WIR haben heute die Wahl, uns unsere Informationskanäle auszuwählen, wir können ein MeinungBLATT lesen oder uns seriös und neutral informieren ...

Jammern ist eine schlechte und ungesunde Alternative! Sich mit den eigenen Möglichkeiten Glück zu verschaffen und zu erhalten ist die gesündere Strategie.
 
  • #50
Dass ich das von Dir das lesen darf! Du weißt schon, wegen der Tür und dem kehren und so...
Ich weiss nun nicht, ob wir aneinander vorbei schreiben .....
Daher erlaube ich mir nochmals dazu zu schreiben .....

Ja, jeder kehre vor seiner Türe, mache seine Welt für sich besser.

Die Arbeit, den Garten, den eigenen Körper, das eigene Wohlbefinden ......

Die Zufriedenheit wächst - oder wird erhalten, so diese schon hoch ist. Dein Garten blüht - ich habe eine interessante Aufgabe. Und am Abend sind wir beide zufrieden. In unsrer Welt. Ich mache mir ein Bier auf - du vielleicht eine Flasche Wein. Beide schauen wir mit wohliger Müdigkeit darauf, was wir dem Tag abgewonnen haben.

Ja, ich bin wirklich der Ansicht, dass der, der zufrieden in seinem Umfeld ist, bestrebt ist, zu erhalten. Und nicht zu zerstören. Ärger machen im Grunde nur die, die ihre Ideologie anderen überstülpen wollen.
Zufriedenheit sorgt auch dafür, dass mehr Gelassenheit einzieht. Wäre auch oft wünschenswert.
 
  • #51
Wer verrückt genug ist, zu glauben, er könne die Welt besser machen, nur der wird es tun! Wenn ich die ganzen Beiträge hier lese und das gesamte große Umfeld mir näher anschaue, kann ich nichts erkennen, dass es besser werden könnte, da keiner bei sich selber beginnt, keiner vor seiner eigenen Haustür kehrt, jeder hält den Zeigefinger auf andere, ein Grundproblem, seit es den Menschen gibt! Es fängt schon damit an, sich zu weigern, sich selber zu leben, in den eigenen "S Werten plus"!
 
  • #53
Davor erschütterten mich die Brände in Australien.
Mich ehrlich gesagt nicht. Für die Tiere und Natur tat es mir Leid. Die Australier haben gerntet, was sie für ihre Kohlegier verdient haben und über die Welt verteilen.
Dazugelernt haben sie ja auch nichts, obwohl sie Sonne und Fläche satt haben, somit anders könnten.

Mit der Haltung lassen sich solche Nachrichten zu allen möglichen Themen besser wegstecken ohne persönlich belastet zu werden. Als Folge davon schwitzen muss ich hier ja trotzdem.
Die Frage ist nur: wie verhalte ich mich in den relevanten Dingen auf die ich Einfluß habe.

Ich befasse mich mit den Dingern, auf die ich Einfluss nehmen kann.
Ich mache das anders als @Lebenslust und @Hammel , mein beizutragender Teil kann nur klein sein, aber den bringe ich und empfinde dabei auch keinen Verlust/Verzicht, denn ich sehe ja die beiden nachfolgenden Generationen die es mir wert sind.

Wir haben sowohl innen Kaminofen, wie außen offenen Kamin. Mit zusätzlichem Brand fossiler Brennstoffe kann ich es mir gemütlich machen und der Umwelt schaden (nur etwas gemessen an anderen) - ich kann es aber auch bleiben lassen (Fussbodenheizung langt und verbraucht wenig Energie), wenn ich fähig bin Wohlbehagen aus mir selber zu ziehen.

viel Kleinvieh macht viel Mist, und vorher haben wir alle dazu beigetragen, dass es jetzt ist wie es ist.
So eine eigenverantwortliche Haltung holt einen aus der leidensvollen Opferhaltung heraus wie die FS sie immer wieder zu allen möglichen Themen zeigt. Sie ist ja Expertin in Sachen Überkonsum in allen Kategorien.
Da fällt es mir nicht schwer die rausgepresssten Krokodilstränen schulterzuckend abzutun als selbstgefällige Hysterie.

Unsere Energieproduktion wird aus Umweltgründen grün - wir sind ja so toll - und kaufen Atomstrom dann für viel Geld 100km weiter aus dem Ausland.
Meinungstark und keine Ahnung, das führt dann zu großen Leid unter den vermuteteten Umständen.
Schon seit längerem kaufen die Franzosen den Atomstrom bei uns weil ihre maroden Meiler aus der Wartung nicht mehr rauskommen oder wegen Wassermangel (keine Kühlung möglich) nicht produzieren können.

mit Dauerbetroffenheit ist niemandem gedient - siehst du ja an @Hasendompteur , das macht dauerhaft krank. Das heißt doch nicht automatisch, dass man sich asozial verhält.
Noch schlimmer ist, wenn man aussenwirksam leidet, aber elanvoll mitschafft an den Ursachen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #54
Ich weiss nun nicht, ob wir aneinander vorbei schreiben .....
Nein, tun wir nicht, denn:
Ja, ich bin wirklich der Ansicht, dass der, der zufrieden in seinem Umfeld ist, bestrebt ist, zu erhalten. Und nicht zu zerstören.
Genau meine Denke. Und genau deshalb ist es so wichtig, dass möglichst viele Menschen zufrieden sind. Denn wer sehr unzufrieden, unglücklich ist, ev. sogar hasst, dem ist alles egal.
ErwinM, 53
 
  • #55
Daher meine Frage an Euch wie Ihr es schafft Euch von all dem so abzugrenzen, dass es Euch nicht selbst belastet. Schafft Ihr das, und falls ja wie?

Es gibt vieles trauriges was täglich passiert, es gibt viele unterschiedliche Menschen auf der Welt, es kann nicht allen immer gut gehen, das ist leider so, das muss man verstehen und akzeptieren. Mach Dinge die dich glücklich machen und sei dankbar für alles was du hast und bist.
Lies nicht so viele Nachrichten wenn sie dich belasten, in den Medienberichten ist nicht immer alles so wie es dargestellt wird, das solltest du dir auch bewusst machen.

Letzte Woche auf dem Weg zur Arbeit, wenige Fahrzeuge vor mir, fährt ein Auto frontal in einen LKW und landet in den Graben (schwer verletzt), auf den LKW sind noch weitere Autos auf gefahren… mein Tag war ab da an auch nicht mehr schön, hat mich auch etwas beschäftigt, auf dieser Stecke passieren leider regelmäßig Unfälle.

W 28
 
  • #56
dass möglichst viele Menschen zufrieden sind.
Nur was nützt es mir wenn ich zufrieden mit meiner Welt in meiner Datscha am Schwarzen Meer sitzen und mir dann die russischen Granaten um die Ohren fliegen.
Okay, jetzt hole ich etwas weit aus. Es geht doch darum soetwas hier zu verhindern. Dazu muss ich etwas tuen. Zur Zeit halt auf einiges verzichten und die Freiheitskämpfer in der Ukraine unterstützen und sei es nur darin die Schrubbler, die was von selbst Schuld fasseln zu stoppen.
Wie heisst es im Sprichwort: "Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben. Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt."
 
  • #57
Für mich gilt immer noch, wo die Angst sitzt, geht es lang. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen ist mir wichtig und hilfreich sind unterschiedliche Medien mit gut recherchierten, differenzierten Beiträgen. Dazu gehören auch Leserbriefe, die textsicher, strukturiert, reflektiert eine Sichtweise transportieren können. Das sind nicht irgendwelche Plappermäuler aus dem Berliner-Bullerbü-Puppenhaus, die gerade die unglaublichsten Dinger vor einem öffentlichen Mikrofon raushauen, oder in den sogenannten sozialen Medien einen zum Besten geben. Ich denke gerade an den Slapstick, Strom in den gefrorenen Hühnchen eines Supermarkts zu speichern, so etwa ging das völlig verblödete Statement. Sicher ein banales Beispiel, aber es zeigt schon einen gewissen Kompetenzmangel. Da ist eigenständiges Denkvermögen schon hilfreich, um sich nicht wahllos vereinnahmen zu lassen. Das betrifft auch die Berichterstattung über den oben genannten Freitod einer Ärztin, die leicht in Richtung Märtyrerin tendiert.
 
  • #58
Ich denke gerade an den Slapstick, Strom in den gefrorenen Hühnchen eines Supermarkts zu speichern, so etwa ging das völlig verblödete Statement.
Es wollte auch eine Strom bei Ebbe suchen - da wäre ganz viel Watt.
Warum nur können diese Leute nicht wie im Kindergarten Schiffe versenken spielen oder sich gegenseitig mit Papierkügele beschiessen.

Ja, manchmal hilft nur noch zynischer Sarkasmus - Hubschraubereinsatz geht ja nicht, die Ersatzteile fehlen.
 
  • #59
Ich möchte mich politisch nicht an dieser Diskussion beteiligen, da die Moderatoren sonst diesen Thread schließen würden 😂
Aber zum Empfinden von Nachrichten soviel.
Ich kann das rational nicht erklären, mich erreichen diese ganzen Nachrichten auch.
Aber irgendetwas in meinem Kopf bewahrt mich davor, mich damit bis ins Detail damit auseinanderzusetzen.
Ich registriere es, verweile einen kurzen Moment in Andacht und lebe weiter.
Ich helfe vor der eigenen Haustür im Rahmen meiner Möglichkeiten und das mit Leib und Seele.
Politisch möchte ich mich nicht engagieren, da es zu lange dauert, bis man einen Posten hat, den man nicht todreden kann. Ich wäre rhetorisch mit Abstand der schlechteste Redner, aber ausnahmslos jeder würde meine klaren Worte verstehen, vor allem meine dann Politik Kollegen.
Und so ein ungemütlicher Kollege wie ich einer wäre, würde dann schnell wieder weg rationalisiert werden.
Aber zu den Ängsten aufgrund unserer Welt. Ich habe sie einfach so gut wie gar nicht. Ehrlicherweise bin ich auch ganz froh, dass das so ist.
M51
 

Laleila

Cilia
  • #60
Ich reduziere die Quantität der konsumierten Berichterstattung und optimiere die Qualität.
Das gesehene Leid kann ich aushalten, es ist nichts gegen das Aushalten des erlebten Leides.
Und klar können wir alle etwas tun um die Welt zu verändern, die Menschheit zu verändern ist der erste Schritt und die Menschheit sind wir.
Wir betreiben Raubbau an der Natur, fressen andere Lebewesen ohne Not, halten sie dazu in immerwährender Qual.
Wir heizen unsere Wohnungen um Winter auf 22 bis 24 Grad C hoch obwohl 19 Grad komfortabel genug sind, im Sommer kühlen wir sie auf 21 Grad runter obwohl 26 gut aushaltbar sind.
Dabei kennen wir seit Ewigkeiten ressourcenschonende Bauweisen, welche das Wohnklima ohne zusätzlichen energetischen Aufwand, mitstabilisieren.
Wir müssen alles in Plastik oder Papier packen, jeden Kilometer mit dem Auto fahren.
Wir schaffen uns unsere eigene Hölle und bauen die unserer Nachbarn ungefragt mit aus, können aber dann die Konsequenzen nicht ertragen, das wäre zuviel Leid für unsere zarten Seelchen.
Fakt ist, ja, es ist wichtig unsere psychische Gesundheit zu erhalten, aber das können wir auch, indem wir an der Verbesserung des Lebens auf dieser Welt, unseren Teil beitragen.
Statt nach Dubai oder Australien zu fliegen, wohlgemerkt zu Erholungszwecken oder aus Erlebnislust, in der Freizeit mal die Tafeln unterstützen, den Patenkindern in der dritten Welt schreiben, Interesse an Leben der einsamen alten Nachbarin zeigen, keine Lebensmittel wegwerfen, was man zuviel hat, dem Obdachlosen 5 Ecken weiter vorbeibringen. Tierwohl finanzieren statt Tiere zu essen. Alles keine großen Dinge, alles machbar, man muss auch nicht alles gleichzeitig machen, einfach Mal irgendwo anfangen, auch wenn man dabei kein Geld verdient.
Dass die Energie des Entsetzen, welches schlimme Informationen freisetzt umlenken in sinnvolle Aktion.

Einige hier haben es begriffen und agieren entsprechend. Das beruhigt etwas.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top