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Gast

  • #1

Wie leicht oder schwer ist es, sexuelle Vorlieben auf einander abzustimmen?

Ich (44) habe einen Mann kennen gelernt, und wir haben uns schnell in einander verliebt. Die erste gemeinsame Nacht war toll; verspielt und innig und intensiv. Nun ist die Frage, ob daraus Liebe und eine feste Beziehung entstehen wird- abgesehen von vielen Dingen des Alltags, die wir noch erleben müssen, gehört auch der Sex dazu. Ich war nicht dafür, das alles gleich in einer Art "Liste zum Abhaken" zum Thema zu machen- ich habe erlebt, dass ich mit jedem Partner auch Neues ausprobiert habe und teilweise schätzen gelernt habe. Grundsätzlich gibt es aber Dinge, die mich anmachen, und andere, von denen ich noch nie geträumt habe. Wie ist Eure Erfahrung damit?
 
  • #2
Meine persönliche Erfahrung ist, dass Männer, mit denen mich sehr viele Ansichten und Wertvorstellungen, Freizeitinteressen (Wandern, Klettern, Natur, Spaßschwimmbäder, Kurzurlaube), Gewohnheiten und Lebensziele verbinden, auch sexuell gepasst haben.

Wer sich im ganz normalen Bereich sexueller Aktivität bewegt, also die typischen Stellungen bevorzugt (Reiter, Doggy, Missionar), normale Praktiken bevorzugt (vaginal, oral) und nur ein klein wenig kreativ ist (intime Massagen, Zärtlichkeit, verwöhnen), der wird bei mindestens 90% aller potentiellen Partner auch eine kompatible Sexualität vorfinden. Die einzelnen Präferenzen bringen dann vielleicht verschiedene Schwerpunkte und Abwechslung, aber keine eigentlich keine Überraschungen.

Ich sehe daher eigentlich für den Großteil der Bevökkerung überhaupt kein Problem. Fast alle kuscheln und küssen gerne, haben normalen Sex und sind glücklich. Der Medienhype um immer bizarrere Techniken vernebelt uns das Auge dafür, dass fast alle letztlich doch vaginale und orale Stimulation wollen, richtigen Sex eben.

Sehr viel wichtiger für eine auch sexuell glücklichen Beziehung ist, dass man wirklich tiefe Zuneigung füreinander empfindet, sich wirklich begehrt und es einen selbst wirklich erfüllt, wenn der andere sich geborgen, zärtlich verwöhnt und geliebt fühlt. Diese Nähe, verbunden mit Sex, ist es, was Paare auf diesem Gebiet zusammenschweißt -- nicht aber die x-te groteske Sexualpraktik.
 
  • #3
Ganz einfach: entweder eine Mischung aus dezenten Ansprechen und Heranführen während des Liebesspiels ODER wenn ihr nicht 'gerade dabei seid', dann ganz direkt ansprechen.
 
  • #4
@#2: Ja, ich denke auch, am besten ist nonverbale Kommunikation während des Liebesspiels oder kurze, präzise verbale Bitten, oder wenn beide dafür geeignet sind eben auch Gespräche beim Spaziergang, was einem gefallen würde -- ohne Anspruch auf sofortige Umsetzung, sondern eher aus Interesse.
 
G

Gast

  • #5
Ich bin zwar nur eine einzelne Stimme (sogar 2, wenn ich die meiner Freundin hinzuziehe, der es genauso geht), aber meine Erfahrungen in Sachen Sex sind zu 90% negativ. Die Chance schlechten Sex zu "bekommen" ist um ein vielfaches höher, als richtig guten Sex zu haben. Das heisst, das gerade mal bei 10% der Männer, mit denen ich Sex hatte, dieser auch wirklich gut war und ich mich daran gerne erinnere. Die restlichen 90% waren nicht einfach nur "ok", sondern sie waren regelrecht schlecht, sie konnten nicht (in meinem Sinne) küssen, mich nicht richtig anfassen, sich gehen lassen, nicht kommen, waren verklemmt, es war schmerzhaft etc etc. Es war nicht kompatibel.
Und das, obwohl ich mich zu einer aktiven Partnerin im Bett zähle, die offen ist für Neues und mit der man über Schwierigkeiten reden kann.
w, 39