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Gast

  • #1

Wie lange braucht es bis ein Mann eie neue Frau lieben kann( Witwer)

Habe einen tollen Mann kennengelernt wo eigentl. alle Vorraussetzungen gegeben sind. Interessen, Sympathie, etc. Die Sache hat nur einen Hacken. Seine Frau ist erst vor kurzem gestorben und meiner Meinung nach kann ich doch nur eine Seelsorge für ihn sein. Allerdings gibt er mich nicht das Gefühl.
 
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Gast

  • #2
Wenn er dir nicht das Gefühl gibt sein Seelsorger zu sein, dann bist du es auch nicht.

Vielleicht war die Liebe zu seiner verstorbenen Frau nicht mehr so groß?

Kopf hoch :) und viel Glück
 
  • #3
Kann Dir keiner Pauschal sagen. Nur eines ist sicher, vor kurzen ist fast immer zu kurz. Es hat ja kein Prozess des entliebens stattgefunden, Sie wird immer einen Platz in seinem Herzen haben. Ob und wann dann auch ein Platz für eine neue Frau sein wird ist sehr verschieden.

In längeren Beziehungen die auseinandergehen (Trennung/Scheidung) dauert der Prozess mindestens ein Jahr, in der regel zwei Jahre. Bei verwittweten zumeist deutlich länger.

Versuch Ihn halt mal zu fragen, mit mutmassungen kommt Du wahrscheinlich nicht weiter.
 
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Gast

  • #4
Liebe FS, ich glaube nicht, dass man die Trauerzeit genau benennen kann, allgemein spricht man ja von einem Jahr. Aber was soll man denn in diesem einen Jahr machen, sich verkriechen, Depressionen bekommen, oder sich Aktivitäten widmen, wozu auch die Suche nach einer neuen Partnerin zählt. Wenn die Liebe zu seiner Frau groß war, wird sie immer ein Teil seines Lebens sein, so wie auch Deine Vergangenheit Teil Deines Lebens ist.
Wenn er für sich beschlossen hat, seinem Leben wieder einen Sinn zu geben, und Du bist dieser Sinn, dann ist das doch schön.
Wenn er aber ständig von seiner Frau spricht, Dich evtl. noch mit ihr vergleicht, dann wäre ich auch vorsichtig. Aber so wie Du schreibst, sieht es ja nicht danach aus.
Ich wünsche Dir viel Glück.
 
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Gast

  • #5
Liebe FS, dafür gibt es keine "Regel". Vor kurzem bedeutet, dass "er" noch VIEL Zeit braucht, und viel ist relativ - kann Monate dauern, ein Jahr, mehrere Jahre..., bis "er" das in sich und für sich abgeklärt und abgeschlosssen hat.
In der Übergangszeit gibst und kannst Du ihm geben: Seelsorge, Stütze usw., mehr wahrscheinlich nicht.
Vielleicht könnt Ihr eine Freundschaft entwickeln, das auch behutsam und indde Du Dich mit Erwartungen und Wünschen zurückhältst?
Das müsstest Du mit Deinem Bekannten erausfinden ud klären.
 
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Gast

  • #6
Wenn die Frau sehr lange krank war und es schon lange klar war, dass sie sterben würde (typisch bei Krebspatientinnen), hatte das Paar lange Zeit, sich voneinander zu verabschieden und Trauerarbeit zu leisten. Dann ist auch der Witwer emotional sehr viel schneller wieder frei für eine neue Liebe.

Und das hat NICHTS damit zu tun, dass der Mann seine Frau nicht genug geliebt hätte!

w54
 
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Gast

  • #7
Ich meine, er ist noch in der Trauerphase( vor kurzen gestorben).Auch wenn das Ende zu erwarten war. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Verarbeitung vom VERLUST eines PARTNERS ca. 2 Jahre braucht.
Alles Gute
w/57
 
  • #8
@3
Was soll er denn in diesem Jahr (Jahren) tun? Nun ja, sein Herz heilen lassen, trauern, sich wieder auf die Reihe bringen, Abschied nehmen etc. Das dauert nun einmal.

Wenn einer das quasi mit der Beerdigung quasi auf Knopfdruck erledigt hat würd ich doch mal genauer nachfragen wieso er Wittwer ist......Gabs da ne gute Lebensversicherung?

@5 Guter Punkt, dann gehts natürlich schneller weil das o.g. zum teil erledigt wurde. Aber auch dann dauert es seine Zeit bis der Platz im Herzen wieder gross genug für eine neue Liebe ist.
 
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Gast

  • #9
Kommt darauf an, wie die Beziehung zwischen ihm und seiner Frau war, durch welche Umstände sie starb, wie er mit dem Thema Tod/Sterben generell umgeht, wie seine Einstellung dazu ist.

Es können Wochen, Monate, Jahre sein. Es gibt Menschen, die den Rest ihres Lebens nicht über den "Verlust" hinwegkommen, weil sie es auch nicht wollen und nicht aktiv mit sich/an sich arbeiten oder ihnen die Kraft dazu fehlt.

Rede mit ihm. Frag ihn. Versuch soviele Details wie möglich zu sammeln und höre darauf, was dir dein Bauchgefühl sagt. Generell wäre ich an deiner Stelle erstmal "gute Freundin", bis ich mir sicher wäre, dass es gut und richtig ist, sich auf diesen Mann einzulassen.

Jeder Mensch geht mit Tod anders um. Für die einen ist der Tod eines geliebten Mensch mit dem Weltuntergang gleichzusetzen, ein anderer betreibt aktive Trauerarbeit, lässt den Schmerz zu und ist relativ schnell wieder frei für eine Partnerschaft und wieder andere sehen den Tod so garnicht als was unheimlich Schlimmes an und können daher auch in weiten Lebensbereichen recht schnell wieder zum "normalen Tagesgeschehen" übergehen.

Mit diesen wenigen Informationen, noch dazu, wo hier niemand deinen Freund persönlich und die näheren Umstände kennt, kann keine, dir wirklich weiterhelfende Antwort, gegeben werden (meine Meinung). Daher gebe ich dir auch keine Prognose und keinen guten Rat, denn was in der einen Situation gut und richtig ist, kann in einer anderen genauso falsch sein.

Ich wünsch dir aber ganz viel Kraft, eine objektive Betrachtungs-und Beobachtungsgabe und ganz viel Glück :)
 
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Gast

  • #10
ich bin selbst seit Oktober verwitwet. Natürlich gilt für jede Person etwas anderers,
aber ich denke, es spielt eine sehr große Rolle, aus welchem Grund man verwitwet ist.
Mein Mann hatte Lungenkrebs und war ein ganzes Jahr lang schwer krank - da ist man schneller wieder bereit, an die Zukunft zu denken und sich emotional zu binden, als wenn der Partner plötzlich verstorben ist.
...und bedenk bitte, dass nicht jede Ehe eine Liebesbeziehung bis zum Ende sein muss.

ich wünsche dir viel Glück!
 
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