G

Gast

  • #1

Wie kann man Vergebene herausfiltern?

Wie kann man schnell und einfach erkennen, ob ein Kontakt in Wahrheit fest vergeben ist? Gibt es da bestimmte eindeutige Indizien dafür? Mir fällt z.B. nur ein, dass er/sie die Festnetznummer nicht bekannt gibt, heutzutage haben aber viele kein Festnetztelefon mehr, daher ist das nur bedingt geeignet. Und gibt es da Unterschiede Mann/Frau? Bitte um euren Input! Danke!
 
G

Gast

  • #2
Wenn jemand der das öfter macht, gezielt seine laufende Beziehung/Ehe verschweigt, hast du in meinen Augen keine Chance das bei einem fremden Menschen sicher zu erkennen.

Das einzige was du machen kannst, ist Aufreißertypen die das regelmäßig machen ausfiltern, indem du dich nicht allzu schnell zu Sex hinreißen lässt - jemand der nur auf eine schnelle Nummer aus ist wird dann "hoffentlich" rechtzeitig das Interesse verlieren.
 
G

Gast

  • #3
Er nimmt Dich nicht mit zu sich nach Hause. Er hat am WE immer irgendwelche Ausreden. Er telefoniert spätabends nicht mehr, sondern Du kriegst dann eben SMS. Er macht keine Zukunftspläne. Er nimmt oft nicht ab, wenn Du anrufst.
Ich denke das sollte erstmal genügen.

w50
 
G

Gast

  • #4
Ich glaube inzwischen, es gibt dafür überhaupt keine Indizien dafür.

Jede Telefonnummer kann per Rufweiterleitung auf jeden Anschluß umgeschaltet werden, ein zweites Handy ist heute völlig normal. Welches Handy das Diensthandy ist, welches das Privathandy - woher soll man das wissen, wer gerade auf welchem Handy anruft, wenn Anrufe bei ihm eingehen

Auch wenn er alleine wohnt, bedeutet das nicht, daß er nicht liiert ist.
Ehemaliges Familienhaus im früheren Dienstbereich und die Familie wohnt schon am neuen Ort in der Zweitwohnung oder umgekehrt.

Für mich waren Indizien:
Täglich einloggen, falsche Antwort auf den "Profillöschvorschlag", meine Frage nach seinem geplanten Urlaub beantwortete er mit "Ich habe vor" statt "vielleicht könnten wir".
Ein Angestellter, der mehrfach die Woche abends nicht erreichbar ist, weil er angeblich nach den Terminen noch mit dem Kunden essen geht, ist in dieser Branche, von der ich spreche, nicht so oft der Fall, wie er es mir weismachen wollte.
Selbst das Vorstellen im Kollegenkreis muß nicht immer daß bedeuten, was man sich erhofft. Und wer weiß schon, wie die (Verwandtschafts-)Verhältnisse tatsächlich in diesem Kollegenkreis sind.

Mißtrauisch war ich schon, aber verstanden habe ich erst viel, viel später, was da abging.
Auch warum sein privater Lebenslauf fingiert war, habe ich erst später verstanden.
Und wer bitteschön ruft schon in der Firma an und erkundigt sich nach diesem Mitarbeiter?
Ich nicht. Obwohl ich es jetzt noch gerne tun würde, um da mal einiges klarzustellen!
Aber gegen eine Lobby hat man als einzelner keine Chance.
Außerdem sage ich mir: Was soll's, wer sowas macht und mitmacht, hat mich nicht verdient.
Ich neige privat nicht zur Hobby-Agatha, ich habe mich mit googeln begnügt.
Es war mir eine Lehre - ihm hoffentlich auch!
 
G

Gast

  • #5
Das ist meiner Meinung nach sehr schwer zu erkennen, gerade am Anfang des Kennenlernens. Das jemand die Festnetznummer nicht sofort bekannt gibt am Anfang, ist kein Indiz dafür. Viele Menschen sind einfach sehr vorsichtig, bei der Bekanntgabe von persönlichen Daten.

Ein Indiz dafür ist für mich, wenn jemand auch nach längerem Kontakt nicht sagt, wo er oder sie wohnt, damit der andere nicht herausfinden kann, dass er oder sie mit einer Person zusammenlebt. Auch wenn immer wieder Ausreden kommen, weshalb es zu keinem Date kommt oder der Gegenüber Dates mehrmals kurzfristig verschiebt oder nicht will, dass ein Date in seiner Stadt stattfindet, kann da ein Hinweis sein.
 
  • #6
Sofort feststellen kann man gute Lügen leider nicht. Aber in der frühen Kennenlernphase sollte man auf folgendes achten:

Die Festnetznummer ist auch heute noch bei der überwältigenden Mehrheit vorhanden; selbst wenn nicht, ist derjenige dann ja auch immerhin jederzeit per Mobiltelefon erreichbar, auch zu typischen Familienzeiten.

Vorallem Zeit am Wochenende ist aber ganz ein entscheidendes Kriterium. Immer sonntags verabreden, oder samstags spät abends. Da haben Vergebene normalerweise nie Zeit.

Drittens ist ein Besuch in der Wohnung immer aufschlussreich. Das sollte man nach einigen Dates allerspätestens in Angriff nehmen. Einerseits zeigt es auch Lebensstil und Geschmack, andererseits eben auch ganz klar, dass man Single ist. Dies kann man in Küche und Badezimmer absichern, im allgemeinen reicht aber auch der Gesamteindruck der Wohnung.

Nicht vergessen sollte man auch, dass die allerwenigsten völlig direkt und geradeheraus lügen. Man sollte daher Menschen direkt in die Augen schauen und ganz konkret fragen: "Seit wann bist Du denn Single?" oder "Wann habt Ihr Euch getrennt?" oder "Wann bist Du ausgezogen?". Die kann man gut in unauffälligere Kontexte einbetten, so dass es nicht ganz so platt ist. Zum Beispiel kann man über schwierige oder leichte Wohnungssuche in der Stadt sprechen und beiläufig fragen, wie er denn seine aktuelle Wohnung gefunden hat und wann das war. Schon der Zeitpunkt muss dann perfekt mit allen anderen Details zu Vorbeziehungen harmonieren, die man bereits kennt. Das Geheimrezept ist letztlich, einfach zu plaudern und sich aufrichtig und umfassend und gegenseitig auszutauschen, gleichwohl dabei wachsam und aufmerksam zu sein und alles auf Stimmigkeit zu überprüfen.
 
  • #7
Mit richtig gebundenen Leuten hatte ich es nie zu tun bei meiner Suche. Da ich keine Fernbeziehung wollte, wäre das auch zu schnell aufgeflogen.
Festnetzerreichbarkeit / Besuch in der Wohnung / Abend-, Wochenendzeit wie weiter oben genannt, sind wichtige Indizien. Wobei das mit dem Festnetz bei jüngeren oder moderneren Leuten schon nicht mehr stimmt.
Leute, die noch gebunden sind oder mehrere Partner am Start haben, verschwinden oft tagelang in irgendwelchen Zeit- und Raumlöchern. Sie sind ausgiebig auf Geschäftsreise oder bei den Eltern und erzählen so gut wie nichts davon, sie haben Jobtermine zu den unmöglichsten Zeiten, oft auch spontan. Und man hat generell den Eindruck, daß es einen großen Bereich in ihrem Leben gibt, der überhaupt nicht transparent ist. Das ist immer ein Achtungszeichen.
 
G

Gast

  • #8
@2, @5: das mit der Zeit am Wochenende kann auch andere Gründe haben: z.B. sind AlleinerzieherInnen am Wochenende mit den Kindern beschäftigt und wollen vielleicht in der Anfangsphase ihren Kindern noch nicht vom neuen Partner erzählen.
 
G

Gast

  • #9
Man sollte daher Menschen direkt in die Augen schauen und ganz konkret fragen: "Seit wann bist Du denn Single?" oder "Wann habt Ihr Euch getrennt?" oder "Wann bist Du ausgezogen?". Die kann man gut in unauffälligere Kontexte einbetten...
Ja, aber bitte nicht zuu unauffällig. Je direkter die Frage, desto weniger Interpretationsspielräume tun sich auf. Anscheinend haben viele Frauen aber Angst, die ungeschminkte Wahrheit zu erfahren. Oder Angst, belogen zu werden, was weiß ich. Und dann kommen so Fragen wie "macht es dir etwas aus, wenn ich dir auf den Anrufbeantworter spreche?", was ungefähr dasselbe bedeutet wie "gibt es bei dir zuhause eine Frau, die nichts von mir wissen darf?" Aber diese Übersetzung ist nur Männern geläufig, die etwas zu verbergen haben, die Ehrlichen durchschauen sie nicht und geraten in falschen Verdacht, wenn sie ganz unschuldig-harmlos antworten: ruf mich lieber auf dem Handy an.
 
  • #10
@2, @5: das mit der Zeit am Wochenende kann auch andere Gründe haben: z.B. sind AlleinerzieherInnen am Wochenende mit den Kindern beschäftigt und wollen vielleicht in der Anfangsphase ihren Kindern noch nicht vom neuen Partner erzählen.
Ja und Leute die an solchen Stellen schon Lügen erzählen oder wichtige Lebensumstände auslassen kommen als Partner eh nicht in frage
 
G

Gast

  • #11
so wie das menschen immer und zu jeder zeit schon gemacht haben:
nicht dem menschen sofort völlig naiv und total unkritisch gegenübertreten und es langsam angehen lassen. die zeit bringt alles zutage. und: auf dein bauchgefühl hören.
warum stellst du diese frage?
ist das nur totales misstrauen (schade!), oder bist du bei jeder zweiten bekanntschaft auf jemand gebundenen getroffen?! (dann liegt das evtl. auch mit an DIR!)
meiner meinung nach ist so ein grundsätzliches misstrauen völlig unverhältnismäßig.
hey, nicht jeder mensch will dir gleich bös!
bei vielen dates haben die männer mir von damen erzählt, die bei vorherigen dates grundlos misstrauisch gefragt haben ("bist du WIRKLICH nicht verheiratet?") - was auf den unmut der männer gestoßen ist und nervend war. kann ich verstehen.
letztendlich ist man auch selbst dafür verantwortlich was man (zu unkritisch) zu schnell zulässt.
meistens tut man zu vielen damit unrecht um die wenigen schwarzen schafe die es hier gibt in überzogenem aktionismus zu "überführen".
w,37
 
  • #12
Es kommt darauf an, wie offen die jeweiligen sind.

Mein EX-Mann schrieb ganz offen rein: "bin zwar gebunden, aber auf der Suche nach etwas Neuem."

Und bekam viele Zuschriften. Trotz gemeinsamen Haus, Kindern usw. Er war nicht unbedingt auf dem Absprung, wollte eigentlich nur neue Erfahrungen sammeln.
Daraufhin bin ich abgesprungen und jetzt tigert er so durch die Gegend herum.

Warum hat er das gemacht? Auf der Suche nach einem neuen Kick usw?

Wer mit dem Feuer spielt, lebt gefährlich und könnte sich verbrennen. Zurück bleibt Ruß und Asche.
 
  • #13
Für mich sind Vergebene auch absolut Tabu. Soviel Anstand und Selbstachtung muß man einfach haben

Klar sind die Gefühle dann chaotisch und nicht sicher.
Aber manchmal hat man sich so sehr verliebt, dass man das zusammen durchstehen kann.
Und besser der/die erste danach sein, als dass jemand anderes die tolle Person wegschnappt.