• #1

Wie kann man Manipulationen verarbeiten?

Hier im Forum sind Manipulationen immer wieder Thema und auch ich habe leider eine manipulative Freundschaft erlebt, was mir sehr zu schaffen macht.
Wie lässt man sich das hinter sich? Gerade wenn man am eigenen Verstand zweifelt und sich selbst manchmal noch fragt, ob man sich alles einbildete? Ich find es gruselig und äußerst unangenehm, dass ich das lange Zeit gar nicht erkannte, obwohl ich eigentlich ein gutes Gespür für Menschen habe und noch kein solches Problem hatte. Schlimm ist, dass das schlechte Gewissen, das sie verursachte, so nachhaltig wirkt; vermutlich auch deshalb, weil ich ja nicht fehlerfrei bin und es manchmal schwer ist zu unterscheiden, was mein eigener Fehler war und wo ihre Manipulation mich zu einem Fehler verführte oder mich glauben lässt, ich hätte einen gemacht. Es ist ein echter Mindfuck. Ich habe damals mit mir gerungen, weil ich eine gute Freundin sein wollte und ich wusste, dass die Person in einer schwierigen Phase feststeckte, gleichzeitig mich aber auch selbst schützen wollte. Wenn ich jetzt an sie denke, dann ist sie in meinen Gedanken übermächtig, eine Medusa. So viel Raum hat sie gar nicht verdient, gleichzeitig wäre es wohl auch nicht richtig, sie als derart böse zu betrachten. Ich weiß nicht, wie bewusst ihre Manipulationen waren, einige Verletzungen und Bösartigkeiten waren es aber definitiv. Sie hat es fertiggebracht, bei jeder einzelnen Meinungsverschiedenheit und jedem Streit über alles erhaben zu sein, während ich meinen Anteil zugab und mich entschuldigte. Ich war per se immer die Schuldige (ihr Partner übrigens auch), sie nie. Ein Thema nach dem anderen konnte ich nicht mehr ansprechen, weil es sie verletzen würde. Und selbst als sie fremdging war ich die böse, die verurteilt. Zu guter Letzt wurde ich sogar verhöhnt, weil ich als Mittwissende nicht ertragen hätte, mit ihrem Partner an ihrem Tisch zu sitzen und so zu tun, als wäre alles ok. Zitat: "XY hat übrigens kein Problem damit." Kurz, nachdem ich den Kontakt abgebrochen hatte und auf einen erneuten Kontaktversuch ihrerseits nicht einging, wollte sie dann noch ein Kleidungsstück wiederhaben, welches sie mir geschenkt hatte.
Ich habe wirklich lange Zeit nichts bemerkt. Im Nachgang fallen mir so Kleinigkeiten auf, Dinge, die sie in den Raum warf, als wären sie nicht an mich gerichtet, mich aber beeinflussten, ohne dass ich es bewusst wahrnahm. Vor allem hatte ich ein latentes Bauchgefühl, konnte aber nie greifen, woher es kam und auch deshalb kam ich mir schlecht vor. Ich dachte, mein Gefühl tut ihr Unrecht.
Wie verarbeitet man so etwas? Wie dröselt man auf, ob und wo man wirklich Scheuklappen hatte und wo die Person einfach nur sagenhaft gut manipulativ? Es kratzt an meinem Selbstwert, lässt mich hinterfragen, ob ich wirklich eine gute Freundin sein kann oder ob ich ein Problem habe (meine guten Freunde würden das verneinen, aber mein Kopf gibt sich damit nicht zufrieden).Wie nehme ich dem ganzen dieses Gefühl der Bösartigkeit und Bedrohlichkeit?
 
  • #2
Es kratzt an meinem Selbstwert, lässt mich hinterfragen, ob ich wirklich eine gute Freundin sein kann oder ob ich ein Problem habe

Manchmal sind wir eben blind, wenn wir jemanden mögen. Ich hab mich auch schon von Freundinnen manipulieren lassen, grade wenn sie viele Probleme haben und habs erst später bemerkt. Ja, da war ich vielleicht doof und hab mich einlullen lassen, aber mit meinem Selbstwertgefühl hat es nichts zu tun.

Du bist eine gute Freundin, weil du vertraust und davon ausgehst, dass die Freundin das Vertrauen auch verdient. Wenn einem das öfter passiert, wird man halt misstrauischer und schaut genauer hin oder hinterfragt mehr.

Wie nehme ich dem ganzen dieses Gefühl der Bösartigkeit und Bedrohlichkeit?

Indem du mit dieser „Freundin“, die offensichtlich ziemliche Defizite im Charakter hat, den Kontakt konsequent abbrichst, was du vermutlich sowieso schon getan hast.
 
  • #3
Aufstehen, lächeln, Staub abklopfen, Krone wieder richten....
Es geht auch wieder weiter im Leben
 
  • #4
Liebe Homestar
Zuerst einmal möchte ich dir sagen, dass deine Art der Kommunikation grundsätzlich gesund ist und dich im Leben vermutlich deutlich weiter bringt, als deine Freundin.
Wer im Konflikt seinen eigenen Anteil einräumen kann, kritikfähig ist, sich hinterfragen kann, ist sicher als Mensch und Freund viel beliebter und kann auch nachhaltige, authentische Beziehungen aufbauen (Sprich: Hat Manipulation schlicht nicht nötig).
Ich stelle mir vor, dass du diese Freundin deshalb so bedrohlich erlebst, weil du selbst nicht manipulativ denkst und handelst und es dir deswegen extrem fremd und undurchschaubar vorkommt, dass ein Mensch tatsächlich so tickt.
Ein Trick, manipulative Menschen als nicht mehr so bedrohlich wahr zu nehmen ist, dass man sich bewusst macht, woher diese Strategien kommen: Aus der Kindheit. Ein manipulatives Kind ist dabei recht "unschuldig", es probiert verschiedene Dinge aus, seine Bedürfnisse zu erfüllen und wenn es Erfolg hat, zeigt es das entsprechende Verhalten öfter. Deine Freundin hat gelernt "Angfriff ist die beste Verteidigung". Wenn sie anderen Menschen Schuldgefühle bereitet, nicht nachgibt und vorwurfsvoll wird, kann sie der Konfrontation über ihre eigenen Mäkel ausweichen.
Abwerten und Lächerlichmachen sind ebenfalls beliebte, manipulative Stilmittel. Viel Raffinesse steckt da im Grunde nicht dahinter. Man ist als selbstkritischer, mitfühlender Erwachsener einfach nicht auf so was vorbereitet.
Zweifle nicht an dir. Diese Verhaltensweisen sind wie Box-Manöver: Man kann sie mit der Zeit erkennen und benennen. Dann sieht man sie kommen - "aha, ein linker Haken! Da zielt jemand auf meine Schuldgefühle!" und kann ihnen auch ausweichen.
 
  • #5
Es kratzt an meinem Selbstwert, lässt mich hinterfragen, ob ich wirklich eine gute Freundin sein kann oder ob ich ein Problem habe (meine guten Freunde würden das verneinen, aber mein Kopf gibt sich damit nicht zufrieden).Wie nehme ich dem ganzen dieses Gefühl der Bösartigkeit und Bedrohlichkeit?
Durch dein mangelndes Selbstvertrauen war es ihr leider möglich, dich „zu lenken“.
es hat sich ein Gefühl bei dir eingeschlichen, dass dir gesagt hat, dass du dich nicht wohlfühlst in dieser Freundschaft.
Aber durch den Mangel an Selbstvertrauen, hast du eher dich infrage gestellt, als diese Freundschaft.

Das Verhalten deiner Freundin hat nichts mit dir zu tun, oder deinen Qualitäten als Freundin. Es ist ihre Art der Beziehungsgestaltung und sie wird sich allen Menschen gegenüber versuchen so zu verhalten. Bei manchen wird sie eben auf Resonanz stoßen ( Menschen mit Selbstzweifeln ) und bei anderen eher nicht ( selbstsichere Menschen ).

Warum sie sich so verhält, liegt in ihrer eigenen Vergangenheit begründet. Aber das ist eben keine Entschuldigung und auch nicht dein Problem, sondern ihres.

Schau, dass du die Beziehung zu dir selbst verbesserst. Die bildet nämlich die Grundlage für all deine anderen Beziehungen.

Hilfreich sind da Achtsamkeitsübungen, Tagebücher und die Arbeit mit Glaubenssätzen.

Auch sich etwas Wissen anzueignen, woran du toxische Beziehungen in ihren Anfängen erkennen kannst, kann dich dabei unterstützen, diese in Zukunft frühzeitig zu verlassen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #6
.Wie nehme ich dem ganzen dieses Gefühl der Bösartigkeit und Bedrohlichkeit?

Wenn man einmal Manipulationen durchschaut hat, kann man hinter jeder Handlung eines anderen, jeder Äußerung eine Manipulation hineindeuten.

Ich denke aber viele Handeln gar nicht absichtlich manipulativ, sie sind halt wie sie sind.

Ein Baby überlegt sich doch auch nicht: "hmm... wie kann ich die Mutti manipulieren?....schreie ich einfach mal...es macht das einfach, ohne das mit bösen Willen oder böse Absicht zu tun. Es ist in dem Moment nur ein Weg zur Bedürfnisbefriedigung und ich denke im Groben ist das bei normalen erwachsenen Menschen nicht anders.

Im Gegensatz dazu vielleicht Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, die sich dann einfach nur an der aus der Manipulation gewonnenen Macht erfreuen und damit ihr Ego füttern.

Mir hat es letztlich geholfen, die Sache zu relativieren: man kann nie allem und jedem hinter die Stirn sehen und seine wahren Interessen erkennen.
Versucht man das, wird man irgendwann paranoid.

Ich denke jedoch dass man sich ganz gut gegen Manipulationen schützen kann, wenn man grundsätzlich immer bei sich bleibt, bei dem was man will und sich nicht aufgrund von anderen hervorgerufener Gefühle zu anderen Handlungen bringen lässt, die man eigentlich nicht will. Oder eben in der Hoffnung auf eine in Aussicht gestellte Gegenleistung.

Ich glaube auch allein durch das bewusste Wahrnehmen der Tatsache, dass man manipuliert wurde, erkennt man sie auch in Zukunft schneller und fällt nicht wieder darauf rein.

Hierbei ist es noch hilfreich, seinen eigenen Schwachpunkt zu erkennen, warum man für die Manipulation anfällig war und welche Technik dabei funktioniert hat.
 
  • #7
ich wusste, dass die Person in einer schwierigen Phase feststeckte, gleichzeitig mich aber auch selbst schützen wollte
Letzteres ist das Wichtigere. Sich selbst schützen.
Wenn jemand in die Fluten springt, sollte man nicht hinterherspringen, wenn man nicht schwimmen kann.
Deine Freundin ist für ihr Handeln selbst verantwortlich. Auch wenn sie evtl. psychisch instabil ist, bist du nicht der Arzt, der ihr helfen kann.
Da muss man einen gewissen inneren Abstand halten, auch als gute Freundin.
Ich vermute mal, ihre Erwartung an dich war "wenn du dies und jenes nicht leistest, bist du keine gute Freundin". Diese Person hat aber nicht die Hoheit darüber, was eine gute Freundin ausmacht. Ein Freund muss nicht leisten. Mit einem Freund versteht man sich.
Menschen, die hoch verletzt und beleidigt tun, weil man nicht nach ihrem Sinne funktioniert, haben geringe Chancen langfristig im Umfeld zu verbleiben. Denn genau das ist dieser Versuch der Manipulation.
Du solltest zu dir selbst stehen und zu deinen Ansichten stehen. Über diese bist du dir unsicher.

Als Beispiel:
Eine Jugendfreundin ist hoch beleidigt, weil der regelmäßige Kontakt etwas nachgelassen hat, nachdem eine Freundin sich in einer Partnerschaft befand.
Es ist jedoch normal, dass sich Beziehungen verändern. Man muss nicht ein Leben lang jedes Wochenende gemeinsam um die Häuser ziehen, um eine gute Freundin zu sein.
Dagegen gibt es Freundinnen, die irgendwann weit wegziehen, man sich kaum noch sieht, aber selbst nach vielen Jahren versteht man sich genauso gut, wie eh und je, wenn man sich wieder trifft oder telefoniert. Keiner hat den Anspruch auf eine Regelmäßigkeit oder ist beleidigt.

Man darf sich auch als guter Freund abgrenzen und muss nicht komplett in das Leben des Anderen involviert sein.
Würde meine Freundin fremd gehen, dann wäre das ihre eigene Entscheidung. Die Entscheidung eines Erwachsenen. Wie sie mit ihrer Beziehung umgeht, muss sie selbst wissen.
Da kann man den Rat geben, dass sie sich entscheiden sollte, um diesen Zustand zu beenden. Handeln muss sie jedoch selbst.
 
  • #8
Ich bin wieder bei meinem Haupt-Thema, mit der Gretchenfrage, wo liegt die Ursache?
Wenn jemand leicht zu manipulieren ist, so gibt es mehr oder weniger Defizite an den bekannten S, denn alles liegt in einem Selbst, wenn der Navigator nicht richtig oder sogar nicht funktioniert, kann man sich deshalb nicht rechtzeitig abgrenzen, auch nicht rechtzeitig ein Nein sagen, es wird kritisch! Wie besser (bewusster!) man sich kennt, umso schwieriger wird es sein, sich manipulieren zu lassen!
 
  • #9
Ich kenne die Situation jetzt natürlich nicht so genau, meine Erfahrung ist aber, dass Manipulationen mit eher unauffälligen Kleinigkeiten beginnen, die der manipulierten Person lange gar nicht als Übergriffe auffallen.

Keine Ahnung, ob das immer der Fall ist, mein Eindruck ist aber, dass man - sollte man hier ne Schwäche haben - lernen sollte, eigene Grenzen zu setzen und diese zu schützen. Möglicherweise hast du schon früher an dieser "Freundin" seltsame Grenzüberschreitungen wahrgenommen, sie aber als nichtig abgetan, z.B. weil du dir selbst und deinen Eindrücken nicht gemug vertraut hast. (Wenn es dir aber zunehmend schlechter geht, ist das m.E. immer ein Indiz,dass etwas geändert werden muss, bevor es dich richtig runterzieht. Man hat ja mal Klinsch mit so einigen Leuten aus dem eigenen Umfeld, aber die Nuance zu viel "jemand tut mir tatsächlich oder vermutlich nicht gut" erkennt man, wenn man ehrlich ist, schon ziemlich genau - man muss nur ein bisschen auf die eigene Wahrnehmung vertrauen. Und trennt sich dann eben von solchen Leuten.)

Bewusst manipulative Menschen legen Wert drauf, die Schwächen ihres Gegenübers aufzuspüren. Das kann neben der mangelnden Fähigkeit Grenzen zu setzen und Grenzüberschreitungen klar zu benennen auch mal so n kleines Egoding sein. Irgendwas, das am Ego kratzt oder eben ne Situation, in der der Manipulation zuliebe dem Ego der manipulierten Person ordentlivh geschmeichelt wird. Um Vertrauen aufzubauen und anschließend sukzessive wieder Grenzen zu überschreiten. Meine Beobachtung ist, dass das immer so ne Art Hin und Herbewegung ist: ne Art Verschleierungstaktik, um den klaren Blick des anderen zu vernebeln.

Dass du dich selbst so runterziehst (so wirkt es hier zumindest), ist irgendwie nachvollziehbar, vielleicht für dich aber auch gleich schon ein Hinweis, wo du dieser Person ne Angriffsfläche geboten hast.

Ach ja. Es geht bei Manipulationen auch immer darum, emotional zu manipulieren,d.h. der Manipulierte soll emotional reagieren,z.B. Schamgefühl haben, Angst, aggressiv werden etc.
Dahinter steckt irgendwie der indirekte Vorwurf, emotional abhängig zu sein oder so - was so ja nicht automatisch stimmen muss.

Abgrenzungsvoraussetzungen und -strategien zu lernen, wäre die Lektion, an der man gut arbeiten kann, denke ich.
 
  • #10
Und dann gibt es glücklicherweise noch die meisten anderen Leute, die zwar schrullig oder manchmal bescheuert oder auch nervenauffreibend sein können, und trotzdem einfach ganz normal (und eben nichz manipulativ) wie man selbst auch und bei denen man viel mehr man selbst sein kann und das auch bleibt ohne Psychospiele. Das sind die, auf die man bauen kann, meist wirken sie aber erst auf den 2. Blick so interessant wie manipulative Personen auf den ersten Blick wirken.

Wenn du dich zunehmend auf die Suche machst bzw. dich ein bisschen einarbeitest und an dir arbeitest, wirst du merken, dass Manipulationen gar nicht unbedingt sooo heimlich ablaufen, wenn man weiß, was dahintersteckt.

Mach dich nicht kaputt deswegen. Arbeite einfach dran. Das macht dich langfristig stärker.
 
  • #11
Zu Manipulationen gehören zwei, einer der manipuliert, einer, der sich manipulieren lässt. Ich vermute, oft handeln beide nicht bewusst und zielgerichtet.
Helfen könnte wohl, an Dir zu arbeiten, um einerseits die entsprechenden Personen oder Handlungen zu erkennen und zu vermeiden, andererseits Dich nicht mehr manipulieren zu lassen. Da passiert ja auf beiden Seiten etwas und es passiert eben nicht jedem...
 
  • #12
Ich find es gruselig und äußerst unangenehm, dass ich das lange Zeit gar nicht erkannte, obwohl ich eigentlich ein gutes Gespür für Menschen habe und noch kein solches Problem hatte.

Glaub mir: Man kann noch so ein gutes Gespür für Menschen haben, jemand der ein manipulatives Verhalten an den Tag legt, macht das so geschickt, dass es einem durchaus länger verborgen bleiben kann.
Lies dich mal ein bisschen über "Energievampire" ein.
Könnte aufschlussreich für dich sein.

Vor allem hatte ich ein latentes Bauchgefühl, konnte aber nie greifen, woher es kam und auch deshalb kam ich mir schlecht vor. Ich dachte, mein Gefühl tut ihr Unrecht.

Kann ich verstehen.
Man will ja eigentlich immer an das Gute im Menschen glauben und es geht oft über unsere Vorstellungskraft was ein Mensch so anrichten kann, auch in einem selbst. Bösartig ist sie deshalb nicht. Sie hat wahrscheinlich tiefgreifende psychische Probleme.

Wie dröselt man auf, ob und wo man wirklich Scheuklappen hatte und wo die Person einfach nur sagenhaft gut manipulativ? Es kratzt an meinem Selbstwert, lässt mich hinterfragen, ob ich wirklich eine gute Freundin sein kann oder ob ich ein Problem habe (meine guten Freunde würden das verneinen, aber mein Kopf gibt sich damit nicht zufrieden).Wie nehme ich dem ganzen dieses Gefühl der Bösartigkeit und Bedrohlichkeit?

Auch ein typisches Anzeichen, dass du es mit einem Energievampir zu tun hattest. Selbst nach dem Kontaktabbruch entzieht sie dir noch deine Energie.
Ich denke schon, dass du eine gute Freundin sein kannst. Wer sollte es besser beurteilen als die Menschen, die mit dir in Kontakt stehen?
Vielleicht bist du auch manchmal "zu gut"? Hier fiel ja schon der Begriff "Grenzüberschreitung". Wie sieht es denn damit bei dir aus? Würdest du sagen, dass du ein Mensch bist, der auch mal gut und gerne "Nein" sagen kann? Der auch Grenzen setzt, wenn es sein muss?

Ich habe mal gelesen, dass es hilft sich mit positiven Menschen zu umgeben, ja, ich weiß, ist momentan schwierig, um diese Negativität, die ein Energievampir hinterlässt, zu überwinden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #13
Ach ja. Es geht bei Manipulationen auch immer darum, emotional zu manipulieren,d.h. der Manipulierte soll emotional reagieren,z.B. Schamgefühl haben, Angst, aggressiv werden etc.
Dahinter steckt irgendwie der indirekte Vorwurf, emotional abhängig zu sein oder so - was so ja nicht automatisch stimmen muss.
Den Aspekt finde ich interessant. Kannst du das näher erläutern ?
 
  • #14
Wie verarbeitet man so etwas? Wie dröselt man auf, ob und wo man wirklich Scheuklappen hatte und wo die Person einfach nur sagenhaft gut manipulativ? Es kratzt an meinem Selbstwert, lässt mich hinterfragen, ob ich wirklich eine gute Freundin sein kann oder ob ich ein Problem habe (meine guten Freunde würden das verneinen, aber mein Kopf gibt sich damit nicht zufrieden).Wie nehme ich dem ganzen dieses Gefühl der Bösartigkeit und Bedrohlichkeit?

HOMESTAR, ich bin die Tochter einer hoch manipulativen Mutter - es war hart es zu durchschauen und dann zu verstehen.

Ich akzeptiere, es gibt manipulative Menschen im absichtsvollen, bösartigen Sinn.
Im gewissen Sinn sind wir es aber alle, immer dann, wenn wir von jemand anderem etwas wollen, wenn wir jemanden begeistern, überzeugen wollen. "Manipulation" kann auch im positiven Sinn erfolgen.
Werde Dir bewusst, dass Du jeden Tag "manipuliert" - besser beeinflusst - wirst.
Durch die Art, wie Informationen selektiert und publiziert werden, durch Werbung, durch Gespräche.

Ich mag nicht in Habacht Stellung leben, misstrauisch sein.

Wichtig ist mE, achte gut auf Dich. Lerne Dich kennen, Deine Bedürfnisse, und ganz wichtig, Deine Grenzen. Rechtzeitig Stopp sagen, erst recht wenn man sich unwohl fühlt.
Dann hat so eine "Freundin", ein Partner, Kolleg*in, etc. keine Chance.

Gesunde Vorsicht, nicht immer alles unbesehen glauben und vor allem in sich hinein fühlen.

Und wichtig, die Verantwortung selbst übernehmen - es ist nämlich ein einfacher Weg, zu sagen, da hat mich jemand manipuliert, dann liegt die Verantwortung dort.
Die Verantwortung liegt aber bei einem selbst, Stopp zu sagen und gut für sich zu sorgen - auch wenn es manchmal nicht einfach ist - und die /der gewiefte Manipulator*in mit Egoismusvorwürfen oder großer Leidensmine kommt.
Meine Mutter war dann im Extremfall, wenn alles andere versagte, wahlweise krank oder machte eine Riesenszene.
Meine Schuldgefühle trugen 25 Jahre.

W, 51
 
  • #15
Wie sieht es denn damit bei dir aus? Würdest du sagen, dass du ein Mensch bist, der auch mal gut und gerne "Nein" sagen kann? Der auch Grenzen setzt, wenn es sein muss?
Interessanterweise haben Menschen, die zur Manipulation anderer neigen, selbst dieses Defizit, wenn man mal genauer hinschaut.

Es wäre falsch zu behaupten, dass das ausschließlich von „fiesen Menschen“ kommt. Ich habe durchaus schon miterlebt, wie der nette Kerl von nebenan dazu in der Lage war, Menschen in eine gewisse Richtung schieben zu wollen, ohne es für alle ersichtlich sein zu lassen.

Genau genommen manipulieren wir alle. Wir alle möchten gerne, dass Menschen sich so verhalten, wie wir es gerne haben möchten. Also werden wir uns entsprechend verhalten, um den anderen dazu zu bewegen.

Entscheidend wird an dem Punkt: wie emotional abhängig, bin ich eigentlich selbst, von der Reaktion des anderen?

Je mehr ich selbst von anderen abhängig bin, je schwerer wird es mir fallen, ihre Selbstbestimmung und die damit einhergehenden Grenzen zu achten.
 
  • #17
Manipulation ist doch alltäglich. Du wirst niemals ganz frei davon sein.

Du lächelst jemanden an, wenn du eine Bitte vorbringst ? Manipulation - denn du weisst genau: wirke ich auf denjenigen sympathisch, wird er mir die Bitte erfüllen.

Verhaltenstherapie, Verkaufspsychologie. Balzverhalten .... alles Manipulation.

Und ja, manchmal wird Manipulation gar nicht, manchmal bewusst wahrgenommen. Eingesetzt wird sie immer. Ich fand es zum Brüllen komisch, als mir eine Frau aus der Werbebranche Manipulation vorgeworfen hat. Ausgerechnet eine, deren ganzes Leben nur daraus besteht, andere zu manipulieren ........
 
  • #18
Manipulation ist doch alltäglich. Du wirst niemals ganz frei davon sein.

Du lächelst jemanden an, wenn du eine Bitte vorbringst ? Manipulation - denn du weisst genau: wirke ich auf denjenigen sympathisch, wird er mir die Bitte erfüllen.

Verhaltenstherapie, Verkaufspsychologie. Balzverhalten .... alles Manipulation.

Und ja, manchmal wird Manipulation gar nicht, manchmal bewusst wahrgenommen. Eingesetzt wird sie immer. Ich fand es zum Brüllen komisch, als mir eine Frau aus der Werbebranche Manipulation vorgeworfen hat. Ausgerechnet eine, deren ganzes Leben nur daraus besteht, andere zu manipulieren ........

Klar sind wir Menschen tatgtäglich von Manipulationen umgeben und ja, jeder manipuliert auf gewisser Weise. Aber darum geht es gar nicht. Und was du schreibst klingt so, als wenn @HOMESTAR sich nicht so anstellen solle und das zu eng sieht.

Es ist aber doch ein Fakt, dass es Menschen gibt die in punkto Manipulation zu eher krankhaften Tendenzen neigen und das hat dann nichts mehr mit irgendeiner Werbestrategie oder einem netten Lächeln zu tun.

Das hier
Ich weiß nicht, wie bewusst ihre Manipulationen waren, einige Verletzungen und Bösartigkeiten waren es aber definitiv. Sie hat es fertiggebracht, bei jeder einzelnen Meinungsverschiedenheit und jedem Streit über alles erhaben zu sein, während ich meinen Anteil zugab und mich entschuldigte. Ich war per se immer die Schuldige (ihr Partner übrigens auch), sie nie.

geht doch über ein gesundes Maß hinaus.
 
  • #19
Kann ich gut nachvollziehen.
Hattest du das Gefühl, dass du ihr Verhalten adaptiert hast.

Irgendwann war mein Credo, auf keinen Fall so werden wie meine Mutter.
Das Gegenteil, ich habe immer darauf geachtet, niemanden zu brauchen, wenn es mir nicht gut ging, nicht zu jammern,... Szenen hasse ich bis heute.
Auf Eifersucht reagiere ich immer noch allergisch, meine Mutter hat meinen Vater und mich gegenseitig ausgespielt auch aus Eifersucht - ihr gebührte die volle Aufmerksamkeit aller.

Nur diese Abgrenzung kollidierte mit den Schuldgefühlen, und dem Gedanken, sie wollte sich immer mein Bestes, und ich habe nicht genug zurück gegeben.

Ich brauchte einiges an Therapie um das Bild zu korrigieren.
Seitdem ich weiß, dass sie hoch manipulativ war, und nicht die aufopferungsvolle, arme, känkliche Frau, und ich meine (unnötigen) Schuldgefühle verarbeitet habe, bin ich durchaus sensibel geworden bzgl. meiner Bedürfnisse und vor allem meiner Grenzen.
Die wichtigste Lektion - ich habe ein Recht darauf Nein zu sagen.
DER Schutz gegen schädigende Manipulation.

Dass auch ich immer wieder manipuliere und manipuliert werde, das ist einfach so, tun wir alle.

W, 51
 
  • #20
Hi Homestar,

ja, ich denke auch, dass wir beide jeden Tag manipuliert werden, und auch wir beide selbst andere jeden Tag manipulieren. Wir beide versuchen damit aber vielleicht nicht andere herabzusetzen.

Wenn Du normalerweise gut mit anderen Menschen auskommst, gab es was Besonderes an dieser Frau, was Dich in diese Rolle rutschen hat lassen.

Mir ist das aufgefallen:

Schlimm ist, dass das schlechte Gewissen, das sie verursachte, so nachhaltig wirkt; vermutlich auch deshalb, weil ich ja nicht fehlerfrei bin...

weil ich eine gute Freundin sein wollte und ich wusste, dass die Person in einer schwierigen Phase feststeckte,

Zum einen Dein Gedanken, dass schlechte Gewissen, weil Du nicht "fehlerfrei" bist. Du bist Mensch, also nicht fehlerfrei. Das ist normal. Woher der Gedanke, dass Du fehlerfrei sein musst?

Zum anderen die Einstellung, einem Freund in Not zu helfen, auch wenn Deine eigenen Grenzen darunter leiden.

Als Hobbypsychologin habe ich gelesen, dass beides (perfekt sein zu müssen und nicht auf eigenes Wohlbefinden zu achten) oft vorkommt, wenn man als Kind zu früh Verantwortung übernehmen musste und die Eltern die Grenzen des Kindes überschritten haben (z.B. Kind muss aufs WC, Eltern schimpfen und sagen "Wir sind gerade erst losgefahren. Halt ein". Im schlimmsten Fall wird geschimpft, wenn es dann in die Hose geht. / Kind hat Durst. Eltern schimpfen und vertrösten auf das Abendessen). Dann lernt man, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht zu äußern und sich dem von den Eltern vorgegebenen Ablauf unterzuordnen.

Vielleicht hat Dich die Freundin auch einfach nur in einem schlechten Moment erwischt, als Du einsam, traurig o.ä. warst, und Du bist in eine schlechte Dynamik gekommen.

Du darfst ablehnen und Grenzen setzen. Das beendet die Beziehung nicht. Vielleicht musst Du lernen darauf zu achten und diese zu äußern.
 
  • #21
Wie nehme ich dem ganzen dieses Gefühl der Bösartigkeit und Bedrohlichkeit?
Wenn das so ist, dann ist das erstmal unverändert so, es ist ein ISTZUSTAND, da können dir tausend Leute was erzählen, es nützt dir selbst nix, es gibt nur eine einzige Strategie, die dir langfristig hilft und die ist: an deiner inneren Einstellung, an deiner Geisteshaltung, an deinem Bewusstsein, an deinen Werten zu arbeiten, wer sich manipulieren lässt zeigt dem Manipulateur seine Schwäche und seine Empfänglichkeit, um eine solche Manipulation von ihm ausführen zu können, zu diesem Zeitpunkt ist der Manipulateur auf dem Podest über dir und nutzt das für sich eiskalt aus, ich denke, wenn man an sich intensiv arbeitet und dadurch ganz bewusst und gezielt Bewusstseinserweiterung in Gang setzt, kann man das größtenteils abstellen, weil man dann sehr früh schon erkennt, was der andere mit einem vor hat und was er von einem will und exakt genau an dieser Stelle, setzt die Manipulation ein, nach dem Motto: er will jetzt das und das von mir!
 
  • #22
Ganz blind warst Du ja nicht. Du hast ja von Anfang an bemerkt, dass mit Deinem Bauchgefühl etwas nicht stimmt. Mehr kann man halt manchmal nicht erkennen.
Ich weiß nicht, wie bewusst ihre Manipulationen waren, einige Verletzungen und Bösartigkeiten waren es aber definitiv. Sie hat es fertiggebracht, bei jeder einzelnen Meinungsverschiedenheit und jedem Streit über alles erhaben zu sein, während ich meinen Anteil zugab und mich entschuldigte. Ich war per se immer die Schuldige (ihr Partner übrigens auch), sie nie. Ein Thema nach dem anderen konnte ich nicht mehr ansprechen, weil es sie verletzen würde. Und selbst als sie fremdging war ich die böse, die verurteilt. Zu guter Letzt wurde ich sogar verhöhnt
So wie Du es beschreibst komme ich hier zu dem Urteil, dass Du es mit einer Narzisstin zu tun bekommen hast.
Es ist nicht Deine Schuld.

Das ist diese bestimmte Art mit der man sich schwer tut. man fühlt sich irgendwie nicht wohl mit den anderen person, irgendwas ist merkwürdig. Man kann den anderen emotional nicht greifen.
Gerade wenn man am eigenen Verstand zweifelt und sich selbst manchmal noch fragt, ob man sich alles einbildete?
Schlimm ist, dass das schlechte Gewissen, das sie verursachte, so nachhaltig wirkt; vermutlich auch deshalb, weil ich ja nicht fehlerfrei bin und es manchmal schwer ist zu unterscheiden, was mein eigener Fehler war und wo ihre Manipulation mich zu einem Fehler verführte oder mich glauben lässt, ich hätte einen gemacht. Es ist ein echter Mindfuck.
Eine ähnliche Situation hatte ich auch in den letzten Monaten.
Und ja Mindfuck ist ein gutes Wort für das, was in mir abgeht.
Ich fühle mich gebraucht, benutzt, weggeworfen, respektlos behandelt. Die Schuld an der Situation wird mir gegeben.
Und das schlimmste ist die Empathielosigkeit, die pathologische Kälte.

Ich habe mich in der Folge intensiv mit dem Thema beschäftigt und wollte verstehen, was das ist. Und bin bei NPS gelandet.
 
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  • #23
Glaub mir: Man kann noch so ein gutes Gespür für Menschen haben, jemand der ein manipulatives Verhalten an den Tag legt, macht das so geschickt, dass es einem durchaus länger verborgen bleiben kann.

Ganz genau. Sehr guter Kommentar, während andere schon wieder die "Schuld" bei dir sehen und sämtliche Manipulatoren schnell durchschauen.

Jeder ist zu manipulieren, weil wir eigentlich immer an das Gute glauben wollen und helfen wollen.

ich denke auch, dass wir beide jeden Tag manipuliert werden, und auch wir beide selbst andere jeden Tag manipulieren. Wir beide versuchen damit aber vielleicht nicht andere herabzusetzen.

Wir manipulieren alle, in kleinem und in großen, aber wir sollten unser Gegenüber immer respektvoll behandeln.

Wenn Du normalerweise gut mit anderen Menschen auskommst, gab es was Besonderes an dieser Frau, was Dich in diese Rolle rutschen hat lassen.
genau, ihre bewußt manipulative Art.
 
  • #24
Das Gegenteil, ich habe immer darauf geachtet, niemanden zu brauchen, wenn es mir nicht gut ging, nicht zu jammern,... Szenen hasse ich bis heute.
Die Entwicklung habe ich auch genommen, als ich damals von daheim ausgezogen bin. Allerdings ist mein Hang zu emotional anhängigen Menschen lange geblieben.

Heute würde ich meinen, dass das an der eigenen Tendenz zu Schuldgefühlen lag.

Das bietet halt einen super Nährboden für Menschen, die über das Eintrichtern von Schuldgefühlen Menschen an sich binden wollen.

Gerade wenn man sehr autonom ist, aufgrund der gemachten Erfahrungen, fühlen sich diese Sorte Mensch sehr angezogen von einem. so zumindest meine persönlichen Erfahrungen ....
Seitdem ich weiß, dass sie hoch manipulativ war, und nicht die aufopferungsvolle, arme, känkliche Frau, und ich meine (unnötigen) Schuldgefühle verarbeitet habe, bin ich durchaus sensibel geworden bzgl. meiner Bedürfnisse und vor allem meiner Grenzen
Hat dich das nicht teilweise „paranoid“ werden lassen, hinsichtlich der Hilfsbedürftigkeit anderer ?
 
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  • #25
Sie ist für sich Schuld, weil sie es für sich zugelassen hat! Diese Schuld kann sie niemand übertragen!
Das ist diese bestimmte Art mit der man sich schwer tut. man fühlt sich irgendwie nicht wohl mit den anderen person, irgendwas ist merkwürdig. Man kann den anderen emotional nicht greifen.
Das Wort man sollte man auswechseln, doch es ist möglich, den anderen emotional zu greifen!
 
  • #26
Genau genommen manipulieren wir alle. Wir alle möchten gerne, dass Menschen sich so verhalten, wie wir es gerne haben möchten.
Aus meiner Sicht besteht der Unterschied zwischen "normalem" und manipulativem Verhalten darin, dass das eine offen und gewaltfrei, das andere versteckt und doppeldeutig ist.
Angenommen, ich möchte, dass mein Freund mir jetzt Beachtung schenkt.
Dann kann ich sagen, "Hey, können wir telefonieren? Ich vermisse dich" und meinen Wunsch nach Aufmerksamkeit und Kontakt offen zeigen. Zudem, wenn ich eben "normal" drauf bin, darf der andere auch nein sagen.
Wenn ich manipulativ unterwegs bin, werde ich z.B. auf Instagram ganz viele Männer liken und hoffen, dass er eifersüchtig wird und sich meldet. Oder ein Drama veranstalten, wenn der Anruf doch nicht möglich ist.
Die wichtigste Lektion - ich habe ein Recht darauf Nein zu sagen.
DER Schutz gegen schädigende Manipulation.
Das ist sooo wichtig. Nur weil jemand etwas will, heisst das nicht dass man es ihm geben muss. Daran muss ich mich auch immer wieder aktiv erinnern.
 
  • #27
Und was du schreibst klingt so, als wenn @HOMESTAR sich nicht so anstellen solle und das zu eng sieht.
Dann ist das leider falsch angekommen.

Ich wollte Homestar dadurch helfen, dass ich ihr klar sage:
Manipulation ist etwas völlig Normales, wir alle machen es.

Denn ich bin der Meinung, dass Manipulation sich nur zum Dämon aufbauschen kann, wenn wir uns dieser Tatsache nicht bewusst sind. Nur dann kann man sich gegen solche Exzesse wehren. Ich hätte das wohl deutlicher ausarbeiten sollen.
 
  • #28
Aus meiner Sicht besteht der Unterschied zwischen "normalem" und manipulativem Verhalten darin, dass das eine offen und gewaltfrei, das andere versteckt und doppeldeutig ist.
Hmm...ein Flirt z.B. lebt aber von doppeldeutigen Botschaften.
Diese Unsicherheit wird wiederum von den meisten Menschen als angenehm empfunden.

Denke es geht eher darum, wann die Spannung gefühlt zu viel wird und das kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen.
 
  • #29
Sie ist für sich Schuld, weil sie es für sich zugelassen hat! Diese Schuld kann sie niemand übertragen!
Kannst du andere Meinungen wieder mal nicht akzeptieren?
Niemand ist "Schuld". Man muss auch keinen Schuldigen suchen.
Bestenfalls ist man verantwortlich. Jeden Sachverhalt mit einem "selber Schuld" abtun, ist ein bisschen zu platt.
Die FS weiß ja bereits, dass sie an ihren S arbeiten muss, weil es ihr fehlt.
Sie hätte gerne eine Inspiration WIE sie das machen kann.
 
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