• #1

Wie kann man aushalten lernen?

Hallo ihr,
Aufgrund meiner auswegslosen Situation muss ich mir meinen Kummer einfach mal von der Seele schreiben. Kurze Zusammenfassung meiner Situation. Ich 27 mein Partner 44 seit 11 Jahren zusammen. 2 Kinder mit 4 und 6. Seit Anfang an trinkt er, mal mehr mal weniger, zu den Kinder ist er aber immer ein guter Vater. Ich bin mitten in einer Ausbildung. Dauert noch ca. 1,5 Jahren. Er hat mich von Anfang an finanziell abhängig gemacht. Alles gehört ihm. Sein Haus, sein Auto alles seins. So nun zur momentanen Situation. Seit Mai 2019 ist keine Liebe komplett weg l, er wahr 11 Jahre lang ein Arschloch zu mir. Viele machtspiele und Alkoholaktionen, ich hab ihm immer gesagt das irgendwann der Zeitpunkt kommt wo ich nicht mehr kann. Das ist jetzt. Ich bin abhängig und gefangen im goldenen Käfig. Für mucbgibt es keine Möglichkeit ihn zu verlassen. Wie soll ich das noch länger aushalten? 1,5 Jahre dauert meine Ausbildung noch. Ich hoffe irgendwer kann mir Tipps geben. Liebe Grüße
 
  • #2
Nimms mir nicht übel, aber normalerweise ist man in dem Alter ja auch noch finanziell von den Eltern etwas abhängig. Warum gehst du also nicht erstmal zu den Eltern zurück? Wenn deine Eltern nicht ganz dumm sind, müsste ihnen doch in heutiger Zeit klar sein, dass eine Beziehung nicht mehr so lange hält, wie früher. 10 Jahre Ehe für dein Alter empfinde ich schon als unmöglich lang, denn dann hast du ja noch überhaupt gar keine andere Erfahrung im Leben sammeln können. Daher wird das Ablösen für dich auch umso schwer.

Geh zu den Eltern, oder notfalls wenn du niemanden hast, ins Frauenhaus!!

Eins der schlimmsten Dinge, die man als Frau tun kann, ist bei einem Alkoholiker zu bleiben oder einem Mann, der Machtspiele treibt. Deine Kinder werden das mal ausbaden und kriegen in dem Alter schon alles mit! Glaub mir, Kinder merken das und sie werden jetzt und später sehr stark darunter leiden!
Wenn du etwas Muttergefühle hast und nicht ganz empathiebefreit bist, dann wirst du deine Kinder davor schützen!

Was sagen denn überhaupt deine Eltern zu so einem Mann und dein Umfeld? Allein schon, dass er viel älter ist und keine Verantwortung fürs Trinken und sich und seine Familie übernimmt?
 
  • #3
Hallo Mona,
bin total entsetzt was ich hier von dir lese, unter solchen Umständen kann dir niemand empfehlen zu bleiben, ich würde alle wichtigen Papieren wie: Gehaltzettel, Kontoauszügen, Versicherungen, KfZ Brief etc. kopieren und kostenlose Anwaltsauskunft holen! Keiner kann von dir erwarten, dass du bei einem solchen Mann zu bleiben hast, was ich nicht verstehe, dass du ein solcher Mann überhaupt genommen hast und dazu noch 2 Kinder von ihm! Aber es ist nun mal wie es ist! Seid ihr verheiratet? Es gibt für alles eine Lösung auch für dich, wir leben zum Glück im 21. Jhd.!
 
  • #4
Vielleicht solltest du erstmal deine Gedanken sortieren! Warum willst du "aushalten", wenn dieser Mann dich 11 Jahre wie ein Arschloch behandelt hat!
Geh zu deinen Eltern und Freunde - rede darüber, was dir passiert ist!

Man kann eine Ausbildung auch Ehemann abschließen (tut zum Großteil jeder Mensch). Du kannst dir einen Minijob suchen oder dich unterstützen lassen.

"Aushalten" ist nie die Lösung. Was denkst du, was diese Ehe für Spuren an dir und deinen Kindern hinterlässt? Vermutlich hat der Mann viel emotionalen Missbrauch an dir betrieben. Die Spätfolgen kommen erst später, wenn du realisierst, dass jeder Tag in dieser Ehe ein verschwendetes Leben ist.
Allein wegen deinen Kleinkindern würde ich dir raten, dich zu trennen. Stell dir vor, diese Konstellation kriegt jemand mit und informiert da Jugendamt? Die könnten euch die Kinder wegnehmen, weil du offenbar deine Kinder nicht zu schützen weißt.
 
  • #5
Du sollst gar nichts aushalten lernen. Der Mann hat dich also 11 Jahre lang schlecht behandelt. Er hat dich kennengelernt, als du 16 Jahre alt warst. Vermutlich brauchte er ein kleines schwaches Mädchen, um sich stark fühlen zu können.

Du bist - gerade in der heutigen Zeit - nicht verdammt dazu, den Rest deines Lebens bei ihm zu bleiben und aushalten zu lernen. Hast du Eltern, Bekannte, Freunde, die dir vorübergehend oder länger ein Dach über dem Kopf bieten können? Hole dir anwaltlichen Rat.

Bist du mit ihm verheiratet? Falls nicht: um so besser. Falls ihr verheiratet seid, hol dir anwaltlichen Rat ein. Wenn du "arm im Sinne des Gesetzes" bist, kannst du vor Gericht Prozesskostenhilfe beantragen - am besten natürlich über einen Anwalt.
 
  • #6
Du musst gar nichts aushalten. Du hast erkannt, dass er ein A--- ist.
Wenn ihr verheiratet seid, muss er dir-auch nachehelich- Unterhalt zahlen. Du bist ja noch in Ausbildung.
Wenn ihr nicht verheiratet seid, hast du überhaupt nichts zu gewinnen, wenn du noch einen Tag länger bleibst. Keine Rentenpunkte, keinen Zugewinn. Desweiteren hast du Anspruch auf Kindesunterhalt und für dich selbst auf Sozialleistungen, wenn dein Einkommen nicht reicht und er nicht für dich zahlen muss.. Zur Not kann man eine Ausbildung auch in Teilzeit zu Ende bringen.
Denk jetzt an dich.
Gehe als erste Maßnahme (heimlich) zu einer Beratungsstelle für Frauen oder gleich zum Anwalt für Familienrecht. Anspruch auf Beratungshilfe dürftest du haben. Hole dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein. Ruf dort an. Am besten gleich morgen.
Wenn du Eltern hast, die dir helfen, ist das schön. Wenn nicht, wirst du es auch so schaffen. Auch egal. Es gibt keinen Grund, bei einem A--- zu bleiben.
 
  • #7
Gibt es denn kein Frauenhaus oder ähnliches wo Du unterkommen kannst? Am besten geht es natürlich bei den Eltern oder Geschwistern.

Es gibt Männer, welche das schwache Reh brauchen um den Boss zu spielen, das ist eine Persönlichkeitsstörung.

Du warst ja noch minderjährig als Du ihn kennenlerntest und er war 33 - da hätten bei mir und meinen Eltern sofort die Warnlampen geleuchtet auf Rot.

Gut, daß Du die Lage jetzt erkannt hast - versuche jemand in Deine Probleme einzuweihen damit Du eine Bleibe finden kannst und sonstige emotionale Unterstützung findest.

Vor allem wenn Deine Ausbildung bezahlt wird solltest Du eine kleine Wohnung mieten können. Vielleicht gibt es auch Unterstützung vom Amt als Azubi zumal Du 2 Kinder hast??
 
  • #8
Natürlich kannst du gehen, wenn du willst.
Alles Seines? Ja, das geht, wenn ihr nicht verheiratet seid oder er das Haus geerbt hat und das Auto geschenkt bekommen hat.
Unterhalt gibt es für die Kinder, auch wenn keine Heirat erfolgt ist.
Nun ja, ich würde gerne genauer wissen, wie sich diese "Alkoholaktionen" darstellen. Ich meine, zwischen ausschlafen oder zu spät heimkommen und richtig "Mistbauen" gibt es ja so einige Unterschiede.
Was genau ist denn so unerträglich ???
 
  • #9
...seit 11 Jahren zusammen. 2 Kinder mit 4 und 6. Seit Anfang an trinkt er,...
Zusammenfassend: mit 21 hast Du noch keine Ausbildung gehabt, dann erstmal mit einem Trinker, der 17 Jahre älter ist und mit dem Du seit 16 zusammen bist, zwei Kinder in die Welt gesetzt. Was hast Du so zwischen 16 und 21 gemacht? Zum Kinder in die Welt setzen, reicht es, zum vorher Verstand einschalten nicht.

Ich bin mitten in einer Ausbildung. Dauert noch ca. 1,5 Jahren. Er hat mich von Anfang an finanziell abhängig gemacht. ...er wahr 11 Jahre lang ein Arschloch zu mir.
Nein, Du hast Dich wohl eher finanziell abhängig gemacht. Warum setzt man mit einem bekannten Arschloch nach 5 Jahren Kinder in die Welt? Da haben offenbar zwei Menschen zum Desaster beigetragen.

Hilft jetzt natürlich nicht viel. Also im Zweifel dann, wenn es z. B. wegen Gewalt wirklich nicht mehr geht, die Beziehung beenden und auf Kosten Deiner Eltern, mit Unterhalt und mit Ausbildungsvergütung die Ausbildung beenden. Deine Kinder tun mir leid...
 
  • #10
ich hab ihm immer gesagt das irgendwann der Zeitpunkt kommt wo ich nicht mehr kann. Das ist jetzt. Ich bin abhängig und gefangen im goldenen Käfig. Für mucbgibt es keine Möglichkeit ihn zu verlassen. Wie soll ich das noch länger aushalten? 1,5 Jahre dauert meine Ausbildung noch. Ich hoffe irgendwer kann mir Tipps geben.
Ich bin es noch einmal, weil mich deine gefangene Situation sehr berührt. Ich kann mich allen Beitragsschreibern anschließen, es gibt kein aushalten müssen, du musst nicht länger das mitmachen, auch und gerade den Kindern gegenüber, ist das wichtig, bitte unternehme sofort was, du musst Jugendamt darüber informieren, du brauchst neue Unterkunft mit Schutz, Frauenhaus, Eltern, Geschwister, Freunde etc., das ist alles möglich und schnell umsetzbar, zugegeben es wird nicht ganz einfach sein, aber machbar, du bist jung und vital, hinterher sagst du dir, es war alles richtig und gut! Super, dass du dich hier gemeldet hast!
Wünsche dir viel Kraft und positive Umsetzung!
 
  • #11
Wer sucht sich mit 33 eine 16-jährige als Partnerin? Doch nur jemand, der entweder auf Minderjährige steht oder einer, der auf jeden Fall keine Beziehung auf Augenhöhe will. Was haben deine Eltern dazu gesagt? Kannst du nicht erstmal zu denen?
In dieser Ehe bleiben sehe ich nicht als Option an, schon wenn er trinkt. Suche dir Hilfe, rechtliche und emotionale.

w, 36
 
  • #12
Liebe Mona 91,
Sie wissen im Grunde Ihres Herzens, dass die Fragestellung "wie lernt man auszuhalten" falsch ist. Sie muessen gar nichts aushalten. Ihre Frage muesste lauten: "Wie lernt man, sich abzunabeln und zu gehen" oder "Wie lernt man, respektiert zu werden und kein Fussabstreifer zu sein." Das duerfte eine der schwierigsten Unternehmen sein, denn Ihre Situation ist ziemlich eingefahren. Ausserdem wird Ihr Lebensgefaehrte alles tun, Sie nicht zu verlieren, da er seinen "Abstreifer" braucht, um seinen Frust - oder sagen wir seine Bosheit - an Ihnen auszulassen. Aendern werden Sie diesen Mann nicht, er weiss, dass Sie von ihm abhaengig sind und geniesst es, Sie zu demuetigen. Wenden Sie sich an das Sozialamt oder an ein Frauenhaus. Alles ist besser, als bei ihm zu bleiben. Sie koennen nicht noch
11/2 Jahre in einer solch belastenden Situation bleiben, irgendwann werden Sie koerperlich krank werden.
Lassen Sie sich nicht von ihm beschwatzen noch bedrohen (wie z.B. Kinder wegnehmen),
glauben Sie weder seinen Versprechungen noch ploetzlichen Liebesschwueren, alles dient nur dazu, das Objekt seiner Machtspiele nicht zu verlieren.
Holen Sie sich - wo auch immer - Hilfe und zeigen Sie sich unnachgiebig und entschlossen, die unertraegliche Situation zu beenden.
Alles Gute und viel Kraft und Mut.
Sie schaffen das!
 
  • #13
...ich würde alle wichtigen Papieren wie: Gehaltzettel, Kontoauszügen, Versicherungen, KfZ Brief etc. kopieren und kostenlose Anwaltsauskunft holen!.... Seid ihr verheiratet?
Was soll sie damit? Den Aufwand kann sie sich sparen. Sie schreibt von "ihrem Partner", also eher nicht verheiratet.
Die Kinder sind 4 und 6 Jahre alt, d.h. als unverheiratete Frau gibt es keinen betreuungsbedingten oder nachehelichen Unterhalt für sie, lediglich Kindsunterhalt. Braucht sie Unterhalt für den Abschluss ihrer Ausbildung wird sie sich an ihre Eltern wenden müssen, sofern es ihre erste Ausbildung ist.

Aufgrund meiner auswegslosen... Er hat mich von Anfang an finanziell abhängig gemacht...... er wahr 11 Jahre lang ein Arschloch zu mir. Viele machtspiele und Alkoholaktionen.... Ich bin abhängig und gefangen im goldenen Käfig
Liebe Fs,
Dein Beitrag ist eine Ansammlung von Irrtümern.
1. Du bist in keiner ausweglosen Situation. Du bist nur bequem und willst Deine Komfortzone nicht verlassen. Der Mann soll abhauen aus Deinem Leben und Haus, Auto und Geld dalassen.
Du bist eine gesunde erwachsene Frau. Auch andere Frauen in Deinem Alter stehen mit 2 kleinen Kindern da und kommen damit klar. Warum meinst Du, davon überfordert zu sein? Bist Du nicht, musst halt nur auf Sparflamme leben bis Du mit Deiner Ausbildung fertig bist und selber Geld verdienst.
2. Er hat Dich nicht finanziell abhängig gemacht. Du hast Dich finanziell abhängig gemacht, weil Du schon mit 16 Jahren keine Lust hattest, Dir in langen Jahren den Wohlstand selber zu erarbeiten, den Du an seiner Seite ohne Aufwand haben konntest.
Du warst nur nicht klug genug, um damals zu begreifen, dass diese Entscheidung ihren Preis hat, den Du jetzt nicht mehr zahlen willst.
Du bist nicht finanziell von ihm abhängig.
Geh zum Sozialamt und lass Dich beraten, wie Du Dich für den Rest Deiner Ausbildung finanzieren kannst. Du musst halt mit deutlich weniger Geld auskommen. Freiheit hat nunmal ihren Preis.
3. Dass er 11 Jahre zu Dir ein Arschloch war, ist ebenfalls Deine Schuld. Niemand hat Dich gezwungen, bei ihm zu bleiben. Du hattest nach einem Jahr gehen können, wie andere 17-jaehrige das auch tun, wenn sie erkennen, dass der Lover nichts taugt.
Du bist geblieben und hast nach Jahren schlechter Beziehung noch 2 Kinderin die Welt gesetzt, um weiterhin bequem von seinem Geld zu leben.
4. Du bist nicht abhängig und gefangen im goldenen Käfig. Du kannst jederzeit gehen und wirst dabei noch großzügig von unserem Sozialstaat unterstützt.
Du willst es nur nicht, weil Du dann etwas mehr gefordert bist.

Du wirst jetzt aus Deiner früh gewählten Komfortzone rauskommen müssen und nun die Unbequemlichkeiten auf Dich nehmen, die Du Dir in jungen Jahren ersparen wolltest als Du Dich ins gemachte Nest gesetzt hast.
 
  • #14
Danke für die Antworten. Also Eltern habe ich keine, vater ist verstorben, meine Mutter ebenfalls alkoholkrank. Wir haben hier alles was wir brauchen. Wir haben ein schönes neues Haus, eine Landwirtschaft im Nebenerwerb, das heisst die kinder haben hier alles, sie wohnen im Paradies. Auch der Vater der Kinder ist sehr lieb zu ihnen und Kümmert sich wirklich gut um sie. Nur unsere Beziehung ist kaputt. Sie merken nichts von seiner trinkerei. Ich merke das. Er wird ja nicht aggressiv, er ist und war nur immer verbal sehr verletztend und sehr machthaberisch. Wenn ich ihn verlass nehm ich meinen Kindern alles. Wir leben am Land. Ich nehm Ihnen ihre gewohnte Umgebung, ihrer Freunde einfach alles. Finanziell geht es uns gut. Wenn ich gehe habe ich nichts. Ich habe mir all die Jahre nichts angespart, ich habe keine Familie die mich unterstützen kann. Ich habe rein gar nichts. Somit muss ich lernen aus zu halten. Wenigstens für ein paar Jahre, bis ich mir soviel zusammen gespart habe um eine Wohnung und ein Auto zu finanzieren.
 
  • #15
Du brauchst vor allem psychologische Unterstützung, weil du dich von deinem Partner abhängig fühlst, also dir nicht vorstellen kannst, dich von ihm zu trennen und ohne ihn zu leben. Ein Anwalt ist für die Beratung deiner psychischen Problematik nicht die richtige Wahl.

Ich empfehle dir, eine Familienberatungsstelle aufzusuchen. Die gibt es in jeder Stadt, häufig von der Diakonie oder Caritas, oder einem anderen Träger. Google für eine Einrichtung in deiner Nähe.
Dort kennen sie deine Situation und helfen dir im Gespräch, einen für dich gangbaren Weg zu finden. Wenn du möchtest, kannst du auch während der Gespräche anonym bleiben, brauchst also deinen Namen usw. nicht zu sagen.

Wenn deine Kinder nicht in echter Gefahr bezüglich ihrer Gesundheit und ihres Wohlergehens sind, brauchst du keine Angst zu haben, dass sie aus eurer Familie genommen werden. Das passiert nämlich nicht so schnell, weil es auch Geld kostet, Kinder fremdunterzubringen, wird es nur bei wirklicher Gefährdung gemacht.

Das Wichtigste ist, dass du, mit professioneller Unterstützung, in Ruhe einen realistischen Plan schmieden kannst, wie es für dich und deine Kinder weitergehen könnte, damit du dich irgend wann wieder glücklicher fühlst.
Ganz sicher wird das keine schnelle Aktion werden, sondern ein längerer Prozess.
Vermutlich liegt in deinem Elternhaus auch etwas im Argen, denn eine 16-Jährige macht sich nicht zufällig von einem 17 Jahre älteren Alkoholiker abhängig, unter dem sie von Anfang an nur leidet.

Wenn sich beim Planschmieden herausstellt, bzw. bei der Beratungsstelle empfohlen wird, dass du dir einen Anwalt nimmst, dann nimmst du dir dann einen Anwalt.

Und wie hier schon einige schrieben: Wir leben im 21. Jahrhundert in Deutschland/ Europa. Keine volljährige Frau muss in Abhängigkeit von einem Mann leben.

Alles Gute!
w54
 
  • #16
Hi,

ich rate dir folgendes:
mach dir Kopien von den Gehaltszetteln und Papieren wie Sparbuch oder Lebensversicherungen und bring sie an einen sicheren Ort.

Wenn du eine Ausbildung hast bekommst du Ausbildungsgeld, Kindergeld, hast Anspruch auf Kindesunterhalt und sicherlich Wohngeld oder Beihilfen vom Amt.

Geh ins Frauenhaus. Du kannst dich ans Jugendamt wenden und die bringen dich auch dahin. Im Frauenhaus wird dir geholfen und man erledigt auch Sachen mit dir Amtsgänge etc.

Du musst den ersten Schritt machen, da kann dir keiner helfen
 
  • #17
Du hast Dich selbst ins 18.Jahrhundert katapultiert.
Wenn Du noch bleiben willst/oder denkst Du musst, dann schaffe Dir in kleinen Schritten selbst Geld an. Er wird ja wohl kaum mit Dir einkaufen gehen...
Mach Dich unabhängiger, Du musst aufwachen, hart arbeiten und gut planen.
Kleinvieh macht auch Mist.
Bis Du soweit bist, gestalte Deinen Tag so dass Du ihm maximal aus dem Weg gehst. Ignorier ihn. Du musst für ihn so langweilig und uninteressant werden dass er keinen Spass mehr daran hat sich an Dir abzureagieren. Diese Energien nutzt Du dann für Dich. Es geht nicht ums aushalten, es geht um effektives Nutzen der Zeit die Du noch brauchst und alle Tricks ihn Dir vom Hals zu halten.
Jeder Mann gibt irgendwann auf wenn er nur Gleichgültigkeit erfährt, das ist Dein Freiraum.
Wenn Du Deinen Kindern aber nicht selbstständig ein neues, wenn auch ärmeres Leben bieten kannst und willst und auch Du am Ende an all den tollen Dingen festhängst, dann musst Du auch den Preis dafür zahlen und es akzeptieren.
Wäre nicht mehr als fair. Unschön aber fair.
Wach auf Prinzesssin, Morgen ist ein neuer Tag.
 
  • #18
Du weißt aber schon, dass dein Partner unterhaltsverpflichtet ist? Also es passiert nicht, dass du nichts hast, denn es steht dir die Hälfte von allen zu ( Zugewinn). Und selbst wenn er das Haus schon vor der Ehe hatte, es dürfte erhebliche an Wert gewonnen haben.
Deine Ausbildung...ok..deine erste Ausbildung? Bisschen spät, aber ok....also 1,5 Jahre bekommst du locker überbrückt finanziell, da muss er doch sowieso quasi alles zahlen, ansonsten gibt es aufstockendes Hartz 4.
Selbst von wegziehen ist nicht die rede, suche dir eine schöne 3 Zimmer Wohnung im Schulkreis.
Du bist auf gar keinen Fall angewiesen zu bleiben, er muss zahlen für euch
 
  • #19
eißt aber schon, dass dein Partner unterhaltsverpflichtet ist? Also es passiert nicht, dass du nichts hast, denn es steht dir die Hälfte von allen zu ( Zugewinn). Und selbst wenn er das Haus schon vor der Ehe hatte, es dürfte erhebliche an Wert gewonnen haben.
Keine Ehe.
Einfach Verlassen wird also als Option erst dann kommen, wenn er gewalttätig wird. Dazu wird es aber wohl irgendwann kommen. Das befürchte ich.

Die FS hat ganz recht, sie wird den Kindern erheblichen Schaden zufügen, egal wie sie sich entscheidet. Die Verantwortung hat sie sich (hoffentlich bewusst) selbst aufgeladen.

Ja sie muss für sich sicherstellen, ihre Ausbildung zuende zu bekommen. Das hat Vorrang.

Und ja, sie muss ihren Partner dazu bekommen, mit ihr in Therapie zu gehen. Vielleicht erstmal mit dem Ansatz ihr zu helfen, und während dessen dann auch ihm zu helfen.

Und sie brauchen Beratung und Unterstützung durch staatliche Stellen (Pro Familie, aber öffentliche Stellen beim Jugendamt), vielleicht auch kirchliche Stellen.
Die familie braucht Hilfe. Die können wir hier nicht leisten.
 
  • #20
Die meisten Ausreden der Welt haben nur ein Ziel: etwas nicht zu tun!

Und Rat wie Du am besten nichts tun kannst, wirst Du hier nicht bekommen.

Warum auch...Kindern geht es in einer Umgebung nie gut, wo ein Alkoholkranker und ein Opfer ihre Eltern bilden.
Und wo diese Beiden ihre Kinder dann noch für dumm halten.
Die Chance, dass sie dann eine Karriere wie Du hinlegen, sich auch klein machen lassen und ggf einen Partner mit Alkoholproblemen aussuchen, ist für sie doppelt hoch.

Weil man es ihnen vorlebt!

Nichts tun, nichts ändern und eben immer dieses: ich kann nicht!
Wird sie prägen
Und sich entweder so kleinmachen wie dein Mann oder sich so kleinmachen wie Du.

Ggf bekommen sie Wut über ihre zu schwachen Eltern die Flasche direkt oder indirekt loszulassen.

Du tust ihnen nichts gutes in dem Du bleibst.

Und mit Geld sparen ziehst Du es noch viel länger raus, als nur das Ende Deiner Ausbildung abzuwarten .
 
  • #21
Man höre bitte auf, der FS das Frauenhaus als Ausweg anzubieten. Das ist für Frauen in mit der der FS gar nicht vergleichbaren Situationen reserviert: Opfern von Gewalt, sexuellem Missbrauch der Kinder usw. Die FS sagt selbst, dass er ein guter Vater und nicht gewalttätig ist.
Er säuft und das mag sie verständlicherweise nicht mehr.

Aber da muss sie schon selbst ran, und wer wirklich weg will, schafft das auch.
Selbst wenn es materiell kurzfristig ungemütlicher wird.
Die böse Kindheit ist irgendwann kein Grund mehr dafür, nicht selbst Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.
Ich hab das mit 20 kapiert, sorry

w, 52
 
  • #22
Eins ist gewiss - das Alkoholproblem wird mit der Zeit NICHT besser sondern schlechter.

Nicht auszuschliessen, daß irgendwann auch Gewalt dazukommt oder zumindest verbale Gewalt (eigentlich schon jetzt vorhanden).

Kinder spüren ALLES intuitiv auf ihre kindliche Art und Konflikte zermürben sie genauso wie die Erwachsenen. Das ist kein gesundes Umfeld zum Aufwachsen.

Auch in der Stadt gibt es Parks oder Zoos - die Kinder werden schon zurechtkommen.

Wenn die FS Azubi-Gehalt bekommt, plus Kindergeld für 2 Kids plus Kindesunterhalt vom Vater, der finanziell gut aufgestellt ist, dann kommt schon eine normale Summe zusammen welche die meisten AEs zum Leben haben.

dazu kann frau noch aufs Amt zur Aufstockung eventl. Wohngeld etc. Sollte reichen für eine 2 Zimmer Whg. da die Kids noch klein sind und keine separate Zimmer brauchen.

Auch ein goldener Käfig ist ein Käfig und die Zeit spielt gegen die FS.

Es ist auch denkbar, daß der Mann ihrer irgendwann überdrüssig wird und sie dann genau an dem Punkt steht wie jetzt bloß älter und mit größeren Problemen.
 
  • #23
Auf Mona jetzt auch noch einzudreschen halte ich für falsch.

Ja Mona - aushalten muss man immer irgendetwas. Jeder Mensch hat seine Eigenheiten - du, ich und dein Partner. Kein Geld muss man auch aushalten. Zumindest solange, bis man welches hat.

Was mir aufgefallen ist:
Du schreibst, du hast keine Eltern, erwähnst aber sofort die Alkoholkrankheit deiner Mutter. Ist sie noch am Leben ?
Kann es sein, dass du sehr kritisch gegenüber Menschen bist, die Alkohol trinken ? Kannst du uns den Alkoholkonsum deiner Freundes verdeutlichen ? Denn so kann man nur raten ...
Bei euch beiden läuft es nicht gut. Liegt das auch mit an dir ? Das ist nämlich sehr oft so ....
Wäre eine Mediation für euch eine Möglichkeit ? Habt ihr euch überhaupt schon einmal ausgesprochen, was genau eure Probleme sind ?
Kann es sein, dass du momentan sehr vieles einfach schlecht sehen willst ? Neidisch auf andere "Azubienen" bist, die unabhängig - ohne Familie - ihr Leben freier gestalten können ?
Vielleicht ist dein Partner gar nicht soooo übel, sondern einfach auch gefrustet von deinem Verhalten.
Alles Dinge, über die du einfach mal nachdenken solltest - ergebnisoffen.
 
  • #24
Er hat mich von Anfang an finanziell abhängig gemacht.
Das macht niemand anderes! DU hast Dich abhängig gemacht!

seit 11 Jahren zusammen. 2 Kinder mit 4 und 6
und zeitgleich

Ja, da fällt mir nur noch ein: Die armen Kinder!

Übernehme Verantwortung: für Deine Kinder und für Dich! Du bist Mutter von zwei Kindern! Unglaublich! Ungeheuerlich!

Eine erwachsene Frau, die sich von einem "Arschloch" (Bitte? Wie schreibst Du über den Deinen Mann?! Und den Vater Deiner Kinder!) ZWEI MAL !!!! schwängern lässt!

Und ihm die alleinige Schuld für alles zuschiebt! Na, Prost, Mahlzeit!
 
  • #25
...Bei euch beiden läuft es nicht gut. Liegt das auch mit an dir ? Das ist nämlich sehr oft so ....
Wäre eine Mediation für euch eine Möglichkeit ? Habt ihr euch überhaupt schon einmal ausgesprochen, was genau eure Probleme sind ?
Kann es sein, dass du momentan sehr vieles einfach schlecht sehen willst ? Neidisch auf andere "Azubienen" bist, die unabhängig - ohne Familie - ihr Leben freier gestalten können ?
Vielleicht ist dein Partner gar nicht soooo übel, sondern einfach auch gefrustet von deinem Verhalten.
Alles Dinge, über die du einfach mal nachdenken solltest - ergebnisoffen.
Situation anschauen. Erwachsen, eigene Anteile. Verantwortung übernehmen.

Es war bequem, es ist heute bequem.

Tom hat Gedanken für Dich.
Mediation, Familiengespräch, und wenn es tatsächlich um zuviel Alkohol geht, Entziehung und Therapie. Wenn er will.
Wer ein guter Papa ist, den kann man packen.
Du musst aber aktiv werden, nicht im Nest sitzen, jammern und aushalten. Du hast mitgestaltet. Man kann Partnerschaften von innen verändern. Du auch.

Oder du wartest auf den nächsten Retter, wechselst warm, und stellst nach ein paar Jahren fest, wieder ein Alkoholiker, der Dich abhängig machte. Weil es für Dich bequem ist, und der Weg, den Du kennst.

M, 54
 
  • #26
Kann es sein, dass du sehr kritisch gegenüber Menschen bist, die Alkohol trinken ? Kannst du uns den Alkoholkonsum deiner Freundes verdeutlichen ? Denn so kann man nur raten ...
In diese Richtung dachte ich auch schon.

Der Mann ist liebevoll zu den Kindern, hat also „lichte“ Zeiträume. Die FS schreibt, finanziell gut versorgt zu sein. Alkoholkranke Angestellte fallen am Arbeitsplatz auf, werden abgemahnt, bei Wiederholung gekündigt oder zum Entzug gedrängt. Falls er selbständig ist wäre auch das kein Freibrief, ein Alkoholiker scheitert automatisch durch die Unzufriedenheit seiner Kunden.

Liebe Mona, im Grunde beklagst Du den Umgang des Mannes mit dir. Sonst scheint alles in Ordnung. Hier suchst Du wenig konkret Rat, wie Du lernen kannst ihn auszuhalten. Der Mensch strahlt aus was er denkt. Wäre es denkbar, dass er dich mit Abwertungen spiegelt? Du scheinst von ihm als Partner nicht viel zu halten. Verstehe das nicht falsch, dein Leiden ist deutlich zu erkennen. Es bringt nur nichts dir zu raten ihn zu verlassen, ohne genau zu wissen ob er oder ihr ein Problem habt.

Es macht einen Unterscheid ob er um 10 Uhr „Promille“ hat oder abends 3 Bier trinkt. Vielleicht ist er ein Egoist, der seine Meinung für das Maß der Dinge hält, sich deshalb ein halbes Kind als Partnerin suchte und jetzt ein Problem hat, weil „das Kind“ erwachsen wurde.

Du schreibst sehr vage und erhoffst dir daraus einen Rat. Beschreibe doch mal eine Situation die nachvollziehbar macht, wie der Mann dich behandelt und auch das Alkoholverhalten und die Menge.
 
  • #27
War lange Zeit im ländlichen Umfeld sozial tätig. Schwere Alkoholiker sind oftmals nicht mehr in der Lage, liebevoll mit den Kindern umzugehen. Keine Gewalt gegen Kinder bedeutet nicht automatisch, dass ihr Umgang mit ihnen fürsorglich ist.
Der Wurm dürfte eher in eurer Beziehung sein und es fehlt dir der Mut, eine Entscheidung, Trennung, zu treffen.
Wenn ein partnerschaftliches Eheleben nicht mehr möglich ist, würde ich den Status im Einvernehmen mit dem Mann auf Vernunftehe abändern und das Beste daraus machen, solange eine Trennung nicht möglich ist.
Im Falle einer Trennung wäre Unterstützung durch das Jugendamt zu erwarten. Wird vom Jugendamt die mögliche Alkohosucht des Mannes
eruiert, dann hat er Probleme als Erziehungsberechtigter.
 
  • #28
Einmal meinte ein Mann, dass ich dicker wie Helene Fischer bin.
Grins ... das nächste Mal sagst du ihm, er würde die deutsche Sprache schlechter beherrschen ALS Helene Fischer .......

Wobei ich mich wirklich frage, was solche Vergleiche sollen. Sorry, eine Frau, die mir ernsthaft erklären würde, dass Bill Gates weniger wiegt als ich .... die würde ich sehr wahrscheinlich verschenken. Mit Schleife im Haar - damit sie einer nimmt.
 
  • #29
Nur so ein Gedanke: auf dem Land ist man stark auf das Auto angewiesen. Wenn er Autofahrer ist, was für eine Art Trinker ist er?

Ein Gelegenheitstrinker, tagsüber unauffällig, läßt abends das Auto stehen, läßt sich in der Dorfkneipe volllaufen, torkelt nach Hause, Kinder schlafen schon, läßt seinen Vollrausch an dir aus, wird eklig zu dir und misshandelt dich?

Dann rede mit ihm, dass das für eure Beziehung inakzeptabel ist, schlage Paartherapie vor. Lehnt er ab, mache Einzeltherapie für dich, besprich deinen Eigenanteil mit deinem Threapeuten: ist der Mann genervt von deiner Unselbstständigkeit?

Ich würde alle Register in Bezug auf eure Beziehung ziehen. Ihr seid noch nicht einmal verheiratet, du könntest z. B. auf getrennten Schlafzimmern bestehen und dich einschließen. Akzeptiert er das nicht, mauert und kommt mit dem Abhängigkeitsargument, bleib standhaft; reagiert er ausfallend und bedroht dich, dann kannst du es im rechtlichen Rahmen eskalieren lassen, auch wegen der Kinder.

Führe ab jetzt Tagebuch, falls du einmal vorführen musst, dass du nicht die Arme verschränkt hast und nur das Materielle, die Versorgung und finanzielle Stütze im Vordergrund siehst - dafür wärst ja du selbst oder auch der Staat verantwortlich - sondern von dir aus alles Mögliche versucht hast, die Situation in deiner Beziehung zu verbessern.

Schmeißt er dich und die Kinder raus, holst du zügig Hilfe vom Amt und kannst ansonsten drei Kreuze machen, da du ihn als Mann eh nicht mehr ausstehen kannst. Sorry, aber du bist keine Zimmerpflanze, die seine Stütze sooo nötig hat. Jetzt beginnt dein Leben! Nur erkundigen solltest du dich vorher, was auf dich zukäme, wenn dieser Ausgang im Raum steht.

Oder ist er auch tagsüber voll und fährt in dem Zustand mit dir und den Kindern Auto? Dann gibt es nur eine Lösung. Kinder mitnehmen und rennen, denn er gefährdet eurer Leben. Kein Käfig könnte golden genug sein; lieber als AE in Armut, aber dafür am Leben.

Du solltest deine Kinder auf alle Fälle zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung erziehen. Sie sollen Opfermentalität und Hilflosigkeit nicht vorgelebt bekommen.