• #1

Wie kann aus Liebe Hass werden?

Ich lese immer wieder, dass Menschen, die sich mal geliebt haben, nur noch Hass füreinander empfinden. Das verwundert mich immer wieder. Wie kann so etwas sein? Sind das nur Extrembeispiele, oder bin ich zu weltfremd? Und ich meine nicht Beziehungen, bei denen sich beide nur kurz kannten undden anderen eben falsch eingeschätzt hatten, sondern längere Beziehungen. Ich kann mir nicht vorstellen, eine Frau zu hassen, die ich mal geliebt habe, selbst wenn sie diese Liebe nicht erwoedert hat.
 
  • #2
Ich kann mir nicht vorstellen, eine Frau zu hassen, die ich mal geliebt habe, selbst wenn sie diese Liebe nicht erwoedert hat.
Du bist du, andere sind andere, es gibt alles, das Gegenteil von Liebe ist eben Hass, meistens hassen die Leute die richtig tief geliebt haben, dann enttäuscht und brutal verletzt wurden!
Nicht nur Liebe auch Hass steckt in jedem Menschen, ich bin überzeugt, dass du in der entsprechenden Situation auch hassen wirst, nehmen wir einmal an, du bist viele Jahre mit einer Frau zusammen, die du sehr liebst, eines Tages entdeckst du sie mit einem anderen Mann im Ehebett, dann möchte ich dich z. B. mal sehen??
 
  • #3
Es heißt ja "Liebe und Hass liegen eng beieinander". Ich glaube das aber nicht. Ich denke eher, dass wenn man meint Liebe zu empfinden, das häufig auch mit Erwartungen und Bedürfnissen, die der andere nun erfüllen soll, verbunden ist. Da man dann selbst emotional abhängig ist und eine Menge für den Erhalt der Beziehung tun würde, erwartet man das auch vom anderen. Und wenn der das nicht macht, weil er sich nicht verbiegen kann, und man in dem Punkt aber keine Freiheit geben kann, dann hasst man ihn dafür, dass man sich so ausgeliefert fühlt. Das kann auch bei Paaren passieren, die schon lange zusammen sind, wenn sich eine Veränderung ergibt, wie z.B., dass die Kinder aus dem Haus gehen, wo sich dann zeigt, ob man als Paar auch noch funktioniert, wenn man diesen "Ablenkungsgrund, zusammenbleiben zu müssen" nicht mehr hat oder z.B. die Frau anfängt, sich nur noch um sich zu kümmern, während der Mann davon überrascht wird. Er wurde mit den Kindern immer nur "mit-bekümmert" und empfand das aber als geliebt werden.

Für mich hat so ein Hass was mit Hilflosigkeit und Die-Situation-nicht-kontrollieren-Können zu tun. Der andere macht nicht das, was man braucht, obwohl man ihn doch "liebt" (eigentlich ja nur emotional abhängig ist).

Ich würde sagen: Nur wer sich selbst liebt, kann andere lieben und schützt so seine eigenen Grenzen und damit auch die des anderen. Also wird er eher gehen, als den anderen zu hassen, wenn der sich irgendwann als nicht mehr passend erweist. Man entwickelt sich ja in Beziehungen auch weiter und eben manchmal auch auseinander.
 
  • #4
Ganz ehrlich: Ich hasse meinen Exfreund.

Hintergrund: Er hat mich 5 Jahre hingehalten und versprochen, dass wir nach den Examen zusammenziehen und Familie gründen. Als es dann soweit war, hieß es: Ich gehe in die und die Stadt und wir haben nochmal ne Fernbziehung. Er wollte nicht, dass ich mitziehe.

Dann stand ich da single 30 Jahre mit dem zerplatzen Traum von Familie. Ich hasse ihn dafür! LG
 
  • #5
Ich habe meinen Ex-Mann lange gehasst dafür, wie er unsere (Wunsch-) Kinder emotional misshandelt hat. Zudem habe ich mir große Vorwürfe dafür gemacht, dass ich mich habe täuschen lassen.

Nachdem ich jedoch verstanden hatte, wie schwach er war und weshalb er mich als Partnerin und seine Rolle als Vater nicht ertragen konnte, wurde mir langsam klar, weshalb er mir über Jahre hinweg, vor den Kindern, solch eine Show vorgespielt hat.

Aus dem Hass wurde zunehmend Mitleid.

Manchmal dauert es.

Inzwischen bin ich nur noch dankbar, dass ich gar Nichts mehr mit ihm zu tun haben muss. Ich habe verstanden, weshalb er sich so verhalten hat, verziehen habe ich ihm das jedoch immer noch nicht, was er den Kindern angetan hat.

Lieber FS, es gibt Dimensionen des menschlichen Verhaltens, die Du wohl noch nicht kennst. Sei froh.
 
  • #6
Für mich hat so ein Hass was mit Hilflosigkeit und Die-Situation-nicht-kontrollieren-Können zu tun. Der andere macht nicht das, was man braucht, obwohl man ihn doch "liebt" (eigentlich ja nur emotional abhängig ist).
Sehr gut erklärt! Selbstlose Liebe ist vermutlich sehr selten. Meist wird für „Liebe geben“ eine Gegenleistung erwartet. Ein bischen emotionale Abhängigkeit ist aber sicher in Ordnung. Ganz ohne fände ich zu distanziert und gefühlskalt.
 
  • #7
Ich kann mir nicht vorstellen, eine Frau zu hassen, die ich mal geliebt habe, selbst wenn sie diese Liebe nicht erwiedert hat.
Geht mir genau so, ich beginne nur Beziehungen mit Männern, die ich gut kenne und als Menschen insgesamt so sehr respektiere und schätze und liebe, dass ich sie selbst dann noch mögen kann, wenn sie mich nicht mehr mögen sollten oder wenn unsere Beziehung vorbei ist, einfach weil es tolle Menschen sind. Wenn es mit uns nicht passt, dann soll es halt nicht sein, dann trägt keiner Schuld oder ist per se ein schlechter Mensch, sondern wir können uns in Frieden trennen und uns Glück im Leben wünschen. Ich möchte in meinem Leben keine Spur verbrannter Erde hinterlassen, sondern am liebsten gemeinsam mit einem anderen eine schöne Zeit haben, solange es für beide schön ist. Bisher hat es geklappt.

Ich denke, das mit dem Hass passiert dann, wenn man sich vom anderen oder der Beziehung viel erhofft und selbst viel gibt, aber dann in seinen Erwartungen enttäuscht wird. Es ist eigentlich Enttäuschung. Aus Enttäuschung wird Verachtung und daraus Hass. Vielleicht hilft es, Enttäuschung nicht so negativ zu sehen, denn schließlich ist Ent-Täuschung das Ende der Täuschung und somit ja eigentlich gut ....
w26
 
  • #8
Ich weiß gar nicht ob ich jemals eine Person gehasst habe.
Selbst wenn ich in Wut über jemanden gesagt habe...Ich hasse ihn...war es eben eher die Mischung aus: Wut, Verzweiflung und nicht begreifender Enttäuschung.
Aber nicht das, was ich mir unter Hass vorstelle.
 
  • #9
Wir können jetzt schauen, was uns wikipedia entgegenschreit. Aber das könnte wenig hilfreich sein. Liebe und Hass sind menschliche Gefühle, die jeder von uns anders fühlt, beschreibt. Da bleibt immer ein Grauschleiher.

Hass entsteht m.M.n. dadurch, dass man durch Dritte in seinen Gefühlen tief verletzt wird, wiederholt. Jeder Mensch hat wunde Punkte, Dinge für die er sich schämt, körperliche Mängel, die man kaschiert. Wird man von Anderen bloßgestellt, durch Worte wiederholt verletzt kann sich aus einer Ablehnung ein stärkeres Gefühl entwickeln. Normalerweise reagieren wir mit Distanz. In einer Beziehung ist Distanz oft nicht möglich. Eine dauerhafte tiefe Verletzung und die Erkenntnis, dass diese Person, die man mal geliebt habe, in mir ein negatives, unkontrollierbares Gefühl aus Unmacht, Verletzung und Scham verursacht, kann zu Hass führen. Natürlich auch die Gewissheit in der Beziehung ausgenutzt, hintergangen worden zu sein.

Ich war mit A. ein ¾ Jahr zusammen als sie die Beziehung beendete. Völlig überraschend. Ich wollte ein Gespräch, dass ich nie bekam. Monate später traf ich sie im Club, suchten eine ruhige Ecke. Sie war so klein, stand eine Treppenstufe oberhalb. „Ich habe Dich geliebt. Du hast mich nicht gewollt. (Ich hatte anfangs Nein gesagt) Da habe ich mir gesagt. Den hole ich mir und wenn ich Dich habe, lasse ich Dich fallen, wie eine heiße Kartoffel.“ So oder ähnlich fielen ihre Worte auf mich nieder. Mein eigener Kopf in Alkohol getaucht hätte ihr an die Gurgel springen können, ein Whiskycola in meiner Rechten schütze mich. Ich habe ihr dafür die Pest an den Hals gewünscht. Wochenlang, monatelang, ein Jahr. Später habe ich meinen Eigenanteil an der Situation erkannt.

Mit W. gab es nie ein Gefühl wie Hass. Mit C. einmal. Sie war mal wieder schlecht drauf, kam mir aus der Küche wutentbrand entgegen. Diese hasserfüllten Augen! Vergesse den Blick nie! Ich hasse Dich. Verlass mich nicht. Versteht kein Mensch. Wehe dem, der ihr in die Hände fiel! Sie hätte ihren Vater verhaftet. Ging auf mich los. Einfach so. Ich verlor die Kontrolle und hasste sie dafür. Er war das einzige mal, dass ich eine Frau schlug. Ich glaube unsere Tochter war dabei. Ich hasste sie dafür, dass sie sich so verhielt und dass ich die Kontrolle verlor. Ich glaube wir haben einmal darüber gesprochen, aber eigentlich war es nie ein Thema zwischen uns. Später habe ich gelernt mit diesen Situationen besser umzugehen. Ein Gefühl von Hass gab es nie wieder zwischen uns, außer wenn sie kippte. Aber das ist etwas anderes, denke ich.

Mit Der23 gibt es auch noch etwas zu klären. Ich fühle mich unmächtig, verletzt und ignoriert. Wie es in mir aussieht ist eine völlig andere Geschichte. Wünsche ich ihr die Pest an den Hals? Nein. Hasse ich sie? Nein, sicher nicht. Dafür gibt es keinen Grund.

Ich kenne keinen Menschen, den ich hasse. Kann ich voll Glück sagen.
 
  • #10
Nicht nur Liebe auch Hass steckt in jedem Menschen, ich bin überzeugt, dass du in der entsprechenden Situation auch hassen wirst, nehmen wir einmal an, du bist viele Jahre mit einer Frau zusammen, die du sehr liebst, eines Tages entdeckst du sie mit einem anderen Mann im Ehebett, dann möchte ich dich z. B. mal sehen??

Das ich gerade von Dir diese Worte lesen überrascht mich jetzt immens. Ich hatte erwartet, dass Du gerade hier mit einen S-Werten jonglierst und uns zeigst, dass man bei einem stabilen Selbstwert nicht verletzt wird und das Gefühl von Hass nicht aufflammt.

Beziehst Du Dich hier wieder auf Deine praktischen Erfahrungen aus der Paartherapie oder scheint hier ein wunder Punkt beim @INSPIRATIONMASTER durch?
 
  • #11
Das schlimme bei Gefühlen wie HASS, Eifersucht, Neid....sie sind nicht für den, für den man sie empfindet schädlich, sondern nur für einen selbst!

Von daher würde ich mir das immer wieder klarmachen und loslassen um mich selbst zu retten.
 
  • #12
Ganz ehrlich: Ich hasse meinen Exfreund.

Hintergrund: Er hat mich 5 Jahre hingehalten und versprochen, dass wir nach den Examen zusammenziehen und Familie gründen. Als es dann soweit war, hieß es: Ich gehe in die und die Stadt und wir haben nochmal ne Fernbziehung. Er wollte nicht, dass ich mitziehe.

Dann stand ich da single 30 Jahre mit dem zerplatzen Traum von Familie. Ich hasse ihn dafür! LG
Ich verstehe, dass das total enttäuschend und traurig und schlimm und blöd für dich ist, aber letztendlich ist es doch einfach das: schade und schmerzlich. Ist es ein Grund, ihn zu hassen? Kann man jemanden dafür hassen, dass er einen nicht (genug) liebt? Denn im Grunde kann er ja nichts dafür, wenn er dich eben nicht mehr oder nicht genug liebt, um mit dir zusammen bleiben zu wollen. Was wäre denn die Alternative gewesen? Dass er mit dir zusammenzieht und eine Familie gründet, obwohl er dich nicht liebt? Du hast dir ja gewünscht, er würde es von selbst wollen. Wenn er das nicht tut -- ist das Bosheit?
w26
 
  • #13
Aus Enttäuschung von Liebe kann Trauer werden. Und wenn man für eine Person grundsätzlich Emotionen hat, können diese Emotionen unterschiedlich ausgeprägt sein. Nur Personen, zu denen man einen Bezug hat, können einen verletzen. Dann kann aus Liebe Hass werden. Finde ich logisch.
Ich kann mir nicht vorstellen, eine Frau zu hassen, die ich mal geliebt habe, selbst wenn sie diese Liebe nicht erwoedert hat.
Für mich ist schon diese Sichtweise fremd. Bei „Liebe“, die einseitig ist, ist für mich die Frage, was das sein soll. Ist das gesund?
 
  • #14
Beziehst Du Dich hier wieder auf Deine praktischen Erfahrungen aus der Paartherapie oder scheint hier ein wunder Punkt beim [@INSPIRATIONMASTER[/USER] durch?
Sexuelle Untreue, insbesondere bei Frauen, scheint ein persönlicher wunder Punkt für den IM zu sein. Das scheint in seinen Beiträgen regelmäßig durch.

Zur Fragestellung:
Hass für Jemanden, den man liebt oder geliebt hat, entsteht in Extremsituationen.
Ich habe einen Ex-Partner gehasst, der nach der Trennung zum Stalker mutierte (in der Beziehung fiel schon seine krankhafte und irrationale Eifersucht auf, aber da war es schon zu spät). Der mir und meiner Familie das Leben zur Hölle gemacht hat. Da war ich gerade 18 (und noch nicht so weitsichtig in der Partnerwahl @Inanna* ) und ich hatte Todesangst.

Bis heute habe ich Alpträume, dass er mich wieder verfolgt, mir auflauert, mich bedroht. Dass ich wieder in einer Situation gefangen bin, die er mir gegen meinen Willen aufzwingt und aus der ich nicht rauskomme.

Ich habe mich ohnmächtig gefühlt und diesen Mann zutiefst und abgrundtief gehasst dafür. Was mir geholfen hat, ist dass ich ihn eigenmächtig los geworden bin mit einer Aktion (damals war die Polizei keine Hilfe).

Nach Jahren ist der Hass verschwunden. Heute sehe ich ihn als armes erbärmliches Würstchen. 10 Jahre später hatte er noch mal angerufen. Ich habe nicht sofort aufgelegt (keine Angst mehr gehabt), sondern ihn konfrontiert mit seinem Verhalten damals. Er meinte, er habe es aus "Liebe" getan 🙄.

W36
 
  • #15
Hassen kann ich nicht. Ich hasse niemanden. Allerdings kenne ich das Gefühl festzustecken und eine Sache oder jemandem (zum Beispiel Ex-Partner) ausgeliefert zu sein. Man hat in so einer Situation mehrere Möglichkeiten. Entweder nimmt man es hin und gibt auf oder besser gesagt akzeptiert diese Unterlegenheit oder man kämpft dagegen und dieser Kampf kann eskalieren und zu Hass und negativen Gefühle führen. Besonders wenn man sich nicht durchsetzen kann. Was ist nun klüger? Da bin ich wirklich hin und her gerissen. Alles hinnehmen oder kämpfen? Das ist wie ein Schachspiel. Da geht es auch darum zu gewinnen. Ich denke es ist immer besser rational und lösungsorientiert zu sein. Das ist aber leichter gesagt als getan. Aber was hilft gegen Hass? Kann man weiterziehen, wenn solche Konflikte im Raum stehen und sein Glück woanders suchen? Ich bin es mir nicht sicher. Es ist wie eine Wunde, die immer aufgeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
Ich kann mir nicht vorstellen, eine Frau zu hassen, die ich mal geliebt habe, selbst wenn sie diese Liebe nicht erwoedert hat.
Du würdest aber irgendetwas empfinden wenn ihr nicht mehr zusammen wäret. Dann ersetze das Wort -HASS- durch ein anderes Wort z.B. Aversion oder Abneigung. Diese Wörter stehen auch für Hass. Das Wort wird oft mit agressiven Emotionen in verbindung gebracht. Aversion hört sich immer etwas sanfter an.
 
  • #17
Kann man jemanden dafür hassen, dass er einen nicht (genug) liebt?
Das ist, glaube ich, bei @MissCosmo gar nicht der Punkt. Der ist, dass er es nicht vorher gesagt hat und sie das nicht gemerkt hatte. Er wusste schon, dass er die Pläne, die sie gemacht hatten, nicht mehr will, aber wollte keinen Stress vorher oder sie noch sozusagen benutzen, damit er nicht allein sein muss. So könnte ich mir das vorstellen und finde es hier gar nicht abwegig zu hassen. Bevor man sehen würde, wie schwach sowas ist, und woran man schon Anzeichen hätte erkennen können oder dass man akzeptieren könnte, dass man eben manchmal gar nicht weiß, wie man sich irgendwann (nach Abschluss so einer Sache) fühlen wird, und Pläne, die am Anfang gemacht wurden, eigentlich auch menschlicherweise unrealistisch waren.
Ich denke, es ist, weil er sie die ganze Zeit noch getäuscht hat, um seinen Vorteil zu haben.
Aber vielleicht schreibt sie Dir noch, was es genau war.

Das schlimme bei Gefühlen wie HASS, Eifersucht, Neid....sie sind nicht für den, für den man sie empfindet schädlich, sondern nur für einen selbst!
Das stimmt, weil es sich immer noch so hilflos anfühlt, und so wirkt, als hätte der andere noch immer Macht durch die Auswirkungen seines Verhaltens. Aber ich finde auch, man kann das nur im Gefühl auflösen, nicht wegrationalisieren. Irgendwann hat man wieder die Kontrolle und keinen Schaden mehr durch denjenigen. Das, was er tat, wirkt sich nicht mehr aus aufs eigene Leben.
So schädlich habe ich Hass aber für mich selbst nie empfunden. Es war ein Schritt vor der Abkehr und "Unabhängigkeitsmachung". Die zwei Machtpersonen, die mich mit voller Absicht schikaniert haben, wie z.B. einer an der Uni, bei denen denke ich noch heute "fahr zur Hölle". Aber nicht so wie damals und keineswegs einmal jeden Monat mit ohnmächtiger Wut oder sowas. Ich denke auch, sie haben ihre Strafe schon dadurch, dass sie so sind, wie sie sind, und so mit sich leben müssen. Das ist ja total mies, und das werde nicht nur ich so sehen. Es wird sich auch nicht schön anfühlen, FALLS derjenige sein Verhalten vielleicht doch irgendwann reflektiert. Jetzt nicht wegen mir, dazu bin ich zu unwichtig, sondern wenn er insgesamt über sich rausfindet, wie er mit anderen umgegangen ist und wie die ihn jetzt sehen werden.

Das ist aber keine Person, die ich mal begehrt oder geliebt oder gemocht habe. Bei solchen Leuten, wenn ich jetzt rausfinden würde, dass ich mich die ganze Zeit getäuscht habe, wäre mein Gefühl einfach plötzlich "aus" ohne Hass. War ein Irrtum, denjenigen zu mögen, wird nicht erwidert, was habe ich nicht gesehen. Das letztere kläre ich dann eine Weile mit mir. Damit mir das nicht noch mal passiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #18
Ich kenne diese Hass-Gefühle auch. Ich denke, es hat auch viel damit zu tun, wie intensiv man diesen Menschen liebt (oder glaubt zu lieben). So wie es @void beschreibt, hab ich es auch erlebt. Man lässt sich total und komplett auf diesen Menschen ein, macht von ihm seine Zufriedenheit und sein Lebensglück abhängig, hofft und wartet darauf, dass sich endlich anhaltende Glücksgefühle einstellen. Das geht aber nicht bzw. Ist mit dieser Einstellung die Enttäuschung vorprogrammiert. Die andere Person fühlt sich überfordert und eingeengt. Wenn man sonst nichts im Leben hat, das einem Halt und Glücksgefühle beschert, kann sich die Enttäuschung schnell in Hass umwandeln ("Weil DU so bist, bin ICH unglücklich" - dem anderen gegenüber sehr unfair).
Ich glaube, in einer solchen Situation gibt es 2 Möglichkeiten: entweder man ändert seine Einstellung, sucht sich abseits der Beziehung andere Dinge die einen glücklich machen oder aber man sucht sich einen Menschen, mit dem es besser passt, der ähnliche Vorstellungen hat wie man selbst.
 
  • #19
Du würdest aber irgendetwas empfinden wenn ihr nicht mehr zusammen wäret. Dann ersetze das Wort -HASS- durch ein anderes Wort z.B. Aversion oder Abneigung. Diese Wörter stehen auch für Hass. Das Wort wird oft mit agressiven Emotionen in verbindung gebracht. Aversion hört sich immer etwas sanfter an.
Nein, eben nicht. Enttäuschung ja. Aber Lieben heißt für mich immer auch, das Beste für jemanden zu wollen. Und als die Frau, die ich liebte, für sich entschied, dass das Beste für sie nicht ich bin, war ich zwar sehr traurig und enttäuscht, aber ich empfandt und empfinde eben immer noch Sympathie für sie.
 
  • #20
Nein, eben nicht. Enttäuschung ja. Aber Lieben heißt für mich immer auch, das Beste für jemanden zu wollen. Und als die Frau, die ich liebte, für sich entschied, dass das Beste für sie nicht ich bin, war ich zwar sehr traurig und enttäuscht, aber ich empfandt und empfinde eben immer noch Sympathie für sie.
Ach, lieber @Steinbock89 , das ist auch ganz genau meine Einstellung und mir sehr sympathisch! 🙂

Diese Frage wurde hier in der Vergangenheit schon gelegentlich diskutiert in dem Kontext, ob man mit seinen Expartner*innen noch befreundet sein kann oder nicht, und "Verzeihen" war da auch ein Stichwort. Ich meinte auch damals in den entsprechenden Threads immer, ich kann mit Ex-Partnern befreundet sein (und bin es), weil ich mich irgendwie glücklicherweise bzw. vielmehr bewusst nur in ganz wenige besondere Menschen verliebe, die ich wirklich von Grund auf gut und liebenswert und um ihrer selbst willen wunderbar finde, nicht nur unter der Bedingung, dass meine Zuneigung auch erwidert wird (aber ich will gleichzeitig nicht abstreiten, dass gerade das Erwidern der Zuneigung und die gegenseitige Sympathie maßgeblich zum Verlieben beiträgt, man passt halt zueinander).

Ich denke mir, dass alle Menschen nach ihrem persönlichen Glück streben, und freue mich, wenn mein Partner und ich uns gemeinsam glücklich machen, aber wenn einer von uns beschließen sollte, dass er sein Glück nicht mehr in der gemeinsamen Beziehung findet, dann soll er in Frieden ziehen, denn wir wollen doch beide glücklich sein und ich möchte den anderen nicht gegen seinen Willen an mich binden und ins Unglück stürzen, sondern möchte den Menschen, den ich liebe, immer glücklich und zufrieden und blühen sehen, also gönne ich ihm sein Glück ggf. auch ohne mich und mit einer anderen Person und freue mich für ihn. Und klar, manchmal tun Menschen hässliche Dinge, aber das kann ich verzeihen, denn jeder tut nur das, was er kann, und wenn ein von mir für gut und somit meiner Liebe wert befundener Partner einmal Fehler begehen sollte, kann ich das verzeihen, denn es gibt immer irgendwie nachvollziehbare Gründe dafür, siehe hier:
Ich habe meinen Ex-Mann lange gehasst dafür, wie er unsere (Wunsch-) Kinder emotional misshandelt hat.
Nachdem ich jedoch verstanden hatte, wie schwach er war und weshalb er mich als Partnerin und seine Rolle als Vater nicht ertragen konnte, wurde mir langsam klar, weshalb er mir über Jahre hinweg, vor den Kindern, solch eine Show vorgespielt hat.

Aus dem Hass wurde zunehmend Mitleid.
Wenn man versteht, dass jeder Mensch nur glücklich sein möchte und es für jedes Verhalten Ursachen und Gründe gibt, kann man eigentlich alles verzeihen und muss den anderen nicht hassen, sondern kann ihm Glück und alles Gute auf seinem Weg wünschen.
w26
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #21
Ich habe nie jemanden gehasst, glaube ich. Kenne ich gar nicht. Aber eine zeitlang war ich sehr wütend auf meinen Ex; und ich kann ihn in Nachhinein nicht mehr leiden, als Mensch. Das war absolut falsche Wahl von seiner Persönlichkeit, und ich frage mich, was ich an ihm überhaupt mal gut fand. Dem ersten Freund gegenüber war es lange Verzweiflung, Wut, aber auch Liebe, und nur vom letzten ist wohl noch ein Fitzelchen übrig für immer.
Jeder Mensch ist unterschiedlich; manche fühlen stärker und intensiver; manche Partner verletzen jemanden sehr - durch Lügen, Betrug, Gewalt, missbrauch der Kinder. Warum soll man die dann nicht hassen dürfen? Ich denke, der Hass kühlt sich irgendwann meist zur Gleichgültigkeit runter, was für den, der diese Gefühle hat, ja auch besser ist. An selbstlose Liebe glaube ich nicht, jedenfalls nicht mit einer Beziehung verbunden. Dort gibt es immer Erwartungen, Hoffnungen, Gefühle, und wenn es nicht passt, tut das weh. Jeder ist auch egoistisch, und das ist auch gut so. Sonst würde man sich ja allem unterordnen, was der andere mit einem macht. Und so einen Partner möchte ich gar nicht. Jemanden einseitig aus der Ferne zu lieben ist noch was anders, da man dort keinerlei Erwartungen haben mag, aber meist leidet man dann eben, weil das eigentlich ja nicht das ist, was man sich wünscht.
w, 37
 
  • #22
Nein, eben nicht. Enttäuschung ja. Aber Lieben heißt für mich immer auch, das Beste für jemanden zu wollen. Und als die Frau, die ich liebte, für sich entschied, dass das Beste für sie nicht ich bin, war ich zwar sehr traurig und enttäuscht, aber ich empfandt und empfinde eben immer noch Sympathie für sie.
Entschuldige, aber solch eine Trennung ist ja wohl auch Pipifax.

Stell Dir vor, eine Partnerin trägt sich schon lange mit Trennungsgedanken, spielt Dir Theater vor und bringt Dich dazu, sie als Miteigentümerin für Dein Elternhaus eintragen zu lassen. Nach der Trennung musst Du das Haus verkaufen um sie auszahlen zu können.

Stell Dir vor, eine Partnerin nutzt beruflich intensiv die Kontakte Deiner Familie, fordert immer wieder sehr geschickt Deine Hilfe und die Deines Umfelds ein. Kaum hat sie die angestrebte Position erreicht, gibt sie Dir einen Tritt.

Stell Dir vor, eine Partnerin bringt zwei halbwüchsige Kinder in die Beziehung ein, mit denen sie heillos überfordert ist. Du bemühst Dich ohne Ende um sie und die Kinder, gewinnst diese auch lieb - irgendwann verkündet die Dame, das Alles sei zu viel und zu eng und versucht Dich aus ihrem Leben und dem der Kinder zu kegeln.

Nach einer Trennung wird der Mann zum Stalker, die Frau fürchtet ihn und wagt keine neue Beziehung. Sie fährt aber ab und zu mit einem ehemaligen Kollegen zum Sport, wo ihr der Ex auflauert und den Kollegen erschießt und sie schwer verletzt. Nach relativ wenigen Jahren ist er wieder frei, weil seine Therapie angeblich erfolgreich war.

(Kurzfassungen, aber alles im Umfeld erlebt)

Dass mann/frau nach solchen Trennungen für längere Zeit Verbitterungs - und Hassgefühle empfindet - ist das nachvollziehbar? Für mich schon.

Mein Ex hat sich auch Dinge geleistet, die mich hätten verbittert werden lassen können. Gerettet hat mich vermutlich, dass ich irgendwann jegliche Erwartung an ihn hinter mir ließ und dadurch das Heft des Handeln in die Hand bekam. Er versuchte erbittert die Macht in der Hand zu behalten (und er war gut!), konnte aber nicht verhindern, dass er sich selbst (mit meinem Zutun) einige Male vor Menschen, die ihm wichtig waren, bis auf die Knochen blamierte. Er stand so jämmerlich da, dass ich anfangen konnte ihn zunächst zu verachten und dann Mitleid zu entwickeln. Zudem machte er dann noch irgendwann völlig unerwartet erneute Annäherungsversuche, die ich lässig abtropfen ließ.

Sorry, ich mag vielleicht ein schlechter Mensch sein, aber das tat gut. Leider bleibt das, was er den Kindern angetan hat und das heilt auch nicht wirklich.
 
  • #23
Dass mann/frau nach solchen Trennungen für längere Zeit Verbitterungs - und Hassgefühle empfindet - ist das nachvollziehbar? Für mich schon.
Hass entsteht eben aus Verletzungen. Verletzen kann uns eher jemand, der nah genug an uns herankommt. Damit ist die Möglichkeit zu Hass angelegt, sobald ich mich aus Liebe öffne, Entscheidungen treffe, die auf Vertrauen beruhen, für mich weitreichende Folgen haben, mein Leben erheblich negativ beeinflussen können. Deine Beispiele zeigen es ja.

Hass ist schlicht das negative Gegenstück zu Liebe als Gefühl. Unangenehme, aber völlig nachvollziehbar und legitim.
 
  • #24
Das ich gerade von Dir diese Worte lesen überrascht mich jetzt immens. Ich hatte erwartet, dass Du gerade hier mit einen S-Werten jonglierst und uns zeigst, dass man bei einem stabilen Selbstwert nicht verletzt wird und das Gefühl von Hass nicht aufflammt.
Es ist wunderschön, ja sogar herrlich, mit meinen "S" Werten, immer wieder deine Seitenangriffe mitzuverfolgen!
Ich weiß, da gibt es noch jede Menge Arbeit bei dir!
Lass dich aufklären, anscheinend weißt du das auch noch nicht, dass Liebe und Hass zusammengehören, genau wie Tag und Nacht, ohne Nacht, keinen Tag, ohne Tag, keine Nacht, ohne Liebe, kein Hass, ohne Hass, keine Liebe. Wer in den fremden Konditionierungen feststeckt, der weiß das nicht, will es aber auch gar nicht wissen!
Beziehst Du Dich hier wieder auf Deine praktischen Erfahrungen aus der Paartherapie oder scheint hier ein wunder Punkt beim @INSPIRATIONMASTER durch?
Es geht ja nicht um wunde Punkte, schon gar nicht bei mir, es geht auch nicht um Paartherapie bei mir, es geht einzig und alleine darum, welche Gefühlszustände es insgesamt und allgemein bei den Menschen gibt, und zwar bei allen Menschen, auch bei dir mein lieber, provozierender Freund Kimi, 😎 du musst es auch nicht unbedingt wissen, was bei dir alles so unbewusst abläuft, los ist und los sein kann! Es macht mir höllisch Spaß, mit dir zu kommunizieren, behalte das!
Denn im Grunde kann er ja nichts dafür, wenn er dich eben nicht mehr oder nicht genug liebt, um mit dir zusammen bleiben zu wollen.
Darum geht's doch überhaupt nicht, jeder Mensch hat das gute Recht zu hassen, wenn er von einem Menschen, den er liebte, ganz bewusst verarscht und mit falschen Mitteln hingehalten wurde! Punkt!
Sexuelle Untreue, insbesondere bei Frauen, scheint ein persönlicher wunder Punkt für den IM zu sein. Das scheint in seinen Beiträgen regelmäßig durch.
So würde ich das über mich niemals beschreiben! Ich kann Lügen, Betrügen, Scheinheiligkeit, Schauspielern etc. nicht ausstehen, da ich das auch nicht tue, so einfach ist das, hat mit wunder Punkt, also gar nichts zu tun!
Ich habe nicht sofort aufgelegt (keine Angst mehr gehabt), sondern ihn konfrontiert mit seinem Verhalten damals. Er meinte, er habe es aus "Liebe" getan 🙄
Da unterscheiden wir uns heftig, Ende ist für mich Ende, da gibt es bei mir nichts mehr, kein zurück, denn was bringt es einen noch, außer erneut wieder angelogen zu werden, hat es anscheinend noch nicht gereicht? Es war deine unbeherrschte Neugierde am Werk, die dich das machen ließ!
 
  • #25
Besonders wenn man sich nicht durchsetzen kann. Was ist nun klüger? Da bin ich wirklich hin und her gerissen. Alles hinnehmen oder kämpfen? Das ist wie ein Schachspiel. Da geht es auch darum zu gewinnen. Ich denke es ist immer besser rational und lösungsorientiert zu sein.
Ich bin ja da mit mir voll im Klaren, was für mich das klügste ist, weder hinnehmen, noch kämpfen, sondern den Kontakt sofort abbrechen und zwar für immer, nein es ist nicht immer gut, sich rational und lösungsorientiert zu verhalten, dabei werden meist wichtige ICH - Gefühle nicht beachtet, unterdrückt, einfach nur so mal schnell weggeschoben und verdrängt, was garantiert nicht gut tut und nicht für einen gut ist!
Aber was hilft gegen Hass? Kann man weiterziehen, wenn solche Konflikte im Raum stehen und sein Glück woanders suchen? Ich bin es mir nicht sicher. Es ist wie eine Wunde, die immer aufgeht.
Ich werde mich niemals so verhalten, ich lasse den Hass genau wie die Liebe zu, er geht wieder weg, wenn er reflektiert und verarbeitet ist, sonst nicht, ich ziehe erst dann weiter, wenn das wirklich bereinigt ist, wer in dieser unbereinigten Phase sein Glück woanders sucht, erlebt dasselbe in Kopie!
Dann ersetze das Wort -HASS- durch ein anderes Wort z.B. Aversion oder Abneigung. Diese Wörter stehen auch für Hass. Das Wort wird oft mit agressiven Emotionen in verbindung gebracht. Aversion hört sich immer etwas sanfter an.
Unsinn, das Gefühl unterscheidet nicht bei diesen Wortspielereien, der Tatsache ins Gesicht sehen, heißt die Devise, daran arbeiten, das ist der richtige Schritt, in die richtige Richtung, nichts anderes!!
Wenn man versteht, dass jeder Mensch nur glücklich sein möchte und es für jedes Verhalten Ursachen und Gründe gibt, kann man eigentlich alles verzeihen und muss den anderen nicht hassen, sondern kann ihm Glück und alles Gute auf seinem Weg wünschen.
Dir fehlen noch wichtige Lebenserfahrungen mit Lebenserkenntnissen, sonst würdest du nicht so schreiben können, es gibt Menschen die andere Menschen ganz bewusst enttäuschen, verarschen und verletzen. Die darf man, ja man sollte sogar diese Leute hassen!
Dass mann/frau nach solchen Trennungen für längere Zeit Verbitterungs - und Hassgefühle empfindet - ist das nachvollziehbar? Für mich schon.
Auf jeden Fall, derjenige der das nicht tut, geht mit seinen Gefühlen nicht umsichtig und somit nicht gut um!!
 
  • #26
Ich dachte auch immer ich koenne nie hassen. Als dann aber die Ohnmacht zu gross war, weil echt ungerechtfertigt und
unverhaeltnismaessig viel Negatives auf mich einprasselte, und zwar war das Dunkelmagie ganz grosser Art- da bekam ich dieses Wutgefuehl auch. Fuer mich war es hoechste Stufe von Alarm und ich versuchte es rasch wieder los zu werden, weil ja genau dieses Gefuehl Ausloeser war bei den anderen Mrnschen fuer diese Taten. Ich wollte nicht so sein wie sie.

Ich habe daraus gelernt, dass es wirklich Menschen gibt, die sind boese und es bleiben.
Ich war vorher immer ein Gutmensch und dachte, in jedem steckt einen guten Kern.

Ich brauchte ein halbes Leben um aufzuwachen und zu erkennen, dass genau diese Fehlannahme und meine eigene Guetigkeit mich fehlgeleitet hatte und ich haette mir einiges Leid ersparen koennen mit besser abgrenzen und abwenden.

Als Teenager war ich impulsiv und kannte das Hassgefuehl und ich war stolz auf mich, dass ich es selber los wurde.
Heute tun mir die Betroffenen leid, aber nur kurz, da ich weiss, Hass und Wut entsteht durch inneres Ohnmachtsgefuehl. Hilflosigkeit. Hass und Wut kann aber auch dienen, Fesseln zu sprengen, Distanz zu gewinnen und die noetige Kraft geben, fuer sich selber in Aktion zu treten. Dann ist einfach der Geduldsfaden gerissen, und zu viel Geduld und sich anpassen kann auch falsch sein.

Ja, Liebe heisst fuer viele Menschen: Bedingungen und Vorstellungen sind damit verknuepft. Werden die verloren ist das ein Affront an die eigene Person, weil man sich darueber definiert. Ist der Selbstwert nicht so stark, kann man nicht verstehen, dass ausgerechnet die Person, wo man so liebte und alles gab und die einem auch liebte einen so angreifen und verletzen kann. Das nichtvverstehen gibt Ohnmacht, und das gibt Hass.
Dazu kommt Aerger ueber Verlust, evt. hat man dann dazu noch erschwerte Lebensumstaende.

Definiert man Liebe anders, entfaellt Hassgefuehl.
 
  • #27
Aber mal was Anders:

Immer wieder in letzter Zeit lese ich explizite Beitraege an Inspirationsmaster gerichtet obwohl er nicht der FS ist. Es ist als wollen die regelmaessigen Forenteilnehmer ihn "knacken" und greifen ihn an mit Sarkasmus und Ironie. Er bekommt dadurch eine richtige Sonderstellung.

Er ist aber nur eine Stimme wie jede andere Person auch, klar oft auch mit Ironie und Sarkasmus im Unterton.

Warum triggert seine klare Haltung derart an?

Ich moechte nun nicht eine Diskussion ueber ihn ausloesen, aber es lenkt oft vom Sachverhalt und Inhalt ab, meist bekommt die Diskussion eine andere Stossrichtung.

Find ich doof und unpassend.

Auch Andere werden ab und zu ziemlich angeprangert... aeh....leben und leben lassen...wie waere es damit?

Ich gehöre zu den unregelmaessigen Teilnehmer, darum faellt es mir auf.
 
  • #28
Das liegt daran, das sich der IM einfachster Sprachschablonen bedient und diese aufgrund seiner fehlenden deutschen Muttersprache auch noch sehr oft mit grammatikalischen Fehlern schmückt. das fällt gebildeten Menschen auf und stösst denen auch auf. daher die spitzigen Kommentare.
ich muss da oft an einen Jungen bei mir in der Schule denke, so ca. 9. Klasse, der wurde regelmäßig auf dem Schulhof verprügelt und tat mir irgendwie leid. ich wollte mich dann mit ihm anfreunden um ihn ein wenig zu stärken, aber das war so ein Arsch, dass kann sich niemand vorstellen, er hats aber nicht böse gemeint. Vermutl. irgend eine Art von Autismus
Mir wars dann auch egal. Ich denke der IM ist auch so ein Kollege. Wenig Bildung, bissle auf der Abendschule, fragwürdige Zertifikate und schon ist man im Bereich Coaching tätig...lach
M54 auch mit weitreichenden Lebens- und sonstigen Erfahrungen
 
  • #29
@Narandu : Du bist immer so kritisch mit uns :cool:

Es ist als wollen die regelmaessigen Forenteilnehmer ihn "knacken" und greifen ihn an mit Sarkasmus und Ironie. Er bekommt dadurch eine richtige Sonderstellung.

Ja, knacken würde ich ihn gerne.

Ich hab es schon mehrfach geschriebn. Für mich ist es immer das Gleiche was er propagiert. Copy & Paste.
Das ist nicht konkretes. Arbeite an Deinem Selbstwert. Peng.

Ich habe auch Branden gelesen . Was heisst gelesen? Ich habe es d-u-r-ch-g-e-a-r-b-e-i-t-e-t. Aber nicht jeder versteht es. Und nein, nicht immer ist der Weg das Ziel.

Das ist immer diese selbsterfüllende Prophezeiung. Da würde ich mir ab und an mal etwas Neues von Dir wünschen @INSPIRATIONMASTER

Und Dein Frauenbild bei Dir zeigt mir starke Risse, die zu einem so über den Dingen stehenden Menschen doch überhaupt nicht passt oder @INSPIRATIONMASTER ?

Aber ich erhalte nie eine konkrete Antwort. Und das ist System.


Das ist mir zu platt oft, dazu bin ich zu sehr Realist.
"Du must an Gott glauben um ihn sehen zu können."
Nein, das ist nichts für mich.

Er ist aber nur eine Stimme wie jede andere Person auch, klar oft auch mit Ironie und Sarkasmus im Unterton.

Ironie ist mir bislang verborgen geblieben. Habe ich Dich nie richtig gelesen @INSPIRATIONMASTER oder liegt @Narandu hier verkehrt?
 
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