• #61
Auf einen Mann mit drei Kindern bin ich jetzt sicher nicht neidisch. Der Thread zeigt mal wieder deutlich, welche Probleme bei Patchwork eben doch entstehen. Wären es eure gemeinsamen Kinder, würdest du womöglich noch Beifall klatschen, so sind es aber nicht deine Kinder und du setzt dich sogar mit ihnen in ein Konkurrenzverhältnis. Natürlich sitzt du langfristig nicht auf dem trockenen, aber du willst sicher auch hier und jetzt leben, die Zeit genießen, wo man fit ist und im Leben steht, tja, und genau dafür brauchst du auch eigene Liquidität.
 
  • #62
..., um die Wertschätzung, Respekt und um das Gefühl, ob ich wirklich geliebt werde, ... Ich würde meinen Mann jedenfalls genauso lieben, wenn er bankrott wäre oder ein ganz normales kleines Einkommen hätte.

Du baust eine Zwickmühle. Er würde hier ebenso berechtigt schreiben: beruht Wertschätzung nur darauf, dass sie nicht arbeiten muss und von mir den Lebensunterhalt samt Taschengeld bezahlt bekommt?
Wenn Du ihn wirklich genauso lieben würdest, wenn er kein Geld hätte: warum ist dann Geld für die Wertschätzung doch so wichtig?

Es ist keine Frage, dass es in einer Ehe irgendwo ein "gemeinsam" gibt. Das betrifft aber dann nicht nur die Ausgaben, sondern auch die Einnahmenseite. Da sehe ich ein größeres Ungleichgewicht als auf der Einnahmenseite. Und Dein Mann scheint es ja auch so zu sehen. Irgendwelche Informationen könnten uns hier fehlen. Es mag sein, dass er Dir gegenüber tatsächlich geizig ist. Vom Grundansatz her scheint er aber nicht geizig zu sein. Was ist mit "Taschengeld" gemeint? Deckt er die Lebenshaltung komplett (das ist zu vermuten, wenn Du nichts verdienst)? Wofür brauchst Du zusätzliches Geld?
 
  • #63
Jana hat ein wesentliches Problem aufgedeckt: mein Mann kann kein Vaterersatz sein. Da ich kein liebendes Elternhaus hatte, suche ich wohl immer einen "Ersatzpapa", der mich genauso bedingungslos lieben und versorgen soll wie seine Kinder und das funktioniert natürlich nicht. In Beziehungen ist eben Eigenständigkeit gefragt, in guten und in schlechten Zeiten-und das verpatzte Elternhaus kann kein Partner ersetzen, daran muss ich wohl noch arbeiten. Und noch ein neuer Gedanke: die Vorstellung, wirklich noch mehr Geld zu bekommen von ihm, macht mich gar nicht glücklicher, sondern liesse mich mich ja NOCH abhängiger fühlen und würde mir aus Gewissensgründen dann völlig missbehagen. Insofern war bzw ist dieses olle Geldproblem nur ein Synonym für tieferliegende Konflikte. Daher muss wieder ein Job her- auch wenn ich nie mithalten könnte, hab ich dann wenigstens alles dazu getan, was geht. Habe gestern sogar kurz mit ihm darüber sprechen können, dass wieder arbeiten zu gehen in jeder Hinsicht das beste wäre und daher hoffe ich, dass es bald klappt.
 
  • #64
Einige wenige haben leider nur mit Beleidigungen um sich geworfen-das ist anonym im Internet bekanntermassen einfach-und zudem hatte ich auch das Gefühl, dass ich einen Groll in denen erzeugt habe, die supergern so leben würden wie ich hier.

es geht mir nicht um das Geld oder Luxus, den ich nicht brauche - es geht mir ums Prinzip, den Vergleich, um die Wertschätzung, Respekt und um das Gefühl, ob ich wirklich geliebt werde, um den Umgang miteinander usw.

Ich würde meinen Mann jedenfalls genauso lieben, wenn er bankrott wäre oder ein ganz normales kleines Einkommen hätte.

Worauf sollen die Foristinnen hier neidisch sein? Auf die Tatsache, dass du völlig abhängig von einem Mann bist und mit Nichts auf der Straße stehst wenn du ihm überdrüssig bist?
Tut mir leid aber Vermögen kann nur neidisch machen wenn es auch das eigene ist.. und da wir hier im EP-Forum sind, haben das die meisten Schreiberinnen in ausreichender Menge. Mir inklusive. Da Neid schüren zu wollen, vor allem auf diese Art - ist wenig zielführend.

Und wenn dir Geld in dieser Beziehung eigentlich nicht wichtig ist, warum verbindest du damit überhaupt seine Wertschätzung? Würde es dir um Wertschätzung gehen, würdest du seine fehlende emotionale Ader oder seine wenig fürsorgliche und aufmerksame Art bemängeln und nicht das fehlende Taschengeld das dir in deinen Augen zusteht.
Tut mir leid liebe FS, aber das passt vorne und hinten nicht zusammen.
Da dein Mann aber so gewieft ist und schon jetzt steuerbewusst denkt, wird er sich auch gegen einen finanziellen Verlust bei Scheidung abgesichert haben. Wer weiß wie viel von seinem Vermögen tatsächlich noch seins ist und wie viel er schon lang an seine Töchter überschrieben hat.
 
  • #65
Das Gefühl des Mangels, könnte aber auch aus einer anderen Quelle stammen ... in systemischen Aufstellungen ist der Platz der zweiten Frau (bzw. aller nachfolgenden Ehefrauen) kein guter Platz.
Insbesondere wenn noch Kinder aus erster Ehe bzw. früheren Beziehungen vorhanden sind, dann haben diese zeitlebens den sogenannten 'Vorrang' vor folgenden Partnern. Dies sowohl in der Versorgung, als auch in der Herzenergie dieses Mannes bzw. dieser Frau. Dies spiegelt sich hier auch sehr deutlich in allen Antworten, wo Forumsteilnehmer selber Kinder haben. Für die ist es seeeeelbstverständlich, dass zuerst mal die eigenen Kinder kommen ... danach kommt lang nichts mehr, und dann irgendwann kommt der neue Partner ...
Hingegen ist es bei einem Partner, der keine Kinder in die Beziehung bringt anders ... seine Bindung bezieht sich in erster Linie an den Partner. Man mag sagen: sein Herz ist freier, er hat mehr Platz im Herzen für den Partner, als der andere ihm geben kann.
Wenn dieses Gefälle von Energie/Liebesenergie nicht erkannt und auasgeglichen wird, dann ist tatsächlich eine große Unausgewogenheit in der Partnerschaft. Dann wundern sich manche, warum die junge kinderlose Frau frech wird und zickt. Oder warum der Mann immer stänkert und beleidigt ist obwohl seine neue Patchworkfrau doch ohnehin schon so viel zu tun hat damit ihre Kinder welche sie in die Beziehung eingebracht hat, friedlich und nett sind. Es liegt an der Unausgewogenheit des Energiefeldes. Es sind NICHT die gemeinsamen Kinder, es war meistens NICHt das gemeinsam gebaute Nest und NICHT die gemeinsam aufgebaute Karriere. Nicht ohne Grund werden in der Natur die fremden Jungen totgebissen und selber welche gemacht!
Ich sage nicht, dass die Menschen böse sind. Aber wo Trieb ist, da regieren und re-agieren auch die unbewußten Anteile.
Erst wenn die Position der zweiten Frau und der ersten Frau und der eingebrachten Kinder auch energetisch geklärt wurde und sichtbar gemacht wurde UND jede/r anerkannt ist, in diesem Rudel ... dann kann wirklich Patchwork stattfinden, wo keiner leiden muss.
Daher liebe Fragestellerin, erkenne ich deine Größe und was dich in diesen Jahre sehr aufgewühlt hat, sehr wohl an! Denn auch ich war elf Jahre meines Lebens die zweite Frau an der Seite meines EheMannes gewesen ... und es fehlte so viel! Und ich gab immer mehr und bekam immer weniger. Es ist eine große Gabe, wenn du selbst keine Kinder eingebracht und IHM einen großen Platz im Herzen geboten hast. Und er dir nur maximal ein fünftel seines Herzens geben konnte. Du kannst das beim systemischen Familienstellen klären lassen. Entweder es wird dann gut mit euch ... oder du bist soweit geheilt und nimmst solche 'besetzten' Männer nicht mehr ... oder der 'Mangel' wird durch den minderen Partner (in diesem Fall er, trotz seines Geldes) mit Wertschätzung deiner Liebesgaben ehrlich ausgeglichen. An der gegenseitigen An-erkennung kommt kein echtes Paar vorbei!
 
  • #66
Jana hat ein wesentliches Problem aufgedeckt: mein Mann kann kein Vaterersatz sein. Da ich kein liebendes Elternhaus hatte, suche ich wohl immer einen "Ersatzpapa", der mich genauso bedingungslos lieben und versorgen soll wie seine Kinder und das funktioniert natürlich nicht. In Beziehungen ist eben Eigenständigkeit gefragt, in guten und in schlechten Zeiten-und das verpatzte Elternhaus kann kein Partner ersetzen, daran muss ich wohl noch arbeiten. Und noch ein neuer Gedanke: die Vorstellung, wirklich noch mehr Geld zu bekommen von ihm, macht mich gar nicht glücklicher, sondern liesse mich mich ja NOCH abhängiger fühlen und würde mir aus Gewissensgründen dann völlig missbehagen. Insofern war bzw ist dieses olle Geldproblem nur ein Synonym für tieferliegende Konflikte. Daher muss wieder ein Job her- auch wenn ich nie mithalten könnte, hab ich dann wenigstens alles dazu getan, was geht. Habe gestern sogar kurz mit ihm darüber sprechen können, dass wieder arbeiten zu gehen in jeder Hinsicht das beste wäre und daher hoffe ich, dass es bald klappt.
So meine liebe ist es besser. Für dich. Denn es geht hier tatsächlich nur um dich. Das allein ist schon viel Wert. Nimm es erst einmal an und denk darüber nach auch wenn es erst einmal nicht schmeckt. Hier würde ich niemanden als schlecht bezeichnen. Wir sind alle nur ein wenig anders. Ein riesiger Topf aus Erfahrung und Meinungen. Greif zu. Alles für dich. Mach was draus anstatt zu schmollen.
M46
 
  • #67
Daher muss wieder ein Job her- auch wenn ich nie mithalten könnte, hab ich dann wenigstens alles dazu getan, was geht.
Es geht nicht um mithalten können, sondern um die Unabhängigkeit gehen zu können wenn sein Verhalten eine Dauerzumutung ist. Ich hätte auch keine Probleme bei einem überdurchschnittlich gut situiertem Partner mein Einkommen für mich zu behalten und ihm bei irgendwelchen merkwürdigen Anwandlungen energisch entgegenzutreten und ihn auf seine Ausgaben für andere zu verweisen.

Es geht bei der persönlichen Unabhängigkeit um Erfolgserlebnisse, die Abwertungen heilen können. Außerdem bekommst Du positive Rückmeldungen auf Deine Arbeit, wenn Du keine Niete bist.
Auch das stärkt und man hinterfragt, warum ausgerechnet der Mensch, der eine angeblich liebt, einen so schlecht behandelt.
Du bekommst eine Idee von "hier läuft was schief" - die hast Du jetzt auch schon, aber die wirtschaftliche Unabhängigkeit bewirkt "das lass' ich mir so nicht mehr gefallen" und dann kommen Argumente statt Gejammer und Prinzipienreiterei, denn Du hast keine existenziellen Ängste mehr.

So wie Du ihn beshreibst kannst Du damit rechnen, dass ihm Deine Unabhängigkeit nicht passt. Dann bist Du in einer guten Verhandlungsposition. Wenn er nicht will, dass Du arbeitest weil Du Dich dadurch seinem Einfluß/Manipulation in weiten Teilen entziehst, dann kannst Du Forderungen stellen, wie er Deinen Einkommensausgleich und Deine Altersversorgung aufzustocken hat. Ein echter Machtmensch tut das, wenn er seinen Einfluß nicht verlieren will. Ob Du das dann willst, solltest Du sorgfältig abwägen. Ich würde es nicht tun, solange er zur wertschätzenden Kommunikation nicht willig und/oder fähig ist.

Aber ich bin froh, dass ich nicht auf Fairness vertrauen muß und ich glaube auch, dass mich die Gewissheit von Unabhängigkeit in der Partnerschaft so souverän macht.
Wenn ich zukunftsängstlich und abhängig wäre, dann würde ich mich unsicher geben und damit meinen Partner irritieren. So entstehen ganz unglückliche Wechselwirkungen, führen zu unheilvoller Kommunikation. Ich musste in meinem Leben darin einige unerfreuliche Erfahrungen sammeln, um das zu verstehen.

Ich sehe es bei einer geschiedenen Freundin: solange sie verheiratet war, war er übelst zu ihr und sie ließ sich wegen finanzieller Abhängigkeit (erwerbsunfähig) alles gefallen. Jetzt ist sie geschieden und er muss reichlich Unterhalt zahlen.
Benimmt er sich schlecht, lässt sie ihn einfach stehen. In der Ehe war er im Umgang nicht so gut zu ihr wie nach der Scheidung - liegt nicht nur an ihm, sondern an ihrem geänderten Verhalten und dem Scheidungsurteil, welches ihr ein gutes Einkommen verschafft.
 
  • #68
Nougatine würde ihren Mann auch lieben, wenn er bankrott wäre.
Das glaube ich ihr sogar, denn sie selbst war für sich selbst nie hinter dem Geld her ... sonst hätte sie längst Karriere gemacht. Auch hat sie als Angeheiratete eines sehr Vermögenden Mannes, sicherlich schon öfters das Image des 'Liebchen' oder der 'Geldheirat' spüren müssen. Das Klischee wurde hier ja auch ausgiebig verbraten! Im Grund wird das doch allen Menschen angehängt bzw. nachgesagt, wo ein großes Geld-Gefälle in der Partnerschaft vorhanden ist. Es ist nicht leicht mit solchen Vorurteilen zu leben. Und es ist nicht leicht in eine bestehende Sippe einzuheiraten oder Haus-an-Haus mit sämtlichen Mitgliedern einer Familie zu wohnen. Mir würde das jedenfalls gar nicht gefallen, denn ich bin ein Freigeist. Menschen die mit Prominenten oder sehr reichen AlphaTieren liiert sind, haben es oft nicht leicht, in der Schußlinie der fremden Projektionen zu stehen ... egal ob auf dem Dorf oder in der Klatschpresse. Es kostet viel Kraft. Wenn Nougatine nur hinter dem Geld hergewesen wäre, hätte sie sich schon längst trennen/scheiden lassen können ... so wie Loddar M. ja auch alle paar Jahre mal ausgenommen wird. Aber genau DAS hat sie nicht gemacht. Ich glaube ihr, dass es ihr wirklich weh tut, das Gefälle seiner Verteilung so direkt jeden Tag mitansehen zu müssen. Und ich vermute, dass ihr Geld deswegen ein wunder Punkt geworden ist, weil Geld SEIN Massstab ist mit dem er seine
'Wertschätzungen' verteilt. Und das ist die crux bei ihr ... sie hat auf Geld für sich selbst nie so großen Wert auf Geld gelegt ... er allerdings hat zeitlebens großen Wert auf Wertschaffungen gelegt ... und er gibt den anderen langfristige Wertschätzungen/Unterstützungen (mehr Wert) ... und sie hat zwar den goldenen Käfig, aber seine Liebe wendet sich nach außen ... bzw. zur Rest-Familie. Zwangsläufig muss sie sich dann ebenso dem Gerangel um Werte stellen, so wie er es tut ...
Und genau DA verliert sie ihr eigentliches Sein, ihre weibliche vertrauensvolle Liebe gerät dadurch in Gefahr. Weil vergleichen tut nie gut. Und ihre unsichere Position, wurde durch die Unausgewogenheiten in den materiellen Gaben erst sichtbar bzw. artikulierbar.
 
  • #69
Da ich kein liebendes Elternhaus hatte, suche ich wohl immer einen "Ersatzpapa", der mich genauso bedingungslos lieben und versorgen soll wie seine Kinder und das funktioniert natürlich nicht. In Beziehungen ist eben Eigenständigkeit gefragt, in guten und in schlechten Zeiten-und das verpatzte Elternhaus kann kein Partner ersetzen
Das Fatale hierbei ist, dass man sich genau so einen Mann, wie der Vater war, unbewusst wieder suchen könnte, um sich doch noch zu beweisen, dass genau dieser Typus dazu gebracht werden kann, einem die Liebe zu geben, die man einst vom Vater erhofft hatte. Also quasi die Aufgabe, die man als Kind gesehen hat, um Liebe zu verdienen und man die Liebe aber nie bekommen hat, noch mal zu wiederholen, weil man sich das verdienen und gewinnen will.

Es ist ja nichts Neues, dass man die alten Muster wiederholt, weil man von den Eltern gelernt hat, sich selbst zu sehen und wie Beziehungen zu führen sind. Das ganze soziale Verhalten kommt ja daher. Aber wenn man, mal so als Beispiel, bei sich selbst z.B. ein (Co-)Narzissmusproblem sieht und sich immer in Narzissten verliebt, ist es ja noch ein ganz anderer Schritt, den Vater als Narzissten zu erkennen. In den meisten Eltern-Kind-Beziehungen ist ja durchaus auch Liebe und Unterstützung. Dann wirklich wie bei einem Fremden beim Verhalten des Vaters das Problem zu erkennen, das man selbst in Beziehungen fabriziert bzw. in unglücklichem Verliebtsein in Menschen, die einen nicht wollen, ist noch mal eine andere Sache. Zumal man ja blind ist für sowas, weil sich in der Familie alles irgendwie eingespielt hat und man als Kind, als das lebensunerfahrenste und abhängigste Wesen in diesem Kreis, gar keine Chance hat, sich nicht anzupassen und das, was die Eltern vorleben, als falsch zu bewerten.
 
  • #70
Nougatine,

Ich möchte Dir ein Gefühlsbild mitgeben.

Ich habe 2 (nun ja manchmal) erwachsene Söhne, diese liebe ich, ohne Fragezeichen, egal, was sie tun. Mir wird es warm, wenn ich sie sehe, wenn sie mich brauchen, bin ich da.
Das ist eine Liebe, die Liebe zu (s)einem Kind.

Die andere Liebe, die zu einem Partner, dafür gibt es den ganz eigenen Bereich, dass eine hat mit den anderen nichts zu tun.
Ich liebe einen Partner nicht weniger, es ist anders als zu einem Kind.
Meine Kinder sind nicht meine Partner, mein Partner nicht mein Kind.

Aber - ich möchte eben nur einen Erwachsenen als Partner.
Mich macht es ungeduldig, wenn ein Partner die Erwachsenenebene verlässt, von mir bemuttert werden möchte (ich rede nicht von der Situation Männerschnupfen;-)). Wenn das regelmäßig vorkommt, immer mehr Bemutterung / Verantwortungsübernahme gefordert wird, ob bewusst, unbewusst, werde ich irgendwann sehr deutlich, verliere meine Achtung.
Und dann ist die Partnerschaft durch - ich will kein 3. Kind.

Nougatine, fühl mal in Deinen Gedanken hinein. Wieviel Papa - Kind ist bei Euch, will er das?
Er hat eine Frau geheiratet.
 
  • #71
Und das ist die crux bei ihr ... sie hat auf Geld für sich selbst nie so großen Wert auf Geld gelegt ... er allerdings hat zeitlebens großen Wert auf Wertschaffungen gelegt ...

Das ist sicher der Kern des Problems. Für ihn ist Geld ein Teil Sicherheit oder er hat eben einfach viel gearbeitet oder gut geerbt um es zu haben und es ist ihm nicht mal unbedingt wichtig. Er freut sich einfach, dass er seinen Töchtern einen guten Einstieg ins Leben bieten kann und vermutlich haben die Töchter eine gut Ausbildung und würden auch ohne ihn gut im Leben stehen.

Bei manchen Menschen stelle ich fest, dass sie immer klar betonen, dass Geld nicht wichtig sei. Das sind oft Menschen, die keines haben und dann erwarten, dass andere ihr vorhandenes Geld an sie mitverteilen. Weil es ja nicht wichtig ist. Im Wert des Geldes liegt der Wert der Arbeit, die dahinter steckt, es zu bekommen. Im Grunde wertschätzt die FS diese Arbeit nicht. Sie sieht das Resultat, aber nicht das, was dahinter steht. Für sie ist Geld nicht wichtig, sie hat mit Sicherheit früher auch genau so viele "Projekte" bearbeitet, dass sie gerade für sich ausreichend davon leben konnte. Mehr Geld war ihr nicht wichtig. Jetzt, da sie es ohne Arbeit bekommen könnte, ist es ihr plötzlich wichtig und sie übernimmt nimmt die Bewertung ihres Mannes. Warum?

Eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die so unterschiedlich denken, geht auf Dauer nicht gut, wenn sie keine gemeinsame Sichtweise finden. Ich bin sicher, im Rahmen einer Scheidung würde die FS sich selbstverständlich "ihren" Anteil mitnehmen.
 
  • #72
Das Gefühl des Mangels, könnte aber auch aus einer anderen Quelle stammen ... in systemischen Aufstellungen ist der Platz der zweiten Frau (bzw. aller nachfolgenden Ehefrauen) kein guter Platz.
Insbesondere wenn noch Kinder aus erster Ehe bzw. früheren Beziehungen vorhanden sind, dann haben diese zeitlebens den sogenannten 'Vorrang' vor folgenden Partnern.

Liebe Samtina, wenn Du geschrieben hättest, die Kinder können den Vorrang haben, hätte ich Dir uneingeschränkt zugestimmt.

Sowohl mein Mann als auch ich hatten Beziehungen, in denen immer die Kinder Vorrang gehabt hätten, wir haben es nur so gut wie möglich versteckt um den Partner/die Partnerin nicht zu kränken.

Inzwischen hat sich das Blatt gewendet, wir teilen völlig entspannt den Kindern mit, dass Aktion XXX nicht geht, weil wir andere Pläne haben. Wir behandeln unsere Kinder im Wesentlichen wie gemeinsame - die müssten auch zurückstecken, wenn es bei den Eltern nicht passt und im Nofall wären beide Elternteile für sie da.

Hier in diesem Fall versteckt es der Mann noch nicht einmal, sondern zelebriert geradezu die Bevorzugung seiner Kinder. Was er denkt über seine zweite Frau, wissen wir glücklicher Weise nicht und das ist vermutlich auch gut so.

Sie hat gestern "sogar" kurz mit ihm über dieses Thema sprechen können, das ihr auf der Seele brennt. "SOGAR"! Sorry, aber da herrscht ein solch ungutes Klima, mich gruselt es gerade.
 
  • #73
Also ich finde die Häme und die Kritik, die hier auf die FS teilweise in erschreckendem Ausmaß niedergeht einfach nur daneben.

SIE hat ALLES richtig gemacht.
Sie hat sich einen reichen Mann gesucht in Deutschland und nicht in Schweden.
Sie hat in der Ehe aufgehört zu arbeiten, weil sie dazu nicht verpflichtet ist.
Sie hat unklare Vorstellung und läßt sich über ein öffentliches Forum darüber informieren, was ihr rein rechtlich zusteht.

Was also soll die Kritik an ihr?
Die FS macht doch nur das, was durch gesellschaftliche und Moralvorstellungen sowie durch die Gesetze unseres Landes nicht nur abgedeckt, sondern gewollt ist.
Wenn sie wirklich gewollt hätte, einen reichen Mann zu haben, der NICHT für ihre Absicherung zuständig ist, so hätte sie das z.B. in Schweden tun können, wo es viele Reiche aber eben keine gesetzliche Pflicht zur Alimentierung des Ehepartners gibt.
Es ist nun mal so, daß die deutsche Gesetzgebung und Frauenbewegung sich dafür entschieden hat, daß Ehepartner einander in Ehe und danach zu alimentieren haben. Das hat 1978 mit weitreichenden Gesetzgebungen begonnen und dauert heute fort.
Die FS dafür anzugehen ist die falsche Adresse! Wenn das Forum jemandem für diese Entwicklung beschuldigen will, dann kann das jeder bei sich selbst tun, denn diese Entwicklung hat jeder durch Tun oder Nichttun mitgetragen.

Insofern liebe @Nougatine : Alles richtig gemacht. Setze Dich weiter gegenüber Deinem Mann dafür ein, daß er Dir eine Wertschätzung in Form finanzieller Werte schuldet. Übertreib es nur nicht, daß er sich von Dir trennt, sondern sei schön dosiert. Sei Dir sicher, daß deutsche Gesetze, Gerichte, Frauenrechtler, ein Großteil der öffentlichen Meinung und sogar unsere Familienministerin moralisch und inhaltlich voll hinter Dir stehen.
Und auch ich stehe voll hinter Deinem Ansinnen, wie Du meinen Ausführungen entnehmen kannst - es ist Dein Recht, es steht Dir zu! - setze es durch!
 
  • #74
Ich finde es schlimm, wie giftig manche sind. Warum? Was hat euch die Seele zerfressen? Wurdet ihr mal ausgenommen oder verraten und musstet zahlen? Sie kann ihm ja gar nicht allzusehr auf der Tasche liegen, wenn er das Haushaltsgeld so knapp kalkuliert ... und zugleich sehr große Summen an alle 3 Kinder ausjubelt (Haus und Auto und Lebensversicherung für jedes Kind). Was soll denn die Frechheit von der Fragestellerin auch noch Dankbarkeit zu fordern, weil er ihr den Handyvertrag bezahlt ... Das ist doch kein Vergleicht zu den enormen Summen die an die Kinder rausgejuxt werden ...
Auch kam hier das Argument, er würde so schlau sein und alles recht&zeitig verteilen, damit die Kinder keine Erbschaftssteuer zahlen müssten ... Soso ... und die Ehefrau soll dann von dem was bis dahin noch übrigbleibt die Erbschaftssteuer zahlen? Wißt ihr, ich kenne 3 langjährige Ehefrauen, die fleißig und brav waren und mit ihren Männern Geschäfte und Familie aufgebaut haben ... jeder der Männer starb unerwartet an Herzinfarkt ... und jede der Frauen rutschte unerwartet in die Pleite. Weil solange der Ehemann und Manager der Unternehmen noch da war, lief alles gut. Aber kaum war er weg ... da wurden die Frauen vom Fabrikvorstand betrogen, Gelder veschwanden bis die Firma bankrott war .... und jeder im Vorstand deckte den anderen tztztz... Bei der anderen krallte sich der Teilhaber einer Steuerkanzlei die Kunden des verstorbenen Teilhabers und mobbte die Witwe aus ihrem Geschäftsanteil und aus der Hälfte der Kanzlei. Bei ihr hat dann auch noch eines der Kinder den Erbteil eingefordert. Da kam alles zusammen. Bei der dritten war auch alles paletti und die Geschäfte gingen gut und sie hatte wie die anderen einen tollen fleißigen Mann, Häuser und Ferienhaus und Reisen ... Aber nach dem Tod blieb unterm Strich dann nur noch 80.000 Euro Schulden und 2 Kinder welche sie allein durch Schule und Studium ziehen musste.
Es ist doch abartig, wie manche hier die Fragestellerin verunglimpfen, weil sie mit gutem Grund mal hinterfragt, was ihr eigentlich mal bleiben wird. Warum soll sie schlechter dastehen als die anderen? Gehört sie zu diesem Mann und gehört sie zu diesem Clan? Oder ist sie eine Fremde und nur mal zufällig dort für einige Tage?
Eine Frechheit war der Schwedenvergleich! Ich glaube die Schweden wußten sich auch immer zu holen, wenn nötig ... ich stamme aus einem Haus von 1608!
 
  • #75
@Samtina wie bewertest du das?
wir wohnen in einem seiner weiteren Häuser). Strom/Gas/Wasser inklusive.
Nachdem ich meinen letzten Arbeitsplatz vor einigen Jahren durch Projektvertragende verloren habe, bin ich nicht mehr berufstätig gewesen-sicher auch deshalb, weil meine Einkünfte im Vergleich zu seinen so mickrig erschienen und mein Mann auch nicht mehr wirklich selber arbeiten muss.
Er hält mich aber ziemlich kurz; so habe ich nur ein knapp bemessenes Haushaltseinkauf- Budget zur Verfügung und er bezahlt auch Fixkosten wie Handyvertrag und Autoversicherung, aber ein Taschengeld ist nicht wirklich miteingerechnet.
Was ist denn knapp?
aber ein Taschengeld ist nicht wirklich miteingerechnet.
Ich habe schon mit 15 keines mehr bekommen, weil ich arbeiten musste!
täte es mir doch weh, jahrein jahraus weiterhin deren Wohlstand und Sorglosigkeit miterleben zu müssen und ich fühle mich irgendwie -im Vergleich zu denen-arm und abhängig und an den Rand gestellt.
Nur darum geht es! So mein Eindruck! Mehr info´s haben wir nicht.
bekam zur Antwort, er sei für meine soziale Sicherheit nicht zuständig und wieviel Geld ich denn NOCH von ihm wolle usw.
Im Grunde genommen hat er ja auch Recht. Nicht schön, aber für mich sieht es so aus, wie: So wie man in den Wald hineinruft.......
Was für mich persönlich viel wichtiger ist. Die ganze Verbindung scheint doch nicht zu passen. Nichts erkennbar freiwilliges.
und zugleich sehr große Summen an alle 3 Kinder ausjubelt (Haus und Auto und Lebensversicherung für jedes Kind).
Er verjubelt nicht. Er verwaltet. Er stellt sicher, dass sein Vermögen nicht durch geforderte Taschengelder schwindet. Meine LG nimmt mir soviel Arbeit ab. Auch sie hilft mir enorm dabei mein Vermögen zu verwalten. Sinnvoll. Sie hat nicht ein einziges der Problem der FS. Warum wohl?
m46
 
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  • #76
Also ich wundere mich doch sehr, dass es dem Forum bisher egal war, dass ...
a. Die Fragestellerin verheiratet ist und der Gatte zur Versorgung in jedem Fall verpflichtet (während der Ehe, nach der Ehe, auch in Zeiten von Arbeitslosigkeit oder mickrigem Einkommen, und auch falls er mal vor ihr versterben würde )
Falls der Gatte sich ein Reitpferd kauft, muss er diesem Wesen auch einen Stall bauen, täglich füttern, putzen und sorgen und Zubehör kaufen, in guten wie in schlechten Tagen. Keiner würde dem Gaul einen Vorwurf machen, weil dieser Geld kostet.
b. Der Gatte uns und das Land fleißig mit dieser 'Heirat' um zigtausend Steuern betrügt. Obwohl es anscheinend keine 'richtige Ehe' ist, wo jeder dem anderen die Hälfte gibt und jeder so richtig zum anderen steht, bis zum Umfallen.
c. Der Gatte bereits schon mal eine Ehe in den Sand gesetzt hat und es anscheinend (wieder?) nicht richtig auf die Reihe bringt eine faire Ehe zu führen, aber trotzdem viel Steuern spart.
d. Anstatt das subventionierte Gut dieser Ehe, anständig zu bewahren und miteinander fleißig zu wirtschaften und sorgen, wird - an der zweiten Ehefrau vorbei - massenhaft Vermögen bei den Kindern aus erster Ehe gebunkert, offensichtlich mit dem Ziel, wieder sehr viel Steuern zu sparen (z.B durch Investitionen oder zur Umgehung späterer Erbschaftssteuer).
e. Die Ehefrau welche dem Mann so indirekt ziemlich viel erspartes Steuergeld einbringt, wird aber vom Forum als Schmarotzerin hingestellt, weil sie von den vielen Häusern, welche ihr Mann da in der Familie verteilt, auch mal gern ein EIGENES auf ihren Namen hätte. (Ja warum tut er das eigentlich nicht? Es wäre doch machbar)
g. Das Forum beschimpft die zweite Ehefrau als habgierig, den offensichtlichen Steuerbetrüger aber lässt das Forum lobend und ungestraft gelten.
h. Die Ehe der beiden scheint nicht glücklich zu sein. Falls es zur Scheidung käme, wäre die zweite Frau eventuell ohne Job. Falls sie langfristig ohne Job wäre und der Unterhalt nicht freiwillig genug vorhanden, dann müsste diese eventuell sogar zum Sozialamt.
Das relativ große Familienvermögen wäre aber ziemlich in Sicherheit. Das Forum stört dies weniger, als es den Bund der Steuerzahler stören würde.
h. Wenn die Frau tatsächlich mal zum Sozialamt müsste, dann würde dieses aber das Geld wieder von deren Familie oder früherem Ehemann reinholen.
i. Ja warum in Gottesnamen solche Umwege? Das ist doch schon wieder teuer und aufwändig für unser Land, das alles zu berechnen und herbeizutreiben.
j. Es wäre doch viel einfacher, wenn der reiche alte Mann mal seine Beziehungen ordentlich lebt und die Frauen, wo er was von sich reingesteckt hat auch ALLE weiterhin respektvoll unterhält.
Das Gut der Ehe ist nämlich nicht nur als Wirtschaftsgut für solche die Geld haben gedacht, damit die Steuern sparen können und ansonsten mit ihrem Geld machen was nur einer in der Ehe will.
 
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  • #77
Bin ich froh, dass ich trotz 2 Ehen nie in diese Versorgungs- Aufrechnungs- und Anspruchssituationen gekommen bin.

Während meiner Ehen war alles gemeinsam, jeder leistete seinen Beitrag (finanziell, Haushalt, Kinder, Alltagsorganisation im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten), bei den Trennungen haben wir faire Ausgleiche gefunden (ich war übrigens die mit mehr Kapital, erwirtschaftet und durch glückliche Umstände und durch Vermehrung).
Keiner war je "abhängig" vom anderen, es gab wir.
Und nach den einvernehmlichen Trennungen auch nie (Ehegatten)Unterhaltszahlungen, - Ansprüche, selbst wenn sie evtl. hätte geltend machen können.

Bei manchen Kommentaren wundert mich vieles nicht mehr.

Erwachsen heißt für mich eigenständig und selbstverantwortlich, aber nicht, wie sichere ich mir das größte Sťück Kuchen und auf wen wälze ich meine Verantwortlichkeiten ab.
Das ist übrigens auch ein Teil der Emanzipation - beidseitig.
 
  • #78
Keiner war je "abhängig" vom anderen, es gab wir.
Und nach den einvernehmlichen Trennungen auch nie (Ehegatten)Unterhaltszahlungen, - Ansprüche, selbst wenn sie evtl. hätte geltend machen können.

Einvernehmliche Trennungen kann es eben auch nur geben, wenn beide auf eigenen Füßen stehen. in diesem Fall hier würde es keine geben.

Bei manchen Kommentaren wundert mich vieles nicht mehr.
Und natürlich bleibt dann bei beiden ein schaler Nachgeschmack, der auf den nächsten Partner übertragen wird.


Das ist übrigens auch ein Teil der Emanzipation - beidseitig.

Ja, aber wir Männer werden heute meist damit konfrontiert, dass Frauen eigenständiger als vor 50 Jahren sind, die meisten Frauen sind es auch. Schief gehen tut es dann, wenn ein emanzipierter Mann auf eine Frau trifft, die eben dann doch meint, die Ehe sei noch das Versorgungsmodell von vor 50 Jahren. Auch hier liest man ja öfter mal, dass Frauen einen "Anspruch" auf Versorgung haben (ohne Kinder). Da nimmt sich so manche die Vorteile der Emanzipation heraus, ohne die Nachteile zu akzeptieren. Die Beziehung auf Augenhöhe funktioniert so nicht. Die emanzipierte Frau lässt sich auf den antiquierten Mann meist nicht ein.

Die Politik ändert nicht ernsthaft etwas an diesem Zustand, denn der Staat sichert sich so vor Anspruch auf staatliche Leistungen ab.
Es wäre z. B. längst fällig, dass Rentenkonten getrennt und transparent jährlich aktualisiert werden und damit die Witwenrenten abgeschafft werden. Oder auch, dass Steuervorteile auf Kinder beschränkt werden und Unterhaltsansprüche ebenfalls nur bei Vorhandensein von Kindern bestehen. Das Eherecht folgt der Emanzipation viel zu wenig und das ist dann leider der Grund dafür, dass es bei Trennungen viel Ärger gibt.
 
  • #79
Falls der Gatte sich ein Reitpferd kauft, muss er diesem Wesen auch einen Stall bauen, täglich füttern, putzen und sorgen und Zubehör kaufen, in guten wie in schlechten Tagen. Keiner würde dem Gaul einen Vorwurf machen, weil dieser Geld kostet.
Dir ist aber schon klar, dass das Pferd nicht alleine arbeiten gehen und sein Lebensunterhalt selbst finanzieren kann? Sein Essen kann es sich auch nicht selbst machen und kann sich auch nicht dagegen wehren, dass es nach dem Willen des Besitzers benutzt wird, ob es ihm passt oder nicht. Und wenn es zickt dann wird es im schlimmsten Fall eingeschläfert.
Einen selbständigen Menschen mit einem hilflosen Tier zu vergleichen führt leider dazu, dass selbst der Teil der Aussage, mit dem du recht hast, nicht mehr ernst genommen wird. Fakt ist, wenn eine Ehe nur noch eine Geschäftsbeziehung ist und kein BEIDSEITIGES Geben und Nehmen dann hat sie (in meinen Augen) keinen Wert mehr. Dafür, dass die FS rein gar nichts tut hat sie ein sehr bequemes Leben. Ja, sicher, aus den Medien kennt man genug junge Frauen, die mit steinreichen alten Männern liefert sind, riesige Ankleidezimmer mit zig Marken-Taschen, Hunderten Paar Schuhen, teurem Schmuck usw. bezahlt bekommen. Das funktioniert, solange die 20 sind, aber 30 wird es schwieriger und ab 40 kräht kein Hahn mehr nach ihnen, die "Konstellation" ist dann längst vorbei und die haben ihren Ruf weg, um noch für eine echte Partnerschaft ernst genommen zu werden. Je eher die FS aufwacht und sich aus dieser unsäglichen Abhängigkeit befreit, umso besser. Und sollte der Mann diesen Zustand so gewollt haben dann ist seine Aussage, wie viel Geld sie NOCH will, unsäglich und wäre für mich der Grund zur sofortigen Trennung. Aber wie gesagt, nur unter der Voraussetzung, dass die FS auf seinen expliziten Wunsch hin seinerzeit keinen Job mehr gesucht hat.
 
  • #80
Und sollte der Mann diesen Zustand so gewollt haben dann ist seine Aussage, wie viel Geld sie NOCH will, unsäglich und wäre für mich der Grund zur sofortigen Trennung.

Welcher Mann heiratet eine berufstätige Frau im nicht mehr gebärfähigen Alter und erwartet, dass sie ihren Job aufgibt und zu Hause bleibt? Dann dürfte (und würde, wenn er dadurch die erwünschten Annehmlichkeiten hat!) er sich nicht beklagen. Ich finde das aber völlig lebensfremd. Kaum ein Mann wird eine solche Frau wollen.

Die Aussage des Mannes, wie viel Geld sie denn NOCH will, würde bei mir an ihrer Stelle alle Alarmglocken klingeln lassen. Sie drückt doch aus, dass er davon genervt ist, dass sie offenbar meint, dass er für die Bereitstellung eines angenehmen Lebens zuständig ist.
Aus männlicher Sicht stehen auch von seiner Seite eher Konsequenzen an als eine Erhöhung des Taschengeldes. Aus eigener Erfahrung würde ich hier dem Mann ganz klar raten, den Schaden schnellstens zu begrenzen.
Er wird merken, dass sie ihn (aus männlicher Sicht) "melken" möchte und daher das Geld lieber seinen Töchtern geben. Alleine schon, weil klar ist, was sie bei einer Trennung mitnehmen könnte und würde.

Diese sorgenlosen Luxussituationen für Frauen gibt es, ja. Aber nur, wenn die Frau deutlich jünger ist und attraktiv genug. Vielleicht hat die FS solche Beziehungen hinter sich, aber dann sollte sie langsam merken, dass diese Männer sie in der Regel austauschen, wenn so langsam die ersten Falten kommen. Und mit satt ü40 ist diese Zeit vorbei, es sei denn, der Mann ist über 70.
 
  • #81
Lionne, es geht aber genau darum, dass diese Frau etwas wert ist! Es wurde ihr suggeriert, sie wäre nichts wert, sie würde nichts beitragen, und sie würde ihm nur auf der Tasche liegen. Sie bringt ihm aber Kohle, allein durch die Tatsache, dass er verheiratet ist und Abzüge kassiert.
Desweiteren wurde ihr vorgeworfen, sie wollte sich 'ans Familienvermögen ranmachen' ... Allerdings ist der Sachverhalt so, dass sie seit einigen Jahren mit o.g. Mann verheiratet ist und in diesen Jahren über eine Million Euro (eventuell auch mehrere Millionen Euro) an ihr vorbei an seine erwachsenen Kinder transferiert worden sind. Die Kinder hatten ihre Ausbildung längst abgeschlossen, es waren zusätzliche und sehr großeTransaktionen. Nicht Sie hat ihm das 'Familienvermögen' untergraben, sondern er ihr, denn es waren die Jahre wo er SIE als Ehegattensplit vorweisen konnte. Und falls es steuerliche Unkorrektheiten waren, bei den Häusern, Versicherungen und Autos für die 'Kinder' ... dann hätte er sie auch noch reingezogen. Wenn er wohlhabend und vorsorglicher Patriarch war, hätte er seine Kinder ja auch vor der neuen Eheschließung abfinden könnnen und mit der zweiten Frau richtige Vereinbarungen treffen können, wie die Ehe gestaltet werden soll. Aber es schaut eher so aus, als würde er mit Kalkül Vermögen 'großzügig' verschieben wie es ihm passt ... und mit Absicht ihr kein Haus geben, sondern noch schnippisch werden. Das würden sich keine frei und keine Vikky und keine Lionne gefallen lassen ... weil es ist eine sadistische Frechheit.
Diese Kinder haben ja bereits die Ausbildung ... und sicherlich noch viel mehr bekommen. Die haben sich vermutlich noch nie ihr eigenes Auto zusammengeschraubt, ihr Mofa geflickt oder ihre Wohnungen selber renoviert. Wieviele Autos will er denn noch verteilen? Es war nicht gut, dass das Forum der Fragestellerin die Tankgutscheine vorgeworfen hat und ihr Wertlosigkeit suggerieren wollte. Der alte Gauner weiß schon wie er es machen muss ...
So ein Schlitzohr.
 
  • #82
Ich finde den letzten Thread der FS sehr gut und reflektiert.
Denn im ersten Thread ging es nicht nur um den Inhalt, sondern den " Ton " der beschriebenen wurde.

Wenn meine Mutter heute mit meinem Adoptivvater sehr glücklich ist, so war sie vorher unglücklich und abhängig.
Für mich prägend, dass ich dieses Gefühl nicht haben wollte.
Heißt aber nicht, dass ich in irgendeiner Form Frauen verachte die zb die anstrengende Arbeit einer Mutter leisten. Oder dass ich glaube, dass man in Liebe nicht teilt was man hat.
Obwohl unabhängig hatte ich lange einen Partner, der Angst davor hatte jemals irgendetwas für mich zu bezahlen, weil mein Gehalt einfach niedriger war.
Aus diesem " Kleinmachgefühl" musste ich erstmal wieder raus.

Somit glaube ich auch, dass es der FS für sich selbst gut tut wieder zu arbeiten.
Es fühlt sich einfach gut an eine Leistung zumindest durch ein Gehalt anerkannt zu sehen.
Man stellt sich innerlich dadurch schon alleine anders auf.
Schön wäre, wenn dadurch die Kommunikation der Beiden wieder gleichberechtigt wäre. Weil sozusagen der Wunde Punkt wegfällt.
Mehr Selbstwertgefühl ist da oft der "Schlüssel".

Danach bin ich völlig bei @neverever...
Man bemisst seine Partnerschaft nicht an der Summe auf dem Lohnstreifen.
Mehr Gehalt heißt nicht "besser " sein...
Wer liebt teilt dann! Das tut der mit weniger Gehalt schließlich auch.

Somit kann man sich über die Rechte auseinander setzen...dem guten Gefühl in einer Ehe hilft es aber nichts.
 
  • #83
Welcher Mann heiratet eine berufstätige Frau im nicht mehr gebärfähigen Alter und erwartet, dass sie ihren Job aufgibt und zu Hause bleibt? Dann dürfte (und würde, wenn er dadurch die erwünschten Annehmlichkeiten hat!) er sich nicht beklagen. Ich finde das aber völlig lebensfremd. Kaum ein Mann wird eine solche Frau wollen.
Was "kaum" Mann will oder nicht will können wir hier alle nicht wissen, deshalb meine Einschränkung, um der FS nicht Unrecht zu tun. Allerdings äußert sie sich genau zu diesem Punkt nicht. Sollte sie selbst den arbeitslosen Zustand gewünscht haben, dann ist ihr Ehemann ohne Wenn und Aber im Recht.
Was @neverever schreibt sehe ich auch so, aber nur wenn sich das Geben und Nehmen Waage hält (damit meine ich nicht ausschließlich finanzielle Aspekte). Denn ansonsten hat der Ehemann der FS absolut recht, zu fragen, was sie denn noch alles will. Was sie in die Beziehung "gibt" kam noch nicht so ganz durch. Jedenfalls scheint ihr Mann nicht das Gefühl zu haben, dass auch er etwas bekommt. Wir können alle aber eh nur mutmaßen.
 
  • #84
@ Samtina,
Ist das alles nicht ziemlich überzogen?

Man bezieht sich seinen Wert nicht über Geld, was man verdient oder nicht, oder über Steuervorteile, den man einem anderen einbringt.
Und zu sagen, Du sparst jetzt x€ an Steuern, deswegen steht mir ein Anteil an Deinem von Dir erarbeiteten Vermögen zu, ist doch völlig lebensfremd.

Liebe Samtina, ich schätze Deine Beiträge, auch und gerade weil sie manchmal meiner Denke etwas ferner sind, aber - um Steuern zu sparen, muss man ein relevantes Einkommen haben und das erwirtschaftet hier nun mal der Mann.
Du wirfst hier munter mit Beträgen herum, die realitätsfremd sind, das Ehegattensplitting ergibt in der Summe vielleicht einen 5stelligen Betrag, vielleicht mal die Kirche im Dorf lassen
Dass er mit seinem über Jahre hinweg erarbeiteten Geld wen auch immer finanziert, auch das seine Entscheidung. Er verschiebt es nicht, er gibt schlicht und einfach seinen Kindern, was er von seinem Geld geben möchte.
Er finanziert einen gehobenen Lebensstandard, sein Beitrag, und was ist der Beitrag der FS?
Wo ist das Wir?
Es geht nicht um das, was während der Ehe entstand, sondern schon vorher.
Warum sollte er der neuen Partnerin ein Haus finanzieren, sie leben doch in einem und nicht schlecht.
Die Absicherung erfolgt gesetzlich, woher ein Mehr- Anspruch?

Nein, ich würde mir von keinem Mann diesen Ton gefallen lassen, aber ich hatte und habe noch nie diese Versorgermentalität gehabt, ich käme nicht mal auf den Gedanken, dass mir ein Partner ein Haus oder etwas größeres finanzieren sollte, nur weil er das für seine Kinder tut oder andere.
Der Umgangston von ihm ist unmöglich, sein Verhalten für mich inakzeptabel, aber die Erwartungshaltung, die vermittelt wird, ebenso.

WIR - heißt Respekt und ein achtsamer Umgang, eine ebensolche Kommunikation.
WIR heißt, jeder leistet entsprechend seinen Möglichkeiten seinen Beitrag ganz selbstverständlich, ohne diese Aufrechnerei, oder Ansprüche. Und dies gilt dann nicht nur finanziell, sondern umfassend. Ein Geben und Nehmen.

Um zu präzisieren, nachdem es so im Raum stand, ich gebe gerne, bin keine Erbsenzählerin, aber ein dauerndes Nehmen würde ich nicht akzeptieren, weder aus der Sicht der Nehmenden (das ließe mein Selbstwert nicht zu) noch der Gebenden.
 
  • #85
Also, eine Frau mit einer Stuten bzw. einem Pferd zu vergleichen, ist in manchen Milieus üblich, hat aber nichts mit dem normalen Leben zu tun. Fast ist es frech, die FS damit zu vergleichen.
Außerdem hat die FS einen warmen trockenen Stall, Heu und Hafer und genügend Austritt mit ihrem Auto und Handy.

Dein familiärer und gesellschaftlicher "Rang" ist "die Frau an seiner Seite". Wenn Du eine eigene Persönlichkeit zeigst, kannst Du mehr sein als "die Frau an seiner Seite". Wenn Du in der Position bleibst, bist Du eben die "Frau von". Ganz einfach.
Wenn Du aus eigenem Vermögen privatisieren kannst, ist das gut. Ansonsten wird natürlich getuschelt, vielleicht nicht in der Familie aber in der weiteren Verwandtschaft, Nachbarschaft und Bekanntenkreis, dass Du Dich ins warme Nest gesetzt hast und dann sofort aufgehört hast zu arbeiten.

Wir sagen: Das Vermögen zu erhalten ist genauso schwer, wie das Vermögen zu verdienen.
Also sich jetzt hinzustellen und zu sagen, der Mann soll doch einfach abgeben, zeigt nur, dass der Schreiber oder die Schreiberin nichts hat, das er oder sie erhalten muss.
Hier haben ja einige ganz unrealistische Vorstellungen davon, was es bedeutet, den Kindern ein Haus zu finanzieren und Eigentum zu haben. Die können sich sicher sein, dass die Steuereinsparungen durch das Ehegattensplitting nicht so hoch sind, dass von den Einsparungen die monatlich fixen Lebenshaltungskosten für die FS getragen werden können.
 
  • #86
Jetzt multiplizieren wir nur mal diesen 'lächerlichen fünstelligen Betrag' x Ehejahre ...und schon haben wir bereits das erste hübsche kleine Häuschen für die Ehefrau finanziert. (Notfalls auch steht es halt, in Sachsen oder in Thüringen ... aber sie hätte eins). Es hat ihn ja auch quasi nichts gekostet ... der Staat hat es ihm geschenkt, als Ehegattensplit ... und Lionne findet den lächerlichen fünfstelligen Betrag auch nicht gar erwähnenswert ...!

Jetzt mal im ernst Leute ... ihr habt bisher argumentiert, als würde sie in Saus&Braus leben ... aber ich glaube kaum, dass einer teure Handtäschchen verschenkt, wenn er bereits beim Haushaltsbudget knausert und seit Jahren seine Frau hinhält, wenn sie mit ihm die finanziellen Angelegenheiten besprechen will.
Das sind doch nur Ausweichverhalten und Augenverdrehen und blöde Sprüche, wenn er jammert 'ja wiiiieviel Geld brauchst du du den noch, mein Schatz ...' während er zugleich die allerdicksten Fische an die Kinder rüberschiebt (Millionen) ...
Diese Frau hat völlig recht, mal Klarheit zu fordern, denn er so mit Kalkül Werte verschiebt ... könnte er auch mal kalkuliert Pleite machen ...
 
  • #87
Liebe FS,
Dein Mann sorgt gut für seine Kinder und Du bist eifersüchtig, .....

Liebe Vichy, wie lieblos klingt das was Du schreibst gegen das, was Dein Vorredner neverever schreibt - bei ihm wird es mir richtig warm ums Herz - bei Deinem Text gefriert alles zu Eis in mir. Es geht doch um ein gemeinsames Leben und nicht darum aufzurechnen, was der Eine macht/zahlt und was der Andere macht/zahlt - das ist Business...aber keine Beziehung. Vielleicht hat die FS nicht gearbeitet, weil sie für ihn da war (Nöte anhören, Haushalt, Kochen, Umsorgen...), vielleicht hat sie keinen neuen Job gefunden, weil er ihre ganze Energie für sich beansprucht hat in seiner emotionalen Bedürftigkeit!? Vielleicht hat sie schon als Kind gelernt, dass Ihre Sicherheit ihre Wünsche nicht wichtig sind, dass nur die Anderen zählen und sie ganz zum Schluß kommt, eine Tugend die Frauen heute noch lernen. ...und er? Wo ist sein Geld denn her? Hat er es selbst verdient, oder geerbt, oder im Lotto gewonnen? Und wenn er es selbst verdient hat, wer hat sein Studium bezahlt? Seine Ausbildung? Wer hat ihm das Geld für die eigene Firma geliehen? ......Ich bevorzuge jedenfalls die Haltung von neverever ich finde sie weise und reif. Und ich selbst teile auch gerne was ich habe in einer Partnerschaft...und auch mit Freunden - und wenn ich von einem weniger zurückbekomme, weil er gerade nicht so viel hat, dann schenkt es mir das Leben an anderer Stelle wieder...:)))
 
  • #88
aber ich glaube kaum, dass einer teure Handtäschchen verschenkt, wenn er bereits beim Haushaltsbudget knausert und seit Jahren seine Frau hinhält, wenn sie mit ihm die finanziellen Angelegenheiten besprechen will.
Warum sollte er auch teure Handtäschen verschenken. Was er seinen Kindern von seinem Geld schenkt, geht niemanden etwas an.
Auch die zweite Ehefrau nicht. Warum hat sie denn nicht vor der Ehe solche Dinge besprochen? Vermutlich wußte sie ja , dass er vermögend ist. Auch das er Kinder hat, wußte sie. Hat sie finanzielle Angelegenheiten und Erwartungen angesprochen? Hat sie besprochen, welche Rolle sie in dieser Beziehung übernehmen möchte?
Es gibt für ihn nichts mit ihr zu besprechen, jedenfalls nicht, wenn sie unabgesprochen den Job hat auslaufen lassen nach Projektende.
Er hat eine berufstätige Frau geheiratet. Hat sie mit ihm ausführlich besprochen, dass sie nicht mehr berufstätig sein möchte? Weiß man nicht. Sagt sie hier auch nicht.
Mir kommt die Diskussion schon sehr abstrakt vor mittlerweile. Der normale Menschenverstand sagt einem doch , dass sie völlig im Recht ist, wenn er ihr vor der Ehe Versprechungen gemacht hätte, ihr ein sorgloses Leben mit Altersabsicherung und auch ein Haus versprochen hätte und sie aufgefordert hätte, nach Projektende den Job nicht mehr weiter zu verfolgen. Er hätte ihr versprochen, sie immer genauso wie seine Kinder zu behandeln, da er sie genauso liebt.
Hat er das nicht, so sagt mir mein normaler Menschenverstand doch, dass die FS sich auf etwas verlassen hat, was so nicht abgesprochen war. Also, ich bin ja immer dafür, die Verantwortung bei beiden Parteien zu sehen. Ich komme nicht darum herum, der FS eine Mitverantwortung "zuzuschieben".
Sie hat sich verkalkuliert. Arm ist sie deshalb ja noch nicht, das beruhigt mich ein wenig.
Peinliche Diskussion hier irgendwie.
W
 
  • #89
Liebe @Laleila,
in der Fragestellung steht klipp und klar: ER bezahlt alles, ...... und sie ist unzufrieden. Anstatt sich Gedanken zu machen, wie sie selbst etwas auf die Reihe bekommt, betätigt sie sich als Erbschleicherin. Der Mann ist zu bedauern.
Lieber Tom26 - Du bist scheinst schon ein gebranntes Kind zu sein, so wie Du schimpfst. Du weist doch gar nicht, ob nicht er wollte, dass sie aufhört zu arbeiten, damit sie für ihn da sein kann, damit er emotional unterstützt wird....siehe meinen Kommentar von vorhin. Vielleicht ist es so wie Du sagst, aber dann müsstest Du ihn fragen, wofür er sie all die Jahre bezahlt hat, wenn er so offensichtlich nichts von ihr hat. Denn so wie Du schreibst geht es in einer Beziehung ja darum, was vom anderen zu bekommen...oder???
 
  • #90
Das Gefühl des Mangels, könnte aber auch aus einer anderen Quelle stammen ... in systemischen Aufstellungen ist der Platz der zweiten Frau (bzw. aller nachfolgenden Ehefrauen) kein guter Platz......minderen Partner (in diesem Fall er, trotz seines Geldes) mit Wertschätzung deiner Liebesgaben ehrlich ausgeglichen. An der gegenseitigen An-erkennung kommt kein echtes Paar vorbei!

Das lese ich hier oft und es stimmt so nicht ganz: Ja, die, die länger im System sind haben die älteren Rechte, das gilt für Familien, wie für Firmen - aber auch für diese Welt ansich. Und was häufig vergessen wird, ist, dass die Stiefmutter und -väter meistens die Älteren sind, und damit den Respekt der jüngeren verdienen im nächstgrößere System. Kommt ein 60-jähriger Kollege neu in eine Firma, tut der 35jährige gut daran ihn mit Respekt zu behandeln, auch wenn er selbst schon 15 Jahre für das Unternemen arbeitet, der ältere Kollege respektiert ihn idealerweise für die längere Zugehörigkeit zu der entsprechenden Firma, dann geht es - zumindest aus systemischer Sicht - gut bei der Zusammenarbeit. In manchen Familien wierd so getan, als wäre das Alter unerheblich, der Stiefvater, die Stiefmutter sind aber in der Regel die Älteren - in solchen Familien haben aber meist die Kinder grundsätzlich die falsche Position, sie dienen als Partnerersatz - und damit ist die Stelle des Partners/der Partnerin schon besetzt allerdings von jemandem, der da nicht hingehört und dem es auch nicht gut tut da zu sein - oder umgekehrt: Der neue Partner, die neue Partnerin sucht eigentlich unbewusst einen Vater, eine Mutter, dann versucht er/sie den Platz eines Kindes einzunehmen und auch das wird natürlich nicht gut gehen - und nur in diesen Fällen gibt es Probleme. Ist der Platz im Herzen für den Partner frei, der auch ein Partner sein will und kein Kind, dann ist er an erster Stelle als der Partner mit dem ich jetzt zusammen bin - die Kinder haben Ihre jeweils eigenen Plätze im Herzen der Eltern - und zwar die der Kinder.
 
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