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  • #1

Wie höre ich mit dem ständigen Vergleichen auf?

Ich bin mittlerweile wirklich ratlos- vielleicht kann mir das Forum ein wenig helfen.
Ich bin w, 35 und single. Ich hatte eine 10 Jahre dauernde Beziehung, er hat mich vor 4 Jahren verlassen, das ist auch gut verarbeitet. Seitdem bin ich allein, ich lerne zwar immer wieder Männer kennen, aber keiner kann mithalten. Und hier kommt das Problem: mit 2 sehr engen männlichen Freunden! Ich kenne beide seit vielen Jahren, wir sind nicht ineinander verliebt und es ist nie etwas gelaufen (der Wunsch dazu besteht auch hat nicht). ABER: diese beiden Männer legen die ymesslatte so hoch, dass kein potentieller Kandidat mithalten kann! Sie sind beide intelligen, witzig, genidlet, attraktiv, humorvoll und und und - und sie behandeln mich natürlich (weil ich ja keine Partnerin bin, sondern langjährige Freundin) wie eine Prinzessin. Sie sind immer höflich und zuvorkommend usw. - den Alltag und Beziehungsproblemchen mit ihnen kenne ich natürlich nicht.
Jeder Mann, den ich kennen lerne, wird mit ihnen verglichen: und die kommen immer schlechter weg! In den letzten Jahren hat m ich keiner überzeugt. Wie komme ich von diesem Problem los? Wie höre ich auf zu vergleichen? Wie kann ein anderer Mann gegen diese beiden Traummänner eine Chance haben? Sie sind ja leider keine Märchenprinzen oder Popstars, sondern
Realität! Auch wenn ich mich nie in einen von beiden verliebt habe, so weiß ich doch, dass es solche Männer GIBT! Und all ihre positiven Qualitäten sind unestritten da, da man sich seit Jahrzehnten kennt.
Das Problem sind nicht die Freundschaften- die sind lang gewachsen und sehr schön, also der
Atschlag, diese Männer aus meinem Leben zu verbannen oder eine abeziehung mit einem der beiden zu beginnen, ist sinnlos.
Ich weiß nicht, wie ich aus diesem Vergleichmodus rauskommen soll?
 
  • #2
Es gibt ein interessantes psychologisches Phänomen: Je mehr man ich mit etwas beschäftigt, desto mehr mag man es. Und ja das ist hier kausal gemeint. Wenn du dich mit etwas, einem Hobby, einem menschen immer mehr befasst. wirst du immer tiefere Details, Nuancen etc finden die das oder denjenigen spannend und liebenswürdig machen. (Briefmarkensammler sind dafür immer das schönste Beispiel.) Bei Menschen ist es noch etwas stärker,weil sie sich aufeinander einschwingen, wie die Saiten eines Instrumentes (wenn man es regelmäßig stimmt).
Das ist zunächst einmal der Grund warum dir deine Freunde so unglaublich vertraut wirken: weil sie es über viele Jahre, durch viele Krisen und Gespräche geworden sind.

Wenn du jetzt einen neuen Menschen in deinem Leben mit diesen langen Freundschaften vergleichst ist es wie du selbst erlebst schwierig. dennoch hilft obiges psychologische Phänomen dir auch in diesem Punkt weiter: Beschäftige dich mit dem Menschen. Finde die Details, die ihn für dich spannend machen (und fast jeder Mensch hat das). Versuch nicht zu fragen ob eine Antwort intelligenter oder witziger ist, als es von deinen Freunden wäre, sondern finde heraus was SEINE Antwort, SEIN Witz ist. Und je mehr du auf der Suche nach diesem Besonderen im anderen Menschen bist, desto besonderer wird er für dich werden.
Oder anders gesagt, wenn bei einer Aussage von ihm dir durch den Kopf schießt, dass deine Freunde etwas witzigeres oder was auch immer dazu gesagt hätten. Denk einfach dran, was dein "neuer Freund" dir sagt ist offensichtlich etwas anderes (sonst könnte das deiner alten Freunde ja nicht witziger... sein). Weil es etwas anderes ist, ist es / kann es eine Bereicherung in deinem Leben (sein). Wirklich langweilig wäre es doch nur wenn er immer genau das gleiche sagen würde wie deine alten Freunde.
 
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  • #3
Indem Du erkennst, dass Du es tust - und bei jedem Mal, an dem Du Dich wieder dabei ertappst, sofort aufhörst.
Der Erfolg wird sich einstellen, allerdings mußt Du beharrlich sein!

Ansonsten, sei neugierig auf den ganzen Menschen, auf das, was an ihm anders ist. Wenn man bereit ist, nicht nur an Vertrautem festzuhalten, kann das auf eine Weise bereichern, die Du Dir jetzt vielleicht gar nicht vorstellen kannst.
 
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  • #4
Eben - den Alltag und die Beziehungsproblemchen kennst du nicht. Daher liegt deine Messlatte auch falsch. Natürlich will man nicht einen Partner, der schon offensichtliche Nachteile mit sich bringt, natürlich will man auch im Alltag Wertschätzung (Prinzessin?) erfahren, aber "im echten Leben" gehören halt auch schonmal die normalen und auch manchmal unangenehmen Dinge dazu. Wer den Anspruch darauf erhebt, dass alles jederzeit 100%ig sein muss, weicht im Grunde nur der Realität aus.
 
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  • #5
Ich kann Dir genau sagen woran das liegt, an Deiner eigenen Ausstrahlung zu den Männern, in die Du eben nicht verliebt bist. Du bist nett, aber auch irgendwie cool, The Rules kommen da etwas durch, aber positiv gemeint, Du verbiegst Dich nicht, willst es keinem recht machen und ziehst Dein Ding durch, weil es eben eine Freundschaft ist.

Genauso würdest Du aber wahrscheinlich nicht handeln, wenn Gefühle im Spiel sind und.....
....der Schuß geht nach hinten los und Du fragst Dich, wieso verhält dieser Mann sich jetzt anders, eben darum, weil Du Dich als "verliebte" Göre anders verhälts.

Eigentlich ganz logisch.
Man agiert, der Gegenpol reagiert - so what.
Die Reaktion eines anderen ist die Konsequenz Deiner Agitation. Wow was ein Kauderwelsch,
aber so in etwa.

Also bei der nächsten Verliebtheit, ruhig kokettieren, witzig sein, aber etwas Distanz und Abstand, alles andere wird sich ergeben, wirst sehen.

Viel Glück.
 
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  • #6
Klingt vielleicht doof, aber du solltest diese beiden Männer - also deine Kumpels nicht so auf ein hohes Podest heben, denn das wäre sehr eingeschränkt!

Als Beispiel: Ich hatte auch mal einen besten Freund, der alles für mich getan hat und hätte (klar, er war auch tierisch in mich verguckt). Er war in meiner Gegenwart immer der perfekte Gentlemen und hat sich wirklich Mühe gegeben. Aber manchmal schien sein wahrer Kern durch - alle anderen Frauen hat er insgeheim oft ziemlich herablassend behandelt und oft hinter deren Rücken abgelästert und ziemlich makabere Frauenscherze gemacht. Du solltest dich also nicht geistig so einschränken und meinen, es gäbe sonst keine anderen Männer, denn die gibt es sicher.
 
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  • #7
Oh mein Gott, wieder so ne' Prinzessin!
Erstens deine wunderbaren Freunde haben KEIN Interesse an Dir als Partnerin, sonst wärst du schon längst mit einem von Ihnen zusammen. Welcher Mann will schon eine Prinzessin haben? Die Vergleiche, die du immer machst, sind fehl am Platz. Die Männer, die du kennen lernst, werden in ihrem Leben auch Frauen kennen gelernt haben, die attraktiver waren als Du. Und?
Du bildest Dir ein, dass aufgrund der Tatsache, dass du tolle Männer als Freunde hast, du auch einen tollen Freund verdienst. Nimm einfach Abstand von deinen tollen männlichen Freunden und die Realität wird Dich dann schnell einholen.
 
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  • #8
Hallo FS,

ich habe dasselbe Problem wie du, nur dass es bei mir eben nur ein sehr enger Freund ist. Ich war vor Jahren mal in ihn verliebt, aber er nicht in mich. Es ist nie sexuell etwas zwischen uns gelaufen, weil er meine Verliebtheit nicht ausnutzen wollte. Dieser Mann ist seit fast 10 Jahren ein treuer Weggefaehrte in meinem Leben.

Leider machen die Maenner, die mich angeblich toll finden, bei weitem nicht so viel wie dieser Mann fuer mich. Sie melden sich viel seltener, reden meistens ueber sich, waehrend er sich sehr fuer mein Leben interessiert und immer fuer mich da ist. Er laedt mich ebenso gerne ein wie ich ihn, waehrend meine Verehrer mich meistens den Kaffee oder die Cola selbst bezahlen lassen. Er bringt mich gerne nach Hause oder wartet mit mir auf die Bahn, damit ich sicher heimkomme. Die anderen Typen lassen mich lieber nachts stundenlang alleine warten, weil sie muede sind. Er investiert mit Freude Zeit und Geld in unsere Treffen, waehrend die Maenner, die mich ach so interessant finden, ihren Kumpels und Hobbys viel mehr Zeit schenken als mir. Natuerlich ist er auch kompromissbereit und achtet drauf, dass es mir genauso gut geht wie ihm, im Gegensatz zu diesen Kerlen, die nur auf ihr eigenes Wohlergehen bedacht sind.

Irgendwie scheine ich nur Egoisten anzuziehen, die gerne nehmen, aber schnell eingeschnappt sind, wenn ich auch mal die andere Seite erleben moechte. Dann vergleiche ich sie automatisch mit meinem guten Freund, der die Augenhoehe ebenso lebt wie ich.
 
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  • #9
Indem Du dir klar machst wie unfair und unlogisch solche Vergleiche sind..

Am Besten ein Busch darüber lesen.

Du solltest Dir auch klar machen das jeder Mensch seine Schuhe für den Weg den er gegangen ist an hatte. .Und diese Erziehungen und Wege waren sehr unterschiedlich.

M47
 
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