• #1

Wie hoch ist denn hier der Anteil der eher konservativ eingestellten Menschen

Angesichts der (aus meiner Sicht völlig unverständlichen) Debatte über Tätowierungen und Piercings würde mich mal interessieren, wie viele der hier Anwesenden sich denn eher als (nicht zwangsläufig im politischen Sinn) konservativ einordnen würden. Und wer sich nicht für konservativ hält, der möge sich bitte selbst einordnen.
 
  • #2
Ich würde mich als tendenziell eher konservativ in Stilfragen, Religion und Familienpolitik einordnen. In bürger- und ausländerrechtlichen sowie wirtschaftspolitischen Fragen bin ich allerdings eher liberal bis linksliberal.
 
P

Persona grata

  • #3
Wenn man das Wort konservativ seiner richtigen Bedeutung nach sieht = auf alte Werte besinnend, bewahrend, erhaltend, ja, dann würde ich für mich durchaus in Anspruch nehmen, konservativ zu sein. Leider wird das Wort sehr viel häufiger -wenn auch der Bedeutung nach, falsch- angewand im Sinne von altmodisch, rückständig. Nein, genau das bin ich -trotz meines forgeschrittenen Alters, nicht! Aber, wer lieber Philipp, würde das auch schon gerne von sich behaupten?!? Schon alleine die Tatsache, dass wir uns alle -auch die älteren Semester- hier tummeln, zeigt doch schon, dass wir eher fortschrittlich sind und denken, sonst hätten wir doch eher eine gute, alte Annonce in der Tageszeitung aufgegeben....!
 
  • #4
Ich glaube, dass Menschen da viele Facetten in sich vereinen können und man keine Person einfach so pauschal einer solchen Kategorie zuordnen kann.

Technisch-wissenschaftlich-medizinisch bin ich progressiv. Religiös veranlagt bin ich gar nicht. Politisch ordne ich mich als liberal ein. Gesellschaftlich nenne ich mich bürgerlich bis konservativ.
 
  • #5
@ #2: "Gesellschaftlich" ist aber auch ein weiter Begriff. Er umfasst m.E. auch wieder viele unterschiedliche Komponenten, in denen ein- und dieselbe Person in mehrere Richtungen tendieren kann (siehe bspw. ich bzgl. Familien- und Bürgerrechtsfragen).

Dass Du nicht religiös bist, hatte ich mir übrigens schon fast gedacht :)
 
G

Gast

  • #6
Ich bin eher konservativ eingestellt, obwohl doch recht jung.
Viel Interessanter/genauer schein mir die Frage zu sein: wie alt sind die Forumschreiber und in welchem Alter sind sie wie eingestellt.
 
  • #7
@ #5: Da gebe ich Dir absolut recht. Wäre oftmals ganz gut, wenn man eine Altersangabe mitschicken würde. Ich bin übrigens 33.
 
G

Gast

  • #8
Ich bin 39/w und von meiner Einstellung heute sehr viel "moderner" als früher. Mit 20 war ich super konservativ in allen Bereichen - natürlich das meiste von der Erziehung her ankonditioniert - heute, nach zwei Scheidungen (nur zur Info - ich bin katholisch) sehe ich viele Dinge lockerer, diplomatischer und toleranter. Es hat also wie #5 sagt, sicherlich auch viel mit dem Alter und auch mit den eigenen Erfahrungen. Auch spielt mit, ob man im gleichen gesellschaftlichen Umfeld bleibt (oder leben muß) oder ob man die Möglichkeit hat, bzw. noch besser auch nutzt, über den Tellerrand hinaus zu schauen, und andere Meinungen, Lebensweisheiten und Erfahrungen kennen zu lernen.
 
G

Gast

  • #9
Ich 5 = 30 Jahre und männlich
 
G

Gast

  • #10
Flower
Female 39 (jetzt 37 :))). Keine Religion seit 3. Generation, geschieden, meine Eltern haben sich bein einem Rock-n-Roll Wettbewerb (so was gab es auch in Moskau) in 60-ge Jahren kennengelernt. Habe sehr gute Beziehungen mit dem Boyfriend meiner Mutter (Er 54, Sie 63) und mit der Frau meines Vaters (Er 65, Sie 28). Eine von meiner besten Freundinnen ist lesbisch, lebt in NY and mit einer Frau verheiratet. In meinem Freunden-Kreis gibt es nur ein traditionelles Paar: seit 20 Jahren zusammen, 2 Kinder, Mann verdient mehr als die Frau. Vor 5 Jahren hatte ich mit dem Mann dieser Freundin eine kleine Affair. Ich war vor ein Paar Monate geschieden und wusste nicht mehr was ich machte... Die Freundin wusste bescheid aber mich verzeihte. Ich habe sie zu einem teuerem Restaurant eingeladen und versprochen keinen Spass mit Ihrem Mann mehr zu haben. Wir sind alle drei bis jetzt sehr gute Freunden geblieben.

So eher liberal.... nicht war?
 
  • #11
@ #9: Zur Klarstellung: Ein derartiges "Sodom und Gomorrha" verstehe ich unter #1 nicht als liberal.
 
P

Persona grata

  • #12
@10. Recht hast Du! Bin übrigens w/ 59 und ich denke, in Deutschland haben wir für d i e s e Art von Frauen auch einen Begriff, den ich hier nicht nennen möchte. Selten war der Satz passender: Wer solche Freundinnen hat, braucht keine Feinde!
 
M

Marianne

  • #13
Ich bin erzkonservativ. Lege großen Wert auf Traditionen und Werte, auch in der Erziehung meiner Kinder. Bin katholisch und stolz drauf, heute leider sehr selten. Politisch bin ich mitte rechts einzuordnen. Habe selbst mal im Ausland gelebt und weiß daher, wie man sich als Gast zu benehmen hat und erwarte das auch von Gästen bei uns. Wenn jemand hier bleiben möchte, freut man sich, doch dann ist Anpassung in jeglicher Hinsicht gefragt.
 
  • #14
@ Flower

Gib mir Bescheid wo Du wohnst - entweder ziehe ich von dort schleunigst weg oder gar nicht erst hin, denn ich finde es wirklich schrecklich, mit dem Mann einer Bekannten/Freundin/einer anderen intim zu werden - zumal Du wußtest, daß er gebunden ist.

Und wer es damit bis jetzt nicht gemerkt haben sollte - in solchen Dingen bin ich stock-konservativ.

Mary - the real
 
G

Gast

  • #15
@philipp
ich bin 40, in vielen Fragen erzkonservativ in manchen liberal, aber niemals gleichgültig (Liberalität und Gleichgültigkeit wird vor allem von wenig Gebildeten oder Fehlgeleiteten häufig verwechselt!), evangelisch, preußisch, mittelblond, Mann, eher dominant, kein neo-sensibler Latzhosentyp....
Gruß Jens
 
G

Gast

  • #16
Konservativ in Hinsicht Treue, Verbindlichkeit.
Politisch links, sonst weltoffen und neugierig..
.. in Sachen Sex freizügig (aber nur in fester Beziehung)..
religiös nur auf dem Papier
( w 29) und schreib hier öfters..
 
G

Gast

  • #17
Flower
ok, dann bin ich warscheinlich am weitesten Teil des Spektrums: Sodom und Gomorrha. :))))
 
  • #18
also was familien und beziehungswerte angeht, bin ich wahrscheinlich erzkonservativ *lol*
auf alle anderen bereiche, trifft das überhauptnicht zu.
 
R

Renew

  • #19
Liberal in jeder Hinsicht. Wobei ich natürlich meinen Vorrednern zustimme, dass ein Mensch für sich in den verschiedensten Debatten die eigenartigsten Facetten offenbaren kann.
Ist es nicht das was Leben so toll macht? Seine eigenen Entscheidungen treffen zu können? Egal wie diese nun ausschauen mögen... Ich finds klasse. ;-)
 
G

Gast

  • #20
ich glaube auch, dass es hier eher konservativ zugeht.
ich nehme mich davon mal aus!

mir fiel das auch schon bei bestimmten themen auf, wie piercíng, schamhaarrasuren etc. ich war ganz erstaunt, das die konservativen meinungen so häufig vertreten waren.
 
P

Persona grata

  • #21
@19. Zwischen Deinen Zeilen lese ich, dass Du das Wort "konservativ" auch in der Bedeutung falsch anwendest, nämlich -sinnentstellt als "rückständig, altmodisch", richtig? Es bedeutet aber etwas ganz anderes..... s. #12.
 
  • #22
@19
Ich finde nicht, dass dieser Schluss zwingend ist. Man kann doch auch im Hinblick auf Aussehen, Kleidungsstil und sonstige Stilfragen konservativ sein.

@all
Es ist sicher richtig, was Frederika sagt. Mir ging es allerdings auch nur um eine grobe Selbsteinschätzung. Ich würde von mir in auch behaupten, in einigen Fragen eher konservativ bin, auch in dem Sinne, auf den #19 hier gesteigerten ;-)) Wert legt. Aber in der Gesamtschau würde ich mich nicht als konservativ bezeichnen. Und zwar in Hinsicht auf jegliches Verständnis des Wortes, ob nun falsch oder richtig.
 
G

Gast

  • #23
#19 ich (w) stimme dir 100% zu! Es ist erschreckend wie konservativ hier teileweise argumentiert wird. Ich war der Meinunng, dass die sogenannte "Elite" toleranter, wertfreier und offener ist. Wie war gleich noch mal der Altersdurchschnitt?

Aber schön zu hören, dass es noch Ausnahmen gibt! :)))