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Gast

  • #1

Wie habt ihr euch getrennt?

Seit der Trennung von meinem Ex-Ehemann habe ich viele interessante Männer kennengelernt, einige Freundschaften sind daraus entstanden, es hat auch Trennungen gegeben, mal von mir, mal von ihm aus. Mich interessiert einfach eure persönliche Trennungsgeschichte, denn auch das ist sehr wichtig, man muss sich erst einmal richtig getrennt haben, um für eine neue Bindung frei sein zu können.
 
  • #2
Es gab jeweils Probleme und lange Krisengespräche über lange Zeit, jedoch ohne Erfolg. Dann folgte ein Auslöser, der mir gezeigt hat: Es geht nicht mehr.

Bei meiner ersten Trennung kam es dann zu einem persönlichen Gespräch, dem noch ein paar weitere "Abwicklungstreffen" folgten, da es eine gemeinsame Wohnung aufzulösen galt. Das ist jetzt fast zehn Jahre her, wir sind beide in neuen Beziehungen und wir haben bisweilen über E-Mails oder Briefe Kontakt wie alte Bekannte.

Bei der zweiten habe ich das Telefon genutzt - nicht die feine Art, ich weiß. Aber es war eine Fernbeziehung, und ich spürte: Es muss jetzt sofort raus. Es folgten dann noch etliche Mails und Telefonate und schließlich noch ein Abschiedstreffen und dann ein halbes Jahr kein Kontakt. Der Konakt ist bis heute sehr schwierig und äußerst selten, letzteres auf meinen Wunsch, da er die Trennung noch nicht überwunden hat.
 
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Gast

  • #3
Tja, das mit dem richtig Trennen geht leider nur, wenn beide genug Sozialkompetenz haben. Sonst wird es immer unschön.

Wir haben uns getrennt, nachdem ich ihn beim fremdgehen ertappt habe. Er hat nie gesagt, dass ihn irgendetwas stört, dass er nicht glücklich ist. Ich dachte, wir könnten über alles reden (ich konnte das auch :)) Und ich hätte mir in all den Jahren nie träumen lassen, dass es einmal so enden würde...
Zur Rechtfertigung seines Verhaltens gab es dann an diesem letzten Abend noch jede Menge Vorwürfe (denn natürlich war es meine Schuld, dass er fremd geht), und ich hab ihn vor die Tür gesetzt. Ist dann gleich bei der Neuen mit 2 Kindern eingezogen, weil: "ich wußte ja auch nicht, wie es nach diesem Abend weitergehen soll". Das hätte ich nicht erfahren, wenn er nicht neulich vor meiner Tür gestanden wäre, dann alle Emails und Anrufe habe ich ignoriert. Mit diesem Menschen bin ich so fertig wie noch niemals zuvor mit irgendjemandem. Ich möchte ihn nie wiedersehen und nie mehr mit ihm sprechen, und das hab ich ihm an diesem Abend auch gesagt.

Meine anderen Trennungengingen immer von mir aus. Ich hab angesprochen, dass meine Gefühle sich geändert haben, wir haben viel geredet. Es war auch immer endgültig. Irgendwann haben sie es akzeptiert, da ich mir auch nie unsicher war. Wenn ich den Entschluss einmal getroffen habe, dann steht der fest. Und ich treffe solche Entschlüsse auch nicht einsam, sondern sage vorher, wenn mir etwas nicht passt.
Wenn man konsequent ist und sich schlüssig verhält, versteht das auch der verlassene Partner irgendwann.
Mit einem meiner Ex-Freunde bin ich auch heute noch gut befreundet, obwohl ich weiß, dass er lange nicht über die Trennung hinweg kam. Er hat geheiratet und inzwischen einen Sohn.
Man kann schon befreundet sein, wenn eine Trennung fair verläuft. Denn Gefühle können sich immer ändern, das ist eben manchmal leider so.
 
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Gast

  • #4
Mein langjähriger Partner hatte nach 13 Jahren - kurz vor unserem Jahrestag - verkündet, dass er sich in eine Kollegin verliebt hätte, jetzt mit ihr in Urlaub fahren würde und wenn er wieder zurück sei, sollte ich aus unserer gemeinsamen Wohnung verschwunden sein. Dann war er nicht mehr zu erreichen, Handy aus, schlief in Büro (oder bei ihr) bis zum Urlaub. Danach konnte ich ihn überreden, dass ich meine Sachen erst einmal in der Wohnung lasse, bis ich eine Lösung für mich gefunden habe.

Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Wir hatten uns zwar auseinandergelebt und schon länger getrennte Schlafzimmer, aber seit ich ein Jahr zuvor vorübergehend einen Job in einer anderen Stadt angenommen hatte, lief es auch an den Wochenenden wieder besser. Er hatte täglich angerufen und mich jedes zweite WE besucht - und ich ihn. Mit einer fairen Trennung hätte ich leben können, aber das war das letzte.

Mittlerweile haben wir einen sporadisch Kontakt - meist mail oder skype -, in dem es um rein organisatorische Dinge geht, er hilft mir bei Computerproblemen etc.
Wir könnten noch lose be
freundet sein, aber nach so einer Trennung kann ich keine Achtung vor ihm mehr haben.
Ach ja, die "Beziehung" zur Kollegin hat nicht mal den gemeinsamen Urlaub überstanden.
 
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  • #5
Naja das Übliche:
Sie geht fremd, wirft mich raus, nimmt die Kinder, reicht die Scheidung ein und will Geld.
 
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  • #6
Hallo FS und @4:
Na ja, das Übliche:
Er geht fremd, lässt mich schwanger und mit Schulden für das Haus sitzen, hat das Arbeiten eingestellt und damit die Zahlungen auf den Mindestunterhalt Unterhalt für sein Kind reduziert.
 
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Gast

  • #7
#4#5 Naja das Übliche,
sie ging fremd,hat mich mit angefangenem Hausbau und Zahlungen sitzen lassen und wollte noch recht viel "Kohle" mit auf den Weg.Sie hat die Scheidung eingereicht und versucht emotionalen und finanziellen Druck zu machen,Kampf und Umkehreffekt war meine Antwort.
Es wäre nicht nötig gewesen,aber zu einer gütlichen Einigung war sie mit neu liebesbeflügelten Dollaraugen nicht bereit-somit habe ich mein "Schwert" auch ausgepackt zum kämpfen-für sie unerwartet!Ich denke die Traumwelt hatte sie in Griff,nach anfänglichen Schmerz meinerseits-bin ich zum "Trümmermann"geworden-weitergebaut und wieder glücklich geworden.
Ich vermisse sie nicht...

m48
 
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Gast

  • #8
Naja, das Übliche.

Sie hat mich heimlich betrogen und erst die Wahrheit gesagt, als sie sich ihrer Sache mit dem neuen sicher war. Ich habe sie dann rausgeworfen und dennoch lange gelitten.

Ich war natürlich an allem schuld und sie das Opfer. Ich habe sie angeblich in die neue Beziehung getrieben. Anfangs wollte ich sie zurück.

Irgedwann wollte sie dann wieder zurück. Für mich dann aber bereits undenkbar. Danach ist sie wieder zu ihrem Neuen zurück. Dieser hat sie offenbar wieder genommen.

Habe keinen Kontakt und will auch keinen mehr.
 
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Gast

  • #9
Wir haben uns getrennt weil sie der Meinung war das wir "zu verschieden sind". 2 Mon. vorher machte sie mir zu meinem Geb. noch ein tolles Liebesgeständnis. Ua.: Als ich nicht mehr an die die grosse Liebe glaubte, trats du in mein Leben.......du gibts mir das Gefühl nicht alleine zu sein, auch wenn du nicht bei mir bist........
Bei unserem Tr.-gespräch meinte sie noch ich hätte nichts falsch gemacht......es liegt einfach und allein an ihr.
Habe das Gefühl, und das beobachte ich auch im Bekannten -und Freundeskreis immer häufiger, das die Menschen heutzutage immer mehr auf der Flucht sind, auch vor der wahren Liebe.
Und noch was (das meinte eine gute Feundin zu mir, nach meiner Tr.): "Man will immer das, was man nicht hat........". Zum Nachdenken.
m (36)
 
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Gast

  • #10
Bin suechtig geworden, und konnte dies nicht in den Griff bekommen. Jedenfalls nicht rechtzeitig. Sie hat die Geduld und auch die Nerven verloren: Nach 7 Jahren, 6 davon wirklich wunderschoen, hat sie die Beziehung beendet.

Klinik. Entzug. Doktorarbeit fertig. Lebensabschnittsende. Neuanfang?
 
  • #11
Fernbeziehung. Anstatt sich jede Woche oder alle 2 Wochen zu sehen, immer wieder (von ihm aus-) nur alle 4, 5, 6, 7, 8... Wochen gesehen. Ursprünglich die große Liebe - auf beiden Seiten. Letztendlich aber irgendwie dann doch nur auf einer Seite - nämlich meiner, so habe ich das Gefühl.... Habe mich getrennt - am Telefon, ging ja nicht anders (500 km Entfernung). Auf beiden Seiten noch Gefühle, aber er weiß nicht, wie er`s hinbekommen soll, dass wir uns öfter sehen (eigene Baustellen, das Haus, der Beruf, ein kranker Elternteil, etc.). Probleme mit Zeitmanagment und Prioritäten setzen, meiner Meinung nach. Alles immer wichtiger als ich und unsere Beziehung. Nach einigen Wochen des immer spärlicher werdenden Kontaktes zog ich die Notbremse (reiner Selbsterhaltungstrieb): die Trennung. Auf beiden Seiten absolute Klarheit warum es scheitert.