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Blume94

Gast
  • #1

Wie gestaltet ihr den Familienalltag?

Hallo zusammen,

wie gestaltet ihr euer Leben als Familie, wie handhabt ihr die Aufgabenverteilung rund um Kinderbetreuung, Haushalt, Beruf, Zeit für sich selber?

Bei uns ist die Gesamtsituation sehr „angespannt“, mein Mann wünscht sich so sehr ein zweites Kind, für mich ist das derzeit nicht vorstellbar. (Gesundheitlich gibt es auch noch Dinge die bei mir nicht stimmen und durch einen Spezialisten genauer beurteilt werden müssen, zum Beispiel auch Herzstolperer)
Ich fühle mich oft alleine gelassen von meinem Mann vor allem mit unserem Sohn (noch nicht ganz zwei Jahre alt). Ich habe das Gefühl vieles bleibt an mir hängen im Haushalt, mit unserem Sohn und frage mich ob das normal ist.

Es ist schwierig zwischen uns, mein Mann arbeitet viel und geht danach trainieren, er kommt spät nach Hause und ich bin den ganzen Tag alleine mit unserem Sohn, ein falsches Wort und er ist direkt sauer, eigentlich ist er fast jeden Tag schlecht gelaunt. Man sieht sich kaum und wenn dann ist wieder irgendwas was ihm nicht passt, wo ich beschuldigt werde irgendwas getan oder nicht getan zu haben oder ihm fällt etwas ein warum ich es nicht so getan habe wie er es gern hätte oder er selber gemacht hätte. Es gibt auch Phasen da ist er super liebevoll und fürsorglich, nimmt mir auch Aufgaben ab die mit Kind länger dauern (Hund spazieren morgens und abends, zwischendrin machen das mein Sohn und ich).

Was kann ich tun um den Familienalltag harmonischer zu gestalten und meinen Mann dazu ermutigen mehr Zeit mit unserem Sohn zu verbringen?

Ich bin nur ein Mensch, zwar eine Mama die zurückstecken muss aber auch ich brauche mal Zeit nur für mich ohne die ganze Zeit für das Kind verantwortlich zu sein, selbst dann wenn der Partner zuhause ist, es ist diese Selbstverständlichkeit, ich als Mutter bin immer verantwortlich, muss wegen jeder Kleinigkeit fragen (wenn ich duschen gehen möchte ob er aufpasst und es ihm gerade passt, wenn ich gerade irgendwas alleine machen möchte und selbst dann kommt mein Sohn mir nach oder er ruft mich, weil mein Mann nicht richtig aufpasst und sich nicht richtig mit ihm beschäftigt).

W 27
 
  • #2
Liebe Blume,

ich hatte das Glück, einen Mann zu haben, der sich sehr um unsere (vier) Kinder gekümmert hat.

Wovon man sich allerdings wohl als Frau verabschieden muss ist die Idee, der Mann müsse das auf dieselbe Weise machen wie man selbst. Das Phänomen, dass das Kind dann dauernd angerannt kommt, weil der Mann „nicht richtig aufpasst“, kenne ich auch. Da hilft nur eines: gehen! Die beiden schaffen das dann schon!
Wenn die Mutter die nähere Bezugsperson ist, wird das Kind in diesem Alter sonst IMMER zur Mutter rennen — und der Mann hat verloren.
Gib deinem Mann die Chance, eine eigene Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen — indem du in der Zeit wirklich weggehst.

Es ist der Klassiker, dass der Mann sich nicht so „gluckend“ um das Kind kümmert wie die Mutter. Aber das ist okay. Er muss das nicht so machen wie du.

w45
 
  • #3
Hallo FS,

ich (selbst kinderlos) kann bei meinen Schwestern zwei verschiedene Lebensweisen beobachten. Schwester 1) Aktuell seit 4 Jahren in Elternzeit und Mutter aus Leidenschaft. ER hat glaube ich niemals eine Windel gewechselt oder bis jetzt mal etwas über längere Zeit (mehrere Stunden) alleine mit den Kindern unternommen (sind 4 und 2 ½). Die beiden gehen in die Kita, also hat meine Schwester auch tagsüber mal Zeit alleine zu entspannen. Aber den Großteil an Erziehung übernimmt definitiv sie. Fühlt sich aber auch wohl dabei und würde das nicht anders haben wollen.

Schwester A) Karrierefrau. Wollte auf jeden Fall schnellstmöglich wieder Vollzeit arbeiten gehen. Sie hat die ersten 6 Monate nach der Entbindung Elternzeit genommen, ER danach 6 Monate. Jetzt ist der Kleine in der Kita und beide gehen wieder Vollzeit arbeiten. An zwei Tagen in der Woche kommen jeweils die Omas und holen den Kleinen schon „früh“ aus der Kita. Machen Abendessen für die Eltern. Der Kleine hat zu beiden Eltern ein absolut „gleichberechtigtes“ Verhältnis. Beide sind Anlaufstellen für „Tränen und Unfälle“.

Beide meiner Schwester haben im Vorfeld ihr jeweiliges Wunschkonzept mit dem Mann abgesprochen. Jeder wusste, was ihn „erwartet“ mit Kindern. Und ich würde behaupten, alle 4 sind genau so glücklich wie sie sind.

Hat dein Mann denn Elternzeit genommen? Ich denke, das würde ihn für viele Dinge sensibilisieren welche für ihn vielleicht selbstverständlich sind. Ich glaube, ihm einfach nur zu sagen was es bedeutet den Kleinen 24h am Tag um sich zu haben ist etwas völlig anderes, als wenn er das mal eine Zeitlang am Stück selbst erlebt.

Hat er dir mal gesagt, warum er sich ein 2. Kind wünscht? Sprecht ihr dadrüber?
 
  • #4
Liebes Blümchen,
Dein Mann verhält sich fast so wie früher, für ihn hat sich nichts geändert durch das Kind. Er macht sein Ding und du machst alles damit er Zeit dafür hat.
Er sieht es nicht ein zu helfen und kommt mit dämlichen Aussagen wie, du sollst schlafen, wenn das Kind Mittagsschlaf macht.
Dann sollst du noch ein 2. bekommen, weil er es wünscht, damit bist du noch unflexibler wirst und bleibst fein brav daheim, während er weiter sein Ding durch zieht.
Sry, aber so funktioniert keine Partnerschaft, keine Ehe und kein Elternsein.
Du wärst gut dran dich zu trennen, einen Unterschied macht es nicht. Du lebst jetzt schon wie eine AE und musst dazu noch für schlechten Sex herhalten...
Deine Beiträge lesen sich so deprimierend, dass ich schon Bauchweh bekomme...
Er ist ein A..., Egoist und du zu lieb zu brav, du musst jede Minute für dich allein herbei diskutieren, so kannst du nie entspannen.
Ein liebender Vater liebt und achtet auch die Mutter, eine gestresste Mutter mit Herzstolpern kann keiner in Kauf nehmen der wirklich liebt!
Trenne dich und lebe ohne Diskussionen und schlechter Laune dieses Mannes weiter.
Er ist immer mies drauf? Ein 2.Kind wird es nicht besser machen und im Endeffekt bist du wieder alleine und das mit schreiendem Baby und Kita Kind das du jeden Morgen weg bringen darfst, egal wie beschissen die Nacht war.
Ihr lebt kein Miteinander und lebt dem Kind keine tolle Partnerschaft vor.
Ich weiss dass es schwer ist und du wahrscheinlich weiter ausharren wirst aber das ist es nicht wert. Lieber alleine statt einsam zu zweit...
 
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  • #5
Mit wird echt schlecht wenn ich sowas lese, ich hab nen knapp 15 jährigen Sohn und eine 3 Monate alte Tochter, für mich unvorstellbar in einer solchen Beziehung zu verweilen.

Zuerst einmal, ich käme nicht auf den Gedanken meinen Mann zu bitten auf unsere Tochter acht zu geben wenn ich duschen wollte, ich geh einfach duschen und fertig!

So wie mein Mann zum Sport geht, so mach ich das auch- würde er sich da weigern aus Null Bock Gründen würde dies zum massiven Problem werden.
Gemeinsames Kind, gemeinsame Sorge ganz einfach!

Finde das gruselig, dass erste was mein Mann macht wenn er heim kommt ist sich mit seiner Tochter und meinem Sohn zu beschäftigen, letztere haben ein freundschaftliches Verhältnis.

Ehrlich gesagt hört sich das bei euch weder nach einer gleichberechtigten noch nach einer glücklichen Beziehung an, warum also das Ganze?

P.s.: Kein Mann mit dem ich je zusammen war hat unser Zuhause als Hotel angesehen und mich als die Rund-um-die-Uhr Bedienstete.
Das der welcher daheim ist (Urlaub, Kind etc.) was mehr macht ist klar, aber befreit nun nicht vom Mitwirken, egal wen das betrifft.
 
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  • #6
Ich finde deinen Ehemann so anstrengend! Warum hastdu ihn so früh geheiratet?

Dein Mann schläft gerne mit dir, will auch noch ein weiteres Kind, aber du musst fragen, ob du mal kurz duschen gehen kannst, damit jemand aufs Kind aufpasst und er fühlt sich genervt. Aha. Ich finde, das passt alles nicht zusammen.

Für mich ist das nicht erträglich.

Wenn er so viel Geld nach Hause bringt, dann werde halt 100 % Hausfrau. Offenbar könnt ihr es euch leisten und er macht es gerne, euch zu versorgen. Ich würde dann ganz selbstverständlich alle anderen Arbeiten reduzieren. Stress mag ich nicht haben.
 
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  • #7
Blume, du buddelst gern im Garten, deswegen sage ich es in deiner Sprache - dein Mann hat aus einer wunderschönen Rose ein Unkraut gemacht. Deine Situation erinnert mich etwas an meine. Es gab viel, was mich in der Beziehung gehalten hat, obwohl mein Ex ähnlich drauf war - viel arbeiten, dauernd müde und Kinder zu haben hatte er gern, aber eben nach außen hin. Und ja, er wäre sogar für 3.Kind, obwohl es schon angefangen hat zu kriseln.Letztendlich habe ich mich getrennt, weil ich auch so ein Unkraut geworden bin. Ich habe ihm sogar nach der Trennung einiges durchgehen lassen. Irgendwann mal hatten wir Riesenkrach und kein Kontakt mehr und gebessert hat es sich erst, als ich aufgehört habe, nach seiner Pfeife zu tanzen und quasi rücksichtslos ihm gegenüber. Einmal habe ich drei mal hintereinander den Hörer aufgelegt, weil er laut geworden ist. Beim vierten Mal hat er sofort gesagt, er bleibt ruhig, ich soll nicht auflegen. Er hat sich nicht verändert, aber ich gehe heute anders damit um.
Du siehst ja, dass egal, was du machst, ist es falsch. Also - warum nicht gleich das machen, was du für richtig hältst? Soll er maulen, du gehst raus aus dem Zimmer und gehst spazieren oder nimmst ein Bad. Der Punkt ist - du bist eine süsse kleine Blume, DU findest sehr schnell einen neuen Mann, er dagegen versteht nicht, dass solche Machos, geschieden, mit kleinem Kind, Ehefrau unterhalt und Hausschulden keine begehrte Kandidaten für heutige Singlefrauen sind, die lachen ihn aus. Und noch was - nur, wenn er später nach Hause kommt, bedeutet es nicht, dass er tatsächlich so lange arbeitet und mit Mitte 30 schon so ausgelaugt zu sein, obwohl er ausser Arbeiten nix tut, weiss ich auch nicht, was wird in zehn Jahren sein?? Entweder zischt er dir den Bären auf, damit er daheim nicht mitmachen muss oder er ist nicht effizient - um Geld zu verdienen, muss man nicht lange arbeiten, sondern produktiv.
 
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  • #8
Es wäre der größte Fehler jetzt nochmal ein Kind zu bekommen. Er wird dich da genau so alleine lassen. Die ganze Arbeit wird an dir hängen bleiben.
Es ist schwierig zwischen uns, mein Mann arbeitet viel und geht danach trainieren, er kommt spät nach Hause und ich bin den ganzen Tag alleine mit unserem Sohn, ein falsches Wort und er ist direkt sauer, eigentlich ist er fast jeden Tag schlecht gelaunt.
Ich finde das wirklich ein starkes Stück. Dass er arbeiten muss ist ja noch verständlich. Dass er danach noch trainieren geht ist wirklich unter aller Sau. Hast du auch mal Zeit für dich? Wenn er schon trainieren gehen muss, dann sollte er auch mal seinen Sohn nehmen, dass du mal Zeit nur für dich hast.
 
  • #9
bin immer verantwortlich, muss wegen jeder Kleinigkeit fragen
Wer hat dir das nur eingeredet - das mt dem Zurückstecken müssen und fragen müssen ...

Meinst du, das ist normaler Alltag bei Eheleuten?

Wie und wann habt ihr euch eigentlich kennengelernt? Wie war das am Anfang bei euch? Wann habt ihr beschlossen zu heiraten?
 
  • #10
Oh liebe Blume <3 endlich dein eigenes Thema.
Also, ich hab es ja schon ein paar Mal geschrieben: Ich kenne das so nicht, was du schreibst. Ich habe (noch) keine Kinder, aber die Ehepaare um mich rum (30-45 Jahre) teilen sich ganz viel gleich auf, nehmen beide Elternzeit, arbeiten dann beide wieder (Teilzeit), kümmern sich beide um das Kind... Das geht also.
Ich denke, als Eltern müssen BEIDE zurückstecken, doch nicht nur die Mama! Wenn er immer trainieren geht und du fragen musst, ob er kurz auf SEIN Kind aufpasst, weil du DUSCHEN willst, da blutet mir das Herz. Furchtbar! Ich kenn das so nicht; nicht mal von meinen Eltern, die in den 40ern geboren sind. Mein Papa hat mich gewindelt, gefüttert, rumgetragen, bespaßt und später die ganze Woche auf mich aufgepasst, ist mit mir morgens aufgestanden und hat mir Mittag gekocht, als meine Mutter in einer anderen Stadt gearbeitet hat. Ich finde das auch wichtig für Kinder, dass der Vater auch beteiligt ist (sofern er vorhanden ist).
Ich würde auf keinen Fall ein zweites Kind bekommen in der derzeitigen Situation, sondern mit ihm mal Klartext reden.
- WARUM genau will er ein zweites, wenn er das erste schon nicht wirklich viel als Bezugsperson sieht? Was genau will er? Einfach den schönen Schein, damit er erzählen kann, ich hab einen guten Job, eine hübsche Frau und zwei Kinder? Was erhofft er sich davon?
- Dann würde ich ganz klar sagen: So geht es nicht weiter. Ich habe mir das nicht so vorgestellt, sondern gleichberechtigt. Die Abende/Wochenenden müssten zumindest 50/50 geteilt werden, denn dann habt ihr beide 8 Stunden "Arbeitstag" hinter euch. Es ist kein wunderwunderbares Verhalten, wenn er
Es gibt auch Phasen da ist er super liebevoll und fürsorglich, nimmt mir auch Aufgaben ab die mit Kind länger dauern (Hund spazieren morgens und abends, zwischendrin machen das mein Sohn und ich).
!!! Was bitte ist daran was besonders, dass er das mal phasenweise macht??
w, 37
 
  • #11
Zuletzt bearbeitet:
  • #12
Bei uns ist die Gesamtsituation sehr „angespannt“, mein Mann wünscht sich so sehr ein zweites Kind, für mich ist das derzeit nicht vorstellbar.
Dieser Mann will dich nur beschäftigen, damit er noch mehr Freiheit für sich hat, ein Egoist!
Ich fühle mich oft alleine gelassen von meinem Mann vor allem mit unserem Sohn (noch nicht ganz zwei Jahre alt). Ich habe das Gefühl vieles bleibt an mir hängen im Haushalt, mit unserem Sohn und frage mich ob das normal ist.
Er macht das mit dir, weil du es mit dir machen lässt!
Es ist schwierig zwischen uns, mein Mann arbeitet viel und geht danach trainieren, er kommt spät nach Hause und ich bin den ganzen Tag alleine mit unserem Sohn, ein falsches Wort und er ist direkt sauer, eigentlich ist er fast jeden Tag schlecht gelaunt.
Er ist nicht der einzige Mann, der viel arbeitet, das ist für mich kein Argument höchstens eine Ausrede!
Es ist seine Geisteshaltung und seine Einstellung, die nicht kompatibel mit deiner ist, auch niemals werden wird!
Man sieht sich kaum und wenn dann ist wieder irgendwas was ihm nicht passt, wo ich beschuldigt werde irgendwas getan oder nicht getan zu haben oder ihm fällt etwas ein warum ich es nicht so getan habe wie er es gern hätte oder er selber gemacht hätte.
Warum lässt du dir das alles gefallen, warum?
Was kann ich tun um den Familienalltag harmonischer zu gestalten und meinen Mann dazu ermutigen mehr Zeit mit unserem Sohn zu verbringen?
Wie ich dein Mann einschätze, wird dir das niemals gelingen!
Ich bin nur ein Mensch, zwar eine Mama die zurückstecken muss aber auch ich brauche mal Zeit nur für mich ohne die ganze Zeit für das Kind verantwortlich zu sein, selbst dann wenn der Partner zuhause ist, es ist diese Selbstverständlichkeit, ich als Mutter bin immer verantwortlich,
Du lässt es mit dir machen, ein leichtes Spiel für ihn!
(wenn ich duschen gehen möchte ob er aufpasst und es ihm gerade passt, wenn ich gerade irgendwas alleine machen möchte und selbst dann kommt mein Sohn mir nach oder er ruft mich, weil mein Mann nicht richtig aufpasst und sich nicht richtig mit ihm beschäftigt).
Dem ist das genau so richtig, das ist wie der Mann, der das Geschirr kaputt macht, mit zwei verschiedenen Händen, weil er keinen Bock darauf hat, Küchenarbeit zu machen, die Frau das dann für immer lieber selber macht, guter Trick!
 
  • #13
Gib deinem Mann die Chance, eine eigene Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen — indem du in der Zeit wirklich weggehst.
Das lässt er garantiert nicht zu!
Es ist der Klassiker, dass der Mann sich nicht so „gluckend“ um das Kind kümmert wie die Mutter. Aber das ist okay. Er muss das nicht so machen wie du.
Darum geht es nicht!
Hat er dir mal gesagt, warum er sich ein 2. Kind wünscht? Sprecht ihr dadrüber
Seine wahre Strategie, wird er bestimmt nicht bekannt geben!
Dann sollst du noch ein 2. bekommen, weil er es wünscht, damit bist du noch unflexibler wirst und bleibst fein brav daheim, während er weiter sein Ding durch zieht.
So ist das, ein typisches und oft verbreites Männerdenken! Stimme deinem gesamten Beitrag @4 zu 100% zul
Sry, aber so funktioniert keine Partnerschaft, keine Ehe und kein Elternsein.
Du wärst gut dran dich zu trennen, einen Unterschied macht es nicht. Du lebst jetzt schon wie eine AE und musst dazu noch für schlechten Sex herhalten...
Ich werde niemals verstehen, wie eine Frau bei einem solchen Mann bleiben kann, ich sehe die kostbare Lebenszeit durch Leid und Schmerz total verplempert!
Deine Beiträge lesen sich so deprimierend, dass ich schon Bauchweh bekomme...
Er ist ein A..., Egoist und du zu lieb zu brav, du musst jede Minute für dich allein herbei diskutieren, so kannst du nie entspannen.
Das geht mir auch so! Am liebsten würde ich FS solange schütteln, bis sie es kapiert!
 
  • #14
Ehrlich gesagt habe ich schon darauf gewartet, dass wir Deine Situation hier einmal diskutieren werden.

Ich bin nicht so in Deine Geschichte involviert wie andere hier, aber ich habe ja die Anhaltspunkte, die Du uns hier nochmals mitgeteilt hast.


wie gestaltet ihr euer Leben als Familie, wie handhabt ihr die Aufgabenverteilung rund um Kinderbetreuung, Haushalt, Beruf, Zeit für sich selber?

Schon diese Frage zeigt mir, dass es bei euch überhaupt nicht funktioniert. Sowas musste ich nie diskutieren.

Bei uns ist die Gesamtsituation sehr „angespannt“, mein Mann wünscht sich so sehr ein zweites Kind

Frag ihn doch bitte einmal in einem ruhigen Moment, warum er ein zweites Kind will, wenn er noch nicht einmal gemerkt hat, dass er die Vaterrolle sein fast zwei Jahren achtlos in der Ecke verstauben lässt.


Ich fühle mich oft alleine gelassen von meinem Mann... Ich habe das Gefühl vieles bleibt an mir hängen im Haushalt, mit unserem Sohn und frage mich ob das normal ist.

Für mich ist das absolut nicht normal.

ein falsches Wort und er ist direkt sauer, eigentlich ist er fast jeden Tag schlecht gelaunt. Man sieht sich kaum und wenn dann ist wieder irgendwas was ihm nicht passt, wo ich beschuldigt werde irgendwas getan oder nicht getan zu haben

Das ist die beste Basis für eine intakte Familie und für ein zweites Kind!

Was kann ich tun um den Familienalltag harmonischer zu gestalten und meinen Mann dazu ermutigen mehr Zeit mit unserem Sohn zu verbringen?

Gar nichts! Der macht das nicht.
Das Problem hast Du schon mehrfach anklingen lassen.
Das belastet Dich sehr und Du hast schon öfter mal Ansätze beschrieben. Ich weiß nicht, was mit ihm los ist. Ich kenne ihn ja nicht, aber nein: Es ist nicht normal.
Die Väter, die ich kenne, spielen gerne mit ihren Kinder ohne dass man sie dazu auffordern müsste.


es ist diese Selbstverständlichkeit, ich als Mutter bin immer verantwortlich, muss wegen jeder Kleinigkeit fragen (wenn ich duschen gehen möchte ob er aufpasst und es ihm gerade passt, wenn ich gerade irgendwas alleine machen möchte

Es liest sich so traurig @Blume94, so traurig.
Glaub nicht, dass es mit dem zweiten Kind besser wird.

Ich glaube nicht, dass Du etwas ändern must. Er muss sich ändern und er wird es nicht tun.

selbst dann kommt mein Sohn mir nach oder er ruft mich, weil mein Mann nicht richtig aufpasst und sich nicht richtig mit ihm beschäftigt

Dafür wird er eines Tages bezahlen.
 
  • #15
Liebe @Blume94,

auch ich habe nur die schlechte Nachricht für Dich, dass ich so ein Familienleben wie Du es führst nicht kenne, weder in Deiner Generation noch in meiner.

Alle Ehen der älteren Generation, in denen der Mann sich so aus dem Familienleben ausgeklinkt hatte wie Dein Mann, wurden von den Frauen ausgehend in deren 40ern geschieden. Dann waren die Kinder groß genug, dass sie nicht mehr so betreuungsintensiv waren um die Berufstätigkeit der Frau zu behindern.
In jungen Jahren gemachte Fehler, welche Frauen in derartig unbefriedigenden Beziehungen hielten waren um die 40 korrigiert (meistens zu teure, zu hoch verschuldete Häuser), sodass sie keine Fesseln für den Rest des Lebens mehr darstellten.

Was kann ich tun um den Familienalltag harmonischer zu gestalten..
Nichts, außer Scheidung. Dein Mann ist wie er ist. Er war nie anders. Also ist es unwahrscheinlich, dass er zu dem Mann mutiert, den Du Dir wünschst. Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als Dir einen anderen Mann zu suchen.

Die einzige Chance wäre, dass Dein Mann das gleiche Leid empfindet wie Du und er auch einen großen Veränderungswillen hat. In dem Fall könnte eine Paartherapie helfen - sehe ich aber nicht.

In Deiner Generation kenne ich keine einzige Frau, die ihren Mann als unselbstständigen Wicht sieht, der ihr im Haushalt und der Familienarbeit "helfen" soll.
Das haben selbstständige, beruflich erfolgreiche Männer als Ehemänner und Väter ihrer Kinder, die schon in jungen Jahren ihre eigenen Haushalte geführt haben und im Job große Projekte managen. Denen muss keine Frau zu erzählen, was sie im Haushalt oder mit dem Kind tun sollen.
Das wissen sie von allein und machen das auch ohne Aufforderung, weil sie Familie als gemeinsames Thema begreifen - auch in der Elternzeit, wenn die Frau zuhause ist. Man spricht sich halt ab, wer was macht und das wird dann so von beiden erledigt.

Zeit für sich selber nehmen beide sich zu gleichen Teilen.

mein Mann wünscht sich so sehr ein zweites Kind, für mich ist das derzeit nicht vorstellbar.
Du solltest ihm sagen, dass für Dich ein zweites Kind nicht infrage kommt, solange er so ein schlechter Vater für das erste Kind ist.
Du bist jung und hast noch Zeit, d.h. er hat 5-10 Jahre, um sich als aktiver Vater zu beweisen bevor sich das Thema für Dich erneut stellt.
Ich würde ihn auch offensiv fragen, warum er unbedingt ein zweites Kind will, wenn er sich schon um das erste nicht kümmert.
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #16
Liebe @Blume94,

ich habe Deinen Beitrag zwei Mal lesen müssen... weil ich irgendwie kaum fassen kann, was ich lese... und ich weiß gerade nicht, ob ich Dich am liebsten kräftig schütteln oder Dich umarmen, in eine Decke packen und Dir einen warmen Kakao machen möchte...

Verzeih mir bitte, wenn ich das so offen heraus sage, aber Dein Leben liest sich für mich wie ein einziger ALPTRAUM.

Ich könnte das nicht... wie hältst Du das aus?

Diesen tollen "Ehemann" und "Familienvater" hätte ich längst mit Pauken und Trompeten aus dem Haus gejagt. Wirklich, den hätte ich hochkantig rausgeschmissen, aber so was von... und wenn er sein Kind mal wieder sehen möchte, käme dieser Typ auf Knien bei mir angerutscht und würde FREUNDLICH darum bitten! Wie kannst Du Dich bloß so behandeln lassen, meine Liebe...

Das ist ja herzzerreißend... ich kann und möchte mir so ein Leben nicht mal entfernt vorstellen... Dass für Dich ein zweites Kind nicht vorstellbar ist, wundert mich nicht. Ich könnte mir nicht mal das Leben vorstellen, das Du führst...

Ich bin alleinerziehende Mama von 5 Kindern, vollberufstätig, habe ein großes Haus, einen großen Garten, zwei Hunde, bin in der Schule meiner Kinder ehrenamtlich tätig, habe eigene Interessen, denen ich mich widme, Freundschaften, die ich pflege, auch irgendwie während Coronazeiten, und sogar noch Zeit, hier im Forum rumzusenfen... und gegen Dein Leben ist mein Leben ja ein regelrechter Ponyhof...

Mit Verlaub, sehe ich in Deinem Mann KEINEN Partner und KEINEN Familienvater, sondern ein PROBLEM! Der Mann ist doch eine immense Belastung,... der sabotiert doch Eure komplette kleine Familie.

Weshalb um Himmels Willen lässt Du das zu?

Es gibt auch Phasen da ist er super liebevoll und fürsorglich, nimmt mir auch Aufgaben ab

Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein! Und keine Ausnahme, und keine "Phasen".
Was kann ich tun um den Familienalltag harmonischer zu gestalten und meinen Mann dazu ermutigen mehr Zeit mit unserem Sohn zu verbringen?

Ganz ehrlich, das klingt jetzt hart... ich erinnere mich noch dunkel an ein älteres Thema von Dir, das ich gerade auf die Schnelle nicht finde, da lief das schon alles so bescheiden bei Euch, und das wird ja nicht besser, sondern eher schlimmer... ich sehe die einzige Option, wie Du den Familienalltag harmonischer gestalten kannst, in dem Du mit Eurem Kind alleine lebst und er es an den Wochenenden sehen kann! (für das Wechselmodell ist Euer Sohn ja noch zu klein)

Du gehst doch kaputt daran! Wenn Du alleine mit Deinem Sohn lebst, wirst Du weniger Arbeit haben als jetzt, und Du bist ja quasi eh schon alleinerziehend.

Es gibt tolle Männer und Familienväter. Aber es gibt auch andere, die du in die Tonne treten kannst. Das hier ist so einer, und mit Sicherheit wird der sich auch nicht mehr ändern!
 
  • #17
Ich gebe @*a_n_s_i_n* und allen anderen vollkommen Recht. Liebe Blume, dieses Thema haben wir hier vor einiger Zeit schonmal diskutiert, nur jetzt hast du es in einen harmlosen, etwas langweiligen Fragetitel verhüllt. Beim Lesen haut es einen fast von Stuhl.
Allerdings gehören zu diesem Drama immer beide! Du lässt es zu. Dein kleiner Sohn ist der Leidtragende, sonst keiner.
Dann erwähnst du so ganz nonchalant, dass Dein Mann sehnsüchtig ein zweites Kind möchte, sag mal geht's noch?
Nimm es mir nicht übel, was mich betrifft, hält sich mein Mitgefühl schwer in Grenzen. Mein Mitgefühl hat nur eher dein kleiner Sohn.
Alles Gute und trenne dich.
 
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  • #18
Ich denke, Blumes Problem ist nicht nur das oft lieblose Verhalten des Ehemannes.

Die beiden haben gebaut, da gibt es gemeinsame Bankgeschäfte. Ich erinnere mich gut, wie das Forum ihr im letzten Jahr davon abgeraten hat, irgendwelche Haftungsunterlagen zu unterschreiben, zu denen ihr Mann sie drängte.

Ich glaube, der Thread endete so, dass Blume unterschrieben hat, was der Mann verlangte. Da dachte ich: Verdammt, sie macht sich immer abhängiger. Wie kann man da noch schadlos rauskommen?
 
  • #19
Wir teilen uns den Alltag weitgehend und unterstützen uns wechselseitig. Abwechselndes Kochen, jeder kauft mal ein, Haushalt ebenso. Sie ist ordentlicher als ich, aber auch da wischt jeder seinen Dreck weg und beteiligt sich. Schulbetreuung vom Junior habe seit 2 Jahren ich übernommen, teilweise wirklich zeitintensiv. Ich finde das insgesamt relativ ausgeglichen.
Beide sind wir auch mal alleine unterwegs. Das finde ich auch wichtig. Das läuft nicht immer reibungsfrei ab, aus Männersicht sind Frauen nicht immer so einfach. Genörgel gibts immer. Gerade heute unter Männern diskutiert.

Dein Thema „Harmonie“ finde ich schwierig. Wenn Harmonie bedeutet, dass immer einer zurücksteckt „um des lieben Friedens Willen“, dann ist das keine Harmonie. Ich bin nicht sicher, ob es dann totale Harmonie gibt oder ob sie dann eigentlich das zentral erstrebenswerte in einer Partnerschaft ist.

Ich schüttele bei Deinen Schilderungen oft innerlich den Kopf. Das ist aber mein subjektives Empfinden und damit nicht wirklich relevant. Es ist Dein Leben und jeder hat andere Vorstellungen und Prioritäten, im Zweifel auch andere Vorstellungen von „ Harmonie“.

Basierend auf Deinem Beitrag: Um den Familienalltag harmonischer zu gestalten, könntest Du versuchen, es ihm noch etwas mehr recht zu machen und etwas mehr zu kuschen, so dass er einfach auch weniger an Dir auszusetzen hat. Dich etwas mehr um den Haushalt kümmern, die Dinge noch mehr so erledigen, wie er das haben möchte. Und ihm den Wunsch vom zweiten Kind erfüllen, aber natürlich die Arbeit damit von ihm fern halten. Dann hat er Zeit zum Trainieren oder für seine Freunde und Du hast mit den Kindern eine Aufgabe und brauchst nicht über „Harmonie“ nachzudenken.

@Blume94: Du bist wirklich eine richtig tolle Frau, wenn ich Dich hier so lese. Du selbst entscheidest, wie Du Dein Leben verbringst und welche Prioritäten Du setzt.
 
  • #20
@Blume94 . Was ich mich frage ist, ob es deinem Mann nicht bewusst sein muss, dass er alles verlieren wird? Ich bin mir sicher, spätestens in 10 Jahren bist du weg (besser früher!). Wenn der Kleine nicht mehr hilflos ist und du wieder fest im Job.
Dein Mann tut alles, wirklich alles dafür, die Ehe gegen die Wand zu fahren. Das ist fast schon trotzige Sabotage. Aber warum?
Er wird nie eine Beziehung zu seinem Sohn aufgebaut haben und dieser wird als Jugendlicher seinen Vater nicht sehen wollen. Er versagt als Vater und Ehemann komplett. Dein Mann verliert offenen Auges seine Frau und sein Kind und wird blechen müssen dafür. Und: Das geschieht ihm Recht. Hier kann ich Schadenfreude kaum unterdrücken. Ich verstehe ihn nur nicht. Und dann noch ein zweites Kind wollen?! Wie kann er nur so blind sein.
 
  • #21
Er möchte das 2.Kind nur damit sie noch mehr gebunden ist und nicht weg laufen kann.
Natürlich weiß er das er ein Versager ist, er wird im Umfeld Menschen mit Beziehungen haben, wo es gut läuft und beide Partner gleich gestellt sind. Nu er hat das 'Privileg' sein Ding durchzuziehen, weil sie alles dafür tut, dass er es kann und er nutzt es komplett aus, es interessiert ihn nicht wie es ihr oder dem Kind geht, ich meine Hallo, die arme Frau hat Probleme mit dem Herzen, da würde einem liebenden Mann selber das Herz bluten und er sie zum Arzt fahren und selbstverständlich das Kind abnehmen um sie zu entlasten!
Es läuft doch zuhause und das ohne sein Zutun, er nutzt es aus!!!
Er ist kein Kleinkind, dem man alles hinter her räumen muss, aber er rührt keinen Finger und will sie weiter ans Haus fesseln.
Sie wird in der 2.Schwangerschaft weiter alles tun müssen und dazu ein Kita Kind versorgen, was nicht ohne ist ohne Hilfe des Partners.
Ein 2. Kind sollte nur in Frage kommen wenn die Beziehung das aushält und man ein gutes Team ist!!!
Hier ist kein Team, weder ein Paar noch nicht mal Freunde!!!
Ich würde niemanden so behandeln und mich auch nicht mehr so behandeln lassen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #22
Es gibt auch Phasen da ist er super liebevoll und fürsorglich, nimmt mir auch Aufgaben ab die mit Kind länger dauern (Hund spazieren morgens und abends, zwischendrin machen das mein Sohn und ich).
Ich bleibe jetzt mal beim Positiven! Er kann und will, denn wenn er grundsätzlich nicht wollen würde, würde er es nie machen.
Wenn er mürrisch von der Arbeit kommt - wie geht es ihm auf der Arbeit? Ich habe irgendwie das Gefühl, dass dort die Wurzel des Übels liegt. Erzählt er von der Arbeit? Oder weißt Du gar nichts darüber?
Über alles andere - besonders über Deine Leidensfähigkeit - wurde bereits ausführlich geschrieben.
ErwinM, 52
 
  • #23
Wenn die Mutter die nähere Bezugsperson ist, wird das Kind in diesem Alter sonst IMMER zur Mutter rennen — und der Mann hat verloren.
Gib deinem Mann die Chance, eine eigene Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen — indem du in der Zeit wirklich weggehst.

Es ist der Klassiker, dass der Mann sich nicht so „gluckend“ um das Kind kümmert wie die Mutter.
Ich denke, dass das nur für ältere Kinder/Schulkinder gilt. Das Kind der FS ist ja nicht mal 2. In dem Alter ist es automatisch so, dass derjenige, der sich mit dem Kind im Raum befindet, die ganze Arbeit hat. Selbst wenn das Kind nicht viel Aufmerksamkeit braucht (jedes Kind ist unterschiedlich, aber bei einjährigen ist das selten), wird doch oft irgendetwas verschüttet usw. Mein Kind ist jetzt 7 und die Zeit die ich in die Hausarbeit stecke ist schon um ein Vielfaches weniger geworden im Vergleich zu vor 6 Jahren (und trotzdem sah es nie ordentlich aus).
Es ist schwierig zwischen uns, mein Mann arbeitet viel und geht danach trainieren, er kommt spät nach Hause und ich bin den ganzen Tag alleine mit unserem Sohn, ein falsches Wort und er ist direkt sauer, eigentlich ist er fast jeden Tag schlecht gelaunt.
In der Situation würde ich definitiv nicht an ein zweites Kind denken. So viele Menschen denken, wenn sie das imaginäre Zwei-Kind-Soll erfüllt haben, sind die glücklicher. Das ist natürlich nicht so, wenn man schon kaum Zeit für das erste hat und fast den ganzen Tag schlecht gelaunt ist, wird es selbstverständlich noch schlimmer mit dem zweiten. Er hat den Wunsch, aber du wirst diejenige sein, die die Erziehung übernimmt und ihre Gesundheit opfert. Überleg es dir gut.
w,35
 
  • #24
Ich möchte den Mann jetzt nicht verteidigen. Auch ich finde dass er ihr ruhig mehr helfen könnte.

Aber manches kenne ich von mir selbst und kann es auch ein Stück weit nachvollziehen.
Auch ich war als die Kinder da waren weiterhin der Vollzeit-Hauptverdiener, außerdem schmiss ich den ganzen Haushalt (auch schon vor den Kindern) und habe ungelogen fast jeden Abend damit verbracht.
Trotzdem bekommt man das Gefühl dass das alles nichts mehr zählt und nichts mehr wert ist sondern dass man für die Frau nur noch dann einen Wert hat wenn man das Kind/die Kinder betreut. Was man darüber hinaus noch für die Familie tut wird ausgeblendet. Vielleicht geht es ihm ja ähnlich.

Dass er abends immer schlecht gelaunt ist könnte auf Belastungen bei der Arbeit, vielleicht sogar einen BurnOut, hindeuten. Das kenne ich von mir auch als ich vor Jahren an einem BurnOut (bzw. Depressionen, ausgelöst durch Mobbing) litt war ich auch dauernd schlecht gelaunt und auch echt nicht gerade freundlich zu meiner Familie (was mir heute noch leid tut), ich kannte mich selber nicht mehr. Möglicherweise solltest Du mal nachforschen ob diesbezüglich was im Argen liegt.
 
  • #25
ein falsches Wort und er ist direkt sauer, eigentlich ist er fast jeden Tag schlecht gelaunt.
Was mich noch interessieren würde: redet er eigentlich darüber, warum er immer so schlecht gelaunt ist? Was ihn beschäftigt? Habt ihr euch vor der Geburt des Kindes offen über so etwas ausgetauscht? Kommunikation ist so wichtig in einer Beziehung, und ihr sagt ja beide scheinbar nicht offen, was euch stört und warum ihr unzufrieden seid. Wie hier schon gesagt wurde, ist Harmonie in dem Sinne, dass alle Probleme verdeckt werden und du noch mehr kuschst ja nichts erstrebenswertes.
Wenn sich nichts ändert, weil er nichts ändern will, eine Paartherapie nichts bringt o.ä., würde ich auch sagen: dem Kind zuliebe wäre eine Trennung dann ratsam. Aber auch ich glaube mich zu erinnern, dass da was mit dem Hausbau und Papieren war…
Du hast ja mal geschrieben glaub ich, dass du so diese alte Art Männlichkeit anziehend findest. Ein bisschen logisch ist dann diese Folge von seinem Verhalten wahrscheinlich schon. Aber es tut mir trotzdem leid, weil man ja eben hinterher immer schlauer ist als vorher, vor allem in dem jungen Alter.
 
  • #26
Ich habe noch keine Kinder, aber mein Partner und ich teilen uns Haushalt und kochen. Er meinte zu dem Thema mal, dass das doch selbstverständlich wäre und er das aus seinem Elternhaus auch nicht anders kennen würde.

Kann es daher sein, dass dein Mann aus einem Elternhaus kommt, in dem es traditionell gehandhabt wurde? Vater hat gearbeitet, Mutter war Hausfrau?

Falls du dich nicht trennen möchtest, würde ich das Thema mal bei Freunden/seiner Familie ansprechen, vielleicht reden die mal ein ernstes Wörtchen mit ihm? Langfristig ist es aber keine Lösung, er muss es schon einsehen und auch selbst wollen.

Zum Thema zweites Kind. Natürlich möchte er noch eins, damit du noch abhängiger wirst von ihm, du dich nicht von ihm trennst. Er spürt nämlich, dass du mit dem Gedanken spielst.
 
  • #27
Liebe Blume,

für mich klingt deine Schilderung nach einer schlimmeren Version meiner Ehe, aus der ich mich getrennt habe, weil ich auch so enttäuscht war von seinem Desinteresse und seinen ständigen Ausreden.

Dummerweise dachte ich lange, dass ich ihn brauche, aber irgendwann wurde mir bewusst, dass ich ja sowieso bereits alles zu 90 % allein mache, was Haushalt, Erziehung, Betreuung etc betraf. Und dazu nur noch einen nörgelnden und schlechtlaunigen Mann ertrage.

Warum er immer so mies drauf war, hat sich mir nie erschlossen, irgendwann auch nicht mehr interessiert.

Dein Mann zieht sein Ding durch, da gibt es kein WIR, keinen Gedanken an dich oder das Kind.

In so einer Situation über ein zweites Kind nachzudenken, finde ich etwas absurd. Denn es würde noch mehr Arbeit und Stress für dich bedeuten.

Ich würde ihm an deiner Stelle sagen, was dich stört und gleichzeitig mitteilen, dass du über ein zweites Kind nachdenken wirst, wenn sich hinsichtlich des ersten und aller kritisierten Punkte nachhaltig was ändert.

Also erst ändern und Taten umsetzen lassen und nicht auf Zusagen von ihm, was er denn dann, wenn das zweite da ist, alles machen würde.

Nach meiner Trennung habe ich aber auch gesehen, dass es auch ganz anders geht. Bei meinem Partner jetzt ist es fast zuviel des Guten, er macht alles für unsere Beziehung, ein schönes Miteinander. Es ist für ihn selbstverständlich, auch im Haushalt mitzumachen.

Ich denke du bist zu nachsichtig mit deinem Mann und forderst zu wenig ein.

Selbst wenn du nicht berufstätig wegen des Kindes bist, bist du nicht 24/7 für alles zu Hause allein zuständig.

Denn das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass er 24/7 ebenso arbeitet und Geld verdient.

Würde er das, könnte er als erstes mal jemanden dafür bezahlen, der seinen Teil der Hausarbeit und Kinderbetreuung übernimmt.

Lass dir nicht die Butter vom Brot nehmen, er ist zu 50 % für alles mitverantwortlich!
 
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  • #28
Du hast ja mal geschrieben glaub ich, dass du so diese alte Art Männlichkeit anziehend findest. E
Finde ich persönlich auch. ABER dieser Mann ist nicht männlich, sondern absolut unreif, nörgelig und manipulativ. Ich habe so einen mal erlebt. Er hat alles, was man sich wünscht - gute Position, schickes Haus, eine tolle richtig attraktive Frau. Der kam mal von der Arbeit um 16.00(ich war gerade zu Besuch), hat rumgemotzt, dass er müde ist, als seine Tochter ihm was zeigen wollte, danach Unmut geäußert, als seine Frau dem Sohnemann ein Brot gemacht hat. Ok, der Sohn war 14,hätte selber machen können, aber irgendwie hatte ich das Gefühl , es ging nicht um Brot, sondern darum, dass der Sohn gepampert wurde und nicht der Mann🤓.
 
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  • #29
Ich scheine wohl nicht die Einzige zu sein, die annimmt, daß er das 2.Kind nur aus egoistischen Gründen haben möchte.
Das hat nichts mit Liebe zu Kindern zu tun.
Er kennt sein erstes Kind ja kaum und schert sich auch nicht drum.
Ich kenne Väter die sich weniger einbinden, aber was hier beschrieben wird ist ja schon Desinteresse und das als Selbstverständlichkeit.
Vermisst er sein Baby nicht wenn er fort ist?
Das Kind merkt das Desinteresse auch, mir blutet das Herz, wenn ich lese das er in den TV glotzt und das Kind so nebenher existiert.
Ein Kind sollte nicht nach Aufmerksamkeit betteln oder nur leise sein müssen, damit der Herr Vater SEINE Ruhe hat.
Man schafft sich keine Kinder an um dann Ruhe zu haben, man kann sich Ruhepausen mit dem Partner einräumen, aber nur als Team!
Mich nervt das so richtig alles zu lesen, ich bin AE und habe ehrlich gesagt mehr Freiheiten und vor allem HARMONIE im Hause.
Ein schlecht gelaunter Mann, dem ich seine Schlüpfer waschen darf und morgens für ne miese Nummer herhalten muss, würde meine Lebensqualität mindern wenn nicht sogar mein Leben versauen.
Liebe Blume, nimm dir das zu Herzen was hier geschrieben wird!
 
  • #30
Ich denke, dass das nur für ältere Kinder/Schulkinder gilt. Das Kind der FS ist ja nicht mal 2. In dem Alter ist es automatisch so, dass derjenige, der sich mit dem Kind im Raum befindet, die ganze Arbeit hat.
Wenn die Mutter aber die Hauptbezugsperson ist, weil das Kind in der Regel sowieso den ganzen Tag mit ihr verbringt und der Vater abwesend ist, dann ist es aber auch automatisch so, dass das Kind der Mutter hinterher rennt, wenn sie duschen geht.
Das war selbst bei mir so, obwohl der Vater der Kinder deutlich anwesender war als das Exemplar von Blume hier.

Und klar — man kann den Mann dann selbst wie ein Kind behandeln und ihn genau anweisen, wie er was zu machen hat. Das wird aber in aller Regel nach hinten losgehen, weil der Mann da erstes keinen Bock drauf hat und weil es trotzdem nicht funktionieren wird und im Frust endet. Deshalb meine ich: wirklich weggehen. Dem Kind deutlich sagen: ich bin jetzt weg und der Papa ist da. Nur dann funktioniert es.
w45
 
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