• #1

Wie geht man in langen Beziehungen mit den "Macken" des anderen um?

Ein paar der aktuell diskutierten Themen haben mich zu dieser Frage bewegt. Es ging hier ja kürzlich öfters um Zweifel in der Beziehung, um die Art und Weise, wie man mit seinem Partner Kommuniziert und ob das überhaupt etwas bringt (Klare Kommunikation) und ob es überhaupt möglich ist, dauerhaft glücklich mit einem Partner zu sein (Ist es überhaupt möglich, sein ganzes Leben lang mit einer Person glücklich zusammen zu sein?).

Ich bin 25 und meine längste Beziehung ging gerade mal 2 Jahre. Verglichen mit meinen vorherigen Beziehungen stört mich an meinem jetzigen Partner fast nichts, wir konnten bisher alle Meinungsverschiedenheiten klären. Dennoch gibt es Dinge, die ich manchmal nicht verstehe, ich nenne es mal Kleinigkeiten, weiß aber sehr wohl, dass auch daran irgendwann mal eine Beziehung kaputt gehen kann. Ich denke aber trotzdem, dass wir eine sehr gute Basis haben, denn die absolut immer perfekte Beziehung gibt es ja nicht.. oder?

Ich frage mich oft, wie es sich wohl anfühlt, in einer längeren Beziehung zu sein. Wie geht man nach 10, 20 oder mehr Jahren mit den kleinen Fehlern des anderen um? Aus bisheriger Erfahrung kann ich leider nur sagen, dass auch Kleinigkeiten irgendwann zu großen Problemen werden. Ignoriert man das irgendwann einfach? Oder lernt man einfach damit umzugehen? Und am wichtigsten: kann man einen Partner, den man in jungen Jahren kennengelernt hat, ein Leben lang lieben, mit ihm zusammen sein ohne finanziell oder anderweitig abhängig zu sein?
 
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  • #2
Ignoriert man das irgendwann einfach? Oder lernt man einfach damit umzugehen? Und am wichtigsten: kann man einen Partner, den man in jungen Jahren kennengelernt hat, ein Leben lang lieben, mit ihm zusammen sein ohne finanziell oder anderweitig abhängig zu sein?
Meiner Meinung nach geht Ignorieren nicht, wenn etwas wirklich stört. Damit umgehen lernen? Wie denn? Wegschauen, weghören? Den Widerwillen unterdrücken? Das ist doch nicht erstrebenswert, sich so zu verbiegen.
An den lebenslangen Traumprinzen glaube ich nicht, das ist Hollywood, das existiert nicht. Beziehung ist harte Arbeit, sich wirklich drauf einzulassen, mit Belastungen wie Kinder fertig werden, das ist alles kein Zuckerschlecken.
Und wenn man in jungen Jahren miteinander ein Leben aufbaut, klar ist man dann abhängig und verflochten.
 
  • #3
Gegenfrage, möchte man wirklich einen sogenannten perfekten Partner? Wo alles passt, wo es nie Streit und Meinungsverschiedenenheiten gibt, keine kleinen Macken. Kurzum, eine Beziehung ohne Reibungspunkte? Ich für mich kann sagen, definitiv nein, denn das wäre Langweilig und würde auf Dauer zu einem Problem werden!
 
  • #4
Gegenfrage, möchte man wirklich einen sogenannten perfekten Partner? Wo alles passt, wo es nie Streit und Meinungsverschiedenenheiten gibt, keine kleinen Macken. Kurzum, eine Beziehung ohne Reibungspunkte? Ich für mich kann sagen, definitiv nein, denn das wäre Langweilig und würde auf Dauer zu einem Problem werden!
Befruchtende Diskussionen, Auseinandersetzung, das sind Dinge, die eine Beziehung beleben. Die will jeder.
Die FS fragt aber nicht danach, sondern nach den kleinen Macken, die einen wahnsinnig machen. Die können ganz schön zermürbend sein.
 

Laleila

Cilia
  • #5
Also ich kann aus der Perspektive einer gut 20jährigen Beziehung sprechen.
Vor meiner Ehe habe ich gezielt nach jemanden gesucht, mit dem ich lange leben könnte. Ziemlich kopfgesteuert. Egal wie verliebt ich war, wenn ich Wesensmerkmale oder Eigenheiten an dem anderen sah, welche perspektivisch problematisch werden könnten, beendete ich es.
Mein jetziger Mann ist auch nicht ganz ohne Macken, das ist kein Mensch, aber die kann ich locker abfedern. Das Glück in dieser Beziehung überwiegt die klitzekleinen Eigenheiten.
Was die Liebe angeht kann ich dagen, die wuchs in all den Jahren beständig, die Vertrautheit vertieft sich, die Bindung verfestigt sich. Zwar lässt die sexuelle Leidenschaft nach, aber dies ist ein natürlicher Vorgang wie das Altern.
Nun hat man zwei Wege damit umzugehen, dich darüber zu ärgern, was nichts als Ärger bringt oder aber sich über die wachsenden Vorteile einer langen liebevollen Beziehung freuen. Und das tuen wir, es macht uns glücklich. Wir freuen uns tatsächlich noch jeden Tag aufeinander.
Ich lasse regelmäßig die Zahnpaste offen, wr mag das nicht. Also haben wir nun jeder eine eigene Tube. So what. Dafür lässt er sein Werkzeug an allen möglichen und unmöglichen Stellen liegen. Wenn es moch stört sammel ich es zusammen und plaziere es ihm mit einem Betthupferl daneben, auf seinem Kopfkissen. Darüber muss er noch immer lachen und räumt es dann weg.
Watum sollte ich mich über doetwas aufregen, schliesslich ist es nur eine seiner Macken, er tut es ja nicht um mich zu ärgern. ;-)
Also einfach immer auf das Verbindende konzentrieren...
 
  • #6
Es gibt Dinge, die man selbst nicht mag, aber durchaus beim Partner akzeptieren kann. Toleranz muss auch Platz in einer funktionierenden Partnerschaft haben. Macken, die allerdings immer wieder einen gewissen Störfaktor darstellen, zerren irgendwann an der Beziehungsqualität. Mir wäre in diesem Fall meine noch vorhandene Lebenszeit zu schade, um mich immer wieder darüber zu ärgern!
 
  • #7
Nach bald 20 Jahren kann ich nur sagen, dass es da nicht DIE Vorgehensweise und Lösung gibt. Mein Mann hat einige Macken, die mich früher gestört haben - über die sehe ich jetzt gelassen und großzügig hinweg. Umgekehrt genauso. Das funktionierte nach ein paar Jahren supergut, die "mackenfreien Zonen" überwiegen einfach und verschaffen uns eine zufriedene Beziehung. Die Macken verlieren irgendwie an Wichtigkeit. Er hat ein paar wenige Macken, wo ich augenrollend zuschaue und mich schnellstmöglich nicht weiter damit befasse. Umgekehrt wieder genauso. Da ist einfach Toleranz angesagt. Eine Macke hat uns zu verschiedenen Badezimmern gebracht: bei ihm muss das Badezimmer fast schon steril sein (so mit nach jedem Händewaschen Waschbecken säubern und trockenreiben); ich bin da eher chaotisch. Wir lieben uns trotzdem noch. Bei uns haben grundsätzlich die positiven Aspekte des Lebens immer mehr Raum und Beachtung bekommen wie die Dinge die nerven.
 
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  • #8
Gegenfrage, möchte man wirklich einen sogenannten perfekten Partner? Wo alles passt, wo es nie Streit und Meinungsverschiedenenheiten gibt, keine kleinen Macken.
Also, ich möchte das.
Ich brauche keinen belebenden Diskussionen, um die Langeweile in einer Partnerschaft zu bekämpfen.

Ich weiß natürlich, dass das eine Utopie, eine nicht erreichbare Idealvorstellung ist. Aber ich kann das ja trotzdem gut finden und danach streben.

w 48
 
  • #9
Kommt drauf an, was Dich stört. Ich würde das einteilen in verschiedene Kategorien. Grundlegendes - Heirat, Kinder, Lebensplan, Wohnort. Darüber kann meist nicht verhandelt werden, weil sich einer furchtbar verbiegen und ein fremdes Leben führen müsste.
Unänderbare Angewohnheiten. Wenn einer beim Essen schnieft und Du das nicht ab kannst - wie willst Du den ertragen? Manche Leute können nicht mal Kaugeräusche ertragen. Soll man den armen Menschen dann jedesmal anföhnen?
Änderbare Angewohnheiten: Schlechte Manieren. Das müsstest Du sagen, und hoffen. Oder Du gewöhnst Dich dran.
Charakter und Eigenheiten: Jeder hat seine Art, Liebe zu zeigen und zu kommunizieren usw. Wenn man der Meinung ist, man allein sei der Maßstab, ist man sehr intolerant und wird immer irgendwas zu Meckern finden. Der andere kann sich hier nicht ändern.
Unreife: Wenn ein Partner unreifer ist als Du oder stehenbleibt, während Du Dich entwickelst, passt es nicht mehr, weil die reifere Person sich dauernd an das untere Niveau anpassen müsste.

Zwar lässt die sexuelle Leidenschaft nach, aber dies ist ein natürlicher Vorgang wie das Altern.
Nein, ist es nicht, weil es Gegenbeispiele gibt. Es liegt an den Menschen, wenn die Beziehung so wird.
Wenn Du Deine Beziehung nach dem Kopf ausgesucht hast und nicht dem Zufall überlassen wolltest, ob das Zusammenleben passt, wär es ein Zufall, wenn auch die sexuelle Anziehung groß gewesen wäre. Andersrum passt es vielleicht auch manchmal nicht und die Partner würden sich zerfleischen, wenn die sexuelle Anziehung zwar da ist, aber die Beziehung nicht lebbar ist.
 
  • #10
Und am wichtigsten: kann man einen Partner, den man in jungen Jahren kennengelernt hat, ein Leben lang lieben, mit ihm zusammen sein ohne finanziell oder anderweitig abhängig zu sein?

Ja, ich denke schon, dass es solche Beziehungen gibt. Sie erfordern sicher auch viel Toleranz und sie erfordern, dass die "Macken" nicht so gravierend sind, dass man damit nicht leben möchte. Ich glaube, das sind weniger als die Hälfte aller Beziehungen.

Der Umgang damit liegt im letzten Halbsatz: Mach Dich nicht abhängig. So kannst Du wirklich freiweillig zusammenbleiben und musst es nicht aus finanziellen oder sonstigen Gründen. Klar gibt es Situationen im Leben, in denen Du nicht einfach flüchten kannst, z. B. mit Kindern, aber grundsätzlich halten eben nicht alle Beziehungen ewig und damit ist es einfach wichtig, im Zweifelsfall die Option Trennung zu haben.
 

Laleila

Cilia
  • #11
@void ich schrieb nicht von fehlender sexueller Anziehund, sondern von nachlassender sexueller Leidenschaft, diese ist nun mal nur in der ersten Zeit im vollen Umfang vorhanden. Wir hatten das erste Jahr 2-3mal Sex pro Tag, wie alle frischen Paare wahrscheinlich und mit Verlaub, ich kenne kein Paar, welches dieses Level über 20 Jahre hält.
Die Ausnahmen sind so selten, dass sie statistisch zu vernachlässigen sind.
Es ist völlig daneben jungen Paaren etwas anderes einreden zu wollen.
Von seinem Partner zu erwarten, dass er wie man selbst tickt, ist nicht nur intolerant sondern auch zutiefst narzisstisch, da man seine persönlichen Wertmaßstäbe als Norm zu Grunde legt.
Wenn einen dieacken des anderen nerven sollte man sich zu allererst fragen: "Warum stört es mich so sehr".
So man dabei ehrlich mit sich selbst umgeht, landetan in den meisten Fällen bei den eigenen Befindlichkeiten und verdrängten Minderwertigkeiten.
@Tulaya hat, eine sich positiv entwickelnde Liebe, treffend beschrieben.
@moringa, führe Dir vor Augen wofür Du Deinen Partner liebst, wenn Du Dich wieder mal über eine Gewohnheit von ihm ärgerst. Dann überlege warum es Dich gerade nervt und was DU dafür tun kannst, diese Gefühle bei Dir zu ändern. Menschen passen zurinander, wenn sie sich dafür entscheiden einander mit all den Unterschiedlichkeiten anzunehmen und zu lieben.
Liebe ist ein bewusster Entschluss, wer diese Gefühle dem Zufall überlässt, wird wie jeder andere Mensch auch, nach einer definierten Zeitspsnne seine rosa Brille verlieren.
Die Menschen, welche sie schon vorher immer mal absetzten und um die scheinbaren Gehler des Anderen wissen, dich damit auseinandersetzen und sich dennoch entscheiden ihn zu lieben wie er ist, werden deutlich größere Chancen auf eine glückliche gemeinsame Zukunft haben, als jene, welche einfach hoffen die Liebe trage einen ein Leben lang über alle Unwegbarkeiten hinweg.
Andersherum wird ein Schuh daraus, wer sich für immer binden will, muss auch bereit sein die Liebe über die Unwegsamkeiten des Lebwns und des Alltags zu tragen.
 
  • #12
Noch ein Nachtrag:
Wenn Sex einem wichtig ist, dh. dass der Partner sexuell kompatibel ist, dann sollte man auch wirklich darauf achten, ob einen in diesem Bereich was fehlt oder stört, und das am Anfang der Beziehung. (z.B. der eine ist leidenschaftlich, der andere nicht)
Es wird nicht umsonst so oft fremdgegangen, obwohl die Menschen keine bösartigen Lügner sind, sondern einfach sexuell frustriert in ihrer Beziehung, und statt einzusehen, dass mit diesem Partner keine Kompatibilität gegeben ist (ich gehe jetzt mal davon aus, dass man nicht jede Woche einen neuen Betthasen braucht, sondern an sich treu und monogam veranlagt ist), weil man anfänglich auf ganz andere Dinge geachtet hat, und dann wird auch nicht drüber geredet, weil es das Ende der Beziehung bedeuten könnte und man sitzt in dieser Falle, dass gar kein Sex mehr stattfindet, der befriedigend sein könnte.
Es ist nunmal ein wichtiger Punkt, wenn einen in diesem Bereich was stört oder man zu kurz kommt, das zu begreifen, dass es mit diesem Partner nicht möglich ist und auch so bleibt.
Aber es wird wenig drauf geachtet, weil anscheinend davon ausgegangen wird, dass es nicht wichtig ist oder automatisch funktionieren muss.
 
  • #13
Ich finde das wirklich kleine Macken nicht zermürben!
Zermürben tun die, die man zu lange ignoriert hat und so künstlich kleingehalten wurden, letztendlich aber sehr grosse Macken waren.

Zwei Beispiele...mein Exmann war manchmal sehr launisch.
Aber eben nur manchmal...und ich habe es sehr früh angesprochen.
Er wusste es letztendlich selbst und ich konnte und durfte ihn dann "stehen " lassen!
Ich musste mich der Situation nicht aussetzen.
Gut geklärt war es gut zu händeln.
Daran ist unsere Ehe nicht gescheitert.

In einer anderen Beziehung habe ich Geiz als kleine Macke sehen wollen.
War sie aber nicht....sie zog sich durch bis hin zu Geiz bei Gefühlen.

Wenn jemand Ecken und Kanten hat, kann man mit denen Leben, die für einen selbst nicht so spitz sind.

Ignorieren führt da eher zu Selbstbetrug...
Früh besprechen hilft.
 
  • #14
Liebe ist ein bewusster Entschluss, wer diese Gefühle dem Zufall überlässt, wird wie jeder andere Mensch auch, nach einer definierten Zeitspsnne seine rosa Brille verlieren.
Ich muss Dir schon wieder widersprechen. Beziehungführen ist ein bewusster Entschluss. Liebe ist ein Gefühl. Wenn man liebt, aber diese Liebe nicht leben kann, weil die Menschen zu unterschiedlich sind, dann funktioniert die Beziehung nicht. Ebenso gibt es noch nach Jahren keine Liebe, wenn man sich nicht lieben kann. Man kann sich aneinander gewöhnen und auch eine gute WG eingehen, man kann den anderen schätzen und sehen, wie sehr er sich auch bemüht um eine gute Beziehung. Liebe nützt auch nichts, wenn man sie abwehrt, weil man gerade keine Beziehung haben will oder weil der Mensch ein anderes Lebenskonzept hat.
Um lieben zu können, muss man sich selbst lieben, das ist ja eine Binsenweisheit. Und ein Mensch, der das nicht kann, müsste doch nach dieser Definition auch keinen anderen lieben können und das wird er auch nicht lernen in einer Beziehung.
Das, was Du als Beziehung beschreibst, geht ja davon aus, dass man sich selbst lieben kann, weil man dann die Macken des anderen tolerieren kann, denn man will ja, dass die eigenen Macken auch toleriert werden. Aber das ist auch noch kein Beweis für Liebe an sich, sondern nur für die Erkenntnis, dass man selbst nicht der Maßstab ist.
Ich verstehe den Ausspruch "ich habe ihn lieben gelernt" nicht. Für mich heißt das: "Ich habe gelernt, ihn zu tolerieren mit seinen Macken, weil ich gesehen habe, dass ich auch welche habe", aber wo soll da Liebe entstehen? Es sei denn, man wusste es vorher nicht, was Liebe ist und fühlt es dann. Aber sich mit dem Kopf dazu entscheiden, was das Herz fühlen soll - keine Ahnung, ob es Menschen gibt, die so an Liebe rangehen. Aber es gibt ja auch Leute, die andere als Gefühlskriterien haben für die Partnerwahl. Die verstehe ich auch nicht, das ist aber nicht deren Problem.
Meine Bekannte versucht übrigens seit über 10 Jahren den Mann an ihrer Seite zu lieben. Ihre Haltung ist, dass ein anderer Mann auch Macken hat und solange "die große Liebe" nicht vorbeikommt, kann sie auch gleich beim jetzigen bleiben. Da ihr aber ihr Sohn das geben soll, was sie vom Mann vermisst, ist der ziemlich mit Beschlag belegt, sich um die emotionalen Wünsche der Mutter zu kümmern.
 

Laleila

Cilia
  • #15
Liebe@void,

Nein, ich meinte schon das Gefühl Liebe als ich vom Entschluss sprach. Wenn ein Mensch viele, für mich, liebenswerte Wesensmerkmale besitzt, keine optischen oder anderweitigen NoGo's aufweist kann ich beschließen ihn zu lieben. Und auch wenn Du es Dir offenbar nicht vorstellen kannst, ist es möglich seine Gefühlswelt nachhaltig zu beeinflussen. NLP sagt Dir sicher etwas.
Und nein, ich lerne nicht einfach den anderen zu tolerieren, weil ich selbst mit meinen Eigenheiten angenommen sein möchte.

Meinen Mann liebe ich inzwischen in einer Tiefe und mit einer Nachhaltigkeit, welche ihresgleichen suchen. Fremde halten uns meist für ein frischverliebtes Paar und eine Freundin, selbst seit 30 Jahren sehr glücklich mit ihrem Mann zusammen, spricht immer voller Begeisterung über die Harmonie und Zärtlichkeit, welche wir ausstrahlen.
Klar weiss ich auch wie es sich anfühlt verknallt zu sein, ich war es häufig, aber seit spätestens meinem 20. Lebensjahr weiss ich, dass dieses wunderbare Gefühl der Verliebtheit, nicht viel mehr als evolutionär sinnvoller, vorrübergehender, biochemisch gesteuerter "Wahnsinn" ist.
Das heisst, ich genieße das Gefühl wenn es kommt, messe ihm aber keine größere Bedeutung bei als einem natürlichen Drogenrausch.
Mit diesem Wissen müsste ich verrückt sein in der Zeit so existenzielle Entscheidungen, wie die über eine Beziehung, zu fällen.
Und weil ich selbst mein Essen mir größerer Sorgfalt auswähle als den Menschen in den ich mich verknalle, fallen diese Männer schon mal gänzlich als potentielle Partner aus. Zu hoch das Risiko, dass meine Entscheidung doch noch hormonvernebelt getroffen wird und die "Liebe" dann irgendwann endet.
Dies passiert nicht, wenn man sich die Kandidaten mit klarem Verstand auswählt, ihr soziales, berufliches, familiäres Umfeld durchleuchtet, den Menschen beobachtet, analysiert, schaut ob man kompatibel ist und dann, wenn dies alles abgesichert ist, Liebe zu ihm aufbaut.
Klingt unromantisch? Ich verzichte gern auf die Romantik der ersten drei Wochen für die Romantik welche ich dann mein Leben lang mit diesem Menschen erfahre.
Und was soll ich sagen? Es funktioniert. Und die Liebe wächst mühelos weiter, tagtäglich.
 
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  • #16
Ich wollte Dir das nicht absprechen, aber ich hatte das auch so (wobei ich natürlich nicht weiß, WIE Deine Beziehung genau war. Es klingt in den Punkten, die Du angesprochen hast, so.) und es hat nicht gereicht. Jeder hat uns für frisch verliebt gehalten, meine Freundin hat mich beneidet. Ich habe den Mann auch geliebt in der Art, wie Du es beschreibst. Es hat was gefehlt. Jahrelang um die Beziehung bemüht, Liebe auf beiden Seiten.

Klar weiss ich auch wie es sich anfühlt verknallt zu sein, ich war es häufig, aber seit spätestens meinem 20. Lebensjahr weiss ich, dass dieses wunderbare Gefühl der Verliebtheit, nicht viel mehr als evolutionär sinnvoller, vorrübergehender, biochemisch gesteuerter "Wahnsinn" ist.
Da geh ich ja mit Dir konform, davon sprach ich aber auch nicht. Ich meinte schon Liebe und nicht Verknalltsein. Und Du denkst sicher wie ich, dass man in dieser Schmetterlingszeit aufpassen muss, dass man sich nicht an Dinge und Umstände anpasst, die man sich nachher schönreden muss, aber ewig unglücklich ist (aus Verliebtheit umziehen, Kinderwunsch aufgeben, Studium abbrechen usw., Dinge, die man im Leben bewusst wollte.) Wenn man sich emotional schon verkettet hat, ist die Überlegung, wieder auseinander zu gehen, weit weg. Es werden Verhältnisse hingenommen und es wird um Verhaltensweisen diskutiert, die in einer Beziehung einfach nicht vorkommen sollten, wenn man davon ausgeht, dass einer den anderen achtet. Insofern tut man gut daran, den Verstand nicht auszuschalten, weil man verknallt ist.

Unromantisch finde ich das gar nicht. Es liegt an der Erfahrung, dass man einen Menschen nicht ändern kann, und an Menschenkenntnis. Dementsprechend fällt man auf seine eigene Verknalltheit nicht mehr rein und guckt genauer hin.
Aber das ist nicht das, was ich mit Liebe meinte. Ich bin allerdings der Ansicht, dass sich nicht jede Liebe leben lässt, auch wenn man sie fühlt. Vielleicht kommt dann unterm Strich dasselbe wie bei Dir raus, dass man die, bei denen man das Gefühl hat, trotzdem noch nach anderen Parametern betrachtet, denn Liebe allein reicht ja nicht für eine gute Beziehung.
 
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Laleila

Cilia
  • #17
Ich wollte Dir das nicht absprechen, aber ich hatte das auch so (wobei ich natürlich nicht weiß, WIE Deine Beziehung genau war..(..)
Meine Beziehung war nicht, sie 'ist'... ;-)

Nunja, wir mussten nie versuchen die Beziehung zu erhalten. Nachdem ich mich zur Liebe entschlossen hatte und sie auch lebte wurde alles 'rund'. Allerdings muss ich zugeben, dass mein Partner da anders heranging. Für ihn war es die viel besungene 'Liebe auf den ersten Blick'. Vielleicht funktioniert dieses System auch nur, wenn einer der Partner dieses Gefühl hat, wie mein Mann, ein hoffnungsloser Romantiker ist.
Ich weiss es nicht aber ich glaube, eben weil es so gut funktioniert, für mich an die bewusst antrainierte Liebe für jemanden, als Basis für eine langfristig glückliche, liebevolle Beziehung.

Auch denke ich, dass liebevolle Rituale oder Prinzipien dabei helfen, auch nach Jahrzehnten noch glücklich miteinander zu sein. Grundsätzlich entscheidend ist m.M.n. aber die vernunftgesteuerte Auswahl des Partners. Egal wie toll ein Mann mir persönlich erscheint, Einzelkinder, Scheidungskinder, Menschen aus zerütteten Familienverhältnissen oder Nanny-Zöglinge fielen bei mir beispielsweise als Risikogruppe aus der Partnerwahl. Genau wie viele andere Faktoren.
Vielleicht hatte ich auch nur Glück mit diesem speziellen Menschen.

Ob es Lieben gibt, welche nicht lebbar sind kann ich tatsächlich nicht beurteilen. Ich höre/lese es oft aber kenne dieses Gefühl selbst so gar nicht, da Liebe erst zulasse, wenn ich genau weiss, dass sie auch lebbar ist.
Ansonsten geht es für mich emotional nicht über freundschaftliche Gefühle hinaus.

Der FS wollte ich in erster Linie die Frage beantworten, wie man nach so langer Zeit einen Menschen noch lieben kann und dass kleine Macken kein Grund sein sollten, eine ansonsten gute Beziehung zu beenden.
Denn meist sind die scheinbaren Fehler am anderen, nur projizierte eigene Ängste oder Unzulänglichkeiten.

"Macken" sind für mich definitiv nicht :
Psychische Erkrankungen
Übermäßiger Genuss von Suchtmitteln
Geiz
Misstrauen
Intoleranz
Verantwortungslosigkeit

Dies sind Gründe keine Partnerschaft mit dem Menschen einzugehen.
 
  • #18
Aus bisheriger Erfahrung kann ich leider nur sagen, dass auch Kleinigkeiten irgendwann zu großen Problemen werden.

Die meisten sog: "Kleinigkeiten" sind eben schon zu Beginn eigentlich keine "Kleinigkeiten", sondern durchaus große Problempotentiale. Viele Manchen denken aber, dass es "besser wird", oder zumindest, auf dem "Kennenlernstand" stabilisiert, so bleibt und sie sich damit langfristig arrangieren können.

Ich nenn mal zwei Beispiele für solche "Kleinigkeiten", die im Freundeskreis mittel, bzw. langfistig zum Scheitern der Beziehung führten:

- Ein Freund, der so wie ich auf schlanke Frauen steht, lernt mit Mitte 20 (sie Anfang 20) eine Frau kennen, die ein mittleres Normalgewicht hat, aber der man irgendwie ansieht, dass sie eigentlich vielleicht etwas popperer ist. Es stellt sich heraus, dass sie ein dickes Kind und eine zu dicke Jugendliche war, aber Anfang 20 stark abgenommen hat. Ihre Familie ....Mutter, Schwestern, etc. ...sind alle sehr üppig. Sie hält sich wirklich Jahre sehr gut (für ihre Verhältnisse); sie heiraten und bekommen 2 Kinder. Mit Mitte 30 wiegt sie leider (wieder) irgendwas zwischen 120 und 150kg (bei ca. 175cm Größe). Die Beziehung scheitert und im Nachinein berichtet sie, dass er sie schon mehr als 2 Jahre nicht mehr angefasst hat...

- Ein anderer Freund lernt ein Mädchen aus sog. "einfachen Zuhause" kennen. Sie hat eine solide Lehrausbildung und macht berufsbegleitend Fachabitur nach. Dann macht sie an einer dieser Euro-Irgendwas Berufsakademien einen Bachelor im Bereich Pflegedienst/Gesundheitsmanagement. Mein Freund promoviert in der Zeit und steigt in höhere Leitungskreise auf. Sie hat immer weniger Lust, z.B. zu Eröffnungen von Kunstaustellungen mitzugehen, wo seine Firma als Sponsor auftritt, da sie sich, mangels Kentnissen in Kunst und Kultur (sein Vater war einschlägiger Professor), oft blosgestellt fühlt. Die Beziehung scheitert.

Beide Fälle waren in ihrer Entwicklung, mit einer Wahrscheinlichkeit von 80-90%, voraussehbar und eben keine "Kleinigkeiten"!

V.m46
 
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  • #19
@Laleila Das ist interessant, dass es für Deinen Partner die große Liebe auf den ersten Blick war.
Sieht so aus, als ginge es Deinem Mann wie mir. Er weiß gleich, wen er lieben kann oder wird und wen nicht.

Es wird ja manchmal gesagt: Der MANN muss sich verliebt haben, dann hat die Frau ein schönes Beziehungsleben, wenn sie sich darauf einlässt, dh. ihn als Partner auch attraktiv findet.

Jedenfalls scheint was dran zu sein, dass frau "sich wählen lassen muss". Was die Frage aufwirft, ob man den Mann, der einen als Partner interessieren, "irgendwie" dazu bringen muss, einen so sehr zu wollen, wie man ihn will (was schwierig wird, weil - wie will man das Gefühl erzeugen? Leider war ich früher auch so drauf, dass ich dachte, ich müsste mir Liebe erarbeiten.), oder man kann es vergessen. Ich habe das Gefühl, dass Männer eher weniger dazu bereit sind, eine Beziehung einzugehen, in der sie "lernen müssten", die Frau zu lieben.

Ich höre/lese es oft aber kenne dieses Gefühl selbst so gar nicht, da Liebe erst zulasse, wenn ich genau weiss, dass sie auch lebbar ist.
Es ist schwierig, weil man loslassen können muss aus Einsicht - so in der Art, ich liebe dich, aber ich lass dich los, weil du ohne mich glücklicher bist (und ich auch).
Scheint genau das Gegenstück zu Deiner Einstellung zu sein, nur ist mit mehr Leiden verbunden. Klingt alles nach der Frage erst Verstand, dann das Herz oder umgekehrt, ohne allerdings damit ausdrücken zu wollen, dass eine Art davon schlechter wäre.
 

Laleila

Cilia
  • #20
Es wird ja manchmal gesagt: Der MANN muss sich verliebt haben, dann hat die Frau ein schönes Beziehungsleben, wenn sie sich darauf einlässt, dh. ihn als Partner auch attraktiv findet. (...)
Klingt alles nach der Frage erst Verstand, dann das Herz oder umgekehrt, ohne allerdings damit ausdrücken zu wollen, dass eine Art davon schlechter wäre.

Klingt für mich plausibel. Vielleicht ist des Rätsels Lösung tatsächlich das Zusammentreffen der beiden Liebeswelten.
Und weil Du, mit der Aussage, dass Männer sich wahrscheinlich schwerer damit tun, sich auf Beziehungen einzulassen in denen sie Frau erst lieben lernen dürfen, sollten sie optimalerweise den Vernunftpart der Frau überlassen.

Ich glaube der Versuch? jemanden dazu zu bringen sich in einen selbst zu verlieben, ist in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt. Vereitelt durch das dringende Bedürfnis welches dahinter steht und das man auch immer wieder ausstrahlt.

Ich selbst war aufgrund meiner Vorgehensweise noch nie einseitig verliebt. Wenn man ein recht aktiver, sozial gut eingebundener Mensch ist, lernt man so viele Menschen kennen, dass immer gerade ein paar Männer an einem interessiert sind. Die, welche keine NoGo's hatten, nahm ich dann näher unter die Lupe. So hat man als Frau immer die Auswahl ohne selbst auf die Suche gehen zu müssen.
Männer welche nicht wirklich an mir interessiert waren, fielen so von Anfang an durchs Raster.

Einer liebt immer mehr - heißt es. So war ich immer darauf bedacht nicht der Mehr-Lieber zu sein ohne dies jedoch meinen Partner spüren zu lassen.
 
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  • #21
Einer liebt immer mehr - heißt es. So war ich immer darauf bedacht nicht der Mehr-Lieber zu sein ohne dies jedoch meinen Partner spüren zu lassen.
Ich habe immer befürchtet, dass es Frauen geben könnte, die so denken. Es ist schön, dass ich hier mal Bestätigung dafür finde, denn normalerweise gibt es so niemals jemand zu.
Nach eineseitiger Verliebsheit war es für mich der Anlass, Frauen meinerseits immer ein kleines bischen auf Distanz zu halten. Ob das nun gut oder schlecht ist, kann ich nicht sagen.
 
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  • #22
Ich führe auch eine langjährige Beziehung (Ehe, 21 Jahre). Bei mir persönlich ist es so, dass ich in jungen Jahren kritischer war - ich habe Alles in "alles oder nichts, schwarz oder weiß" eingeteilt. Mit steigender Lebenserfahrung, vielleicht auch mit Eintreten der "Altersmilde" bin ich toleranter geworden. Das hat sich in allen Bereichen, auch in Sachen Beziehung positiv ausgewirkt. Die kleinen Macken meines Mannes, die mich früher mal gestört haben und an denen ich zugegebenermaßen auch rumkritisiert habe, stören mich nun gar nicht mehr.
Er ist halt einfach so, und er tut diese Dinge bestimmt nicht, weil er mich damit nerven will. Ich gehe diesen Dingen inzwischen einfach gelassen aus dem Weg, "reibe" mich nicht mehr daran.
Niemand ist perfekt. Auch wenn diese Plattitüde jedem bekannt ist, brauchte ich persönlich schon einige Zeit der Reifung, um das wirklich zu verstehen.
Alles im Leben ist ein Kompromiss - auch und gerade eine Beziehung. Die Kunst der Beziehungsführung ist meiner Meinung nach, jemanden zu finden, wo der Kompromiss für beide Seite gut lebbar ist und nicht allzu große Abstriche der eigenen Bedürfnisse und Wünsche nötig sind. Es ist eine Utopie zu erwarten, dass es irgendwo einen Menschen gibt, bei dem in keinem Bereich Abstriche nötig sind. Wichtig ist den zu finden und zu halten, der ans "Ideal" weit genug ranreicht.
Und klar kann man jemand ein ganzes Leben lang lieben, auch wenn sich die Liebe wandelt.
 
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  • #23
Nach eineseitiger Verliebsheit war es für mich der Anlass, Frauen meinerseits immer ein kleines bischen auf Distanz zu halten. Ob das nun gut oder schlecht ist, kann ich nicht sagen.
Ok, ich stelle mir das so vor: es muß ständig bewertet werden, einseitig natürlich, wer jetzt gerade wen mehr mag. Ein ständiges Taxieren des Anderen, mit gefolgter Reaktion - mehr Zurückziehen oder mehr Nähe.
Ob das gut oder schlecht ist?
Es ist einfach ungesund, und meilenwert davon entfernt, was eine vertraute und nahe und intime Beziehung ausmacht. Ich würde so weit gehen, zu sagen, das ist nicht einmal eine Beziehung, jedenfalls keine Partnerschaft, wenn sich die beiden so wenig aufeinander einlassen können.
 
  • #24
...Einer liebt immer mehr - heißt es. So war ich immer darauf bedacht nicht der Mehr-Lieber zu sein ohne dies jedoch meinen Partner spüren zu lassen.

??? Wie misst man Liebe? Wie dosiert man ein Gefühl?

Liebe ist für mich ein Gefühl, und ein ganz oder gar nicht. Bißchen Liebe - dann ist es Sympathie, Zuneigung.
Es geht für mich höchstens um zulassen oder nicht.
Ich kann auch nicht Liebe zwingen, empfinden wollen.
Wäre ja manchmal schön, wenn man einen tollen Mann kennen lernt - oder sich verliebt hat, und nach der rosa Brille feststellt, das Gefühl kommt nicht.
Liebe kann in einer Partnerschaft auch vergehen, aus verschiedenen Gründen, aber dann nicht mehr umkehrbar.
Ent-lieben geht mit gewisser Zeit, umgekehrt nicht.

Und wenn ich liebe, kann ich einiges an Macken tolerieren, ich liebe ja den Menschen mit seinen Facetten. (und hoffentlich er mich mit meinen Macken)
Wenn die Diskrepanzen zu groß sind, funktioniert es sowieso nicht. Und wenn sich zuviele Unterschiedlichkeiten im Lauf der Zeit entwickeln, ist es eine der Gründe, warum die Liebe verschwindet.

Zunehmende Intoleranz wäre für mich ein Warnsignal zu prüfen wie meine Gefühle und meine Beziehung generell aufgestellt sind.
 
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  • #25
Wie man in langjährigen Beziehungen mit Macken des Anderen umgeht...ganz einfach, man nimmt sie gelassen, mit Geduld, mit zunehmenden Jahren fällt sie einem sogar nicht mehr auf, weil die spezielle Macke zu seiner Persönlichkeit gehört. Man gewöhnt sich ja mit der Zeit auch ein Verhalten an, womit man mit der Macke recht gut klar kommt und man dieses immer anwendet, sobald die Macke sichtbar wird.
Nur die Macke darf keinesfalls so störend sein, dass sie für permanente Unzufriedenheit und letztlich nur für Frust sorgt. Dies würde sie auch während der Verliebtheitsphase und kurze Zeit später hinaus, ebenfalls und gravierend störend und belastend sein, so dass hier nur noch die Trennung bleibt.
Es gibt Macken, die sind nervig, aber tolerierbar und andere die sind dermaßen lästig und nicht zu tolerieren.
Wenn mir eine Macke auffällt und sie mich nervt, dann sage ich standardmäßig, dass es mich stört, dann bekomme ich eine Standardantwort und dann ignoriere ich es oder ich verlasse die Gesprächssituation. Das Thema gegessen bis zum nächsten Mal. Nur es gibt, keine Vorwürfe ausser dem Rahmen, die Macke ist kein Streit- oder Frustpunkt auf meiner Liste, eher so zu verstehen..."Augenroll...nicht schon wieder...hach...man kennt es ja, *innerlich grins*" (und damit ist es auch wieder gut).
 
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