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Gast

  • #1

Wie geht Ihr mit der Gefahr einer HIV-Infektion um?

Hallo zusammen, es gibt eine Frage, die mich interessiert und ich würde gerne Euch nach Euren Stellungnahmen dazu fragen, um zu erfahren, was meine Zeitgenossen davon halten. Stellt es Euch vor: man/frau ist auf der Partnersuche, lernt jemanden netten kennen, kann sich eine Beziehung mit der Person vorstellen, beide wollen näher kommen... Was mir dabei einfällt (vielleicht bin ich paranoid oder übervorsichtig): was wenn jemand der beiden HIV-infiziert ist und nichts darüber weiß? Dann kann der Partner sich auch infizieren. Man kann doch nicht einfach so vor dem ersten Mal sagen: "Schatz, ich liebe Dich auch sehr, aber gehen wir zuerst einen Test machen lassen". Wie kann man dabei auf der sicheren Seite bleiben? (Kondome sind natürlich eine Lösung, aber man möchte vielleicht auch anders verhüten. Oder sie können reißen und auch dann entsteht die Gefahr.) Vielen Dank im Voraus.
 
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Gast

  • #2
AM Anfang sollte immer mit Kondom verhütet werden! nach einiger Zeit geht man gemeinsam einen HIV-test machen und wartet das Ergebnis ab, bevor man ungeschützt miteinander schläft - das ist heute eigentlich selbsteverständlich und sollte keinem Partner mehr seltsam vorkommen.
Dass Kondome reißen können ist natürlich richtig, aber gegen dieses Risiko ist man wohl nicht gefeit.
 
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Gast

  • #3
Entweder Kondom. Oder man kennt PartnerIn schon lange genug, um zu wissen, dass ein Test aussagekräftig wäre - dann einen Test machen (lassen) und im Anschluss auf Kondome verzichten.
Das Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg hat auf seiner Homepage eine sehr gute Zusammenstellung des möglichen Risikos - falls ein Kondom denn doch mal undicht wäre.

http://www15.bni-hamburg.de/bni/bni2/neu2/inc/aidsberatung/aidsberatung_pdffiles/AnKlienten.pdf
[Mod. = Link ausnahmsweise veröffentlicht!]
 
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  • #4
Ich halte das mit dem Test durchaus für sehr vernünftig, es sollte unter erwachsenen Leuten möglich sein, das zu thematisieren, ohne dass sich hier jemand auf den Schlips getreten fühlt.
 
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  • #5
Tja da bleibt definitiv nichts anderes übrig als Kondome zu nehmen. So schnell reissen die Dinger ja auch wieder nicht, also mir ist es noch nie passiert, da muss man sich schon dumm anstellen dass das passiert. Ich (w) hätte eher Angst dass es vielleicht nicht richtig sitzt und abrutscht oder Flüssigkeit rausläuft, das ist dann auch schon ein Risiko. Wenn man da auf Nummer Sicher gehen will muss man halt mit dem Sex wirklich bis nach dem HIV-Test warten. Wobei man ja auch danach nicht 100% sicher sein kann dass der Partner nicht noch mit anderen Leuten intim wird und sich dann ansteckt... Ist schon ein heikles Thema aber wenn man sich da so unsicher ist sollte man halt nur in einer festen Partnerschaft die auch auf Vertrauen basiert ohne Kondom GV haben...
 
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  • #6
Hallo,

ja, Kondome können reißen, aber natürlich kommt das selten vor. Ich finde, dass man grundsätzlich immer Kondome benutzen sollte am Anfang. Es gibt nicht nur HIV, sondern auch andere fiese Sachen... manche sind symptomlos beim Mann, er merkt nichts davon, ist Träger und gibt die Erreger weiter, die bei der Frau zB Unfruchtbarkeit verursachen können (Chlamydien) oder Gebärmutterhalskrebs (Papillomaviren - die neueren Impfungen dagegen schützen auch nicht 100%ig) und noch weitere unschöne Dinge. Also: Kondome!!!

Ich weiß, es ist eine unromantische Vorstellung... aber wenn man dann wirklich zusammen und ein Paar ist, sollte man das ansprechen können: dass es ziemlich cool wäre, wenn beide einen HIV test (und eventuell noch zwei, drei andere Sachen gleich mit) machen würde, und zwar aus Respekt sich UND dem anderen ggü. Und dann kann man auch frei und ungezwungen seine Sexualität ohne Gummi leben, wenn man schon Kinder plant oder eben anderweitig verhütet.

Klar kann es sein, dass Konome kaputt gehen - und es kann theoretisch sogar sein, dass es dann genau der Sexualpartner ist, der HIV hat oder irgendwas anderes. Aber... das ist eben das Leben, ein gewisses Risiko bleibt immer (und es ist extrem unwahrscheinlich, dass das passiert und alles zusammen kommt). Wenn Du super-safe gehen willst, musst Du mit jedwedem Sexualkontakt warten, bis ihr Euch beide durchgetestet habt, das ist schon echt... schwierig. Selbst wenn ich es eigentlich gut finde, dass jemand so verantwortungsbewusst ist, darüber nachzudenken... es würde mich auch irgendwie zurückstossen, wenn jemand sagen würde: erst die und die tests machen, vorher fass ich Dich nicht unbekleidet an.

Du bist nicht paranoid (siehe Gerichtsverfahren derzeit), vielleicht übervorsichtig, ja. Ist doch erst einnmal ganz gut!!
 
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  • #7
Ich achte darauf wie seine Vorgeschichte ist, z.B. ist er grad geschieden oder hatte er viele ex Freundinnen , Wie wohnt er zu Hause etc .Wenn ich ihn dann längere Zeit kenne und ihn
für längere Zeit haben möchte dann verzichte ich von Präservative , aber "Längere Zeit " ist bei jedem unterschiedlich. Der Vorschlag einen gemeinsamen HIV Test von Antwort 1 ist gut. Die Umsetzung im realen Leben ist aber komplizierter - eher wurde ich auf meiner Menschenkenntnisse setzen.
Also würde ich sagen : Die Zeit ist die Lösung.
w40
 
  • #8
@ #6:

Das sind ganz schlechte Ratschläge - und gefährlich noch dazu!!!

Von einer Frau deines Alters, hätte ich da schon eine verantwortungsvollere Antwort erwartet!

Man kann nicht sehen oder einem Lebenslauf entnehmen, ob jemand das Virus in sicht trägt. Um es weiter zu geben, muss man ja noch nicht erkrankt sein. Das kann sehr viele Jahre so bleiben.

Nur ein Test kann wirklich Auskunft geben. Warum sollte die Umsetzung im realen Leben schwer sein? Partner, die sich gegenseitig viel bedeuten, die haben doch ein Interesse daran, dass beide gesund sind, dass einer den anderen nicht gefährdet!

Die Zeit kann hier höchstens - wenn alles schief geht - die Erkenntnis bringen, dass du dich angesteckt hast - aber niemals die Lösung!

Also, immer schön selber Kondome einstecken haben!
 
  • #9
Das Normalste ist das Kondom und wenn man darauf verzichten möchte, dann ein gemeinsamer Test. Jeder der sich darüber aufregen würde wäre eh nicht der Richtige. Denn Sicherheit sollte für jeden an 1. Stelle stehen.
 
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  • #10
Kondome, genau. Und wenn du keinen "unromantischen" Bluttest machen willst, geht zusammen Blutspenden ;) Dann ergibt sich das auch
 
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  • #11
Zu diesem Thema würde ich gern eine Nachfrage stellen, obwohl ich nicht die/der FS bin:

Meint ihr, man "muss" erst mit Kondom Verkehr haben und "darf" erst dann irgendwann einen gemeinsamen Test vorschlagen?

Ehrlich gesagt ist für mich die Vorstellung unerträglich, mich bei einem Mann auf Kondome zu verlassen, der vielleicht HIV-positiv ist. Vermutlich würde ich seine Hände möglichst unauffällig nach alltäglichen kleinen Schnittwunden absuchen und nicht wollen, dass er mich dann im Intimbereich streichelt; oder ihn nicht am Hals küssen wollen, wenn er sich sichtlich morgens beim Rasieren verletzt hat. Usw. Natürlich bin ich übervorsichtig; aber das abstrakte Wissen darum macht es mir nicht leichter, in so einer Situation abzuschalten.

Ich fürchte nur, dass dies ein Grund für den Beziehungsabbruch sein könnte. Denn überspitzt gesagt, würde ich ja darum bitten:
1. Du sollst mir offenlegen, wann du das letzte Mal Sex hattest (d.h. ob der Test schon aussagekräftig ist).
2. Du sollst dich testen lassen (und damit u.a. dein Recht auf Nichtwissen aufgeben).
3. Du sollst mir nach dem Test treu sein (d.h. eine Verpflichtung eingehen).

Das dürfte den Vorstellungen vieler Männer doch diametral entgegenlaufen?! Die denken doch vermutlich, erst mal gucken, wie es sich anfühlt; wenn man im Bett war, ist man deswegen noch lange kein Paar; ob Treue in einer Beziehung Pflicht ist, wird nach und nach ausgehandelt - etc.

Oder? Ich wäre für ehrliche Antworten besonders von Männern wirklich dankbar.
 
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  • #12
@10

Entschuldige mal, was suchst Du denn oder was bist Du bereit zu akzeptieren?

Allein der Punkt 1. ist vielleicht aber wirklich nur vielleicht etwas, was den anderen nichts unmittelbar angeht. Aber eigentlich sollte der "letzte" Sex mit einem Risikopartner (=keine lange Beziehung) auch nur geschützt erfolgen. In diesem Fall ist das Risiko auch vernachlässigbar.

Wenn ich (m/40) mit einer Frau eine Beziehung eingehen will, dann empfinde ich doch etwas für sie. Wenn ich nicht schon am Anfang für ihre Sorgen und Ängste Verständnis habe, wann dann?

Unabhängig von den Sorgen der Frau und deren Sorgen, verhält sich ein Mann,
der gleich ungeschützten Verkehr will, auch verantwortungslos gegenüber sich selbst.
Was sagt dies eigentlich über diesen Mann aus? Willst Du überhaupt so einen Mann?

HIV/Aids ist nicht mehr nur auf die Risikogruppen (Homosexuelle, Fixer) beschränkt. Doch ausserhalb dieser Risikogruppen sind die HIV-Infizierten sehr sehr gering. Zusätzlich müsste frau ja noch an einen Mann gelangen, der von seiner Infektion nichts weiss bzw. sie vielleicht sogar verschweigt.

Um es mit Zahlen zu unterfüttern: Laut Wikipedia, Stichwort AIDS hat es 2008 ca.
3000 Neuinfizierte gegeben. Davon waren es ca. 300 Frauen, ca. 600 Männer, die sich bei heterosexuellen Geschlechtsverkehr angesteckt haben. Die restlichen 2100 Männer haben sich durch Homosexuellen Sex und Spritzen angesteckt.

Trotz des geringen Risikos ist wegen der Unheilbarkeit der HIV-Infektion Kondome am Anfang unbedingte Pflicht. Weiterhin gibt es neben den schon genannten Chlamydien und Papillomaviren auch noch weitere Krankheiten wie Hepatitis und Syphillis und andere ...

Über Kondome hinaus würde ich mir keine weiteren Sorgen machen außer der Typ will "ohne Kondome". Warum? Ja, dann hat dieser Typ doch schon vorher "ohne Kondome" Sex gehabt und hat dann auch ein höheres Risiko. Im übrigen wäre dieser Typ doch verantwortungslos gegen sich selbst (!!) und gegen über einer (möglichen) Partnerin.

Willst Du so einen haben ?

Und den Sex kann ein (potenzielles) Paar auch mit Kondome ausprobieren!
 
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Gast

  • #13
Das tönt ja alles sehr gut, denke auch immer vernünftig. Bin eher vorsichtig im Leben.
Klar kann man mit Kondom Sex haben. Und alle sind wir so erwachsen.

Tut mir leid, aber wenn ich mich verliebe, explodiere ich. Mein Hirn ( Vernunft) funktioniert nicht
rational.

Ich habe aber das Gefühl, dass die Vorgeschichte des andern ganz wichtig ist. Bin nicht so ausgehungert, dass ich mit Allem in die Kiste möchte.
Die Vorgeschichte beeinflusst mich auch, wie nahe ich jemanden kommen möchte.

Selber habe ich schon Aids Teste gemacht. Dies passiert meisst bei einem Gesundheitsuntersuch für die Lebensversicherung. Ob ich will oder nicht. die Blutprobe wird immer auf HIV untersucht.

Der Partner der bewusst HIV weitergeben will, schwindelt sich auch durch diese Tests.

Also muss auch eine grosse Portion Vertrauen da sein. Aber genau das brauchen wir für jede Beziehung. Eine Beziehung starten mit Misstrauen, kann nicht überleben.

Was kommt nach dem Aids-Test? Kontoauszüge? Gen-Test? Strafregister? Erbkrankheiten?

Übertrieben, ja.
Ich habe auch schon ab und zu jemanden kennen gelernt und hatte ein irritiertes Gefühl. Und oft habe ich später herausgefunden, dass mein " Inneres" recht hatte.
Höhr auf Dein Gefühl, das weiss was Dir gut tut.
 
  • #14
Unabhängig von HIV gibts ja noch ein paar andere Sächelchen vor denen ein Gummi schützt, unter anderem ja auch davor ungewollt Papi zu werden. Schon deshalb ist das für jeden denkenden Mensch am Beginn einer Beziehung die bessere Alternative.

Nach Schnittwunden zu suchen... na ja, so leicht steckt man sich dann doch nicht mit HIV an.

Übrigens, Leute geht regelmässig zur Blutspende. Ihr tut der Allgemeinheit was gutes und bekommt dann auch gleich Euren HIV Test. Damit entfällt dann auch ganz easy die vielleicht manchen peinliche Bitte zum HIV-Test
 
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  • #15
@6: Genau du bist in der momentan gefährdesten Zielgruppe - Frauen um 40, die vorher langjährige Beziehungen hatten, und nun auf Menschenkenntnis und Glück bauen, weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf.

Sorry, aber das blauäugig und gefährlich. Wenn seine Ex bspw. unwissentlich mit einem Infizierten fremdgepoppt hat und er normalen Ehesex hatte - oh, dann besteht die Möglichkeit, dass er infiziert ist. Oder nur mal ein ONS reicht doch schon!
 
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  • #16
@6
Dieser Rat ist LEBENSGEFÄHRLICH!

@)
Dieser Rat ist UNVERANTWORTLICH, das Thema hatten wir vor einiger Zeit hier schon mal.
Blutspenden ist völlig verantwortungslos, wenn man eigentlich einen HIV-Test machen soll.


Alle anderen Ratschläge sind richtig: Erst Kondome, dann gemeinsamer Test. Den Test macht jeder Hausarzt, schnell, schmerzlos. Er kann ungemein beruhigend sein.

Ach ja, nochmal: eine HIV-Infektion hat muss nichts, aber auch gar nichts, mit einer sexuell umtriebigen Lebensweise zu tun haben. Eine Freundin von mir, über die wir manchmal den nicht sehr netten Witz gemacht haben, sie solle doch ihren Unterleib zur verkehrsberuhigten Zone erklären lassen, die also sehr selten überhaupt mal sexuell aktiv war, hat seit einiger Zeit eine HIV-Infektion. Sie hat sich eben wirklich mal verliebt und hatte ungeschützten Sex mit einem Mann, der nicht wusste, dass er HIV-positv ist. Selbstverständlich gehörte er zu keiner Risikogruppe, war weder bisexuell noch drogenabhängig noch promisk noch Bluter, hatte auch keine OP mit Bluttransfusion hinter sich. Die beiden sind längst wieder getrennt, aber nun ist sie infiziert. Ausgerechnet sie, ausgerechnet so jemand! Ich hoffe, das ist allen hier eine Warnung; mir war es eine.
 
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  • #17
Ich habe einen HIV test aus dem Jahr 2009, seitdem nicht mehr ohne Kondom mit einer Frau geschlafen.
Wenn nun jemand von mir verlangen würde, ich solle einen aktuellen HIV Test vorlegen, dann lehne ich das stringent ab. Und wenn es das Ende der Beziehung sein sollte, dann wär's mir ehrlich gesagt egal...
Das ganz alltägliche Leben birgt auch ein gewisses Risiko, das lässt sich nie eliminieren.
Ich bin weißtgott nicht unvorsichtig oder sorglos, aber der ganze Hype um HIV geht mir manchmal ziemlich auf'n Keks.
Und auch die #6 hat Recht, auf eine gewisse Menschenkenntnis sollte man sich schon verlassen.
Der weiteaus größere Prozentsatz der HIV-Infizierten gehört Risikogruppen an (Drogenmillieu, Homosexuelle etc.), in diesen Randbereichen bewegt sich mein tägtliches Leben sowieso nicht!
Ich hoffe, ich werde für meine Meinung nun nicht gleich total verissen...
 
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Gast

  • #18
@16: Du hast bereits einmal einen HIV-Test gemacht, das heißt du weißt, was dabei auf dich zu kommt. Dieser Test ist ein Jahr alt, und seitdem hast du nicht mehr ungeschützten Verkehr gehabt. Ist ja okay, aber was ist mit Blutspenden? Andere ärztliche Versorgung? Irgendwelche Injektionen bekommen? Und selbst wenn die Antwort darauf auch negativ ist - was ist für dich als Mann so unverständlich daran, dass eine Frau gern einen aktuelleren Test von dir hätte?

Dass du ausgerechnet #6 zustimmst, die hier den bisher lebensgefährlichsten Rat erteilt hat, ist bedenklich. Selbstverständlich ist die Angst vor HIV übertrieben. Aber gerade deswegen sollte sie doch so bald wie möglich aus einer gerade beginnenden Beziehung eliminiert werden, findest du nicht? Warum also kein aktueller, gemeinsamer HIV-Test? Was ist schon dabei?

Jemandem, der sich weigern würde, so etwas gemeinsam zu machen, trotz starker gegenseitiger Zuneigung, dem würde ich unterstellen, Angst vor dem Ergebnis und eventuell auch etwas zu verbergen zu haben.
 
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  • #19
Es fällt mir schwer zu glauben, dass all jene, die hier anraten erst Kondom und dann Test, das in der Realität auch wirklich so praktizieren.

Und die schlaue Frau #4, die der Meinung ist, dass man sich schon ziemlich dumm anstellen muss, dass das Kondom platzt, sollte sich viell. etwas zurücknehmen.

Im Gebrauch sind mir schon mehrere Kondome geplatzt, trotz genauer Befolgung der Anleitung.
Mein Partner schafft es oft in einer bestimmten Stellung das Ding zum Platzen zu bringen und die Gefahr steigt mit der Dauer des Aktes.

Eine Erklärung habe ich dafür noch nicht gefunden, meine Vermutung ist, dass es evtl. am rasierten Schambereich liegen kann, dass übersehende spitze Stoppeln da ihren Beitrag leisten, die Reibung zu groß ist (Materialermüdung) oder auch Fehler bei der Produktion.
Spitze Fingernägel habe ich jedenfalls nicht, ebenso wenig einen Kinderwunsch.

w
 
  • #20
@#18: Ein rasierter Schambereich verantwortlich für das Platzen eines Kondoms. Interessant. Das wäre ja ein Argument gegen Intimrasur. ;)

Glaube ich aber nicht, dass das eine Rolle spielt. Ich glaube eher, dass es Produktionsfehler sind oder aber Fehler in der Konzeption dieser Dinger. Die Teile sollen ja immer dünner und gefühlsechter werden. Dafür reißen sie dann auch schneller.

Antwort auf die Titelfrage: Abstinenz und Meidung des Kontakts mit anderer Leute Blut.
 
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  • #21
Ich halte die Angst vor einer HIV-Infektion für übertrieben und einen "Pflicht-AIDS-Test" für eine überzogene Forderung.

In Deutschland wurden 2009 knapp 3.000 Neuinfektionen erfasst, davon waren knapp 70% homosexuelle Männer. Nur 17% der HIV-Infizierten (gut 400) sind heterosexuell, davon wiederum waren nur 16% weiblich.
Das Risiko, sich bei einem HIV-Virusträger zu infizieren, ist erstaunlich niedrig (für Frauen etwas höher, als für Männer). Selbst bei Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich mit nachweislich kontaminierten Nadeln infiziert sich nur einer von gut 300 Gestochenen.
In Uganda wurde eine Studie durchgeführt mit Paaren, bei denen ein Partner HIV-positiv war. Bei einmaligem GV lag das Risiko der Infektion bei knapp 1:600. Es ist also beileibe nicht so, dass GV mit einem Infizierten unweigerlich zur Ansteckung führt.

Ich halte es wie #6, verlange keinen AIDS-Test, sondern schaue mir den Partner und sein Umfeld sehr genau an. Ausserhalb einer Beziehung habe ich keinen GV.

@#17: wie soll man sich Deiner Meinung nach denn in Deutschland bei der Blutspende oder Injektionen infizieren??? Da wird selbstverständlich steriles Einmal-Material verwendet, also lass diese Gerüchte doch bitte am Stammtisch!

w, 49, Ärztin
 
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  • #22
@ #20:

Gerade als Ärztin solltest du es eigentlich besser wissen, als rundheraus zu empfehlen, die Gefahr einer HIV-Ansteckung einfach zu ignorieren und mit deinen Statistiken den ungeschützten Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern zu legitimieren. Genau diesen Eindruck erweckt dein Beitrag nämlich. Ganz gleich was meine angebliche Menschenkenntnis mir sagt: Was weiß ich denn, wo sich mein Partner vor unserem Kennenlernen herumgetrieben hat?

Schön für dich, dass du außerhalb einer Beziehung keinen GV hast - gilt das denn auch für deine Partner? Was macht dich so sicher? Schon einmal selber einen HIV-Test gemacht? Vielleicht wird es langsam mal Zeit. Übrigens gibt es noch ganz andere sexuell übertragbare Krankheiten - wie du eigentlich wissen solltest - die bei einem HIV-Test auch rechtzeitig entdeckt werden könnten, bevor sie durch ungeschützten Verkehr übertragen werden. Syphilis killt weltweit immer noch weit mehr Menschen als Aids und ist wesentlich leichter übertragbar.

Und bevor du noch einmal einen so leichtsinnigen Rat erteilst, solltest du vielleicht mal darüber nachdenken, ob es so klug wäre, sich im gleichen Beitrag noch als Ärztin zu outen. Mit einem Male hab ich nämlich einen großen Teil Vertrauen in die deutsche Ärzteschaft verloren, seit ich deinen geistigen Erguss lesen musste. *kopfschüttel*
 
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  • #23
@ #6 und #20:
So habe ich auch einmal gedacht.
Bis mein damaliger Partner mir (nach Monaten) erklärte, dass er sich doch uns beide als Paar nicht so gut vorstellen könne. Gut, das kann passieren. Auch, dass er auf einen Frauentyp steht, den ich nicht verkörpere.
Aber: Dann hat er mir eröffnet, dass er auch Affairen hatte, auch schon vor mir. Wahrscheinlich auch während der 'Beziehung'. Sorgsam ausgewählt - nach Lebensumfeld, am liebsten verheiratet, mit Kindern. Und ursprünglich aus Südamerika stammend. Verkehr natürlich (bis auf Analverkehr, weil 'für mich als Mann am riskantesten') ohne Kondom! Sein letzter HIV-Test mehrere Jahre her; die sorgsame Auswahl 'weil ich mir eine HIV-Infektion als im Gesundheitswesen tätiger nicht leisten kann'.
Seither bin ich sehr strikt. Und jemand, der wie #16 'stringent' einen HIV-Test ablehnt, käme sicher nicht ohne Kondom in mein Bett. Noch eher würde ich ganz auf diesen Kontakt verzichten.
Ein Spiel mit Menschenleben finde ich respektlos - und wie in #15: Es kann ggf. JEDE und JEDEN treffen. Ein bisschen Vorsicht finde ich angebracht; wer sich auf Menschenkenntnis alleine verlassen will, soll es tun - bitte aber nachher nicht jammern.
Vielleicht war auch der 'Anzeigende' in einem Prominentenfall, der zur Zeit vor Gericht verhandelt wird, menschenkennend? Oder verliebt wie #12 beschreibt und später wieder zur Besinnung gekommen?
 
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Gast

  • #24
@20 hier die #16
Bravo, endlich mal ein sachlich fundiertes Statement!
Ich sehe es so, sich als ''Otto-Normal-Bürger'' in Deutschland mit HIV zu infizieren, diese Wahrscheinlichkeit strebt meines Erachtens gen Null!
Na klar, wer nach Schwarzafrika z.B. in den Urlaub fährt und dort die ''Sau raus lässt'' - ja, der brauch sich nicht wundern!
Aber soweit ist ja die HIV-Aufklärung mittlerweile durchgedrungen!
Meines Erachtens werden die Menschen hierzulande immer paranoider. Das fällt mir schon im Allgemeinen so auf, wenn man einige, wirklich deutlich lebensfremde, Threads hier so liest.
Gelegentlich den gesunden Menschen-bzw. sachverstand einzusetzen hilft auch sehr viel!
 
  • #25
Ich halte das Statement der Ärztin (#20) nicht nur für wenig hilfreich, sondern sogar gefährlich!

Erstens sind lange nicht alle Neu- Infektionen bekannt, kein Mensch kennt die wahren Zahlen, und
zweitens ist das "Sich. in Sicherheit- Wiegen" die allergrößte Gefahr für eine Neuansteckung.

Um Himmels Willen!! Die Vorsichtsmaßnahme, sich lediglich "im Umfeld" des Partners umzusehen, lässt mich direkt nach Luft schnappen!!
#21 hat hierzu bereits die richtige Antwort gegeben.

Dass bei uns, bezüglich Neu- Infektionen, nicht Zustände wie in Afrika vorherrschen, ist der Aufklärung verantwortungsvoller Ärzte und Wissenschaftler zu verdanken, die entsprechende Vorsichtsmaßnahmen als unabdingbar ansehen.
 
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Gast

  • #26
@22
Ja, am besten NIEMALS mehr ohne Kondom mit einem Mann ins Bett!
Du kannst ja auch nie wissen, was der Mann während eurer Beziehung macht!
Im Prinzip kannst du alles und gar nichts wissen.
Eigentlich sollte man niemanden mehr vertrauen, ach, eigentlich gleich auf Sex verzichten.
Dann hast du null Risiko!
Das Thema wird sehr stark theoretisiert und abstrahiert!
Aber jeder soll sich gern seine eigene Meinung bilden und danach leben!
Ist ja auch o.k. so...
@21
In welchem Satz gibt die #20 die Empfehlung, das HIV-Risiko zu ignorieren?
Ich lese bzw. durchdringe den Beitrag etwas anders.
 
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  • #27
Hier ist #20.

@21: bevor Du Dich so echauffierst, lies doch mein Posting nochmal in Ruhe durch bitte.

Ich gebe niemandem den Rat, ohne Sinn und Verstand ungeschützten Verkehr zu haben oder sich nicht testen zu lassen. Ich spreche in meinem Posting ausschliesslich für mich und ICH lasse mich oder Partner (im Schnitt hatte ich alle 5-10 Jahre einen neuen Partner) nicht dauernd testen.

Ich räume ein, dass mein Posting provokant ist und ich meinen Beruf absichtlich angab. Ich wollte darstellen, dass um AIDS ein irrer Hype gemacht wird, der in keinerlei Relation zu dem wirklichen Risiko steht, sich als gebildeter Heterosexueller mit sorgsamer Partnerwahl mit HIV zu infizieren.

400 - 650 Todesfälle pro Jahr in Deutschland durch AIDS (davon 80% bei homosexuellen Männern!), bei 70-80TAUSEND Infizierten, die hier leben. Tendenz fallend, Lebenserwartung ständig steigend, da die Therapiemöglichkeiten immer besser werden.

Über 4.000 Tote und ein Vielfaches an Schwerstverletzten pro Jahr durch Verkehrsunfälle in Deutschland... Fährst Du noch Auto, oder benutzt Du schon die Bahn? ;-))

Über 25.000 Tote pro Jahr durch Diabetes in Deutschland... bist Du übergewichtig?

Ich finde es einfach belustigend, dass die menschliche Risikowahrnehmung völlig verzerrt ist und dieser Thread beweist das mal wieder.
 
G

Gast

  • #28
@ #25:
Ja, es geht einerseits um Vertrauen.
Es geht aber auch darum, dass manche Menschen in einer Art denken und handeln (siehe #22), die man bei Menschen die studiert haben gar nicht vermutet.
So kann nur jeder seine eigene Meinung bilden und danach leben.

Und zum Risiko:
"In Uganda wurde eine Studie durchgeführt mit Paaren, bei denen ein Partner HIV-positiv war. Bei einmaligem GV lag das Risiko der Infektion bei knapp 1:600. Es ist also beileibe nicht so, dass GV mit einem Infizierten unweigerlich zur Ansteckung führt." - Das bedeutet umgekehrt gelesen: Ein Mensch von 600 hat 'das grosse Los' gezogen. Wir sprechen doch hier nicht alleine über Wahrscheinlichkeiten sondern auch über die Ausbreitung einer noch immer nicht heilbaren Krankheit, der wir sicher nicht ganz hilflos ausgeliefert sind. Traurig genug und in meinen Augen ethisch fragwürdig, dass man eine solche Studie überhaupt zulässt. Oder war die retrospektiv?
 
  • #29
@15
Hallo! Blutspenden ist verantwortungslos ohne vorherigen HIV-Test? Oh Mann, hier in Deutschland wird JEDE Blutspende u.a. auf HIV untersucht und Syphillis und und und..., alles was übers Blut übertragen werden kann. Wer infiziert ist (mit was auch immer) Bekommt die Entsprechende Info und die Spende wird vernichtet.
Alle halbe Jahre und man weiss dass man nix hat, so einfach ist das. Und zusätzlich hilft man anderen.

An den Rest (27 und Co.) Ja, das Risiko HIV wird hochgejazzt, wenn ein Bluttest oder ein Kondom ausschliesslich dagegen helfen würde wärs tatsächlich übertrieben. Man kanns auch übertreiben. Ein Restrisiko bleibt immer, meine Ex ging auch Fremd ohne dass ich es wusste oder ihr überhaupt zugetraut hätte. Tja, und der mit dem Sie ist einer der sehr häufige Partnerwechsel hatte. Hab ich doch nochmal Glück gehabt mir nix einzufangen.

Es kann Jeden treffen.

@18,
Gell, man sollte nicht am falschen Ende sparen. Mir ist noch keines geplatzt, nicht bei den wildesten "Ritten". Nicht bei Intimrasierten, noch bei bestimmten Stellungen.

Soviel Verstand muss man einfach haben, auch in der heissesten Situation. Ich will mir weder irgendeine Krankheit noch ein Kind unterschieben lassen. Es hat sich auch noch keine über meine Umsicht beklagt immer eine Packung in Auto und in der Schublade zu haben.
 
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  • #30
@26

Statistisch hast du recht, die Wahrscheinlichkeit ist nicht so riesig groß, sich als "gebildeter Heterosexueller mit sorgsamer Partnerwahl mit HIV zu infizieren."
Das nützt allerdings im Einzelfall nichts, wenn es einen trifft, wie es meiner Freundin geschehen ist, die gebildet ist und in ihrer Partnerwahl sorgsam. Da hat ihr all ihre Bildung nichts geholfen, ein Kondom wäre besser gewesen.

Im Straßenverkehr umzukommen, das kann leider jedem passieren. Aber man kann ja nicht zu Hause hocken bleiben, wir müssen uns fortbewegen. Also ein unumgängliches Risiko. Man kann übrigens vieles verhindern, indem man sich anschnallt. Der Vergleich mit dem Kondom drängt sich hier geradezu auf.

Diabetes ist im Allgemeinen nicht tödlich, und es ist ganz bestimmt nicht ansteckend. Man kann damit lange und ganz gut leben. Es ist eine chronische Krankheit, aber in Schach zu halten. Und es hat nicht immer mit Übergewicht zu tun; beides wirst du als Ärztin wissen.

Weder der Straßenverkehrs- noch der Diabetesvergleich sind besonders hilfreich und logisch.
HIV ist ein Risiko, das man nicht eingehen muss. AIDS ist eine schwere, vermutlich früher oder später tödliche Krankheit, der nur mit Medikamenten, die starke Nebenwirkungen haben, einigermaßen zu begegnen ist. Es ist eine ansteckende Krankheit. Sie verändert das Leben drastisch und schränkt seine Qualität erheblich ein. Man kann sich relativ einfach vor dieser Krankheit schützen.

Übrigens, meine Hausärztin sagt kategorisch: "Bei neuer Partnerschaft - immer HIV-Test." Nein, sie sagt das nicht, um Geld zu verdienen. Man kann auch zum Gesundheitsamt gehen, wenn einem das lieber ist.