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  • #1

Wie gehe ich damit um? Eheaus nach 20 Jahren

Hallo, ich brauche Rat und Hilfe. Nach 20 Jahren Ehe hat mein Mann mir ohne Vorwarnung, ohne Anzeigen im Vorfeld vor genau 14 Tagen mitgeteilt, dass er mich nicht mehr liebt und die Trennung will. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wir haben viel gemeinsam durchlebt, viele Sorgen und Nöte, haben immer zusammengestanden und alles geschafft. Sind nun etwas zur Ruhe gekommen und nun dies. Waren noch vor 4 Wochen gemeinsam Hand in Hand bummeln, spazieren etc. Es soll keine Dritte Person im Spiel sein, dass schwört er mir. Er liebt mich einfach nicht mehr so, wie man seinen Lebenpartner lieben sollte, so dass es reicht. Wer hat Erfahrungen damit? Bitte auch Antworten, wenn man selbst schon mal der Gehende gewesen ist. Helft mir.
 

hanjo58

Gesperrt
  • #2
Kenne ich, habe ich von meiner Ex schriftlich: ,,Irgendwann habe ich aufgehört, dich zu lieben."
Da ist definitiv nichts zu machen. (Bei mir waren es 28 Jahre Ehe.)
 
  • #3
Typische Midlife-Crisis auf Seiten des Mannes... er wird nicht glücklich werden! Er runiiert zwei Leben für nichts. Einfach nur dumm... solange er keine andere hat, gibt es vielleicht noch ein zurück.

Bei vielen lagen Beziehung bleibt die Liebe icht für ewig, aber das volle Vertrauen und die Nähe schon und das sind doch gute Voraussetzungen für ein Leben zu zweit, bei dem vuielleicht auch die Liebe wiedererwacht. Bei Midlife-Crisis ist "ich liebe dich nicht mehr" immer die gute Ausrede, weil man dagegen niemals argumentieren kann, es ist aber selten die volle Wahrheit. In Wirklichkeit geht es meist um die Befürchtung, irgendwas zu verpassen. Man erkennt die Endlichkeit des Lebens, man blickt auf seine eigenen Erfolge und eben auch sein eigenes begrenztes, viellcitb langweiliges, perspektivloses Leben und sagt sich: Das kann es doch nicht gewesen sein.

Leider ist es das aber gewesen und der Normalbürger hat eben nicht die Mega-Erfolge. Viel sinnvoller wäre es, dann entsprechende Wünscht zu äußern, bewisst mehr zusammen zu unternehmen, große Reisen, neue Sportarten, Tanzkurse und so weiter. Sich nicht vernachlässigen, sondern das Leben genießen. Diese Kurve kriegen manche einfach nicht und das ist sehr schade.
 
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  • #4
Ja - kenne ich auch - nach "nur" 12 Jahren Ehe.
Den Schwur von dern nicht vorhandenen dritten Person kannst Du "in der Pfeife rauchen". Hatte mir meiner auch beteuert. Stimmte nicht. Aber das ist auch völlig egal - das Ergebnis ist das Gleiche. Ich habe ca. ein Jahr gebraucht, um das zu verkraften (mit Hilfe einer Therapie), habe dabei 12 Kg abgenommen (kein Schaden ohne Nutzen ;-)).
Heute (das Ganze ist schon 10 Jahre her) weiss ich, die Trennung ist das Beste, was mir im Leben passieren konnte. Ich habe diese sehr schwere Krise genutzt - für mich - und bekam von allen Seiten Bestätigung, dass ich an dem Ganzen eigentlich gewachsen bin. Lange habe ich gebraucht, wieder Vertrauen aufzubauen, weil auch für mich das Ganze wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam und es keinerlei Anzeichen für mich gab. Mein Ex konnte gut schauspielern und war eigentlich nur feige.

Im Moment mag es für Dich vielleicht platt klingen - richte Dich innerlich auf eine Trauerzeit ein, ein tiefes Tränental, auf Verzweiflung, Wut, Rachegelüste - aber bleibe da nicht stecken. Das ist einfacher gesagt als getan.
Nach gewisser Zeit kannst Du bestimmt wieder nach vor schauen.

"Im Buch des Lebens kann man keine Seiten heraustrennen, nur immer wieder neue Kapitel aufschlagen".

Ich wünsche Dir viel Kraft und denke FÜR Dich nach, nicht nur ÜBER Dich und keinesfalls ÜBER ihn, Nachpsychoanalyse zu ihm hilft Dir nicht.

Alles Gute
 
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  • #5
Wirklich helfen kann dir im Moment niemand, durch diese Hölle musst du alleine durch!

Falls es tatsächlich dabei bleibt, dass dein Mann sich trennen will, wird die nächste Zeit sehr, sehr schwer für dich werden. Besonders übel ist es ja, dass du anders fühlst und seinen Wunsch nicht nachvollziehen kannst.

Du schreibst ihr seid "gerade etwas zur Ruhe gekommen". Leider ist das oft der Moment, wo neue Kräfte frei werden, und die Beziehung sowie das bisherige Leben in Frage gestellt wird.
Mit einem solchen Schlag ins Herz müssen leider viele fertig werden. - Ein großer Trost wird dies für dich jetzt allerdings nicht sein.

Ich weiß genau, wie du dich jetzt fühlst. Auch ich war nach 30 Jahren Ehe der selben Situation ausgesetzt, wie du jetzt. Allerdings ging der Trennung eine tiefe Krise voraus, in der auch ich zeitweise über ein Ende der Ehe nachgedacht hatte. Also kam das Ganze nicht mehr aus heiterem Himmel. Jedoch gerade in einer Phase, in der wir wieder zusammen zu finden hofften, trennte sich mein damaliger Mann von mir. Ja, ich kenne sogar auch das: Tage zuvor noch Hand in Hand spazieren gehen, sich in die Augen sehen und sich wieder gut fühlen.

Auch bei unsere Trennung war - seiner Beteuerung nach - keine andere Frau im Spiel. Nur leider vergaß mein Ex- Gatte damals, seine "spätere" Freundin darüber aufzuklären, welches die offizielle Version des Zeitpunkts sein sollte, bei dem sie sich kennen gelernt hätten. Sie plapperte also vor gemeinsamen Freunden munter darauf los, welche gemeinsamen Erlebnisse sie bereits verbanden. Zu einer Zeit, als ich noch voller Hoffnung auf einen Neubeginn war.

Vielleicht bleibt dir ja wirklich diese Erkenntnis erspart, das wünsche ich dir wirklich! Aber um ehrlich zu sein: Ich glaube es nicht.

Ich wünsche dir viel Kraft und gute Nerven für die nächste Zeit!
 
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  • #6
sehe ich ähnlich wie Frederika (hey, was ist denn mit Dir los, Tastatur durcheinander :), ich weiß ja, Du kannst es anders).

Dieses begreifen der Normalität und der im Idealfall gemeinsamen Suche nach neuen Inhalten ist für viele scheinbar sehr sehr schwer.

Mich hat es nach 25 Jahren getrennt. Und es sind meist die Männer, die dann komisch werden, wenn auch die Frauen dann oft deswegen den Schlußstrich ziehen. Der mangelnde Sex scheint für die Männer eine wahre Bedrohung darzustellen. Ich kenne mehrere, die dann nach der Trennung in die Sexsucht verfallen.

Männer denken anders und zeigen ihre wahren Gefühle tatsächlich selten. Wir Frauen denken zu viel, was zu größten Diskrepanzen führt. Wir denken darüber nach, wie sie denken könnten, wie sie was gemeint haben könnten, warum sie es so oder so machen. Männer machen einfach oder sie machen eben einfach nicht. Wird mich bis an mein Lebensende verrückt machen aber es ändert sich nichts.

Wenn Du ihn zurück möchtest, bleibt Dir nur abzuwarten. Ihm eine Tür offen lassen. Ist zwar erbärmlich aber wahrscheinlich wirst Du, wenn Du in der Zwischenzeit selber nach anderen Zielen (auch Männern) schaust, ihn genau dann nicht mehr wollen, wenn er dann kommt.

Du wirst auf Deine Fragen niemals eine befriedigende Antwort bekommen.... leider!

Viel Kraft und Mut für Deine Zukunft!
 
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  • #7
Sorry, ich glaube nicht mehr, dass ein Mann nach 20 Jahren einfach so geht, ohne dass im Hintergrund jemand wartet. Meiner hat mir das auch beteuert, letztlich kam aber doch alles raus. Bis auf ganz seltene Ausnahmen, stürzt sich doch niemand nach 20 Jahren plötzlich ins Ungewisse, ohne haltende Hand!!
Ich wünsche euch trotzdem, dass ihr einen Weg findet, zusammen zu bleiben!
 
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  • #8
Wenn keine 3. Person im Spiel ist, "arrangiere" Dich mit der derzeitigen Situation. Versuche -so weit es eben geht- nach einigen Tagen mit Deinem Mann ein Gespräch zu führen und die Gründe zu eruieren. Kannst Du finanziell alleine für Dich sorgen? Habt Ihr ein Eigentum, was Du (noch) bewohnst? Habt Ihr Kinder?

Einer Freundin von mir ist es vor einigen Jahren ebenso gegangen. Da ist der Mann -nach gut 4-monatiger Trennung, in der er in eine kleine Wohnung umgezogen ist- wieder zurück gekehrt. Er hat dann offenbar gemerkt, dass er alleine auch nicht glücklicher ist. Inzwischen -sie leben schon seit 10 Jahren wieder zusammen- scheinen sie wieder eine -nach aussen hin- glückliche Ehe zu führen. Ob tatsächlich beide glücklich sind, wird wohl niemand erfahren.

Als ich merkte, dass in meiner Ehe nach knapp 30 Jahren etwas "nicht mehr stimmte", wollte ich mit meinem Mann darüber sprechen. Mein Mann gehörte aber zu der Sorte "nicht konfliktfähig", frei nach dem Motto: "Wenn ich nicht darüber rede, habe ich kein Problem oder es erledigt sich von selbst!" Er fand, dass wir kein Problem hätten, hat mir aber, als ich darauf bestand, mit ihm sprechen zu wollen, eröffnet, dass er auszieht! Wie sich herausstellte, hatte er bereits eine andere Frau kennen gelernt. Irgendwie war ich froh, dass sich die Situation dann so geklärt hat. Wir haben dann -14 Tage später- einen Ehevertrag bei einem befreundeten Notar abgeschlossen, in dem alles finanzielle geklärt wurde. Das war vor 9 Jahren.

Inzwischen bin ich seit 1 1/2 Jahren geschieden und habe hier auf der Plattform meine große Liebe und mein Lebensglück gefunden!. Heute bin ich sehr froh, damals die Entscheidung herbei geführt zu haben. Warum unsere Ehe gescheitert ist, weiß ich -um ganz ehrlich zu sein- bis heute nicht.

Aber vielleicht ist bei Dir ja doch noch etwas zu retten. Vielleicht erkennt Dein Mann, wenn er mal einige Wochen/ Monate Abstand hatte, doch noch, was er an Dir und Eurer Ehe hatte.

Ich wünsche Dir viel Glück und drücke Dir die Daumen, dass alles so ausgeht, dass Du glücklich dabei bist!
 
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  • #9
Liebe FS,

auch du hast jetzt die Chance auf einen Neuanfang und wenn die Zeit reif ist, auch auf eine neue Liebe.
Vielleicht hilft es dir deinen Schmerz mit einer Psychologin zu verarbeiten und neue Wege für dich zu finden.

Ich wünsche dir alles Gute.

w32


@ #2

Nicht jede Liebe hält für immer.

Menschen können sich auch entlieben und auch wieder neu verlieben, jetzt all denen zu unterstellen sie hätten die Midlife-Crisis ist wohl etwas platt.

Selbst wenn er eine andere Frau kennengelernt hätte, wäre es menschlich sich auch neu zu verlieben. Das passiert tagtäglich vielen Männern und Frauen, in Ehen oder in Partnerschaften.
 
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  • #10
Kenne ich auch. Zwar nach nur 10 Ehejahren plus 5 jährigem Zusammenleben ohne Trauschein. Gewisse Ziele im Leben waren erreicht : Reisen, beruflicher Erfolg, Hausbau etc.
Da kam die Aussage, dass frau sich ein "weiter so" die nächsten dreißig Jahre nicht vorstellen könne und das Abenteuer suche. Gesagt - getan. Ist jetzt fast drei Jahre her. Sie hat eine alte Liebe aufgewärmt und lebt in einer nicht zufrieden stellenden Fernbeziehung. Ich habe einige Zeit gebraucht, dies zu verarbeiten. Lebe aber jetzt wieder in einer Partnerschaft.
Im Nachhinein traf der alte Spruch zu : Wer weiß, wofür es gut war.
Ich bin sehr glücklich und mittlerweile froh, dass meine Ex diesen Schritt gemacht hat. Männer scheinen da eigentlich bequemer zu sein. Insofern, liebe FS, scheint Dein Mann eine Ausnahme zu sein. Dass er Dich ohne eine neue Liebschaft verlassen hat, fällt mir allerdings schwer zu glauben.
Sieh es für Dich als zweite Chance, auch wenn es jetzt noch unvorstellbar sein mag.

M/42
 
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  • #11
Ich denke mal, die Kinder sind groß, die Immobilie ist abbezahlt?

Damit entfallen 2 wesentliche Motive für ein Miteinander.

50% der Ehen münden in Trennungen. Hinzu kommen die irgendwann lauwarmen, im Grunde trostlosen Beziehungen. Das Scheitern ist also mehr oder weniger ganz normal.

Mein Rat: Blick nach vorne, hier bist du richtig. Profil erstellen und einen neuen Partner suchen und vermutlich wirst du bald froh sein, dass dein Mann dich verlassen und dir damit ganz andere Möglichkeiten eröffnet hat?
 
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  • #12
#6 Ich(m) würde auch nach 20ig Jahren gehen,wenn die Liebe, das Geben und Nehmen aufgebraucht und das sexuelle Verlangen ihrerseits nicht mehr vorhanden ist.Viele Frauen machen dies ja auch vor-----wer selbstbewußt,selbstständig und lebendig ist,warum sollte derjenige nach vergebenen "Aufpuschversuchen" der Beziehung nicht seine Lebendigkeit erhalten-ohne diesem Partner/in.
Für dich FSin traurig,aber so ist das nun einmal in der heutigen Zeit!Schaue nach vorn,suche dir eigene Ziele und verarbeite den bitteren Beigeschmack einer Trennung.Vielleicht bist du ihm zu langweilig geworden,hast seine Gespräche und Hilferufe ignoriert---familieräre Verpflichtungen habt ihr hinter euch gelassen-------er wollte nicht langsam sexuell und emotional "Sterben"!
Verarbeite die Demütigung,versuche nach einer Zeit wieder lebenslustig zu werden----geh auf Menschen zu-lerne das Lachen wieder und es wird ein anderer Mann sich für dich interessieren.
Ich bräuchte auch keinen "Rettungsanker" in der Hinterhand,dazu bin ich noch zu fit und zu selbsständig----soviel zu Männern die sich trennen.
(m47)
 
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  • #13
hört sich doch teilweise tröstend an, aber ich wurde vor 14 monaten nach 37 ehejahren von heute auf morgen verlassen wegen einer jüngeren kollegin und leide heute noch sehr,die hoffnung zu haben, daß er wieder kommt hat mich lange am leben erhalten,dazu kam, ich habe keine verwandten mehr, da ist zwar unser sohn, der wohnt aber 400 km weit weg und leidet ebenfalls darunter.
nun beginne ich ganz langsam, mit sehr kleinen schritten aus dem loch raus zu kommen und es gibt auch dabei immer wieder rückschläge. es ist eine sehr harte zeit.
ich wünsche dir, daß es noch eine umkehr gibt, viel glück und kopf hoch
 
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  • #14
Ja, kenne ich auch - nach 18 Jahren Ehe kam er aus einer Kur zurück und reichte die Scheidung ein. Er behauptete ebenso, es sei keine andere Frau im Spiel! Nach der Scheidung heiratete er recht zügig seinen Kurschatten! Den Lebensweg der Kinder hat dieses Ereignis gezeichnet. Sie leiden heute noch unter diesem Ereignis, jedes auf seine Weise.

Es wird vergeblich sein ihn zurückzugewinnen, er hat seine Entscheidung getroffen.
Lass ihn los, vor allem wenn du ihn noch liebst!

Suche Hilfe in einer Therapie, damit du deine Ressourcen sammeln kannst - für dich!
Es wird ein längerer Weg werden, bei mir hat er Jahre gedauert, bis du wieder frei, unbeschwert und vertrauensvoll einem anderen Mann begegnen kannst.
Nimm den Schmerz, die Trauer, die Wut und alles an positiven wie negativen Gefühlen an, so wirst du sie am besten lindern.
Ich bin heute wieder glücklich verheiratet und mir erschloss sich erst viele Jahre später der Sinn dieser Scheidung.
Glaub mir, alles was andere Menschen uns im Leben antun, müssen sie irgendwann vergelten, ohne unser eigenes Zutun.
Ich wünsche dir Kraft und Menschen an deiner Seite die für dich da sein werden.

60w
 
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  • #15
ich denke, dein eigentliches Problem ist ähnlich gelagert wie das meine:

Du bist einfach von "Untrennbarkeit" ausgegangen, hast und wolltest auf die "Ewigkeit" bauen. "Bis dass der Tod euch scheidet...". Und hast entsprechend investiert.

Aber dieser Kirchenspruch ist - selbst Pastorenehen werden häufig aufgekündigt!! - wie #10 schon schreibt, einfach nicht (mehr) realistisch. Dafür leben wir evtl. auch derzeit zu lang und dafür ist die existentielle Not nicht groß genug. #11 führt aus, worum es heute geht... Spass haben, Vorteile ziehen.

Mein persönliches Fazit: Ich erwarte einfach nichts mehr von Menschen. Ich verlasse mich nur noch auf mich selbst, habe mich der Einsamkeit des Lebens angenähert, bin aufmerksam und liebevoll zu mir selbst. So finde ich einige Verhaltensweisen der Zeitgenossen mitunter immer noch traurig, aber sie reißen mir nicht mehr den Boden unter den Füßen weg.

Wenn eine Kooperation (vorübergehend) gutgeht, nehme ich das als positive Überraschung.

Mein Wohl und Wehe von der Anwesenheit und dem Verhalten eines anderen Menschen abhängig machen? Never ever again.

Dumm nur, dass mir das mit 20 noch nicht so glasklar war und ich stattdessen Träumen nachgehangen und -gegangen bin. Hat mich einige Körner gekostet.
 
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  • #16
Ich fühle mit dir - deine Verzweiflung, deine Tränen, deine Ohnmacht! Und du kannst nichts tun und fühlst dich dieser Situation hilflos ausgeliefert.

Du musst ihn gehen lassen, auch wenn es dir das Herz zerreißt. Er liebt dich nicht mehr und deshalb wäre es sinnlos um ihn zu kämpfen. Sicher hat es Vorzeichen gegeben und ganz sicher ist eine andere Frau der Auslöser für diese, aus deiner Sicht spontane Entscheidung von ihm.

Du musst jetzt an dich, an deine gekränkte Seele denken. Akzeptiere den Schmerz der dich überflutet, aber vergrabe dich nicht in ihm. Teile dein Leid mit Menschen die dir wohlgesonnen sind.
Hast du Kinder? Dann trauere mit ihnen. Er hat dein Herz gebrochen - vergib ihm irgendwann - denn er wird dazu beigetragen dir eine wichtige Lektion des Lebens zu vermitteln - über die wahre Liebe und bedingunsloses Vertrauen, Zuverlässigkeit und Treue.
Diese Situation wird deine ganzen Kräfte, deine Willenskraft, deine enttäuschte Liebe herausfordern. Nehme diese Herausforderung an - und das Gute ist - es dauert seine Zeit, aber dann ist es vorbei.
Ich wurde auch vor langer Zeit verlassen, ich liebe ihn immer noch, bin aber trotzdem zufrieden mit meinem Leben.
Alles Gute für dich.

w/50
 
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  • #17
m/61
Meine ist nach 22 Jahren gegangen. Fühlte sich jung (48) und wollte auch mal mit jüngeren Männern was erleben. Habe nach 6 Monaten eine neue gefunden.
 
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  • #18
Na ja, nach allem was man so liest und auch, was sich so mitgekriegt habe im näheren und weiteren persönlichen Umfeld kann man doch ganz überwiegend die Gründe identifizieren, wenn Männer nach langen Ehejahren ihre Ehefrauen verlassen.
Fast immer geht es um Sex und Erotik, auch im weiteren Sinne. Kein oder zuwenig Sex und/oder zu schlechten Sex. Zunehmende Übergewichtigkeit der Frauen verbunden mit optischer Vernachlässigung. Kein Spirit mehr von den Frauen. Keine erotische Ausstrahlung.
Die Liste ließe sich fortsetzen. Kann man Männern natürlich alles auch in gewisser Weise anhängen, aber hier gehts ja um die verlassenen Frauen.
 
  • #19
Kein Mensch trennt sich ohne Grund und wenn der andere nichts davon mitbekommen hat, wie sich die Beziehung mit und zueinander immer mehr verschlechtert hat, dann ist das sehr unsensibel. Normal sind da eher Männer die nix kapieren denen der andere Egal ist.Vielleicht solltest du wenigstens im nachhinein überlegen,was für Anzeichen es gab und was schief gelaufen ist.
 
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  • #20
Das Wichtigste in so einer Situation ist auf jeden Fall sofortiger Kontaktabbruch. Ganz wichtig ist jetzt viel für sich zu tun. Am besten ganz viel raus an die frische Luft. Joggen...Spazieren gehen, Rad fahren.... Freunde treffen... die man auch _mal_ vollheulen kann und dann wirklich bei sich ankommen. Denn wenn man wirklich bei sich ist, merkt man, dass eine Menge Dinge nicht mehr gestimmt haben. Sich dabei noch etwas vorzumachen ist dann reiner Selbstbetrug. Schlimm ist nur, dass die Traurigkeit den klaren Blick nach vor verschleiert, wo es wieder unwahrscheinlich schön sein kann und sein wird. Kopf hoch und auf ein wunderbares Selbstvertrauen.
 
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  • #21
Meiner ging auch von einem Tag auf den anderen. Wir waren knapp 15 J zusammen (12 verh.).

Er sagte auch, da sei keine andere Frau. Ich habe damals mit allen (wirklich allen) mir zur Verfügung stehenden Mitteln um diese Ehe gekämpft.

Schließlich habe ich eingesehen, dass man Reisende einfach nicht aufhalten kann - und auch nicht soll. Würde das nie wieder so machen!

Von dem Tage dieser Erkenntnis an, ging es mir langsam wieder besser. Es tat (und tut heute noch manchmal, nach 29 J) immer noch weh, aber der Schmerz fühlte sich anders an, nicht mehr so fast tödlich.

Wenn ich es mir zurückblickend überlege, glaube ich auch nicht, dass die Tatsache, dass er mich verlassen hat, so schrecklich war. Liebe stirbt eben manches Mal. Ich litt am meisten unter dem Betrug und der Lügen.

Es ist ein verbreiteter Irrtum unter Männern und Frauen, dass sie glauben, es würde dem Partner weniger weh tun, wenn sie einfach behaupten, es gäbe da keine dritte Person.

Der Vertrauensbruch ist das Schlimmste. Es gibt keine wirklichen Rezepte, wie man mit so einer Situation fertig wird.

Mir hat damals geholfen, ganz konkret an mich zu denken und das auch in einigen Bereichen ganz bewußt egoistisch durchzusetzen. Man darf dann nur den Zeitpunkt der Heilung nicht verpassen und somit die Rückkehr zu sich selbst.

Das hatte ich nach 5 Jahren geschafft. Mein Ex-Mann war da dann gerade wieder geschieden worden, von der Frau, mit der er mich betrogen hat. Ich hatte dagegen wundervolle Jahre mit meinem 2. Mann, bis er starb.

Ich denke, jeder muss einmal im Leben seine Zeche bezahlen. Davon bin ich wirklich überzeugt.

Ich wünsche dir alles Gute; schau nach vorn und niemals zurück!

w63
 
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  • #22
Hallo an alle die geschrieben haben, danke für eure Anteilnahme und eure helfenden Worte. Heute will ich etwas ausführlicher werden. Ich bin 52, mein Mann 47 Jahrer alt. Wir haben einen gemeinsamen Sohn von 18. Ich habe damals 2 Kinder, heute 29 und 26 Jahre alt mit in die Ehe gebracht.

[Mod: Beitrag mit deutlicher Überlänge gekürzt. Stellen Sie Ihre Gedanken bitte kürzer dar!]
 
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  • #23
Hallo, sorry, dass war wohl zu ausführlich. Nochmal, nur kürzer. Ich 52 w, Mann 47, 1 gemein. Kind 18, 2 Ki. erste Ehe von mir, 29 und 26. Viele Probl. mit den beiden Älteren anfangs. Haus gebaut,Fa. gegründet. Ich immer mitgearbeitet.Fa. insolvent nach 10 Jahr. letztes Jahr Haus verkauft.Bauernhof gemietet, renoviert, vierten!!Hund durch ihn angeschafft.Er seit 2 Jahren angestellt.Froh darüber,da freier.Großen Ki. außer Haus, 18jähr. noch da, wg. Lehre, wohnrtgebunden dörflich, kein Bus. Einer muss hier wohnen bleiben. Er würde mit Sohn auch hier bleiben. Anzeichen sicher, Missmut, kein Lachen, lieblos, letzten Wochen. Grund auf meinen Unfall im Jan. geschoben, war 2 Mon. hilfebedürftig, war viel Stress, er musste alles machen. Gespräche, ja, ohne Ergebnis, alles O.K. Sexuell nicht mehr das wahre. Beiderseits. Fehler gemacht, nicht angesprochen,keiner von uns.Wir beide recht attraktiv, passabel beide.Andere Frau,glaub ich weiterhin nicht,er ist nicht so oft weg, eher selten wenn mit Hund stundenweise.Verliebt in andere ohne Verhältnis,er sagt nein. Keine andere in keiner Weise.Mein grösstes Problem ist das Verstehen. Er kann mir keinen Grund sagen warum er mich nicht mehr liebt und seit wann nicht mehr.Es ist ihm einfach innerhalb von 5 Min klar geworden.Einen Tag zuvor hat er noch gesagt er liebt mich, wie man das so sagt.Ich müsste das viel ausführlicher schreiben damit es klarer wird, aber Platz reicht nicht aus. Es ist so kompliziert für mich,für ihn anscheinend nicht.Wir wohnen ja noch zusammen und können auch nicht mal eben auf die Schnelle eine wohnl. Lösung finden. Materiell vertraglich alles meins,bei Trennung geht er an den Selbstbehalt. Weiss er auch. Bitte weiter antworten. Danke.
 
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  • #24
An die FS,

ich kann dir nur empfehlen, eine Therapie zu machen und dir proffessionelle Hilfe zu suchen, damit du verstehen kannst, warum er gegangen ist.

Was ich immer wieder bedaure ist, dass Frauen und Männer nicht vorausschauend denken können und wenn man auf ein Dorf zieht, wo man so abgeschnitten ist, können schnell Probleme entstehen.

Ich empfehle dir ein Buch:

Liebe dich selbst und es ist egal, wenn du heiratetst.

In diesem Buch stehen viele gute Gedanken drin, die eigentlich schon jeder Jugendlich lesen müsste, bevor er heiratet oder sich bindet.

Zu einer Trennung gehören immer Zwei und jeder hat seinen Anteil daran. Diesen zu erkennen ist oft ein schwerer und schmerzliche Prozess.

Und vergiss nicht, er ist einige Jahre jünger als du und das kann auch eine Rolle spielen.
 
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  • #25
Aha, 2. Ehe...

Dann solltest du doch schon aus der 1. wissen, dass Beziehungen, selbst wenn mit Trauschein, Kind und Immobilie, nicht unbedingt ewig halten?

Und noch seltener ewig und glücklich und voller begehrlichem Sex?

Wo ist also eigentlich das Problem?
 
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  • #26
Liebe FS,
die Beiträge 8, 11 und 13 sind wirklich gut - realitätsnah und zukunftsweisend. Sorry - merkst Du, Du bist nicht allein.
In meinem Fall waren die Geschlechter nur getauscht, d.h. Frau ging und gab vor, keinen anderen zu haben usw. (bei mir 8 Jahre her)
Wichtig ist für jeden, an dem festzuhalten, an das man glaubt - zu bleiben, wer man ist. Du selbst sein - kann man am besten, Schauspielerei ist nur was für die, die etwas davon verstehen.
Dieses Tal der Tränen zu durchlaufen ist kräftezehrend und lässt Pfunde purzeln. Muss leider alles sein. Dein Herz und Verstand wird dadurch wachsen und jeder Versuch, ein neues Leben anzufangen wird Dich zu etwas besonderen reifen lassen, das einem geübten Auge eines Tages auffällt und Dich zur Partnerin nimmt. Die 2. Hälfte des neuen Lebens beginnt.
Der Körperkontakt ist wieder aufregend und das Küssen wird zu einer Ameisenarmee, die über einen herfällt. Wann das passieren kann und soll - ist ganz einfach Dein Ding. Lerne diese und viele anderen Dinge als neue Geschenke des Lebens kennen. Ohne darüber nachzudenken, ob das gut geht.

Verstehen müssen wir nichts, aber die anderen in Ihrem vermeintlichen Glück alleine lassen, das können wir. Zurückschauen kann man, aber das Laufen nach vorne dabei nicht vergessen!!!

Zeit ist Salbe für alle Wunden, der Motor für die Hoffnung, der Raum für die Zukunft. Da Du recht attraktiv bist, wird das auch einem anderen irgendwann auffallen. Rede mit Vertrauten, nur nichts wiederholen (das nervt diese mit der Zeit), Freunde und Nahestehende sind in dieser Zeit Gold wert und tragen Deine Situation mit.

Was Du mit Deiner unfreiwilligen Freiheit nun anfängst, ist völlig egal. Freude, Lachen und vieles mehr - kehren bald wieder in deinen Alltag zurück. Bei mir war/ist es so, auch wenn ich noch nicht ganz am 2. Glück angekommen bin. Daumendrücken von mir m/47!!!!
 
  • #27
Liebe FS das ist jetzt eine richtig heftige Zeit. Und Beratung finde ich gut. Ich bin damals ganz alleine in die Eheberatung gegangen. Mein Mann war ja schon weg.

der Unterschied ob er nun eine Geliebte oder neue hat.oder nicht ist...damit kann man sich selbst dann nur noch kleiner machen.
Noch besser die Schuld dann der Neuen ablasten. Es gibt augenscheinlich einen Grund.

Gibt es nur die klare Erkenntnis die Liebe ist weg ,wirds noch anstrengender. Das kann man garnicht verstehen bzw. akzeptieren.

Vielleicht ist Pro Familia irgendwie in der nächsten Stadt. Ihr habt soviel stress gehabt, also so eine Auszeit kann gut sein. Such Dir Hilfe vielleicht braucht die Dein Mann auch.

Liebe Grüsse
 
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  • #28
Hallo, ging mir ähnlich ich habe jetzt 2 Jahre Selbstfindungsprozess hinter mir (nach 24 Jahren Ehe) bin aber auch noch nicht in einem neuen Leben angekommen. Auch bei meinem Mann war eine jüngere Kollegin Trennungsgrund, ist schon demütigend, aber mittlerweile bin ich auch da angekommen, dass ich denke, es ist gut so, nur ob sich da wieder was Neues findet, dass bezweifle ich immer noch.............
 
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  • #29
@24
Schöne unsensible Wahrheit, die Du da der FS mitteilst. Mag sein, dass wenn man alles etwas nüchterner betrachtet, man die Welt vielleicht ohne Schmerz ertragen kann. Wir sind alle unterschiedlich. Du scheinst der abgeklärten einer zu sein, aber es allerdings Menschen gibt, die Gefühle zulassen und und bei derartigen Schlägen leider mal aus der Bahn geraten. Dabei spielt es weniger eine Rolle, welche Erfahrungen aus der 1. Ehe in die 2. und nachfolgende genommen werden. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Kommentar von #25
 
  • #30
Hallo und vielen Dank für die vielen Antworten und Ratschläge. Zu Antwort 23, habe mir das Buch gestern gekauft. Danke Dir, Zu Antwort 24, Find ich so nicht wirklich hilfreich, "Aha, 2te Ehe", das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Diese Trennung war für beide nicht schmerzhaft und steht auch ausserhalb jedes Vergleiches. "Wo ist eigentlich das Problem", habe ich versucht relativ ausführlich zu beschreiben,
In den letzten 2 Tagen ist es mir gelungen, ohne Tränen auszukommen. Ich versuche von Tag zu Tag irgendwie mich "über Wasser" zu halten. Gespräche haben wir vermieden, wozu auch, wir brauchen wahrscheinlich beide erst mal ein wenig Abstand und Ruhe. Leben immer noch in einem Haushalt, es hat sich im Alltag nichts verändert, abgesehen von der Tatsache dass ich nicht mehr die Frau für die Zukunft bin. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen, die räumliche Situation so bald wie möglich für beide zufriedenstellend zu lösen.... Bleibt mir ja wohl nichts anderes übrig als mich dem zu fügen. Zur Zeit funktioniere ich einfach nur.
 
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