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Gast

  • #1

Wie fühlt Ihr Euch, die viele SexpartnerInnen hattet?

Die Frage nach der Zahl der Geschlechtspartner hat die Gemüter hier erhitzt und die Meinungen über Menschen mit ausschweifendem Sexleben klaffen auseinander von "ausgelebt" bis "beziehungsunfähig".

Mich interessiert nun, wie Ihr, die mehr als 10 Sexpartner hattet, das selbst beurteilt.

Seid Ihr froh oder auch stolz, diese unterschiedlichen Erfahrungen gemacht zu haben? Oder fühlt Ihr Euch benutzt und verbraucht? Haben sich Eure erotischen Bedürfnisse bzw. Ansprüche irgendwann verändert?
An die reifere Generation: Welches Fazit könnt Ihr ziehen, wenn Ihr nach Jahren auf Eure wilde Zeit zurückblickt?
 
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  • #2
Ich fühle mich normal dabei, weder benutzt noch verbraucht, sondern kann in Ruhe zurück blicken, dass ich guten und schlechten Sex hatte und je älter ich werde, immer besseren Sex habe.

Ich hatte diesen Sex aber immer in Beziehungen, nie wahllos.

Ich habe sehr viel gelernt, gut es hätten nicht weniger sein können, aber war halt nicht. Meine Ansprüche haben sich natürlich erhöht. Einen Mann zu finden, mit dem man erotisch, charakterlich und sonst auf einer Welle halbwegs liegt, ist sehr schwierig. Ich hatte einen, aber der lebt nicht in meiner Stadt. Schade.

Jetzt mache ich mich auf einen neuen Weg... mal schauen, was mir da so begegnet, oder auch nicht.

w 49
 
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  • #3
Ich bin 29, hatte etwa 20 verschiedene Sexualpartner und fühle mich gut. Zurückblickend bin ich durchaus der Meinung, dass ich mir die ein oder andere Begegnung sparen hätte können, aber ich bereue es nicht- was sollte das auch bringen? Die Erfahrungen die ich gemacht habe, haben mich zu dem Menschen gemacht der ich bin und dieser Mensch bin ich sehr gerne, wieso also sollte ich die Vergangenheit bereuen? Das macht für mich keinen Sinn. Die Aussage man sei dadurch verbraucht kann ich auch nicht nachvollziehen. Meine Gefühle sind nicht endlich, ich habe keine Taschen in meinem Körper wo Emotionen wie Liebe, Begehren, Freude, Lust, Aufregung abgepackt sind und stätig weniger werden wenn man sich "zu oft" daraus bedient. Ich bin bei jedem ersten Kuss aufgeregt, war es beim 1. Kontakt wie auch beim 15. und werde es auch noch beim X. sein. Das gleiche gilt für meinen Körper- der lässt sich nicht verbrauchen. Meine Vagina nutzt sich weder ab, noch verschwindet sie oder verliert an Empfindlichkeit. Manche tun ja förmlich so als könnte man die Klitoris "wegrubbeln" ^^.

Natürlich haben sich meine Bedürfnisse sowie Ansprüche mit der Zeit verändert, man lernt sich selbst besser kennen, macht Erfahrungen und verändert sich dadurch. Ich habe übrigens nie einen Partner betrogen und hatte auch nie das Bedürfnis sexuell "auszubrechen". Jedoch kann ich ganz klar sagen, dass es zum Problem werden würde wenn mein Partner kein sonderliches Interesse an Sex hätte- aber auch da würde ich einen Seitensprung nicht als Lösungsweg wählen.
 
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  • #4
Man hat die Erkenntnis, dass man auf gut 95% davon hätte verzichten können. Man ist zumindest auf einige Erfahrungen reicher und weiß, was wirklich wirklich schockierend schlechte Bettpartner sind. Ich mache mir da heute gar keine Gedanken mehr, weil ich 3/4 der Namen eh nicht mehr weiß und würde man mir die Personen heute vorführen, ich würde wahrscheinlich lachen oder ich hätte vergessen, dass ich mit denen überhaupt im Bett war....
 
  • #5
Ich möchte meine wilde Zeit nicht missen. Sie war wunderbar und sinnlich.
Ich bin eine erfahrene Liebhaberin geworden und kenne meinen Körper und meine Sexualität. Ich weiß, was ein Mann braucht, kann ihn lesen und ich weiß, wie ich zu meiner Erfüllung komme.
Stolz darauf zu sein wäre wohl genauso eine Überhebung, wie jemand stolz wäre, auf ein Leben mit zusammengekniffenen Knien zurückzublicken. Es gehörte einfach dazu, zu dem Leben unter Künstlern, zu unserer Sinnlichkeit und Kreativität. Nach Aids war das weitestgehend vorbei und hatte seinen Zauber über lange Jahre verloren.
Ich fühle mich weder benutzt noch verbraucht. Diese negativen Emotionen sind mir fremd.
Ich weiß, dass es von meinen Partnern, bis auf zwei, deren Sexualität eher im abgeklemmten bä-bä-Bereich stattfand, sehr geschätzt wurde und ich weiß, dass ich das eine oder andere Mal Maßstäbe im Umgang mit der Sexualität gesetzt habe. Beziehungsunfähig hat es mich nicht gemacht. Im Gegenteil.
Ich bin froh um diese Erfahrungen. Ich bin immer ein neugieriger und angstfreier Mensch gewesen, der viele Dinge probiert hat. Dazu gehört nicht nur Sex, sondern das sind auch viele andere Dinge, die auf der Liste standen.
 
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Gast

  • #6
Es ist schwer zu beantworten.
Froh? Nicht wirklich.
Stolz? Ganz bestimmt nicht.

Ich hatte eine Phase in meinem Leben, in der ich ziemlich viel Sex mit zu vielen Frauen hatte. Ich kann es nicht mehr rückgängig machen. Es liegt zwei Dekaden zurück - vorher und nachher hatte ich Sex ausschließlich in festen, lange dauernden Beziehungen. Die "Entwöhnung" war nicht einfach - und ich habe sehr lange gebraucht, bis ich halbwegs wieder in jenen (aus meiner Sicht: idealen) Zustand zurück gefunden habe, in dem Sex mit (m)einer geliebten Frau etwas ganz Besonderes nur zwischen ihr und mir ist. Ich weißlängst, dass wirklich erfüllende Sexualität in einer festen Partnerschaft stattfindet - alles andere sind Lebenslügen mit reichlich kurzen Beinen. Musste es aber erst lernen... und bin darüber "vom Saulus zum Paulus" geworden.

Jede(r) muss wissen, was er/sie tut. Ich würde (wenn sich diese Frage denn noch einmal stellen würde, was ich nicht hoffe) heute einer promisken Frau mit sehr großer Skepsis begegnen. Die entscheidende Frage wäre: war das eine (bedauerliche) Phase, die mit Überzeugung seit längerem abgeschlossen wurde? Wenn nein: dann würdeichsie für ebenso beziehungsunfähig halten, wie ich es damals war.

Also: auch wenn es manche "schöne Erinnerung" gibt - nein, weder Stolz noch Freude, allenfalls ein stilles Beschämtsein darüber, dass ich alle möglichen und unmöglichen Erfahrungen erst selbst machen musste, um daraus zu lernen. Kein Ruhmesblatt.

m/48
 
  • #7
"froh" und "stolz" sind die falschen Wörter dafür.. ich bin 'dankbar'.. Ich kann mich an jeden Namen erinnern, an jede Begebenheit. Geruch, Geräusch. Geschmack..
Manche sind tiefer verwurzelt, andere müsste ich mir ins Gedächnis zurückrufen um sie vollständig zu wissen.. ich kann mich genauso an mein erstes Mal erinnern wie an das "tête-à-tête" auf einer Party in Hamburg. Ich hatte aufregenden Sex mit unglaublichen Frauen, und Erfahrungen gesammelt die ich sicherlich nicht missen wöllte.

ich hatte schon atemberaubenden Sex gehabt und kann diesen von unangenehmen unterscheiden.. ich weiss mittlerweile wie unterschiedlich Frauen sein, und wie sehr sie sich in gewissen Dingen gleichen können.
ich hab genauso Herzklopfen wenn ich meinen ersten Kuss ergattere und wenn sie aus dem Flieger steigt und mir entgegenläuft wie beim 1 . Mal. Ich möchte keinen einzigen der Momente vergessen den ich gehabt habe, und ich erinnere mich gerne an gewisse Dramen und Szenen. Von lustig heiter bis nervenaufreibend lebensbedrohlich.

Natürlich hat es mich verändert.. welche Erfahrung tut dies nicht? Mein Anspruch an "die Frau" ist hoch, sehr hoch.. dafür braucht man mir etliches nicht beibringen oder erklären. Ich bin versierter geworden im Liebesspiel und souveräner im Umgang mit meinem Eigenen und dem Körper meines Partners..

"gesetzt" werde ich wohl nie werden (war mein Grossvater schon nicht, und der wurde immerhin 98) aber ruhiger, gelassener.

Fazit: ja ich würde es wieder so machen =)
 
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  • #8
Als erstes möchte ich anmerken, daß man nichts an der Zahl "Zehn" festmachen kann, es kommt immer auf die Situation an. Ich bin m, 55 , nie verheiratet, meine längste Beziehung dauerte 6 Jahre. In meinem Leben gab es wahrscheinlich mehr als 10, aber mit Sicherheit weniger als 20 Sexpartner. Für eine exakte Zahl müsste ich länger in meinem Gedächtnis kramen - ich führe kein Buch darüber. Unter diesen Aspekten halte ich die Zahl 10 für nicht aussergewöhnlich, um daran was festzumachen.

Zur Frage: Ich habe (vielleicht männeruntypisch) nur mit Frauen geschlafen, wo von meiner Seite aus die Vorstellung und der Wunsch nach einer festen und auf Dauer ausgerichteten Beziehung bestand. Dies kam in meinem Leben nicht oft vor, manchmal lagen Jahre Pause dazwischen.
Davon waren leider einige "unfreiwillige" Affären, wo mir die Frauen irgendwann klar gemacht haben, daß sie nur an Sex mit mir interessiert sind. Nach diesen offenen Worten habe ich das den Kontakt sofort abgebrochen.

Ja, und ich hatte einmal in der Jugend einen (zwischen beiden abgesprochenen) ONS. Mein Gefühl danach lässt sich nur mit "Eigenvergewaltigung" beschreiben - ich würde soetwas nie wieder tun.

Für mich ist Sex nur mit einem Liebesgefühl denkbar, eine Frau die damit so locker umgeht, daß sie alle Nase lang verliebt ist und wesentlich "mehr" vorzuweisen hätte, käme als Partner für mich nicht in Frage.
 
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  • #9
Ich bin froh über meine Erfahrungen. Denn sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin und ich mag diesen Menschen.
 
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  • #10
Sex ist die wundervollste Sache auf der Welt und ich bin froh eine gute Liebhaberin geworden zu sein.
Es ist wie beim Sport - Training macht den Meister!
 
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  • #11
verbraucht? schon mal gar nicht!

Verbraucht sind aus meiner Sicht Menschen, die Raubbau an ihrem Körper betreiben, sprich vom falschen zuzviel essen, rauchen, Alkohol konsumieren, sich zu wenig Schlaf gönnen....

benutzt? Ja, vereinzelt habe ich mich danach benutzt gefühlt, weil ich gemerkt hatte, dass ich diesem Mann weniger wichtig war, als er mir. Oder wenn er sich egoistisch im Bett verhalten hatte.
Mit der Zeit habe ich aber auch daraus gelernt: nämlich wenn ich mich nur ansatzweise so gefühlt habe, habe ich die " Sache" sofort beendet.
Außerdem durchblickt frau irgendwann diese ganzen Veräppelungstechniken...manche sagen auch Verführungskünste dazu...

Wie einer meiner Vorredner schon sagte, habe auch ich ausschließlich mit Männern gesschlafen, mit denen ich mir auch eine feste Beziehung gewünscht habe und sie mir gut gefallen haben. Sprich, nie wahllos mit irgendwem.

Alles in allem: ja, die ein oder andere Erfahrung hätte ich mir ersparen können. Aber warum sollte ich mir darum Gedaken machen, so schlecht geht es mir damit nun auch wieder nicht! Im Gegenteil, ich glaube in meinem Fall war es sogar besser so, als wenn ich nur einen einzigen Mann gehabt hätte.
Die Zahl ist eher das Problem für (manche) andere. Deshalb werde ich auch immer lügen, ist doch klar!
Außerdem finde ich die genau Anzahl unwichtig. 10 mit Ü40 fände ich persönlich sogar recht wenig.
Es gibt Männer, die wollen so viel Frauen wie nur irgendwie möglich flach legen....und prahlen damit...mindestens 100 Frauen....ich erinnere mich an einen Bekannten....wenn das eine Frau von sich erzählen würde, oh jeh....diese Anzahl werde und möchte ich selber allerdings auch gar nicht "schaffen". Nicht einmal die Hälfte.
 
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  • #12
Ich habe es auch so gemacht - gelogen, weil's nicht gut ankommt. Das hat mich die Liebe meines Lebens gekostet, als es doch heraus kam. Kein einziger ONS war so gut, das aufzuwiegen.

Seither geht es mir richtig schlecht wegen meiner saudummen Vergangenheit. Habe den wundervollsten nur denkbaren Mann deshalb verloren.

Das reicht mir vollauf. All die Casanovas zusammen reichen IHM niemals das Wasser.

Meine traurige Erfahrung dazu.
 
  • #13
Ich bin Ü50 und bereue Nichts, aber auch garnichts. Ich hatte niemals wahllos Sex, natürlich ein paar Partner mehr als 10, aber im niedrigen zweistelligen Bereich - ich war immer wählerisch bis sehr wählerisch, zwischendurch mehr als 12 Jahre ganz alleine mit den Kindern - auch wenn ich natürlich die eine oder andere Enttäuschung erlebt habe. Die Männer waren/sind schlicht begeistert, fühlen sich um und um gewirbelt, ich konnte das öfter einmal nicht wirklich so nachvollziehen und habe mich dann behutsam zurückgezogen.

Mit einem Mann fühle ich mich sehr aufgeregt am Anfang, habe manchmal richtig Angst, je mehr Gefühle eine Rolle spielen... Es ist wahnsinnig aufregend, den Mann kennen zu lernen, zu erforschen, seine Reaktionen zu spüren- und die Herren, gerade Ü50, profitieren sehr davon, dass ich bei "Holperigkeiten" gelassen bleibe, intuitiv spüre, was jetzt richtig ist und passt. Und dabei hilft es sehr, nicht gerade nur drei Männer gekannt zu haben, egal, was die Keuschheitsapologeten verkünden... grins...
 
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Gast

  • #14
Ausgangsdaten m/53 mehr als 10 Partner

Die Frage nach benutzt oder gebrauchtsteht auf keinen Fall, denn es waren meine Entscheidungen. Keiner Zwang mich oder mußte mich überreden, da man ab einem gewissen Alter, seine Entscheidungen allein trifft.
Ich hatte zwei Beziehungen ,die beide für sich, länger als 10 Jahre dauerten, aber auch längere Pausen als Single. In den Beziehungen war man monogam und in den freien Zeiten halt mehr unterwegs, Dadurch liegt die Zahl weit höher als 10.
Ich möchte mich der Meinung von Bäärbel weitestgehend anschließen. Ich habe viel gelernt, kann einen Frau auch in der ersten Nacht glücklich machen und lerne immer noch neue Dinge an mir kennen, von denen ich nichts wußte, obwohl ich schon der Meinung bin mich zu kennen.
Zusammengefaßt will ich sagen, mit zunehmenden Alter ist es kein Makel eine Zahl jenzeits der 10 zu haben, es kommt einfach auf das gelebte Leben an.
 
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  • #15
Die Zahl ist eher das Problem für (manche) andere. Deshalb werde ich auch immer lügen, ist doch klar!
Außerdem finde ich die genau Anzahl unwichtig. 10 mit Ü40 fände ich persönlich sogar recht wenig.
Das mit dem Lügen verstehe ich nicht. Ich hatte gar nicht so viele, aber wenn ein Mann mich misstrauisch nach meiner Vergangenheit ausfragen würde, würde ich alles andere tun, als ihm die Antwort zu geben, die er hören will. Ich könnte so einen Mann niemals ernst nehmen. Was bringt es dann zu lügen? Das ist doch Selbstverleugnung.
 
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  • #16
Ich habe nur einen Mann in meinem Leben gehabt und das ist mein heutiger Ehemann.
Ich bereue es nicht, mehr Männer "ausprobiert" zu haben, wozu? Mein Mann macht mich glücklich, ich brauche nicht mehrere Männererfahrungen. Auch braucht eine Frau nicht viele Männer, um gut im Bett zu sein! Auch mein Mann ist stolz auf mich.

Ich finde es eklig, wenn eine Frau schon viele Männer in sich reingelassen hat, solche Frauen haben für mich keinen guten Charakter. Solche Frauen können nicht lange alleine bleiben, brauchen immer einen Mann.

w, 34
 
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  • #17
was soll denn bitteschön daran ekelig sein, mehrere Männer in größeren Abständen in sich rein gelassen zu haben?
Es war meine freie Entscheidung. Ich fand jeden anziehend. Auf jeden hatte ich Lust.

Allein bleiben? Und ob ich das kann! Es gab sogar mehrere Jahre am Stück, in denen ich keinen Sex hatte.
Und ich bin übrigens sehr gern allein.
 
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  • #18
Ich, w,46, hatte mehr als 10 Partner und halte das für normal.

Es gab einen "ersten" Mann, der später mein Ehemann war (erst Freund, dann Partner, dann Ehemann), wir waren 20 Jahre zusammen, danach war ich zunächst ca 1.5 Jahre alleine (die ich benötigt habe, um innerlich abzuschliessen), dann gab es eine Zeit (ca 6 Monate, davon 3 Monate in einer Kurzbeziehung) des "Auslebens" und "Erprobens", in der ich nicht nur Männer kennengelernt habe, mit denen ich mir eine Beziehung hätte vorstellen können. Genossen habe ich diese Zeit dennoch. Sehr sogar. Das war auch gut so, denn so konnte ich nach einer Ehe mit schrecklichem Sex endlich Freude an meinem Körper entwickeln und erleben. Danach gab es wieder eine Beziehung mit 7.5 Jahren und jetzt die mit meinem Partner seit nun 3 Jahren.

@ n°15: Ich finde das was Du da schreibst, wirklich etwas daneben. Meinst Du wirklich Dein Charakter ist besser als der anderer, weil Du nur einen Mann hattest? Ich hatte eine lange Zeit (übrigends auch noch in Deinem Alter), in der ich nur einen Mann hatte, und doch sehe ich jetzt auf mehr als 10 "Männer" zurück.

Wieso sollten unsere Sexualkontakte etwas über unseren Charakter aussagen? Sie geben vielleicht etwas über unsere moralischen Vorstellungen wieder, oder auch nur über Möglichkeiten und Konstellationen, aber sagt das etwas über den Charakter?

Mein Partner beispielsweise hatte eine ziemlich wilde Zeit mt 16-18, war dann 8 Jahre in einer Beziehung und dann nochmal 12 Jahre. Dazwischen gab es niemanden (also auch mal knappe 4 Jahre ohne Sexualpartner). Dennoch kommt er locker auf mehr als 10 verschiedene Frauen. ich beweifle stark, ob das jetzt moralisch verwerflich ist, oder einen charakterlichen Makel darstellt.

Ich habe meine "wilde" Zeit gebraucht, um zu finden / zu definieren, was ich wirklich geniesse oder zum Wohlfühlen brauche. Heute, in Anbetracht der Erfahrungen, die ich gemacht habe, muss ich schon sagen, dass ich "besser" im Bett geworden bin, umso mehr ich gesehen und erlebt habe. Wobei sich das "besser" darauf bezieht, wieviel Erfüllung mir meine Sexualität bringt, und auch wieviel ich ich dabei geben kann. Ich benötige niemanden, der hier stolz auf mich ist. Mein Freund und ich erleben gemeinsam. Da muss keiner auf den anderen "stolz" sein. Das käme für mich einer "Bewertung" gleich.
 
  • #19
@15 ich bin so eine von den schlimmen Frauen, die die Zahl 10 um ein vielfaches übertrifft. Ich würde aber niemals schlecht über Dich reden, also warum nimmst Du Dir das heraus. Ich konnte in meinem Leben immer gut alleine sein, ich konnte nur nie auf Sex verzichten. Vielleicht ist Sex für manche einfach wichtiger als für andere. Je älter ich werde um so schöner wird der Sex. Multiple Orgasmen ist für mich kein Fremdwort.
Ich habe mich nie benutzt gefühlt. Eher habe ich die Männer für meine Befriedigung benutzt. Stolz bin ich nicht aber froh so viele schöne und unterschiedliche Begegnungen in meinem Leben gehabt zu haben.
Ich habe meine Sexualität und meine Phantasien immer ausgelebt. Selbst jetzt mit über 50 kann es sein, dass mein Partner und ich es 5 mal am Tag tun. Mir tun viele jüngere Leute, die sich hier über zu wenig Sex beschweren, wirklich leid. w51
 
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  • #20
Ich (m39) hatte bereits über 10 Sexpartnerinnen. In festen Beziehungen, in kurzen Romanzen, auch als ONS. Ich betrachte Sex als Teil meiner Natur (der menschlichen Natur), ich habe gerne Sex (auch mit mir selbst) und sehe Sex als Teil einer intimen Kommunikation zwischen zwei sich sympathischen Menschen.

Ich sehe das alles sehr entspannt. Alles darf nichts muss. Nicht einmal Sex muss. Ich habe im Leben lange Phasen ohne und Phasen mit viel Sex gehabt. Ich habe längere Beziehungen und wechselnde Liebschaften gehabt. Ich habe in einer festen Beziehunge mit einer Frau gelebt, in der es gar keinen Sex gab. Das war auch eine interessante Erfahrung.

Ich denke das wichtigste ist, dass sich Menschen zusammenfinden, die dieselbe Einstellung zu Sex haben. Sehr konservativ mit sehr aufgeklärt passt genauso wenig wie sehr klassisch mit sehr experimentell.
 
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  • #21
Ich finde es eklig, wenn eine Frau schon viele Männer in sich reingelassen hat, solche Frauen haben für mich keinen guten Charakter. Solche Frauen können nicht lange alleine bleiben, brauchen immer einen Mann.

w, 34
Ich finde diese Aussage so nicht richtig. Du bist 34 und verheiratet. Es gibt aber genug Frauen, die bis Mitte 30 noch nicht verheiratet sind und nicht das Glück hatten, so einem tollen Ehemann wie deinem zu begegnen.

Frauen haben nicht viele sexuellen Partner, weil sie nicht alleine bleiben können, sondern weil sich oft Beziehungen anbahnen, die aus verschiedensten Gründen nicht zu einer Ehe führen.

Ich bin 39 und habe mehrere sexuelle Partner gehabt. Mit der Zeit wurde meine Art die Sexualität zu genießen (als Gebende und Nehmende dabei) immer schöner-die Erfahrung (u.a. mit verschiedenen Männern) hat mir persönlich sexuell sehr viel gegeben. Mit jedem Mann gewann meine Lust neue Facetten dazu. Ich bin nicht stolz darauf, mehrere Partner gehabt zu haben-ich finde es aber nicht nachteilig.
Und ich kann lange auch ohne Mann gut leben, was ich auch tue. Und gerade die mehr sexuelle Erfahrung, die ich habe, hat mich anspruchsvoll in diesem Bereich gemacht.
Natürlich kann man mit nur einem Partner guten Sex lebenslang haben-das würde ich mir auch wünschen.

Dadurch dass eine Frau heute Ausbildung macht, in anspruchsvollen Berufen arbeitet etc., kommt es dazu, dass viele Frauen eben deutlich später heiraten. Und eine Jungfrau mit 37 wäre ja auch ziemlich merkwürdig und unnatürlich.

Bitte betrachte die Sachlage so, dass Frauen viele Männer "ausprobieren" (wie Du sagst), weil sie nicht immer das Glück haben, wie Du in jüngeren Jahren den Traummann zu treffen.

Ich wünsche mir eine monogame Beziehung, die lebenslang hält. Die sexuelle Erfahrung akzeptiere ich so wie sie ist. Du weißt-was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. In diesem Sinne nutze ich mein sexuelles Wissen/Erfahrungsschatz vernünftig und gut ist.
 
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  • #23
Mir ging es immer darum, den Mann, in den ich mich verliebt hatte, ganz nah zu spüren, Haut an Haut. Sex als reine Triebbefriedigung kenne ich nicht. Obwohl ich mit meinen 42 Jahren die magische 10 schon lange überschritten habe, fühle ich mich nicht verbraucht oder benutzt, denn ich habe immer freiwillig "mit gemacht", viel Neues gelernt, auch, was mir nicht gefällt. Mein neuer Partner hatte bis jetzt "nur" 4 Sexualpartnerinnen, und manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich mir wünsche, alle Nuancen eines befriedigenden Liebesleben mit ihm entdecken zu können, quasi, in meinem Fall, noch mal 20 zu sein.
w
 
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Gast

  • #24
Hier noch mal die #11.

Ich bereue meine Vergangenheit, neuerdings und das ganz aufrichtig.

Weil ich die Liebe meines Lebens, einen grossartigen (nebenbei auch im Bett einfach nur wunderbaren) Mann verloren habe. Ich hatte gemerkt, dass er mit meiner wilden Zeit, meinen ONS, meiner (seltenen!) Untreue ein Problem hatte. Da habe ich ihm halt die halbe Wahrheit gesagt und den Rest verleugnet. Als es heraus kam (bei einem Abend mit alten Freunden), war er entsetzt. Wir haben es trotzdem probiert, aber er konnte mir nicht mehr vertrauen.

Das ist sechs Jahre her. Er ist mittlerweile verheiratet. Ich weine heimlich, immer noch. Haette ich gewusst, dass ich IHM einmal begegnen wuerde - dass es die eine Liebe eines Lebens wirklich geben kann -: ich haette mich fuer ihn aufgehoben. Ja, so weit bin ich heute.

Mein Stolz auf mein Leben als emanzipierte Frau - so habe ich das gesehen - ist restlos dahin.

(W 46)
 
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  • #25
Nachtrag (von #11):

<- mod Ihre Fortsetzungsposts geben leider keine Antwort mehr auf die Frage. >
 
  • #26
@23
... tut mir Leid für dich aber ich hoffe, daraus können einige wenigstens ein bisschen was mitnehmen und dem neuen Partner offen und ehrlich gegenübertreten, was die Vergangenheit betrifft. Es soll doch am Ende jeder selbst entscheiden können, worauf er sich einlässt und da solches Verhalten über kurz oder lang immer rauskommt, ist es doch nur Zeitverschwendung nicht von vornherein die Karten auf den Tisch zu packen.
 
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Gast

  • #27
Glücklicherweise muss ich nichts bereuen - im Gegenteil. Ich gehöre zu der Kategorie der "reiferen Jahrgänge" und hatte weiß Gott deutlich mehr Sexualpartner als die hier bereits als "viel" apostrophierten zehn. Jede Erfahrung mit einem lieben Menschen (und es handelte sich immer nur um liebe Menschen) ist ein Gewinn, ein Gewinn an Lust, Leidenschaft, Intensität, Nähe. Ein Partner, der das nicht ebenso erfahren hat, käme für mich nie in Frage, auch wenn die "wilden" Zeiten längst ruhigerem Fahrwasser gewichen sind.
 
  • #28
Mir geht es gut mit meinem Liebesleben.
Es gab längere sexlose Zeiten, es gab ganz klassische Beziehungen, es gab zwischen den Beziehungen wilde Zeiten mit Affären und ONS. Ich habe jede dieser Phasen genossen und ganz bewusst so gelebt. "Benutzt" oder "verbraucht" fühlte ich mich nie, ich habe auch nie jemanden "benutzt", sondern immer mit offenen Karten gespielt, so dass ich nichts bereue und jedem dieser Männer (Ausnahme: ein eifersüchtiger fremdgehender Ex) auch heute noch in die Augen schauen und mit ihm einen Kaffee trinken kann.
 
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Gast

  • #29
Ich hätte gerne noch mehr interessante Erfahrungen. Ich bin jedoch zu unsicher dafür, und die Erfahrungen, die sich einem aufdrängen, interessieren mich meist nicht. Um öfter etwas wirklich spannendes zu erleben, müsste ich weit mehr aus mir herauskommen. Ein paar mal ist mir das gelungen, und dem folgte meist etwas Besonderes. Ich habe den Eindruck, dass manche, die ihre wenigen Erfahrungen zur Tugend erheben, den anderen, erfahreneren ihre neiden.
 
  • #30
Ich finde es horizonterweiternd und Gelassenheit erzeugend.

Mit etwas mehr Erfahrung mit verschiedenen Partnern wird man nicht mehr in der Falle landen, sich in Sinnloses zu verrennen oder darin zu verbleiben, weil man den F*** des Jahrhunderts gefunden zu haben glaubt. Und den nie wieder loslassen will, weil er scheinbar so einmalig ist.

Man lernt, dass es verschiedene Menschen geben kann, die sich durchaus extrem unterscheiden darin, wie sie sich anfühlen und in welche Richtung die gemeinsame Körperlichkeit tendiert - und mit denen trotzdem jeweils der F*** des Jahrhunderts möglich ist.
Und man lernt, schon früh zu erspüren, mit wem das nicht möglich ist und nie möglich sein wird.

Nein, ich fühle mich nicht benutzt, sondern bereichert, viel sicherer in mir und meiner Sexualität, vor allem auch erweitert in meinen Wahrnehmungsmöglichkeiten des Gegenübers.
Kann ohne große Erwartungen in Neugierde erstmal annehmen, was vom Partner kommt, ihm von meiner Seite aus etwas entgegenbringen, mich auf ihn einstellen, Entwicklungsmöglichkeiten erkennen und sie beeinflussen.

Diesen Horizont und diese Möglichkeiten zur Horizonterweiterung hätte ich heute persönlich möglicherweise nicht, hätte ich in den letzten 30 Jahren nur einen Partner gehabt. Obwohl ich denke, dass ich gerade mit meinem 'Ersten' auch heute noch guten Sex hätte, wären wir zusammengeblieben. Weil beide endlos neugierig aufeinander und grandiose Kuschelmonster miteinander.

Also, bereuen tu ich nichts - es hätte auch anders laufen können, wenn ich mit 17 den 'Ersten' geheiratet hätte und immer noch mit ihm zusammen wäre.
Da dem aber nicht so war, bin ich für eigentlich jede der seitdem gemachten Erfahrungen dankbar, unwesentliche/weniger befriedigende inbegriffen, denn die haben mich ja auch weiter gebracht in meiner Wahrnehmungsfähigkeit.

Auch das in solchen Diskussionen gerne vorgebrachte Argument, Sex würde 'beliebig', wenn es sich um mehr als zwei bis drei Partner im Leben handle, kann ich für mich nicht bestätigen. Im Gegenteil, ich habe dadurch gelernt, die Einzigartigkeit in Menschen erst so richtig zu entdecken, mich auf selbige einlassen zu können und natürlich auch, sie zu lieben. Oder eben auch nicht.

Gruß, frizzante, etwas mehr als das 'dirty dozen'.
 
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