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  • #1

Wie fühlen sich Männer nach der Trennung von der Familie?

Hallo,


Ich weiß, meine Frage ist sehr allgemein und was in meinem Noch-Mann wirklich vor sich geht wird mir auch keiner sagen können, dennoch: gibt es hier Männer, die sich bewusst von ihrer Frau und Kindern getrennt haben, weil die Liebe (vermeintlich) auf der Strecke geblieben ist und wenn ja, wie fühlt sich dass dann an, plötzlich ohne Familie zu sein?
Es gibt (angeblich) keine neue Frau, nur seitens meines Mannes das Gefühl, es würde nicht mehr reichen. Jetzt haben wir seit wenigen Wochen die Trennung final und schon fängt er an zu grübeln und vermisst seinen Familienalltag.
Ich bin so irre, dass ich immer noch hoffe, weiß aber nicht was ich tun kann. Und wie es sich für ihn anfühlen muss, nur noch der Wochenende-Zahl-Papa zu sein (wir haben schon eine Einigung für die Kinder), obwohl er immer gesagt hat Familienmensch zu sein.
Kann mir jemand aus Erfahrung berichten?

Danke
 
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  • #2
Liebe FS,
wenn er nicht direkt in eine andere Beziehung wechselt, dann gibt es 3 Zustände:
1. Erleichterung, weil er erst mal für sich ist, Dir keine Gefühle mehr vorgauckeln muss, die er nicht mehr hat - betrifft die Paarbeziehung
2. Auch Erleichterung, dass er aus der fordernden Situation rauskommt: nach der Arbeit nach Hause kommen und da geht es weiter mit den Forderungen - betrifft die Familiensituation
3. Leere, Stille, weil erst mal nichts los ist, wenn er nach Hause kommt. Sowie er loslegt mit zum Sport gehen, Party machen, wird ihm sein neues Leben gut gefallen und er höchstens jammern, dass er nicht sein gesamtes Gehalt für sich hat, daher in seinen Freizeitaktivitäten und Frauenwahl aus Geldmangel eingeschränkt wird, weil er für 2 Kinder Unterhält zahlen muss. Vermutlich ist er dann noch verstimmt, wenn er Aufgaben in der Kinderbetreuung übernehmen soll, hofft, dass sie ihn bald altersbedingt nicht mehr sehen wollen - betrifft Familienmensch.

Du solltest nicht daruf hoffen, dass er wegen der leichten Krise zurück kommt. "Es reicht nicht mehr... " ist eine somschwache und konfliktunfaehige Aussage. Wer sich mit sowas trennt, kommt nicht zurück, der versucht ja noch nichtmal sich zu erklären, sondern will nur weg.
 
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  • #3
Naja, ich habe einen gekannt, der hat sich nach der Trennung von der Frau mit drei Wunschkindern erstmal mit einer 25 jährigen zusammengetan und wollte von morgens bis abends erstmal gemütlich durchpimpern. Das hat ihm vorläufig absolut gereicht. Gedanke an die einstige Familie = null

Weißt du, es ist ja schön ein Familienmensch zu sein, aber Männer haben noch ein Leben neben der Familie und Kindern und möchten sich als Mann fühlen und wahrgenommen werden. Egal ob sie 30, 40 oder 50 sind. Deswegen trennen sich viele Männer. Dieses Grundrecht hat man neben vielen Frauen einfach nicht.

Männer sind auch niemals so eng mit Kindern wie Frauen. Sie gebären die Kinder ja nicht. Sie stehen dem Thema sehr distanziert gegenüber. Viele Frauen werden das wohl nie begreifen. Wenn der Mann genug Geld hat, dann ist es ihm Wurst, ob er bisschen zahlen muss. Tut mir leid, das so hart sagen zu müssen, aber genau das ist der Fehler von euch Frauen allen. Wenn ein Mann angibt, Familienmensch zu sein, ist er noch lange kein Trottel, der sich restlos ausopfert wie eine Mutter und zum Vatertier mutiert. Er möchte auch Mann sein.

Er wird sicher weibliche Objekte im Blickfeld haben, aber hallo, wo denkst du hin? Er wird dir das doch nicht auf die Nase binden!
 
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  • #4
Meine Tochter war immer ein Papa-Kind. Wir haben viel zusammen unternommen und wenn ich von der Arbeit kam, hat sie mich mit einem freudigen "Papaaa..." begrüßt.

Es ist sehr schmerzhaft, ihren Alltag nicht teilen zu können, nicht da zu sein wenn sie Hilfe für ein Schulprojekt braucht oder sie loben zu können, wenn sie eine gute Klassenarbeit nach Hause mitgebracht hat. Sie ist jetzt schon etwas älter und erzählt nicht so gerne quasi "auf Kommando" wenn wir telefonieren.
Am schlimmsten sind die Abschiede, wenn sie in den Ferien länger bei mir gewesen ist. Ich hoffe sie merkt es mir nicht an, wie nahe mir das geht. Aber sie entwickelt sich gut und hat die Trennung ganz gut überstanden. Jedenfalls ist sie ein fröhliches Kind und hat auch einiges von mir.

Die Trennung von meiner ex-Frau war allerdings unvermeidlich. Wir harmonierten überhaupt nicht mehr, hatten uns komplett auseinanderentwickelt, noch nicht einmal streiten konnten wir, lebten nebeneinander her, es gab kein "wir" und keine Zukunftsvorstellungen.

Ich habe keine neue Partnerin und gerade in der Anfangszeit, wenn man als Mann sich ein neues Zuhause aufbaut und alles noch nicht so eingespielt ist, ist es auch stressig, dann das Kind am Wochenende zu haben.

Ob du dir noch Hoffnungen machen kannst, dass er zurückkommt?
Solche Fälle gibt es wohl. Bei mir war das ausgeschlossen, da ich ziemlich reflektiert bin und Entscheidungen erst nach ausführlicher Abwägung des für und wider treffe, zumal nach dem Scheidungskrieg, den meine ex-Frau mir geliefert hat.

Jedenfalls fände ich es im ersten Schritt ganz nett, wenn die ex-Partnerin mithilft und bereit ist, dass man als Eltern die relevanten Themen, die das Kind/die Kinder betreffen, gemeinsam regelt. Das ist schonmal viel wert. Und dann natürlich auch, dass man als Wochenend-Papa das Gefühl hat, dass die Mutter sich ordentlich kümmert. Das ist bei dir wahrscheinlich selbstverständlich, aber du fragtest nach Erfahrung und das ist meine Sicht.
Auch ist es für die Kinder natürlich ganz gut, wenn Papa und Mama trotz der Trennung noch irgendwie miteinander kommunizieren.
Als Familienmensch vermisst man natürlich die Familie und man hätte es gerne anders, aber man möchte ja auch eine Liebesbeziehung zu einer Frau, die man liebt und die einen auch liebt. Also alles zusammen, das soll es ja auch geben. ;-)
Andererseits kann es natürlich auch passieren, dass ex-Partner nach einer Krise wieder zueinander finden und merken, was sie an einander hatten bzw. was sie falsch gemacht hatten und vermissten.
Was du tun kannst?
Zu versuchen mit ihm über die Situation zu reden, ihn auch zu fragen wie es ihm geht und wie er so klarkommt. Durch die Kinder wäre ja eigentlich Gelegenheit vorhanden, im Gespräch zu bleiben.
Viel Glück!
m
 
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  • #5
Liebe FS

ich bin als Singlefrau auch ein typischer Familienmensch und fühle mich nur zu Männern hingezogen die ähnlich gepolt sind. Daher habe ich immer Männer die sich auf Familie in der ein oder anderen Form beziehen: Sei es Geschwisterleben, sie es Elternbeziehungen, sei es ein weltweites Netzwerk netter Verwandter rund um den Globus. Mit jemandem der nur Single ist käme ich nicht klar. Geschiedene Männer habe ich immer gemieden wenn es mir bekannt war sie sind es. Mit einem in Scheidung lebenden Mann möchte ich nicht zu tun haben - eine undankbare Funktion. Mein aktueller Lebenspartner ist seit 2010 geschieden und leidet nur wegen seiner Tochter. Die lebt bei der Mutter und wird langsam flügge, aber er hat an ihrem Alltag keinen Anteil mehr. Wenn sie kommt denkt er sich immer was Nettes für sie aus - und ist dann über die üblichen teeniehaften Launen und Gleichgültigkeiten meist entnervt. Seine Ex hat er abgehakt. Sie haben ein sehr kühles Verhältnis über zu regelnde Sachfragen. Aber das mit dem Vatersein - das bleibt unsere Baustelle.
 
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  • #6
Ich weiss es.

Er fühlt sich schlecht u. am Anfang hofft er, so war es bei mir, wenn man ein Familienmensch ist
u. wenn seine Kinder sein ein u. alles sind.
Er will nicht unbedingt zu dir, er vermisst die Kinder u. das Täglich.
Das morgens u. abends, das am Wochenende u. das gemeinsame am Tisch sitzen u. das Lachen u. das erzählen v. seiner Frau u. seinen Kindern.
Er bekommt auch nach einiger Zeit wieder die Gefühle zu seiner Frau, weil man sich weniger sieht u. weil man sich ja auch dann verändert.
Das gemeinsame Wochenende mit seiner Familie, das Unternehmen, die Spaziergänge, die Umarmungen u. der familiere Geruch v. Frau u. Kinder usw.
Er schleppt das Gefühl mit sich rum, wie es seiner Familie geht u. stellt sich die traurigen Gesichter seiner Kinder vor u. das Tagtäglich.
Es gab Väter, die sind daran zugrunde gegangen u. haben nur noch einen Freund, den Alkohol.
Alle Freunde wenden sich meistens ab u. halten zu der Frau, weil sie wegen den Kindern den meisten Kontakt zu den anderen Mütter haben u. die mit ihren Männern sprechen.
Er fühlt sich alleine u. zieht sich zurück u. will auch nicht belehrt werden v. allen Seiten.
Wenn er ein schwacher Mensch ist, dann soll seine Familie (Eltern u. Geschwister) oder wenn er ein guten Freund hat, dann sollen die mit ihm die Zeit verbringen.
Das schlimmste was Passieren kann ist, wenn er von allen nur Vorwürfe bekommt, das er Schuld hat.
Das macht ihn Kaputt.
Wenn er sich getrennt hat, dann hat er wohl das Gefühl v. dir nicht Geliebt zu werden. Wenn er keine neue hat oder umgekehrt.
Oder er macht alles Falsch u. bekommt das von dir bewusst oder nicht bewusst vermittelt u. er denkt
er kann machen was er will, er hat kein Erfolg mehr in seiner Familie, keine Anerkennung, keine Liebe, keine Romantik u. er geht.
Ihm ist Langweilig!
Ich weiss sehr wohl, was ich hier schreibe u. vielleicht findest du ja das Problem.
Ich habe alles Versucht u. es nicht geschafft meine Familie zusammen zu halten, dafür muss man zu zweit sein.
Einer alleine schafft das nicht.
Ich glaube das du das nicht alles so hören wolltest, aber so ist es u. ihr seit nicht alleine.

Ich wünsche Euch viel viel Glück u. denkt an die Kinder.

m
 
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  • #7
Das hört sich alles an wie bei mir, nur das wir soweit noch nicht sind.
Wir sind grad in der Phase, das er eigentlich zurück will nur nicht weiß wie.
Habe dazu gerade eine Frage gestellt und vor ein paar tagen schon mal mit dem Titel:
Trennung nach 15 Jahren ehe, Midlifecrisis? Lebenskrise? Hilfe?
Ich kann deine Frage nicht beantworten, aber ich glaube den Männern geht es mindestens genauso schlecht, plötzlich ohne FAMILIE zu sein.
Wieviel Kinder habt ihr? Wie lange verheiratet?
Siehst du noch eine Chance für euch? Wann hat er sich von dir getrennt bzw. wie lange läuft schon die Trennung?
Gruß
 
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  • #8
@ gast #5

Sehr interessante Antwort!!!!!
Mein Mann hat sich getrennt und genau so könnte er sich fühlen!!!??
Hat man als Frau, wenn man die Fehler In der Beziehung erkannt hat, das ruder um reißen und hat die Beziehung eine 2. Chance?
Gibt es tipps wie man sich dem Mann wieder annähern kann.

Gruss
 
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  • #9
Wenn man eine souveräne Frau geheiratet hat, kann es zur Trennung von ihr kommen, nie aber zur Trennung von den Kindern - was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wenn die Frau außer den Kindern nichts zu bieten hat, werden die Kinder Schutzschild und Waffe und vom anderen Elternteil ferngehalten. Dann trennt die Frau die Kinder tatsächlich vom Vater. Die Formulierung "von der Familie getrennt", nur weil man die Frau nicht mehr ertragen kann, ist sehr durchsichtig. Mir ist es so gegangen, mein Kind hat aber erkannt, was passiert und sich schließlich erkämpft, bei mir sein zu können. Es ist natürlich schmerzhaft, wenn einem das Kind entzogen wird, die Verachtung für die Frau wird durch so etwas noch größer. Es bestärkt auch darin, dass es richtig war, diese Frau zu verlassen.
 
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  • #10
Tut mir leid, das so hart sagen zu müssen, aber genau das ist der Fehler von euch Frauen allen. Wenn ein Mann angibt, Familienmensch zu sein, ist er noch lange kein Trottel, der sich restlos ausopfert wie eine Mutter und zum Vatertier mutiert. Er möchte auch Mann sein.

Er wird sicher weibliche Objekte im Blickfeld haben, aber hallo, wo denkst du hin? Er wird dir das doch nicht auf die Nase binden!

Hier die FS.

Danke für alle Antworten.


@2: Wie kommst du darauf, dass alle Frauen Trottel sind, die zum Muttertier mutieren? Hast du noch nie Mütter getroffen, die nebenbei auch noch interessante Frauen waren?

@3: danke für deinen emphatischen Beitrag. Momentan bin ich schon noch geschockt und sauer, alle Begegnungen enden meist im Streit. Würde es helfen, wenn ich mich zur Rüche zwinge? Aber ich kann ihm doch nicht "freundschaftlich" gegenüber treten, dann denkt er doch, es ist alles gut? Soll ich das Gespräch suchen oder warten bis er das Bedürfnis hat?

@5: danke dir auch. Ich denke, mit der Ursachenforschung sind wir schon recht fortgeschritten. Ich hatte (und habe?) nur immer die Illusion, dass wir auf den letzten Jahren und der gemeinsamen Familie aufbauen und die Paar-Beziehung wieder entwickeln können. Zumal er auch ab und an gesagt hat er weiss nicht was er in ein paar Monaten denkt und wie er jemals damit fertig wird, sich von seinen Kindern zu trennen (im Alltag, Besuchsregelung steht). Bei uns bin scheinbar nur ich diejenige, die etwas tun wollte.


@ alle: Mag eine blöde / naive Frage sein, aber warum beantwortet mein Noch-Mann die Frage nach einer anderen Frau nicht? Die habe ich ihm schon 100x in den letzten Tagen und Wochen gestellt, er leugnet hartnäckig. Ich werde es doch eh früher oder später mitbekommen? Ist das Selbstschutz? Angst mich zu verletzen, aber warum, ist doch egal? Wenn ich weiss, dass eine andere im Spiel ist, ist die Sache doch klar. Soll ich ihm glauben? Mir kommt es auch komisch vor, aber er wird immer wieder sauer, wenn ich ihm eine neue Frau / Beziehung unterstelle...
 
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  • #11
Hier die FS nochmal:

Macht es einen Unterschied ob eine andere Frau dazwischen ist oder nicht?

Kann man(n) nicht evtl. auch erst durch den Abstand sehen, was man am Partner hatte bzw. am (Familien-)Leben und sehen, dass es doch das ist was man(n) möchte?

Wie bekomme ich von ihm eine ehrliche Antwort auf die Frage nach einer anderen?
 
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  • #12
Was ist denn, wenn er eine andere Frau hat u. er merkt nach einigen Monaten, das er das vermisst
was er mal hatte, nämlich seine Familie?
Gib ihm Zeit.
Wenn du ihn wieder haben möchtest, Kämpfe.
Wenn du es weist, das er eine andere Frau hat, dann bist du verletzt u. Kämpfst auch.
Nämlich gegen ihn.

Ich könnte mir vorstellen, das das für ihn ein Selbsttest ist.
Er gibt dir keine Antwort, also ist er sich noch nicht im Klaren was er will.
Ich glaube er kommt wieder.

Und damit musst du dann Klar kommen.

Was ich noch hinzufügen möchte ist.
Was ist ein Familienmensch?

Einer der seine Kinder dennoch regelmässig sehen möchte u. auch in Zukunft für die da sein möchte u. für sie eine Zukunft aufbauen möchte.
Bildung geben.
Ihnen Liebe geben.
Spass geben.
Wärme geben.
Geborgenheit u. Sicherheit geben, bis sie selbst erwachsen sind.
Sich Kümmern halt.

Für die Familie da sein, auch wenn man keine Gefühle mehr für sein Frau hat.
Finanziell Unterstützen ja, ausnehmen lassen nein.

Wir haben eine Wochenregelung, weil ich für meine Kinder da sein will u. weil Kinder auch einen Vater brauchen u. wollen.

Es gibt auch die anderen Väter, das stimmt.

Wir sind aber nicht alle so, meine Damen.

Was will eine Frau?
Er soll sich Kümmern.
Er soll Interesse zeigen.
Er soll zahlen.
Es gibt auch Frauen die sagen, er soll Bluten.

Tut er es nicht, ist er ein Schwein.
Aber was ist wenn er es möchte u. die Frau hindert ihn daran, das alles zu bewältigen?
Bis auf die Zahlung natürlich.
z.B. Kindesentzug, nicht ans Telefon gehen, Termine werden nicht eingehalten usw.
Was ist denn dann die Frau?

Es gibt Frauen, die sagen er lässt uns im Stich, er zahlt nicht, er Kümmert sich nicht u
die erzählen das den anderen Müttern u. sie wird bemitleidet u. alle sagen, so ein Schwein.
Es gibt Männer die wollen, aber werden v. ihrer eigenen Frau daran gehindert.
Das wird nicht erzählt.

Das ist für die Mütter bestimmt, die generell den Mann als was schlechtes sehen.
 
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  • #13
@ # 7

Das kann man allgemein nicht so beurteilen.
Ich denke wenn du dir deine Fehler bewusst bist, fällt dir bestimmt was ein.
Nur wie stark sitzt der Schmerz in deinem Mann u. über was für Fehler spricht man hier?
Schwierig.

Bei manchen Menschen ist es nur ein blöder Spruch u. die trennen sich.
Bei anderen ist es immer wieder auftretende Fehler u. die Probleme schaukeln sich hoch.
Wenn sich dein Mann v. dir getrennt hat u. du denkst er fühlt sich so ähnlich wie ich es beschrieben
habe, dann ist das für ihn schon sehr schlimm u. ich hoffe das er die Finger vom Alkohol lässt.
Ich habe die schlimme Zeit überwunden u. hatte auch oft dieses Gefühl die Sorgen zu ertränken.
Ich habe aber dagegen angekämpft u. Sport gemacht u. habe viel alleine unternommen.
Ich habe es überwunden u. bekomme wieder Spass an meinem Leben.
Was glaubst du, wem gibt er die Schuld für den ganzen Verlust, den er ertragen muss?
Er wird vielleicht ein Einzelgänger sein, wenn sich alle gegen ihn gestellt haben.
Ob du da noch eine Chance hast, bezweifle ich ein wenig u. er wird sich auch die Frage stellen,
warum du das möchtest.
Sind bei dir auch Kinder mit im Spiel?
Wegen den Kindern, Geld oder weil du ihn noch Liebst?
Warum möchtest du das wirklich?

Darüber sollte man ernsthaft Nachdenken.

Viel Glück!
 
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  • #14
Es spielt eine Rolle, ob eine andere Frau da ist. Wenn die Liebe zur Ehefrau nicht mehr vorhanden ist und man sich als Mann tatsächlich traut, sich zu trennen und man die Kinder weniger häufig sieht als früher (oder gar nicht mehr) leidet man natürlich. Wenn man eine liebevolle Frau an seiner Seite hat, tröstet und stärkt das. Das ist sicher der Grund dafür, dass alle Männer in meinem Bekanntenkreis, die ihre Frauen verlassen haben und andere Frauen an ihrer Seite hatten, nicht zu ihren Ehefrauen zurückgekehrt sind, obwohl sie alle Register gezogen haben - auch das Ass - die Kinder -, zwei andere, die einsam waren, aber schon, wenn auch nur vorübergehend. Die Liebe zur Frau war nicht wieder da, der Schmerz ohne die Kinder und eine Frau aber zu groß.
 
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  • #15
Hi FS

also, mein Partner hat in der Kennenlernphase immer Angst gehabt wir werden zu schnell öffentlich, seine Ex kriegt es raus und macht ihm die Hölle heiss - trotz Scheidung ! Sie ist noch voller Vorwürfe, nach 30 Monaten, obwohl sie das Haus behalten darf: Er hat sich von ihr getrennt weil es einfach nicht mehr ging. Wir kannten uns bei der Scheidung noch gar nicht, das kam alles viel später als er wusste was er nicht mehr wollte.

Ich sehe das so: Vatersein ist von der Sache unberührt. Natürlich liebt er sein Kind wie immer ! Aber die Ehe ist zu Recht gescheitert. Es gibt keine Zukunft als Paar mehr. Man muss auch mal abschliessen können statt einseitig Schuldkörbe auszuteilen.

Das Kind kommt gern zu uns. Es erzählt zu Hause was bei uns los war oder die Mutter fragt es aus. Sie kommt nicht damit klar dass es mich gibt; ruft ihn nur auf dem Mobile. Natürlich nervt mich die Ex wenn sie am 2. Januar des Jahres die Vorschau der Besuchstage an ihn mailt. Sie will damit unsere Feiertage vermiesen. Sie könnte ja auch bis zum Schulanfang warten, oder ? Erreicht hat sie bloss dass er mit ihr nicht mehr allein sein möchte.
 
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  • #16
Hallo fs. alles kommt früher oder später raus. auch eine neue Partnerschaft. Mein Ex stritt es auch immer ab. (nach 1 jahr trennung gab er dann zu erst seit 1.5 Monaten eine Beziehung zu haben genau mit der Frau die er damals in unserer Ehe kennenlernte?)Wieso streiten sie sowas ab? Vielleicht weil er nicht derjenige sein möchte der die Ehe kaputt machte?könnte hier endlos Antworten geben.Doch im Endeffekt spielt es keine Rolle. Du musst erstmal nur deinen Weg finden und aufhören über Ihn nachzudenken. Den das führt dich zu nichts und bringt dich nicht weiter. Antworten wirst du keine finden die kann nur er die geben.
 
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  • #17
Liebe FS,
es ist fastbausgeschlossen, wenn er einmal weg ist, dass er zurück kommt. Wenn es eine andere Frau gibt, kannst Du es vergessen, dann wird es nichts mehr, außer, Du versprichst ihm, dass er kommen und gehen kann, wie er will und selbstverständlich andere Frauen haben kann.

Er sagt nicht dass er eine andere hat, weil er Angst hat, dass Du aus der Scheidung einen Rachefeldzug startet. Du brauchst nicht mehr danach fragen, wenn er dazu nichts sagt - Du nervst ihn damit und treibst ihn nur weiter weg. Wie ätzend ist dass denn und auch wie respektlos, 100 mal die gleiche Frage zu stellen, die er nicht beantworten will. Kein Wunder, dass er sich von so einer penetranten Nervensäge getrennt hat. Geh davon aus, dass er eine andere hat, damit liegst Du zu 90% richtig.
 
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  • #18
Wir waren über 10 Jahre verheiratet u. ich habe mich von meiner Familie getrennt.
Ich hatte u. habe keine neue Frau.
Ich konnte auch nicht mehr u. vielleicht gibst du ihm einfach noch Zeit, damit er vielleicht das Gefühl bekommt die Familie zu vermissen.
Frag ihn nicht nach einer anderen immer u. immer wieder, sondern probiere es doch so.
Indem du ihm sagst, das wenn er wieder kommen möchte, er sich melden soll u. das du noch Gefühle für ihn hast.
Oder auch der Gang zum Psychologen, kann helfen.
Schreib ihm, wie es ihm geht.
Aber die Frist sollte im Trennungsjahr sein u. nicht über mehrere Jahre hinaus gehen.

Haben denn die ein oder anderen Männer den Frauen, nicht auch mal eine zweite Chance gegeben.


m
 
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  • #19
Liebe FS,

also jetzt mal ehrlich, warum sollte er dir die Wahrheit sagen? Das du ihn bei der Scheidung ein Verschulden wegen Ehebruch vorwerfen kannst und er dadurch für dich Unterhalt zahlen muss? so hofft er auf eine friedliche Trennung deinerseits und wenn die Scheidung dann durch ist wird es sich schon herausstellen ob er eine andere hat! Bei mir war es auch so ähnlich ich habe ihn ziehen lassen und auf die einvernehmliche Scheidung eingewilligt. als diese rechtskräftig war ist er plötzlich bei jemanden eingezogen und hat sie eine Woche nach rechtsk.Scheidung den Kindern vorgestgellt nicht einmal 2Monate danach nachdem er angeblich erst mit ihr zusammen kam hat er sie schon geheiratet
Also sag mir hat er sie schon vorher gehabt oder stimmt seine Version? Ich hätte auch gerne eine Antwort darauf denn er behauptet auch jetzt noch dass es alles nur Zufall ist und vorher nix war.

Wenn er es sich wenigstens verbessert hätte ok aber ohne eingeb.zu klingen sie schaut nicht besser aus als ich im Gegenteil sie schaut schon älter aus als sie ist und meine Kids nennen sie Faltendrachen. Als ich ihn fragte was sie besser macht oder was mit ihr besser ist hat er mir nur gesagt man darf nicht vergeichen aber es wäre egal ob man sich ein rotes oder silbernes Auto nimmt es ist immer nur ein Auto! Also ich glaube wir hätten nix anders machen können wenn Männer in der Krise sind wissen sie selber nciht warum sie so handeln. Schade nur um so langjärige Beziehungen bei uns waren es 25 Jahre die eigentlich noch gut funktioniert haben zu mindest aus meiner Sicht....
w42
 
  • #20
Das du ihn bei der Scheidung ein Verschulden wegen Ehebruch vorwerfen kannst und er dadurch für dich Unterhalt zahlen muss?

Ähm, ich dachte, dass das Schuldprinzip seit 1977 abgeschafft ist, unter anderem im Interesse der Frauen. Ich hoffe das gilt auch, wenn zur Abwechslung der Mann derjenige ist, der mehr davon profitiert.

Wenn er es sich wenigstens verbessert hätte ok aber ohne eingeb.zu klingen sie schaut nicht besser aus als ich im Gegenteil sie schaut schon älter aus als sie ist und meine Kids nennen sie Faltendrachen.

Das einzige, was ich daran erkennen kann ist, dass du noch nicht mit der Sache abgeschlossen hast, sondern immer noch in deinem Ego gekränkt bist.
Ich will dir nichts unterstellen, aber vielleicht nennen eure Kinder sie auch nur deswegen so, weil sie wissen, dass du das gerne von ihnen hören willst? Es ist schließlich ein nicht allzu seltenes Phänomen, dass Scheidungskinder die Sichtweise des betreuenden Elternteils nachplappern, nicht aus Überzeugung sondern aus Abhängigkeit heraus.

Übrigens: Aussehen ist nicht alles.
 
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  • #21
@3: danke für deinen emphatischen Beitrag. Momentan bin ich schon noch geschockt und sauer, alle Begegnungen enden meist im Streit. Würde es helfen, wenn ich mich zur Rüche zwinge? Aber ich kann ihm doch nicht "freundschaftlich" gegenüber treten, dann denkt er doch, es ist alles gut? Soll ich das Gespräch suchen oder warten bis er das Bedürfnis hat?

Hi, hier nochmal #3,

tritt ihm so gegenüber, wie es deinem Gemütszustand entspricht, aber übertreibe auch nicht. Ich kenne ja nur meine Sicht und ich als Mann, der verlassen hat, war jedenfalls in der Trennung auch verletzt, genervt, gestresst etc. Aber ich fühlte mich auch in der viel schwächeren Position, weil die Frau Kind und Wohnung behalten konnte und ich die ganze Trennungsarbeit im materiellen Sinne zu leisten hatte, also ausziehen etc. Ich fand das alles furchtbar ungerecht.
Zumal es ja eine Vorgeschichte gab und gute Gründe.

Wenn die Begegnungen in Streit münden, verwundert das nicht angesichts der Situation. Ich selbst würde nicht denken "alles ist gut", wenn man freundlich - nicht freundschaftlich - miteinander umgeht, sondern würde denken, dass man einigermaßen souverän die Trennung über die Bühne kriegt.

Deine Herangehensweise und Fragestellung ist ja sehr von Emphatie geprägt und nur deshalb gebe ich mir die Mühe, weil du komplett auf Beschimpfungen verzichtest und erstmal nur von deiner Person ausgehst. Der Nachteil ist, dass man über deinen ex-Mann nichts erfährt und auch nicht über eure Beziehung und deshalb kann man deine Fragen bzgl. Gespräch suchen oder abwarten auch schlecht beantworten.

Ich weiß ja auch nicht, wie ihr nach der Streiterei verbleibt und worum es geht. Ich persönlich hätte es bei meiner Trennung hilfreich gefunden, wenn beide ein Verständnis darüber gehabt hätten, dass man sich in einer schwierigen Situation befindet und man die irgendwie meistern muss und dass beide es nicht leicht haben und versuchen, es so gut wie möglich hinzubekommen.
 
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  • #22
Deine Herangehensweise und Fragestellung ist ja sehr von Emphatie geprägt und nur deshalb gebe ich mir die Mühe, weil du komplett auf Beschimpfungen verzichtest und erstmal nur von deiner Person ausgehst. Der Nachteil ist, dass man über deinen ex-Mann nichts erfährt und auch nicht über eure Beziehung und deshalb kann man deine Fragen bzgl. Gespräch suchen oder abwarten auch schlecht beantworten.

Hier die FS.

Danke dir!
Ich denke, dass wir beide genau wissen woran die Ehe schlussendlich gescheitert ist, wir haben uns (auch in den letzten Monaten) lange bei einer Paartherapie miteinander auseinandergesetzte. Deshalb geht's mir auch nicht um Schuldzuweisungen oder Schlammschlacht. Ich bin unendlich traurig (er auch), dass es jetzt so gekommen ist, wie es ist. Und doch, irgendwas in meinem Bauch (evtl auch das verletzte Herz) sagt mir, dass wir noch nicht fertig sind miteinander, wie auch immer.
Ich versuche auch zu verstehen, was das, also die Trennung von der Familie mit meinem Mann macht. In den letzten Monaten, wo eine Trennung schon im Raum stand, aber wir beide es verhindern wollten, war das der grösste Albtraum meines Mannes, er hat immer wieder gesagt er will uns nicht verlieren.
Jetzt wohnt er übergangsweise in einer kleinen möblierten Wohnung, hat die Kids 25% der Zeit, muss in Zukunft anständig Unterhalt abdrücken (beide Punkte haben wir schon formell geregelt) und weiss nicht, wie sich die Zukunft für ihn entwickelt. Ich glaube und möchte nicht, dass ihn das allein zur Rückkehr bewegt, aber ich glaube irgendwie, dass sich das für ihn schlimmer anfühlen muss als gedacht.
Mir als Partnerin hat er auch in den letzten Monaten immer wieder gesagt, er liebt mich (jetzt eben nicht mehr genug...), er liebt unser Leben, (auch den Sex), er möchte mich nicht verlieren, ich werde immer etwas Besonderes für ihn sein, Blabla.
Er hat seine (grossen) Baustellen und stellt sich seit ein paar Monaten diesen das erste Mal in Form einer Therapie. Da ist ihm alles zu viel geworden. Alltag, um die Ehe kämpfen, Vergangenheit aufarbeiten etc. Wenn ich ihn jetzt so sehe / höre, habe ich nicht das Gefühl, dass es ihm besser geht. Er sagt nur, er sei froh, dass wir jetzt eine Richtung haben, einen Entschluss.
Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass er so glücklich wird ...

Bei dir / euch ist auch ein Kind involviert, oder? Darf ich fragen wie für dich die Vorstellung ist, dass das irgendwann mit einem anderen Partner deiner Frau zusammen lebt?

Und noch allgemein: mir ist auch klar, dass die Trennung meines Mannes von mir als Frau nicht bedeutet, dass er seine Kinder los ist. Aber: es wird eben nie mir das Familienleben in der "Ursprungsfamilie" sein und deshalb nenne ich es Trennung von der Familie. Er wird immer der Vater bleiben und die Kinder werden ihn immer als diesen lieben.
 
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  • #23
Ich kann rückblickend nur sagen, dass ich sehr froh bin, vor allen Dingen im Interesse meines Kindes, die Paar- und Elternebene getrennt betrachtet zu haben. Viel mir Anfangs sehr schwer, ich hätte ihn an die Wand stellen können...., aber was hätte es mir gebracht und vor allen Dingen dem Kind?

Heute nach über 15 Jahren, waren wir zusammen auf dem ABI-Ball, es gibt ein gemeinsames Foto, es war entspannt, das erwachsene Kind darf den Vater lieben und ich muss mir nie Vorwürfe machen oder machen lassen, dass ich eine doofe, gehässige alte Ex war.

Fragen tue ich mich nur, was es da draussen immer wieder Frauen gibt, die sich auf noch verheiratete oder frisch getrennte Männer einlassen und sich damit selber Probleme ins Haus holen.

Ich war auch mal so naiv und habe schnell daraus gelernt, nie wieder. Hätte ich vorher dieses Forum gekannt, hätte ich hier lesen können, was auf mich zukommen könnte. So war es dann auch.

w
 
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  • #24
Um zum Thema wieder zurückzukehren.
Wie fühlen sich Männer nach der Trennung von Frau und Kind(ern)? Usw?

Männer werden verlassen zu 80 Prozent von der Frau. Weil Männer Scheiße gebaut haben. Die sie kennen, aber nicht die daraus resultierenden Konsequenzen sich überlegt haben.

Dann sitzt der Mann plötzlich alleine in seinem neuen zu Hause oder auch in seinem alten.

Niemand ruft ihn an, das Leben, die Gespräche, die Ordnung ist weg. Die Neue, falls es überhaupt eine gibt, hat plötzlich auch keine Lust mehr auf ihn.

Dann starrt er die Bilder an den Wänden an, überlegt sich, dass er was essen möchte und müsste und pennt ohne Essen und Struktur in seinen Klamotten auf dem Sofa bis morgen früh, wenn er wieder zur Arbeit muss. Die ihn noch hochhält. Falls er die auch verloren hat, pennt er weiter.

Da am Wochenende die Kinder kommen werden, versucht er aufzuräumen, denkt dabei: was habe ich verloren? Alles verloren, verloren und schaut auf seine zittrigen Hände, die immer mehr Adern zieren.

Dann hängt er die Bilder ab, steckt sie in die Schublade und repariert die Spülmaschine, die seit Monaten deffekt war. Die Waschmaschine geht noch, die hat er auch behalten, die wollte seine Ex nicht mitnehmen. Sie wollte eine neue.
Dann heult er ein bisschen vor der Waschmaschine, weil er die Programme erst lernen muss, weiß aber, dass er morgen doch mal ein frisches Hemd anziehen müßte.
Das frische und sogar auch gebügelte Hemd gibt ihm Aufschwung am nächsten Tag, so dass er sich abends sagt: jetzt wird es Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen. Und sucht dann im Internet.

Und irgendwann sagt er sich, gottseidank, ich bin einfach nur erleichtert!
 
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  • #25
Bei dir / euch ist auch ein Kind involviert, oder? Darf ich fragen wie für dich die Vorstellung ist, dass das irgendwann mit einem anderen Partner deiner Frau zusammen lebt?
Wenn meine Tochter ihn auch nett oder zumindest o.k. findet, dann fände ich das gut. Ist doch auch gut für das Kind, wenn die Mutter glücklich ist.
Im Zweifel kann sie ja auch zu mir kommen, also über die vereinbarten Zeiten hinaus.
Außerdem hat man eh keinen Einfluss darauf. Seitdem die Familie auseinandergebrochen ist, bestimmt die ex-Frau den Hauptteil der Erziehung und mein Erziehungsanteil beschränkt sich auf die vereinbarten Umgangszeiten. So ist das halt. Und zur Erziehung gehört auch Vorbild und es ist allemal besser, dem Kind vorzuleben, wie Paarbeziehung zwischen Mann und Frau funktioniert, als dies nicht zu tun, also mal aus pädagogischer Sicht.
Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass er so glücklich wird ...
So wie du bei mir ´rüberkommst, scheinst du deinen ex-Mann irgendwie zu bemuttern oder zu unterschätzen oder du schätzt die Situation und seinen Charakter völlig richtig ein, und er hat gewisse Schwierigkeiten oder vielleicht auch alles zusammen.
Dass es sich für ihn "schlimmer anfühlt als gedacht", mag ja sein, bei mir ist es so, dass ich zukünftige Gefühlslagen nicht antizipieren kann und auch nicht möchte. Wenn die Situation schlimmer als gedacht wird, dann muss man es aushalten und daran arbeiten und seine Aussage, dass er es schätzt, dass die Entscheidung gefallen ist und es jetzt wieder eine Richtung gibt, deutet darauf hin, dass er es grundsätzlich gut findet, seinem Leben eine neue Richtung gegeben zu haben.
Vielleicht hat er auch tatsächlich eine neue Frau. Wenn du ihn schon lange kennst und er so viele Baustellen und Probleme hat, dann würdest du ihm vielleicht auch anmerken können, wenn er neu verliebt ist, oder?
Irgendwie scheinst du das alles noch nicht richtig fassen zu können und zu denken, es könnte alles vielleicht ein großer Irrtum seinerseits gewesen sein. Und du stocherst im Nebel und suchst Erklärungen und hast noch Hoffnungen. Das ist verständlich. Ich denke jeder muss seine Baustellen angehen und das dauert eine Weile und die Zeit heilt alle Wunden. Alles Platitüden und bla-bla, aber es stimmt auch.
Ansonsten wünschte ich mir für mich eine Situation wie #22 es beschrieben hat:
Ich kann rückblickend nur sagen, dass ich sehr froh bin, vor allen Dingen im Interesse meines Kindes, die Paar- und Elternebene getrennt betrachtet zu haben.
(...)
Heute nach über 15 Jahren, waren wir zusammen auf dem ABI-Ball, es gibt ein gemeinsames Foto, es war entspannt, das erwachsene Kind darf den Vater lieben und ich muss mir nie Vorwürfe machen oder machen lassen, dass ich eine doofe, gehässige alte Ex war.
Wir Erwachsenen sollten versuchen, unsere Probleme wie Erwachsene zu lösen.

#3 und #20
 
G

Gast

Gast
  • #26
Was interessiert dich wie er sich fühlt? Er wollte gehen und hat das konsequent auch getan und Punkt. So war es auch bei mir, ich habe mich hinterher sehr erleichtert und viel besser gefühlt und habe es im nachhinein eher bereut nicht schon viel früher diesen Schritt getan zu haben. Wenn es nicht passt würde ich es auf jeden Fall immer wieder machen. Ich brauch relativ lange, bis ich mich entscheide aber wenn ich mich dann entschieden habe so gibt es für mich kein zurück mehr! Ich verstehe nicht, wie man in eine Beziehung gehen kann oder noch in einer Beziehung bleiben kann, wenn es nicht stimmt bzw. nicht mehr stimmt. Für Kinder ist das auch besser, wenn klare Verhältnisse vorhanden sind, als ein falsches Spiel vor ihnen zu spielen, das weiß man längst! Mach dir mehr Gedanken um dich als um andere, nur so kannst du etwas zum Positiven verändern.(m)
 
  • #27
Wenn ich das schon lese...Männer haben kein inniges Verhältnis zu ihren Kindern, da sie diese nicht gebären...schrecklich...ich liebe mein Kind über alles und bin immer da, wenn er mich braucht!
Aber muss ich deshalb mit einer Partnerin zusammen sein, die mich enttäuscht oder nicht geachtet hat?
Es heißt wohl, dass derjenige der das Kind ausgetragen hat ein Recht auf richtigen Bezug hat...grausam...
Will man sein Kind gerbe öfters sehen und haben, heißt es sofort "Nein, das ist schlimm für das Kind...er ist dann zweigeteilt"
Klischeedenken war Gestern meine lieben Damen.
Welche damit gemeint sind, wissen es selber!
 
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