G

Gast

  • #1

Wie Freund trösten, wenn Kinder nicht zu Weihnachten kommen?

Nach und nach flacht der Kontakt seit Monaten ab, obwohl es fünf Jahre seit Trennung gut lief - jeder sagt zu uns, es ist normal, wegen Pubertät und Volljährigkeit usw. Ihr müsst abwarten, den Kindern Zeit geben, die Kinder wissen, wenn sie erwachsen (Ü25) sind dann schon, wer es gut mit ihnen meint(e) und wer nicht. Wir sollen sie "laufen" lassen usw. Doch die Jugendlichen stehen ganz stark unter dem Einfluss der Mutter. Daran wird sich so lange nicht ändern, wie sie bei ihr wohnen und das kann wohl noch dauern. Bis dahin soll der Vater zwar alles zahlen, aber nichts mehr mitbekommen. Nun gab es erst die Zusage für eine gemeinsame Weihnachtsfeier - jetzt die Absage.

Wie kann ich meinem LG helfen, diese enttäuschende Situation zu meistern, ohne daran zugrunde zu gehen. Bis dato hat er gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Doch innerlich zerreisst es ihn. Er beginnt, den Fehler bei sich zu suchen, was definitiv nicht stimmt, was auch von mehreren Seiten bereits bestätigt wurde. Er hat alles getan, was möglich war.

Ich stehe ihm liebend zur Seite, aber weiß nun auch keine Lösung mehr!
 
G

Gast

  • #2
Ich kann eure Situation sehr gut nachempfinden liebe FSin! Ich war als Mutter in der gleichen Situation wie dein Lebenspartner. Zehn Jahre hatte ich keinerlei Kontakt zu meinem pupertierenden Sohn weil er vom Vater eine permanent subtile Gehirnwäsche verpasst bekam. Sämtliche Bemühungen meinerseits liefen ins Leere. Nach einigen Jahren gibt man frustriert und genervt auf und beginnt zu warten. Auf den Tag X der eine gewisse Normalität zurück bringt. Das warten auf diesen Tag, Jahr um Jahr, ist zermürbend. Doch ich wusste, sobald mein Sohn erwachsen werden würde und nicht mehr gezielt den Einflüssen eines Herrgottgleichen Vaters ausgesetzt sein würde, dann kommt meine Stunde. Sie ist gekommen, mein Kind und ich pflegen wieder Kontakt miteinander, emotional distanziert zwar, aber der Kontakt existiert wenigstens. Es ist viel kaputt gegangen in all den Jahren. Doch ich denke, ein behutsamer Umgang miteinander, Vertrauen wieder herstellend, könnte heilsam auf all die Verletzungen wirken.
Bitte deinen Partner keinen Druck oder Zwang auf die Kinder auszuüben. Das könnte die angespannte Situation nur verschlimmern. Und den Kindern anbieten, dass sie jederzeit willkommen sind und ihr beide euch freut, wenn sie denn kommen.
Mehr könnt ihr nicht tun. Und nicht verzagen. Vielleicht ist ein telefonischer Kontakt möglich, den würde ich dann zumindestens ausschöpfen. Auf jeden Fall brauchen sie ein Zeichen, dass der Vater gerne ein paar Stunden zu Weihnachten mit ihnen verbringen würde.
Ich wünsche euch Glück und ein friedliches Fest trotz der Enttäuschung.
 
G

Gast

  • #3
Die Weihnachtsfeiertage nicht überbewerten und schöne Pläne machen, wir Ihr mit den Kindern nach- oder vorfeiert.

w/50
 
G

Gast

  • #4
FS: Es wäre die Vorfeier gewesen - weil wir das in den vergangen Jahren abwechselnd gefeiert haben. Doch trotz Zusage, kommen beide noch nicht mal da.

Liebe 1 - wie alt war dein Kind, als ihr den Kontakt wieder aufgenommen habt? Und wer hat den ersten Schritt getan?
 
G

Gast

  • #5
Hier nochmals die 1)
Als die Ehe scheiterte war mein Sohn 13 1/2 Jahre alt. Als wir uns wieder trafen war er 24 J. alt.
Wir trafen uns zum 30. Geburtstag seiner Schwester wieder und er wusste natürlich, dass er dort seine Mutter treffen würde. Und er ist gekommen - und saß den ganzen Abend an meiner Seite! Das war für mich ein voller Erfolg.
 
G

Gast

  • #6
Puh, da bekomme ich ja Gänsehaut, liebe 1.

Ich wünsche ihm auch, dass es funktioniert, doch in der derzeitigen Situation können einem der Optimismus und die Hoffnung schon mal abhanden kommen. Ich hoffe sehr, dass alle Recht behalten und die gemeinsamen, schönen Erlebnisse der Vergangenheit doch Früchte tragen und sie sich besinnen. Doch bis dahin kämpfen oder leiden wir dann sicherlich auch noch rund 5-10 Jahre!!! Ich darf garnicht darüber nachdenken, was dies aus meinem LG oder auch aus uns machen wird. Danke und Gruß FS
 
G

Gast

  • #7
Wer nicht will der hat schon. Wozu das Gejammer? Packt Eure Koffer und ab in die Karibik oder nach Thailand. Sehr schön um diese Jahreszeit.
 
G

Gast

  • #8
@6 - natürlich ist das möglich - machen wir auch. Doch dies ist vorrangig eben nur kurzzeitig ein Verdrängen der seit Monaten aktuellen, angespannten Situation und gewonnene Zeit für ein persönliches Durchatmen, löst jedoch nicht das eigentliche Problem und die Zerrissenheit eines Vaters. Damit muss er - ob während des Urlaubs, oder im Alltag - alleine klar kommen, bzw. mit meiner Hilfe und meiner Liebe die Balance für sich finden. FS
 
G

Gast

  • #9
Wie alt sind die Kinder? Und warum flacht der Kontakt ab?
Die Mutter kann doch nicht alles kontrollieren? Die Kinder können doch heutzutage über Email/Webcam und Internet zum Vater Kontakt halten und selbst ein 16 jähriger darf auch mal raus und da kann man sich doch "heimlich" treffen!

Ich kenne keine normalen Kinder, die ihren Vater ablehnen würden, viele Kinder sind sogar viel mehr vater- als mutterorientiert. Selbst eine Mutter kommt dagegen nicht an.

Ansonsten würde ich die Weihnachtsgeschenke per Post an die Kinder senden. Oder macht die Mutter auch die Post auf? Was ist denn das für eine Frau?

Und als Letztes würde ich die Wichtigkeit von Weihnachten reduzieren. Es ist ein ruhiger Tag im Jahr, mehr nicht - schon lange kein Familienfest mehr. Viele Leute müssen heutezutage an solchen Feiertagen auch arbeiten gehen. Und Teenager verkraften es. Es sind doch eher die Eltern, die aus Weihnachten so einen Hokuspokus draus machen.
 
G

Gast

  • #10
@8 - sie lehnen ihren Vater nicht ab - sie beschützen ihn sogar, indem sie sagen, es hat überhaupt nichts mit ihm zu tun. Die Macht der Mutter ist übermächtig und sie übt seelische Grausamkeit an den Kindern. Schlimm genug, dass wir die Kinder, jetzt ein Teenager und ein Volljähriger, davor nicht schützen können. Wir haben das anfangs in diesem Ausmaß leider nicht erkennen können, jetzt scheint es zu spät - die Kinder schotten sich ab und schützen sich selbst, anstatt für sich und ihren Vater zu kämpfen. Sie gehen den geringsten Weg des Widerstands - denn dort MÜSSEN sie leben und ziehen dann vor, den Kontakt zum Vater abzubrechen, um nicht tagtäglich in der Schusslinie der Erwartungshaltungen der Mutter stehen zu müssen. Andere Lebens- und Wohnformen würde die Mutter NIE befürworten, traurig aber wahr. FS
 
G

Gast

  • #11
Andere Lebens- und Wohnformen würde die Mutter NIE befürworten, traurig aber wahr. FS
Das volljährige Kind ist doch selbstverständlich in der Lage selbst zu bestimmen, wo es wohnt. Es hätte schon mit 14 Jahren über das Familiengericht entscheiden lassen können, dass es ab sofort bei seinem Vater wohnen will.

War das nie aktuell?

Ganz ehrlich, ein Kind, dass den Kontakt zum Vater wirklich will und wo der Kontakt schon vor der Trennun gut war, wird sich als Teenager bzw. Volljähriger nie und nimmer den Kontakt durch die Mutter verbieten lassen.

Der Vater hätte auch mit Hilfe des Jugendamtes eine Beratung der Mutter einklagen können.

Sorry, FS, deine Zeilen lesen sich so sehr verliebt, aber wenig danach, was dein Freund hätte alles machen können und was bisher anscheinend nicht gemacht wurde.

Die "Schuld" nur der Kindesmutter zuzuschieben finde ich sehr einfach und vielleicht etwas naiv.

w 49, selber Mutter mit Teenager