• #1

Wie finde ich den Weg raus?

Ich habe mich vor ziemlich genau 1 Jahr sehr stark verliebt. Besser gesagt, wir haben uns verliebt und waren super glücklich. Wir hatten eine so starke Bindung zueinander und haben schnell gemeinsam Pläne für unsere Zukunft gemacht.
Nun kam es vor 8 Wochen zur Trennung. Während der letzten 8 Wochen hat er mir immer wieder gesagt, wie sehr er mich liebt, dass ich die tollste Frau sei, er aber das Vertrauen verloren hätte und nicht an uns glaubt.
Wir hatten in den vergangenen Monaten Streits, die sich immer und immer wieder um die gleich Themen drehten & haben aus diesem Strudel irgendwie nicht herausgefunden. (kurz gesagt)
Für mich waren die letzten Wochen der absolute Horror ... Ich habe mich immer und immer wieder versucht aufzubauen, dann gab es wieder Kontakt, wieder Liebesbekundungen und immer wieder "ich kann nicht" ... Hin zu kommt, dass er sich für alle imm unter Druck gesetzt gefühlt hat und ich schon wie auf Eiern gegangen bin um ja keinen Druck bei ihm zu erzeugen. Alles recht einseitig.
Die letzten Tage gab es dann wieder Annäherungen und wir haben Zeit miteinander verbracht und gestern dann wieder das gleich Gespräch. Da ist bei mir eine Sicherung duschgeknallt und ich bin ganz schön ausgerastet.
Nun denke ich, ist der Weg zurück endgültig nicht mehr existent. Mein Kopf sagt mir auch, dass es das richtige ist, dass mir das alles überhaupt nicht gut tut, aber ich bin nach wie vor verliebt in ihn und wünschte, wir hätten/würden einen Weg finden.
In den letzten Wochen habe ich kaum eine Nacht durchgeschlafen oder mehr als 5 Stunden. Das macht natürlich obendrein auch noch mürbe.
Ich weiß gerade einfach nicht, wie ich den Weg aus diesem Tal finden soll. Ich bin unendlich traurig & enttäuscht. Und ich denke natürlich, dass ich niemals wieder glücklich werde.
Es ist gerade die schlimmste Zeit meines Lebens, die ich durchschreitet und nichts hilft mir. Ich bin leer und habe keine Kraft mehr.
 
  • #2
er aber das Vertrauen verloren hätte und nicht an uns glaubt.
Wir hatten in den vergangenen Monaten Streits, die sich immer und immer wieder um die gleich Themen drehten & haben aus diesem Strudel irgendwie nicht herausgefunden.
Um welches Theme ging es denn da konkret? Vertrauen heißt ja letztlich auch, dem anderen sein Leben anzuvertrauen, d.h. sich von allem endgültig zu verabschieden, was mit dieser Person nicht geht. Das können auch ganz profane Dinge wie z.B. ein aktiver Urlaub in einer landschaftlich reizvollen Gegend sein – wenn einer damit rechnen muß, daß es darüber zu üblen Auseinandersetzungen kommen wird, dann darf er dem anderen nicht sein Leben anvertrauen. Denn die Freiheit, auch weiterhin das tun zu können, was man eben gerne tut, muß unter allen Umständen erhalten bleiben.
 
  • #3
Für mich waren die letzten Wochen der absolute Horror ... Ich habe mich immer und immer wieder versucht aufzubauen, dann gab es wieder Kontakt, wieder Liebesbekundungen und immer wieder "ich kann nicht" ... Hin zu kommt, dass er sich für alle imm unter Druck gesetzt gefühlt hat und ich schon wie auf Eiern gegangen bin um ja keinen Druck bei ihm zu erzeugen. Alles recht einseitig.
Hi Pfingstrose!
Da wird sich jetzt ein Tipp immer und immer wiederholen - der Kampf den du gerade führst ist recht aussichtslos, deshalb besser trennen und wieder glücklich werden.
Klar, einfacher gesagt als getan...
Du solltest nicht permanent Rücksicht nehmen müssen und vorallem solltest du nicht unter der Beziehung leiden (Schlaflosigkeit, Streiterei --> Kraftlosigkeit).

Grüße und alle Kraft der Welt!

Trollo
 
  • #4
Hallo Pfingstrose,

du hast mein volles Mitgefühl.
Ich weiß gerade einfach nicht, wie ich den Weg aus diesem Tal finden soll.
Das hilft jetzt nicht, aber das wird im Wesentlichen die Zeit bewirken. Wieviel es davon braucht, weiß leider keiner im Voraus.

Was es ein bißchen einfacher macht ist Ablenkung - egal welcher Art.
Bei mir war es immer die Arbeit. Geht es mir nicht gut werde ich zum Super-Workaholic.
Was noch hilft: Sport - jede Menge davon, bis du nicht mehr kannst.
Und manchmal ist es auch einfach eine Packung Schokoeis, Taschentücher und sich ordentlich ausweinen.

Mach dir bitte keine Vorwürfe weil du "ausgerastet" bist. So etwas ist absolut menschlich. Gerade in so einer Situation wie der euren.

Ich wünsche dir alles Gute!
 
  • #5
Mich irritieren solche Darstellungen: starke Gefühle füreinander, Zukunftspläne, sich gegenseitig sehr lieben, du bist die tollste Frau und dem gegenüber steht: ich habe das Vertrauen verloren, mehrere Streitigkeiten, Trennung, Ausraster. Das klingt ja nun alles andere als gesund. Worum ging es denn, dass das schlussendlich zur Trennung führte? Würde er dich sehr lieben hätte er doch das nötige Vertrauen in dich oder waren die Zweifel berechtigt?! Was mir persönlich früher recht gut in solchen Situationen geholfen hat, war, dass ich die Dinge nicht versuchte emotional zu betrachten sondern klar und nüchtern die Beziehung reflektiert habe, mir vor Augen hielt was alles nicht funktionierte und das unter den Voraussetzungen keine Basis gegeben ist. Die Tatsachen, die IST-Situation sollte man sich ungeschönt immer und immer wieder vor Augen führen. Ihm geht es vermutlich auch nicht so schlecht, dass er sich daheim zermartert. Wie du schon geschrieben hast: Es war ein einseitiges Bemühen.
 
  • #6
Ich würde mich mal rausziehen , wenn Du kannst. Momentan bist Du emotional so angespannt, dass Du den Wald vor Bäumen nicht siehst und keinen klaren Gedanken fassen kannst.
Lenke Dich ab. Ich weiß das fällt super schwer, doch wenn Du es irgend kannst - tu´s.
Was ist denn der Grund für sein plötzliches mangelndes Vertrauen? Irgendwas muß doch vorgefallen sein, was ihn erschüttert hat. Ich denke das könnte Dir helfen, ansonsten führst Du einen einsamen Kampf, gegen etwas was Du evtl. nicht einmal kennst.
Und Du bist bereits am Ende Deiner Kräfte. Und eines können Dir hier sicher sehr viele sagen, ich eingeschlossen: es geht weiter! Auch wenn man es in solchen Momenten nicht glauben kann.
Alles Gute Dir!
 
  • #7
Hin zu kommt, dass er sich für alle imm unter Druck gesetzt gefühlt hat und ich schon wie auf Eiern gegangen bin um ja keinen Druck bei ihm zu erzeugen. Alles recht einseitig.
Hallo Pfingsrose,

das klingt für mich stark nach Bindungsangst und auch nicht nach einer gesunden Beziehung, in der man sich wohl fühlt und normal verhalten kann, ohne Angst haben zu müssen, dass man den Partner unter Druck setzt.
Du schreibst nicht, worin es bei euren Streits ging, oder was letztendlich zur Trennung geführt hat, aber hör in diesem Fall auf deinen Kopf und dein Bauchgefühl. Du schreibst, du weißt, dass er dir nicht gut tut.
Kümmer dich um dich und baue erst mal dein Selbstwertgefühl wieder auf und dann mach dich auf die Suche nach einem Mann, der auch zu seinen Worten steht und es nicht nur leere Hülsen sind.
 
  • #8
Da hilft nichts. Du musst durch den Schmerz gehen, und ihn zulassen, anders kommst du nicht los. Such dir Affirmations-Therapien (immer postiv zureden und dir klar machen, dass du auch ohne diesen Menschen leben kannst).

Wenn ein Mann sagt, er hat kein Vertrauen zu mir, dann verlasse ich ihn. Er behandelt mich feindlich, misstrauisch, denkt wohl, ich hintergehe ihn permanent, oder behandelt mich wie ein kleines Kind, das zu was fähig ist, er beweist eben kein Vertrauen in mich. Darauf folgt meist eine ganze Ladung an Problemen, von nicht mehr weggehen dürfen, deine Freunde schlecht reden, dich vor deiner Familie bloß stellen, genauso wie deine Interessen abwerten. Bald machst du gar nichts mehr korrekt.
Vertrauen ist aber die Basis jeden guten Verhältnisses. Auch Fehler muss man verzeihen können oder eben selber konsequent sein.

Aber einen Partner nur zum Zweck halten, ihn seiner Freiheit berauben, sich das Leben damit schwer machen, wenn man gleichzeitig nicht vertrauen möchte, da wäre ich an deiner Stelle sehr vorsichtig. Grenzt schon an Missbrauch. Leider wollen sehr viele Leute ihren Partner heutzutage missbrauchen und ausnutzen.
 
  • #9
Ich kenne euch ja nicht, aber jedem einzelnen DANKE!

Eure Worte sprechen mir allesamt aus der Seele. Mein Kopf ist da mittlerweile auch auf der Seite angekommen, dass das alles einfach nicht gut für mich ist.
Er war für eine Zeit das absolut schönste für mich, aber er ist ehrlich gesagt zu dem schlimmsten für mich geworden. Und das versuche ich mir vor Auge zu führen. Diese "Seite" an ihm existiert und wie ihr schon sagt, ich würde ja immer in "Angst" leben müssen, dass er wieder so wird oder ich mit irgendwas Druck ausüben oder so etwas.

aber auch die Gedanken darüber sind eigentlich unnötig, da ich mir sicher bin, dass er nach der Sache am Sonntag nicht mehr meine Nähe suchen wird. Ich habe mich in den letzten Wochen immer wieder versucht aus der ganzen Geschichte zu lösen und habe ihm gesagt, dass ich keinen Kontakt mehr möchte und er ist immer wieder gekommen. Das wird nach der Eskalation am Sonntag auf jeden Fall nicht mehr passieren. Denn genau das ist etwas womit er überhaupt nicht klar kommt.
 
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  • #10
Um euch mal ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, versuche ich mal ein bißchen was zu erklären. Ich bin ein emotionaler Mensch und wenn man sich streitet, kann es durchaus passieren, dass ich dabei auch laut werde. Find ich ehrlich gesagt nicht so schlimm. Mein Ex hatte wohl vor mir eine Freundin, die laut seiner Aussage eine bipolare Störung hatte und ihn emotional durch den Fleischwolf gedreht hat. Sie wäre immer völlig ausgerastet, wäre handgreiflich geworden etc. Daher, so er, verkrafte er es nicht, wie wir streiten. Und ehrlich ich bin nie auf ihn losgegangen oder so etwas. Aber laut bin ich schon geworden, weil sich unsere Streits immer und immer wieder um die gleich Sachen drehten und er mich damit einfach nicht in Ruhe gelassen hat. Das hat mich immer mehr an den Rand getrieben und ja, dann bin ich laut geworden. Manchmal denke ich, dass nicht seine Ex die einzige mit einem Problem war, sonder, dass er da auch einen guten Anteil dran hatte.
Wir hatten eigentlich 2 Themen über die wir uns gestritten haben: Wohnung und Ex-Frauen.
 
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  • #11
Thema 1: Wir haben quasi von Tag1 in seiner Wohnung gewohnt. Was bedeutete, dass ich immer wieder zu mir laufen, Sachen holen musste und das über viele Monate ... Ja, da habe ich Platz eigefordert. Er hatte Platz für 4 Rennräder und tat sich schwer damit mir Platz einzuräumen, wollte aber, dass ich bei ihm bin. Also eine Rechnung die schwer auf geht. Wir haben dann zusammen auch einen Kinderwunsch gehabt und haben es tatsächlich versucht. In seiner Wohnung hätte das platztechnisch nie geklappt, daher war mein Wunsch nach einer größeren Wohnung. Er hat sich dann mehr und mehr mit dem Wohnungsthema zurückgezogen mit der Begründung, dass das Zusammenziehen mit seiner Ex so schrecklich war, wollte aber nach wie vor ein Kind mit mir ... Das fiel mir ehrlich gesagt schwer nachzuvollziehen.
Thema 2: Ich bin da vlt etwas altmodisch, aber ich möchte nichts mit Ex-Freundinnen zu tun haben, weil ich die Vorstellung der Intimität einfach sehr schwierig finde. Ich habe ihn über eine meiner besten Freundinnen kennen gelernt, die mal eine kurze Geschichte mit ihm laufen hatte. Also schon mal schwierig für mich. Dann gibt es da noch seine Ex Freundin mit der er vor 20 Jahren zusammen war, aber immerhin 3 Jahre. Und von ihr hing die ersten Wochen ein Herz an der Tür mit "mein Prinz" ... Hatte ich eben auch meine Schwierigkeiten mit. Dann gibt es da noch eine Freundin, mit der er mal vor 3 Jahren im Bett gelandet ist.
Heißt also, z.B. Geburtstag sitze ich dann am Tisch mit 3 Frauen, die was mit meinem Mann hatten. Sorry, kann ich nicht!
Für ihn stand da nur "sie ist eifersüchtig und verbietet mir meine Freunde". Dazu sei gesagt, ich habe ihm nie den Umgang verboten, sondern ihm sogar die Lösung geboten, er solle sich mit denen Treffen, aber ich möchte das, also mich mit ihnen treffen, eben nicht, weil mir das einfach mehr als unangenehm ist.

So, das mal als groben Umriss dessen was da so los war!
 
  • #12
Der hat ja schon eine ganze Legion von Exen. Und da er gewöhnt ist, zu diesen einen Kontakt zu halten wird er versuchen, Dich da einzureihen.

Wie alt ist er? Mindestens 40. Das einzige, was er zustande gebracht hat, ist eine ganze Hinterlassenschaft von Beziehungen, die zerbrochen sind. Warum sollte es nun in der Zukunft besser laufen??

Jeder Mensch hat ein Beziehungsmuster. Wenn man man etwas auf die Vergangenheit schaut, dann kann man klar sehen, wie es einem bald selbst mit ihm gehen könnte.

Er und sein Umfeld. Das ist krass. Entweder, man mag es und kommt damit zurecht, oder man lässt es lieber. Ändern wirst Du ihn nicht, aber Dich wird es runterziehen. Aber mit Schreien ändert man so einen auch nicht. Damit kann man sich auch viel kaputt machen. Ich wollte das auch nicht ertragen.

Nun bist Du ganz unten. Die guten Nachricht: von nun an kann es nur noch aufwärts gehen. Aber den Kontakt solltest Du konsequent einstellen. Du bist ein Alkoholiker auf Entzug. Und die haben auch nicht die Pulle mit dabei, sondern müssen sich von ihrem Suchtmittel konsequent fernhalten.