• #1

Wie diskret behandeln Sie Ihr Vorleben?

Wie gehen Sie mit Ihrem "Vorleben" um, wenn Sie einen neuen Partner kennenlernen? Wie genau möchten Sie über das „sexuelle“ Vorleben des Partners Bescheid wissen?
 
G

Gast

  • #2
Mein jetziger Partner weiß fast alles über mein Vorleben - und ich über seins.
Mit früheren Partner habe ich darüber nie gesprochen.
 
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Gast

  • #3
Ich beantworte die Fragen, die er stellt, wahrheitsgemäß, wenn es nicht zu sehr ins Detail geht. Eine Frage wie "Hast du schon mal ..." würde ich beantworten, aber nicht "Hast du mit xy auch ...". Von meinem Partner wüsste ich gern grob, wie viele Partnerinnen er schon ungefähr hatte (die Größenordnung würde mir genügen) und was für Erfahrungen er schon gemacht hat, aber eher entpersonalisiert, ich muss und möchte nicht alle Namen und individuelle Vorlieben der Verflossenen kennen.

w, 49
 
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Gast

  • #4
Nichts!

Sexualität möchte ich mit meinem neuen Partner auch "neu" erleben.

Seine Wünsche und Vorlieben sind mir sehr wichtig, aber nicht mit der Information " das hat mein Ex....."

Käme bei mir nicht gut an, eher im Gegenteil.
 
  • #5
Ich stimme #3 zu. Habe ich auch stets so gehandhabt.

Meine Partnerinnen ebenso, und waren diskret. Haben mir nichts über den Sex und -vorlieben mit ihren anderen Männern erzählt. Also nehme ich an, daß sie auch nichts über mich weiter erzählen werden.

(m,51)
 
G

Gast

  • #6
In puncot Sexualität - absolut diskret.

Mein Partner ist ein ganz individueller, einzigartiger Mensch (wie jeder Mensch). Daher möchte ich diesen Bereich mit ihm gemeinsam entdecken und herausfinden, was für uns schön ist.

Und das muß keineswegs identisch sein, mit dem was in einer vergangenen Beziehung schön war - was also sollte es nutzen, diesbezüglich detailreich von der Vorbeziehung zu sprechen?!
 
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Gast

  • #7
Warum soll mich (m/35) das interessieren? Vor ungeschütztem Sex zum Test, dann sind alle Fragen geklärt.
Und meine Erfahrung: Alles, was man sagt, kann später gegen einen verwendet werden: "Wenn ich mir vorstelle, wie du die anderen 5 Frauen, die du vor mir hattest, geküsst hast...wird mir ganz schlecht..." Äh ja, danke auch. Zeit zu gehen.
 
  • #8
Mich interessiert, dass sexuelle Vorleben meines Partners herzlich wenig.
 
G

Gast

  • #9
Da ich (w) Kinder habe, ist es einem möglichen neuen Partner völlig klar, dass ich ein Vorleben habe.
Allerdings habe und werde ich nie irgendwelche intimen Details preisgeben.
Ich frage auch bei einem neuen Partner nicht explizit nach. Wozu auch? Was bringt es mir, wenn ich weiß, wieviele Frauen er vor mir hatte und was sie zusammen angestellt haben?!

Ich war mal ein paar Monate mit einem Mann liiert, der mir ungefragt erzählte, dass X das mochte und Y jenes und Z dieses und ob ich das auch toll fände...
Das war mir sehr unangenehm, zumal er mich damit immer wieder in die Vergleichs-Ecke drängte.
 
G

Gast

  • #10
Ich schließe mich da ganz #5 an. Mich interessiert oder beunruhigt das sexuelle Vorleben wenig. Denn ich maße mir nicht an, die Hobbypsychologin zu spielen, wenn mein neuer Partner dieses oder jenes so gehandhabt hat, in einer Trennungsphase mal x und y ausprobiert hat, eine Partnerin betrogen hat (was er kaum erzählen würde) oder aus Einsamkeit oder Neugier mal viele ONS hatte.
Wir durchlaufen alle mal Phasen, die entweder vergehen oder uns verändern..ich sehe den Mann, wie er JETZT ist, und ob wir beide auf die Bedürfnisse des anderen eingehen. Und ich würde auch niemals detaillierte Auskunft über mein Vorleben geben, das geht nur mich (und wenige Freundinnen) etwas an.
(W/44)
 
G

Gast

  • #11
Ich gebe über mein Vorleben nur grobe Angaben an, d.h. die Anzahl der festen Beziehungen, die ich hatte-und das, nur wenn ich danach gefragt wurde. Gleiches erlebe ich auch oft bei meinen Partnern.
Neulich wollte ich mich mit einem alten Freund wg. geschäftlicher Angelenheiten treffen. Wir lebten ca. 3 Jahre in einer festen Beziehung zusammen, die nun wieder seit einiger Zeit beendet ist (nicht wg. sexueller Dinge). Ich war alleine in seiner Wohnung, sein PC war an und er war kurz eine Kleinigkeit einkaufen. Er hat selber sein PC angelassen und die Verführung war natürlich groß, reinzuschauen. Ohne jegliche Mühe hatte ich dann seine Anmeldungen in Sexbörsen gesehen, die auch während unserer Zeit aktiv gewesen sein sollten-paar Sexportale unterster Schublade und seine Profilbeschreibung (Foto inkl.) genau so unterste Schublade. Das hätte ich ihm nie, nie zugetraut, dass er ein Profil in so niveaulosen Sexbörsen haben könnte-er war ein leidenschaftlicher und feiner Liebhaber, ein zärtlicher, empathischer Liebhaber, der aber auch sehr männlich und stark ist-kurzum war er sexuell die perfekte Mischung von einem Traumliebhaber, dachte ich immer. Seine Profile im Internet zeigen eine primitive, derbe und promiske Sexeinstellung. Dort sucht er schnelle Kontakte zu Paaren oder vernachläßigten Ehefrauen vom Schlag H4 mit viel Tagesfreizeit, die schnell besuchbar sind und gerne aussagekräftige Fotos von sich zuschicken. Diese Seiten seiner Sexualität habe ich in der Realität nie erlebt und nie geahnt. Es war ein Schock für mich, da diese Internetprofile von ihm auch während und nach unserer Beziehung aktiv gewesen sind-und übrigens hat er jetzt eine neue feste Partnerin, die ein Kind von ihm erwartet.

Ich habe meine PC-Entdeckungen nicht angesprochen, fühlte mich zutiefst getäuscht, muss aber einsehen, dass jeder Mensch freiwillig über sein Sexvorleben spricht oder schweigt.

Seitdem denke ich, dass man alles sagen kann oder verschweigen kann-wie die tatsächliche Wahrheit ist, kann man als Parter eigentlich nie genau wissen.
Von daher will ich das Thema nie wieder ansprechen, da ich denke, dass man die dunklen Seiten seiner Sexualität (soweit solche Vorhanden) kaum preisgeben möchte, wenn man eine "normale" Partnerschaft führen möchte.

w/39
 
  • #12
Mich interessiert das sexuelle Vorleben meiner Partner und ich erwarte auch, dass sie sich für meines interessieren, denn es gehört zu mir.
Man muss ja nicht in jedes Detail gehen, aber mir ist Sex wichtig und ich möchte wissen, wie er in dieser Hinsicht tickt.
Selbst bin ich auch kein Kind von Traurigkeit und hatte einige Partner. Dazu stehe ich auch. Ein Partner, der damit nicht klar kommt, wäre nichts für mich.
 
G

Gast

  • #13
Mich interessiert das sexuelle Vorleben meiner Partner und ich erwarte auch, dass sie sich für meines interessieren, denn es gehört zu mir.
Man muss ja nicht in jedes Detail gehen, aber mir ist Sex wichtig und ich möchte wissen, wie er in dieser Hinsicht tickt.
Selbst bin ich auch kein Kind von Traurigkeit und hatte einige Partner. Dazu stehe ich auch. Ein Partner, der damit nicht klar kommt, wäre nichts für mich.
Empfinde ich als ganz schön "schräg". Um zu wissen, wie ein Mensch sexuell "tickt" frage einfach nur was er mag.

"Ich mag X, Y, Z" - Prima. In weitere Erläuterungen "X habe ich mit Bernd, Dieter, Gustav; Y mit Bernd, Andreas und Thomas, und Z habe mit allen Deinen Vorgängern gemacht" sehe ich keinen informativen Sinn.

Mit einem Partner, der mir unaufgefordert und ungefragt diese Information frei Haus liefert,
käme ich wiederum nicht zurecht.

Daher sollte schon im Vorfeld abgesprochen sein, ob man´ hören will oder nicht. Verschiedene Ansichten bringen dann nur Ärger.
 
  • #14
Das ist immer so ein gefährliches Thema. Fragt sie "wie lange war deine längste Beziehung" dann wird sie mich nach der Antwort (bewusst oder unbewusst) auch einschätzen. War die Beziehung nach ihren Standards zu kurz dann wird sie erwidern "wieso so kurz?" und wird sich Gedanken machen ob man vielleicht nur der ist der nur viel spass haben will aber nicht bereit ist in eine feste Beziehung einzugehen. Oder, "wie viele Beziehungen hattest du?". Waren es, nach ihren Standards zu viele dann siehe Oben. Waren es zu wenige, dann wird sie denken "da klappt doch was nicht". Also, am besten lässt man das sein bis man sich nicht schon viel besser kennt....
 
G

Gast

  • #15
Ich habe nichts zu verbergen, er kann mich alles fragen und ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen (keine ONS oder Affären, bzw. nur längere feste anständige Beziehungen gehabt).

Andersrum weiß ich über sein Vorleben auch bestens bescheid. Wir kennen uns schon seit der Jugend, da kriegt man praktisch alles mit, was dem anderen so widerfahren ist. ;-)
 
G

Gast

  • #16
Meine Partnerin hat das Recht darauf, über mein Vorleben im Bilde zu sein. Das gegenseitige Wissen um Erfahrungen und Vorlieben etc. macht ein Zusammenleben sehr viel einfacher; damit hinter dem Berg zu halten würde für mich bedeuten, daß Vertrauen fehlt.

M Mitte 30
 
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Gast

  • #17
Mich interessiert das sexuelle Vorleben meiner Partner und ich erwarte auch, dass sie sich für meines interessieren, denn es gehört zu mir.
Man muss ja nicht in jedes Detail gehen, aber mir ist Sex wichtig und ich möchte wissen, wie er in dieser Hinsicht tickt.
Selbst bin ich auch kein Kind von Traurigkeit und hatte einige Partner. Dazu stehe ich auch. Ein Partner, der damit nicht klar kommt, wäre nichts für mich.
Sehe ich genauso. Das Thema Sex, Beziehung, Liebe finde ich total spannend und interessant.
Ist doch bescheuert, sich Filme im Fernsehen und Kino aunzuschauen, wo es fast immer auch um das Mann-Frau-Thema geht, aber selbst nichts von sich zu erzählen oder sich für die Erfahrungen des anderen zu interessieren.

m 40
 
G

Gast

  • #18
"Vertrauen" ist ein Schlüsselwort. Wenn ich dem Partner vertraue, mich einlasse... wie kann ich dann ausgerechnet den Aspekt früherer intimer Beziehungen / Kontakte ausklammern wollen?

Auf einem anderen Blatt steht, dass man den "Verflossenen" gegenüber gewisse nachwirkende Loyalitätspflichten hat, also ohne Not nichts Persönliches verlauten lassen sollte. Aber irgendwie ist es schon sehr schräg, wenn ein Mann oder eine Frau glauben, sie könnten eine echte Partnerschaft begründen und sich gegenseitig etwas vormachen hinsichtlich früheren Verhaltens.

Für mich spricht das Vermeiden-Wollen dieses Thema eine deutlichere Sprache als Offenheit es jemals vermöchte. Es steht für mich auch in ganz eklatantem Widerspruch zu vielen in Anspruch genoomenen Aspekten wie "Freizügigkeit", "Toleranz", ... "Offenheit" ... und auch dem (dauerhaften) "Umschalten-" bzw. "Sich-Ändern-Können". Träfe dies zu, gäbe es diese merkwürdige Sprachlosigkeit nicht.

M50
 
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Gast

  • #19
Ich finde es auch interessant und bin neugierig, was jemand in seinem Vorleben erlebt und welche Praktiken er ausprobiert hat (oder nicht ausprobiert). Allerdings wird es schwierig bis unmöglich, die Beziehung aufrechtzuerhalten, falls jemand den Eindruck vermittelt, er hätte mit Vorgängerin X im Bett seinen Sechser im Lotto gehabt, und damit ja gleichzeitig seine Erwartungshaltung an mich zum Ausdruck bringt. Leider entstehen solche Vergleiche schneller als man denkt, wenn man gerade dabei ist, sich auszutauschen. Was auch passieren kann, wenn man zu leichtfertig in die Details geht: es entsteht eine Art Kumpelschiene, bei der man seine Eroberungen bespricht.

Optimal ist es natürlich, wenn man gemeinsame Vorlieben entdeckt, wo vorher nichts abgesprochen war. Doch im Normallfall entdeckt man diese erst im Nachhinein und das gelingt über vernünftigen Austausch - ohne Druckerzeugung, ohne Vergleiche, und vor allem, mit dem richtigen Maß für die Informationen und Details.
 
G

Gast

  • #20
Wenn ich gefragt werde, antworte ich wahrheitsgemäß. Ansonsten binde ich das niemandem auf die Nase.