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  • #1

Wie den Absprung schaffen?

Die Ehe existiert noch, wir funktionieren. Die Liebe zu meiner Frau ist verschwunden. Wir haben drei Kinder und deswegen bleibe ich noch. Manchmal mag ich einfach nicht mehr nach Hause kommen und fahre nach der Arbeit einen Umweg. So geht es nun schon ca. 2 Jahre. Wie kann ich mich endlich trennen?
An die anderen Männer! Wie habt ihr den Absprung geschafft? Wie sieht es finanziell aus? Wie lebt Mann als Wochenendvater usw.? Irgendwie geht es nicht mehr und würde mich über Ratschläge freuen!
 
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  • #2
ich kenne deine situation nur zu gut!
ich habe auch 3 kinder und ich brauchte über 5 jahre um den absprung aus meiner unglücklichen ehe zu schaffen. aber irgendwann ging es einfach nicht mehr! die liebe zu meiner frau war komplett erloschen, ich hatte wirklich alles versucht, auch mich "neu" in meine frau zu verlieben, aber es funktionierte einfach nicht und ich wollte, wie du auch schreibst, gar nicht mehr heim nach der arbeit.
dann irgendwann passierte es, dass ich eine andere frau kennenlernte und mich hals über kopf in sie verliebte.
ich weiß, das ist das, worüber die meisten menschen schimpfen, aber sie half mir "beim absprung". durch sie habe ich wieder gemerkt WIE es eigentlich in einer paarbeziehung sein sollte. jenseits von ausschließlich vater und familienversorger.
aber auch ohne neue liebe: wenn dein herz nicht mehr bei deiner frau ist, dann quäle dich nicht zu lang! hör auf dein herz und wenn es dir sagt, einen neuanfang zu riskieren, dann tu es! du wirst es nicht leichtfertig tun, da bin ich mir sicher, aber irgendwann merkt man, dass es einfach nicht mehr geht.

finanziell muss ich aber gestehen, dass ich nicht sehr gut dastehe, da meine frau nie gearbeitet hat. d.h. ich muss unterhalt für sie und für 3 kinder bezahlen. sie ist aber im haus geblieben, ich bin zu meiner neuen freundin gezogen. trotzdem, finanziell große sprünge können wir nicht machen, aber das ist mir ganz ehrlich egal. ich fühle mich befreit und glücklich wie schon lange nicht mehr.

zum thema wochenendvater: natürlich fehlen mir meine kinder oft sehr. das gehört einfach dazu. das sind ja oft auch die überlegungen, die einen von dem schritt der trennung abhalten!
aber ich muss sagen, dass ich mich auf die zeit mit ihnen dadurch noch viel mehr freue (und sie sich auch über die zeit mit mir). außerdem telefonieren wir wann immer wir wollen. wenn die kleine irgendwas zu erzählen hat, dann ruft sie mich einfach mal an usw... also es ist durchaus machbar und auch machbar, dass man damit wirklich wieder glücklich wird.
ich vergleiche es immer ein wenig mit einem sprung in's kalte wasser - man KANN vorher nicht wissen wie es wird, ja, es ist eine umstellung (klar!) aber man kann sich auch an neue lebensumstände gewöhnen und längerfristig ist es für alle beteiligten besser glücklich getrennte wege zu gehen, als unglücklich gemeinsame!

m48
 
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  • #3
ne leichte Zeit wird es nicht , wenn Du Dich trennst. Ich habe meine Frau und Sohn vor 6 Jahren verlassen , Ihr und unserem Kind das Reihenhaus gelassen , bezahlt und selber in eine 18qm Bude gezogen. Aber es waren meine 18qm , ich hatte meine Ruhe und meinen Frieden , wobei ich mich trotzdem erbärmlich fühlte. Finanziell , Allein , als Rabenvater , Freunde wendeten sich ab. Erst nach 2 Jahren , mit Affairen , ONS und Kurz - Beziehungen mit Frauen , die meiner Ex Frau nicht annähernd das Wasser reichen konnten und Charakterzüge an den Tag legten die ich sonst nur aus dem " Reality TV " kannte , fand ich wieder eine passende Partnerin. Ich bin heute sehr sehr glücklich und bereue nicht diesen Weg gegangen zu sein a b e r er war hart.
 
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  • #4
Rede mit Ihr! Das ist nur fair. Vielleicht sieht sie es ja auch genauso. Ich finde nichts schlimmer, als die Frau irgendwann vor vollendete Tatsachen zu stellen. Dann kannst Du dir sicher sein, dass Dir immenser Hass entgegen schlägt. Solltet Ihr Euch als Freunde trennen, hast Du vielleicht auch finanziell bessere Chancen.
Ich habe Freundinnen, die Ihre Männer nach der Trennung ausschlachten und das nur, weil er nicht reden wollte.
Viel Glück!
w,38
 
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  • #5
vielleicht hilft es dir wenn du dir mal vorstellst was es bedeutet, wenn du immer so weitermachst wie bisher! Macht diese Vorstellung nicht noch mehr Angst, als die Vorstellung, sich aus der Situation zu befreien?

Der Gedanke, wertvolle Lebenszeit zu verschwenden und auf evtl. neue, schöne Erlebnisse zu verzichten, ist eigentlich schlimmer als der Gedanke an eine (allerdings radikale) Veränderung.

w
 
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  • #6
warum liebst Du sie nicht mehr. Hast Du dich in einer neuen Frau verliebt? Du schreibst, dass Du nur wegen deiner Kinder bleibst. Sind die Kinder sehr klein? Es wäre schön mehr zu erfahren. Ist wirklich alles gesagt und gemacht worden. Kann sie etwas dagegen tun?
 
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  • #7
Warum sagst Du deiner Frau nicht, dass Du sie nicht mehr willst. Ganz einfach. Vielleicht ahnt sie es schon selbst auch, dass etwas nicht mehr i. O. ist. Wenn die Liebe nicht da ist, ist vielleicht auch einfacher ein Gespräch darüber zu führen.
 
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  • #8
Ich als Mann bin gerade dabei, den "Absprung zu schaffen".

Als erstes muss man sich über seine Situation und die Perspektive im Klaren werden: den Rest des Lebens in einer unglücklichen Ehe verbringen oder nur die nächsten Jahre wg. der Kinder kann ich persönlich nicht.

Wir haben nur ein Kind und ich hätte das Kind gerne bei mir gehabt, ist ein Papa-Kind und ich kann Kinderbetreuung mindestens so gut wie meine Frau und organisatorisch hätte es auch gepasst. Das Familiengericht wollte das anders.

Du musst rechnen. Schau dir die Düsseldorfer Tabelle an. Rechne aus was du verdienst, was deine Frau, wie hoch dein Selbstbehalt (Eigenbedarf) ist.
Suche eine Wohnung in der Nähe, die du dir leisten kannst.

Den Ausdruck "Absprung schaffen" finde ich problematisch, vor allem wegen der Kinder. Mir ging es darum mich aus einer zwanghaften Situation zu befreien, deren Fortführung meine Gesundheit noch weiter beeinträchtigt hätte und die es mir nicht mehr ermöglicht hätte, ein guter Vater zu sein, weil ich ein nervliches Wrack geworden wäre.

Lieber nur ein Wochenend-Papa mit wenig Geld in einer kleinen Wohnung aber dafür nicht mehr in einem Ehe-Gefängnis.
 
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  • #9
Sicherlich keine leichte Situation, wenn Kinder da sind. Hast Du schonmal mit Deiner Partnerin gesprochen und wie schätzt Du die momentane Situation bzw. ihre Reaktion ein?

Das Leben dürfte eigentlich zu kurz sein, als in einer Beziehung ohne Liebe und Zuneigung zu verharren und wertvolle Zeit zu vergeuden. Vllt. ahnt Deine Frau schon etwas. Du kannst doch nicht ewig "Theater" spielen.

Wie alt sind denn Deine Kinder?

w
 
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  • #10
Vielleicht geht es Deiner Frau ähnlich und sie fühlt sich auch ein wenig erleichtert, wenn Ihr getrennte Wege geht. Es erfordert sehr, sehr viel Mut, aber rede bitte mit ihr. Ich apelliere jetzt, auch wenn es sexistisch ist, an Dein Mann-Sein. Sei wagemutig und spreche mit ihr. Danach werdet Ihr beide weitersehen. Du scheinst keine Geliebte zu haben, so dass ein Trennungsgespräch sicherlich einfacher wird, als wenn einer von beiden warm wechselt.

Über Geld würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. In Deutschland kann man auch von wenig Geld recht ordentlich leben und verlorene Lebenszeit kann mit Geld ohnehin nicht aufgewogen werden. Vielleicht ist Deine Frau ja auch bereit oder freut sich darauf, wieder zumindest eingeschränkt erwerbstätig zu werden. Es entspricht zwar nicht dem Klischee, das hier im Forum oft beschrieben wird, aber es gibt auch Frauen, die trotz Kindern gerne erwerbstätig sind.

Die alles Gute, sei mutig.

w/50
 
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  • #11
überlege mal was die Gründe dafür sind dass du doch noch bleibst. Da gibt es sicher welche. Vielleicht wäre ein Absprung gar nicht das richtige.

w
 
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  • #12
überlege mal was die Gründe dafür sind dass du doch noch bleibst. Da gibt es sicher welche. Vielleicht wäre ein Absprung gar nicht das richtige.

w

Der FS hat zwei eigene Erkenntnisse angeführt:
Die Liebe zu seiner Frau ist fort.
Er mag nicht mehr Nachhause fahren.
Was werden da noch für Gründe übrig bleiben, wieso er den Absprung noch nicht geschafft hat?
 
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  • #13
Ich rate nicht zur Scheidung. Statt Umwege zu fahren kaufe doch einen Strauss Rosen, belebe Deine Ehe neu. Deine Frau fühlt sich wohl schon lange vernachlässigt und wartet auf ein
Zeichen von Dir. Das Deine Liebe weg ist kann an vielen Ursachen liegen - die mitunter gar nichts mit ihr selbst zu tun haben. Vielleicht liegt Deine Unzufriedenheit an etwas anderem.
Das Du deine Familie verlässt ändert nur vordergründig die Situation, aber nicht den Grund Deiner Unzufriedenheit.

Viele machen diesen Fehler und jubeln der Freiheit entgegen die nur eine Fatamorgana in einer kommenden Wüste sein kann. Deine Familie ist ein Stück Deiner wahren Oase im Leben.
Hast Du die auch noch versaut, .... ist nichts gewonnen.
 
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  • #14
Ich kenne Deine Situation mehr als gut. Ich war Jahre lang in meiner ersten Ehe unglücklich. Das konnte ich irgendwann auch nicht mehr ignorieren, denn es ging mir wie Dir. Ich war froh, wenn ich weg war. Das war einfach, denn ich habe mehr als eine 40-Stundenwoche. Zuhause konnte ich das Gesicht meiner Exfrau kaum noch ertragen, ihre Stimme erst recht nicht. Wenn Du schon selbst gemerkt hast, dass es nicht mehr funktioniert, ist es höchste Zeit für den Absprung. Ich habe das lange Zeit nicht geschafft. Nachdem ich mit meiner jetzigen Frau zusammengekommen war, habe ich irgendwann absichtlich auffliegen lassen, dass ich eine Geliebte habe - was meine Exfrau bis heute nicht weiß. Es stellte sich heraus, dass sie mich sowieso nicht liebte und zwar vermutlich nie geliebt hatte, sondern nur geheiratet werden wollte, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Sie hat dann die üblichen Hebel in Bewegung gesetzt, nämlich die Frau, die ich liebe und mit der ich jetzt verheiatet bin, diffamiert, mich vor meinem Sohn verspottet, Papa wolle sich sexuell mal austoben, betont, wieviel uns angeblich verbindet, mir mit der Ruinierung unserer Existenz - ich habe eine Firma, es gab keinen Ehevertrag - und dem Entzug des Kindes gedroht. Das Ende vom Lied, feige aber wahr, war, dass ich noch ganz lange weiter Theater gespielt habe. Ich habe meinen Absprung finanziell in Ruhe eingefädelt und während dessen so getan, als hätte ich mich von meiner Geliebten getrennt, sie aber regelmäßig gesehen, teilweise nur auf einen Kaffee um die Ecke - Hauptsache, ich durfte Händchen halten. Sie hat mich gerettet. In dieser Zeit habe ich nämlich völlig abgebaut, zuviel geraucht, getrunken und gegessen. Die Firma hat gelitten. Funktioniert habe ich nur an den Tagen, an denen ich sie gesehen habe. Schließlich ist es natürlich zur Scheidung gekommen. Es war schwierig, aber kein Desaster. Mein Sohn wollte bei mir leben und hat das auch geschafft. Er versteht sich mit meiner Frau sehr gut, besucht meine Exfrau regelmäßig. Ich muss zwar recht viel an sie zahlen, weil sie ohne Grund nur wenig in der Ehe gearbeitet hat und sich darauf weiter ausruhen darf. Vergeudet habe ich mehrere Jahre meines Lebens, einen Teil meiner Gesundheit und Geld, denn es wird nie leichter und nie besser, sondern nur schwerer und teurer. Viel Glück beim Springen.
 
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  • #15
Habe eine Frau mit einem kleinen Blumenladen der schlecht läuft und eine Tochter die auf meine Kosten studieren möchte. Wir haben ein großes Haus und Land. Einen Ehevertrag gibt es nicht. Ich habe meinen eigenen Bereich im Haus. Arbeitszimmer/Schlafkammer. Eine andere Frau mit der ich eine normale Beziehung führen könnte wäre ein Segen auch ohne akademischen Grad. Frage mich ob ich je aus diesem Ehegefängnis raus komme.
 
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  • #16
hier eine Idee: Wie wäre es wenn du deiner Frau einen Freund besorgst..... das würde doch alles ändern oder dann wärst du aber ganz schnell frei.
 
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