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Gast

  • #1

Wie definiert Ihr

Bzw. seht Ihr einen Unterschied zwischen "Emanze" und "emanzipierter Frau"? Ein Beitrag in einem anderen Thread http://www.elitepartner.de/forum/was-sind-die-beliebtesten-kosenamen-schatz-maus-schnuffl-baerchen.html hat mich doch sehr zum Nachdenken gebracht. Ich finde es gibt einen semantischen Unterschied zwischen "Emanze" und "emanzipierter Frau". Ich lege hier mal mein Begriffsverständnis dar: "Emanze" : Männerhasserin, Mannweib "Emanzipierte Frau": lebt ihr eigenes Leben verantwortlich, verdient ihr eigenes Geld, unabhängig aber nicht männerhassend. Sowie ich das beurteilen kann, finden alle Männer und die meisten Frauen Emanzen recht furchtbar. Auf der anderen Seite scheinen sie aber die Attribute einer emanzipierten Frau zu schätzen. Wie seht Ihr das?
 
  • #2
Ja, zwischen emanzipiert sein (also modern, gleichberechtigt) und Emanze (also ideologisch verbrämter Geschlechterkampf und -krampf) liegen Welten.

Ich stimme Dir zu, dass quasi alle Männer Emanzen strikt ablehnen -- zu recht, wie ich finde. Schon ich als Frau kann mit denen nichts anfangen und warum sollten Männer so etwas wollen, solange es noch normale Frauen gibt? ;-)

Ich bin mir aber nicht sicher, ob alle Männer emanzipierte Frauen schätzen und vorziehen. In der milden Form sind heute quasi alle Frauen emanzipiert und das ist sicherlich auch gut so und akzeptiert von den Männern. Allerdings weiß ich nicht, ob Männer das nur hinnehmen oder tatsächlich aktiv gut finden und bevorzugen würden.

Die Zeit für Frauen, die sich nur versorgen lassen wollen, ist aber definitiv abgelaufen. Das werden sicherlich auch nahezu alle Männer so sehen und wollen.
 
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Gast

  • #3
Für mich sind Frauen emanzipiert, die selbstverständlich und selbstbewusst ihre Gleichheit leben und nicht die Unterdrückung der Frau durch die Unterdrückung des Mannes ersetzen wollen (= Emanze).
 
  • #4
emanze beginnt bei mir dort wo guter geschmack und angenehmes miteinander aufhört, es beginnt dort wo man(n) nichts mehr richtigmachen kann, es beginnt dort wo frau alles was passiert als persönlichen angriff und erniedrigung wertet, es beginnt da wo frauen vergessen welche wunderbare und unersätzliche rolle sie haben, die gar nicht die notwendigkeit aufkommen läßt männlicher zu werden, es beginnt dort wo frauen sich ihrer stärken nicht bewußt sind und beginnen das nachzuahmen was sie als stark empfinden, es beginnt dort wo frauen glauben etwas sein zu müssen und damit nicht glücklich werden, da jede münze zwei seiten hat
 
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Gast

  • #5
Emanze = Alice Schwarzer. Soviel mal dazu... ;)

Eigentlich finde ich den Ausdruck "emanzipiert" bereits übertrieben bzw. nwegativ behaftet. Für mich kommt nur eine Frau auf Augenhöhe in Frage, die ihr eigenes Leben und ihren eigenen Weg hat, sich aber auch auf mich genau so einstellen kann wie ich mich auf sie.
 
  • #6
Ich habe mich dazu ja schon geäußert in dem anderen Thread. Die WP-Definition gibt mein Verständnis einer Emanze ganz gut wieder. In der Definition taucht auch der Begriff "militanter Feminismus" auf. Der übertreibt es vielleicht ein bisschen, denn ich habe Gott sei Dank noch keine Horden vermummter und mit Nudelhölzern bewaffneter Frauen auf der Straße gesehen.

Ich kenne persönlich keine Frau, die ich außer im Spaß Emanze nennen dürfte.
 
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Gast

  • #7
Hi ThomasHH, ich habe die WP Definition gelesen und was mich eben irritiert hat, war die Definition:
"Während die abwertende Verwendungsform weiterhin besteht[2], wird der Begriff mittlerweile auch positiv besetzt und benutzt – meist von Frauen, die sich als emanzipiert definieren." http://de.wikipedia.org/wiki/Emanze#cite_note-2
Während ich mich nicht als "Emanze" bezeichnen würde (ich würde mich sowieso nie als "irgendwas" bezeichnen), denke ich dass ich im Gegensatz zu z.B. meiner Mutter (als sie so alt war wie ich, bzw jünger) schon "emanzipiert" bin, also im Gegensatz zu der Generation der Frauen, für die Alice Schwarzer et al auf die Barrikaden gegangen sind.
Nur so nebenbei: bei aller Sym-/Antipathie für Frau Schwarzer, dürfen wir Frauen nicht vergessen, dass sie vieles, was wir heute als selbstverständlich achten (z.B. eigenes Bankkonto in einer Ehe) für uns erstritten hat.
 
  • #8
@#6:

Genau, ich sehe auch Unterschiede zwischen den beiden Begriffen "emanzipiert sein" und "eine Emanze sein". Wenn du sagst, du seist emanzipiert (ohne dass das übertrieben selbstherrlich rüberkommt), ist das völlig ok. Aber wenn ich dich umgekehrt deswegen als Emanze bezeichnen würde, dann wäre das nicht ok.

Ich finde das Ergebnis der Emanzipationswelle auch gut. Keiner will heute mehr ein Heimchen am Herd zu Hause haben. Aber wie wir an bestimmten Threads hier sehen, schafft das auch ein paar Nebenkriegsschauplätze. (Wer meldet sich nach dem ersten Date? Muss ich meinem Kontakt das Essen ausgeben?). Ist Gott sei Dank aber alles lösbar. :)
 
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  • #9
Der Begriff Emanze hört man heute nur von frustrierten Männern, die mit einer selbstbewussten Frau nichts anfangen können. Dieser Begriff hat also keinen Inhalt, er dient einzig und allein zum Ausdruck eigener Frustration.
 
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Gast

  • #10
@#6: Also ich wage es zu bezweifeln, daß diese Frau irgendwas für die Frauen erreicht hat. Schon meine Mutter war immer durchaus gleichberechtigt mit meinem Vater (ok, als ich geboren wurde blieb sie Zuhause und mein Vater ging weiter arbeiten, aber das ist ja noch kein Beinbruch) und hat in vielen Situationen sogar eher selbst die Hosen an. Ähnliches hab ich auch im gesamten Umfeld meiner Kindheits- und Jugendfreunde beobachtet. Wenn Alice Schwarzer irgendwas erreicht hat, dann das bei Stellenausschreibungen Frauen, wie auch Behinderte, bevorzugt werden und das es in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens eine Frauenquote gibt (weil die arme, schwache Frau es ja nicht selbst schaffen kann *schluchtz*).
In meinen Augen ist diese Frau nichts weiter als eine frustrierte Männerhasserin...
 
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  • #11
Bei mir (w,33) ist es ganz genau umgekehrt. Meine Mutter ist 68'erin, war zu dieser Zeit in der Studentenvereinigung in Berlin. Ich würde sie schon als Emanze bezeichnen, da sie sich meinem Vater, ihrem Mann also, niemals unterordnen wollte und immer strengstens darauf geachtet hat, als Frau ernst genommen zu werden. Ich als Tochter habe erst vor kurzem aufgehört eine ganz zielgerichtete Karriere zu machen. Ich saß in Reihen hoher Manager und bin die ganze Zeit quer durch Europa gejettet. Ein echtes Arbeitstier. Ja, in dieser Zeit habe ich bewiesen, dass ich als Frau erfolgreich und absolut gleichberechtigt sein kann. Aber jetzt will ich das nicht mehr. Jetzt will ich liebend gerne eine Mutter verkörpern, die nicht pausenlos Streit hat, weil sie sich gegen alles wehrt, was auch nur im Ansatz die Frau vom Mann unterscheidet. Soll er doch finanziell für die Familie sorgen. Ich tue dafür andere Dinge wie Kinderkriegen oder Kinder erziehen. Mir fällt da doch kein Zacken aus der Krone. Trotzdem empfinde ich mich emanzipiert, weil die Zeit es mir gestattet. Kann ich Unterschiede deswegen nicht akzeptieren?
 
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Gast

  • #12
Emanze = Alle Frauen sind gute Menschen, alle Männer sind schlechte Menschen, diese Frauen habe halt eine Ideologie, der sie alles unterordnen.

emanzipierte Frau...Soll wohl das beste aus viele weiblichen Welt in sich vereinen, ist häufig Single und häufig über sich, die realen Männer frustiert[mod]