• #1

Wie Beziehung zum Enkel aufbauen? Hat jemand Rat?

Ich habe mich hier angemeldet, um eure Meinung, über meine Schwiegertochter und meinen Sohn zu hören.
Ich habe mir die Zeit als Oma anders vorgestellt. Der Enkelsohn ist jetzt 8 Monate alt und war noch nie bei uns alleine. Die Mutter gibt das Kind fast nie ab ,nur meinem Sohn und ihrer Tante. Das Thema, dass unser Enkelkind auch bei uns übernachtet, war von Anfang an besprochen, aber sie hält sich nicht daran. Sie stillt auch, aber nach 8 Monaten... Das Zimmer habe ich liebevoll eingerichtet. Wie soll ich eine Beziehung zum Kind aufbauen, wenn er nie da ist? Nur einmal im Monat und wir sind zu Fuß erreichbar. Sie haben keinen Kinderwagen, nur ein Tragetuch, damit konnte auch niemand anderes mal spazieren gehen. Ich glaube langsam, die Schwiegertochter hat Depressionen oder ist überfordert, weil sie eigentlich immer schlecht gelaunt ist. Sie meldet sich aber nie bei mir und nimmt meine Hilfe, damit sie Zeit für sich hat, nie an. Mit der vorherigen Freundin meines Sohne und auch mit den anderen Freundinnen (ich habe 2 Söhne)verstehe ich mich besser. Wir haben versucht, sie in unsere Familie aufzunehmen, aber sie will nicht.
Mein Sohn bring den Enkel nicht öfter, weil er arbeiten muss. Und sagt nichts mehr zu diesem Thema. Wie kann ich den Enkel öfter sehen?
 
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  • #2
So insgesamt: als Oma hast du keinen Anspruch, das Kind zu sehen. "Sie hält sich nicht daran" klingt für mich übergriffig, sie muss das Kind doch nicht abgeben. Es ist sehr nett, wenn du deine Hilfe anbietest, aber wenn sie nicht will, dann eben nicht. Stelle deine Bedürfnisse (Bindung aufbauen, soll übernachten, weil es extra ein Zimmer gibt) erstmal in den Hintergrund, das kann für Schwiegertöchter nämlich echt nervig sein. Und solange sie stillt, kann das Kind doch gar nicht allein woanders übernachten.
 
  • #3
Liebe FS,

aus deiner Sicht kann ich deine Gefühle sehr gut verstehen....
Aber es ist das Kind deines Sohnes und deiner Schwiegertochter, die darüber allein befinden möchten, wann das Kind bei euch übernachten darf und wie lange es gestillt wird. etc.pp. Diesen Druck wird deine Schwiegertochter unterschwellig spüren und ist nicht förderlich für ihr Wohlergehen und das gute Einvernehmen mit euch.
Lass locker und halte dich besser bedeckt, trete nicht so dominant in Erscheinung. Lasse ihnen den Raum, um gute Eltern werden zu können, auch ohne Kinderwagen. Das wäre für alle besser und dienlicher.
 
  • #4
Es ist nicht Dein Kind. Über den Umgang entscheiden die Eltern, die Mutter hat offenbar kein besonders gutes Verhältnis zu Dir. Woran das liegt, kann hier niemand sagen.
Ich denke, Du solltest die Entscheidung so akzeptieren.
 
  • #5
Die Mutter gibt das Kind fast nie ab ,nur meinem Sohn und ihrer Tante. Das Thema, dass unser Enkelkind auch bei uns übernachtet, war von Anfang an besprochen, aber sie hält sich nicht daran. Sie stillt auch, aber nach 8 Monaten....

Dass sie ein 8-monatiges Kind, welches noch gestillt wird, ohne Not nicht zur Übernachtung bei Dir abgibt, finde ich total normal. Deine Vorstellungen sind eher merkwürdig. Wie kommst Du auf die Idee, Deine Enkelkind zur Übernachtung in dem jungen Alter verlangen zu können, wenn die Eltern das nicht wollen? Ich finde Dich soegoistisch und unsensibel, dass ich so ein kleines Kind nicht bei Dir abgeben würde.

Was war denn von Anfang an besprochen, ab wann das Enkelkind bei Euch übernachten soll? Darüber hinaus, mit Kindern kommt es immer anderes als geplant.
Ich habe keine Kinder, aber ich hatte immer viel Kontakt zu meinen Nichten und Neffen, dito deren Großeltern zu ihnen. Außerhäusige Übernachtung auch Urlaub mit mir oder Großeltern war erst ab 3 Jahren ein Thema - und dann von allen Seiten: Eltern, Kindern, Verwandte gleichermaßen gewünscht.

Grundsätzlich sind Kinder keine Stückware, die man beliebig verschieben sollte, bzw. deren Lieferung man zu fordern darf. Ich bin aus eigener leidvoller Erfahrung der Ansicht, Kinder sollen selbst entscheiden, ob sie woanders schlafen wollen oder nicht und sie sollten auch in der Lage sein, zu artikulieren, wenn was nicht ok war. Das kann ein Kind von 8 Monaten nicht.

Wie soll ich eine Beziehung zum Kind aufbauen, wenn er nie da ist?
Fass Dich in Geduld und warte ab so ca. 2 Jahre. Je mehr Du bedrängst, desto mehr flüchtet die Schwiegertochter vor Dir. Ich hatte meine Nichten und Neffen vorher auch nie und habe trotzdem eine gute Beziehung zu ihnen und sie sind bereits erwachsen.

Ich glaube langsam, die Schwiegertochter hat Depressionen oder ist überfordert, weil sie eigentlich immer schlecht gelaunt ist.
Nein hat sie nicht. Sie ist wegen deiner unzumutbaren Bedrängung schlecht gelaunt. Sie muss Deine Hilfe nicht annehmen, wenn sie diese nicht braucht oder nicht will, wegen Einmischerei.
Die Exen Deines Sohnes sind die Exen - warum auch immer. Ob Du Dich mit denen besser verstanden hast, spielt im Hinblick auf deine Schwiegertochter keine Rolle. Respektiere ihren Wunsch nach Distanz zu Dir. Dein Sohn ist klug beraten, das zu tun, sonst droht Scheidung. Willst du das, glaubst Du, dass Du Deinen Enkel dann öfter siehst?

Lass' die Familie Deines Sohnes in Ruhe, lass' sie kommen statt sie zu bedrängen.
Führ' in der Zwischenzeit Dein eigenes Leben. Wenn Dir langweilig ist, such' Dir ein Ehrenamt - es gibt genug zu tun in unserem Land.
 
  • #6
Hallo Löwenzahn 111,
ist doch klar, warum sie es Dir nicht gibt: Du bist übergriffig und sie vertraut Dir nicht. Sie vertraut ihren eigenen Leuten, nämlich ihrer Tante und ihrem Mann.
Sie spürt genau, dass Du ihre Methoden missbilligst (siehe Tragetuch und Stillen im 8. Monat), und dass Du einen nicht zu kleinen Anspruch auf das Kind hegst (eingerichtetes Zimmer, damit das Kind über Nacht bleibt.) Du wärst die Letzte, die sie um Hilfe bitten würde, weil sie spürt, dass Du Hilfe nicht ohne Hintergedanken geben kannst- sie wüsste, dass wenn sie Dich um Hilfe bäte, Du von ihr eine Gegenleistung wolltest, nämlich das Kind. Natürlich weiß sie auch, dass sie in Deinen Augen nicht gut genug ist und dass Du die anderen Freundinnen, einschließlich der Ex ihres Mannes, vorziehst. Jetzt redest Du sie krank ("Depressionen", "überfordert"), weil sie nicht so funktioniert, wie Du es gerne hättest. Es geht Dir nicht um sie, sondern nur um die Macht übers Kind. Hast Du schon mal drüber nachgedacht, dass sie vielleicht nur in Deiner Gegenwart schlechte Laune hat?
Vielleicht hat sie Dich auch schon mit anderen Enkeln oder anderen Kindern umgehen sehen und möchte das so nicht für ihr Kind, weil ihr irgendwas nicht gefällt.
Tja, das würde sie Dir aber nie sagen, weil Du ja auch nicht offen mit ihr redest, dass Du sie eigentlich nicht magst, aber trotzdem gerne ihr Kind über Nacht bei Dir hättest. Außerdem solltest Du Dich ganz ehrlich fragen, ob das wirklich so abgemacht war, dass der Enkel bei Dir übernachtet oder ob das nur Deine Wunschvorstellung ist. Vielleicht enthielt das Gespräch darüber keine wirkliche Zustimmung ihrerseits dazu, was aber vielleicht von Dir gerne übersehen wird, wenn sie eine andere Meinung hat als Du. Vielleicht hatte sie auch damals einfach keine Kraft in der Schwangerschaft, um mit Dir auch noch das zu klären. Ich stelle mir Dich als unglaublich bestimmend und manipulativ vor.
Dass Dein Sohn nichts mehr dazu sagt, ist übrigens seine Art und Weise, sich auf ihre Seite zu stellen. Mehr vermag er Dir nicht entgegenzuhalten, sonst würde er Dir womöglich ordentlich den Kopf waschen.
w, 36 Jahre
 
  • #7
Meines Wissens (ich bin kein Rechtsanwalt und das ist keine Rechtsberatung) gibt es ein durchsetzbares Umgangsrecht der Großeltern nur dann, wenn es dem Wohl des Kindes dient. Also wenn bereits eine entsprechende Beziehung besteht, die Schaden nehmen könnte.

Der sinnvolle Weg wäre wohl mit den Eltern die bestehenden Rollenkonflikte aus der Welt zu schaffen.

Du könntest dazu auch zu einer Familienberatungsstelle z.B. der Caritas gehen und Dir da helfen lassen.

Sowas ist deren tägliches Brot. Und ggfs. könnten die bei einem Gespräch als Mediatoren wirken und helfen, die Beziehung zu verbessern und bestehende wechselseitige Konflikte sichtbar und damit lösbar zu machen.
 
  • #8
Sie meldet sich aber nie bei mir und nimmt meine Hilfe, damit sie Zeit für sich hat, nie an.
Nun ja, liebe FS, ich glaube, die Schwiegertochter spürt halt, dass es dir bei deinen Hilfe-Angeboten im Grunde nicht um ihr Wohlergehen geht. Sondern nur darum, dass du mit deinem süssen Enkel Zeit verbringen möchtest.
Weisst du, das ist ja ein verständliches Bedürfnis deinerseits. Aber es hat nicht viel mit Anteilnahme am Leben deiner Schwiegertochter zu tun, es geht im Grunde nur um dich.
Das Thema, dass unser Enkelkind auch bei uns übernachtet, war von Anfang an besprochen, aber sie hält sich nicht daran. Sie stillt auch, aber nach 8 Monaten...
Lass' doch den frisch gebackenen Eltern ihren Rhythmus und sei froh, dass deine Schwiegertochter so eine engagierte Mutter ist, die ihr Baby nicht bei der ersten Gelegenheit abgibt. Zudem, wenn sie noch stillt ist das doch wirklich unpraktisch, warum sollte sie dir das Baby geben, wenn sie es nachts idealerweise selbst kurz an die Brust nimmt? Du nimmst das viel zu persönlich. Die Mutter hat eine gute Bindung zu ihrem Kind und das ist zu beglückwünschen, nicht zu stören.
Mein Sohn bring den Enkel nicht öfter, weil er arbeiten muss. Und sagt nichts mehr zu diesem Thema. Wie kann ich den Enkel öfter sehen?
Statt das Kind zu dir nehmen zu wollen über Nacht, wovon niemand etwas hat ausser dir, kannst du mal die ganze Familie (!) zu euch zum Essen einladen, oder freundlich fragen, ob du mal deinen Sohn, seine Frau und das Kind zwischendurch besuchen darfst.
 
  • #9
Dies ist ein Generationenkonflikt, der derzeit sehr gehäuft auftritt. Das Bild der Erziehung von Kindern hat sich in den letzten 50 Jahren sehr geändert. Ich empfehle dir, den Begriff Attachment parenting zu googeln, um mehr darüber zu erfahren, welche Ansichten deine Schwiegertochter (sehr wahrscheinlich) über Erziehung vertritt. Wenn du dich ein wenig damit beschäftigt hast, kannst du natürlich auch gerne mit ihr darüber reden, aber du wirst akzeptieren müssen, dass die Eltern die Erziehungshoheit haben und es wäre sicher hilfreich, wenn du erkennen könntest, dass sie das tun, was sie für richtig halten. Dein Enkel ist gerade erst 8 Monate alt. Wenn du eine Bindung aufbauen möchtest, besuche ihn doch regelmäßig 1x die Woche. Spiele mit ihm und trage ihn auch mal selbst im Tragetuch. Wenn ihr dann eine gute Beziehung aufgebaut habt, wird er sicher gerne von sich aus irgendwann dich besuchen und bei dir übernachten wollen. Das könnte aber noch so 2, 3 Jahre dauern.
 
  • #10
Liebe Löwenzahn 111
Ich möchte dir meine Sichtweise schildern, weil ich so etwas hatnah mit erlebt habe und nachvollziehen kann was evtl in deiner Schwiegertochter vor geht.

Wir haben versucht, sie in unsere Familie aufzunehmen, aber sie will nicht.
Ich möchte dir eine Frage stellen? Habt ihr oder du es wirklich aufrichtig und mit offenem Herzen versucht oder war dir deine Schwiegertochter von Anfang an unsympathisch?
Ich könnte Wetten, ihr habt es für euren Sohn versucht, sie in die Familie zu integrieren, aber nicht weil ihr sie mögt. Die Ex Freundin deines Sohnes war dir viel sympathischer. Kann das sein?
Ich glaube langsam, die Schwiegertochter hat Depressionen oder ist überfordert, weil sie eigentlich immer schlecht gelaunt ist.
Weil sie immer wenn sie bei euch ist, schlecht gelaunt ist, unterstellst du ihr Überforderung oder eine Depression? Woher willst du wissen, dass sie so auch ist, wenn sie nicht bei euch zu Besuch ist? Wenn ich mich irgendwo nicht wohl fühle, habe ich auch kein strahlen im Gesicht und sitze mit einem mürrischen Gesicht meine Zeit ab. Dass sie sich nicht bei dir meldet und deine Hilfe nicht möchte, deutet auch darauf hin, dass sie sich nicht angenommen fühlt!
mit den anderen Freundinnen (ich habe 2 Söhne)verstehe ich mich besser.
Aha, Und wer ist deiner Meinung nach Schuld, dass es mit ihr anders ist? Ist das für dich die Erklärung warum es mit ihr nicht funktioniert. Mit den anderen Mädels klappt es, also kann ich nichts dafür?

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, dich nur bitten nochmal genau in dich zu horchen, ob an meinem Worten etwas dran sein könnte?
Wer Veränderung möchte, muss zuerst sich selbst und sein eigenes Verhalten reflektieren.

Ich könnte mir vorstellen, dass deine ST fühlt, dass sie nicht deine erste Wahl gewesen wäre um dir ein Enkelkind zu schenken. Dieses Kind möchtest du aber sehen, eine Bindung zu ihm aufbauen, zu der Mutter aber nicht. Warum sollte sie dir ihr Kind dann gerne überlassen?
Sie hätte keine ruhige Minute und hätte nichts von der Auszeit die du ihr bescherst.

Versuche das Verhältnis zu deiner ST zu verbessern, bevor du Ansprüche stellst, das Kind über Nacht zu bekommen. Und Versuche sie nicht schlecht oder gar krank zu reden, denn alles was man aussendet, kommt zu einem zurück. Solange du nicht wirklich dein Herz für sie öffnest, wirst du dein Enkelkind nicht in dem Ausmaß bekommen, wie du es dir wünscht.

Vielleicht wäre ein 4 Augen Gespräch eine Möglichkeit, das Eis etwas zu brechen, geht zusammen spazieren und redet miteinander über eure Gefühle, ohne Vorwürfe. Du musst auf Sie zu gehen, sonst wird sich nichts ändern. Dein Sohn liebt diese Frau, zwinge ihn nicht dazu sich entscheiden zu müssen, weil der Druck zu groß wird.
 
  • #11
Ich kann dich gut verstehen.
Habe eine kleine Tochter und bin dadurch viel in Kontakt mit anderen Müttern. Ich bin im Gegensatz zu vielen anderen offenbar "sehr locker" weil ich meine Kleine gerne zur Oma und auch schon früh zur Tagesmutter gegeben habe. Die Kleine liebt es, ich liebe es. Alle sind glücklich. Beides hat mir -gerade von Seiten der Trage-Muttis- (ich hatte auch ein Tuch, nur zur Abgrenzung) schiefe Blicke eingebracht und ist auf Unverständnis gestoßen. Meine Tochter ist sehr lustig drauf, strotzt vor Lebensfreude und Selbstvertrauen. Jetzt mit fast 4 macht sich der Unterschied zu den Kindern, die von ihren Müttern nur ungern laufen gelassen wurden, sehr bemerkbar.
Ich denke, viele beherzigen einfach nicht, wie wichtig mehrere Bezugspersonen und Kontakte sein können und haben ein schlechtes Gewissen, weil sie das Gefühl hätten, ihr Kind abzuschieben. Oder weil sie Sorge haben, das Kind könnte bei anderen- Gott bewahre- in Kontakt mit Haushaltszucker oder Fernsehen kommen (überspitzt gesagt, ist natürlich auch noch zu früh für 8 Monate) oder die ach so wichtigen Rituale würden nicht eingehalten werden.Viele, erschreckend viele, denken heutzutage leider so eng.
Warte es ab, vielleicht denkt die Schwiegertochter im Laufe der Zeit anders. Sie ist ja auch erst eine frisch gebackene Mutter.
 
  • #12
Guten Abend FS,

Dein Text klingt sehr übergriffig und erst recht was Du alles unternommen und vorbereitet hast. Dein Leben als Oma ist eingerichtet und alle anderen haben sich Deinen Vorstellungen von Oma zu sein unterzuordnen, wenn nicht, stimmt da was nicht und man(n) oder frau hat was. Deine Aufdringlichkeit fühlt sich nicht gut an, es steht Dir nicht zu und mir fehlt die notwendige Empathie deinerseits. Ich würde im Interesse meiner Kinder auch Abstand von Dir nehmen und Dich klar in Deine Schranken verweisen. Im Endeffekt leiden unter einem solchen Gerangel die Kinder und nehmen im schlimmsten Fall Schaden. Liess Dir mal die vielen Geschichten der ForistInnen durch.

Aus meiner Sicht hast Du als Oma die Möglichkeit auf Deinen Enkel und solltest entsprechende Angebote und Hilfestellungen erfragen und unterbreiten, aber keinesfalls der Art zu vereinnahmen, zu fordern und zu nötigen. Bei meinen eigenen (Enkel)Kindern käme ich gar nicht un- und nachtgefragt auf Deine Ideen.

Ich habe mit sehr vielen Kindern zu tun, bin immer wieder erschrocken wie wenig den Erwachsenen bewusst ist, dass sie die sind die Kinder (nachhaltig und schwer reparabel) prägen, und habe für “Unstimmigkeiten“ sehr feine Antennen (entwickelt). Auch in eigener Sache.

Nimm Dich zurück, warte ab, ob man auf Dich zukommt und ansonsten nutze die Gelegenheiten die sich bieten.
 
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L

LadyBink

Gast
  • #13
Ich habe mich hier angemeldet, um eure Meinung, über meine Schwiegertochter und meinen Sohn zu hören.
Ich habe mir die Zeit als Oma anders vorgestellt. Der Enkelsohn ist jetzt 8 Monate alt und war noch nie bei uns alleine. Die Mutter gibt das Kind fast nie ab ,nur meinem Sohn und ihrer Tante. Das Thema, dass unser Enkelkind auch bei uns übernachtet, war von Anfang an besprochen, aber sie hält sich nicht daran. Sie stillt auch, aber nach 8 Monaten... Das Zimmer habe ich liebevoll eingerichtet. Wie soll ich eine Beziehung zum Kind aufbauen, wenn er nie da ist? Nur einmal im Monat und wir sind zu Fuß erreichbar. Sie haben keinen Kinderwagen, nur ein Tragetuch, damit konnte auch niemand anderes mal spazieren gehen. Ich glaube langsam, die Schwiegertochter hat Depressionen oder ist überfordert, weil sie eigentlich immer schlecht gelaunt ist. Sie meldet sich aber nie bei mir und nimmt meine Hilfe, damit sie Zeit für sich hat, nie an. Mit der vorherigen Freundin meines Sohne und auch mit den anderen Freundinnen (ich habe 2 Söhne)verstehe ich mich besser. Wir haben versucht, sie in unsere Familie aufzunehmen, aber sie will nicht.
Mein Sohn bring den Enkel nicht öfter, weil er arbeiten muss. Und sagt nichts mehr zu diesem Thema. Wie kann ich den Enkel öfter sehen?
Nur mal so aus Interesse: Woher willst du wissen, dass deine Schwiegertochter ständig schlecht gelaunt ist, du siehst sie doch nach deinen eigenen Aussagen so gut wie nie. Und hast du die anderen Freundinnen, mit denen du dich "besser" verstanden hast, genauso häufig wie deine Schwiegertochter gesehen? Die anderen "Freundinnen" sind auch nur Freundinnen und keine Schwiegertöchter und Enkelmütter und damit bei weitem nicht so gefährlich, kann das sein? Sofern dein Post echt ist, liest sich das mit dem eingericheten Kinderzimmer und dem Baby, das jetzt bitte zu dir abgegeben werden muss, ein klein wenig...sagen wir es mal vorsichtig so..."seltsam?"
 
  • #14
'..sie stillt auch aber nach 8 Monaten ....' Toll, dass sie das kann und möchte! Du solltest froh sein, für dein Enkelkind.

'... sie haben keinen Kinderwagen, nur ein Tragetuch...' FS, daran ist nichts falsch, es entspricht nur nicht deinen Vorstellungen. Kleine Menschenkinder fühlen sich sehr wohl in einem Tragtuch.

Ich habe den Eindruck, dass deine Schwiegertochter und dein Sohn das mit ihrem Kind super machen.

Du hast sehr feste Vorstellungen davon, wie etwas zu sein hat und eine große Erwartungshaltung. Das ist hier, durch deine Zeilen spürbar und deine Schwiegertochter spürt das wohl auch im Kontakt zu dir und das verursacht etwas, was du als 'Überforderung und schlechte Laune interpretierst'.

Deine Schwiegertochter und dein Sohn möchten ihr Kind auf IHRE Art aufziehen (nicht auf deine) und als Familie zusammen wachsen.

Vielleicht solltest du den jungen Eltern einmal zuhören, wie sie sich den Umgang mit ihrem Kind vorstellen - OHNE ZU WERTEN oder etwas zu fordern und ohne deine Vorstellungen für wichtiger/richtiger zu halten.
Denn wenn du weiterhin so an -deinen- Vorstellungen fest hältst, wird der Kontakt kaum besser.

Du hast schon jetzt ein komplettes Kinderzimmer für dein Enkelkind eingerichtet - sicher lieb gemeint aber das Kind ist 8 Monate jung, was es am meisten braucht ist erst einmal Nähe und noch kein Zimmer für sich allein.

FS, ich habe meine Kinder ca. 18 Monate gestillt und in der Zeit haben sie natürlich ausschließlich zu Hause übernachtet. Der Kontakt zu den Großeltern hat sich trotzdem super entwickelt. Lehn dich zurück, lass die jungen Eltern machen und vertraue ihnen.
 
  • #15
Löwenzahn,

Auch für Dich ist Dein Enkel zu Fuß erreichbar.

Allerdings, der Weg zur Beziehung führt über die Mutter.
Was kommt bei mir an, wie Du über sie schreibst?
Sie hält sich nicht an Absprachen.
Sie stillt zu lange.
Sie benutzt nicht (wie andere) einen Kinderwagen.
Sie hat Depressionen.
Mit den anderen Partnerinnen ging es besser.
Ganz schön viele Vorwürfe, wenig Akzeptanz, Verständnis.

Mit einem ersten Kind fühlt man sich oft überfordert, unsicher, aber das kennt jede Mutter.
Ganz sicher ist man aber auch sensibler, gegenüber was zwischen den Zeilen steht.
Da spürt die Schwiegertochter die Erwartungs- und Vorwurfshaltung, und macht zu.
Ich würde auch keine Unterstützung von jemandem annehmen, von dem ich Druck spüre.
Zur Tante ist eine positive Beziehung da.
Auch Du könntest das Tragetuch nutzen, wenn Du wolltest, was spricht dagegen?

Es ist das Kind Deines Sohnes und Deiner Schwiegertochter.
Beide entscheiden, wie lange gestillt wird, wie es transportiert wird, wie es ernährt wird, alles andere Grundlegende, ab welchem Alter es wo übernachtet, etc. 8 Monate ist noch klein, hätte ich auch nicht gemacht.
Beide entscheiden, welche Unterstützung gewünscht wird.

Du hast keine Rechte.
Prüfe Du Deine Haltung, Deine Einstellung.
Du hast kein Recht am Enkel, und wenn die Untertöne, die hier ankommen Stimmen, treibst Du nur einen Keil in die Ehe und erreichst am Ende noch mehr Distanz.
Dass Dein Sohn nichts mehr sagt, ist verständlich, soll er Partei ergreifen?
Provoziere das bitte nicht, denn wenn er sich positionieren muss, ist es eine Entscheidung entweder für die Familie oder Dich, beides geht nicht.

Ich hätte als Mutter sehr viel Bedenken, bei einer Oma, die so offensichtlich MEIN Kind zu ihrem Lebensinhalt machen möchte.
Warum ein voll eingerichtetes Zimmer, wenn das Kind in der Nachbarschaft ist?
 
  • #16
Gewisse Dinge sind eben zunächst Elternentscheidungen. Ich persönlich wäre mit Tragetuch auch nicht glücklich, kann aber verstehen, dass ein 8 Monate junges Baby, das noch gestillt wird, nicht über Nacht ausser Haus bleibt. Zumal, wenns das erste Kind ist - beim 2. wird die Einstellung oft lockerer.
Mir fallen noch ein paar weitere Punkte auf
- zu Fuss erreichbar - da könnte doch auch die Oma mal laufen?
- eigenes Zimmer fürs Baby im Haus der Grosseltern - haben meine Nichten im Haus der Eltern nie gehabt. Wenn die beiden übernachten, dann im Gästezimmer.
- kannst du nicht mit Enkel und Schwiegertochter gemeinsam spazieren gehen ?

Allgemein gesehen:
Irgendwann läuft das Kind selber. Irgendwann sagt es auch selber, dass es zur Oma will oder nicht. Ein wenig abwarten - manches regelt sich ganz einfach von selber. Auch das Stillen bleibt nicht ewig.
 
  • #17
Erwartest du wirklich, dass ein Baby wo anders übernachtet? Und auch noch in einem separaten Zimmer? Lass mich raten: die Familie deines Sohnes hat ein Familienbett statt eines Kinderzimmers?

Und warum kannst du das Baby nicht kennenlernen, wenn du tagsüber mit ihm spielst?

Meine Mutter wollte auch Kinderwagenspaziergänge machen und nicht Tragetuchbinden lernen. Da hat sie sich eben einen Kinderwagen besorgt (den gab es von Bekannten mit älteren Kindern geschenkt). Frag doch mal, ob du mit einem eigenen Kinderwagen mit dem Baby spazieren gehen dürftest. Vielleicht findet das Baby es spannend. Vielleicht hat es aber auch Angst, weil es ungewohnt weit weg von der Betreuungsperson ist oder weil es da unten im Kinderwagen auf Augenhöhe mit Hunden ist. Dann sollten dein Sohn und deine Schwiegertochter auch darauf vertrauen dürfen, dass du das Baby auf den Arm nimmst und es nicht in seiner Angst alleine lässt mit irgendwelchen "es muss lernen, dass der Kinderwagen was schönes ist, deshalb lass ich es im Kinderwagen verzweifelt schreien" - Begründungen.

Hast du ihr eigentlich auch richtige Hilfe angeboten? Also sowas wie "ich bringe dir gerne was aus dem Supermarkt mit, damit du das Baby schlafen lassen kannst"? Oder wenn deine Schwiegertochter irgendeinen Termin hat, bietest du ihr an mitzukommen und das Baby im Wartezimmer zu betreuen?

Du vermittelst hier den Eindruck, dass dir das Erziehungskonzept deines Sohnes und deiner Schwiegertochter überhaupt nicht gefällt. Warum sollten sie dich besuchen, wenn sie dort nur angemeckert werden?
Und Vergleiche mit der Ex sind wirklich unpassend.
 
  • #18
Liebe Löwenzahn,

Als ich deinen Post gelesen hab, hat sich mein "Drama" mit meinen Schwiegermutter vor meinem inneren Auge abgespielt. Ich glaube, du machst alles falsch, was nur eine Schwiegermutter falsch machen kann. Ich kann aus deinen Zeilen nur Kritik der jungen Frau herauslesen. Wenn du weiter so agierst, erreichst entweder Kontaktabbruch mit der Schwiegertochter, oder auch mit deinem Sohn, oder du wirst sogar einer der Gründe für Ihre Trennung sein. Ich hoffe, es ist nicht in deinem Interesse.
Das Kind ist 8 Monate. Hättest du jemals eines deiner Kinder in dem alter bei deiner Schwiegermutter übernachten lassen? Wie hättest du reagiert, hätte dir deine Schwiegermutter gesagt, wie du deine Kinder erziehen sollst?
Wenn du eine Beziehung zum Enkelkind aufbauen willst, geht das nur und ausschließlich, wenn du eine gute Beziehungen zu seiner Mutter aufbaust. Indem du aufhörst sie zu kritisieren, und beginnst, dich für sie zu interessieren. Warum kannst du das Kind nicht in einem Tragetuch tragen? Warum kannst du dir das nicht erklären lassen? Sie stillt das Baby, und sehr wahrscheinlich auch in der Nacht. Das geht auf die Substanz. Sie wird unausgeschlafen sein, und nicht depressiv. Wie schaut dein Hilfsangebot aus? Willst du für sie ihre Lieblingsspeiße kochen? Genau das einkaufen gehen, was sie braucht? Hilfe ist nur, wenn du das tust, was der andere braucht. Alles andere ist einmischen und missachten. Sie wird spüren, dass du sie kritisierst, und eigentlich nur an ihrem Kind interessiert bist. Dass sie allergisch auf dich reagiert, kann ich verstehen.
Dein Sohn äußert sich nicht, weil du ihm sehr wahrscheinlich mit dem Thema auf die nerven gehst. Es ist seine Frau. Nimm dich da raus. Mache ehrliche Angebote, geh du selber auf Besuch, lese über das Thema - tragen der Babys.
Das hätte ich mir von meiner Schwiegermutter gewünscht. Ich hab sehr wenig Kontakt zu ihr, mein mittlerweile 8 jähriger Sohn hat zwar Kontakt, aber geht nicht gerne hin. Er erzählt mir immer wieder, dass sie schlecht über mich redet, und das will er nicht hören. Sei du eine bessere...
 
  • #19
Das ist ganz allein ihre Entscheidung und die Deines Sohnes, wie lange sie stillt.

Das Thema, dass unser Enkelkind auch bei uns übernachtet, war von Anfang an besprochen, aber sie hält sich nicht daran.

Eindeutig übergriffig von Deiner Seite aus. Ich schließe mich hier den Vorschreibern an. Und mit 8 Monaten hätte ich mein Stillkind auch nicht über Nacht weggegeben.

Sie haben keinen Kinderwagen, nur ein Tragetuch, damit konnte auch niemand anderes mal spazieren gehen.
Das mit dem Tragetuch wird sich in Kürze erledigen. Weil das Kind zu schwer wird. Dann kommt ein Buggy sobald er aufrecht sitzen kann.

Dann kannst Du ja stundenweise mit ihm spazieren gehen, damit die Mama sich mal ein Wohlfühlbad leisten kann. Gegen stundenweise wird sie sicher nichts dagegen haben. Du solltest ihr entgegen kommen dann wird sie sicher auch lockerer. Aber ich finde du verlangst zu viel mit gleich übernachten, eigenes Zimmer in Eurem Haus etc.

Mit der vorherigen Freundin meines Sohne und auch mit den anderen Freundinnen (ich habe 2 Söhne)verstehe ich mich besser.[/QUOTE

Wenn Du ihr das auch noch ständig aufs Butterbrot schmierst wundert mich ihre Reserviertheit nicht mehr.
W51
 
  • #20
Ich finde ebenfalls, dass du per se bei Geburt des Enkelkindes kein gesetzlich verbrieftes Recht darauf hast, ihn bei dir übernachten zu lassen.

Dass du ihm gleich ein eigenes Zimmer eingerichtet hast, ist zwar ehrwürdig, könnte aber mit Abstand betrachtet auch ein Anzeichen von leicht übergriffigem Charakter sein. Ich hatte z.B. nie ein eigenes Zimmer bei meinen Großeltern und dennoch ein hervorragendes Verhältnis zu Ihnen und liebe sie alle vier sehr. Ich finde das Konzept auch eher ungewöhnlich, kenne auch keine Gleichaltrigen, die das hatten. Aber nun gut, nun ist es ja schon eingerichtet.

Ich würde mich zurück nehmen und signalisieren, dass ich immer gerne da bin, wenn man mich braucht, es ansonsten aber dabei belassen.

Auch würde ich mir dringend eigene Hobbies und Projekte suchen, wieso nicht mit deinem Ehemann? Dann seid ihr die gutbeschäftigten, vitalen Großeltern, mit denen man gerne etwas unternimmt, und nicht die, die grollend zuhause im fertig eingerichteten Zimmer warten.

Auch finde ich es anmaßend, deiner Schwiegertochter gleich Depressionen anzuhängen. Ein Kleinkind ist super viel Arbeit und dass man da wenig schläft und allgemein müde aussieht, ist Standard. Lass dem Elternpaar Zeit, selbst in die Elternrolle hineinzuwachsen, anstatt gleich alles übernehmen zu wollen.

W, 26
 
  • #21
Wenn ich den Eingangspost lese, kriege ich Blutdruck.
Wieder eine der Großmütter, die meint, dass die Schwiegertochter nix auf die Reihe kriegt, Depressionen hat etc - weil ihr das Enkelkind "vorenthalten" wird.
Du redest abwertend über die Mutter Deines Enkelkindes und wunderst Dich, dass sie Dir das Kind nicht zur Betreuung "überlässt"? Sie wird ihre Gründe haben und das zu Recht.
Und das passt Dir nicht.
Ich sag' Dir was:
Deine Übergriffigkeit geht der Frau Deines Sohnes gehörig auf den Zeiger und sie macht es genau richtig, Dir ihr Kind nicht "alleine" zur Betreuung zu übergeben.
Ich sehe es in der eigenen Familie/Verwandtschaft, was abgeht mit den sehr ... ambitionierten.... Großmüttern von Säuglingen und Kleinkindern. Schlimm ist das. Die Mütter der Kinder müssen sich für alles rechtfertigen, nur weil es der Oma nicht in den Kram passt.
Das Kind wird schon noch eine gute Bindung zu Dir aufbauen, keine Sorge.
Das Wichtigste für das Kind in dem Alter ist die Bindung an die Eltern.

w, 48, 2 Kinder
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #22
Liebe FS,

so wie Du über Deine Schwiegertochter schreibst, kann ich mir schon gut vorstellen, wieso sie Dich meidet. Du redest relativ negativ über sie, weißt vermeintlich einiges besser ("Sie stillt auch, aber nach 8 Monaten...", "Sie haben keinen Kinderwagen, nur ein Tragetuch, damit konnte auch niemand anderes mal spazieren gehen." usw.). Ich bin mir relativ sicher, dass sie spürt, wie Du über sie denkst. Deswegen erlebst Du sie vermutlich auch nur schlecht gelaunt. An Deiner Stelle würde ich mich jetzt zurückhalten und meine Hilfe immer wieder lieb und nicht fordernd anbieten.
 
  • #23
So insgesamt: als Oma hast du keinen Anspruch, das Kind zu sehen. "Sie hält sich nicht daran" klingt für mich übergriffig, sie muss das Kind doch nicht abgeben. Es ist sehr nett, wenn du deine Hilfe anbietest, aber wenn sie nicht will, dann eben nicht. Stelle deine Bedürfnisse (Bindung aufbauen, soll übernachten, weil es extra ein Zimmer gibt) erstmal in den Hintergrund, das kann für Schwiegertöchter nämlich echt nervig sein. Und solange sie stillt, kann das Kind doch gar nicht allein woanders übernachten.

Das stimmt so nicht - siehe § 1685 BGB.
Es gibt ein Umgangsrecht für Großeltern und Geschwister - einzige Voraussetzung: es muss dem Kindeswohl dienen.

Liebe Fragestellerin,

ich wünsche Euch sehr, dass sich die Situation zum Positiven wendet!
Schade, dass der Sohn nichts weiter dazu sagt. Großeltern sind toll für ein Kind.

LG
 
P

proudwoman

Gast
  • #24
Einen Anspruch auf Deinen Enkel hast Du gar nicht! Lass die junge Mutter doch einfach erstmal zu sich kommen. Sie stillt ja noch, was ich sehr gut finde, da geht es mit dem Übernachten bei Dir schonmal nicht. Lass sie ruhig auf Dich zu kommen, wenn sie Hilfe braucht, dann ist alles gut. Sie wird es spüren, dass Du Druck machst.
Alles Liebe!
 
  • #25
Liebe Löwenzahn,
ich war damals genau so eine Schwiegertochter wie du sie beschreibst. Es kommt sehr oft vor, dass Töchter zu ihren eigenen Eltern einen viel viel näheren Kontakt haben und auch wollen als zu den Schwiegereltern.

Bei meinen Eltern konnte ich mir bei Allem einfach blind sicher sein. Bei meiner Schwiegermutter fand ich das äußerst schwer. Irgendwie machte sie Nichts so wie ich es wollte und meinte, Sie wisse alles besser. Und der Schwiegermutter kann man dann nicht unverblümt reinreden. Dass du einen Kinderwagen vermisst, hätte ich zB auch sehr negativ aufgefasst und mich erst recht zurückgezogen. Das geht dich schlichtweg nichts an. Du treibst sie damit immer weiter weg. Und die Vorwürfe wegen des Zimmers: puh - ich fürchte das mit dem Übernachten kannst du ganz vergessen. Jede Rückfrage seitens meiner Schwiegermutter, wann ich mal wieder komme, jeder Anruf, einfach alles hat mich so dermaßen genervt, dass ich ihr nicht mal mehr Fotos geschickt habe. Du kannst leider gar nichts tun derzeit. Wenn mein Kind drei mal im Jahr (!) - wirklich nur in absoluten Notfällen und es gar nicht anders ging- dort für ein paar Stunden war, wollte ich mein Kind danach Baden, ich konnte ihren Geruch an meinem Kind nicht ertragen, weil ich ihr eben nicht so nah sein wollte und konnte. Und folglich wollte ich das auch für mein Kind nicht.

Heute - mit einigen Jahren Abstand und wesentlich gereifter- würde ich das anders handhaben, aber ich weiss noch so genau wie es sich anfühlte.
Ich war überfordert, aber Sie war einfach die Falsche, die mir hätte helfen können.
Es klingt blöd und überheblich, aber ich wollte ihr wirklich zeigen, dass Sie mir da nicht reinreden kann und auch nicht wird. Und dass ich entscheide was passiert. Auch wenn ich Hilfe dringend gebraucht hätte. Lieber war ich übermüdet, als dass ich mein Kind mal drei Stunden zu ihr gebe um mich auszuschlafen.
Oh Gott, wen ich das jetzt so reflektiere, ich glaueb ich muss mich mal bei meiner Schwiegermutter für damals entschuldigen.

Wenn Du etwas Gutes tun willst, dann lass sie vollständig in Ruhe. Falls sie was will - wovon ich aber derzeit nicht ausgehen würde- meldet sie sich.
Manchmal habe ich mein Kind nur mit zu meinem Arzttermin genommen, damit Sie ihn nicht sieht. Das ist schon verrückt, wenn ich jetzt so im Nachhinein mit etlichen Jahren Abstand dran zurück denke, aber damals konnte ich nicht anders auf dieses Bedrängen reagieren.
 
  • #26
Wenn du so weitermachst wie bisher - dann wirst du ihn gar nicht sehen. Und das zurecht!
Du bist absolut übergriffig.
Warum in aller Welt hat eine Großmutter ein liebevoll eingerichtetes Kinderzimmer bei sich zu Hause? Gerade wenn sie sogar zu Fuß von dir aus erreichbar sind? Das finde ich mehr als schräg: das ist nicht DEIN Sohn!
Wie kommst du darauf, dass du irgendein Recht hättest, dass dein Enkel bei dir übernachtet?
Du sagst deine Schwiegertochter sei immer schlecht gelaunt? Du siehst sie nur 1x pro Monat - da ist immer aber interessant definiert und auf den Gedanken, dass ihre Laune an dir liegen könnte, kommst du nicht?
Du drängst dich in ihr Leben, hast hier anscheinend Kontakt zu Exfreundinnen deines Sohnes ect: sagst du ihr das auch?
Sie zeigt dir sehr deutlich, dass sie deien aufgedrängte, als Hilfe und Fürsoge getarnte Übergriffigkeit nicht will.
Halt dich zurück, ich finde dein Verhalten unmöglich. Wenn ich deine Schwiegertochter wäre, würdest du den Enkel nicht mehr sehen, bis es ein konstruktives Gespräch gegeben hat, als dessen Folge du dann erkennst, dass du NUR die Großmutter bist und dich dementsprechend zu verhalten hast.
Ja, sie WILL nicht. Und da sis eine erwachsene Frau ist, ist es ihr gutes Recht nicht in dein übegriffiges Familienkonzept aufgenommen werden zu wollen. Sie soll sich dir anpassen - ja warum denn bitte?
 
  • #27
Hallo

meine beste Freundin hat vor ca 3 Monaten ihr Baby bekommen. Es ist ihr erstes und sie ist (noch) nervös. Sie gibt das Baby einem nur ganz engem Personenkreis und bevorzugt das Tragetuch (Kinderwagen ist aber vorhanden), weil so niemand das Baby ungefragt anfassen kann.
Am Anfang habe ich das Baby auch kaum halten dürfen und wenn es auch nur ansatzweise gemeckert hat, war es auch wieder weg. Jetzt mit 3 Monaten ist es schon anders und sie nimmt auch mal die Gelegenheit wahr alleine zu Ende zu essen oder Duschen zu gehen.

Ich glaube euer Problem ist eher, dass sie keine enge Bindung zu dir hat und sich deswegen schwer tut dir das Baby zu geben. Dass du möchtest, dass das dein Enkel jetzt schon bei dir schläft, obwohl sie stillt trägt sicher zu Spannungen bei.
Was erwartest du denn von ihr? Sie fühlt sich noch nicht einmal sicher genug ihn dir für kurze Zei zu geben und du möchtest, dass er die Nacht bleibt? Sie soll wegen dir abstillen, wenn sie doch offensichtlich ans stillen glaubt? Das ist doch etwas viel verlangt oder?

Ich kann verstehen, dass du als Oma ganz viel Zeit mit deinem Enkel verbringen möchtest, aber versetz dich mal in ihre Lage. Du bist "nur" die Mutter ihres Freundes, sie kennt dich nur eine kurze Zeit und sie kennt dich gar nicht als Oma. Wenn sie gestresst ist, wird es sie bestimmt zusätzlich belasten, dass du mit ihr unzufrieden bist und dieses Gefühl nicht zu genügen wird sie immer weiter von dir wegtreiben. Gerade der Satz mit den anderen Freundinnen und der Ex habe ich mich besser verstanden ist Druck. Und dein Sohn möchte sie bestimmt auch nicht noch belasten. Eine junge Mutter hat schon genug Baustellen.

Wenn du deinen Enkel mehr sehen möchtest, musst du dich mit deiner Schwiegertochter anfreuden. Du musst ihr Vertrauen gewinnen, sodass sie gerne deine Hilfe annimmt. So wie du oben schreibst, würde ich auch ungern deine Hilfe annehmen, weil du daraus einen Tauschhandel machen möchtest. Ich helfe dir, du gibst mir das Baby. Knüpfe deine Hilfe und Beistand nicht an Bedingungen oder Erwartungen. Sag nicht, gib mir das Baby und geh duschen, sondern geh den anderen Weg. Leg du dich mit dem Baby hin und ich koche was.

liebe Grüße
 
C

Charline

Gast
  • #28
Wenn das Kind noch gestillt wird, kann es ohne die Mutter nirgendwo übernachten. Das sollte doch einleuchtend sein. Wie lange das Kind (noch) gestillt wird, entscheiden die Eltern, nicht du.
Dass eine junge Mutter ihr Baby nicht gerne "abgibt" kann ich voll verstehen. Warum sollte sie, wenn sie noch Elternzeit hat und nichts anderes vorhat. Ihr jetzt Depressionen zu unterstellen (um einen Grund zu haben ihr das Kind "wegzunehmen" - "sie schafft es nicht, sie ist überfordert, blablabla ..." - das redest du dir nur selber ein) finde ich nervig. Eine solches "Schwiegermonster" ist eine Strafe für eine junge Frau.
Lass die junge Familie doch erst mal die Zeit mit dem Baby genießen. Irgendwann kommen sie von alleine darauf, dass sie zusammen ausgehen möchten und Paarzeit brauchen. Dann kannst du einspringen und sie sind dir sogar noch dankbar. Vorher solltest du sie in Ruhe lassen. Und alle Einmischungen, was das Kind angeht, sind in der Regel unwillkommen. Wenn die junge Familie einen Kinderwagen möchte/braucht, dann werden sie einen kaufen. Was geht es dich an?
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnnern, wie es war als meine Tochter ein Baby war. Alle Leute (Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen) wussten immer alles besser, gaben ungefragt Tipps und nervten nur rum. Ich habe dann auch total abgeblockt und nur noch "ja ja (= leck mich a... A...)" gesagt.
 
  • #29
Ohje, ganz ehrlich schlecht gelaunt wäre ich in deiner Nähe auch.
Die gute stillt noch, das ist das beste was Mutter tun kann aber es sind immer die schwiegermütter die lieber Flasche geben würden, damit sie auch mal füttern können.
Meine Tochter ist jetzt 3 Jahre und durfte zum Schwiegervater erst für paar Stunden als sie fast 2 jahre alt war. Trotzdem haben die jetzt eine gute Bindung.
An deiner Stelle würde ich keine Forderungen stellen sonst sieht es sehr schlecht aus für dich.
Halte dich einfach zurück, deine zeit wird noch kommen, wenn du es dir vorher nicht zu sehr mit deiner Schwiegertochter verdirbst.
Denk einfach bitte daran wie du dich vlt damals gefühlt hast.
Schön finde ich wie dein Sohn zu seiner Frau hält, das zeigt er ist ganz der Meinung seiner Frau.
Achja ich habe auch nur das Tuch genutzt, meine Eltern waren auch nicht begeistert, haben das Tuch dann selber ausprobiert und waren dann doch sehr angetan und waren Mega stolz ihre Enkelin im Dorf mit Tuch tragen zu können.
 
  • #30
Wenn deine Schwiegertochter noch voll stillt kann ich sie verstehen.

Ich hätte meine Kinder in der Stillzeit auch niemals nachts bei der Oma schlafen lassen, ich wollte sie immer bei mir haben und nicht abgeben müssen. Wofür auch? Ich war ja zuhause und habe mich von Herzen gerne um meine Kinder selber gekümmert.
Erst als sie etwas größer waren, haben sie ab und zu mal bei der Oma übernachtet, oder ich habe sie wegen wichtigen Terminen stundenweise abgegeben.

Ich habe meine Kinder auch sehr lange voll gestillt...es gibt nichts Schöneres und Innigeres zwischen Mutter und Kind als das Stillen. Ich fand es immer wunderschön.
Und das Gesündeste ist es sowieso für das Kind.

Hab einfach Geduld, irgendwann wenn die Stillzeit vorbei ist und dein Sohn und die Frau mal wieder weggehen möchten oder wichtige Termine/Berufstätigkeit anstehen werden sie dich eh brauchen und dankbar dafür sein, dass du ihnen die Betreuung abnimmst.

Sei freundlich und geduldig im Hintergrund. Aber dränge dich nicht auf. Die Mutter-Kind-Symbiose ist in diesem Alter ganz normal und wunderbar.
 
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