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  • #1

Wie belastend/erfüllend ist die Versorgerrolle für Männer?

Ich möchte gerne in den nächsten Jahren mit einem lieben Mann ein Familie gründen.
Nun würde ich gerne wissen, wie die Männer ihre Rolle aus Finanz. Versorger sehen.
Ich W25 arbeite im Pflegebereich und würde in der Rolle als Mutter die ersten Jahre bei Kind zuhause bleiben.
Also liebe Männer ... wie seht ihr das?
 
  • #2
Ich finde das prima :)
Die ersten Jahre im Leben eines Menschen sind endscheidend. Egal welche Möglichkeiten und Einrichtungen es da auch gibt - nichts ist so gut wie die eigenen Eltern.

Es als "belastend" zu empfinden käme mir nicht in den Sinn - schließlich ist es etwas für das man sich mit der Partnerin zusammen bewusst entscheidet.
 
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  • #3
Ich würde mich - abgesehen vom ersten Lebensjahr des Kindes - nicht mehr auf so eine Konstellation einlassen. Es ist eine ruinöse Einbahnstraße für den Mann, besonders, wenn er ein deutlich höheres Bildungs-, Berufs- und Einkommensniveau als die Frau hat. In erster Ehe hat meine Frau mich ausgetrickst. Obwohl ich gern auch einen Teil des Erziehungsurlaubs wollte, hat sie ihn komplett für sich genommen (unser Kind aber trotzdem täglich zu meiner Mutter oder zu mir in den Betrieb gebracht), dann zum Ende der Elternzeit gekündigt und ist zuhause geblieben. Sie hatte nie mehr Lust, zu arbeiten und wird heute noch von mir - obwohl sie erst Mitte vierzig ist - alimentiert. Unser Kind lebt bei mir und wird von mir allein unterhalten. Mit meiner zweiten Frau habe ich noch ein gemeinsames Kind. Sie ist weiterhin ihrem Beruf nachgegangen und wir haben ein inniges Gefühl des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens.
 
  • #4
Ich sehe das ein wenig anders als Du. Nicht dass ich mit einer Versorgerrolle ein Problem hätte sondern weil ich zuviele tolle Frauen zu Muttis im negativen Sinne habe mutieren sehen. Wenn ich heimkomme und die ehemals atemberaubende Schönheit grüsst mich in Babysprache ist einfach Ende mit romatik.

Daher finde ich einfach dass man sich die Kindererziehung teilen sollte, ich wollte nämlich auch was von meinen Kindern haben. Die Rolle als Kohle-ranschaffer wär mir zu wenig gewesen.

Aber keine Sorge, es gibt eine ausreichend grosse Anzahl an Männern die es gerne tun werden.
 
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  • #5
Rollenverteilung wäre für mich in Ordnung, jedoch würde ich auf zwei wesentliche Dinge bestehen:

1. Das die Frau nachdem die Kinder aus dem Gröbsten raus sind dann auch wieder arbeiten geht
2. Einen Ehevertrag der den Zugewinnausgleich bei Scheidung ausschliesst (modifizierte Zugewinngemeinschaft)

Ansonsten sind die nach deutschem Scheidungsrecht durch den Besserverdienenden zu leistenden Ausgleichs-, Versorgungs- und Unterhaltsleistungen eine Doppelbelastung für diesen. Und als Pflegekraft vermute ich mal verdienst du nicht so viel ...
 
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  • #6
@2 - mal jetzt ganz ehrlich und offen: Deine 2. Frau ist doch superpraktisch - ihr habt Familie UND sie geht arbeiten. Deine erste Frau war es wert, versorgt zu werden - hier setzt du jetzt ganz andere Maßstäbe an. Wie fühlt sich deine 2. Frau dabei? Doch schon irgendwie betrogen, oder?
Ich weiß auch, dass die Versorgerrolle für Männer, die schon einmal abgezockt wurden, sehr belastend ist und sie daher NIE wieder eine Frau versorgen wollen. Vielen Dank also den Exxen, die den Mann mißbraucht und fertig gemacht haben. So hat die Zweitfrau nie im Leben eine Chance auch nur ein bißchen etwas vom Kuchen abzubekommen!
 
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  • #7
@2 - mal jetzt ganz ehrlich und offen: Deine 2. Frau ist doch superpraktisch - ihr habt Familie UND sie geht arbeiten. Deine erste Frau war es wert, versorgt zu werden - hier setzt du jetzt ganz andere Maßstäbe an. Wie fühlt sich deine 2. Frau dabei? Doch schon irgendwie betrogen, oder?
Ich weiß auch, dass die Versorgerrolle für Männer, die schon einmal abgezockt wurden, sehr belastend ist und sie daher NIE wieder eine Frau versorgen wollen. Vielen Dank also den Exxen, die den Mann mißbraucht und fertig gemacht haben. So hat die Zweitfrau nie im Leben eine Chance auch nur ein bißchen etwas vom Kuchen abzubekommen!
Was verstehst du denn unter "etwas vom Kuchen abzubekommen"? Sich als erwachsener Mensch im arbeitsfähigen Alter jahrelang zu Hause hinzusetzen und auf Kosten des Partners leben zu können, weil dieser noch keine schlechten Erfahrungen mit Frauen gemacht hat, die genau dieses Modell ausgenutzt haben? Es ist doch toll, wenn Männer und Frauen sich heutzutage die Erziehung der Kinder teilen und dadurch auch beide im Beruf bleiben können. Und viele Frauen legen es gar nicht mehr darauf an, jahrelang versorgt zu werden und nicht zu arbeiten, da sie genau wissen, dass sie, wenn sie zu lange aus ihrem Beruf heraus sind, nicht mehr wieder (Vollzeit) hineinkommen und dadurch finanziell für den Rest ihres Lebens dadurch nicht mehr auf die Beine kommen, ohne durch Partner oder im Falle einer Trennung durch den Staat bezuschusst zu werden oder auf sehr niedrigem finanziellen Niveau leben zu müssen.
 
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  • #8
@ Nr. 5

Das klingt fast so, als ob Du genau das Gleiche vorhättest wie die erste Frau von Nr. 2.
 
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  • #9
@6+7 - dachte ich mir schon, dass hier jetzt gleich der Aufschrei kommt. Nein, ich war und bin nicht eine solche Abzock-Ex. ABER ich bin Zweitfrau, finanziere mich auch zu 100 % selbst, bin also superpraktisch. Und ich bin verärgert, dass mein LG noch immer zahlen muss, sie die Kinder instrumentalisiert - und sie so Jahr für Jahr von seinem Verdienst nimmt - was wir für Zukunft und Rente zusammengelegt für unser Leben nutzen könnten. Ich arbeite Vollzeit und habe auch ein Kind, dass ich finanzieren muss - sie hingegen sitzt faul zu hause. Das meine ich mit: Wie fühlt sich deine 2. Frau. Ein Stück vom Kuchen ist einfach auch ein Stück gemeinsame Zukunft, die so verwährt wird, aber nach wie vor zur Ex fließt, damit sie ausgesorgt hat .
Er hätte es sicherlich verdient - kommen: Sie hat ihn betrogen und dann verlassen - aber er muss zahlen!

Gruß 5

[Mod. editiert]
 
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  • #10
Solange die Kinder auf die Mutter angewiesen sind, übernehme ich als Mann sehr sehr gerne die Versorgerrolle.
Sobald die Kinder in den KiKa gehen können, erwarte ich aber auch, dass meine Frau wieder arbeiten geht (meinetwegen auch nur 50-80%).
 
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  • #11
Ich könnt mich gerade wegrollen vor lachen.....

Bin selber kinderlose Zweitfrau und finanzier sogar seine Kinder mit weil deren Mutter sich im süßen Nichtstun übt und er mit einem Gehalt als alleinerziehender Vater und Hausfinanzierung nun mal einen schweren Stand hat.
Ich bin Akademize, habe 2 Mehrfamilienhäuser selber hart erarbeitet und finanziell gesund.

Mein eigener, komplett selbstgebackener Kuchen ist doch so viel schmackhafter als der den ich von irgendeinem Mann abknabbern könnte..........
 
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  • #12
Nichts für ungut, liebe FS, aber aus männlicher Sicht ist das was du mit deinem Mann vorhast einfach nur ein verdammt schlechtes Geschäft.
Überleg mal, wenn du mit diesem Mann keine Familie gründen würdest, was würde er dann vermutlich tun? Ja, richtig, Vollzeit arbeiten. Aber er kann sein ganzes Geld in sein Privatvergnügen stecken. Und wenn er nun eine Familie mit dir gründet? Ja, dann arbeitet er auch Vollzeit, hat aber persönlich weniger von seinem Geld, er muss ja dich und das Kind finanzieren, kommt aber auf der Gegenseite nur verhältnismäßig weniger zu dem Vergnügen, dem Kind ein Elternteil zu sein als du, schließlich fehlt ihm ja die Zeit. Du dagegen musst nicht mehr Vollzeit arbeiten und kommst dafür in den vollen Genuss des Elternseins. Wo soll das denn für einen Mann mit gesundem Verstand attraktiv sein? Eine normale Frau müsste einen Mann, der von sich aus vorschlägt sie zu versorgen eigentlich verlassen, da er ja offensichtlich nicht ganz sauber im Oberstübchen ist.

m,31
 
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  • #13
Ich kenne einen Mann, Mitte 30, der eben Vater geworden ist un d sich sehr in der Rolle des Versorgers gefällt, ohne daraus Macht auszuüben. Er liebt Frau und Kind und ist völlig überrascht von sienen Gefühlen und dass er diese Rolle so gern ausfüllt. Er istr Vater aus Leidenschaft und sieht sein Kind nicht als Minusposten auf dem Konto.
Allerdings wird er die Versorgerrolle nicht mehr lange innehaben, denn seine Frau befindet sich in einer wesentlich höherwertigen Ausbildung, die sie nach einer halbjährigen Auszeit fortgesetzt hat. Wenn sie anfängt zu arbeiten, wird er beruflich etwas zurückschrauben und stattdessen mehr Anteile an der Kinderbetreuung übernehmen. Dass er seiner Versorgerrolle dann auch überarbeiten muss, ist ihm klar und er denkt viel darüber nach, wie das dann sein wird - aber er geht gern in die neue Erfahrung, weil er an seiner Frau nicht nur die Schönheit, sondern auch die Klugheit liebt. Ihm beruhigt aber auch der Gedanke, dass die ganze Verantwortung dauerhaft nicht nur auf ihm lastet, sondern, dass sie sich das teilen.

Ich denke, eine Frau, die selbstständig ist und wirtschaftliche Unabhängigkeit anstrebt, sowie den Partenr in Haushaltsführung und Kinderbetreuung adäquat einbindet, ist für einen partnerschaftlich orientierten Mann attraktiver als ein Hausmuttchen.
 
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  • #14
Ich möchte gerne in den nächsten Jahren mit einem lieben Mann ein Familie gründen.
Nun würde ich gerne wissen, wie die Männer ihre Rolle aus Finanz. Versorger sehen.
Ich W25 arbeite im Pflegebereich und würde in der Rolle als Mutter die ersten Jahre bei Kind zuhause bleiben.
Also liebe Männer ... wie seht ihr das?
Definiere "erste Jahre". Elternzeit ja, gerne auch das erste Monat der Vater mit, aber dann empfände ich es als völlig reizlos, wenn die Frau nicht zumindest wieder versucht, eine Halbtagsstelle und Kindergarten unter einen Hut zu kriegen.
 
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  • #15
@2 - mal jetzt ganz ehrlich und offen: Deine 2. Frau ist doch superpraktisch - ihr habt Familie UND sie geht arbeiten. Deine erste Frau war es wert, versorgt zu werden - hier setzt du jetzt ganz andere Maßstäbe an. Wie fühlt sich deine 2. Frau dabei? Doch schon irgendwie betrogen, oder?
Ich weiß auch, dass die Versorgerrolle für Männer, die schon einmal abgezockt wurden, sehr belastend ist und sie daher NIE wieder eine Frau versorgen wollen. Vielen Dank also den Exxen, die den Mann mißbraucht und fertig gemacht haben. So hat die Zweitfrau nie im Leben eine Chance auch nur ein bißchen etwas vom Kuchen abzubekommen!
die Nr. 2: meine erste Frau war es nicht "wert", versorgt zu werden. Sie war und ist einfach faul und wollte deshalb "hochheiraten". Auch das hat sie auf wenig rühmliche Weise geschafft. Geliebt habe ich sie nie auch nur annähernd wie meine Frau. Natürlich würde ich mein letztes Hemd für meine Frau geben, liebenswert an ihr ist aber, dass sie weder darauf aus ist noch mich jemals ausgenutzt hat. Haushalt, Kinder und Arbeit managen wir gemeinsam, arbeiten tätglich gleich lang und haben Wochenenden. Früher habe ich zig Stunden in der Woche gearbeitet und meine Exfrau hat (natürlich war ihr langweilig) im Internet nach Männern gesucht. Übrigens verdient meine Frau mindestens so gut wie ich - in manchen Monaten besser.
 
  • #16
@FS ich kann nicht glauben, dass es heute noch 25jährige Frauen gibt, die so denken. Wo sind die jungen modernen Frauen? Die Elternzeit gerecht unter beiden aufteilen und dann so schnell wie möglich wieder in den Beruf. Ich kann nicht verstehen, wie man sich als Frau in eine derartige Abhängigkeit begeben will und auf seinen Beruf freiwillig verzichtet. w51
 
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  • #17
@FS ich kann nicht glauben, dass es heute noch 25jährige Frauen gibt, die so denken. Wo sind die jungen modernen Frauen? Die Elternzeit gerecht unter beiden aufteilen und dann so schnell wie möglich wieder in den Beruf. Ich kann nicht verstehen, wie man sich als Frau in eine derartige Abhängigkeit begeben will und auf seinen Beruf freiwillig verzichtet. w51
Naja, im Pflegebereich zu arbeiten ist ein sehr harter Job. Die junge Frau scheint nicht doof zu sein, aber sie könnte sich ja auch einen älteren Mann mit viel Geld nehmen. So hätte sie sicherlich gute Chancen eine Familie zu gründen, weil der ältere Mann dann eine Pflegekraft im Haus und gleichzeit bewiesen hat, was er für ein toller Hecht ist, der eine junge Frau noch abbekommen hat und noch Kinder zeugen konnte.

Ich denke aber, es gibt genug junge und dumme Männer, gerade in den konservativen Bundesländern, die so eine Frau mit der Ausbildung mit Handkuss nehmen und das alte Familienspiel spielen wollen. Ich wünsche, dass alles gut wird.

w 49
 
  • #18
Letztlich ist es eine private Sache, welches agreement zwei Menschen treffen. Manche Menschen finden diese Form von Arbeitsteilung gut und sinnvoll. Wichtig für eine Gesellschaft finde ich, dass Frauen und Männer grundsätzlich alle Möglichkeiten haben zu wählen und nicht bspw. gezwungen sind Hausfrau zu sein.

Ich würde Dir allerdings raten, liebe Fs, wenn Du zu Hause bleibst, dann sorge dafür, dass Du auch abgesichert bist: Heiraten, Risikolebensversicherung und am besten noch ein Standbein in der Klinik (Du kannst ja Deinen Vertrag auf 15% runterfahren; im Krankenhausbereich ist dies meist problemlos möglich), so dass Du im Falle einer Trennung oder im Todesfall wieder zügig Vollzeit arbeiten kannst und nicht Hartz 4 beziehen musst. Viel Glück bei der Partnerfindung!
 
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  • #19
die Nr. 2: meine erste Frau war es nicht "wert", versorgt zu werden. Sie war und ist einfach faul und wollte deshalb "hochheiraten". Auch das hat sie auf wenig rühmliche Weise geschafft. Geliebt habe ich sie nie auch nur annähernd wie meine Frau.
Aha, und warum hast Du sie dann überhaupt geheiratet? Männer heiraten gern nach unten, weil das nicht so anstrengend ist, wie die Beziehung zu einer selbstständigen Frau, aber die Konsequenzen wollen sie beim scheitern nicht tragen. Mann muss auch selber in der Lage sein, eine partnerschaftliche Beziehung zu führen. Es ist so furchtbar einfach, eine falsche Partnerentscheidung zu treffen und dann zu jammern, wie schlecht der andere ist, was für ein finanzieller oder emotionaler Abzocker.

die Nr. 2: liebenswert an ihr ist aber, dass sie weder darauf aus ist noch mich jemals ausgenutzt hat. Haushalt, Kinder und Arbeit managen wir gemeinsam, arbeiten tätglich gleich lang und haben Wochenenden. Übrigens verdient meine Frau mindestens so gut wie ich - in manchen Monaten besser.
Jemanden nicht auszunutzen finde ich nicht liebenswert, sondern eine Selbstverständlichkeit. Warum hast Du Dir nicht beim ersten Mal so eine Frau gesucht, wenn Du so viel Wert darauf legst? Schon klar, dass die Zweitfrau Klasse ist. Die Frage ist, warum war die partnerschaftliche Beziehung in der ersten Ehe nicht möglich - Es gehören immer 2 zum scheitern einer Ehe.

Ich finde es überraschend, wie viele Männer, Kinder ausschließlich als Kostenfaktor sehen und nicht als ihr Kind, schon bevor es da ist , bzw. nach gescheiterter Beziehung und darauf fokussieren, bloss nicht zahlen zu müssen. Hallo Leute, es geht um Eure Kinder, die es bleiben und für die Ihr unterhalts-, umgangs- und auch erziehungspflichtig seid, auch wenn die Ehe gescheitert ist. Was können die armen Kinder dafür, dass Ihr mit Eurer Partnerin/Eurem Partner keine langfristige Beziehung führen konntet? Diese Ablehnung verletzt die Kinder zutiefst in ihrem Selbstwertgefühl, belastet sie und ihre eigenen Beziehungen ein Leben lang.

Jede Frau ist gut beraten, frühzeitig in ihren Beruf zurückzukehren und sukzessive die Stundenzahl entspechend der Entwicklung des Kindes zu erhöhen, sich beruflich weiterzuentwicklen. Und jeder Mann ist gut beraten, seine Frau in Haushalt und Kindererziehung zu unterstützen, damit sie das auch tun kann.
Wer als Mann meint, Karriere machen zu müssen, sich deswegen aus der Familie zurückzieht, Kinder und Frau emotional und sozial nicht unterstützt, kann hinterher nicht jammern, wenn er die wirtschaftlichen Folgen davon zu tragen hat (Unterhaltszahluneg, aber kein Kontakt zu den Kindern).
 
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  • #20
@18: Ja, warum habe ich meine erste Frau geheiratet? Stimmt, ich war blöde und gutmütig. Sie war im ersten Monat der Beziehung schwanger und hatte mir abwechselnd mit Abtreibung und Selbstmord gedroht, wenn ich sie nicht heirate. Von der Schwangerschaft erzählt hatte sie mir sofort nachdem ich ihr gesagt hatte, dass es mit uns keine Zukunft hat. Und warum war sie schwanger? Weil sie mich mit Tränen vom Gebrauch eines Kondoms abgehalten hatte (ich bin doch gesund, Du vertraust mir einfach nicht, ich nehme die Pille, ich würde nie einen Mann in die Pfanne hauen). Ich wollte nie "nach unten heiraten" und bequem ist es absolut nicht, ständig den "Alleinunterhalter" zu spielen und keine vernünftigen Gespräche führen zu können. Es legen nur viele Frauen (aus verständlichen Gründen) darauf an und früher waren Männer in dieser Hinsicht noch dümmer. Es ist für viele Frauen Lebensplan, den einfachen Beruf ganz sausen zu lassen und sich allmählich in die Ehe und aus dem Beruf zu schleichen.
 
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  • #21
Nichts für ungut, liebe FS, ... Und wenn er nun eine Familie mit dir gründet? Ja, dann arbeitet er auch Vollzeit, hat aber persönlich weniger von seinem Geld, er muss ja dich und das Kind finanzieren, kommt aber auf der Gegenseite nur verhältnismäßig weniger zu dem Vergnügen, dem Kind ein Elternteil zu sein als du, schließlich fehlt ihm ja die Zeit.
Vorübergehend wird der Mann wohl ein bisschen die Versorgerrolle übernehmen müssen. das Kind ist ja auch seins, nicht nur das von der Frau, also 100% sein Privatvermögen wird er so oder so nicht behalten können..Vielleicht hab ich dein Kommentar falsch verstanden, aber der Mann kann nicht Stillen, also rein daher ist die Mutter eher am Zug beim Kind zu bleiben (klar man kann auch absaugen und ins Fläschchen geben)

Ich persönlich würde gerne die Elternzeit (in Italien sind es 5 Monate Pflicht für die Mutter, plus 9 Monate wenn man will, kann aber auch vom Vater genommen werden) nehmen um mich um das Kind zu kümmern. Allerdings sehe ich hier die Arbeitgeber in der Pflicht auch einzusehen, dass Mütter gute Mitarbeiterinnen sind und dass die zukünftigen (und kaufkräftigen Kunden) eben auch geboren werden müssen. Es erarbeiten sich nicht viele von Hartz IV zu einem gut bezahltem Job.
Die Politik hat in dieser Hinsicht meiner Meinung nach versagt.
 
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  • #22
Ich finde es überraschend, wie viele Männer, Kinder ausschließlich als Kostenfaktor sehen und nicht als ihr Kind, schon bevor es da ist , bzw. nach gescheiterter Beziehung und darauf fokussieren, bloss nicht zahlen zu müssen. Hallo Leute, es geht um Eure Kinder, die es bleiben und für die Ihr unterhalts-, umgangs- und auch erziehungspflichtig seid, auch wenn die Ehe gescheitert ist
bin die #11.

Ich finde das reichlich unredlich von dir. In dieser Fragestellung geht es um Männer in der Versorgerrolle. Das bedingt, dass es vornehmlich um materielle Aspekte und, jetzt halte dich fest, die Kosten geht. Wir reden über eine Frage u.a. zu materiellen Dingen. Wie kannst du dann den Männern einen Strick daraus drehen, dass sie dieses Thema aufgreifen?

Es ist doch gerade der Kern der Fragestellung: Die FS fragt, wer von den Männern gerne die Versorgerrolle spielen würde, also sich hauptsächlich auf das materielle Wohlergehen der Familie konzentrieren würde, während Frau und Kinder die Zeit haben, ein inniges Verhältnis zu leben. Ansicht vieler Männer: warum sollen nur sie das Geld ranschaffen, während die Frau das Familienglück erleben darf (das auch stressig ist, ich weiß, aber darum geht es nicht)? Vielleicht um dann am Ende festzustellen, dass man emotional eigentlich gar nicht gebraucht wird, da über Jahre hinaus marginalisiert?

m,31
 
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  • #23
Die Versorgerrolle ist für einen Mann gänzlich unattraktiv. Es spricht eigentlich so ziemlich jeder relevante Aspekt gegen diese Rolle:

a)
Ein Mann mit Ambitionen als Versorger zieht schlichtweg die falschen Frauen an. Er passt dann wie perfekt in das Beutemuster von Frauen, die nach oben heiraten wollen um sich in (und ggf. auch nach) der Ehe versorgen zu lassen.

b)
Das Versorgenlassen belastet (wieder Erwarten) auch die Frau. Eine junge Frau mag es noch "chillig" finden, mit viel Freizeit zuhause zu sitzen, ohne dem Druck des Erwerbslebens ausgesetzt zu sein. Zu viel dolce far niente schädigt jedoch das Selbstbewusstsein enorm.
Frauen schätzen es im Nachhinein nicht, dass sie versorgt wurden. Typischerweise klagen sie im mittleren Alter, sie hätten auf Druck ihres Mannes hin eine brillante Karriere opfern müssen.

c)
Die Ehe leidet. Die Frau räumt das Frühstücksgeschirr in die Spülmaschine und schaut danach schon vormittags die Talkshows im Fernsehen. Der Mann kommt spät am Tag gestresst von der Arbeit.
Die Frau klagt, der Mann würde nichts tun, um ihr Selbstwertgefühl aufzubauen - und ohnehin gehe es ihm zu schwer von der Hand, das Geld für die Familie zu verdienen. Unverschämt von ihm sei es, nach dem Arbeiten so erschöpft zu sein.
Der Mann klagt gleichsam, dass die Frau kein Verständnis für ihn habe. Das tut beides natürlich einer Partnerschaft nicht gut.

d)
In einer Versorgungsehe ist die Scheidung sehr viel attraktiver. Beim gegenwärtigen Entwicklungsstand des Familienrechts hängt der finanzielle Vorteil, den die Frau aus einer Scheidung zieht, nahezu ausschließlich von zwei Faktoren ab. Zum einen davon, ob die Frau nach oben geheiratet hat. Zum anderen davon, ob sie sich zuhause versorgen ließ. Beides steigert die finanzielle Attraktivität einer Scheidung gewaltig. Entsprechend leidet die Stabilität der Ehe.

Seien wir mal realistisch: Es mag durchsetzungsschwache Männer geben, die sich als Versorger breitschlagen lassen. Auch mögen vereinzelt noch Ecken von extremem Konservativismus bestehen. Bei Lichte besehen, sind aber Ambitionen zu heiraten und sich dann versorgen zu lassen schlichtweg nicht mehr zeitgemäß.

m (39)
 
  • #24
Die Versorgerrolle ist für einen Mann gänzlich unattraktiv. Es spricht eigentlich so ziemlich jeder relevante Aspekt gegen diese Rolle
Die von Dir genannten Aspekte sind (nur) teilweise nachvollziehbar. Aber was doch heutzutage, realistisch betrachtet, am häufigsten gegen das Alleinverdienermodell spricht ist:
ein Einkommen reicht meistens nicht aus. In der Regel müssen beide arbeiten um ihre Familie durchzubekommen.

In meinem Freundeskreis/ Bekanntenkreis sind hauptsächlich Akademiker. Wenn Kinder da sind, arbeiten in der Regel beide recht schnell wieder, weil es schlichtweg nicht anders geht.
Ich genieße mein Glück nur 30h/Monat arbeiten zu müssen, aber ich weiß, dass solche Konstellationen heutzutage die absolute Ausnahme sind! Paare mit Kindern zahlen in der Großstadt eine überteuerte Wohnung ab oder müssen irgendwie 1400€ Kaltmiete, 400€ für 2 Autos (oder Jobtickets) und 500-800€ für die Kinderbetreuung sowie Lebenshaltungskosten (für 2 Erwachsene und 2 Kinder locker 1200€), Altersvorsorge, Sparen, Urlaube etc., aufbringen. Insofern ist die sog. Alleinverdienerehe mittlerweile ohnehin in der Realität faktisch kaum noch anzutreffen. Früher habe ich es auch anders gesehen: aber mir tun die Familien, die ihre vier Monate alten Kinder in fremde Hände (für 6h oder mehr am Tag) abgeben müssen, mittlerweile echt leid. Wenigstens in den ersten 2-3 Lebensjahren sollte die realistische Möglichkeit bestehen beruflich kürzer treten zu können, ohne dass der Pleitegeier über einem kreist oder man gesellschaftlich dafür mißachtet wird.
 
  • #25
Ich kann das mit der "Versorgerrolle" nicht mal im Ansatz nachvollziehen. Okay, ich habe ostdeutschen Background - da kennt man das entweder gar nicht oder weniger.
Natürlich soll eine Frau ihren Mutterschutz nehmen und von mir aus auch ab dem ersten oder dritten Lebensjahr des Kindes Teilzeit arbeiten. Aber gar nicht?
Da würde mir zum einen massiv etwas fehlen: Sinnstiftung, Anerkennung, das Gefühl, etwas Nützliches geschaffen zu haben und - nicht zu vergessen, beruflicher Anschluß und Kommunikation. Wenn man als junge Mutter nicht gerade einen weiblichen Freundeskreis im selben Alter mit Kleinkind hat, kann es sehr schnell sehr öde werde. Ich spreche aus Erfahrung.
Für mich wäre es undenkbar, finanziell von einem Mann abhängig zu sein. Ich würde Dir gut zuraten, diese Zeitspanne zu limitieren.
 
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  • #26
Vorübergehend wird der Mann wohl ein bisschen die Versorgerrolle übernehmen müssen. das Kind ist ja auch seins, nicht nur das von der Frau, also 100% sein Privatvermögen wird er so oder so nicht behalten können..Vielleicht hab ich dein Kommentar falsch verstanden, aber der Mann kann nicht Stillen, also rein daher ist die Mutter eher am Zug beim Kind zu bleiben (klar man kann auch absaugen und ins Fläschchen geben)
Bin #11
Ich wurde nie gestillt, aus mir ist auch was geworden. Aber klar, natürlich zieht dein Argument mit dem Stillen schon. Ich meinte auch nicht die ersten paar Monate nach der Geburt sondern bezog mich allgemein auf die Rolle als Familienfinancier, und das womöglich noch langfristig. Deswegen stimme ich dir in deinen Ausführungen zu und sehe darin keinen Widerspruch zu meinen.
 
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  • #27
Ich finde es immer interessant, wie hier ganz viele Männer selbstverständlich gegen die Versorgerrolle sind, dabei weiß jeder, dass im realen Leben die große Mehrzahl der Ehen auf genau diesem Prinzip basiert! Allein schon wegen der "Rabenmutter", die nach wie vor ganz fest in den Köpfen vieler (West)-Deutscher verankert ist.
In 90% der Ehen mit Kindern ist doch der Mann der Hauptverdiener und die Frau arbeitet Teilzeit bzw. auf geringfügiger Basis, man will schließlich keine Rabenmutter sein, sondern verdient eben ein wenig "dazu", aber das Haupteinkommen kommt definitiv vom Mann. Es gibt doch kaum Vollzeit arbeitende Mütter (von kleinen Kindern) oder wieviele davon kennt Ihr persönlich?!
Da muss man doch nur mal an eine x-beliebige Grundschule gehen und fragen, welche Mutter Vollzeit arbeiten geht - der Anteil wird verschwindend gering sein.
Somit lebt die große Mehrzahl der Deutschen in "Versorgungsehen", eine Teilzeit-bzw. Minijob-Mutter ist nämlich fast genauso abhängig vom Mann wie eine "Nur-Mutter".
 
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  • #28
Es gibt doch kaum Vollzeit arbeitende Mütter (von kleinen Kindern) oder wieviele davon kennt Ihr persönlich?!
Warum so aggressiv?

Ich denke du hast einen Punkt deutlich gemacht, nämlich dass in der Fragestellung bislang nicht genügend differenziert wurde. Geht es um dauerhafte Versorgung? Geht es um Versorgung bis zu einem gewissen Alter der Kinder? Wenn ja, wie lange?

Ich kenne tatsächlich wenige Mütter mit Kleinkindern, die Vollzeit arbeiten. Wenn es dann allerdings um Kinder im Grundschulalter geht, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.

Langfristig gesehen: Von meinen 10 Kolleginnen arbeiten 8 Vollzeit. Ja, ich weiß, die Erwerbsquote der Frauen ist immer noch ein Witz im Vergleich zu der der Männer, aber immerhin. Kleinere Kinder hat von meinen Kolleginnen nur eine, aber auch sie arbeitet voll.
Die Möglichkeiten zur Ganztagesbetreuung an Schulen sind noch lange nicht perfekt, aber inzwischen immerhin halbwegs flächendeckend vorhanden.

Ich finde es immer interessant, wie hier ganz viele Männer selbstverständlich gegen die Versorgerrolle sind, dabei weiß jeder, dass im realen Leben die große Mehrzahl der Ehen auf genau diesem Prinzip basiert!
Das heißt also, Männer sind der gesellschaftlichen Entwicklung meilenweit voraus. q.e.d. ;-)
 
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  • #29
Es ist ja erwiesen, dass Männer es gar nicht mögen, wenn die Frau mehr verdient bzw. finanziell unabhängig ist (z.B. durch reiche Eltern) - wenn der Mann also nicht "gebraucht" wird. Ich denke, dass viele Männer auch im Jahr 2013 durchaus die Versorgerrolle genießen (zumindest am Anfang), weil sie dadurch in eine Machtposition gelangen.
Natürlich würde dies nieee einer öffentlich zugeben, aber das Motto "Wer zahlt, hat das Sagen!" spricht immer noch einige Männer an.
 
  • #30
Da muss man doch nur mal an eine x-beliebige Grundschule gehen und fragen, welche Mutter Vollzeit arbeiten geht - der Anteil wird verschwindend gering sein.
Somit lebt die große Mehrzahl der Deutschen in "Versorgungsehen", eine Teilzeit-bzw. Minijob-Mutter ist nämlich fast genauso abhängig vom Mann wie eine "Nur-Mutter".
Dem kann ich nicht zustimmen. In Ostdeutschland ist der Anteil definitiv hoch. Es gibt aber auch gute Ganztagesschulen und das Wort "Versorger" existiert hier einfach nicht im Sprachgebrauch.

Angenehm.