• #61
Ich kann mir auch wirklich keinen Grund vorstellen, weshalb ein solches aufbrausendes Verhalten überhaupt nötig wäre.
Ich grinse gerade vor mich hin ... nicht böse gemeint.
Drama als grosse Oper - das können Italienerinnen. Ich glaube fast, die lernen das von ihrer Mama. So manche Russin oder Spaanierin kommt da fast ran .....
Es ist eigentlich ganz einfach .... das ist quasi ein Gewitter, das sich entlädt. Brauchen manche Frauen einfach ... manche Männer auch.
Zu deutsch - lass sie 5 Minuten ihre Show abziehen, dann sind sie eh müde. Dann haust du ordentlich auf den Tisch, schaust sie streng an, sagst laut und bestimmt "Basta" oder "Schluss jetzt" , lässt sie 10 Minuten schmollen .... und dann kommt die Belohnung: Der Versöhnungssex ist nur geil.

Du kannst das wie ein Ritual sehen - ja nicht ihre Show stören, einfach machen lassen und das Geschreie sofort vergessen. Geklärt wird nach dem Sex .... im Endeffekt geht das schneller und reibungsloser als komplizierte Dauerdiskussionen das je könnten.
Solange das nur alle paar Monate mal passiert betrachte ich das einfach als Folklore ....
 
  • #62
Für mich hat auch jeder erstmal einen Grundrespekt bei mir und es gehört schon einiges dazu, den bei mir zu verlieren und trotzdem kann mir jemand zu weich sein.
Genauso wie ich dem einen zu wenig oder dem anderen zuviel Stirn biete.

In ganz jungen Jahren hat mal jemand mit mir Schluss gemacht, weil ich zu lieb wäre.
Gleichzeitig kann mir auch schon mal kurz der Kragen platzen und ich fluche, während mein innere Mediator, geknebelt in der Ecke liegt.

Der Junge von damals, lebt seit Jahren mit einer Frau, wie ich nicht sein will.
Und wenn ich die 2x im Jahrhundert sehe, finde ich ihn jämmerlich obwohl er bei anderen Frauen echt hart war.

Und für den einen wäre ich zu hart oder mir jemand zu weich, der nur sanft in ruhigen Gesprächen, bei Tee etc....
Also wichtige Dinge sicher in Ruhe aber bitte tot umfallen wenn mal ein Pieps laut wurde oder alles ausdiskutieren
Der könnte mich erst recht bekloppt machen
Das heisst aber nicht, dass ich diesen Menschen nicht respektiere, er passt nur nicht.
Und wenn ich mal fluche, pass ich nicht
Deshalb würde ich bei den Themen auch bei einer Trennung, nicht sagen, dass ich jemanden nicht respektiere.

Und ich musste 15 Jahre die Spinnen und anderes Getier raustragen ohne den Respekt vor meinem Exmann dadurch verloren zu haben

Deshalb ist für mich der Punkt eher: halte ich meine Werte für Respekt selbst ein?!
Sagt jemand er hat keinen Respekt vor mir, reflektiere ich das aber bin ich in meinem Rahmen ok, dann passt dieser Mensch nicht ohne das ich mit mir hadern muss
 
  • #63
Du kannst das wie ein Ritual sehen - ja nicht ihre Show stören, einfach machen lassen und das Geschreie sofort vergessen.
Du - ja.

Aus der Sicht eines Kindes?
Eifersuchtsszenen, Beschimpfungen, Geschrei, Geheule, Riesentheater - ohne Anlass. Regelmäßig...
Wunderbar. Nie vergessen.
Der dazugehörige Mann relativ gelassen, der Zuschauer.
Zur Dramaqueen gehört das Pendant.
Seinen Frust hat er dann an der
Tochter abgearbeitet, mit Gürtel, Weidenruten, Fäusten - so kann eine Ehe wunderbar stabil sein.

W, 50
 
  • #64
lass sie 5 Minuten ihre Show abziehen, dann sind sie eh müde. Dann haust du ordentlich auf den Tisch, schaust sie streng an, sagst laut und bestimmt "Basta" oder "Schluss jetzt" ,
Klar, wenn das beide anturnt, dann müssen die das wohl so machen. ^^

Ich glaube aber, dass es auch die Dramatiker gibt, die dann im Anschluss nicht das viel beschworene "Temprament" aufweisen im Bett.
Wenn Frau sich nach so einem Streit und strengem "Basta" danach unterwürfig flachlegen lässt, sei es gegönnt. Aber hat das was mit Respekt vor der Frau zu tun? Im Gegenteil wird eine solche Frau dann nicht wirklich ernst genommen, wenn man sich dann schon auf den Versöhnungssex freut.

Wie gesagt, evtl braucht der Ex der FS das ja, dass er sich irgendwo reiben kann. Dass was "los ist in der Bude". Evtl gäbe ihm das dann eher einen gewissen Überlegenheits-Kick, wenn sie "ihm die Stirn" bietet und er sie dann doch wieder herumbekommt. Evtl braucht er das Drama (Temprament), damit er merkt, dass er noch da ist und beachtet wird.

Ich würde zum Beispiel einen Choleriker nicht als tempramentvoll einstufen und deshalb guten Sex erwarten, weil er besonders laut brüllt.
Das würde dann doch eher nerven mit der Zeit.

im Endeffekt geht das schneller und reibungsloser als komplizierte Dauerdiskussionen das je könnten.
Ja also da bin ich auch dafür, dass man bei drohenden Streitigkeiten lieber Sex haben sollte.

Irrationaler Weise würde mich ein männlicher Russe auch mal interessieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #65
Nee, so stimmt das nicht. Es kann sein, muss aber nicht. Genau wie bei den nicht-ruhigen Menschen.
Grundsätzlich kommen wir alle mit gleichem Bausatz an Emotionen zu Welt und lernen erst in der Familie, damit umzugehen. Wenn man ruhige Menschen genau beobachtet, dann merkt man zwei Typen - die einen hatten emotionale Eltern und sind selber emotional ausgebrannt, wollen ihre Ruhe und bei kleinster Gefühlsregung rennen weg, weil "o Mann, nicht schon wieder". Die anderen haben zwar Gefühle, aber wurden gezwungen, sich zusammenreissen zu müssen und reagieren dann ehe passiv - aggressiv - sie sind nach außen ruhig und sachlich, machen aber spitze Bemerkungen, oft wie du sagst, wenn das Gegenüber sein schwaches Moment hat oder zeigen grundsätzlich auf die oder andere Weise ihre Macht und Überlegenheit. Die wirklich ruhige Menschen sind die, die innerlich gelassen sind und mir sich zufrieden, solche Menschen haben aber kein Problem auch laut zu werden oder ihre Gefühle zu zeigen oder mit emotionalen Menschen umzugehen. Sie sind aber extrem selten, überwiegende Zahl der "ruhigen" Menschen schleppt irgendwelche Traumas mit sich rum und betreibt entweder Vermeidungstaktik oder passiv - aggressives Verhalten.
 
  • #66
Sie sind aber extrem selten, überwiegende Zahl der "ruhigen" Menschen schleppt irgendwelche Traumas mit sich rum und betreibt entweder Vermeidungstaktik oder passiv - aggressives Verhalten.
Aber das trifft doch genauso zu auf die Leute, die "nicht ruhig" sind.

Ich würde sagen: Es gibt den ... wie soll man das nennen? ich nenne es mal "gesunden" Zustand emotionalen Welt und den "nicht-gesunden". Und beim "nicht-gesunden" kommen die Emotionen, weil sie auf irgendeine Weise als schlecht, klein, demütigend, abhängig-machend usw. empfunden werden, verdreht raus. Ob nun laut oder leise, hängt doch vom Menschen ab, also von seinem Wesen.
Der eine flippt aus, schreit und schmeißt Gegenstände herum, der andere frisst in sich hinein. Manchmal gibt es auch die, die so lange in sich hineinfressen, bis sie alle paar Wochen ausflippen und dann schreien und mit Gegenständen werfen. Oder eben plötzlich eine gemeine Bemerkung machen.

Die wirklich ruhige Menschen sind die, die innerlich gelassen sind und mir sich zufrieden, solche Menschen haben aber kein Problem auch laut zu werden oder ihre Gefühle zu zeigen oder mit emotionalen Menschen umzugehen.
Genau. Sie sind in Kontakt mit ihrer Gefühlswelt, fühlen sich ihnen nicht ausgeliefert, fürchten sich nicht davor, können auch dazu stehen und verletzen andere nicht mutwillig. Sie können ihre Grenzen verteidigen und nehmen wahr, wenn ein anderer verletzt ist.
Ihnen ist auch bewusst, wenn ein anderer sie verletzt, und sie können rausfinden, woran das liegt, statt auszuflippen, Nebenschauplätze zu suchen und sich an anderen abzureagieren oder sich vor den Rechner zu setzen und gehässige Kommentare zu schreiben oder ...
So würde ich das jedenfalls definieren.

Ich sehe das so: WIE ein Mensch mit seinen eigenen Emotionen und eben auch Aggressionen umgeht, ist wesensabhängig. Ob er gesund oder ungesund damit umgeht, hängt vom Reifegrad ab. Ungesund äußert sich in Ausflippen und In-sich-Hineinfressen gleichermaßen verdreht.
 
  • #67
Ohne all die anderen Antworten gelesen zu haben nur ganz knapp:

Respekt von anderen bekommt man, indem man sich zuallererst selbst respektvoll behandelt.

Indem man sich selbst wertschätzt und entsprechend wertvoll behandelt.

Du schreibst, dass er eigentlich unter deiner Würde ist. Mal angenommen, ist es tatsächlich so:

Denkst du, dass merkt und weiß er nicht?

Dennoch gibst du dich mit ihm ab. Er wird sich fragen, warum das so ist, ob du keinen anderen bekommen kannst, woran es liegt, dass du jemanden nimmst, der unter deiner Würde ist, ob oder was mit dir nicht stimmt wenn du deine berechtigten Ansprüche herunter schraubst., obwohl du ja was besseres bekommen könntest.

Er sieht dann also, dass du dich selbst respektlos behandelt.

Warum sollte er dir dann entsprechend mehr Respekt entgegenbringen?

Ganz im Gegenteil wird er wahrscheinlich eher versuchen zu testen, wo deine Grenze ist, wie weit du bereit bist, diese nach unten zu verlegen.

Mag sein, dass du vielleicht im Leben eine toughe Frau bist, die sich durchsetzen kann.

In der Liebe mangelt es dir aber ganz erheblich am Selbst-wert-gefühl. Daran kannst du arbeiten.

Mit einem guten Selbstwertgefühl wärst du dir zu schade, dich mit einem Mann abzugeben, der deiner nicht würdig ist.
Denn dann hättest du auch rein tatsächlich andere und bessere.
 
  • #68
Ich sehe das so: WIE ein Mensch mit seinen eigenen Emotionen und eben auch Aggressionen umgeht, ist wesensabhängig. Ob er gesund oder ungesund damit umgeht, hängt vom Reifegrad ab. Ungesund äußert sich in Ausflippen und In-sich-Hineinfressen gleichermaßen verdreht.
Liebe Void,

Im kompletten Post bei Dir.

Wie jemand ihre/seine Emotionen nach außen ausdrückt, ist persönlichkeitsabhängig.
Es mag jede*r eine "Grundausstattung an Emotionen" (Zitat @realwoman ) mitbekommen haben, aber nicht nur das, sondern sehr viel mehr Facetten an Persönlichkeit - siehe Zwillingsforschung und andere Forschungen.
Der Mensch ist nicht gleich bei der Geburt, sie/er hat eine Persönlichkeit.
Und dann kommen die Einflüsse der Eltern, der sozialen Umgebung, Peer Group, Erfahrungen...

Und so gehen unterschiedliche Menschen aufgrund ihrer unterschiedlichen Persönlichkeit mit Emotionen unterschiedlich um.
Ein introvertierter Mensch macht das anders der Ials ein extrovertierter Mensch, der eher rationale Typ anders als ein eher emotionaler Typ.
Gesund - ungesund kann man daraus nicht folgern.

Ich halte es aber für sehr gesund, wenn man einen Menschen gegenüber hat, der in einer für einen selbst inadäquaten Weise mit Gefühlen umgeht, dass man dann den Kontakt beendet. Ich brauche keine Ausraster, kein Drama, keine Choleriker.

Wenn mir der explodierende, impulsive Typ nicht gut tut, gehe ich - meine Grenze, sehr gesund.
Wenn jemand nur schweigt - Kommunikation nicht möglich ist, dann gehe ich genauso.
Wenn es in die Beziehungsdynamik passt - ok, dann brauchen es beide.

Nur einem gelasseneren Typ das immer gleich zu unterstellen
überwiegende Zahl der "ruhigen" Menschen schleppt irgendwelche Traumas mit sich rum und betreibt entweder Vermeidungstaktik oder passiv - aggressives Verhalten.
ist dreist und falsch.

Man muss auch als ruhigerer Typ nicht "lernen", mit lauten Typen umzugehen, man lernt hoffentlich die gesunde Abgrenzung - auch eine Art Umgang.

Ich sehe viel weniger passiv-aggressive Menschen als aktiv-aggressive.

W, 50

@Joggerin, sorry - das war ein anderer Thread...
 
  • #69
Ohne all die anderen Antworten gelesen zu haben nur ganz knapp:

Respekt von anderen bekommt man, indem man sich zuallererst selbst respektvoll behandelt.

Indem man sich selbst wertschätzt und entsprechend wertvoll behandelt.

Du schreibst, dass er eigentlich unter deiner Würde ist. Mal angenommen, ist es tatsächlich so:

Denkst du, dass merkt und weiß er nicht?

Dennoch gibst du dich mit ihm ab. Er wird sich fragen, warum das so ist, ob du keinen anderen bekommen kannst, woran es liegt, dass du jemanden nimmst, der unter deiner Würde ist, ob oder was mit dir nicht stimmt wenn du deine berechtigten Ansprüche herunter schraubst., obwohl du ja was besseres bekommen könntest.

Er sieht dann also, dass du dich selbst respektlos behandelt. Warum sollte er dir dann entsprechend mehr Respekt entgegenbringen?

Wenn du beruflich erfolgreich bist erkennt er dies vielleicht mit dem Sprechen im Respekt an aber eben nur hinsichtlich diese beruflichen Leistung wenn du dich privat dir selbst gegenüber respektlos verhältst gibt es da nichts anzuerkennen.

Ich denke, das muss man entsprechend differenzieren.


Ganz im Gegenteil wird er wahrscheinlich eher versuchen zu testen, wo deine Grenze ist, wie weit du bereit bist, diese nach unten zu verlegen.

Mag sein dass du vielleicht im Leben eine toughe Frau bist, die sich durchsetzen kann.

In der Liebe mangelt es dir aber ganz erheblich am Selbst-wert-gefühl. Daran kannst du arbeiten.

Mit einem guten Selbstwertgefühl wärst du dir zu schade, dich mit einem Mann abzugeben, der deiner nicht würdig ist.
Denn dann wüsstest du dass du auch rein tatsächlich andere und bessere haben könntest und hättest den auch.