• #1

Wie bekomme ich Respekt in Partnerschaft

Hallo alle zusammen,

seit einiger Zeit muss ich (w/30) immer wieder über das Thema Respekt in der Partnerschaft nachdenken. Vor allem, wann Männer Respekt vor einer Frau haben.

Dazu folgende kurze Hintergrundgeschichte: Mein Ex-Freund hat vor paar Jahren mit mir Schluss gemacht. Erst nach der Trennung habe ich erfahren, was seine Gründe dafür waren. Unter anderem hatte er keinen Respekt vor mir. In der Beziehung hatte er mir aber selbst gesagt, dass ich eine der wenigen Personen in seinem Leben sei, vor denen er wirklich Respekt hat. Ich war natürlich verwirrt, da mir diese Ausagen doch sehr wiedersprüchlich vorkamen. Also habe ich ihn (nach der Trennung) zur Rede gesellt, weil ich einfach wissen wollte, was Sache ist. Bei diesem Gespräch hat er gesagt, kein Respekt sei zuviel gesagt. Er hatte mich schon sehr respektiert, einfach für den Menschen der ich war/bin (Persöhnlichkeit), und das er mich sehr interessant findet. Der fehlende Respekt kommt daher, dass ich ihm nicht genug die Stirn geboten hätte. Ich bin grundsätzlich einfach ein entspannter Menschentyp und werde nicht so schnell wütend oder aufbrausend/agressiv und bleibe eher entspannt oder ruhiger (was er durchaus auch an mir bewundert hat). Gleichzeitig kann ich jedoch auch meine Meinung sagen, oder wenn mir was missfällt, nur mache ich das eben in einem "normalen" Tonfall, ohne zur super Zicke oder Diva zu mutieren.

Und jetzt Frage ich mich, ob Männer (ich weiß man kann nicht alle über einen Kamm scheren) nur Respekt vor "zickigen"/"meckernden" Frauen haben können? Und auch, wie viel Respekt von männlicher Seite da sein muss, damit eine Frau ernsthaftes "Beziehungsmaterial" ist? Da ja laut eigener Aussage meines Ex-Freundes der Respekt in anderen Bereichen da war....

Ich will dieses Respektthema bei Männern gerne verstehen, damit ich einfach daraus lernen kann für die Zukunft. Und, weil ich schon oft gehört und gelesen habe, das es grade bei Männern ganz wichtig ist Respekt vor einer Frau zu haben, damit eine langfristige Beziehung überhaupt möglich ist und Liebe entstehen kann.

Wäre super, wenn ein paar Männer hier ihre Meinung, wovor ihr Respekt habt bzw. wann ihr eine Frau respektieren könnt teilen würdet :)
 
  • #2
Der fehlende Respekt kommt daher, dass ich ihm nicht genug die Stirn geboten hätte. Ich bin grundsätzlich einfach ein entspannter Menschentyp und werde nicht so schnell wütend oder aufbrausend/agressiv und bleibe eher entspannt oder ruhiger (was er durchaus auch an mir bewundert hat). Gleichzeitig kann ich jedoch auch meine Meinung sagen, oder wenn mir was missfällt, nur mache ich das eben in einem "normalen" Tonfall, ohne zur super Zicke oder Diva zu mutieren.
Ich vermute, dass ihm Emotionen gefehlt haben. "Ruhige" Menschen sind oft langweilig, weil sie unter anderem sich zusammenreißen, weil sie nicht anecken wollen um der lieben Harmonie. Männer stehen nicht auf attraktive Frauen, sie stehen auf weibliche Energie und die bietet Vielfalt an Emotionen, mal traurig, mal wütend, mal fröhlich und begeistert usw. Das, was oft unter Zickigkeit missverstanden wird, ist eine selbstbewusste Frau, die keine Angst hat sich so zu zeigen, wie sie sich im Moment fühlt, sie ist lebendig und mann muß bei ihr nicht raten, was sie hat - sie ist verständlich.
 
  • #3
Bist du sicher, dass "Respekt" das richtige Wort ist? Vielleicht meint er, dass du dich in allem immer ihm angepasst und immer seinen Wünschen nachgegeben hast, also sozusagen keine eigene Meinung und keine eigenen Interessen hattest oder durchgesetzt hast. Es scheint so, dass Frauen attraktiver sind, die selbst aktiv im Leben stehen, auch mal ihr eigenes Ding machen und ihren Willen durchsetzen bzw. auch mal eine andere Meinung vertreten und dazu stehen, nicht sich passiv nur dem Mann fügen, denn das kann auf Dauer langweilig werden. Vielleicht bist du ihm einfach zu langweilig geworden, könnte das sein? Also dass er dich trotzdem respektiert, das Feuer aber irgendwann einfach weg war?

Ich denke, die wenigsten Männer wollen eine aggressive Zicke.
Dass du ruhig und nett bist, musst du nicht ändern. Ich selbst streite mich auch so gut wie nie und bin immer sehr ausgeglichen und freundlich, womit bisher immer alle gut zurecht gekommen sind. Aber ich komme in meiner Beziehung oft mit Ideen und Projekten und neuen Interessen und Hobbies an und bin nicht immer verfügbar und da, sondern mache auch meinen eigenen Kram. So hat man sich dann viel zu erzählen und es bleibt spannend.

Vielleicht gab es auch gar keinen richtigen oder einen anderen Grund und er hat das mit dem Respekt einfach nur so gesagt, um irgendeine halbwegs plausible und nette bzw. verständliche Begründung zu finden.

w25
 
  • #4
Der fehlende Respekt kommt daher, dass ich ihm nicht genug die Stirn geboten hätte.
Wenn jemand Schluss macht, dann kommen oft irgendwelche Aussagen, die das begründen sollen. Aussagen, die den anderen nicht all zu sehr verletzen. Ich würde da nicht all zu viel drauf geben.

Ich hatte mich kürzlich mit einem Freund unterhalten. Dieser war von einer Frau fasziniert, die im insofern die Stirn bieten konnte, als dass sie schneller Rad gefahren wäre als er. Zudem hatte sie ihn unter den Tisch getrunken. Ja... da kann man davon halten was man will. Für eine Beziehung reichte es letztlich dennoch nicht. War wohl eher die Kumpel-Ebene dann. Verpartnert hat er sich dann (mal wieder) mit so einem eher stillen "Mädchen".

Also ich hätte keine Lust meinem Partner "die Stirn bieten" zu müssen, damit er Respekt hätte. Das wäre mir zu anstrengend.
Wenn es ums intelligente Flirten geht, oder einer gewissen (humorvollen) Schlagfertigkeit, ist das sicherlich kein Problem.

Evtl. brauchte dein Ex ja eine hauseigene Domina. Da ist dann die Frage, ob das so erstrebenswert für dich ist.
Also vergiss den Quatsch einfach, den dieser Typ dir erzählt hat. Es hat keine Relevanz für dein Leben.
 
  • #5
Du kannst im Leben ein Stehaufmännchen, eine Kämpferin, eine Löwin sein und trotzdem von manchen Menschen nicht respektiert werden. Wenn das ein Überthema im Verhältnis zu einem potentiellen Partner wird, sollte man lieber ganz Abstand nehmen.
Man kann niemanden zum Respekt "zwingen", auch nicht durch Abstrafen oder "zickig sein". Wenn jemand z.B. grundsätzlich Frauen nicht respektiert, hat er selbst ein Problem mit sich selbst und seiner Umwelt. Das sollte man lieber einem Therapeuten überlassen und sich nicht seine Lebenszeit vergällen.
 
  • #6
Hallo und danke für die Antworten.

@realwoman hm, also das Thema Harmonie könnte schon ein Punkt sein. Ich mag es wirklich gerne harmonisch und finde in vielen Situationen ist Streit auch einfach unnötig (also bei vielen Kleinigkeiten). Eine eigene Meinung habe ich schon, und ich kann sie auch äußern, gehöre aber nicht zu der sorte Mensch, die dann laut werden oder jemandem die Meinung "aufdrücken". Allgemein bin ich wohl eher der sachliche Zuhörer, der viel Verständnis hat, dann aber auch Probleme lösen möchte. Emotionen zeige ich schon, nur für Wut braucht es bei mir meist sehr viel. Aber ja, vielleicht ist ihm meine ruhigere Art auch zu langweilig gewesen.

@Inanna* also er hat es selbst als "Respekt" bezeichnet. Eigene Interessen habe ich auch. Er und ich hatten auch einige gemeinsame Interessen, was ja eigentlich auch gut sein sollte für eine Beziehung (?). Von meiner Sichtweise aus betrachtet würde ich schon sagen, das ich mein eigenes Ding mache. Damals war ich noch Studentin und hatte das Ziel mein Studium sehr gut abzuschließen und dem bin ich auch nachgegangen und habe dementsprechend auch viel für die Uni gemacht. Gleichzeitig habe ich aber auch Sport gemacht, mich mit dem Thema Selbstständigkeit auseinander gesetzt, Freunde getroffen und noch als Werkstudentin in einer Agentur gearbeitet. Habe aber auch nie die Beziehung vernachlässigt, sondern auch dafür viel getan (ich wollte ja das es hält). Wenn ich mal keine Zeit zum telefonieren hatte, hab ich das auch gesagt und mich nicht immer nur nach seinem Terminkalender gerichtet. Da wir eine Fernbeziehung hatten, und ich als Studentin flexibler war, bin ich einmal im Monat für eine Woche bei ihm gewesen und sonst haben wir viel telefoniert und geskyped (wie man das halt so macht bei Fernbeziehungen). Habe auch immer wieder Ideen geäußert, wo wir übers Wochenende mal hinfahren könnten etc. Was die Meinung angeht, hatten er und ich tatsächlich oft eine sehr ähnliche oder gleiche Sichtweise/Meinung, weshalb es da nicht so viel zu streiten gab. Also vielleicht wurde ihm das dann wirklich langweilig? Ich dachte immer es sei gut für eine Beziehung, wenn man die gleichen Ansichten teilt.
 
  • #7
Liebe FS,

ich glaube nicht, dass es Probleme macht, wenn Du ein entspannter Typ bist, nicht zum Drama neigst.

Wir waren nicht dabei - hast Du denn ganz ruhig Deine Linie verfolgt? Deine Interessen, Deinen Freundeskreis gepflegt? Bist Du kompetent in vielen Bereichen, verfügst über Informationen, kannst anderen Menschen helfen? Machst Du auch klare Ansagen, wenn Dich ein Verhalten ernsthaft stört? Hast Du kaum Probleme damit Dich in der Arbeitswelt/Freizeit durchzusetzen?

Dann kann ich mir nicht vorstellen, dass Du nicht respektiert wirst, dann gab es andere Gründe für die Trennung.
 
  • #8
Ich bin grundsätzlich einfach ein entspannter Menschentyp und werde nicht so schnell wütend oder aufbrausend/agressiv und bleibe eher entspannt oder ruhiger (was er durchaus auch an mir bewundert hat).
Das wäre ja nicht die Stirn bieten, sondern das, was Du danach beschrieben hast. Die Frage ist, ob es auch relevant wurde, dass Du Deine Meinung hattest, oder ob Du danach wieder einknicktest. Also wenn Du tatsächlich Deine Meinung gesagt hast und auch Grenzen gesetzt hast, versteht Dein Ex das Wort falsch. "Respekt" heißt nicht "Angst".

Und jetzt Frage ich mich, ob Männer (ich weiß man kann nicht alle über einen Kamm scheren) nur Respekt vor "zickigen"/"meckernden" Frauen haben können?
Tja, die Frage ist durchaus nicht verkehrt, aber ich würde nicht "zickig" oder andere negative Worte benutzen, obwohl es das natürlich auch gibt.

Ich denke, wenn eine Frau mit Bestimmtheit vermittelt, was sie will und dass sie den Mann auch fallenlassen wird, wenn das nicht kommt, ist das, was solche Männer als Respekt verstehen. Sie würden die Frau verlieren, wenn sie nicht mitmachen. Das bedeutet auch, dass die Frau dann die ganze Verantwortung trägt und viel investiert in die Beziehung.
Wir hatten hier auch schon Threads, in denen die Frau schrieb, dass sie verlassen wurde, weil sie zu viele Freiheiten gewährte.

Wenn man jetzt meinen könnte, dass immer einer die Beziehung MEHR als der andere will bei ... unerfahrenen oder unreifen Menschen, dann will anscheinend der Mann nicht derjenige sein, der die Frau immer ziehen und bearbeiten will, dass sie Zeit für ihn hat. Andersrum ist, glaube ich, das, was sich solche Männer vorstellen. Vielleicht ist das auch die Erinnerung an die andere Frau, mit der er emotionale Verbindung fühlte - Mutti. Sie fordert, er bekommt Liebe, wenn er folgsam ist. Und versucht vielleicht, sich seine Freiheiten heimlich zu verschaffen, wenn er welche will.

Es ist viel sicherer und bequemer für den, der gezogen wird, auch wenn der Druck natürlich nervt. Sie könnten ja gehen, tun sie aber nicht, sie heiraten am Ende doch, nachdem der andere ne Weile gestresst hat.

Es gibt auch die, die am Ende nicht wie Dein Ex denken und in die Freiheit enfliehen. Aber bei Dir konnte er das nicht rausfinden, weil Du nicht genug Druck gemacht hast. Also so KÖNNTE es sein.

Ok, ich habe jetzt gesehen, dass Du nur männlich Antworten haben willst. Aber ich lass es trotzdem mal stehen, wo ich es schon getippt habe.
 
  • #9
Also vor einem Mann, der nur bei einer launischen, aggressiven Drama-Queen/Zicke Gefühle entwickeln kann, hätte ICH keinen Respekt.

Ich bin sicher, dass es sowas gibt; ebenso wie es Frauen gibt, die darauf abfahren, schlecht behandelt zu werden. Solche Muster sind aber alles andere als gesund. Es wäre absurd, wenn du dich jetzt verbiegen oder das Schauspielern anfangen würdest, um diesem Typ Mensch ausreichende Stimulation bieten zu können.

Lass diese Leute ohne dich ihre emotionalen Achterbahnfahrten unternehmen und sich an ihren ach so "intensiven" und "spannenden" Vollkatastrophen von Traumpartnern abarbeiten.

"Ruhige" Menschen sind oft langweilig, weil sie unter anderem sich zusammenreißen, weil sie nicht anecken wollen um der lieben Harmonie.
Du verwechselst "ruhig" mit unsicher und konfliktscheu. Man kann durchaus ein introvertierter Typ sein und trotzdem kein Problem damit haben, seine Meinung zu sagen. Man kann ein gelassener Mensch sein, der nicht wegen jeder Kleinigkeit ein riesen Fass aufmacht, aber WENN es einem die Sache wert ist, deutlich eine Grenze setzen.

Ich bin grundsätzlich einfach ein entspannter Menschentyp und werde nicht so schnell wütend oder aufbrausend/agressiv und bleibe eher entspannt oder ruhiger (was er durchaus auch an mir bewundert hat). Gleichzeitig kann ich jedoch auch meine Meinung sagen, oder wenn mir was missfällt, nur mache ich das eben in einem "normalen" Tonfall, ohne zur super Zicke oder Diva zu mutieren.
Ich weiß nun natürlich nicht, ob deine Selbstwahrnehmung so stimmt, liebe FS. Aber deine Beschreibung klingt für mich nicht nach dem Typ "Fußabtreter", der alles mit sich machen lässt und in der Tat oft respektloses Verhalten vom Gegenüber provoziert.

Kann schon sein, dass dein Ex in einer Beziehung mehr Drama braucht, als ihr es hattet - den ständigen Wechsel zwischen Streit und Versöhnung oder das Gefühl, um eine anspruchsvolle Diva kämpfen zu müssen.

Ich denke aber nicht, dass er eine Frau, die ihm das bietet, wirklich mehr respektieren würde. Er würde sie vermutlich eher als "große Liebe" sehen und ihr hinterherlaufen; nach einer Trennung um eine 2. Chance betteln. Einen Menschen zu respektieren heißt aber nicht, ihn auf ein Podest zu stellen und sich für ihn zum Hanswurst zu machen. Es stimmt wohl, dass Drama-Queens (insbesondere natürlich, wenn sie gut aussehen) es drauf haben, einen bestimmten Typ Mann sprichwörtlich "um den Verstand zu bringen" - aber ist der Bann einmal gebrochen, wird selten gut über sie geredet. Ich denke auch, in solchen Drama-Beziehungen wird der "umkämpfte" Partner letzlich objektifiziert und mehr als "Trophäe" für das Ego des Anderen gesehen denn als Mensch mit eigenen Bedürfnissen. Auch das passt für mich nicht zu "Respekt".
 
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  • #10
Naja die Frage kann man auch auf die Geschlechter in anderer Reihenfolge betrachten.

Ich als Frau würde nun auch keinen Mann wählen der mir bei allem beipflichtet, ich tu das nämlich auch nicht!

Ist halt eine Frage der Persönlichkeit, weniger des Geschlechts!
Das hat für mich nichts mit generellen Respekt einem Menschen gegenüber zu tun!

Ihr habt halt in eurer Wesensart einfach nicht zusammen gepasst, dass passiert, deswegen bist weder DU noch ER irgendwie falsch!
 
  • #11
Männer stehen nicht auf attraktive Frauen, sie stehen auf weibliche Energie und die bietet Vielfalt an Emotionen, mal traurig, mal wütend, mal fröhlich und begeistert usw. Das, was oft unter Zickigkeit missverstanden wird, ist eine selbstbewusste Frau, die keine Angst hat sich so zu zeigen, wie sie sich im Moment fühlt, sie ist lebendig und mann muß bei ihr nicht raten, was sie hat - sie ist verständlich.
@realwoman beschreibt hier gerne mal sich selbst als den Prototypen der „echten“ Frau. Mag sein, dass manche Männer auf aufbrausende „Zicken“ stehen. Ich nicht. Deswegen sicher nicht „Männer“ allgemein.

Respekt ist für mich kein zu einer Beziehung passender Begriff. Eine weitergehende Form von Respekt wäre „furchteinflössend“. Was soll das mit einer Beziehung zu tun haben? Der „respekteinflössende“ Typ Frau ist für mich die resolute etwas ältere Frau, die ihrem Umfeld sagt, was es zu tun hat. Die gibt es, aber für mich wäre sie als Partnerin komplett unattraktiv.

Ich kann eine Frau als Menschen respektieren, ihre Art, ihre Meinung, ihre Sichtweisen, ihre Persönlichkeit aber eher im Sinne von tolerieren, akzeptieren, so lassen, wie sie ist.

Deine Frage scheint sich für mich eher auf die „resolute“ Frau zu beziehen. Ich würde Deine für mich eher angenehm klingende Persönlichkeit nicht in die Richtung verbiegen, sondern mir einen Partner suchen, der mich zu schützen weiß.
 
  • #12
Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sind oft sehr unterschiedlich. Ich glaube von mir, u.a. vor den zickigen Frauen den wenigsten Respekt zu haben. Das habe ich mir aber auch erst im Laufe des Lebens antrainiert. In Deiner Altersgruppe wäre ich eher noch so gewesen, die Zickigkeit als Störung, auf die man eingehen muss, um sie zu besänftigen, zu verstehen. Inzwischen lasse ich die Zickigkeit eskalieren, bis es "hop oder top" heißt. Hinter Zickigkeit steht oft ein Machtanspruch. Das erkannt zu haben, ist noch nicht bei jedem der Fall.

Was Dein Ex unter Respekt versteht, ist also schwer zu fassen. Dies um so mehr in einem Internetforum. Man kennt die reale Person nicht. Wir kennen auch Dich nicht.

Und auch, wie viel Respekt von männlicher Seite da sein muss, damit eine Frau ernsthaftes "Beziehungsmaterial" ist?
Meiner Erfahrung nach ist eine Frau eine um so schwächere, unreifere Persönlichkeit, je früher und vehementer sie in der Phase des Kennenlernens auf eine Beziehung drängt. Dahinter verbergen sich ein übersteigertes Anlehnungsbedürfnis und/oder verinnerlichte Rollenerwartungen. Die Persönlichkeit ist unterentwickelt.
 
  • #13
Hm, Respekt zu haben und zu zeigen ist ein großes Thema. Es ist für mich eine der wichtigsten Themen überhaupt im Leben. Respekt zu haben und anderen Menschen mit Respekt zu begegnen ist eine Charaktereigenschaft. Es ist Erziehungssache. Viele werden so erzogen, dass jeder sich Respekt verdienen soll und es ist für viele wie eine Währung. Je höher du in der Hierarchien hochsteigst, werden Menschen dir mehr Respekt zeigen. Ob dieser Respekt dann wirklich gemeint ist, ist eine andere Sache. Sehr oft wollen sie sich nur von dir profitieren. Es geht um sie und ihre Ziele und nicht um dich.

Was dein Ex-Freund angeht, würde ich mich von seiner Respektlosigkeit dir gegenüber nicht verunsichern lassen. Er ist sehr wahrscheinlich jemand, der zu niemandem Respekt hat. Lass dich nicht herunter ziehen. Du bist toll und wunderbar wie du bist und ich hoffe dir, dass du jemanden findest, der genauso wie du einen stabilen Charakter hat und nicht bei jedem Pups die Fetzen fliegen lässt.
Ich bin grundsätzlich einfach ein entspannter Menschentyp und werde nicht so schnell wütend oder aufbrausend/agressiv und bleibe eher entspannt oder ruhiger (was er durchaus auch an mir bewundert hat). Gleichzeitig kann ich jedoch auch meine Meinung sagen, oder wenn mir was missfällt, nur mache ich das eben in einem "normalen" Tonfall, ohne zur super Zicke oder Diva zu mutieren.
Bewahre dir diese Eigenschaft. Es ist wirklich toll und warum sollst du diese tollen Eigenschaft ändern für jemanden, der dich gar nicht wollte. Sei dir sicher, dass es einfach nur eine blöde Ausrede war. Er hatte dich doch so kenngelernt und in der Beziehung auch toll gefunden. Erst danach (ich nehme an, dass er eine Neue hat) kommt er und sagt, dass er dich nicht respektiert. Es war nur eine Ausrede. Vergiss ihn einfach. Suche dir einen anderen, besseren Mann in deinem Leben, der dich nicht runterzieht.
 
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  • #14
Wenn er selten Respekt für Frauen empfindet, ist das sein Problem und nicht deins. Dann hat er wohl grundlegend ein Problem.
Respekt sollte Mann/Frau grundsätzlich vor anderen immer haben. Und diese auch so behandeln. Den Respekt vor einem Partner verliere ich erst, wenn dieser mich absichtlich betrügt oder hintergeht.
Mit meinem Ex hab ich die Hölle durch. Und dabei den Respekt vor ihm mit der Zeit verloren. Er selbst war eine autoritäre Person und grundlegend musste jeder (auch ich und unser Kind) sich den Respekt von ihm verdienen. Das ging dann eine Zeitlang gut, bis das Spiel von vorne anfing. Er stand über allem und jedem.
Denkst Du, dass Du dich ändern musst um von einem Mann Respekt zu erhalten? Also weniger meckern oder kritisieren? Ich sehe genau da den Fehler. Kritisch zu sein oder auch mal zu meckern gehört dazu. Das wäre für mich kein Grund, den Respekt zu verlieren. Respekt ist für mich ein Grundrecht, das jeder hat. Verloren geht dieser nur, wenn ich Dinge mache die andere schwer seelisch verletzen.
 
  • #15
Ich respektiere Menschen grundsätzlich.

Respekt im Umgang. Es wird schwierig, wenn Menschen nicht sagen, was sie wollen. Wenn sie es immer recht machen wollen. Wenn sie nicht Stopp sagen, Grenzen setzen.
Respekt habe ich zusätzlich, wenn Menschen positives zeigen. Kompetenzen, Persönlichkeit. Wertschätzung und Respekt ist fließend.
Zicken, Dramaqueens schätze ich nicht. Dadurch erwirbt sich keine Frau bei mir Respekt.

Ich respektiere meine Partnerin, weil sie ist wie sie ist. Weil ich sie liebe.
Ich schätze sie wert, weil sie ein liebevoller, gelassener Mensch ist. Ihren Humor, ihre Denkweisen. Etc. Ich respektiere ihre Kompetenzen in vielem.

Männer stehen nicht auf attraktive Frauen, sie stehen auf weibliche Energie und die bietet Vielfalt an Emotionen
"Weibliche Energie" "Emotionen" ist für mich ein Synonym für Anstrengend, Drama, Impulsivität. Respekt erwirbt damit niemand bei mir.

FS, nimm es Dir nicht so nahe.
Es ist ein Feedback. Er hätte Dich als Persönlichkeit mehr wahrnehmen wollen. Wenn er ein lauter, offensiver Typ ist, kann er evtl die leisen, bedachten Töne nicht hören.
Zuviel Unterschied bei Euch. Weder seine noch Deine "Schuld".

Denke nach, ob Du Dich zuviel anpasst, zu oft Ja sagst.
Prüfe, ob es für Dich gut ist.

Der nächste Mann schätzt Dich, WEIL Du kein Drama bringst.
Persönliches Feedback an Dich, Du klingst absolut sympathisch. Ich teile Deine Ansichten zu Partnerschaft,ich lebe so.
Bleib wie Du bist.

M, 55
 
  • #16
Es gibt sicher Männer, die auch auf Drama stehen und sich zickige Freundinnen suchen (oder es nicht anders kennen). Hab ich im Umfeld auch schon gesehen. Aber die meisten werden sich über eine entspannte Freundin wohl eher freuen.
Ich denke auch wie oben schon gesagt, dass es vielleicht sein könnte, dass du keine eigene Meinung hast oder auch vertrittst, auf eine ruhige, aber eben nicht immer total nachgebende Art. Es haben schon Männer gesagt, dass sie es langweilig finden, wenn die Freundin nie Nein sagt oder nie eigene Ideen einbringt. Ich glaube, man merkt dann, der andere stellt einen auf ein Podest und man kann sich alles erlauben. Das kann dazu führen, dass man den Respekt verliert, auch wenn das eigentlich unfair ist. Mich persönlich reizen Leute ganz ohne Meinung oder die immer nur harmonie"süchtig" sind in Diskussionen auch irgendwie, weil mich sowas nervt. Ich bin aber auch eher der Diskutierer und muss das einschränken und beobachten, denn DAS kann auch wirklich nerven...
Das alles muss bei dir nicht zutreffen; genauso gut kann es sein, dass er nach der Trennung einfach irgendwas gesucht hat, was er als Grund nennen kann.

w, 36
 
  • #17
Tja, die Frage ist durchaus nicht verkehrt, aber ich würde nicht "zickig" oder andere negative Worte benutzen, obwohl es das natürlich auch gibt.
Das finde ich gut auf den Punkt gebracht.

TE, Du betrachtest Deine Eigenschaften als positiv und nutzt ausschließlich wohlwollende Begriffe dafür und bezeichnest andere Eigenschaften nur negativ.

Ich mag temperamentvolle, eigenwillige Frauen mit eigenem Kopf, die denselben nicht einziehen. Von der Mimik meiner Frau bin ich immer wieder fasziniert und wie die Augen funkeln können, wenn sie sauer ist. Nicht zu verwechseln mit launischen, zickigen, lauten Frauen.

Aber Du bist eben Du und nicht so, Respekt ist auch für mich nicht der passende Begriff, streich den aus Deinem Gedächtnis dafür.
 
  • #18
Ich bin altmodisch ... meinen Respekt verdient man sich.

Wie das passiert ?
Entweder durch grosse Leistungen, die ich bewundere ....
Oder durch die kleinen Dinge im Leben. Zuverlässigkeit und Loyalität. Standhaftigkeit. Können und Wissen. Einen Charakter, den ich als super ansehe ......
V hat meinen Respekt. Sie ist sehr belesen, kann klasse formulieren, kann mit 2 Handgriffen Atmosphäre herstellen, hat ihren eigenen Kopf und kann dafür sorgen, dass ein zorniger Tom sehr schnell ruhig wird. Dazu hat sie das Talent, einfach fast immer das Richtige zu tun ..... alleine wie sie mit der Situation umging, als mein Vater im Sterben lag.
Sie kann sich aber auch wehren und durchsetzen ... wie sie neulich ihrer rebellischen Tochter nach einer Riesendummheit den Kopf zwischen die Ohren gesetzt hat ... alle Achtung. Ich konnte die Sache regeln - aber V hat durchgesetzt, dass ihrer Tochter ein paar Tage nachdenken nicht schaden. Erst dann hat sie der Tochter erklärt, dass alles ohne Konsequenzen bleibt ......

Und ansonsten gilt bei mir .... den Respekt erklärt man nicht, den bemerkt man.
 
  • #19
Auweia. Er hat Dich also nicht vollständig respektiert. Und nun fängst Du an, darüber nachzudenken, warum er das wohl getan hat bzw. was denn an Dir nicht richtig ist.

Lass das mal schön bleiben.

Der erste Schritt im Leben ist zu lernen, dass man sich mit Menschen, die einen nicht respektieren, einfach nicht umgibt. Das ist unpassender Umgang. Und das macht man nicht dadurch passend, indem man sich selbst verbiegt und die Schuld bei sich selbst sucht.

Ein gesunder und selbstbewusster Mensch hat ein gesundes Gespür für Menschen, die ihm guttun. Hier hast Du Dich wohl geirrt, hast jetzt aber in der Aufarbeitung viel Lernpotenzial.

Ja, es tut weh, wenn man nicht respektiert wird, aber so etwas lässt sich nicht einfordern. Lecke Deine Wunden, arbeite an Deinem Selbstwert und beim nächsten Mal weisst Du, worauf Du achten musst. Viel Glück.
 
  • #20
...bleibe eher entspannt oder ruhiger... Gleichzeitig kann ich jedoch auch meine Meinung sagen..nur mache ich das eben in einem "normalen" Tonfall
Lasse Dir nichts Gegenteiliges einreden. Das Beschriebene sind gute Voraussetzungen für das Erarbeiten von Respekt.

Wichtig ist aber, dass man ein interessanter zufriedener und eigenständiger Mensch bleibt, der sich möglichst durchgehend auf echter Augenhöhe verhält, sich also weder des "friedenswillen" unterwirft, noch den anderen zu beherrschen versucht. Es ist ein schmaler Grat, mal ein paar Beispiele:

a)
Wenn man immer den Wünschen des Gegenübers nachgibt, geht Respekt verloren. Der Gegenüber spürt, dass keine Augenhöhe mehr besteht und respektiert den Gegenüber dann nur noch als "Untergebenen", der sich zu unterwerfen hat. Das ist ähnlich wie bei Eltern/Kind: man mag sein Kind, respektiert es aber nicht auf Augenhöhe, welches die gleichen Rechte und Pflichten hätte.

Andererseits geht Respekt aber auch dann verloren, wenn man die Wünsche des Partners übergeht. Das ist keine Augenhöhe, wenn man seine Wünsche über die Wünsche des anderen zu stellen versucht.

Respekt bleibt hingegen erhalten, wenn man auf positive Art für seine Wünsche wirbt, die Wünsche des Partners dabei als genauso berechtigt im Blick behält und man sich um Lösungen auf Augenhöhe bemüht. Das hängt dann viel auch vom Verhalten des anderen ab. So bleibt Augenhöhe zB dann bestehen, wenn mal der eine und mal der andere die jeweils alleinigen Wünsche des anderen erfüllt. Wenn der Mann also zB mit der Frau tanzen geht, was mehr ihr Wunsch ist, dann bleibt Augenhöhe bestehen, wenn sie umgekehrt auch mit ihm ins Fußballstadion geht, was mehr sein Wunsch ist. Tut sie das nicht, dann stellt man Augenhöhe dadurch wieder her, dass man künftig dann auch wie selbstverständlich nicht mehr einseitig nachgibt. Wenn die Partnerin also wieder gemeinsam tanzen gehen möchte, erklärt man ohne Vorwürfe, dass man lieber zum Fußball möchte und man ja auch nicht immer etwas zusammen machen muss. Sollte ein Partner unfreundlich werden, weil seine Wünsche nicht erfüllt werden, versucht man einfach gelassen Kompromisse zu finden (z.B. heute gemeinsam tanzen, morgen gemeinsam Fußballstadion). Respektvolle Augenhöhe bleibt dann bestehen, wenn die Wünsche der Partner ungefähr die gleiche Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung finden, wobei man stets freundlich und ohne Vorwürfe bleibt.

Wichtig ist dabei, dass man auch lernt, eigenen Wünsche eine Bedeutung zuzugestehen. Wenn einem zB relativ egal ist, ob man nun gemeinsam zum Fußball oder Tanzen geht, man also mangels Zumessung von Wichtigkeit der eigenen Wünschen den Wünschen des Partners folgt, dann wird der Gegenüber ebenfalls seinen Respekt verlieren, weil man nicht als eine eigenständige interessante Person wahrgenommen wird, sondern eher als ein unterwürfiger langweiliger Anhang, den man mitschleppt.
 
  • #21
b)
Augenhöhe und Respekt gehen auch dann verloren, wenn man sich oft selber in die schwache Position begibt bzw. wer nicht an seinen Schwächen zu arbeiten versucht. Wenn man zB keine Spinnen mag und die Hilfen des Partners als selbstverständlich annimmt, geht der Respekt ähnlich verloren, wie wenn man sich keine Mühe gibt, die Waschmaschine zu lernen und hier die Hilfen des Partners als selbstverständlich annimmt. Man hilft seinem Partner zwar grundsätzlich auch gerne, es geht hier aber die Augenhöhe und der Respekt trotzdem schleichend verloren, wenn man an seinen Schwächen nicht arbeitet und den Partner als Diener nutzt. Man kommuniziert damit nämlich, dass man selber sich ja nicht zu bemühen braucht, positiv zu wirken und ein guter Partner zu sein, weshalb man dann ja auch ohne Respekt und Hemmung den Partner mit den Folgen seiner Schwächen belasten kann. Man begibt sich damit einerseits in die unterwürfige Opferposition ("ich bin schwach") und zugleich auch in die herrschende Position ("Du bist mein Diener"). Opfer erarbeiten sich aber allenfalls Mitleid und keinen Respekt. Erst recht geht der Respekt verloren, wenn Opfer meinen, die Hilfen der anderen für selbstverständlich halten zu dürfen.

Aus ähnlichen Gründen geht der Respekt auch gegenüber Heulsusen verloren, denn auch das ist nur eine Form, sich zum schwachen Opfer zu erklären und ohne Augehöhe Hilfen zu erwünschen. Wer daher häufig jammert, Vorwürfe macht, Pech im Leben zu haben meint oder Dinge für ungerecht erklärt, der macht sich sprachlich selber zum schwachen bzw. unterlegenen Opfer, der sich nicht mehr auf Augenhöhe befindet. So erarbeitet man sich vielleicht gefälliges Verhalten aus Mitleid, aber verliert im Gegenzug die Augenhöhe und damit schleichend auch den Respekt. Da Opfer nämlich den Eindruck vermitteln, Hilfen von anderen zu benötigen, wirken solche Leute in einer Beziehung weniger als eine Lebensbereicherung, sondern eher als eine Anstrengung bzw. Belastung, was auch bewirkt, dass Respekt verloren geht. Respekt erarbeiten sich vielmehr die Menschen, die freundlich und gelassen trotz angeblicher Ungerechtigkeiten (wozu jeder ohnehin eine andere Meinung haben kann) darum bemühen, selber besser zu werden und ohne Hilfen von Dritten zu überzeugen. Man erarbeitet sich eben keinen Respekt, wenn man aufgrund von Mitleid und Quoten mitgeschleppt werden muss, sondern wenn man die Begebenheiten akzeptiert und "annimmt", die man selber nicht ändern kann und stattdessen sich mehr darum bemüht, sich zu verbessern und die die erwünschten Dinge eigenständig ohne fremde Hilfen schaffen.
 
  • #22
Wenn man immer den Wünschen des Gegenübers nachgibt, geht Respekt verloren. Der Gegenüber spürt, dass keine Augenhöhe mehr besteht und respektiert den Gegenüber dann nur noch als "Untergebenen"
Hast Du selbst nie irgendwann mal den Wunsch (gehabt), dass Deine Partnerin irgendwas tut, was sie Dir zuliebe täte? Dir Deine Freiheit lassen, mit zum Familientreffen gehen, Dir Kumpeltreffen lassen, Dein Kind - AUCH DEIN KIND - zu versorgen, obwohl sie mal an sich selbst denken wollte usw.?
 
  • #23
Augenhöhe und Respekt gehen auch dann verloren, wenn man sich oft selber in die schwache Position begibt bzw. wer nicht an seinen Schwächen zu arbeiten versucht. Wenn man zB keine Spinnen mag und die Hilfen des Partners als selbstverständlich annimmt, geht der Respekt ähnlich verloren, wie wenn man sich keine Mühe gibt, die Waschmaschine zu lernen und hier die Hilfen des Partners als selbstverständlich annimmt.
Sowas hast du schon mal geschrieben. Das finde ich nicht. Manche teilen sich die Hausarbeit auf und finden das okay, was hat das mit Respekt tun? Ich nehme an, ein Haufen Frauen kann keine Bohrmaschine benutzen und wenn das zu bohren ist, macht das häufig der Mann - ich hab noch nie gehört, dass ein Mann dann den Respekt vor der Frau verliert. Warum auch? Ist als Frau natürlich besser, man kanns, falls man mal auf sich allein gestellt ist, so wie bei Männer mit der Waschmaschine, aber solange sich das mit anderen Dingen in der Beziehung ausgleicht? Und das Beispiel mit den Spinnen finde ich eh total daneben. Eine Phobie ist nicht einfach mal so beiseite zu schieben, und solange sie den Alltag nicht beeinträchtigt, ist dafür doch keine Therapie nötig. Mein Freund hat eine Kakerlaken-Phobie, aufgrund Erfahrungen in der Kindheit im Herkunftsland. Ihn schreckt sonst nichts, aber bei Schaben dreht er durch. Wenn sich mal eine Waldschabe in die Wohnung verirrt, fang ich die doch gern ein und bring sie nach draußen. Ich freu mich, das übernehmen zu können und erwarte nicht, dass er sich da extra überwindet. Ich ekel mich vor alten Essensresten - warum auch immer - und wenn sowas ansteht, dann macht er das. Das hat mit Respekt meines Erachtens nichts zu tun, dass man sich sowas aufteilen kann in einer Beziehung.
Das hat alles nichts damit zu tun, dass man die Hilfe oder Aufteilung als SELBSTVERSTÄNDLICH nimmt; das ist was ganz anderes. Er ist mir dankbar, dass ich die Schaben rausbringe, ich bin ihm dankbar, dass er den Abfluss freimacht.
 
  • #24
Ich bin grundsätzlich einfach ein entspannter Menschentyp und werde nicht so schnell wütend oder aufbrausend/agressiv und bleibe eher entspannt oder ruhiger (was er durchaus auch an mir bewundert hat). Gleichzeitig kann ich jedoch auch meine Meinung sagen, oder wenn mir was missfällt, nur mache ich das eben in einem "normalen" Tonfall, ohne zur super Zicke oder Diva zu mutieren.
Ich bin auch so und es wird von vielen Menschen geschätzt. Ich möchte mich dahingehend nicht ändern und möchte auch einen Partner, der in diesem Punkt so ist, d.h. eher nach Harmonie strebt. Obwohl ich auch meine Meinung sage, meistens gut gelaunt bin etc. gibt es Menschen, die sich mehr Aggressivität bei mir wünschen würden, damit ich ihnen sympathischer wäre schätze ich.
Betrachte es mal so: Es stehen auch viele Frauen auf Bad Boys, die ihnen nicht gut tun, genauso gibt es Männer, die den Zickentyp attraktiver finden.
 
  • #25
Augenhöhe und Respekt gehen auch dann verloren, wenn man sich oft selber in die schwache Position begibt bzw. wer nicht an seinen Schwächen zu arbeiten versucht. Wenn man zB keine Spinnen mag und die Hilfen des Partners als selbstverständlich annimmt, geht der Respekt ähnlich verloren, wie wenn man sich keine Mühe gibt, die Waschmaschine zu lernen und hier die Hilfen des Partners als selbstverständlich annimmt.
Mag sein, dass das Beispiel mit der Spinne einfach unpassend ist, aber ich würde das nicht grundsätzlich so sehen. Partnerschaft bedeutet auch, dass man sich ergänzt und sich hilft. Meine Partnerin ist beim Kochen mancher Gerichte einfach Weltklasse. Das anerkenne ich neidlos und fange nicht an, genauso gut zu werden, sondern koche eben andere Gerichte. Soll ich den Respekt verlieren, weil sie nicht mal vier Wasserkisten tragen kann?

Für Spinnen bin ich bei uns zuständig und für mich geht da überhaupt kein Respekt verloren. Ich habe meine Schwächen und finde toll, dass ich die haben darf und dass sie die mit ihren Stärken kompensiert und umgekehrt. Genau das ist für mich Partnerschaft. Ich kann einen Menschen gut respektieren, der sich seiner Schwächen bewusst ist.
Ich habe einen Kollegen, der "kann alles". Keiner will mit ihm so richtig zusammenarbeiten und er passt in keine Arbeitsgruppe richtig rein, weil ihm dieses "alles können" niemand abnimmt.

Unsere Welt ist viel zu perfekt und ich bin mit 80% wirklich sehr zufrieden und vor allem entspannter.
 
  • #26
Manche Dinge sind auch Charaktersache und beziehen sich eher auf Temperament, als wirklich Respekt.
Da finde ich, hat sich Dein Ex im Vokabular vertan.

Was bedeutet für Dich Respekt...
Wann hast Du denn Respekt?

Denn ich ziehe den Hut wenn jemand so ruhig bleibt und ich stupse an, wenn jemand sich "duckt".

So ist es schon wichtig, wie weit Du dem entsprichst, was Du selbst respektierst.
 
  • #27
Hallo und danke an alle die geantwortet haben, egal ob Mann oder Frau. Ich finde die unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen sehr interessant und bei vielen ist etwas dabei, was weiterhilft :) und auch danke für die ein oder anderen netten Worte.

@saepe_inscia: Ja, ich verfolge meine eigenen Ziele und habe mein eigenes Leben. Was die Durchsetzungsfähigkeit angeht, kommt es immer auf das jeweilige Ziel/Thema an. Wenn mir etwas wirklich sehr wichtig ist, dann kann ich schon stur meinen Willen durchsetzen. Bei Dingen, die mir nicht so wichtig sind, ordne ich mich auch mal unter. Ich denke mir da einfach, wenn es dem anderen wichtig ist und ihn glücklich macht, mir aber egal ist, ob wir Weg A oder B nehmen, dann muss ich nicht starr auf einem Punkt verharren, der mir eigentlich nicht wichtig ist. Beispiel, wir hatten mal die Situation ein Wochenende in einer anderen Stadt zu verbringen. Mein Ex wollte in eine Stadt, in der ich schon einen Tag verbracht habe und ich wollte in eine andere Stadt, in der er bereits mehrfach war. Hier habe ich damals nachgegeben, weil ich einfach dachte, ich war einen Tag in dieser Stadt und da gibt es bestimmt noch mehr zu entdecken, während er schon mehrfach in der anderen Stadt war und dort wahrscheinlich mehr kennt als ich von seinem Wunschziel. Wir haben natürlich auch drüber geredet, aber wie gesagt habe ich nachgegebn und wir haben uns für sein Ziel entschieden, was ich auch ok fand, weil Kompromisse (meiner Meinung nach) auch wichtig sind.

@void: Ich habe schon gesagt (in normalem Tonfall) was meine Grenzen sind bzw. wenn ich ein Verhalten mir gegenüber nicht gut oder richtig fand. Nur hat er meine Grenzen wohl nicht so ernst genommen und dann trotzdem wieder das gleiche Verhalten an den Tag gelegt. Vielleicht hat in meinem Tonfall einfach die Bestimmtheit gefehlt und ich habe mich zu nett ausgedrückt. Und jetzt wo du es erwähnst habe ich ihm wohl auch nie wirklich klar gemacht, dass er mich auch verlieren könnte. Da ich die Beziehung mit ihm einfach auch wollte und Gefühle hatte etc. hab ich einfach auch viel getan, damit es weitergeht. Außer einmal, da bin ich nach einem Gespräch am nächsten morgen abgereist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
@Andriana: Fun fact, wir hatten eine Beziehungspause, bei der er nach zwei Wochen wieder ankam und meinte er könne das mit uns nicht einfach wegwerfen... Das mit der Selbstwahrnehmung ist natürlich so eine Sache. Klar gab es auch Situationen, in denen ich unsicher war, oder erst mal überlegen musste, wie ich damit umgehe. Grundsätzlich habe ich aber schon angesprochen, wenn etwas war, auch wenn es nicht immer sofort war. Eventuell ist das auch ein Punkt.

@INSPIRATIONMASTER: Ja, habe dadurch definitiv auch gelernt mehr den Taten zu glauben.

@xyz74: Ich kann schon nachvollziehen, wenn man keinen Repskt vor "Heulsusen" oder "Opfern" hat. Allerdings würde ich mich nicht in dieser Position sehen. Klar habe ich auch schwache Momente oder Unsicherheiten, ich denke das hat jeder. Genauso habe ich auch Stärken. Und ich habe auch immer meine eigenen Ziele verfolgt und mich nicht immer nur nach seinem Terminkalender gerichtet. Ich denke sowohl er als auch ich waren beide abwechselnd mal in der "schwächeren" und mal in der "stärkeren" Position, was ich aber auch für ganz natürlich halte. Natürlich habe ich auch Dinge für ihn getan, weil ich es wollte und weil es mir Spaß gemacht hat. Aber auch hier denke ich das sollte in einer Beziehung ok und normal sein.

@Nordlicht444: Schön sowas zu hören, an mir schätzen das auch viele Menschen in meinem Umfeld und ich habe schon oft gehört, dass ich eine sehr angenehme Persönlichkeit habe.
 
  • #29
Nur hat er meine Grenzen wohl nicht so ernst genommen und dann trotzdem wieder das gleiche Verhalten an den Tag gelegt.
Möglicherweise braucht er, dass die Frau dann ausflippt, um sich beim nächsten Mal so zu fürchten, dass er es sich merkt.

Aber wenn er Schluss gemacht hat, hättest Du die Beziehung ja noch länger ertragen trotz seines Verhaltens. Sieht so aus, als wolltest Du die Beziehung mehr als er, er hat "rumgeschlunzt" und ist dann von selbst gegangen. Das ist was anderes, als wenn er die Beziehung mehr gewollt hätte, Du Deine Ansagen gemacht hättest und er gejammert hätte, wenn Du Schluss machen willst. Dann hättest Du ein Druckmittel gehabt.
Und jetzt wo du es erwähnst habe ich ihm wohl auch nie wirklich klar gemacht, dass er mich auch verlieren könnte.
Ich finde das aber auch schlecht, wenn man damit rumdroht. Aber zumindest mal ein ernstes Gespräch führen, das müsste man können. Aber wie gesagt, wenn Du die Beziehung mehr wolltest als er, fehlt dieses Druckmittel.
Manches kann einer auch nicht ändern, also wenn Du z.B. zusammenziehen willst und er nicht.

Interessanterweise war ja schon mal ne Pause bei euch, bei der wieder ankam. Hat aber anscheinend nicht gereicht oder eben nicht gepasst.

Da ich die Beziehung mit ihm einfach auch wollte und Gefühle hatte etc. hab ich einfach auch viel getan, damit es weitergeht.
Ich glaube, manche verstehen das falsch und denken, das geht immer so weiter.
Man muss auch gucken, was zurückkommt, sonst endet es, wenn derjenige, der immer mehr macht, genug hat.
 
  • #30
Ich finde es erschreckend, wie schnell Mann vor einer Frau den Respekt verlieren kann. Sie darf nicht einmal schwach sein? Und wenn es dafür Gründe gibt? Vorübergehend?

Wenn ein Mann merkt, er verliert den Respekt - dann sollte er der Frau zuliebe die Beziehung beenden.
Wenn die Frau merkt, der Mann verliert den Respekt vor ihr - dann sollte sie schon auch sich zuliebe die Beziehung beenden.

Gefühlter Respektverlust kann schwere Narben in der Seele hinterlassen.