• #1

Wie bekomme ich diese Angst vor den eigenen Gefühlen in den Griff?

Hallo,

ich bin seit nun ca. 8 Monaten in einer Beziehung. Mein Freund ist super. Er weiß was er will, er lässt mich in allem was er sagt und tut wissen, dass er mich will. Er ist einfühlsam, verständnisvoll, hat einen super Humor. Bietet mir alles mögliche an Sicherheit.

Es gibt eigentlich wirklich keinerlei Grund zu zweifeln, und vermutlich wären viele Frauen froh, so einen Mann an ihrer Seite haben zu dürfen.

Aber jetzt kommt das Problem:

Meine Gedanken ruinieren einfach alles.

Ich hatte in früheren Beziehungen und Kennenlernphasen immer das Problem, dass ich extrem impulsiv, empfindlich, eifersüchtig und misstrauisch war und jeden Gedankengang sofort ausgesprochen habe.
Daran ist es letztlich auch wieder und wieder gescheitert.

Diesmal wollte ich es anders machen, was bisher auch gut funktioniert. Ich habe mich verändert, wähle meine Worte bedachter und schlafe über jede Laune erstmal.

Dennoch: Wenn wir zusammen sind ist alles in Ordnung.
Sobald wir uns aber nicht sehen, geht das ganze Dilemma los.
Ich male mir aus wie ich mich am besten trenne, weil das ganze doch sowieso nicht ernst gemeint ist. Ich bin plötzlich total misstrauisch. Auf einmal schießen mir alle Gespräche die wir geführt haben durch den Kopf und werden hinterfragt. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und letztlich komme ich zu dem Schluß: Trenn dich. (Weil er mich ja sowieso verarscht/verlassen wird). Wie früher schon so oft.

Für mich fühlt es sich an, als würde ich durch dieses "schlecht reden" meine Gefühle im Zaum halten wollen. Das Gefühl ihn zu vermissen vielleicht. Oder generell Gefühle. Ich weiß es nicht. Auf einmal geht eine Mauer hoch. Das belastet mich und wohl auf lange Sicht gesehen auch die ganze Beziehung extrem.

So oft ich den Impuls auch schon hatte, ihm das endlich zu sagen und ihm seine Sachen gepackt vor die Tür zu stellen (warum auch immer), bin ich im nachhinein (bis heute) jedesmal einfach nur heilfroh gewesen, meine Klappe gehalten zu haben. Ich habe (Gott sei Dank) gelernt, dass nicht alles ausdiskutiert und besprochen werden muss. Wie verletzend das für den Gegenüber sein kann und wie sehr die Person sich in Frage stellt, in dem Fall völlig grundlos. Und das würde mir im Herzen weh tun.

Aber mir setzt es einfach zu.
Ich weiß genau, wir sehen uns nicht und das ganze wird für mich einfach nur stressig. Egal was ich versuche, das Kopfkino geht sofort los und lässt sich nicht abstellen. Und ehrlich gesagt habe ich totale Angst davor, dass ich es auf einmal nicht mehr kontrollieren kann und anfange beleidigend zu werden und mich zu trennen.

Weiß vielleicht jemand Rat?
 
  • #2
Du scheinst einen guten Mann erwischt zu haben. Aber: DEINE Geister der Vergangenheit verfolgen Dich wie ein Dämon, der nicht ertragen kann, dass es Dir, liebe Jenny, gut gehen darf.
Wahrscheinlich kennst Du das irgendwo her...nicht erst aus Beziehungen.
Die Psyche hat die Eigenschaft, ihr Bekanntes zu reinszenieren. Sie will in den bekannten Bahnen bleiben. Neues macht ihr "Angst"! Aber bitte identifiziere Dich nicht damit.

Meine Empfehlung: suche Dir jemanden, mit dem Du das besprichst, damit die Gedanken nicht Dein Leben zerstören.
a) ein Therapeut, am besten ein Tiefenpsychologe. Gehe aber nicht zu einem Psychater oder einem Verhaltenstherapeuten, die haben davon wirklich wenig Ahnung. Arbeit mit dem inneren Kind wäre wichtig.
b) Meditation! Hilft beim Gedanken beobachten und sich distanzieren. In Deiner Situation empfehle ich die Dynamische Meditation oder die Kundalinimeditation, vielleicht wird das in Deiner Nähe angeboten. In einer Gruppe ist das richtig gut.

Gut, dass Du hier fragst.

1. Der Mann hat nicht verdient, dass Du ihn verläßt.
2. Jenny in ihrer wahren Größe (= ohne Dämon!) hat einen guten Mann verdient.
 
  • #3
Hallo Jenny,

wie alt bist Du?

Hast Du schon mal für eine längere Zeit alleine (ohne Eltern, ohne Freund, ohne WG-Mitglieder) gelebt und ganz alleine für Dich sorgen können (Arbeit, Geld verdienen, Haushalt alleine schmeißen, etc.)? Falls nicht: ich denke, das fehlt Dir. Das ist immens wichtig für ein gesundes Selbst-Vertrauen.

Ein weiteres Gedankenspiel, jetzt in die andere Richtung gehend: Wie wäre es wenn Dein Freund und Du zusammen zieht? Dann könntest Du ruhiger werden und Dich sicherer fühlen. Du weißt, er kommt jeden Abend nach Hause. Und - neben ihm einschlafend - kommen Deine negativen Gedanken bestimmt gar nicht erst auf.

So oder so: Sei stolz auf Dich, dass Du nun schon acht Monate so eine super Beziehung führen kannst! Sei Dir bewusst darüber, dass Du täglich mitentscheidest, wie Eure Beziehung sich weiter entwickelt und Du hast es zum großen Teil auch in der Hand, ob Dein Freund mit Dir glücklich ist oder nicht (mehr), sprich "Dir bleiben wird" oder nicht! Fühle Dich also bitte nicht als "machtloser Spielball", sondern als Meisterin, die das Ganze (mit)steuert.

Alles Gute Euch!
 
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  • #4
Hallo Jenny, du merkst ja selbst, dass die Gedanken aus dir kommen und mit ihm nichts zu tun haben.
Ich denke auch, dass du Hilfe benötigst, also pack es an und informiere dich zuerst, welche Art von Hilfe für dich sinnvoll ist. Und sprich dort dann an, wie dein Freund einbezogen werden soll, denn wenn er weiss, es stimmt etwas nicht und du bist dran, das zu korrigieren - dann kann auch er damit umgehen.
Hilfe zu benötigen ist keine Schande - Hilfe zu benötigen und nicht um Hilfe zu rufen ist dagegen Dummheit. Und dumm kommst du mir wirklich nicht vor ....
Alles Gute für euch ....
 
  • #5
Irgendwas muss doch bei ihm sein, dass du diese starken Trennungsgedanken hast und damit meine ich nicht deine Vergangenheit.
Warum sollte dein Bauchgefühl sonst so bei ihm rebellieren denke ich.
So oft ich den Impuls auch schon hatte, ihm das endlich zu sagen und ihm seine Sachen gepackt vor die Tür zu stellen (warum auch immer), bin ich im nachhinein (bis heute) jedesmal einfach nur heilfroh gewesen, meine Klappe gehalten zu haben.
Fühlst du dich einfach überrollt, dass er sich in deiner Wohnung breit gemacht hat?
Dann wiederum betonst sehr stark, du bist froh dich nicht getrennt zu haben.
Ich denke du solltest auf dein aufschreiendes Bauchgefühl hören und genau überlegen was es konkret sagen will.
Meiner Meinung nach geht das auch ohne therapeutische Hilfe.
 
  • #6
Es können zwei Sachen sein-entweder du hast panische Angst vor Nähe oder dein Freund ist tatsächlich kein Musterknabe.Im ersten Fall schau dir deine Ursprungsfamilie, welche Muster dort gewesen sind.Da ist meistens der Hund begraben.Waren deine Eltern kontrollsüchtig,vereinnahmend? Oder lieblos und distanziert?Im zweiten Fall-liebst du deinen Freund? Er scheint perfekt zu sein,aber ist er perfekt für dich? Lieben und passend sein ist nicht einunddasselbe.Oder ist irgendwas im Busch und du ignorierst hartnäckig dein Bauchgefühl.Das beste,du nimmst dir unter einem Vorwand Auszeit von deinem Freund und setzst dich auseinander damit,was genau du fühlst.Egal wie nichtig oder absurd dir deine Gedanken und Empfndungen erscheinen,es gibt immer einen Grund dafür.Du musst nur herausfinden, ob dein Freund wirklich damit zu tun hat.
 
  • #7
Hallo FS,

deine Ängste kommen aus der Kindheit. Und jedes mal, wenn du eine Beziehung eingehst, dann kommt automatisch dein Alarmsystem " er wird mich sowieso verlassen". Das passiert alles unbewusst. Entweder du machst durch dein Verhalten letzendlich die Beziehung kaputt oder du trennst dich selbst. Du hast massive Verlustängste und denkst, dass du nicht gut genug bist. Hier gab es schon den Tipp mit Therapie und Arbeit mit dem inneren Kind. Das würde ich dir auch empfehlen. Dazu gibt es auch gute Bücher von Stefanie Stahl z.B. Es hilft schon, wenn du deine Muster erkennst.

Ob du es alleine schaffst, kann ich dir nicht sagen. Es erfordert viel Geduld und Willen daran zu arbeiten.

Lerne auch dich selbst zu lieben und wertzuschätzen. Arbeite an deinem Selbstwertgefühl, dann wird es dir besser gehen. Du wiederholst sonst dieses Drama in jeder Beziehung.
 
  • #8
Ich hatte in früheren Beziehungen und Kennenlernphasen immer das Problem, dass ich extrem impulsiv, empfindlich, eifersüchtig und misstrauisch war und jeden Gedankengang sofort ausgesprochen habe.
Daran ist es letztlich auch wieder und wieder gescheitert.
Wenn es in jeder Beziehung so war, liegt nahe, dass ein Erlebnis aus deiner früheren Vergangenheit getriggert wird, womöglich aus der Kindheit. Das dir suggeriert, du seiest es nicht wert, geliebt zu werden, und dass du sowieso (wieder) verlassen wirst.

Du kannst erst einmal für dich selbst versuchen herauszufinden, welcher Teil deiner Vergangenheit dich hier regelmäßig heimsucht. Bücher über das Thema "Inneres Kind" könnten dir helfen, deinen Frieden mit deiner Vergangenheit zu machen. Du musst allerdings auf einen schmerzhaften Prozess gefasst sein, so was ist hart, wenngleich auf die Zukunft gerichtet sehr befreiend.

Falls das nicht hilft, kann dir ein guter Therapeut helfen. In Gesprächstherapien, mittels NLP- oder EMDR-Techniken als Beispiel. Auch dies wird kein Zuckerschlecken und einiges an Arbeit von deiner Seite aus erfordern. Ist aber immer noch besser, als sich sein ganzes Leben damit zu quälen.

Ich finde es im Übrigen sehr mutig und reflektiert, dass du dich deinem Problem stellst. Im derzeitigen Parallelthread "Warum so emotional" wird eine Frau beschrieben, die es nicht tut. Vielleicht ein weiterer Anreiz für dich. Alles Gute!
 
  • #9
Gute Morgen,

ich schließe mich mit guten Gefühlen @Morisseyne und @ Tom26 an.
Es ist haargenau meine Geschichte gewesen, die du da schreibst und ich fühle so sehr, wie du dich fühlst.
Es ist lange her, dass ich in diesem Teufelskreis steckte, der mir das Leben schwer gemacht und mich fast um den Verstand gebracht hatte, bis ich eine Entscheidung getroffen habe, da raus zu kommen. Ich hatte meinen eigenen Weg gefunden und es sind schon lange, Schatten der Vergangenheit.
Man kann es schaffen, du auch. Den ersten Schritt hast du schon getan, es ist dir bewusst und du schreibst es hier so klar und deutlich formuliert, Donnerwetter! Du hast das Zeug zum Glücklichsein und bist ja schon dabei, den Quälgeistern die lange Nase zu zeigen. Du schaffst auch die weiteren Schritte, schau dir die vielen Möglichkeiten an Hilfestellungen an und wenn die eine nichts für dich taugt, dann suche weiter.
Ich wünsche dir weiterhin !!! Glück !!! und alle Daumendrücks, die ich aufbringen kann.
 
  • #10
Liebe Jenny, ja, Du tust gut daran, Deinen inneren Gedanken und Impulsen zu mißtrauen. Es sind, wie schon geschrieben wurde, die Geister der Vergangenheit. Du hast einen unsicheren Bindungsstil, was aus vielerlei schlechten Prägungen und Enttäuschungen, auch in der frühen Kindheit, zurückzuführen sein dürfte. Sprich: Du konntest kein Urvertrauen in Bindungen entwickeln. Deine Seele traut sich nicht, sich fallenzulassen, weil sie immer mit dem Schlimmsten rechnet. Stimmts?

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass man diesen Teufelskreis durchberechen kann. Mir ging/geht es ähnlich. Mit dem Unterschied, dass ich in meinen Aktionen, in meiner Aussenwirkung sehr kontrolliert bin. Niemand merkt / ahnt, was sich in mir abspielt.

Mach das als ersten Schritt und achte darauf, dass Du Deinen Impulsen mißtraust und sie weiterhin kontrollierst. Mißtraue Deinen inneren Eingebungen, Deinem Gedankenkarussel und dann lebe die Beziehung. Einfach nur von Stunde zu Stunde und von Tag zu Tag. Denn alte Programmierungen können auch überschrieben werden. Aber das dauert.

Mir wurde es leichter, als ich begonnen habe, dies als Teil meiner Selbst zu akzeptieren. Ich habe mich damit ausgesöhnt. Ich habe für mich verstanden, warum ich so bin und habe mich arrangiert. Nun musste ich diesen Teil nicht mehr bekämpfen, sondern konnte lernen, damit zu leben. Und siehe da: es verzieht sich immer mehr in den Hintergrund, wird immer unwichtiger. Viel Glück.
 
  • #11
Was auch immer es ist - Ich denke je mehr du diese Gefühle und Ängste unterdrückst, um so schlimmer wird es.

Wie einige hier schrieben, du solltest unbedingt mit einem Profi oder einem sehr geerdeten, positivem Menschen darüber reden. Sind es grundsätzliche Ängste davor, an einen Menschen gebunden zu sein? Die Angst, möglicherweise ein Leben lang an diesen gebunden zu sein? Oder tatsächliche, berechtigte Warnungen, dass etwas nicht passt in der Beziehung? Oder das Gegenteil, destruktive Gespenster, die etwas sehr wertvolles sabotieren wollen?

Diese Angst beeinträchtigt dein Leben, deine Beziehung, dein Wohlbefinden. Sag der Angst doch ganz frech: "Du ich werde schon rauskriegen, was es mit dir auf sich hat." Und dann machst du das, natürlich mit der genannten Unterstützung.

Und noch was: Gegen Angst hilft Bewegung und Lachen mit Freunden. Beides entspannt, dann ist die Angst nicht übermächtig und du kannst besser analysieren, was dich wirklich bedrückt. Also geh einfach raus, power dich aus, egal ob du intensiv Tennis spielst, eine lange Strecke mit dem Rad fährst, wanderst oder läufst.

Und als letztes: Sprich in einer ruhigen Minute mit deinem Freund darüber, dass dich mitunter derartige Ängst und Gedanken plagen. Dann, wenn du gut drauf bist, das sachlich formulieren kannst. Er muss nicht alles wissen, aber grundsätzlich schon. Daran, wie er darauf reagiert, wirst du auch viel über ihn erfahren und darüber, ob er zu dir passt.
 
  • #12
Sehr seltsam und mir doch micht unbekannt.
Ich würde mich den Vorpostern anschliessen und sagen, mache eine Therapie, um dich und den Antrieb deiner Gedanken und deines Handelns kennen zu lernen.
Ich war dafür auch mal 1,5 Jahre iner Therapie, übrigens bei einer Psychologin, die konnte das auch.
ABER ich schliesse mich auch denen an, die sagen, dass du auf dein Bauchgefühl hören solltest! Meine letzte sehr lange Beziehung fing auch so an, ich dachte ich hätte den 6er im Lotto und alle stimmten dem zu und ich fragte mich warum ich so verdammt impulsiv und launisch bin. Im Nachhinein war klar, dass ich bei diesem Mann überhaupt nicht Ich war - ich war nicht authentisch. Der hat mir unterbewusst klar gemacht, dass ich nicht gut genug sei, so wie ich bin. Das ging über subtile Dinge wie Kleidung und Sport bis hin zu meinem Humor etc. letztendlich passten wir einfach nicht zusammen!
Vielleicht steckst du da zu tief drin, um das zu sehen, und bist einfach froh endlich jemanden zu haben. So war das bei mir auch.
Viel Glück
 
  • #13
Ich schließe mich da @Moona an.

So, wie Du Dich und Dein Verhalten auch in bisherigen Beziehungen beschreibst, scheint mir Dein Distanzbedürfnis sehr stark zu sein: Du willst zwar Nähe, Liebe und Geborgenheit, aber gleichzeitig macht Dir das auch Angst, weil Du es ja wieder verlieren könntest, wenn Du es einmal bekommst.

Diese Angst bringt Dich dazu, Dich von vornherein schützen zu woollen: Besser gar nicht allzu tief in so angenehme Dinge hineinrutschen, damit die Enttäuschung nicht zu groß wird, wenn es dann schiefgehen sollte!

Also suchst Du lieber von Anfang an nach negativen Anzeichen, die Dich darin bestärken, lieber Distanz zu wahren, um Dich nicht auszuliefern - oder, im krassesten Fall, die Sache lieber selbst rechtzeitig zu beenden, sozusagen wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

Meine Empfehlung: Lies doch mal "Jeder ist beziehungsfähig" von Stefanie Stahl (die auch mit dem oben schon von @Morrisseyne erwähnten Konzept vom "inneren Kind" arbeitet).

Man erkennt sich da in seinem eigenen Beziehungsverhalten sehr gut wieder und lernt, seine eigenen Probleme auf diesem Gebiet abgespalten zu betrachten, was eine Grundvoraussetzung ist, um daran zu arbeiten.

Die Ursachen liegen meist in frühkindlichen Erfahrungen und auch in später gemachten negativen Erfahrungen, die Urvertrauen verhindern, so dass man Angst hat, sich auf andere richtig einzulassen,
 
  • #14
verdammt impulsiv und launisch bin. Im Nachhinein war klar, dass ich bei diesem Mann überhaupt nicht Ich war - ich war nicht authentisch. Der hat mir unterbewusst klar gemacht, dass ich nicht gut genug sei, so wie ich bin. Das ging über subtile Dinge wie Kleidung und Sport bis hin zu meinem Humor etc. letztendlich passten wir einfach nicht zusammen!
@Apfelmus: ja ging mir auch schon genauso wie dir. Bei uns hat einfach so gar nix gepasst. Man sagt doch so schön, dass passende Menschen für einen das beste aus einem selbst herausholen. Man ist authentisch und fühlt sich wohl. Wenn du allerdings merkst, dass du launisch bist, traurig oder sonst nicht so wie sonst mit guten Freunden, dann passt grundlegend etwas nicht. Habe ich leider zu spät gemerkt.
 
  • #15
Erstmal finde ich, bist du der typischen gesellschaftlichen Gehirnwäsche unterlegen, zu denken, das Problem läge offenbar an dir.

Die Lösung ist aber, auf deine Wahrnehmung zu vertrauen. Wenn du eifersüchtig bist, dann ist der Mann meist der Falsche, weil er sich falsch dir gegenüber benimmt oder andere Ziele in einer Beziehung hat, die nicht so verbindlich mit dir sind, wie du es gerne hättest. Offenbar ist er zu unverbindlich mit dir unterwegs und bietet dir nichts, worauf man bauen kann.
Was ist denn Sicherheit? Bietet er dir einen 100 % Service und Schutz für dein Leben und heiratet dich vom Fleck weg? Ich glaube ja nicht! Also sind die Zweifel schon berechtigt. Vertraue bitte auf dich und setze Grenzen!
Es hilft nichts, seine Emotionen zu unterdrücken, weil sie später irgendwo wieder hochkommen. Etwas funktioniert bei euch nicht. Du willst dich trennen, weil du annimmst, er nimmt es nicht ernst genug. Das kann schon so sein.

Du hast lediglich Angst, dass er abhaut und dich nicht mehr will, wenn du den Mund öffnest. Das heißt ja, du bist ihm hörig und darfst dir gar nichts erlauben, was dein Inneres widerspiegelt. Du musst dich ständig verändern, und frömmelig sein, damit du ihm passt.

Reiße ruhig den Mund auf und stelle sofort klar, dass du in der Beziehung anderes erwartest. Offenbar ist da nicht nichts, wenn du schon so oft seine Sachen vor die Türe stellen wolltest.

Was ist das denn für ein Kopfkino? Und was sind seine Zukunftspläne mit dir?


Mein Tipp wäre:

- werde noch etwas älter und selbstbewusster, sammle Erfahrungen
- lerne, Grenzen zu ziehen und einzusehen, dass so eine Beziehung nicht gut für dich ist, auch weil du selber noch reifer werden musst
- lerne, dich sofort zu artikulieren (höflich, sachlich, souverän) und nichts runterzuschlucken, was dir nichts passt. Es hilft nichts, eine Beziehung nur aufrecht zu erhalten, indem man den Mund hält.
 
  • #16
Möglicherweise fühlst du dich deinem Freund unterlegen.
Ist er älter, erfolgreicher, selbstsicherer als du? Hast du das Gefühl ihm gelingt vieles, was dir nicht gelingt?
Bleib bei, finde die Sicherheit in dir, Das kann dir kein anderer mensch geben und du bist nicht so abhängig.
 
  • #18
Erstmal finde ich, bist du der typischen gesellschaftlichen Gehirnwäsche unterlegen, zu denken, das Problem läge offenbar an dir.
Die Lösung ist aber, auf deine Wahrnehmung zu vertrauen. Wenn du eifersüchtig bist, dann ist der Mann meist der Falsche, weil er sich falsch dir gegenüber benimmt oder andere Ziele in einer Beziehung hat, die nicht so verbindlich mit dir sind, wie du es gerne hättest. Offenbar ist er zu unverbindlich mit dir unterwegs und bietet dir nichts, worauf man bauen kann.
Was ist denn Sicherheit? Bietet er dir einen 100 % Service und Schutz für dein Leben und heiratet dich vom Fleck weg? Ich glaube ja nicht! Also sind die Zweifel schon berechtigt. Vertraue bitte auf dich und setze Grenzen!
Es hilft nichts, seine Emotionen zu unterdrücken, weil sie später irgendwo wieder hochkommen. Etwas funktioniert bei euch nicht. Du willst dich trennen, weil du annimmst, er nimmt es nicht ernst genug. Das kann schon so sein
Sag mal, bist Du Dir eigentlich bewusst, das Du dauernd (auch hier) die Beziehungen (und überhaupt auch auch erst das Zustandekommen) auseinander treibst, indem Du grundsätzlich den Männern die Schuld gibst.?

Ja ich bin oft auch so ein "gender-basher", versuche aber den Fragenstellern meist so zu raten, dass sie nicht immer gleich sofort Schlussmachen müssen (den aktuellen Nachbarthread mit der hysterischen Freundin mal ausgenommen) .

Ich finde gerade in diesem Thread kann die FS schon eine Menge erreichen, wenn sie auf mal von aussen auf sich selbst schaut.

Ich will der FS auch nicht unbedingt ausreden, auf ihr Bauchgefühl zu hören.

Aber da sie ja offenbar schon weiß, dass ihre Gefühle oft an der Realität vorbeigehen, könnte es wirklich nicht schaden sich da mal zu hinterfragen und gemeinsam mit den jeweiligen Partnern Stategien für eine unbeschwerteres Leben zu entwickeln, ohne sich allzusehr von überkochenden Emotionalitäten beschädigen zu lassen.
Ich als Partner hätte da vollstes Verständnis und würde helfen, auch unebrechtigte Zweifel durch Taten und Verhaltensweisen zerstreuen !
 
  • #19
Und ehrlich gesagt habe ich totale Angst davor, dass ich es auf einmal nicht mehr kontrollieren kann und anfange beleidigend zu werden und mich zu trennen.
Was dir hier angeraten wird, muss für dich nicht passen, im Endeffekt weiß dein Bauch das viel besser. Ich sehe das als Außenstehender so, alles was über den Kopf läuft ist okay, der Bauch sagt aber, es ist nicht okay, weil ihr emotional nicht zusammen passt, ganz einfach und deswegen wird diese Beziehung auch nicht halten können, wie ich das von hier aus sehe, dein Bauch gibt dir recht, dein Bauch gibt dir Eingebungen, die man nicht einfach so schnell weg schieben kann!
 
  • #20
Ähm ...

Die Lösung ist aber, auf deine Wahrnehmung zu vertrauen.
Offenbar ist er zu unverbindlich mit dir unterwegs und bietet dir nichts, worauf man bauen kann.
Der Witz ist doch aber gerade, dass ihre Sorgen ihrer Wahrnehmung total zuwider laufen:

Er weiß was er will, er lässt mich in allem was er sagt und tut wissen, dass er mich will. Er ist einfühlsam, verständnisvoll, hat einen super Humor. Bietet mir alles mögliche an Sicherheit.
Und:

Was ist denn Sicherheit? Bietet er dir einen 100 % Service und Schutz für dein Leben und heiratet dich vom Fleck weg?
Wenn er irgendwie ahnt, wie skeptisch seine Freundin die ganze Beziehung immer dann sieht, wenn er gerade mal nicht bei ihr ist, dann tut er auch sehr gut daran, sich mit solcher Totalbindung noch etwas zurückzuhalten ...

Du hast lediglich Angst, dass er abhaut und dich nicht mehr will, wenn du den Mund öffnest. Das heißt ja, du bist ihm hörig und darfst dir gar nichts erlauben, was dein Inneres widerspiegelt. Du musst dich ständig verändern, und frömmelig sein, damit du ihm passt.
Das ist aber doch eine völlig überzogene Interpretation. Wo sagt sie denn, dass sie sich "ständig verändern und frömmelig sein" muss, damit sie ihm passt? Es geht doch nur darum, dass das jetzt nicht mehr ständig geäußerte Innere lautet:

extrem impulsiv, empfindlich, eifersüchtig und misstrauisch
Wenn man das ständig äußert, macht man natürlich ganz automatisch jede Beziehung kaputt. Wenn der andere Part ständig hören muss, dass ihm der andere chronisch misstraut, dann lernt er sehr schnell, dass er auf den anderen nicht bauen kann. Negative Beziehungssignale schaffen kein Vertrauen!

Nichts für ungut, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein ängstlicher Bindungsvermeider den anderen in seinem destruktiven Verhalten bestärken will.

Wenn man in Beziehungen IMMER dieses Problem hat, wie @Jenny1234 ja schreibt, dann sollte man sich vielleicht doch mal Gedanken machen, ob das Problem nicht eine eigene Kopfgeburt sein könnte...?
 
  • #21
Liebe Jenny
Das klingt nach starken Verlassenheitsängsten und -Gefühlen. Habe mal in einem Buch gelesen, dass bei manchen Menschen das Bindungssystem dauernd aktiviert ist, weswegen sie sich ständig Nähe wünschen und eben viel mehr Angst haben, dass alles zerbricht. Es geht ihnen dann eben in Gesellschaft gut, und sowie sie allein sind fallen sie ins Loch. Ich habe auch gemerkt, dass jeder Mensch eine andere Toleranzgrenze für's alleinsein hat. Manche fühlen sich nach 10 Minuten unwohl, manche nach 10 Tagen. Das hängt wohl wirklich mit dem Bindungsstil und der Kindheit zusammen. Bei mir ist es so, wenn ich etwa 3 Stunden zu niemandem Kontakt habe, werde ich schon nervös (vielleicht erklärt das auch meine regen Forumsbeiträge?).
Wenn du diesen Mann liebst und es dir wirklich gut geht, wenn ihr zusammen seid, kannst du ihm ja mal vorsichtig von deinem Problem erzählen und ihn bitten, dass er dich im Falle, dass du solch einen impulsiven "Ausbruch" hast, nicht gleich verlassen soll.
Auch finde ich es für mich selbst in schwierigen Situationen hilfreich, Tagebuch zu führen und alles dem Papier anzuvertrauen. Es beruhigt mich und ich gewinne Abstand zu meinen Gedanken. Vielleicht auch was für dich?
Fühl dich gedrückt,
A.
 
  • #22
Liebe Jenny,

Ich hoffe, Du realisiert, dass Dir viele aus eigenem Erleben, in individuellen Ausprägungen, schreiben.
Und viele versuchen, Dir Wege zu zeigen, die bei ihnen selbst geholfen haben.

Annies Tipp hat mir auch geholfen, ich habe sehr viel geschrieben, nicht nur Tagebuch, sondern auch Stichpunkte zu Themen, Fragen.

Was mir richtig geholfen hat, um überhaupt zu verstehen, war das Bild des Inneren Teams - kann man googlen.
Ich habe mit einem Grundteam angefangen - basierend auf meinen Facetten / Gefühlsseiten. ( Die Liebende, die Fröhliche, die Alberne, die Nachdenkliche, die Traurige, die Wütende, die Ängstliche....) Es kam der Innere Kritiker dazu, der innere Zerstörer, und noch so eher Negative. Das Bild bekam eine Eigendynamik.
Heute sitzen da statt Kritiker, Zerstörer eine Managerin und ein Coach - kritisch, aber wohlwollend, Mut machend, etc.
Dazu dann die Arbeit mit dem Inneren Kind - besser die vielen verletzten Kinder - mit dem Bewusstsein, der Akzeptanz und einer Nachversorgung, das geht. Du selbst als liebevolle Mutter dieses Kindes, fürsorglich, haltend.

Das sind Prozesse, und es ist eine Methode, nicht jede*r mag sich darauf einlassen, und nicht jede*r findet Zugang zu dieser Eigendynamik.
Es braucht eine gewisse Phantasie, ein bildhaftes Vorstellungsvermögen, wobei man dies entwickeln kann.

Aber Du kannst mal schauen, nachlesen, was Dich anspricht.
Als Autorinnen aus diesen Fachbereich - Michaela Huber - auch eine gute, informative Internetseite, und Luise Reddemann.

Toll, dass Du den ersten Schritt gemacht hast, dieser ist der Wichtigste.

Alles Liebe.
 
  • #23
Liebe Jenny, vertraue deiner Wahrnehmung. Das ist der einzig richtige Ratgeber.
Auch wenn sich Menschen uns gegenüber nett, fürsorglich usw verhalten, muss dies nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen und dann springt unser Bauchgefühl an. Ich habe das früher auch öfters ignoriert, weil scheinbar alles gepasst hat. Aber jedes mal hat sich im nachhinein bestätigt, dass die jeweilige Person nur Theater gespielt hat.
Beziehungsvermeider, Menschen mit Bindungsangst, Verlustangst usw, sind tolle Phrasen um menschliche Unzulänglichkeiten zu erklären. Wenn diese Erklärungen nicht weiterhelfen wirst du wahrscheinlich aufgefordert dies oder jenes zu googeln. Wie gut dass es auf jedes Problem im Internet eine Antwort gibt und wie überaus klug jene Menschen sind, die dir deine Gefühle in Anrede stellen(Ironie off)
Vertrau dir, Clarissa
 
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  • #24
Wie gut dass es auf jedes Problem im Internet eine Antwort gibt und wie überaus klug jene Menschen sind, die dir deine Gefühle in Anrede stellen(Ironie off)
...hier schreibt die FS eindeutig von ihrem Kopfkino, was sich anstellt, wenn ihr Freund nicht bei ihr ist. Hätte sie ein ungutes Bauchgefühl bezüglich dieser Person, hätte sie es auch in seiner Anwesenheit. Hier liegen Ängste und zerstörrerische Verhaltensweisen zugrunde, die eine Beziehung letztendlich zum Scheitern bringen kann und dann kann man natürlich immer sagen, ich hatte es ja im Gefühl.
Ich wäre da sehr vorsichtig, ein gesundes Frühwarnsystem reagiert anders. Sie traut ihr eigenen Wahrnehmung die sie bezüglich ihrer Person hat und das ist ein guter Anfang.
 
  • #25
...hier schreibt die FS eindeutig von ihrem Kopfkino, was sich anstellt, wenn ihr Freund nicht bei ihr ist. Hätte sie ein ungutes Bauchgefühl bezüglich dieser Person, hätte sie es auch in seiner Anwesenheit. Hier liegen Ängste und zerstörrerische Verhaltensweisen zugrunde, die eine Beziehung letztendlich zum Scheitern bringen kann und dann kann man natürlich immer sagen, ich hatte es ja im Gefühl.
Ich wäre da sehr vorsichtig, ein gesundes Frühwarnsystem reagiert anders. Sie traut ihr eigenen Wahrnehmung die sie bezüglich ihrer Person hat und das ist ein guter Anfang.
Es bringt nichts. Es gibt immer Erkenntnisverweigerer, die eine analytische Selbstbetrachtung radikal ablehnen und konsequent davon ausgehen, dass das Problem unbedingt außerhalb der eigenen Persönlichkeit angesiedelt sein MUSS und überhaupt nicht in der eigenen Psyche angesiedelt sein KANN, ja geradezu nicht dort angesiedelt sein DARF, auch nicht mal teilweise.

Da werden dann gern ganze Teile von Wissenschaftsdisziplinen qua eigener Wassersuppe mal eben als Hokuspokus abgetan:

Beziehungsvermeider, Menschen mit Bindungsangst, Verlustangst usw, sind tolle Phrasen um menschliche Unzulänglichkeiten zu erklären.
Genau, Psychologie und ihre Erkenntnisse, alles Murks und Larifari, Teufelswerk. Bloß nichts über seine eigenen Prägungen erfahren, die existieren in Wirklichkeit gar nicht! Das ist ein bisschen wie bei den Impfgegnern, nur eben in einer anderen Disziplin, aber was soll's ...

Mir klingt die Darstellung der FS auch nach einem sehr deutlichen Fall von Verlustangst und daraus resultierender ängstlicher Bindungsverweigerung, aber korrekterweise muss man aber natürlich sagen:

Es kann natürlich auch in all ihren bisherigen Beziehungen tatsächlich so gewesen sein, dass der jeweilige Partner immer ein Lügner und begnadeter Schauspieler war, und das "Bauchgefühl", der "Instinkt" oder was auch immer der FS hat sie das erspüren lassen. Klar. Aber wenn sie erst einmal ausschließen kann, dass sie selbst Angst vor Bindung und Nähe hat, dann hat sie ja dafür den besten Beweis.
 
  • #26
Ich bin einfach der Meinung, dass nur Fachleute irgendwelche Diagnosen stellen dürfen. Die wirkliche Ursache die zum jeweiligen Beziehungsverhalten führt, ist sehr wohl erklärbar, die habe ich hier aber noch nie in irgendeiner Form gelesen. Dafür aber sehr viele Pseudoerklärungen, die mit wirklicher Psychologie nichts zu tun haben. Diesen Trend, überall mit Halbwissen mitreden zu können, finde ich beängstigend.
Es ist ein Unterschied von eigenen Erfahrungen zu sprechen oder jemanden eine Ferndiagnose zu verpassen.
 
  • #27
Es ist ein Unterschied von eigenen Erfahrungen zu sprechen oder jemanden eine Ferndiagnose zu verpassen.
Ja, liebe Clarissa, da stimme ich dir zu.
Ich habe der FS allerdings nicht geschrieben, um mit Halbwissen zu glänzen und Ferndiagnosen zu verpassen, ebensowenig hat das @Lionne69 gemacht.
Wir haben aus unserer eigenen Erfahrung berichtet.
Ich kenne das Phänomen, dass wenn ich mit einem guten Freund, einer guten Freundin zusammen bin und Spass habe, sich alles gut anfühlt. Und dann, sobald ich alleine bin, ein Kopfkino anfängt, dass man mich aufgrund von diesem und jenem jetzt doch doof finden wird und dass sich alle an diesen komischen Satz erinnern werden und so fort. Es sind Bagatellen, alltägliche und normale Disharmonien. Aber wenn man z.B. einen unsicheren Bindungsstil hat, befürchtet man, alles kann zum "aus" einer Beziehung führen und empfindet jeden kleinen Fehler als Tragödie.
"Trau immer deinen Gefühlen" - nun ja, ich würde sagen, meistens. Es ist eine grosse Herausforderung, unterscheiden zu können - ist mein Gefühl zur Situation passend, oder kommt da etwas Vergangenes hoch? Weder bin ich dafür, alle Gefühle zu zerreden und zu rationalisieren, noch möchte ich dir darin zustimmen, auf jedes Gefühl uneingeschränkt zu hören.
 
  • #28
Ich bin einfach der Meinung, dass nur Fachleute irgendwelche Diagnosen stellen dürfen. Die wirkliche Ursache die zum jeweiligen Beziehungsverhalten führt, ist sehr wohl erklärbar, die habe ich hier aber noch nie in irgendeiner Form gelesen.
Deswegen kommt der Rat, therapeutische Unterstützung zu suchen, da wird man sich auch mit Ursachen und einer genauen Diagnose auseinander setzen.

Für eine differenzierte Abhandlung über die diversen Aspekte des Bundungsverhaltens ist hier weder Raum noch wäre es angemessen.

Einige von uns schreiben aus eigenen Erfahrungen, kennen analoge Situationen.
Und der / diejenige, der diese Kopfkino kennt, um die destruktive Wirkung, weiß, dass dies nicht mit einem gesunden Bauchgefühl zu tun hat.
Es ist destruktiv, und es kann einen massiv zum Verzweifeln bringen.

Und selbst mit Therapie wird man immer wieder gut hinfühlen dürfen, ist es ein alter Trigger oder die sensiblen Antennen. Diese sind nämlich meist auch etwas empfindlicher, als bei anderen.
 
  • #29
Es kann sein, dass Du per Intuition kleinste Signale wahrnimmst, welche Deine Zweifel und das "Kopfkino" begründen.

Es gibt Verwirrendes auf dieser Welt. Ich hatte mal einen Freund, der manchmal, wenn er mich geküßt hat, seine Hand auf meinen Brustkorb gelegt hat, da wo mein Herz ist, und mich von sich wegschob, während er mich mit seinem Mund gierig geküsst hat und regelrecht einsog. "Push and pull" in einer Geste vereinigt.

Das war sehr sehr seltsam. Der ganze Mensch war seltsam. Es hat Zeit gebraucht, bis ich diese Geste und einiges andere, das er gemacht hat, einordnen konnte.

Genauso kann es sein, dass mit ihm alles ok ist und Du tatsächlich von Deinen Dämonen aus der Kindheit heimgesucht wirst.

Sei aufmerksam und informiere Dich. Belese Dich über Psychologie. NLP ist ein gutes Stichwort, das schon genannt wurde. Innere Kind-Arbeit. Teilearbeit. Den inneren Beobachter erwecken. Lese auch über "gaslighting". Das ist eine manipulative Kommunikationstechnik, in welcher dem Opfer suggeriert wird, es sei verrückt und könne den eigenen Sinneswahrnehmungen nicht trauen.

"Quanten-NLP" ist ein weiteres Stichwort für Dich. Dabei löst man sich von der Vorstellung beschädigte Teile "innere Kinder" beaufsichtigen zu müssen und fragt sich, "Wer oder was in.mir ist denn der Teil, der den inneren Beobachter, welcher das innere Kind beobachtet, beobachtet?"'

Ich hoffe, das hilft Dir weiter beim Sortieren.

Alles Liebe,

Libertybelle