• #1

Wie beende ich eine Beziehung möglichst fair und respektvoll?

Ein Ende mit Schrecken? Lieber nicht! Klar, eine Trennung ist nie einfach. Doch auch wenn die Liebe keine Zukunft hat, sollten Sie den Schlussstrich nicht mit der Holzhammer-Methode ziehen. Das bringt unnötigen Schmerz und Verbitterung auf beiden Seiten. In unserem aktuellen Magazinartikel haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt: http://magazin.elitepartner.de/die-perfekte-trennung-fuenf-tipps-fuer-ein-elegantes-ende.html Verraten Sie uns Ihre!
 
  • #2
Ich halte von diesen ganzen Tipps gar nichts!

Außerdem unterscheide ich:
1. Die Trennung nach einer längeren Kennenlernphase, zu der sich jemand nach einigen Wochen/Monaten entscheidet.
Da verhindert weder ein bestens geplanter Ort, noch der scheinbar ideale Zeitpunkt den Schock und die tiefe Verzweiflung danach. Mir wäre es eher schrecklich, wenn mein Liebster mir noch einige Zeit Liebe vorgeheuchelt hätte, nur um den passenden Moment für eine Trennung abzuwarten.
Mir persönlich wäre da eine schriftliche Erklärung am liebsten, und zwar genau dann, wenn für meinen Partner diese Entscheidung klar geworden ist.

2. Die Trennung nach langer Ehe oder Partnerschaft.
Da wird im Normalfall eine schwere Krise voran gegangen sein, bevor einer von beiden keine gemeinsame Zukunft mehr sieht. Ich denke, da wurden bereits lange Zeit vorher zermürbende Gespräche geführt, in denen sich das Ende bereits abzeichnete. Auch in diesem Fall würde taktisches Vorgehen eher kontraproduktiv sein. Am wenigsten kränkend wäre in diesem Fall die Einsicht beider, dass es nicht mehr gemeinsam weiter gehen kann. - Was den Schmerz desjenigen, der dann letztendlich verlassen wird, nicht besonders mildert.
 
  • #3
Bei einer Trennung ist es wichtig, dass man auf die Formulierungen achtet und auf den Ton, offen und ehrlich die Beweggründe sagt, und erklärt wieso es keine Zukunft hat und zwar rechtzeitig und nicht Pläne schmiedet wann der richtige Zeitpunkt wäre.
 
  • #4
Ich finde die Tipps dieses mal recht gut -- wirklich ein Artikel, den ich größtenteils unterstützen kann.

Ich empfehle allerdings leicht abweichend, nicht allzu detalliert Gründe zu nennen -- denn Gründe eröffnen einer psychologischen Kriegsführung die Tür, nämlich Verhandlung und Besserungsversprechen. Genau deswegen ist es psychlogisch eben gerade nicht empfehlenswert, allzu viele Gründe konkret zu benennen. Ursachen sollten im Gegenteil nur dann ausdrücklich genannt werden, wenn sie ohnehin offensichtlich und unstrittig sind, etwas "weil Du fremdgegangen bist" oder "mich geschlagen hast" oder "Dich endgültig gegen Kinder entschieden hast". Ansonsten sollten Gründe besser nicht diskutiert werden.

Sobald man Dinge sagt "weil Du unhöflich / unpünktlich bis" oder "weil Du zu wenig Zeit für mich hattest" oder "weil Du die falschen Prioritäten setzt", dann kommt zwangsläufig die Antwort "Ich werde ab jetzt pünktlich sein", "wir werden ab jetzt ganz viel zusammen machen" und alles schrecklich tränenreich kombiniert mit "gib mir diese Chance, ich lieb Dich doch so sehr". Völlig kontraproduktiv, zum Schluss fühlt man sich trotz des klaren Trennungsgrundes noch schlecht oder schuldig, weil man nicht die x-te Chance einräumt.

Nein, ganz klare psychologische Empfehlung: Keine konkreten, schon gar keine strittigen Gründe nennen.

Völlig richtig ist dagegen der letzte Tipp: Völliger Kontaktabbruch.
 
G

Gast

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  • #5
Solche "Schulbüchertips" sind irreführend und nicht brauchbar! Jeder Fall ist anders, aus der Praxis und nicht aus dem Buch und will anders behandelt werden! m/40
 
G

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  • #6
Der Mensch, mit dem ich eine Beziehung habe (hatte), ist es natürlich wert, erfahren zu dürfen, warum ich keine Zukunft sehe.

Es ist so ziemlich das Schlimmste. dass man jemandem antun kann, wenn man sich in irgendwelche Ausflüchte flüchtet und die wahren Gründe verschweigt.

Wenn man dabei in der Ich-Form seine Gründe aufzeigt, egal ob sie nun Unpünktlichkeit oder falsche Prioritäten setzen heißen und dazu sagt, dass die Gefühle für einen weiteren Versuch nicht mehr reichen, ist dies klar und ehrlich und bietet einer psychologischen Kriegsführung wenig Raum.

Eine Beziehung zu beenden ist nie ein leichter Schritt und Schmerz kann man dabei nie ganz vermeiden. Selbst, wenn die Gefühle für eine Beziehung nicht mehr reichen, ist da doch die Achtung vor dem Expartner, mit dem man ein Stück Weg gemeinsam ging. Ich bin mit meinem Vorgehen - größtmögliche Ehrlichkeit - dabei immer gut gefahren.

Dazu muß ich sagen, dass ich schon immer sehr rechtzeitig das Gespräch mit meinem Partner suche, wenn etwas nicht rund läuft, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist - und für mein Gegenüber deswegen nichts aus heiterem Himmel kommt.
 
G

Gast

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  • #7
Mit den Tipps in ihrem Artikel bin ich völlig einverstanden. Genauso wie ich meinem Partner sagen würde, aus welchen Gründen ich die Beziehung nicht mehr mit ihm weiterführen will und keine gemeinsame Zukunft mehr sehe, wünsche ich mir auch von meinem Ex-Partner Offenheit und Ehrlichkeit, wie er das Scheitern unserer Beziehung sieht, bzw. welche Gründe er für das Ende der Partnerschaft erkannt hat.

Das ehrliche und offene Gespräch, in dem beide in Ich-Form über die Verletzungen, Enttäuschungen usw. spricht; gibt beiden die beste Möglichkeit über sich selber zu reflektieren, über das eigene Verhalten, über die eigenen Schwächen und Stärken und über die ihm zugefügten seelischen Verletzungen. Nur so können beide das schmerzhafte und traurige Ende der Beziehung angemessen verarbeiten und damit abschliessen.

Ich finde es gibt fast nichts schlimmeres im Leben (für mich wenigstens), als die quelende Ungewissheit, d.h. nicht zu wissen warum und wieso es nicht funktioniert hat. Eine schmerzhafte Wahrheit ist für mich immer leichter zu ertragen, weil man damit eines Tages abschliesst, so wie man ein Buchdeckel zuklappt.

@3 Natürlich gibt es immer Gründe, warum eine Partnerschaft kein Happy End hat aber ich würde nicht mit ihm in DU-Botschaften, sondern immer in ICH-Botschaften reden: Statt "weil Du unpünktlich bist" lieber "ich habe gekocht und mich auf Dich riesig gefreut und als Du zu spät kamst ohne mir sogar deine Verspätung mitzuteilen, war ich sehr traurig und fühlte mich respektlos behandelt, und fragte mich wozu ich das alles mache".

So kann er - sofern er genug Einfühlungsvermögen hat - verstehen wie ich mich fühle und das sein Verhalten statt positive negative Gefühle in mir weckte. Und wenn häufiger Enttäuschungen, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Freudlosigkeit als Folge seines Verhaltens iim Partner entstehen, dann ist es logisch das früher oder später der verletzte Partner gehen will und wird. Wer will psychologisch gesehen in einer Liebesbeziehung schlechter da stehen als alleine? Für mich gibt es kein zurück mehr!!!

Aus diesem Grunde aber auch als eine Lernchance für zukünftige Beziehungen, finde ich ein letztes Abschiedsgespräch sehr wichtig und sinnvoll. Die gemachten Fehler kann man konstruktiv nutzen.

So wie @5 suche ich auch immer rechtzeitig ein Gespräch, um ein Konflikt zu lösen, d.h. ich bin nie diejenige, welche die Probleme unter den Teppich kehrt. Aber die Männer wollen meistens nicht diskutieren, bzw. sie bagatellisieren eine "Störung", ein Konflikt oder ein Problem. Meistens sind es eben die Frauen, die sich um die Qualität der Beziehung sorgen und sie verbessern wollen. Aber einseitige "Arbeit" ist zum Scheitern verurteilt.
 
G

Gast

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  • #8
Reicht es also nicht, am Telefon zu sagen "ich hab' darüber nachgedacht, ich glaub' das wird nichts mit uns"...? Wenn der andere gar nicht damit rechnet? Nach gut begonnener 8-wöchigen Kennenlernphase (inkl....)?
 
G

Gast

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  • #9
Das hängt von der Dauer und Intensivität der Beziehung ab. Am Anfang geht es noch fair via Telefon.

Nach ein paar Monaten sollte man es persönlich machen, um dem Anderen auch Achtung zu zollen und ihm oder ihr nicht das Gefühl zu vermitteln am Telefon mal eben abgefertigt zu werden.
Das ist unfein und respektlos.
 
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