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Gast

  • #1

Wer weiß wie man mit einem Partner umgeht, der an Sozialphobie und Depressionen leidet?

Vor 3 Mo. ist er ausgezogen und seitdem geht es hin und her. Er hat sich in psychatrische Behandlung gegeben hat. Er will die Ehe nicht so leicht hinwerfen ist andererseits total emotional kalt, jedoch eifersüchtig, trifft sich aber auch mit einer Frau aus dem Chat, einfach nur weil es ihm gut tut, sagt er. Er will mich nicht sehen, weil ich zuviel Druck auf ihn ausübe, was wohl auch so ist. Denn mir fällt es sehr schwer, dies alles zu ertragen. Er sagt, er weiß nicht, ob er mich liebt und ob wir jemals wieder ganz zusammen kommen können. Andererseits hat er riesige Angst, den größten Fehler zu machen, wenn er die Beziehung aufgibt. Er leidet unter massiven Selbstzweifeln, kein Selbstbewußtsein, fühlt sich in seiner eigenen Haut nicht wohl.Ich bin selber schon depressiv und habe keine Ahnung, wo das hinführt. Einerseits möchte ich um ihn kämpfen, jedoch werde ich ihn ihm nie wirklich haben, was ich brauche.
 
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Gast

  • #2
Weisst du was: trennt euch jetzt mal und kümmert euch um euch selber. Ihr nützt dem anderen nichts, wenn ihr am Schluss beide krank seid. Er soll in Ruhe und ohne Druck deinerseits seine Behandlung absolvieren (das ist doch schon ein grosser Schritt, dass er eingesehen hat, dass er professionelle Hilfe braucht). Schau du in dieser Zeit für dich selber und für deine mentale Gesundheit. Das hilft ihm schliesslich mehr, als wenn du depressiv wirst. Wo das hinführt, kann dir wohl im Moment niemand sagen. Frag nicht. Gib dir selber eine Chance, in jeder Beziehung wieder fit zu werden. Und danach frag dich, was du nun willst. Dann siehst du vielleicht auch neue Möglichkeiten, die du jetzt gar nicht siehst.
 
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Gast

  • #3
Kann es sein, dass wir den selben Mann Kennen? Habe mich 3 Monate lang mit einem soweit ganz netten Mann aus EP getroffen, auf den Deine Beschreibung 100% passt.
Er erzählte wie Du schreibst, so komische Sachen, dass er keinen emotionalen Druck verträgt usw. Ne Psychotherapie hatte er auch hinter sich, erzählte aber nix genaues darüber. Ich hatte ihn jetzt vor die Alternative gestellt, entweder 100% zu mir zu stehen, oder ich würde ihn nicht mehr treffen, weil ich bei EP Partner unterwegs bin, um einen Lebenspartner zu finden und keine unverbindliche Spassbeziehung. Daraufhin brach er unseren Kontakt ab.
Ich kann Dir nur den Tipp geben, mal in Dich zu gehen und zu prüfen, was Du wirklich willst.
Für eine erfüllende, tragfähige Beziehung sind solche Menschen nicht geeignet. Wenn Du weiter auf eine Besserung mit ihm hoffst und wartest, kann es leider passieren, dass Du Deinen wirklichen Mr. Right gerade verpasst. Wäre sehr schade.
 
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Gast

  • #4
Er braucht professionelle Hilfe. Das bist du nicht, weil du seine Partnerin bist.
Und DU brauchst auch professionelle Hilfe, weil du seine Partnerin bist.

Also: such dir psychotherapeutische Unterstützung (in manchen Städten gibts Beratungsstellen dazu, die dir weiterhelfen oder/und Selbsthilfegruppen von Angehörigen depressiver Menschen.

Schau nach dir, unabhängig davon, ob er Hilfe für sich in Anspruch nimmt oder nicht. Entweder kommst du dadurch alleine wieder auf die Beine oder ihr bekommt beide wieder mehr Boden unter die Füße und evtl. dann auch eure Beziehung.
Das hängt von ihm und von dir ab.

Du kannst nur für dich sorgen. Wenn er's auch für sich tut, habt ihr große Chancen. Wenn nicht, hast zumindest DU eine.
Überleg's dir.

P.S.: Ich bin vom Fach und ich rate dir das dringend.
 
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Gast

  • #5
Hallo!
Also, ich bin nicht "vom Fach", aber ich sehe es genau so wie #1 und #3

Du schaffst das! :)
 
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Gast

  • #6
Hallo!
leide selber an Depressionen, bzw. habe das schlimmste hinter mir. Meine Frau hat sich von mir getrennt. Ich kann mich #3 "vom Fach"? (das sind nur Psychater und Psychologen) in der Sache im großen und ganzen anschließen.
Das Du in dieser Situation krank zu werden drohst, ist richtig aber weil Du auch "nervlich fix und fertig" bist, bist Du noch lange nicht depressiv. Ich habe jetzt nicht gesagt, daß Du nicht depressiv bist, bitte nicht mißverstehen, aber der Begriff wird sehr inflationär gebraucht. Das ist eine ganz fiese Krankheit, und die Aussenstehenden haben damit uas verschiedenen Gründen ein riesen Problem damit, was ich auch nachvollziehen kann. Seine geschilderten Verhaltensweisen,sind jedenfalls krankheitsspezifisch und keine Charakterschwäche oder gar Bösartigkeit! Wenn du ebenfalls depressiv wärst, dann wäre seine Verhaltensweise für Dich nicht ganz so fremd. Suche Dir professionelle Hilfe, Selbsthilfegruppen für Angehörige können helfen, können aber auch kontraproduktiv sein, am besten zum Arzt Deines Vertrauens und mit dem alles weitere besprechen. Ganz wichtig, mache es schnell!

Dein letzter Satz hat mich aufhorchen lassen:
"Einerseits möchte ich um ihn kämpfen, jedoch werde ich ihn ihm nie wirklich haben, was ich brauche."
Wie würdest Du Dich entscheiden, wenn er gesund wäre und in im nie wirklich das haben könntest, was Du brauchst? Ich denke, daß es für Dich ganz wichtig ist, Dir diese Frage ehrlich zu beantworten.

Ich wünsche Euch beiden eine glückliche Zukunft und das Ihr Euch jeweils für Euch richtig entscheidet

Ich hoffe, daß ich Dir mit diesem Beitrag etwas helfen konnte
 
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Gast

  • #7
Hallo, hier schreibt die Fragestellerin. Wir sind seit 8 Jahren zusammen und seit 6 verheiratet. Der Kontakt ist derzeit regelmäßig, er sagt, dass er nicht weiß, ob er jemals wieder zurückkommen kann, da er sich auch im Dorf nicht dem Gerede stellen will. Ich habe jetzt eine Psychtherapie begonnen und er ist auch in Behandlung. Er macht kleine Schritte, die ihm helfen, so z. B. seine Angst zu bekämpfen und Kontakte in seiner Nachbarschaft zu knüpfen. Einerseits wichtig, aber macht mir widerum Angst, da er sich mittlerweile sauwohl fühlt in seinem Reich, in das er mich zu gegebener Zeit integrieren will. Meine Hoffnung ist natürlich, dass er gesund werden kann und er arbeitet daran und dann bekomme ich vielleicht was ich brauche. Denn er ist eigentlich so ein liebevoller Mensch, der nur derzeit der alltäglichen Verantwortung nicht gewachsen ist. Habt ihr Erfahrungen mit Erfolgen oder Mißerfolgen bei so etwas? Vielen Dank für alle Antworten
 
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Gast

  • #8
Also mein Ex hatte das Asperger-Syndrom. Hab ich aber nicht gewusst, als ich mich auf die einjährige Beziehung einliess. Einiges, was Du schreibst kommt mir daher sehr bekannt vor. Diese auffällige Kälte, Sozialphobie und auch depressive und Rückzugs-Phasen. Das Nicht-Vertragen von emotionalem Druck und Druck überhaupt finde ich sehr bezeichnend. Das quasi gleichzeitige "Unterwegssein" in Internetportalen. Ich kann nichts diagnostizieren, aber vielleicht willst Du mal im Internet ein bisschen über das Asperger-Syndrom lesen. Möglicherweise erkennst Du einiges an Deinem Mann wieder.

Asperger kann man jedenfalls nicht heilen. Auch Psychotherapie hilft da im eigentlichen Sinne nicht.

Alles Gute für Dich, aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit so einem Mann glücklich sein kann.
 
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Gast

  • #9
aus meiner Sicht "ganz klar" NPS ler !!! Google NPS........
Tip : nehm so schnell wie möglich die Beine in die Hand und renn und nie wieder zurückschauen