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Gast

  • #1

Wer war schon mal die

Ich habe eine Bekannte, die vor längerer Zeit mal ein Verhältnis mit einem Zuhälter hatte. Sie selbst ist Akademikerin und hat nichts mit der Halbwelt zu tun. Sie haben sich in einer Disco kennengelernt und es war natürlich vorab schon klar, dass sie keine gemeinsame Zukunft haben werden. Jedoch hatten sie ca. ein halbes Jahr eine aufregende sexuelle Affäre. Sie schwärmt, dass er im Bett der "normalste" Mann war, den sie jemals kennengelernt hat. Kennt ihr auch solche Beziehungen?
 
F

Fräulein Smilla

  • #2
Ähm sind wir jetzt in der Märchenstunde angekommen? Ich kann mir nicht vorstellen warum ein Mann, der in seinem "beruflichen" Alltag so etwas ähnliches wie Menschenhandel indirekt unterstützt "normal" sein soll. Kann man als Frau ausschalten was er mit anderen Frauen macht?
Aber ich muss ja nicht alles verstehen.

Meines wäre es nicht, daher fehlt mir die Erfahrung, ich möchte sie auch nie machen.

Fräulein Smilla 7E1DA741
 
  • #3
Wer hätte gedacht, dass Smilla und ich uns mal so einig sind... Aber ich kann #1 nur unterstützen. Ein Verhältnis mit einem Zuhälter? Ziemlich grotesk für eine "solide, akademische Frau".
 
G

Gast

  • #4
Mir kommt die Frage wie ein Fake vor, sorry.
Stimme auch #1 und #2 voll zu.
 
G

Gast

  • #5
Entschuldigung, wenn die Frage soviel Empörung verursacht. Sie ist aber wirklich keine Fake-Frage. Wir sind ein paar Freundinnen, die in Sektlaune einige Erfahrungen und Probleme der letzten Jahre hier ins Forum gestellt haben. Natürlich sollte man sich normalerweise von der Halbwelt fernhalten. In diesem Fall, kannte meine Freundin ihn schon aus der Jugendzeit.
Es war klar, dass ihr nichts passieren würde.
 
  • #6
@#4: Solche Ergänzungen sind eigentlich eine Frechheit -- warum habt Ihr das nicht gleich erzählt? Im übrigen ist das Forum keine Beschäftigungstherapie für sektlaunige Frauen, sondern möchte eigentlich ernstgemeinte Fragen behandeln.
 
G

Gast

  • #7
Warum regt man sich denn so sehr über Zuhälter und Nutten auf? Ohne Nachfrage kein Angebot.
Außerdem sollte man Zuhälter, die oft mit ihrer Frau verheiratet sind, nicht mit Menschenhändlern verwechseln. Warum gab es denn ursprünglich auch so viele Zuhälter! Weil die Freier sonst nicht bezahlt hätten. Außerdem gibt es wirklich Luden, die immer mal wieder ein Verhältnis mit einer normalen Frau haben. Mich würden deren Erfahrungen interessieren.
Aber manche scheinen hier das Forum für sich gepachtet zu haben.
Grüße aus Hamburg.
 
G

Gast

  • #8
Wenn eine Frau mit ihren sexuellen körperlichen Leistungen, aus welchem Grund auch immer Geld verdient, so ist das ihre Sache. Wenn sie dafür Schutz benötigt, so wäre ein Bodyguard oder ein geschützer Raum in dem sie diese "Leistung" ausüben kann wünschenswert. Wenn aber die Frau bedroht, geschlagen und unter der Vorspielung falscher Arbeitsmöglichkeiten aus dem Ausland "importiert" wird, ihr der Pass weggenommen und sie nur nach "Ableistung" einer bestimmten Geldsumme diesen wieder zurückerhält, so nenne ich dies Menschenhandel und Menschen die sich an dieser Art der „Arbeit“ bereichern kann ich nicht als männlich und sexuell attraktiv ansehen.

Aber vielleicht sind die Hamburger Luden ja alle ganz nett und tragen genauso viel zum Lebensunterhalt bei wie Ihre Frauen, wer weiß das schon. Und wahrscheinlich gibt es in Hamburg auch Frauen die stolz darauf sind einen solchen Mann mit einer dieser Damen geteilt zu haben und vielleicht ist es dann ein erhebendes Gefühl, nach zwei drei Gläschen Sekt, sich damit bei der ElitÄ zu brüsten...

Meine Hochachtung? Ist mir beim schreiben dieser Zeilen abhanden gekommen, aber zu gegebener Stunde werde ich ehrfürchtig mein Haupt neigen....

Fräulein Smilla 7E1DA741 Grüße aus dem Süden
 
G

Gast

  • #9
Na ja Fräulein Smilla, nicht alle Damen des horizontalen Gewerbes betreiben ihr Geschäft auf Druck eines Zuhälters oder kommen durch Menschenhandel in das Gewerbe. Dafür ist die Szenerie in guter Beobachtung. Es gibt Polizei und Staatsanwaltschaft. Unterhalte dich mal mit einem Richter oder einem Staatsanwalt mit dem Schwerpunkt "Rotlichtmilieu" und du wirst deine Meinung etwas korrigieren ... Es gibt auch Frauen, die sich einen "Schnallentreiber" zulegen. Die können auch nett sein. Gute Arbeit bringt gutes Geld und schlecht motivierte Damen bringen weniger Geschäftserfolg gilt auch in diesem Gewerbe.

m
 
G

Gast

  • #10
Gugge

Hm, gute Beobachtung? Guckst Du :http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,649096,00.html
Und ich kann es nur bestätigen, schaffe selber auch bei der Polizei: es fehlt an allen Ecken. Und Statistiken.... nun ja, wir kennen sie.
Als nächstes wird noch diskutiert, ob der "Beruf" eines Ludens ein NOGO sei. Im Ernst, tolerant wie wir ja sind, vielleicht kann ein Lude im Bett ja auch "normal" sein. Aber seine "Berufsausübung" ist unter aller S..
Kopfschüttelnd, ohne haupt neigend und Grüssle aus dem südlichen Süden
 
G

Gast

  • #11
Hat jemand von Euch den Film "Irina Palm" gesehen.
Der Film zeigt in treffender Weise, die Geschichte einer Frau, die sich aus reiner finanziellen Notlage heraus prostituierte. Schlussendlich hatte sie sich dann der Zuhälter in diese Frau verliebt, weil er gemerkt hatte, dass Irina eine andere Frau war, als diejenigen seiner Branche.
Ob er dadurch einen besseren Menschen wurde bleibt dahingestellt.

Lg Maja
 
J

JoeRe

  • #12
Irina Palm ist ein toller Film, aber sie macht es den Männern mit der Hand...
Ich kann mich gut an die Anfangsszene erinnern als dieser Betreiber einer "Peepshow" ihre Hand nimmt und streichelt...in was er sich wohl verliebt hat?

Es geht nicht um die negative Beurteilung von Prostituierten, die Mädels des "kältesten Gewerbes der Welt" haben mein ungeteiltes Mitgefühl! Immer! Es geht um die Herren die sich daran bereichern... Diese sind mir ein Graus. Ich weiß nicht wie viele der Herren hier schon misshandelte Frauen verarzten mussten, vielleicht fiele das Urteil über die immer netten Luden dann etwas anders aus. Danke Gugge, Grüße in den südl. Süden zurück :)

Fräulein Smilla 7E1DA741
 
  • #13
@#10
Es ist zwar schon wieder ein Weilchen her, dass ich den Film gesehen habe, aber ich kann mich nicht erinnern, dass der Mann in dem Film ein schlechter Mensch war?!

@#11
Muss ich mir Sorgen machen?^^
 
F

Fräulein Smilla

  • #14
@Katharina

Ich glaube eher nicht, aber ich habe zu diesem Thema eine seeeeehr kritische Meinung.
Darf ich die sagen bzw. schreiben?

Fräulein Smilla 7E1DA741
 
  • #15
Es dürfte schon jedem klar sein dass Filme nicht unbedingt die realität wiedergeben, oder?

Für mich zeigt dieses Beispiel nur dass eine Akademische Bildung nicht vor schlechtem Urteilsvermögen und Dummheit schützt. Zuhälter ist eben kein normaler Beruf den man Abends ablegt wir ein Jacket. Dazu brauchts schon eine gewisse Einstellung gegenüber anderen Menschen. Ohne eine gewisse Brutalität und Menschenverachtung geht das gar nicht. Hier in Deutschland brauchen "normale" Prostituierte keinen Zuhälter der für nix die Hand aufhält.

@6+8,
in der Historie mag das ja stimmen, heutzutage in Deutschland sind Zuhälter nur nötig wenn die Damen zu etwas gezwungen werden sollen. Und leider ist es das meistens der Fall. Männer die dann diese Frauen für Ihre Bedürfnisse benutzen und nicht stutzig werden wenn die Dame offenbar kein Wort Deutsch spricht oder total verschreckt alle Praktiken ohne Schutz mitmachen sind da nicht besser. Es gibt auch Nachfrage nach harten Drogen und Diebesgut, ist keine Entschuldigung.

Ich finde den Schwedischen Ansatz die Freier zu bestrafen einen sehr guten!

Gruss aus dem Süden

Da fällt mir auf, gibts in dieser Frage ein Nord-Süd Gefälle?
 
G

Gast

  • #16
@14

Sorry, aber da verkennst Du ein paar Punkte, die nicht unerheblich sind, mal ganz abgesehen davon, daß ich es für beleidigend halte, wenn Du in diesem Zusammenhang von schlechtem Urteilsvermögen und Dummheit sprichst. Dumm ist primär, wer über andere urteilt, obwohl er die Möglichkeit zur weiteren Informationssuche hat (und nicht nutzt) und/oder andere mal eben pauschal verunglimpft und seine Sicht für die einzig wahre hält.

Dein erster Absatz hört sich sehr nach Gutmenschentum und dem Versuch populistischer Meinungsbildung an. So kommen wir nicht weiter. Es gibt, das ist richtig, Fälle, in denen vorzugsweise Männer tatsächlich aus den von Dir geschilderten Motiven so handeln. Es gibt allerdings auch eine ganz beträchtliche Zahl an Fällen (auch wenn Du das vielleicht nicht hören möchtest), in denen das mit Gewalt und Zwang nichts zu tun hast; darüber gibt es auch Literatur.

Damit wir uns zwischenzeitlich richtig verstehen: ich bin auch gegen jede Art von Zwang, ob körperlich, seelisch, beides zusammen oder in anderer Form. Das ändert jedoch nichts an der Notwendigkeit, sich sachlich mit dem Thema auseinanderzusetzen und nicht wild "bäh!" rufend auf andere zu zeigen.

Im übrigen ist Deine Annahme, daß die meisten Frauen in dem Milieu aus Zwang dieser Tätigkeit nachgehen, keineswegs bewiesen: dies wird nur immer wieder - ohne greifbare Fakten - so dargestellt, weil man ja die Wahrheit (die eine andere ist), nicht unbedingt sehen möchte. Wenn Du wüßtest, wovon Du sprichst, wäre Dir auch die nötige Differenzierung klar, aber das würde ja das ausschließlich böse Bild verwischen.

Und zuguterletzt halte ich es für ein Unding, daß Du an dieser Stelle die Freierbestrafung forderst. Gutmenschentum! Du kriminalisierst damit andere Menschen, die vielleicht sogar gute Gründe haben, gegen finanzielles Entgelt diese Dienste in Anspruch zu nehmen. Ich will da gar nicht mit der alten Leier kommen, daß durch diese Tätigkeit Vergewaltigungen tendenziell weniger häufig stattfinden - nur ist es absolut falsch, wenn Du das ganze Gewerbe so einseitig hinstellst, wie in Deinem vorherigen Beitrag.
 
  • #17
@#13
Fräulein Smilla, bitte entschuldige, ich habe mich zu schlampig ausgedrückt. Mein Post bezog sich nicht auf den sachlichen Inhalt deines Beitrags... viel mehr hat es mich verwirrt, dass du als JoeRe geschrieben hast ;)
 
G

Gast

  • #18
Sieht wohl so aus, dass keiner so etwas kennt, wie in der Frage geschrieben und da aber jeder seinen Senf dazugeben muss und besonders gerne seine Ansichten in die Welt tragen, wird es natürlich wieder eine "fruchtbare" Diskussion.
 
  • #19
Aha, Gutmenschentum also.... hat mir jetzt noch keiner nachgesagt, mal was neues ;-)

Ein paar Kleinigkeiten:

- Nein, nicht alle Prostituierten tun das unter unmittelbarem Zwang, richtig. Die brauchen aber keinen Zuhälter. Es gibt dankenswerterweise Etablissements in denen Sie Ihren Job nachgehen können ohne dass ein Lude die Hand aufhält. In denen auf Kondome und regelmässige Gesundheitschecks Wert gelegt wird. Sie zahlen die Zimmermiete und sind ansonsten selbstständig. Bei den "meisten" gings um die mit Zuhälter.

- Ich bilde mir eine so eindeutige Meinung nur wenn ich auf genügend Informationen zurückgreifen kann. Mein Bruder arbeitet bei der Sitte, hat also täglich damit zu tun. Er kennt keinen "netten" Zuhälter, aber jede Menge andere.

- beim nachlesen ist mir aufgefallen dass ich mich bei den Freiern nicht klar ausgedrückt habe, es geht um diese die sich auf dem Strassenstrich und in illegalen Bordellen bedienen- also dort wo es Zuhälter gibt.

- Es gibt definitiv nicht weniger Vergewaltigungen weils Bordelle gibt, da gehts nicht um den Akt an sich. Wie war das nochmal mit der Beschaffung von Informationen?

Ehrlich, wenn ich Rechtfertigungen für die Tätigkeit des Zuhälters lese wird mir schlecht. Die verklärung derselben in mancher Literatur und Filmen machts nicht besser.
 
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Gast

  • #20
Danke Kalle für die klaren Worte.
Eine (akademisch) gebildete Frau, die sich mit einem Zuhälter einläßt, sucht in meinen Augen nichts als ein möglichst aufregendes, verruchtes Abenteuer, um mal aus ihrer kleinen geschützten Welt auszubrechen und damit vor ihren Freundinnen z.B. angeben zu können.
Da sie offensichtlich keine Ahnung hat und er ihr auch sicherlich nichts über die "Schattenseiten" seine "Tätigkeit" und des Milieus erzählt, kann sie natürlich auch die Illusion aufrechterhalten, dass die Tätigkeit eines Zuhälters genauso normal ist wie die eines Verkäufers, eines Bankdirektors, eines Programmierers,...
Ich wundere mich immer wieder, wie naiv Frauen sein können, vor allem gebildete. w/45, 10 Jahre Berufserfahrung mit Frauen, die als Prostituierte gearbeitet haben.
 
F

Fräulein Smilla

  • #21
@Katharina, ah ich verstehe, nein ich war nur zu Besuch bei meinem guten Freund in Frankfurt und daher der LogIn.

@19 besser kann man es nicht zusammen fassen, aber ob ich solche Frauen mit obiger Sichtweise, trotz dem "Akademikerin" Hinweis als "gebildet" bezeichnen würde? Da müssten wir uns ja fremdschämen.

Fräulein Smilla 7E1DA741
 
G

Gast

  • #22
Prostitution ist bezahlte Vergewaltigung, denn dabei geht es um Macht, nicht um Sex. Auch wenn dies für viele Männer gesellschaftsbedingt nahe beienander zu liegen scheint ...
Trotzdem bleibt es dabei:
Wer billiges rein-raus will, geht in einen Puff, wer Zärtlichkeiten sucht bucht eher eine Escort.
 
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