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Gast

  • #61
59

nicht akzeptiert.
denk lieber mal nach ... wenn Dir außer der Brust nichts einfällt, haste Dich wirklich blamiert.
Ich meine, Du stellst meine Aussage in Frage, aber mit welcher Begründung? Mit der Begründung, dass -Dir- nicht mehr einfällt. Ist ja n toller Grund.
Nicht nur, dass Du hier Tatsachen durch Unwissenheit in Frage stellst, Du hast auch mal wieder das Klischee Männer denken nur an Brüste gefördert.

In aller Ironie zeigt ja genau Deine Unwissenheit, dass Du eben NCIHT mehr geben kannst. Du kennst die Unterschiede nicht. Eine Frau weiß da instinktiv mehr. und der Instinkt ist ein guter Ratgeber.

Wo wir schonmal bei gläubigen und ungläubigen sind ... wer sieht es eigtl so, dass Frau dem Kind mehr geben kann. Wer meint, des Erziehers Geschlecht ist egal?
 
  • #62
@59
Ich habe Deine Aussage in Frage gestellt? Keinen blassen Schimmer, wovon Du sprichst.

Begründung? Was für eine Begründung? Wenn ich Deine Aussage hätte in Frage stellen wollen, dann hätte ich das auch begründet.

Und von welchen Tatsachen redest Du da? Und was hat es mit dieser ominösen Unwissenheit auf sich? Mag ja sein, dass das auf Dich zutrifft, mit der Unwissenheit. Es würde mich jedenfalls nicht wundern. Aber bitte lass mich da aus dem Spiel.
 
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Gast

  • #63
Also erstens: es gibt kein allgemein gültiges Konzept. Was mir heutzutage fehlt ist, dass jeder mit seinem Partner/seiner Familie eine Lösung findet ohne sich übermäßig rechtfertigen zu müssen nach allen Seiten. Ich habe einen Beruf, mit dem ich eine Familie ernähren kann. Gleichzeitig kann ich es mir in meinem Beruf auch nicht leisten (Argumentation vieler Männer), länger auszusteigen, da ich mich permanent aktuell weiterbilden muss. Vom Kopf her wollte ich immer das, was für einen Mann selbstverständlich ist: Kind und Karriere. Ein halbes Jahr hatte deshalb mein Exmann Erziehungsurlaub (so hieß das vor 14 Jahren noch). Mein Bauch fühlte, dass ich nicht damit umgehen konnte, wenn mein Kind schon im Bett schlief, wenn ich nach Hause kam oder ich die neuen Entwicklungsschritte nicht sofort und genau mitbekam. Ich war froh, danach wieder in Teilzeit arbeiten zu können. Was ich damit sagen will: Probiert doch einfach mal aus, was für euch gut ist, was ihr wirklich wollt.
Als mein Kind 2Jahre und 9 Monate war, habe ich 6 Stunden gearbeitet und das Kind in eine Kindertagesstätte gebracht. In der Zeit lebten wir in den neuen Bundesländern. Dort bekam ich zu hören "Westmutter mit Kind", soll heißen: Nur Teilzeit und pünktlch nach Hause gehen, wollte ja noch was vom Kind haben. Aus den alten Bundesländern hieß es: Was!?! das Kind mit nicht einmal 3 Jahren in eine Einrichtung geben im Ganztagsplatz (12 bis 14 Uhr schliefen die Kinder, meins brauchte diesen Schlaf auch noch, dann aufstehen, anziehen bei gutem Wetter draußen spielen und Obst oder Kekse essen, um 15 Uhr wurde es abgeholt). Ich saß komplett zwischen den Stühlen zwischen Übermutter und Rabenmutter obwohl ich für mich einen guten Weg gefunden haben. Mein Problem war nur: Mutter darf alles machen, auch arbeiten gehen, aber der Haushalt bleibt trotzem meins. Warum eigentlich? Wenn Kind krank ist ist es auch mein Kind. Warum? So funktioniert Arbeitsteilung nicht!
Außerdem ist für mich auch die Scheidungsrate ein Problem. Kein Mann möchte freiwillig nach der Scheidung für alle anderen Familienmitgieder zahlen aber während der Ehe soll die Frau möglichst den Beruf komplett an den Nagel hängen, wie soll das gehen??????? Ich bin froh, dass ich es nicht gemacht habe und nun als "Alleinerziehende" mit einem wieder 6 Stunden Job meine mittlerweile 2 Kinder und mich gut finanzieren kann (Kindesunterhalt gibt es natürlich, aber mehr auch nicht).
Was mir in meiner Zeit in den Neuen Bundesländern aufgefallen ist: Kindertagesstätten sind gar nicht so dramatisch. Viele Kinder gehen freiwillig hin. Sie haben dort Freunde, spielen viel draußen. Wenn meine Kinder zuhause waren mussten Spielgefährten organisiert werden, in der Tageseinrichtung ergab sich das von allein, oft ist der Spielgefährte dann nachmittag einfach noch mitgekommen. Habe nicht den Eindruck, das meine Kinder ´nen Knacks haben. Die sind ganz normal, wie alle anderen Kinder auch, die nur zuhause erzogen wurden.
Meine Aufforderung an ALLE: Probiert es aus, was für euch passt. Nicht was von euch verlangt wird. Ist es immer nur Sehnsucht nach dem Kind, wenn es nicht da ist oder viel mehr auch angeborenes schlechtes Gewissen. Zwischen Mutter erzieht voll und Mutter kümmert sich nicht um Kind gibt es eine weite Spannbreite zum Ausprobieren. VIEL ERFOLG UND GLÜCK DAMIT!
 
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Gast

  • #64
Die klassische Rollenverteilung würde ich prinzipiell klar bevorzugen! Inzwischen führt aber der jahrelange Kinder- bzw. Nachwuchsmangel in Deutschland dazu, dass selbst CDU/CSU dieses Rollenbild aufgeben und den Absturz der WIrtschaft verhindern müssen. Daher und nur daher wollen sie auf einmal Kinderkriegen fördern, aber Frauen trotzdem berufstätig haben.

Bei jungen Familien müssen zudem oftmals beide arbeiten, weil sonst der Staat druch seine Umverteilung einfach zuviel raubt, um die klassische Rollenverteilung finanziell zu ermöglichen. Oder, man bleibt kinderlos, dann fördert einen dieser Staat an jeder Ecke. Sozialer Aufstieg durch Kinderlosigkeit! Also klassissche Rollenverteilung bevorzugt, wenn man es sich auch gegen diesen Räuberstaat leisten kann!

Jens
 
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Gast

  • #65
33 hat recht, 37 hat ein tolles Statement angegeben, dass mir aus dem Herzen spricht, genauso wie 62.
Wie schon tausendmal gesagt, die klassische Rollenverteilung funktioniert nicht, weil dann das Geld nicht reicht. Ich denke die Männer, die das wollen haben Minderwertigkeitskomplexe und suchen keine Partnerin sondern eine Befehlsempfängerin. Sie wollen alles, die Frau soll nichts davon abhaben. In einer Partnerschaft sollte alles geteilt werden. Das arbeiten gehen dürfen, die Hausarbeit und die Kindererziehung. Das würde heißen, dass auch mal der Vater nachmittags mit dem Kind auf den Spielplatz gehen kann und zwar freiwillig und nicht erst nach Aufforderung. Es klingt auch immer so, als ob die Kitas schlecht sind für die Kinder. Mein Sohn liebt den Kindergarten. Er hat dort Freunde, er erlebt dort in der Gemeinschaft Sachen, die ich ihm garnicht bieten könnte. Und wir haben abends ordentlich was zu erzählen. Ich glaube nicht, dass das Kinderbeglucken förderlich für ihre Entwicklung ist, da sie keine Chance auf Selbständigkeit haben. Aber hier geht es ja immer nur um Karieremänner und -Frauen und nicht um den Nachwuchs. Schaut euch an, wie es in der DDR gelaufen ist, da ist jeder arbeiten gegangen, die Kinder waren in der Einrichtung und keiner ist Amok gelaufen, weil sich die verbleibende Zeit intensiv umeinander gekümmert wurde.
 
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Gast

  • #66
@64
Lasse Dir bitte versichern, dass hier keiner Komplexe hat, der wie bspw. ich konservativ ist. es ist eine Tatsache, dass Frauen, die sich z.B. für mich interessieren und umgekehrt, zwar berufstätige Akademikerinnen aus eher gutem Hause sind. Diese Frauen werden sicher oft auch ein eigenes Berufsleben, vielleicht sogar in der Selbständigkeit haben. Alle sind, wie man heute leichtfertig schnell sagen würde, emanzipiert und "tough". Keine einzige von Ihnen wollte einen Mann haben, der auch nur vorübergehend zu Hause ist und sich nachmittags mit anderen Männern beim Kinderhüten auf dem Spielplatz trifft. Es gibt hier sogar einige, die es aus meiner Sicht zurecht genießen Frau zu sein und eine anständige Familie mit Kindern, so wie es sich gehört, zu Hause bleibend zu umsorgen und die Kinder klassisch zu erziehen. Alle wollen, besonders in bestimmten Situationen - wozu sicher auch der Sex gehört - richtige Männer und keine neosensiblen Weicheier haben. Den Neosensiblen würde jede von ihnen mit Verachtung strafen und links liegen lassen. Was soll also dieses Dauergequatsche von der Gleichmacherei, die angeblich so erstrebenswert ist? Die von mir beschriebenen Frauen wollen auch ernst genommen werden und mitreden. Das wollen ihre Männer selbstverständliche auch! Im Zweifelsfall überlassen sie wichtige Entscheidungen aber fast immer ihren Männern. Ich habe noch keine von ihnen gesehen, die hierzu gezwungen worden wäre. Und die DDR, das hast Du ja wirklich auf eine echtes Erfolgsmodell verwiesen. Meinen Glückwunsch!

Jens
 
  • #67
@#64
Bei manchen mögen es Minderwertigkeitskomplexe sein, aber sicher nicht bei allen. Ich denke, die Gründe sind auch vielfältiger. Da ist auch immer eine Unsicherheit im Spiel. Und zwar einmal im Bezug auf die Frage, wie ich mit so einem kleinen Geschöpf umgehe. Und zum anderen, wie die Umwelt darauf reagiert. Das ist ja für viele hier auch ein ganz wichtiger Aspekt.

Bei manchen ist es aber auch schlicht Bequemlichkeit. Denn so ein Tag mit kleinem Kind ist nun mal anstrengend. Klar, das ist es auf der Arbeit auch, nur eben anders und vor allem gewohnter.

Was die Kitas angeht, teile ich Deine Meinung voll und ganz. Wir Erwachsenen überschätzen uns permanent in unserem Einfluss auf die Kleinen. Die lernen aber erwiesenermaßen von Ihren Altersgenossen wesentlich mehr und besser.
 
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Gast

  • #68
Ich habe meine drei Kinder im Abstand von 2 Jahren bekommen (+/-). Zusätzlich zu dem Stress mit den Kindern durfte ich mir dann abends nur anhören, warum ich denn so erledigt sei, ich konnte mich ja den ganzen Tag ausruhen.

Bei meinem Ex war ein Einkaufen ohne Kinder nicht möglich, solange sie klein waren, da sie ihn ja bei seinen Hobbies gestört haben. Also alle drei mit in den Supermarkt.

Egal wie stressig das Arbeiten ausserhalb des Hauses sein kann, es ist kein Vergleich zu der Arbeit, die man mit dem ganzen Haushalt und mehreren kleinen Kindern hat - wobei es nicht besser wird, wenn sie größer werden.

Männer verfallen nunmal sehr oft der Vorstellung, dass Kinderbetreuung und Haushalt keine Arbeit ist. Gerade die traditionelle Rollenverteilung trägt dazu bei, dass sich dieses Gerücht noch lange halten wird.
 
G

Gast

  • #69
Also es ist doch folgendermaßen:

Seitdem die Frauen meinen, Sie müssen ebenfalls Karriere machen, ist alles schlechter geworden.
Man sieht das an der Entwicklung der vielen Single-Haushalte, an der angestiegenen Anzahl der Scheidungen, an der Kurzlebigkeit der Beziehungen, dem Versagen von Frau Merkel, dem Geschwafel von Frau Schwarzer, der Machtgeilheit und Dummheit einer Frau Ypsilanti, der Anzahl der Scheidungskinder, dem Versagen Alleinerziehender Mütter, dem unendlichen Versagen von Frauen im Berufsalltag. Die Frage, die sich stellt ist, warum hat die Rolenverteilung tausende von Jahren funktioniert und seit zwanzig/dreißig Jahren ist das Scheiße??? Komischerweise ist seitdem alles schwieriger geworden. Die wenigsten Männer können und wollen mit emanzipierten Frauen nicht umgehen.
 
G

Gast

  • #70
Also es ist doch folgendermaßen:

Seitdem die Frauen meinen, Sie müssen ebenfalls Karriere machen, ist alles schlechter geworden.
Man sieht das an der Entwicklung der vielen Single-Haushalte, an der angestiegenen Anzahl der Scheidungen, an der Kurzlebigkeit der Beziehungen, dem Versagen von Frau Merkel, dem Geschwafel von Frau Schwarzer, der Machtgeilheit und Dummheit einer Frau Ypsilanti, der Anzahl der Scheidungskinder, dem Versagen Alleinerziehender Mütter, dem unendlichen Versagen von Frauen im Berufsalltag. Die Frage, die sich stellt ist, warum hat die Rolenverteilung tausende von Jahren funktioniert und seit zwanzig/dreißig Jahren ist das Scheiße??? Komischerweise ist seitdem alles schwieriger geworden. Die wenigsten Männer können und wollen mit emanzipierten Frauen nicht umgehen.
 
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Gast

  • #71
Habe mir nicht alle Beträge durchgelesen - findes das Ganze eher sehr zänkisch und ein Gerangel um Besserwisserei. Meine aktive Zeit als Mutter ist bereits vorbei und dabei habe ich verschiedene Varianten gelebt- nicht etwa weil ich mir da unendlich viele Gedanken darüber gemacht hätte . Es gab äußere Zwänge , die bestimmte Entscheidungen nötig machten und manchmal auch die Möglichkeit , nach der eigenen Gefühlslage zu entscheiden . Allerdings hat die zweite Möglichkeit Opfer gefordert ( hauptsächlich matierielle ) , die ich aber gern in Kauf genommen habe , und heute da meine Kinder bereits erwachsen sind , weiß ich , dass ich es überwiegend gut für mich und meine Kinder , und meine Partnerschaft gemacht habe . Was meiner Ansicht viel, viel wichtiger ist , ist die Frage , welche Auswirkungen "weibliche und männliche Erziehung " auf die Entwicklung eines MENSCHEN ´hat - und dann sollte man sich der Frage noch einmal zuwenden .
Ostfrau / Tina
 
G

Gast

  • #72
@68
Entschuldige, wenn ich das mal soi direkt formuliere. Aber Deine kruden Vergleiche werden nicht besser, wenn Du sie zweimal schreibst. Dass die klassische Rollenverteilung seit tausenden von Jahren funktioniert, ist schlichtweg Blödsinn. Denn den überwiegenden Anteil Deiner tausend Jahre war unsere Gesellschaft und Wirtschaft bäuerlich geprägt und da war es ganz normal, dass alle Familienmitglieder mitgearbeitet haben, also auch die Frauen und die Kinder. Infolgedessen haben zwangsläufig auch beide Elternteile zu annähernd gleichen Teilen an der Betreuung und Erziehung der Kinder mitgewirkt.

Dass Frau da einen etwas größeren Anteil hatte, lag schlich und ergreifend an dem Umstand, dass Kinder rein biologisch so lange auf sie angewiesen waren, bis sie feste Nahrung zu sich nehmen konnten. Das wurde aber teilweise sogar von Ammen übernommen, so dass Frau zum Lebensunterhalt beitragen konnte. Hinzu kommt, dass wir Herren der Schöpfung uns in überkommenen Zeiten nicht selten auf dem Schlachtfeld die Köpfe einschlagen mussten. Aber selbst da mussten Frauen zu Hause den Laden am Laufen halten.

Bei Lichte betrachtet könnte man also sehen, dass die sog. klassische Rollenverteilung so klassisch gar nicht ist. Man könnte sogar soweit gehen zu sagen, dass sie eigentlich widernatürlich und anachronistisch ist und die von Dir angesprochenen Probleme unserer Zeit eigentlich ihre Ursache eigentlich am Festhalten der Männerwelt an diesem vermeintlichen Ideal haben.

Übrigens: Wenn die WENIGSTEN Männer mit emanzipierten Frauen NICHT umgehen könnten, dann hätten wir diese Diskussion nicht.

@69
Da hast Du vollkommen recht. Wenn ich heute sehe, wie mein Vater heute, da er nicht mehr arbeiten geht, keinen Stress und mehr Zeit hat, mit meinem Sohn umgeht, wünschte ich mir, er hätte diese Zeit und dieses Einfühlungevermögen mal gehabt, als ich noch klein war.
 
P

Persona grata

  • #73
@68: Früher hat alles besser funktioniert und heute ist alles schwieriger geworden? Das kann auch wirklich nur Jemand sagen, der von keinerlei Sachkenntnis getrübt ist. Ja, früher gab es weniger Scheidungen. Und warum? Weil die Frauen, die keinen Beruf erlernt hatten, nicht wußten, wohin sie -im schlimmsten Fall mit ihren Kindern- hätten gehen sollen. Sie hätten sich und ihre Kinder doch alleine gar nicht ernähren, geschweige denn, ihnen ein Dach über dem Kopf besorgen können. Der "Herr Gemahl", insbesondere, wenn er Gutsbesitzer und somit gut situiert war, hatte auch damals schon seine Besenkammer (früher hieß die "Tenne"), auch, wenn er nicht Boris Becker hieß! Die Leidtragenden waren immer die Frauen. Und genau das hat sich jetzt geändert. In der damaligen DDR waren die Scheidungsquoten auch höher als bei uns. Da konnten es sich die Frauen bei "Vollbeschäftigung" und Kinderkrippen auch eher leisten, sich scheiden zu lassen. Bei uns war es nicht so einfach als allein erziehende Mutter. Ich bin nun -weiß Gott- keine Emanze, bin mir aber sehr wohl darüber im Klaren, dass eine Alice Schwarzer sehr viel für die Unabhängigkeit der Frauen getan hat und wer ihren Weg verfolgt hat, weiß auch, dass sie eine exzellente Unternehmerin ist. Vielleicht wird ihr auch das von weniger erfolgreichen Männern geneidet?!?!
 
  • #74
@72
Dazu kommt ja noch das Stigma, das früher mit einer Scheidung verbunden war. Denn früher wurden die Ehen schuldig geschieden. D.h. es wurde gerichtlich festgestellt, wer denn an der Zerrüttung der Ehe schuld war, was natürlich eine große Unsicherheit bedeutete. und selbst wenn Frau nicht schuld war, wurde sie immer ein wenig schäl angeschaut. Ich bin kein Familienrechtler. Aber ich meine, dass wurde erst Anfang der 70er abgeschafft.

Außerdem darf man auch nicht verkennen, dass der religiöse Hintergrund früher bedeutender war. Selbst wenn man selbst gar nichts damit zu tun hatte, waren da immer noch die Eltern, die einem mit Sprüchen wie "versündige Dich nicht" oä sicher keine große Hilfe waren. Kann man natürlich nicht verallgemeinern. Aber es wird für viele eine Rolle gespielt haben.
 
G

Gast

  • #75
Wir machen nur was wir wollen und ansonsten sprechen wir uns ab. Und Siehe da: ich koche, und meine Frau macht den Ölwechsel. Warum? Weil es Ihr Auto ist und ich der bessere Koch bin. Ich verdiene das Geld zum Leben und meine Frau bezahlt den Urlaub mit Ihrem Gehalt. Wir teilen alles. Die Kinder hängen an meiner Frau und tanzen Ihr auf dem Kopf herum, bis wir Beide das nicht mehr aushalten und ich ein Machtwort sprechen muss. Was heisst hier klassische Rollenverteilung? Das hängt von der Situation, der an diesem Tag persönlicher zur Verfügung stehenden Kraft, den Menschen selbst und ihren Persönlichkeiten ab. Hier zu verallgemeinern wäre sinnlos. Wer heute als Mann die Verantwortung für die Kindererziehung nicht übernimmt, darf sich morgen nicht verklagen wenn die Kinder gar nicht mehr nach Hause kommen. Wir machen das für uns selbst, oder?
 
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Gast

  • #76
Danke, 74! Es gibt hier ja sonst so viel unglaublichen Schwachsinn. Die sogenannte "klassische Rollenverteilung" kenne ich erst seit 1990. Da war die "Wende"... war mir vorher unbekannt. Alle, die ich kannte, gingen arbeiten und versorgten ihre Kinder. Männlein wie Weiblein. Die Kinder waren gut erzogen - und wenn sie NICHT gut erzogen waren lag das nicht an der Erwerbstätigkeit der Eltern sondern die Probleme lagen tiefer.

"Klassische Rollenverteilung"? Daß ich nicht lache. Das ist eine Erfindung der gutbürgerlichen Schichten des 19. Jahrhunderts! Ein paar Kenntnisse in Geschichte würden #68 gut zu Gesicht stehen. Gegrüßt sei #71. Denn die konnten es sich leisten, aus Statusgründen eine Frau zu Hause zu lassen. Und nicht, weil sie der Überzeugung waren, daß so eine bessere Kindererziehung zu leisten wäre. Alle anderen (und das waren vermutlich 90% der damaligen Bevölkerung) mußten selbstverständlich arbeiten gehen um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Bevor man in diesem Forum irgendwelchen Senf von sich gibt, sollte man gegebenenfalls noch mal im Lexikon nachschlagen... und wenn gewissen Herren hier den großen Hengst raushängen lassen, dann bitte doch orthografisch fehlerlos, ja? Sonst wirkt es schnell lächerlich.

#Jens: es mag für Dich (als vermutlich Westdeutschen) mangels anderer Erfahrungen schwer nachzuvollziehen sein, aber in manchen Dingen war die DDR den hiesigen Verhältnissen voraus. Die Fragestellung "Kinder oder Beruf" gab es schlichtweg nicht weil beides gewünscht und ohne Verrenkungen machbar war. Die Lebensentscheidungen waren weniger quälend und vieles selbstverständlicher. Eltern mit Kindern wurde mehr Verständnis im Berufsleben entgegengebracht. Eine Männer/Frauen-Debatte wie hier im Forum war mir damals nicht bekannt. In meiner Straße wohnte eine Frau Professor mit drei guterzogenen Kindern... Und ich bin bestimmt die Allerletzte, die sich hier die DDR zurückwünscht.
Ein Kind muß ab einem bestimmten Alter unter Kinder - sonst wird es komisch. Den Kontakt zu Gleichaltrigen kann man als Mutter nicht ersetzen.
 
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Gast

  • #77
Gut ich bin auch schon knap über dreißig und arbeite. Hab inmoment keinen Partner und ich bin sicher auch jemand, der genau hinschaut.
Es gab eine Situation in meinem Leben, wo ich sehr darübe rnachgedacht habe was ich will. Es gab da meinen alten Job ,indem es schwierig wäre nebenbei eine Familie zu gründen (es sei denn der Partner hat ein eigenes Büro oder man hat einen top Chef) und es gab meinen neuen Job, der mit Familie funktionieren würde und wo ich auch 1 Jahr ohne Probleme ganz aussetzen könnte.
Ich bin für mich zu dem Entschluss gekommen, ich will keine Karriere, die ich sicher bei meinem ersten Job hätte machen können, sondern ich bin da um eine Familie zu gründen. Ich würde es nicht gut finden,nur für den Beruf zu leben.
Sicher ist aber auch, dass man wenigstens irgendwann Halbtags anfangen sollte, damit man auch noch was anderes sieht.
Ich finde es gut, wenn die Mutter so wie im besten Falle auch der Vater mit den Kindern zusammen jeden Tag lange Frühstücken kann, Mittagessen kann und man auch noch Abends sehr lange zusammen sitzt und die Kinder, die Möglichkeit haben in der Natur zu spielen.
Daher fände ich ein Haus mit Garten später schon, um den Kindern dies auch zu ermöglichen.
Ich denke diejenigen, die in einer Wohnung aufgewachsen sind können sich auch das vorstellen, aber ich liebe es nun mal ein eigenes Haus zu haben.
 
  • #78
Ich habe einen gute Beruf und verdiene schon immer sehr gut. Für Kinder jedoch würde ich sehr stark zurückstecken und meinem Mann gerne den Rücken freihalten oder ihn unterstützen (je nach Bedarf). Ich meine damit nicht, daß ich tolle Urlaube und jede Art Luxus erwarte. Ich bin eher sparsam und spare v.a. eher an mir denn an den Menschen, die ich liebe. Schlimm fände ich, wenn er strikt dagegen wäre, daß ich wieder wenigstens stundenweise zu arbeiten anfange, wenn der Nachwuchs aus dem Gröbsten raus wäre.
Und generell was wäre, wenn es schief geht? Dann fehlen mir nicht wenige Jahre der Berufserfahrung (und auch IT-Kenntnisse, wobei die das kleinere Problem wären), wohingegen er nahtlos an seiner Karriere weiterfeilen konnte. Und dann käme ich mir schon sehr benachteiligt vor.
Ich bin eigentlich so leicht auszunutzen, daß mir Angst und Bange ist, an den Falschen zu geraten. Für den Richtigen hingegen wäre ich sicher ein Glücksgriff. Nur wissen tut man das leider erst hinterher ...

Mary - the real
 
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Gast

  • #79
Bei mir (26, m) ist es genau umgekehrt: Ich möchte auf KEINEN FALL eine klassische Rollenverteilung.
Erstens glaube ich, dass es der Beziehung schadet, wenn nicht beide Partner arbeiten und den Haushalt und die Kindererziehung zusammen übernehmen. Ich lege sehr viel Wert auf Fairness und glaube außerdem auch nicht, dass eine gebildete junge Frau in Haushalt und Kindern auf Dauer ihre Bestimmung sieht. Dazu kommt, dass ich es als nicht förderlich für die Partnerschaft empfinde, wenn einer vom anderen finanziell abhängig ist.
Einerseits möchte ich sicher sein, dass sie "freiwillig" mit mir zusammen ist. Andererseits will ich auch meine Entscheidung, ob ich mit ihr zusammen sein will, nicht von einer finanziellen Verantwortung abhängig machen müssen.

Meine Erfahrung ist, dass die meisten Frauen nach der Geburt mehrere Jahre zuhause bleiben wollen, was mir zu lange wäre. In dem Fall kommt man nicht ohne weiteres wieder in den Beruf. Ich höre oft, dass man doch zu wenig vom Kind hätte, wenn man zeitig wieder arbeiten geht. Richtig! So wie das Männer bisher in der klassischen Rollenverteilung immer hatten, weil sie arbeiten MUSSTEN. Ich kann mir gut vorstellen selbst ein Jahr auszusetzen um mein Kind aufwachsen zu sehen und/oder meiner Partnerin nicht die Karriere zu verbauen.
 
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Gast

  • #80
@2+3 sehr schöner Beitrag, Zustimmung.
 
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Gast

  • #81
Lieben... Familie gründen... Frau sein... Mann & Kind verwöhnen....

Ich wünsche mir die klassische Rollenverteilung...

Mit dieser Einstellung wird man als 31jährige etwas belächelt... Schade...
 
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Gast

  • #82
hier reden alle über die "klassische" Rollenverteilung - ich glaube da erliegt ihr aber einem Irrtum zu glauben, es handle sich dabei um die "Hausfrauenehe" Die Hausfrauenehe ist ein Relikt, dass uns 1933-1945 (Mutterverdienstkreuz und Muttertag) und danach die Wirtschaftswunderjahre beschert haben. Im Wiederaufbau war die Hausfrau ein Aushängeschild der bürgerlichen Schicht, frei nach dem Motto: Meine Frau hat es nicht nötig zu arbeiten, wir können uns Leisten, dass sie zu Hause bleibt.
Früher - also wirklich im klassischen Sinne - hatten Frauen zwar deutlich weniger Rechte (was jetzt glücklicherweise anders ist) und haben deutlich weniger verdient (was leider noch nicht so anders ist), haben aber gearbeitet. Vor der Industrialisierung gab es Familienbetriebe in denen die ganze Familie mitgearbeitet hat.
Also liebe Frauen und Männer, denkt mal nach wie viel Sinn diese Diskussion und Eure Wunschträume machen!
Aber nur für den Fall, dass ein Mann da draußen ist, der mir den Hausmann gibt, gib mir Deine Kennung!!!! ;)
 
G

Gast

  • #83
Ich gehe ebenfalls in der klassischen Rollenverteilung auf. Für mich definiert sich diese derart, dass ich mit dem finanziell Versorgenden Partner die Rolle der Frau derart einnehmen kann, dass ich es als meine Aufgabe sehe, gern mit ihm ein Kind zu bekommen, mich gern um Wäsche kümmere und gern Geschirr spüle oder sauber mache.
DAS impliziert jedoch nicht, dass ich den ganzen Tag putze. Wir haben uns gefunden, weil wir gleichen Lebensvorstellungen haben, gleiche Interessen etc Und DIESE teilt er mit mir und meiner Tochter. Ich bin für ihn als eine Frau die gern Mutter für sien Kind ist.
Es ergänzt sich damit wunderbar und ich besitze ebenso viel Intelligenz, nicht bei jedem seiner Sätze Widerworte zu geben. Denn ich vertraue ihm soweit, dass er für uns (weil wir ja vielerort gleich denken) richtig entscheidet.
Ja und er darf sich tatsächlich raussuchen, wann er Sex mit mir möchte;-)
Wieso auch nicht- ich freue mich über diese Form der Aufmerksamkeit und werde als Frau sehr gern von ihm begehrt.
Ich verstehe nicht, wie eine Frau, die nicht arbeitet hier ständig als Heimchen am Herd betitelt wird.
Ich gehe auch gern einer Beschäftigung nach, jedoch habe ich dann keine Lust den Haushalt zu machen. Den mache ich aber auch sehr gern.
Ausserdem schreibt mir im Haushalt auch niemand vor, wie ich etwas zu erledigen habe.
Zu dieser Erkenntnis bin ich erst nach 3 längeren Beziehungen gekommen und weiss und fühle, dass das die für mich richtige Variante ist.
Eine Lebensvariante sollte vällig unabhängig vom Umfeld und deren Einfluss gefunden werden. Alles andere wird sich als Schuss in den Ofen erweisen.

LG
 
G

Gast

  • #84
Bin vor kurzem mit Studium fertiggeworden und ins Arbeitsleben eingestiegen.
Für mich gibt es nur die traditionelle Rollenteilung (also Frau bleibt daheim, Mann arbeitet). Was anderes gibt es für mich nicht. Wenn ich es nicht schaffe eine ganze Familie zu versorgen, dann bin ich es eben nicht wert, eine Familie zu haben. Aber dass die Frau arbeiten geht, das kommt nicht in Frage. Das hat schon unsere Väter/Mutter-Generation zuvor probiert und es ist in allen Facetten gescheitert. Man schaue sich die ganzen Frauen Mitte 50 an. Genau die haben sich selbstverwirklicht usw. und hatten dadurch das schlechteste Leben, was man sich vorstellen kann. Weil sie eben nur für sich lebten. Das war der große Fehler.
 
G

Gast

  • #85
...wem würde noch die klassische Rollenverteilung zusagen?
Mir nicht. Nichts schlimmeres als eine Frau zuhause die nur mit Haushalt und Kindern überlastet ist und auch zum gemeinsamen Wohl der Familie finanziel nichts beitragen will/ kann.

Frauen sind (wollen) emanzipiert sein, dann sollte sie auch Geld nach Hause bringen und erfolgreich sein. Das entlastet nur mich als Mann und ich kann auch mit weniger Druck durchs Leben gehen.

m/45
 
G

Gast

  • #86
Bin vor kurzem mit Studium fertiggeworden und ins Arbeitsleben eingestiegen.
Für mich gibt es nur die traditionelle Rollenteilung (also Frau bleibt daheim, Mann arbeitet). Was anderes gibt es für mich nicht. Wenn ich es nicht schaffe eine ganze Familie zu versorgen, dann bin ich es eben nicht wert, eine Familie zu haben. Aber dass die Frau arbeiten geht, das kommt nicht in Frage. Das hat schon unsere Väter/Mutter-Generation zuvor probiert und es ist in allen Facetten gescheitert. Man schaue sich die ganzen Frauen Mitte 50 an. Genau die haben sich selbstverwirklicht usw. und hatten dadurch das schlechteste Leben, was man sich vorstellen kann. Weil sie eben nur für sich lebten. Das war der große Fehler.
Schön formuliert. Solche Männer - glücklicherweise im Aussterben begriffen - bekommen auch die Frauen, die sie verdienen, nämlich die, die faul zuhause sitzen und darauf warten, dass der Mann das Geld heranschafft. Wenn das Geld dann knapp wird, was immer und in fast jedem Beruf mal passieren kann, machen sie dem Mann zuhause das Leben zur Hölle oder - wenn sie die Möglichkeit haben - sind sie weg und bei einem anderen Goldesel. Ich hatte in jüngeren Jahren so ein Exemplar zuhause, die ich jetzt noch - nach der Scheidung - alimentiere. Jetzt habe ich eine Frau mit Niveau und Herz, der an mir liegt und die Verständnis dafür hat, dass auch ein Mann als Mensch geliebt sein will und gelegentlich Verständnis und Hilfe braucht.
 
  • #87
"Faul zuhause sitzen?" Na, manche scheinen eine ja tolle Ansicht zu haben...
"Faul zu hause sitzen" bedeutete für mich über Jahre hinweg: Morgens früh aufstehen, Frühstück für die Familie zubereiten, Pausenbrote herstellen. Den Garten bestellen, das Haus sauberhalten, Kümmern um Papierkram und Post. Gesundes Mittagessen zubereiten, vll. schon auf Vorrat kochen und auch einkochen. Marmelade, Chutneys und Fleischkonserven habe ich selbst eingekocht, ebenso Käse hergestellt. Kinder aus der Schule, gemeinsames Essen, Dinge für die Schule erledigen. Um Wäsche kümmern, etc. Da war nichts mit "faul zuhause sitzen", faul zuhause sitze ich eher heute, seit ich wieder berufstätig bin und von der Fremdarbeit so müde bin und die Zeit zum relaxen brauche. Die Hausarbeit hat mich nicht k.o. gemacht, unser Keller war/ist immer schön voll mit Einmachgläsern, und ja, auch Brot habe ich wöchentlich im großen Stil selbst gebacken. War tatsächlich eine allergiefreie Zeit und wir wußten, woher das Essen stammt! Fleisch wurde beim Bauern gekauft und zu guten Fleischwaren verarbeitet. Mein Mann hat sich um den außerhäusigen Bereich gekümmert, ich um die Belange im und um das Haus. Hab sogar den Met selbst hergestellt :) Ein Gehalt hat absolut ausgereicht, wir konnten im Jahr locker zweimal auf die irische Insel verreisen. Heute sind die Kinder groß, ich würde eine Familie nur auf dieser Basis gründen, dass man sich selber um die Kinder kümmert - einer verdient das Geld, der andere kümmert sich um alles andere. Die Ehe mag vielleicht nicht unbedingt gehalten haben, aber für die Kinder war die Zeit ein Segen, weil sie soviel lernen konnten, was die Schule nicht vermittelt. Aus allen sind gefestigte Persönlichkeiten geworden, es gab keine Probleme - nicht einmal in der Pubertät. Mein ganzer Familien- und Bekanntenkreis lebt das "klassische Rollenmodell" - wobei es bei uns auch Hausmänner gibt, und die Frauen schaffen das Geld herbei. Und nein, da ist nichts "spießig", weil man sich dazu selbst entschieden hat. Wir brauchten keinen Zweitwagen, kein Geld für Fremdbetreuung, kein Geld für Supermärkte, keine doppelten Spritkosten - es hat einfach gereicht. Es hat einfach geklappt!
 
G

Gast

  • #88
Na die letzte Antwort driftet wieder eher in die Richtung:
Fremdbetreuung JA oder NEIN?!
Das ist aber nicht die Frage, denn auch frembetreute Kinder werden starke Persönlichkeiten.
Es geht nur darum, dass sich eine stabile Partnerschaft nur dann aufbauen kann, wenn beide Partner sich in ihrer Rolle wohl fühlen.
Wenn der Mann nicht nur Versorger sein will, dann muss er eben seinen Teil in Haushalt und Kinderbetreuung leisten, wenn eine Frau nicht nur Hausfrau und Mutter sein will und in die vollkommene Abhängigkeit geraten will, kann sie allerdings nur arbeiten, wenn sie Unterstützung hat.
Für viele wären selbstgemachte Wurst und Einweckgläser nix, viele Männer wollen eine Frau, die ihre eigenen Berufserlebnisse hat, Kollegen, eigenes Geld usw. Abgesehen davon machen die meist rein optisch mehr aus sich als alleinige Hausfrauen.
Trotzdem ist der Job an Heim und Herd nicht zu unterschätzen. Das ist keine einfache und leichte Arbeit, mal abgesehen davon, dass er weder angesehen ist noch hat man viele Kontakte. Eigentlich ist man die meiste Zeit alleine mit seinen Kindern, gelegentlich mal mit anderen Müttern.
Ich hatte das unterschätzt.
 
G

Gast

  • #89
Hi,
meine Eltern entsprachen 100% dem alten Rollenbild. Meine Mutter etliche Jahre jünger (über 10), wollte und sollte nie arbeiten gehen. Papa agierte ehrgeizig und mit Ellbogen im Beruf = brachte viel Geld nach Hause. Mutti war nur Heimchen am Herd. Hatte ständig unterdrückten Frust und Hass auf alle Frauen, die arbeiten gehen und selbständiger sind, dies kam immer wieder durch. Papi liebte zwar Mutti, aber er nahm sie leider nie für voll.

Es ist wirklcih super. wenn man so etwas als Tochter miterlebt und z.B. die liebe Heimchen-Mutti immer wieder ihre Verbitterung an einem auslässt. Man hat wirklich ein super Vorbild und einen idealen Start ins Leben! Was einem das als Frau für ein Selbstbewusstsein gibt!

Die Ehe meiner Eltern, nach altem Rollenbild, war einfach nur krank! Sie haben sich nur deshalb nie getrennt, weil meine Mutter in keinster Weise (nicht nur finanzielle gesehen) dazu in der Lage gewesen wäre. Sie blieb immer auf der Stufe eines Kindes stehen und wurde nie für voll genommen.

Aber klar, mit dem traditionellen Rollenbild läuft alles bestens, natürlich. Würde sämtliche Probleme der Gesellschaft lösen. Aber die bösen, bösen Frauen die alleine groß und eigenständig sein wollen, die verderben ja alles!

Was gab es doch früher für glückliche Ehen! Was hatten meine Großeltern für glückliche Ehen - Omi hat aus dem Nähkästchen geplaudert, oh ja!

W