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  • #1

Wer führt eine Fernbeziehung und wer hat Erfahrungen damit?

Ich führe eine neue Fernbeziehung und hatte so etwas noch nie.und wer kann mir helfen?
 
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  • #2
Wieviele Kilometer trennen Euch? Seit wann bist Du verliebt? Hier kennengelernt? ;)
 
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  • #3
uns trennen 700 km,verliebt seit 3 monaten,aber total arg.
nein wir haben uns auf einer anderen plattform kennengelernt.
 
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  • #4
Ich hatte 6 Jahre eine Fernbeziehung. Uns haben aber nur 150 km getrennt. Deswegen haben wir uns fast jedes Wochenende getroffen. Mir hat aber immer der Alltag gefehlt, den wir nicht teilen konnten. Unsere Treffen waren immer ein Ausnahmezustand. Leider habe ich darunter sehr gelitten und weil er es nicht ändern wollte, ist es zerbrochen. Aber wenn man etwas ändern will, dann klappt es auch. Egal wie viele Kilometer Euch trennen!
 
  • #5
Ein Freund von mir hat 7 Jahre lang eine Fernbeziehung zwischen München und einer Stadt südlich von Frankfurt geführt. Sie sind dann in eine gemeinsame Wohnung gezogen und haben nach einem weiteren halben Jahr geheiratet. Die beiden haben sich übrigens auch online kennengelernt.
 
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  • #6
im moment würde es mir ausreichen wenn wir uns jedes 3 oder 4 we treffen
könnten.aber ganz klar kannst du dann den alltag nie erfahren bzw.leben.
aber man wird sehen was die zeit bringt und ich denke bevor man übers
umziehen nachdenkt sollte alles klar sein.
 
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Holly Golightly

  • #7
Hallo, ich bin auch in einer Fernbeziehung (650 KM) und wir sehen uns ca. jedes 2. Wochenende.

Was ich total wichtig finde in einer Fernbeziehung ist, dass sich jeder Partner auch die Zeit nimmt, den anderen regelmaessig zu sehen und dass man auch dabei bleibt, auch wenn andere Dinge anstehen. Und auch dass das Reisen mehr oder weniger gleichmaessig ist, also nicht nur der eine Partner reist.

Ich kannte mal einen Mann, auch sehr weit weg, der hatte nie Zeit, beruflich sehr stark eingespannt. Also das war sehr doof und hat auch nicht lange gehalten.

Darf ich fragen wie alt Ihr seid? Beide berufstaetig? Sind bei einem von Euch Kinder?
 
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  • #8
700 km? Genau wie mein Fall, zumindest vor einiger Zeit. Also um Deine Frage zu beantworten sei gesagt, dass es gut klappen kann oder auch scheitern. Denn es kommt ganz darauf an, was Dir "genügt". Mir hat es immer zu sehr weh getan, wenn er gefahren ist. Und er hat auch stark gelitten. Also ist er zu mir gezogen. Ich würde nun eher eine Fernbeziehung meiden, da ich weiß, wie ich leide, wenn ich liebe. Aber andererseits gibt es Leute, die seit Jahren von den Vorteilen einer solchen Beziehung schwärmen.
Also, entscheide Du für Dich.
 
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  • #9
Ich führte eine Fernbeziehung über 800km, Deutschland - Italien. Heute sind wir ein Paar, heiraten Ostern. Wie es geklappt hat? Wir haben uns so oft wie möglich gesehern und haben das Glück Kreative zu sein - beide - die überall arbeiten können. So hatten wir nicht nur eine Wochenendbeziehung. Ich muss gestehen, nach einiger Zeit des Mailschreibens, Telefonierens, war unsere erste Begegnung ein Traum, der Realität wurde. Es war Liebe auf den ersten Blick.
 
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  • #10
Nehmt euch Zeit für täglichen Kontakt!
Das hättet ihr in der nahen Beziehung automatisch. In der Fernbeziehung muss das installiert werden. Beispielsweise der morgendliche "Weck-Anruf" oder das abendliche Geplauder, tagsüber SMS oder E-Mail.

Wenn ihr viel kommuniziert, übersteht eure Beziehung den Abstand, sonst nicht. Meine Erfahrung.

Außerdem: regelmäßige Treffs, egal ob jedes zweite oder jedes vierte Wochenende. Manche legen jeden dritten Freitag zum Wochenende dazu, dann gibts drei gemeinsame Tage am Stück, andere sehen sich jedes Wochenende Sa/So. Das kommt auf die Entfernung an.

Außerdem: manche brauchen nach dem Eintreffen erst mal Pause nach der (evtl. langen) Fahrt und sind danach ansprechbar und später zärtlich. Andere machen als Übergang erstmal einen gemeinsamen Spaziergang oder Sauna-Besuch. Wieder andere schmusen erstmal eine Runde und beschließen nach dem Beschnuppern, was für den restlichen Tag/Abend ansteht. Findet heraus, was ihr braucht. Sonst reibt ihr euch mit der Zeit in der gegenseitigen Erwartungn (oder vermuteten Erwartungshaltung des Partners/der Partnerin) auf.

Vor allem: viiiiiiiiiiel reden!
 
  • #11
#6 jedes 2. wochenende wahnsinn, ich bewundere wirklich, dass euch das reicht. Ich würd mir bei einmal die woche schon komisch vorkommen, da ich die meisten anderen in meinem leben schon mindesten 2 mal die woche sehe... training, hobby etc.
 
  • #12
@#10: Geht mir auch so, Thomas. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass so etwas erfüllend ist. Aber jeder wie er will...
 
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  • #13
Sabine.

also ich danke euch allen für den regen schriftwechsel hier,ich habe dieses forum
reingestellt.
ich weiss nicht ob ich es schaffen werde,denn ich hänge sehr durch in der zeit in der wir uns
nicht sehen.
es ist jetzt schon wieder 5 wochen her das wir uns das letzte mal sahen.telefonieren tun
wir fast täglich,er ist beruflich stark eingebunden.oft werden wir beim telefonieren im büro
unterbrochen,wenn er in besprechungen muß ,das ist nicht sehr gut.
oft komme ich mir dann vor,als wenn ich nicht wichtig wäre für ihn.ich glaube ich muß noch viel
lernen.
danke euch allen und weiter so,es hilft
 
  • #14
@#12: Nur eine kurze Zwischenbemerkung: Oft telefonieren ist bestimt toll, weil man so am Leben des anderen durch Erzählungen teilhaben kann. Aber ich muss ehrlich sagen, Telefonate während der Dienstzeit soltlen tabu sein. Wie peinlich, wenn er ständig beim privaten Tratschen erwischt wird und sich nicht auf seine Meetings ordentlich vorbereiten kann! Er soll ja auch keine berufliche Nachteile erleiden, oder?

Telefoniert lieber länger am Abend und dann in Ruhe als tagsüber. Dafür mußt Du schon Verständnis aufbringen!
 
H

Holly Golightly

  • #15
Sabine, das ist hart und ich weiss wie Du Dich fuehlst. Und das mit dem Telefonieren "zwischendurch" ist auch nicht der Bringer (kommt mir uebrigens alles sehr bekannt vor). Es ist schon wichtig, dass man regelmaessig - wenn nicht jeden Tag, dann doch jeden 2. oder so - in Ruhe und eben als Paar telefonieren oder sich austauschen kann (ueber Skype z.B.). Das braucht man einfach.
Was mir noch eingefallen ist, ist dass es unbedingt eine Perspektive geben muss, also z.B. muss irgendwann (je frueher desto besser) angesprochen werden wie das ganze denn weitergehen soll. Kann einer umziehen? Kommt das ueberhaupt in Frage? Wie lange gibt man sich, zumindest ungefaehr? Ein Jahr? Anderthalb? Das muss alles besprochen werden, da gibt es kein Drumherum.

Zum "beruflich stark eingebunden": kann ich alles verstehen. ABER: wenn man WIRKLICH will, dann kann man auch "mal schnell" einen Ueberraschungsbesuch einbauen. Da oeffnet die Liebe wirklich alle Tore. Der Mann arbeitet ja schliesslich auch nicht 24/7.

Ich wuerde Dir daher raten, die o.g. Dinge anzusprechen und Dir auch eine Zeit zu setzen.

Dieses Leiden - vor allem wenn man nicht weiss, WANN das naechste Treffen stattfinden soll (kenne ich auch) - ist es wirklich nicht wert und an einem bestimmten Punkt musst Du Dir darueber im Klaren sein, dass Du die Beziehung ueberdenken und ggf. beenden musst.

Eine Beziehung soll Spass machen und Freude bringen und das Leben verbessern, nicht verschlechtern.

@Thomas: ja, die 2 Wochen sind fuer mich super. Ich brauche die Zeit auch fuer mich, ich koennte momentan gar nicht damit umgehen, wenn ich meine Freizeit IMMER mit ihm verbringen muesste. Das hat nichts mit mangelnder Liebe zu tun, sondern einfach mit der Tatsache, dass ich schon etwas aelter bin und vor IHM auch mein eigenes Leben hatte. Die Perspektive ist allerdings bei uns vorhanden, also alles im gruenen Bereich.
 
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  • #16
Würde nie wieder eine Fernbeziehung haben wollen. Spontanität geht total verloren bzw. man hat gar keine. Wenn ich günstigsten Fall einen Mann vor Ort kennen gelernt habe und mich verliebt habe, da kann ich einfach mal so zum Abendessen vorbei schauen oder die Nacht über einfach dableiben und abends noch schnell in die U-Bahn hüpfen um den Anderen zu sehen. Fernbeziehungen, die nicht sehr bald Nahbeziehungen haben ganz wenig Chance im Alltag, weil sie immer nur gefiltert mitbekommen, was den Anderen bewegt. Gestik, Mimik, Metakommunikation geht unter. Stimmungen verloren, weil weder per Email noch per Telefon das übertragbar ist, gerade in einer Kennenlernphase. Und der Alltag gehört zu einer realen Beziehung. Und ich finde es sehr schade, dass man bei EP die Suchkritierien absolut nicht genauer daraufhin einstellen kann, auch wenn man seine Chancen einen Partner zu finden dadurch minimiert.
 
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  • #17
Ich hatte 6 Jahre eine Fernbeziehung (300 km). Am Anfang haben wir uns fast jedes Wochenende getroffen. Da er beruflich oft unterwegs ist, auch öfter dazwischen. Ich hab das sehr genossen. Die gemeinsamen Tage waren ein Traum. Gelegentlich sind wir auch zusammen auf Urlaub gefahren. Der Abschied war immer mit Tränen meinerseits verbunden. Im letzten Jahr wurden die Abstände unserer Treffen immer seltener. Er hatte angeblich immer so beruflichen Streß und seine Kids waren zu Besuch. Auch Besuche bei ihm wurden immer seltener. Er sagte zwar, er liebt mich immer mehr, aber..... irgendwann bekam ich heraus, es gibt da noch jemand anderen. Ich hab lange gezögert, doch das Auf und Ab wurde mir zuviel Konnte ich ihm noch vertrauen? Es war sehr schwer für mich. Aber besser ein Ende mit Schrecken...... Für mich kommt eine Fernbeziehung nicht mehr in Frage. Der Alltag gehört einfach zu einer funktionierenden Beziehung für mich. Jemanden an seiner Seite haben, wenn man sich über was freut, oder eine tröstende Schulter, wenns mal nicht so gut läuft. Ein Meilenstein für mich.
Aber, die Entscheidung liegt bei jedem einzelnen.
 
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  • #18
Kurz zusammen gefaßt:

In einer festen Beziehung übersteht man Fernbeziehungen bei totalem Vertrauen.

In einer nicht gefestigten Fernbeziehung sollte man so schnell wie möglich den Alltag gemeinsam kennenlernen sowie viel sprechen und dann gemeinsam "sein Nest bauen".

Also überlegt wie für ein Projekt:

In 1 bis 3 - Vernünftige Einsichten geweckter Interessen sind für sinnvolle Handlungen erforderlich
In 4 bis 6 - Leistungseinsätze sind sinnvoll ohne Verhaltenssverweigerung erforderlich
In 7 bis 9 - Kontrollen sind allgemein erforderlich, um Fehler und emotionelle Unruhe zu vermeiden
Funktion/Punkte: ja = 1; nein = 0; ja und nein = 2 (maximal 18 Punkte)

1 - Sind die Projekte zum Umfang, zum Ort, zur Zeit sowie deren Zasatzerfordernisse als Ergebnis gegenseitig erkannt?
2 - Sind die Projekte zum Umfang, zum Ort, zur Zeit sowie mit anderen Erfahrungen und wechselnden Erwartungen geklärt?
3 - Sind die Projektmaßnahmen nicht durch Druck oder umgeleitet auferzwungen (unverzichtbar) ohne dass emotionelle Unruhe und Fehler entstehen können?
4 - Sind die Projekte außergewöhnliche Höchstleistungen, die negativ oder positiv ergänzend Verluste bzw. Furcht und/oder erwünschten Ergebnissen bzw. Anerkennungen ergeben können?
5 - Sind die Projekte wechselnd mit gewöhnlich ausgleichenden Belastungen und/oder Entlastungen verbunden?
6 - Sind die Projekte ungewöhnlich mit belastenden Eigeninitiativen und/oder umzuleitender Energie allgemein interessant?
7 - Es bestehen Keine außergewöhnlichen belastenden Erfahrungen mit Übersichts- und Verhaltensverlusten (Konfliktverhalten)?
8 - Es bestehen keine gewöhnlichen emotionellen Erfahrungen, die abfallende Reaktionen auslösen (mit Konfliktlösungen)?
9 - Es bestehen besonnene Emotionen, um ungewöhnlich Verstecktes zu kontrollieren (mit begrenzten Konflikten)?

Ergebnis: Leistungen mit Kontrollen vor Verlusten erfordern verantwortliche Handlungsbereitschaft und erforderlicher Zeit

Punkte von 0 bis 6
1. Verantwortungsbewußtes wird gewöhnlich vorbereitet und nicht konzeptlos vorgenommen.
Vorsicht ist immer erforderlich.
Gewöhnliche Abneigungen gegen übliche vernünftige sachliche Auseinandersetzung können Unfieden ergeben.

Punkte von 7 bis 11
2. Außergewöhnlich Erkanntes und Bestehendes ist ständig aufwendig und umfassender zu planen und zu verbessern.
Es ist Weitsicht mit vielen Einsichten erforderlich.
In außerordentlichen schwebenden Situationen sind entfallene Leistungs-Bestandteile rettend und überwindend vorzunehmen.

Punkte von 12 bis 18
3. Nicht bekanntes Ungewöhnliches wird in aufgeteilten Schritten verantwortungsbewußter.
Was zu tun und unterlassen ist, ist jeweils zu prüfen.
In ungewöhnlichen Situationen ist aktives Handeln wirkungsvoller als passive und unverständliche Zurückhaltung.

Euer Asterix
 
H

Holly Golightly

  • #19
Lieber Asterix, also das waere mir jetzt doch etwas zu kompliziert....
 
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  • #20
#Asterix: dilletantische, adetailierte, unividuelle Mutmassungen und ein skurilles Konzept für das Projekt "Fern-Beziehung". Ich hoffe doch, du bist kein Umternehmensberater!
 
  • #21
Hallo, ich hatte eine Fernbeziehung. Ich komme aus Ecuador und ich habe ein Freiwilliges-Sozialesjahr in Deutschland gemacht, meine Freundin ist in Ecuador geblieben, aber wir haben es weiter funktionieren. Wir haben hier kennengelernt und wir haben auch 1 Jahr zusammen, als ich nach Deutschland geflogen bin. fast 10 000 km hatten uns getrennt. Wir sind noch zusammen und zusammen schon 4 Jahren, man muss vertrauen und immer wissen, was man in der Zukunft will, wenn man das so will, dann macht man alles, um die Beziehung weiter zu funktionieren.