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  • #1

Wer denkt noch nach Jahren an den Ex?

In meinem Leben (w33) gab es eine ganz grosse Liebe. Er war der Mann mit dem ich mir alles hätte vorstellen können. In der Beziehung war ich einfach nur glücklich. Jede Faser meines Körpers war glücklich. Er hat sich dann in eine andere Frau verliebt und mir das auch gestanden. Mit der Frau wurde es nichts, aber bei mir ging etwas kaputt. Ich konnte nicht mehr vertrauen. Die Beziehung zerbrach und er zog in eine andere Stadt und wir haben uns nie wieder gehört oder gesehen. Das ist jetzt 1.5 Jahre her. Ich hatte in den letzten Monaten Dates, aber das bringt alles nichts. Mir ist bewusst dass ich ihn nicht mehr zurück haben kann und will, aber mir ist auch klar, dass ich nie wieder so unbeschwert glücklich und verliebt sein kann. Ausserdem tut mir weh, dass man vorher über Jahre zusammen war, und dann plötzlich komplett aus dem Leben des anderen gestrichen wird. Was war die längste Zeit in der ihr an den Ex denken musstet? Und auch geglaubt habt, dass es keinen besseren als ihn gibt?
 
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  • #2
Liebe FS

es gibt nur eine grosse Liebe in deinem Leben hinter der alle zurückstehen. Sie werden sich anders anfühlen, denn es gibt keine Wiederholung. Ich sage nicht es sei ausgeschlossen noch das Glück mit jmd. anderem zu finden. Wenn du bereit bist. Problem bei mir ist ich bin gar nicht bereit.

Gerade wenn du verlassen worden bist statt selbst zu verlassen kaust du länger daran herum. Je nachdem was sonst in deinem Leben gerade los ist wirst du entweder gut oder mittelprächtig oder schlecht damit fertig dass einer warm wechselt.

In deinem Fall: du warst total verliebt, dein Körper im Rausch. Dann sofortiger Entzug. Das ist wie Stecker rausziehen. Das verursacht Schmerzen die du nie vergisst.

An meinen verstorbenen Freund denke ich voller Liebe zurück.
An meinen letzten voller Bitterkeit.
Ich versuche daher mehr an den ersten Freund als an den letzten zu denken.
 
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  • #3
Ich habe meinen Ex auch sehr geliebt und gemeint das es keinen anderen Mann geben kann mit dem ich glücklich werden kann oder will. Fakt ist das dieser Mensch einem in dieser Situation auch wirklich genügt und alles bedeutet. Wird man dann aus seinem Leben gestrichen reicht das aus um zu erkennen das seine Liebe nie vorhanden war, man nie ernst genommen wurde und nur als Zeitvertreib und Notnagel herhalten musste. Falschen Hoffnungen oder Illusionen will sich jedoch kein liebender Mensch aussetzen und deshalb verzichten wir auf die Person die uns letztlich nur verarscht, ausgenutzt und in den Wind gekickt hat. Das ist gesund und verständlich, ein schlechtes Gewissen brauchen wir nicht zu haben in dem wir an unserer neuen Einstellung zweifeln, die so anders ist als das was wir einst ehrlich lebten und gefühlt haben.

Einem anderen Menschen kann man sich dann wieder öffnen wenn er einem gefällt, wir uns verlieben und einer ehrlichen Hoffnung und Zukunft nichts im Weg steht. Vorausgesetzt er ist nicht wieder eine billige Niete.
 
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  • #4
So geht es mir auch. Seit 1,5 Jahren getrennt und ich kann ihn nicht vergessen.
Kein Tag vergeht, ohne dass ich an ihn denke.
Kein anderer Mann kann ihm das Wasser reichen. Obwohl ich mit ein paar aus war.
Jetzt habe ich gerade wieder e-mail Kontakt mit ihm. Ich weiß, dass er mir nicht gut tut (es sei denn er würde seine Lebensumstände für unsere Beziehung ändern)
Und es ist jetzt auch anders. ich weiß, es bringt nichts, es hilft mir nur, mit ihm über das Ende unserer Beziehung zu kommunizieren, damit ich endlich meinen Frieden damit machen kann.

Vielleicht hilft Dir das auch ?
Liebe Grüße
W (47)
 
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  • #5
Ich wurde vor etwa 3 Jahren verlassen, aber es fühlt sich so an, als wäre es gestern gewesen. Mittlerweile habe ich aber herausgefunden, dass ich eher dem Leben hinterhertrauere, dass er mir zerstört hat (bezüglich Beruf und zwischenmenschlichem Vertrauen).
 
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  • #6
Ich habe viele Jahre an den Ex gedacht. Damals, da war ich 23, war er für mich der Traummann, für den ich meinen Freund, der zwar sehr solide und bemüht, aber eben nicht der "Richtige" war, verlassen hatte. Es folgten 1,5 Jahre die erst wirklich traumhaft waren in der sein Leben aber nach und nach den Bach runterging, während ich problemlos meine Ausbildung, etc. abschloss, die Aufnahmeprüfung für die FH bestand, also für mich lief es gut. Das er nach und nach immer labiler wurde, konnte ich erst nicht so erkennen, ich dachte das wir der dann eben alles im nächsten Anlauf schaffen. Er wurde immer ungerechter, frecher und der Müll in der Wohnung nahm überhand. Das war kurz bevor er mit einer noch größeren und noch blonderen Blondine, die noch mehr seinen Traumvorstellungen entsprach und die er auf eine Messe auf der er einen Job hatte kennengelernt hatte völlig unerwartet verschwand. Ich habe das Jahre nicht verkraftet, der Anblick der beiden die sich dann auf jedem Event und überall vervielfältigt hatten als wäre ich auf dem Dorf und nicht in der Stadt unterwegs, löste am Ende körperliche Übelkeit aus. Ich habe noch Jahre an ihn gedacht, nach ein paar Jahren kam er an und brauchte was, ein Plattencover und es ging wieder. Ich hatte dann über Acht Jahre später auf einmal wieder getroffen. Und dann die Gelegenheit die Beziehung weiter zu führen. Es war katastrophal. Aber ich hatte die Gelegenheit zu erkennen wie sehr ich einem Ideal und Traum nachgehangen bin. Das was nach mir kam, dieser Abstieg das Labile, lebensuntüchtige, unzuverlässige und depressive hatte ich damals ja nicht so erlebt, das fing erst an sich zu entwickeln als er ging. Auch da war es nach der Trennung schlimm, aber ich konnte endlich erkennen das es keinen Zweck hat und frei werden. Was ich mit der Geschichte sagen will: Es hat Gründe weshalb man sich trennt, man buttert diese aber dann unter und idealisiert so, das man sich selber alle Chancen verbaut und unbewusst Beziehung vermeidet. Andere die dich kennenlernen spüren das deutlich. Es hilft nur scharf nachdenken das er nicht so toll ist. und dieser Realität auch eine echte Chance geben. Wenn du jetzt mit 33 noch eine Familie im Sinn hast musst du damit schneller sein. Die nächsten 7 Jahre sind im Handumdrehen um und sollten nicht mit Nachtrauern um einen, der sich längst woanders umgeguckt hat, oder sein Unwesen unbelehrbar weiter treibt, vergeudet werden.
w46
 
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  • #7
In meinem Leben (w33) gab es eine ganz grosse Liebe. ... Er hat sich dann in eine andere Frau verliebt und mir das auch gestanden.

Dann war er nicht Deine ganz große Liebe, denn wir kann man einen Menschen lieben, der nicht weiß, wohin er gehört. Meine ganz große Liebe hat sich Monate nach der Trennung in einen anderen verliebt, der von der Statur und von der ganzen Art her quasi mein Ebenbild war. Daher glaube ich, daß sie in ihm einen Ersatz für mich gesucht und gefunden hat. Das ist nun 10 Jahre her, aber ich kann bis heute weder loslassen noch könnte ich ihr verzeihen, daß sie den Glauben an mich so leicht verloren und dem falschen Verdacht gegen mich so leicht nachgegeben hat. Eine Zwischenwelt, in der ich wohl für den Rest meines Lebens gefangen sein werde.
 
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  • #8
1,5 Jahre sind nichts, wenn es um tiefe Gefühle geht. Von den Durchschnitts-3-Monats-Trauernden wird das häufig so hingestellt, mit dem Ergebnis, das sich Menschen, die länger an der Ex-Beziehung hängen, als hoffnungsloser Fall fühlen, der niemals "geheilt" wird. Ich glaube nicht, dass dem so ist - es hört auf, aber sehr langsam. Bei mir ist es zwei Jahre her und ich kann mich deinen Zeilen komplett anschießen. Wichtig ist trotzdem, das man wieder neues erlebt. Mittlerweise möchte ich das. Neben der Sehnsucht zurück wächst eine neue Sehnsucht nach dem, was (hoffentlich) kommen wird.

Einerseits solltest du dir Zeit zum Verarbeiten geben und dich nicht unter Druck setzen, finde ich. Meiner Erfahrung nach bringt das nichts. Die Gefühle müssen bereit sein. Du solltest dir allerdings jede Möglichkeit zu leben und zu erleben gönnen, weil so die Erinnerungen überspielt werden, und nur das bringt dich wieder nach vorne.

Ich hatte Erlebnisse, die mich in dem Eindruck bestätigten, er sei der einzige. Ich hatte aber inzwischen auch Begegnungen, die mir klar machten, dass es andere geben KÖNNTE, die das mit ihm erlebte noch übersteigern könnten. Ob die zur Realität werden, ist der nächste Schritt.

Auch dein Ex war nicht perfekt für dich, denn in einem wichtigen Punkt gingen eure Meinungen auseinander, in der Einstellung zu dir und zu eurer Beziehung, und auch, was die Standhaftigkeit der Gefühle angeht. Ich gehe davon aus, dass du dir deiner Besonderheiten besser bewusst ist als er, denn für dich selbst bist du nicht austauschbar. Und deine Gefühle hielten an. Du gehst anders mit Gefühlen um als er.

Du knabberst noch daran, wie plötzlich alles vorbei sein kann, ganz typisch nach so plötzlichen Trennungen. Es ist ein Schock, aber auch der geht vorbei. Mittlerweise akzeptiere ich das halbwegs und sehe es insofern positiv, als dass das bei anderen so ist. Die Welt ist, wie sie ist. Du glaubst gar nicht, wie viele Männer (oder auch Frauen?) von heute auf morgen ihre Beziehungen beenden. Man kann darüber frustriert sein. Diese Menschen sind auch schneller offen für neues, gewisserweise oberflächlicher. ABER, wenn du wieder vorwärtsgehst, hat es auch seine Vorteile, selbst offen zu sein,. Es sind verschiedene Phasen.
 
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  • #9
Liebe FS,

auch mir geht es so. Der Schmerz ist nach langer Zeit weniger geworden. Geblieben ist er aber noch. Ich denke oft an ihn und wünschte mir ich könnte ihn komplett aus meinem Gedächtnis streiche, damit ich wieder unbeschwert weiterleben kann. Geblieben ist auch das Gefühl, dass ich nicht gut genug war für ihn und es auch nie, wirklich nie gewesen wäre.
Mein Vertrauen ist zerstört und ich weiß nicht ob ich es jemals wiedererlangen kann.
Positiv ist, dass ich nach monatelanger Qual und Kopfkino, die schlimmste Zeit überwunden habe und nun mit einem emotionalen Abstand zurückblicke. Es ist also besser geworden auch die Häufigkeit hat stark nachgelassen. Ich weiß nun und das möchte ich auch Dir sagen, dass ich drüber hinwegkommen werde. Er war es nicht wert. Zeit heilt auch diese Wunde, da bin ich mir sicher.
Ich schau nach vorne und mache auch schon wieder Pläne. Lass Dich von ihm nicht kaputt machen, dass ist kein Mann wert. Wahrscheinlich denkt er nicht so an Dich, denn er hat Dich für eine andere Verlassen und es gibt auch sicher schon eine Nachfolgerin Deiner Nachfolgerin und es wird mit ihr auch wieder vorbei sein. Er ist es nicht wert.
 
  • #10
Diese Frage, wie lange das noch dauern wird, habe ich mir auch schon oft gestellt. Meine Freundinnen kommen mit gutgemeinten Ratschläge "lass das alles hinter dir" "vergiss ihn, er wars nicht wert"... tja leichter gesagt als getan. Bei mir ist es seit Mittwoch genau ein Jahr her... am liebsten würde ich ihn komplett aus meinem Gedächtnis streichen. Lieber gute Erinnerungen vergessen, als immer diesen Schmerz in mir zu tragen.

@Gast1: Vielen Dank auch, dass man mit dem einen Satz alle Hoffnungen zerstören kann, dass es das war. Die große Liebe. Und nichts wird mehr so kommen. D.h. wohl, dass ich mein restliches Leben versauern soll, weil ich werde mich ja eh nie mehr so verlieben, oder?
 
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  • #11
Wer das Märchen mit der EINEN grossen Liebe im Leben erfunden hat, war schlichtweg ein Depp! Und dass man nach so langer Zeit immer noch so dem Ex hinterher trauert, ist mir mittlerweile, nach mehreren Erfahrungen, absolut schleierhaft. Bringt`s was? Nein. Lehren daraus ziehen, abschliessen und weiter leben. Zu denken "er war`s nicht Wert" halte ich für schlecht, denn schliesslich hat man sich in den Partner verliebt, vieles zusammen erlebt und für die Trennung gab`s Gründe. "Er war`s Wert" ist die richtige Einstellung, man hat nämlich auch viel gelernt, Erfahrungen für`s weitere Leben gesammelt usw. Man kann nicht absolut glücklich gewesen sein, wenn der Partner sich in jemand anders verliebt, das ist ein Trugschluss. Es wird zu fast 100% einen anderen Mann geben, und Du, liebe FS, wirst Dich fragen, warum Du so lange getrauert hast. Vielleicht versucht Du einfach in Deiner neuen Beziehung, die Stimmung zwischen Euch etwas genauer wahr zu nehmen!

Viel Glück!

w/43

w, 44
 
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  • #12
Blende die schöne Zeit aus und denke immer daran, was zuletzt passiert ist und wie sehr er sich im Laufe eurer Beziehung zum Negativen verändert hat. Als er dich betrogen (und verlassen hat?), war er nicht mehr der Mann, den du kennen gelernt und in den du dich verliebt hast. Du liebst/liebtest einen Mann, den es schon lange so nicht mehr gibt und jetzt trauerst du einem Idealbild aus der Anfangszeit eurer Bez. hinterher.
Diese Einsicht hat mir persönlich sehr geholfen, habe es mir immer wieder ins Bewusstsein gerufen, wenn die Erinnerungen wieder aufkamen. Menschen verändern sich, nicht unbedingt zum Guten, das muss man akzeptieren und nach vorne schauen. Es gibt so viele Männer auf dieser Welt, die Wahrscheinlichkeit, dass du den Richtigen, der deine Liebe auch verdient hat, irgendwann, sei es noch dieses, nächstes Jahr oder erst in 10 Jahren, triffst, ist ziemlich hoch. Man kann nichts erzwingen, aber man muss sein verletztes Herz für Neues öffnen und mit der Vergangenheit endgültig abschließen.
w41
 
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  • #13
Hier nochmals die FS

Danke für eure Antworten. Ein Hauptproblem ist, wie hier auch erwähnt, dass ich mich nun beeilen sollte wenn ich noch eine Familie möchte, in 7 Jahren bin ich 40. Das geht schnell. Aber dieser Druck wirkt natürlich kontraproduktiv. Ich kann nicht mehr vertrauen, denke mir, wenn ich jetzt nochmals den falschen Date, dann ist es zu spät. Das ist ein echter Teufelskreis.
 
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  • #14
dass man nach so langer Zeit immer noch so dem Ex hinterher trauert, ist mir mittlerweile, nach mehreren Erfahrungen, absolut schleierhaft. Bringt`s was? Nein. Lehren daraus ziehen, abschliessen und weiter leben. Zu denken "er war`s nicht Wert" halte ich für schlecht, denn schliesslich hat man sich in den Partner verliebt, vieles zusammen erlebt und für die Trennung gab`s Gründe. "Er war`s Wert" ist die richtige Einstellung, man hat nämlich auch viel gelernt, Erfahrungen für`s weitere Leben gesammelt usw.
Viel Glück!

Es hat ja nichts damit zu tun, ob es einem was bringt oder nicht, wenn man um jemanden trauert. Persönlich kann ich die FS gut verstehen. Mir erging es nämlich genauso. Die Trennung ist bereits fast 2 Jahre her und wenn ich daran zurückdenke, schmerzt es mich innerlich immer noch genauso. Durch dieses Erlebnis hat sich einerseits mein Leben, aber auch mein Charakter verändert. Ich kann sagen, dass ich ein anderer Mensch geworden bin und dieser Mensch, der ich früher war, existiert nicht mehr.
Außerdem trennen sich manche Menschen von einer Person (oder vollziehen ohne Begründung einen warmen Wechsel) ohne einen Grund zu nennen. Wie kann man also daraus eine Lehre ziehen?
Auch die Einstellung "er war es wert", kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe schon üble Trennungssituationen erlebt, wo der andere Mensch zu einem Monster mutiert ist und da kann man dann echt nicht mehr daran festhalten, dass die Beziehung zu dem Mensch überhaupt irgendwas wert war.

Es freut mich aber zu lesen, dass es noch andere Menschen (wie mich) gibt, die auch noch nicht die abgestumpften Partnertauschmentalität übernommen haben. Sicherlich kann man nichts an der Entscheidung eines anderen ändern, wenn er sich trennt, aber wenn ich mir so betrachte, wie die "Meisten" eine Beziehung eingehen, wundert es mich nicht mehr, dass es so viele Scheidungen und Trennungen gibt.
 
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  • #15
Ja, ich denke nach mehr als sechs Jahren noch oft an ihn.
Damals waren wir sehr jung und dumm. Diese Gedanken behalte ich aber für mich, schaue manchmal alte Bilder an und schmunzel. Das war eine tolle und verrückte Zeit! Ich glaube wenn man so viele Jahre ein Paar war ( bei uns waren es fast sieben Jahre) bleibt etwas da. Ich liebe ihn auf sanfte Weise noch immer, das kann ich nicht abstellen. Und ich finde das auch nicht schlimm. Es ist doch nichts böses dabei wenn man in Gedanken Dinge Revue passieren lässt.
Leider sind wir sehr böse auseinander gegangen, so spielt das Leben eben manchmal. Ich habe jetzt Familie und Kinder und weiß dass er jetzt sehr glücklich ist (Familie und Kinder) und das freut mich sehr. Es beruhigt mich zu wissen dass es ihm gut geht.

w35
 
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  • #16
Vor etwa 20 Jahren hatte ich mal eine, leider nur recht kurze Beziehung, die mir auch heute nicht ganz aus dem Kopf geht.

Obwohl sich nun schon mehrere andere Beziehungen angeschlossen haben denkt ein Teil von mir noch immer manchmal an sie zurück. Zum Glück nicht mehr so oft wie noch vor Jahren.

Bei besagter Frau ist ein Teil meiner Seele geblieben.

Meine aktuelle Beziehung dauert derzeit etwa seit 12 Jahren an.

m
 
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  • #17
Liebe FS,

ich glaube nicht unbedingt an diesen Mythos der "einzigen grossen Liebe". Andere Lieben können folgen, die natürlich anders sind, aber genauso gross sein können.

Jedenfalls habe ich drei "grosse Lieben" hinter mir, immer auf dem Hintergrund der persönlichen Entwicklungsgeschichte.

An alle denke ich gerne zurück, aber nicht mehr mit Wehmut, sondern nur so, dass es schön und richtig war genau zu dieser Zeit.

Jetzt bin ich mit meiner vierten "grossen Liebe" zusammen. Unsere Thematik hat sich mehr verschoben in den geistigen Austausch.

Die Vorstellung, zu dem heutigen Zeitpunkt noch mit meiner ersten Liebe zusammenzusein, habe ich manchmal und weiss dann ganz genau: das wäre für uns beide eine Katastrophe.

Also, die Zeit wird es heilen. Wer weiss, was noch auf Dich zukommen wird.

Alles Liebe
 
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  • #18
Ja, aber nicht in Liebe, eher wie dumm und jung ich damals war! Ich habe mich ja nicht umsonst von diesen Männern getrennt! Ich könnte diese Männer heute gar nicht mehr lieben und ich empfinde auch nichts Erotisches mehr für sie, sondern eher Ekel oder Gleichgültigkeit. Was ja auch gut ist, sonst würde ich mit diesen ganzen Männern alle noch ins Bett gehen wollen!

Nur ein Mann hat es geschafft, dass ich heute noch im Positiven an ihn denke, und den ich jederzeit zurücknehmen würde bzw. mit dem ich jederzeit wieder ins Bett gehen würde (wahrscheinlich auch wenn ich eine neue Beziehung hätte), aber er war beiweitem nicht meine erste große Liebe, sondern eher die Letzte.

Also ich würde eher sagen, die darauffolgenden Lieben werden immer größer und intensiver bzw. besser. Man hat schon mal mehr Erfahrung und kann es nächstes Mal besser machen. Auch der Gegenüber ist viel reifer und menschenerfahrener, und das führt einfach zu mehr Gleichklang.

Also gibt nicht auf, du bist jung und wirst noch viel in deinem Leben mit neuen, besseren Männern erleben. Du nimmst deine Erfahrenheit mit und kannst für die Zukunft noch besser selektieren.
 
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  • #19
Sicherlich wird die FS diesen Thread nicht mehr lesen, aber es gibt ja durchaus nicht wenige Menschen, denen es ähnlich, wie die FS geht.

Ich finde es einerseits "ungesund", wenn man in den nächsten Wochen nach einer Trennung komplett zur Tagesordnung übergeht. Das wäre ja so als wenn man ein altes gegen ein neues Auto tauscht.

Andererseits finde ich es gleichermaßen "ungesund", wenn man nach Jahren noch mit dem alten Partner gedanklich beschäftigt. Auch bei mir gab es bei zwei Frauen ein längeres Nachtrauern. So hatte ich mitunter noch nach 4 Jahren mit einem gewissen Maß an Wehmut an damals gedacht. In meinem Fall habe ich mir selbst Vorwürfe gemacht, dass ich nicht manches damals anders gesehen und gemacht hätte. Letztlich geht es darum, dass man Dinge annimmt. Auch eigene Unzulänglichkeiten und ggf. daraus lernt. Man hat nun mal so agiert, wie man agiert, wie man agiert hat - und vergisst dabei mitunter auch die Dinge, die zur Trennung geführt haben und an denen auch der Partner beteiligt war. Meines Erachtens ist das Nicht-Loslassen können oder wollen ein Problem, das man lösen sollte. Das eigene Leben hat es verdient, das man nach einer angemessenen Zeit, für die Dinge, die dann vor der Tür stehen, offen ist. Sonst vergehen Jahre des Stillstandes und irgendwann könnte man sich zu Recht ärgern, dass man diverse Jahre nur rückwärts gewandt gelebt hat. Gute Beispiele für dieses rückwärtsgewandte Leben ist ein Auftritt von ehemaligen Paaren, wo nach 20 oder mehr Jahren diese mal wieder zusammen treffen und einer mitunter immer noch die fixe Idee hat, dass sie zusammen gehören, während der andere ein ganz anderes Leben führt und damit auch sehr zufrieden ist. Letztlich ist das ein Verrennen in eine verrückte Fiktion, das einem ein zufriedenes Leben im Hier und Jetzt verbaut. Natürlich lassen sich Emotionen nicht beliebig steuern, aber man kann sich schon mal selbst ins geistige Hinterteil treten und schlicht und ergreifend sein Leben leben (z.B. Sport, Hobby, mit Freunden treffen - und irgendwann auf einen Menschen treffen, der erneut fasziniert.

Das Märchen von DER EINZIGEN LIEBE im Leben finde ich noch nicht mal ein gutes Märchen, denn diese enthalten mitunter einen wahren Kern, den man hierbei vergebens sucht.
 
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  • #20
Ich kann die FS nur zu gut verstehen. Ich bin zwar heute wieder in einer Beziehung (bereits 2 Jahre) und schon 3 Jahre von meinem Ex Freund getrennt. Trotzdem habe ich diese Trennung nie verarbeiten können, denn auch er war meine große Liebe.
Er hat alles für mich getan. Er hat mich so aufrichtig geliebt, wie kein Mann je zuvor. Wir waren von der gleichen Art, wir hatten die gleichen Gedanken und Worte. Es ist unbeschreiblich. Ich habe ihn von Kopf bis Zeh geliebt, mit allen Ecken und Kanten.
Leider hat er die Beziehung dann von heute auf morgen beendet, ohne erkennbare Gründe.
Mir hat es den Boden untern den Füßen weggezogen.
Ich glaube, so wie jede Beziehung anders ist und jeder Mensch unterschiedlich, so ist auch die Liebe nicht immer die gleiche. Und manchmal ist sie eben besonders intensiv und innig.
 
  • #21
Hallo liebe FS,

ich kann das nur zu gut nachvollziehen, auch mir ging/ geht es so. Als ich deinen Text gelesen habe, habe ich mich dort wiedergefunden. Meine gescheiterte Beziehung ist allerdings schon über 10 Jahre her. Die Gedanken an ihn immer noch hin und wieder da und es ist so als könnte ich nichts dagegen tun. Ich würde dir jetzt gerne sagen, mit der Zeit werden die Gedanken weniger und irgendwann findest du sicherlich noch einmal die große Liebe - wünschenswert wäre es ja - bei mir war es allerdings bislang nicht so. Zwar habe ich wieder kurze Beziehungen geführt, dennoch die große Liebe blieb aus. Ich sehne mir sehr danach nur noch ein einziges Mal, mit jeder Faser meines Körpers, so empfinden zu können wie für den besagten Ex an den ich heute noch oft denke. Oft mache mir Gedanken darüber, ob es vielleicht nur einmal im Leben die ganz große Liebe gibt. Mich würde mal interessieren wie derzeit "Stand der Dinge" bei dir ist? LG w (37)
 
  • #22
An meine erste große Liebe habe ich noch über 20 Jahre gedacht. Selbst während der nachfolgenden Beziehungen und meiner damaligen Ehe. Besonders wenn es nicht gut lief, keimte in mir die Sehnsucht nach der damaligen Zeit mit ihm auf.

Meine zweite große Liebe war meine letzte Beziehung und ich hoffe, dass es nicht wieder 20 Jahre dauern wird, bis ich ihn vergesse.
 
  • #23
An die Männer in die ich mal leidenschaftlich verliebt war, denke ich heute ebensowenig, wie an die, mit denen ich zusammen war.
Bis auf meinen letzten Partner waren das alles eh nur wertlose Typen oder katastrophale Beziehungen.

Mein letzter Partner war jemand ganz Besonderes, aber eine gemeinsame Zukunft sollte nicht sein, was weder seine, noch meine Schuld war.

Heute sehe ich das Thema Liebe sehr distanziert, zumal ich auch nicht an die einzig wahre grosse Liebe wie im Film glaube.
Jeder Partner hatte im Nachhinnein seine Berechtigung und ich traure auch keinem hinterher, oder denke noch an ihn.

Ich schaue nach vorne und gehe meinen Weg und wenn es mal noch jemanden geben soll, der sich mir anschliessen möchte und wir dann unseren weiteren Weg gemeinsam gehen möchten, ist er mir herzlich willkommen.

Meine Ex-Lieben und Ex-Partner sind für mich auch Ex. Sie sind Vergangenheit und dort auch am Besten aufgehoben.
Ich blicke da nicht mehr zurück, wozu auch?

Viele Grüsse
 
  • #24
Moin,

mir ist der Gedanke bedeutsam, dass niemand noch einmal 5, 15, 25...45 sein wird, und auch nie mehr so unschuldig, dumm, enthusiastisch, unvorbelastet... wie als er sich damals verliebte und versuchte, das Beste draus zu machen.
Es gibt keine Generalprobe, wir erfinden das Stück während seiner einzigen Aufführung, und am Ende werden wir keine Kritik lesen können, weil wir dann schon wieder abgereist sind.
Wenn das anders wäre... Ja, DANN wäre es wichtig, Vergangenes immer wieder durchzukauen, um letztlich den einen Traumpartner zu finden.
Ich glaube, der Gedanke an Endlichkeit hilft dabei, sich mit Vergangenem und den früheren Wegbegleitern zu versöhnen. Wie man dann allerdings mit der Tatsache der Endlichkeit umgeht... das ist nochmal ein ganz anderes Kaliber :)

manchmal
 
  • #25
Mein Ex hat mich im 2012 verlassen. Ich hatte seither keine richtige Beziehung mehr. Erst in diesem Jahr habe ich wieder angefangen Männer zu treffen. Aber ich kam nie über ihn hinweg. Würde er anrufen, ich bekäme weiche Knie. Zum Glück kann er mir nicht über den Weg laufen, da er in Deutschland lebt und ich in der Schweiz. Er war die Liebe meines Lebens und ich bin überzeugt das passiert nur einmal im Leben.
W/38
 
  • #26
Ich seh das mal so:
Wohl gemerkt auch erst seit 5 Monaten nach 12 Jahren Beziehung verlassen wurden....
Alle reden immer von der Ganz ganz großen Liebe- was dahinter steckt, sind Erwartung, Wünsche, Zukunftsperspektiven und und und....
Man liebt einfach- Punkt.
Und mal ehrlich..... Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen.... und würden wir uns nicht ständig verklären und von ganz ganz großer Liebe sprechen und uns stattdessen unserer eigenen Stärken und Schwächen und die des Partners bewusst machen, dann würden wir realistisch merken, dass es eine 100 %ige Passung gar nicht gibt - sondern vielleicht 90 oder mehr % und dann sollte man sich fragen, ob man damit auch zufrieden ist, oder ob es unbedingt ein Ideal von 100% braucht nach der man jahrelang sucht. Das ist für mich wahre Liebe. Ständig die Suche nach dem mehr.
 
  • #27
Moin,

mir ist der Gedanke bedeutsam, dass niemand noch einmal 5, 15, 25...45 sein wird, und auch nie mehr so unschuldig, dumm, enthusiastisch, unvorbelastet... wie als er sich damals verliebte und versuchte, das Beste draus zu machen.
Es gibt keine Generalprobe, wir erfinden das Stück während seiner einzigen Aufführung, und am Ende werden wir keine Kritik lesen können, weil wir dann schon wieder abgereist sind.
Wenn das anders wäre... Ja, DANN wäre es wichtig, Vergangenes immer wieder durchzukauen, um letztlich den einen Traumpartner zu finden.
Ich glaube, der Gedanke an Endlichkeit hilft dabei, sich mit Vergangenem und den früheren Wegbegleitern zu versöhnen. Wie man dann allerdings mit der Tatsache der Endlichkeit umgeht... das ist nochmal ein ganz anderes Kaliber :)

manchmal
Sehr schön geschrieben, was ich zu 100% zustimme. Ich habe auch so eine Entwicklung durchgemacht. Ich war auch absolut glücklich bis ich vom Ehemann meiner Rivalin angerufen wurde und danach ist alles zusammengebrochen. Letztendlich habe ich mich aber mit der Vergangenheit versöhnt. Heute gehen wir sehr freundlich und liebevoll miteinander um und neulich hat er mir gesagt, dass er froh ist mich in seinem Leben kennengelernt zu haben. Das ganze Leben ist sowieso eine Reihe von Zufällen und wie wir darauf reagieren.
 
  • #28
Ich denke immer noch an meinen verstorbenen Ex. Er war mein Lebensmensch, Vater meiner Kinder und unglaublich liebenswert.
Wir waren 25 Jahre verbunden.
Meinem neuen Glück steht er nicht im Wege.
Er bleibt Teil meines Lebens.

w, 52
 
  • #29
Wie gut ich diese Gefühle kenne! Ich bin mit meiner großen Liebe (von 22 bis 27) und Ex inzwischen verheiratet und wir haben ein Kind. Fast zehn Jahre waren wir getrennt, in denen ich absolut unfrei für andere Beziehungen war. Irgendwer hier hatte kommentiert, dass andere dass spüren. So war es tatsächlich. Und ich konnte mich ja selbst auch auf niemanden einlassen! Habe es aber immer wieder versucht, aber bis auf eine längere Beziehung und viele Dates und Versuche passierte nichts, was annähernd diese Tiefe gehabt hätte. Wir hatten damals gar keinen Kontakt mehr, außer zu Geburtstagen. An meinem 37. war es so weit, er rief an, da war er frisch getrennt. Ich hatte auch gerade wieder komische Männergeschichten hinter mir. Ich wusste sofort, okay, wir werden uns jetzt wiedersehen, wir werden wieder zusammenkommen und ich werde ihn heiraten. So war es auch, zehn Monate später. Ein weiteres Jahr später war ich schwanger. Ich empfinde ihn immer noch als meinen Schicksalsmenschen. Kein einfacher Mensch, wir haben unsere Punkte, aber wir haben uns auch entwickelt. Das große Ganze stellen wir nicht mehr in Frage. Der andere Weg wäre gewesen, die Beziehung zu betrauern und dann wirklich abzuschließen. Ich hatte nie wirklich losgelassen. Jetzt sind wir fast fünf Jahre verheiratet. Auch er hatte immer mich im Hinterkopf... Aber ich war damals diejenige, die Schluss gemacht hatte, also ging er nicht davon aus, dass ich so unter der Trennung leide.
 
  • #30
Ich kenne dieses Gefühl
Ich bin nach fast 10 Jahren nach wie vor über alles verliebt in meinen Ex Mann.
Ich kann machen was ich will Beziehungen eingehen neue Freundschaften suchen neue Hobbys Therapie hinter mir nichts hilft.
Wir waren über 13 Jahre zusammen und er hat mich für ne andere verlassen und ich müsste doch sooo verdammt wütend auf ihn sein und ihn hassen aber ich liebe ihn immernoch soo sehr und träume ständig von ihm.
Dabei fühl ich mich so verarscht ausgenutzt als ob ich ein scheis versuchskaninnchen war bis er die richtige findet!
Er hat mir jahrelang Die Welt zu Füßen gelegt jeden Wunsch von den Augen abgelesen mir gesagt und gezeigt wie sehr er mich liebt
Man kann und will einfach nicht glauben das alles gelogen war nur vorgemacht wurde. Es tut so weh!!!
Was habt ihr noch für Tipps wie man do jemand endlich aus seinem Leben zu streichen!???
 
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