J

JoeRe

  • #1

Wenn Ihr beim Partner einen Wunsch freihabt, was würdet Ihr Euch wünschen?

Angenommen, Euer Partner (gilt hier für männlich und weiblich) hat Euch in irgendeiner Form schlecht behandelt (hat Euch vernachlässigt, etwas Verletzendes gesagt, war beim Liebesspiel zu egoistisch oder roh mit Euch, hat Euch Schmerzen bereitet, wasauchimmer). Nachdem ihr es ihm gesagt hat, tut es ihm leid, und er will das zeigen und wieder gut machen. Deshalb bietet er Euch an, dass er Euch als Entschuldigung einen (sexuellen) Wunsch erfüllt, so verderbt er auch sein mag, und er seine Bedürfnisse dabei komplett hinten anstellt. Danach soll die Sache vergeben und vergessen sein, anstatt dass weiter darauf rumgehackt wird. Was würdet Ihr Euch von ihm oder ihr wünschen?
 
  • #2
Ich hatte noch nie derartige Wünsche. Ich konnte zum Glück mit meinem Partnern immer meine sexuellen Wünsche ausleben -- die sich zugegebenermaßen auch im Bereich des Normalen bewegen. Ich würde es schade finden, wenn solche Konstrukte nötig werden würden, um sexuelle Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Ich finde auch das "Abtragen von Schuld" nicht gerade einen stimulierenden Anlass. Dann lieber zum Geburtstag oder anderen besonderen Tagen oder den Ferien besondere Wünsche erfüllen, wenn man denn sonst nicht so begeistert davon ist -- oder sich auch einfach so mal überreden lassen und experimentierfreudig sein. Außerdem sollte man auch die Grenzen des Partners akzeptieren und nicht immer extremer oder ungewöhnlicher werden wollen. Ich habe durchaus einmal meinem Partner zum Geburtstag "Fellatio mit Schlucken" geschenkt, ein anderes Mal haben wir vereinbart, in den Ferien endlich Analverkehr auszuprobieren. Aber "Schuld und Pflicht" würde mir bei dem Spiel nicht sonderlich gefallen, dann eher "Mut und Experimentierfreude".
 
E

excuse-me

  • #3
Huch - "so" eine Frage hätte ich von "Dir" gar nicht erwartet !?! >:cool:

Meine Antwort:
Da wünschte ich mir: Gaaaanz besonders liebevolle Begegnung beider Seelen, damit sie wieder im Gleichklang schwingen.
Ja, JoeRe, immer die "Schalen schön in der Waage halten" - hmmh..
 
G

Gast

  • #4
Ach, JoeRe, wenn der Partner einsehen würde, dass er mich verletzt hat - ja, dann kann man auch über einen sexuellen Wunsch reden. Ansonsten stelle ich es mir nicht so angenehm vor, Unstimmigkeiten oder Beleidugungen mit Sex auszugleichen. Als Wunsch: sich beim Sex viel Zeit füreinander nehmen und über neue Experimente reden
@Frederika: Hast Du etwa Deinem Freund zum Geburtstag einen Gutschein für "Fellatio mit Schlucken" geschenkt? Ich würde Experimentierfreudigkeit nicht auf Geburts- oder anderen Feiertagen festmachen wollen.
Frau, 41
 
  • #5
@#3: *lach*, Nein, nein, kein Gutschein -- wie furchtbar. Er hat ein ganz normales Geschenk wie immer bekommen. Wir hatten acht Wochen vorher zufällig das erste Mal Fellatio mit Schlucken, weil es sich so ergeben hatte, und er war so begeistert davon, dass er sagte, das wünscht er sich! Na ja, und da der Geburstag auf einen Samstag fiel, habe ich ihm dann ohne Anrechnung auf andere Geburtstagsgeschenke noch mal am Geburtstagsmorgen verwöhnt. Also nein, das muss sich schon unkompliziert ergeben, sonst wären mir "sexuelle Geschenke" auch eher nicht recht! Sex sollte Liebesspiel sein und beiden Spaß bringen und nicht als Ware gehandelt werden. Aber Wünsche dürfen trotzdem ab und zu in Erfüllung gehen... und er hatte bestimmt nicht mehr damit gerechnet.
 
G

Gast

  • #6
@Frederika
Na, da bin ich ja beruhigt, dass das Liebesspiel so unkompliziert verlaufen ist. :)
Gruß, #3
 
  • #7
Ich würde auf jeden Fall verlangen, dass sie sich nackt auszieht und an einem Samstagmorgen durch die Hamburger Innenstadt marschiert.

Im Ernst, was soll so eine Frage? Das gezwungene Erfüllen sexueller Wünsche zur Strafe ist doch mit einem partnerschaftlichen Verhältnis nicht vereinbar, das auf gegenseitiger Zuneigung, Zueinanderhalten, Fehler verzeihen und Toleranz beruht.
 
V

VirginiaWoolf

  • #8
Wenn ich alles einvernehmbar geklärt ist, und sexuelle Gewalt schließe ich hier
doch mal aus, die könnte ich wohl nicht verzeihen,
dann wünsche ich mir einen romantischen Abend (oder ein Wochende weg von zu Hause) mit
viel, viel Zärtlichkeit, Verwöhnsex.
 
G

Gast

  • #9
Mir fällt nur ein was er nicht tun dürfte - mir Blumen schenken und glauben alles ist erledigt. Aber sexuelle Wünsche? Sex im Freien an einem schönen Ort. Mit dem verderbt hab ich es nicht so.
 
G

Gast

  • #10
Nahnah, ihr einen verderbten Wunsch erfüllen. Willst Du Dich bei ihr entschuldigen oder Dir selbst eine Freude machen?
Wie wäre es damit: Nimm dir mal ausreichend Zeit und höre ihr zu. Höre ihr einfach nur zu und stelle Fragen nur in Bezug auf ihre Interessen und Bedürfnisse - nicht auf Deine. Wenn sie die Erfahrung macht, dass Du ihre Gefühle ernst nimmst und in Zukunft mehr Rücksicht darauf nehmen wirst, ist sie vielleicht bereit, die Sache zu vergeben und zu vergessen und nicht mehr weiter darauf rumzuhacken.
 
  • #11
@#9: Ja, ein sehr wichtiger Aspekt! Sexuelle Wünsche sind oft mehr Belohnung für den Mann als Abtragen von Schuld. So blöde sind Frauen nicht, dass sie das nicht durchschauen würde. So oder so ist das Gefühl des "Zwanges", der "Schuld", des "Müssens" das Gegenteil von dem, wie Partnerschaft funktioniert.

Einhellige Meinung der meisten Kommentare hier: Schlechte Idee, nicht probieren!
 
E

excuse-me

  • #12
2 @ 10
Nö, Frederika - meinen Wunsch finde ich gut - ich verzichte nicht.
 
G

Gast

  • #13
Für mich gilt: Experimentierfreude - ja, solange es beiden Spaß macht, als Bestrafung oder Wiedergutmachung - nein. Aber das muss jedes Paar für sich selbst entscheiden.

Wenn man sich liebt, dann versucht man doch die sexuellen Wünsche des Partners zu erfüllen ohne wenn und aber, soweit es ihm möglich ist.

Es gibt andere Möglichkeiten sich zu Entschuldigen oder der Wiedergutmachung.

Jürgen
 
G

Gast

  • #14
... ich würde mir garantiert nichts sexuelles wünschen! In der beschriebenen Situation würde es ja bedeuten, das der Partner es dann vermutlich eher widerwillig mit sich machen lassen würde und das ist dann der Ab-turner schlechthin. Ich hatte in einer Beziehung so eine ähnliche Situation. Dabei ging es aber ohne mein Wissen darum, einen schwebenden Streit mit Sex aufzulösen. Das ist mir erst viel später klar geworden und empfand das als einen heftigen Vertrauensbruch. Das reduziert eine Beziehung auf Sex, damit hat sie mich auf Sex reduziert und DAS finde ich dann sehr verletzend. (m/41)
 
V

VirginiaWoolf

  • #15
wie #11 excuse-me
Nö, Frederika , ich verzichte auch nicht, weil das Wochenende oder den Abend mit viel Versöhn-/Verwöhnsex weder als Strafe noch als Belohnung sehe.
 
G

Gast

  • #16
Ich würde mir einen Besuch im Swingerclub wünschen.
 
G

Gast

  • #17
#9 mich würde interessieren, ob Du Mann oder Frau bist?
 
G

Gast

  • #18
@#16: Käme ein Mann auf so eine Idee??????????
 
G

Gast

  • #19
@JoeRe!
Wenn Du mir etwas „Böses“ angetan hättest, dann wäre es mit einer reumütigen Entschuldigung und scheinheiligen Erklärungen im Sinne von „das wollte ich wirklich nicht“ nicht getan, da müsstest Du schon erfindungsreicher sein.
Pralinen, Rosenblätter im ganzen Haus verteilt, ein feines Essen, morgens mit Croissants geweckt werden und natürlich stundenlangem liebevollem Verwöhnprogramm ohne Spuren...
Aber diese Frage öffentlich zu stellen war wohl mal wieder ein Zeichen erster Reue?
 
G

Gast

  • #20
Wenn der Modus tatsächlich auf aktive Wiedergutmachung läuft, würde ich mir ein Intimpiercing oder Tattoo wünschen...
 
G

Gast

  • #21
Wenn mein Partner mich schlecht behandeln oder verletzen würde, dann wird das doch nicht mit der Erfüllung eines besonderen exotischen Wunsches aus der Welt geschaffen.

Ich würde mich über eine ehrlich gemeinte Entschuldigung oder ein ehrliches offenes Gepräch darüber mehr freuen.
Wichtig ist es doch dabei, dass er sich dann zukünftig in diesen Situationen, in denen es zu der Verletzung oder schlechten Behandlung kam, anders verhält.

Was nützt mir der "wunderschönste" Blumenstrauß, bzw. der wunderschönste exotische Wunsch, wenn sich in der Einstellung des Partners nichts ändert.

Diese meine Einstellung gilt natürlich auch für Frauen
 
J

JoeRe

  • #22
Mich wundert ja schon etwas, wie manche hier die Frage verstehen (wollen).
@20
Ich habe ausdrücklich in meiner Annahme erwähnt, dass eine Entschuldigung erfolgt ist. Für mich impliziert das, dass ein Bemühen da ist, genau dieses Verhalten in Zukunft zu vermeiden. Treffe ich da so gewagte Hypothesen über die Bedeutung von "es tut mir leid"?

Der Ausdruck des Wunsches war in meiner Annahme dafür gedacht, der Entschuldigung eine Ernsthaftigkeit zu verleihen, und dies freiwillig zu tun. Und eben nicht einen Ablass für ein Vergehen oder die Schlichtung eines Streits zu zahlen, der bei Wiederholung nachgezahlt werden kann.

Aber gut, jedem das seine...
 
  • #23
@#21: Ja, Joe, aber etliche haben auch konkret auf Deine Frage geantwortet: Schuld und Zwang finde ich schlechte Aspekte für eine Partnerschaft. Sexuelle Wünsche sollte man unabhängig von Zwang ausleben. Sexuelle Besonderheiten können oft mehr Belohnung als Schuld abtragen sein. Sex sollte nie Ware oder Tauschgut sein! Sexentzug ebenso wenig.

Insgesamt finde ich den Vorschlag völlig unpartnerschaftlich. Ich rate strikt davon ab.
 
V

VirginiaWoolf

  • #24
Zusammenfasssung
1. Sexuell stand nur in Klammern, es hätte auch etwas anderes sein können.
2. Von Zwang ist nicht die Rede in der Frage, der Partner bietet an, seine Bedürfnisse hinten anzustellen.
Also Joe, wenn Du mir was getan hättest, müsstest Du mit in "LaTraviata", kommt demnächst in Dresden, die Tochter der Inuit darf Dich ablösen, wenn Du es gar nicht aushälst. ;-}}}}}}}}}}
 
F

Fräulein Smilla

  • #25
Der Liebe JoeRe war also ungezogen, was viele Spekulationen zulässt...
aber das wollen wir hier mal nicht Thema werden lassen, obwohl ich da schon sehr neugierig bin...
Meine Wünsche konkret und allgemein formuliert wären folgende.
Du spendierst uns Damen bei unserem Treffen in Frankfurt einen leckeren Kuchen- selbst gebacken oder gekauft ist nicht von Belang.
Ich gehe gerne in La Traviata, wäre aber auch für andere musikalische Genüsse zu haben.
Du verschenkst Blumen, klingt zwar kitschig, aber bei den meisten Frauen wirkt es noch immer.
Mit Pralinen wärst Du auch bei mir richtig.
Dann gibt es noch das berühmte Frühstück ans Bett inklusive Massage und Küssen.
Die Wohnung schön aufräumen und den Putzlappen schwingen soll auch schon dem ein oder anderen Paar geholfen haben.
Einen netten Brief schreiben, auf echtem Papier und mit Tinte ist in unserer heutigen Zeit ein Zeichen von gutem Stil.
Und wenn sie mit keinem der genannten Dinge zufrieden ist, dann schick sie fort und nimm Dir eine Neue, Du bist nämlich manchmal vielleicht zu gut für diese Welt...
Fräulein Smilla 7E1DA741
 
J

JoeRe

  • #26
Ich habe alle Antworten mit regem Interesse und -- zugegeben -- teilweise Verwunderung und Belustigung zur Kenntnis genommen. Ich sehe meine Frage beantwortet.
Die Intention meiner Frage ist reine Neugier, wie auch bei vergangenen Fragen von mir.
Ich habe nur dort einen Beitrag geleistet, wo offensichtlich meine Frage falsch verstanden wurde, um eben die Intention der Frage zu korrigeren.

Eine insofern "gültige" Antwort auf meine Frage ist auch #1 von Frederika, die sie wiederholt ausgedrückt hat. Nun mag es bekannt sein, dass ich nicht immer mit Frederikas Ansichten übereinstimme -- so auch hier. Es ist aber weder meine Aufgabe noch meine Absicht, auf meine eigene Frage anderen Ansichten zu widersprechen. Wenn ich alle gütligen Antworten kennen würde, hätte ich nicht gefragt.

Insofern...Frederika, Du hast die eine Meinung, ich habe eine andere, und das Feld der Antworter teilt sich auf in verschiedene Lager. Wobei mich wundert, dass Du einen Zwang in meiner Frage siehst -- etwas, was mehr in Deiner Intepretation als in meinem Ausdruck liegt. Ob und wie wer Deinen Rat befolgt, soll ihm selbst überlassen sein. Ich vermute, es wäre nicht das erste Mal, dass sich nicht jeder hier nach Deinen Vorschlägen richtet. Was natürlich genauso für meine gilt.

Ansonsten kann ich mich nur wiederholen, was ich bereits gesagt habe: Jedem Tierchen sein Plaisirchen.

--JoeRe, 7E1F7A5D
 
G

Gast

  • #27
Wäre ich mit meinem Partner in einer d/s-Beziehung (dominant/submissiv), würde ich ihn nach akzeptierter Entschuldigung ordentlich auf den Knie rutschen lassen und ihn ein bisschen quälen ;-)

Wer jetzt schreit - huch, sexuelle oder psychische Gewalt - sollte mal googeln wie viele Leute BDSM praktizieren. Ist ja auch nur ein Spiel... Und natürlich geht es nicht darum, jemanden "in echt" fertig zu machen, sondern ihn einfach nur zu reizen. Vorausgesetzt, alle Beteiligten stehen drauf!
 
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