• #1

Wenn der Partner alles nur noch "grau" sieht ...

Hallo Forum, mein Partner ist seit einiger Zeit total verändert. Er ist nicht mehr besonders lebensfroh und motiviert. Grundsätzlich ist er nur noch schlecht gelaunt, alles betrachtet er kritisch und er sieht alles nur noch grau. Die Welt ist für ihn nicht mehr bunt. Leider gibt es in seiner Familie eine schwere Diagnose für ein nahestehendes Familienmitglied und seitdem ist er wie ausgewechselt. Er sagt selbst, dass er sich so langsam mal wieder fangen muss, da er ansonsten Probleme bekommt, es gelingt ihm aber momentan einfach nicht. Mir geht es momentan nicht gut deswegen. Ich liebe diesen Menschen und will gerne für ihn da sein, aber ich habe keinen blassen Schimmer wie ich das anstellen soll, denn es ist teilweise sehr anstrengend geworden. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich nun noch mehr entscheiden muss oder angehen muss, als vorher. Gespräche mit Freunden oder Bekannten führe meist ich. Liebevolle Gesten in meine Richtung gibt es nicht mehr. Er ist oft gereizt oder hängt lustlos in den Seilen. Manchmal denke ich, dass er unter Depressionen leidet, aber ich bin ja kein Arzt. Er ist ohnehin ein recht stiller Mensch, aber zur Zeit nimmt das doch schwierige Formen an. Wir waren auf der Suche nach einem Haus oder einem Grundstück und versuchen aktuell eine Familie zu gründen, bis dann dieser Schockmoment kam. Momentan weiß ich gar nicht mehr weiter. Er kann mich nicht sagen, was ihm in der derzeitigen Situation helfen würde und ich merke, dass ich allmählich auf Rückzug gehe, da mich die Situation zunehmend stärker belastet und mir Energie raubt. Seine Familie ist recht groß, aber alle haben hier bereits Kinder und leben ein wenig weiter weg. Die Familie ist nun nochmal enger zusammengerückt, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass er sehr stark leidet. Er fährt zu dem besagten Familienmitglied aktuell mehrfach in der Woche, oder tagsüber wie der Kontakt über Handy gehalten. Urlaube oder Auszeiten waren tabu, so langsam gehen Urlaube wieder, aber auch nur mit einem schlechten Gewissen seinerseits. Das ist einfach kein Zustand mehr. Habt ihr Tipps?
 
  • #2
Bitte mehr Details: Wie lange zusammen, wie alt, wie wohnt ihr zur Zeit?
Ihr seid anscheinend nicht verheiratet, aber auch hier gilt:
"In guten wie in schlechten Zeiten".
Du hast Dir anscheinend einen stillen, eher introvertierten, aber dennoch familienverbundenen Menschen ausgewählt. Jetzt ist er noch ein bisschen stiller. Aber er redet mit Dir!
Zur Hilfe: Lasst mal die Sache mit Haus oder Grundstück. Kind soll kommen oder nicht.
Aber vielleicht gehst Du auch mal in Dich, ob er in gesundem Zustand auch wirklich zu Dir passt?
ErwinM, 52
 
  • #3
Das ist einfach kein Zustand mehr. Habt ihr Tipps?
Wenn es für dich einfach kein Zustand mehr ist, wenn es keine positive Veränderung gibt, trotz viel reden usw., wenn der Zustand nicht mehr zu ertragen ist, dann würde ich mir persönlich Gedanken machen, für eine Trennung, denn ich möchte in so jungen Jahren nicht die nächsten Jahren mit "soviel Negationen" weiter so verbringen und schon erst recht nicht mit Kindern, Haus, Heirat etc. NEIN!
Da gibt es jedoch ganz klar Grenzen!!
 
  • #4
Natürlich! Deswegen brauchen wir mehr "Daten". Z.B., was ich ganz vergessen habe zu fragen, wie lange diese Diagnose und welche überhaupt zurückliegt. Es macht einen Unterschied, ob zwei Wochen oder 1 Jahr.
Ich denke mir gerade, wenn ich bei jeder Diagnose in der Familie so eingeknickt wäre oder einknicken würde wie der Partner der FS - ? Er scheint generell instabil und wenig belastbar zu sein.
ErwinM, 52
 
  • #5
Das hört sich sehr nach einer Depression an. Ich kenne mich da leider sehr gut aus. Mein zweiter Mann hatte nach seiner Scheidung schlimmste Depressionen und mußte sogar in die Klinik. Dein Freund kommt da alleine nicht raus, und auch du kannst ihm nur insoweit helfen, daß du dich verständnisvoll und souverän verhältst. Aber er muß in psychiatrische Behandlung. Das hört sich schlimm an, ist es aber nicht. Er wird das vermutlich ablehnen und sagen,.daß ihm nichts fehlt. Wenn er jede Hilfe ablehnt,.würde ich ihn verlassen. Er zerstört dir sonst das Leben, glaube mir. Frag mal Angehörige von Depressiven, die werden dir das alle bestätigen. Mein Mann war nach 5 (fünf!) Jahren depressionsfrei und ich ziemlich fertig. Zum Glück habe ich eine sehr positive Lebenseinstellung und war auch schon älter und abgeklärt.
 
  • #6
s.o. Die wichtigsten Infos fehlen, ohne die lässt sich kaum was sagen.

Und dann stellt sich mir die Frage, ob die Krankheit des Familienmitglieds wirklich die Ursache für seine schlechte Stimmungslage ist, die sehr nach einer heftigen Depression klingt oder aber:
Wir waren auf der Suche nach einem Haus oder einem Grundstück und versuchen aktuell eine Familie zu gründen
er garnicht an dem Punkt ist, an dem Du mit Ende 30 bist, das alles jetzt zu wollen oder es wird nie was in Deinem Leben.

Seine Verhalten kann auch sein Fluchtversuch vor allen diesen Pflichten sein, die er nicht wirklich will. Es kommt ziemlich oft vor, dass zusammen vor sich hinromantisiert wird, wie schön es doch wäre wenn...
Aber wenn es dann soweit ist, dann greift was vorher schon 10 Jahre lang Hinderungsgrund war (ich will das alles garnicht, sondern so weitermachen wie bisher). Das wird leider seltenst so ehrlich gesagt, weil die Frau dann weg ist, weil sie sich veralbert fühlt.

dass ich nun noch mehr entscheiden muss oder angehen muss, als vorher. Gespräche mit Freunden oder Bekannten führe meist ich. Liebevolle Gesten in meine Richtung gibt es nicht mehr. Er ist oft gereizt oder hängt lustlos in den Seilen.
Also Klartext: Du warst in der Beziehung schon immer das Zugpferd mit der erhöhten Last was Gemeinsamkeiten angeht und nun stehst Du mit allem allein da?
Das stärkt meinen Verdacht, dass er verhindern will, dass aus der Sache mit Haus und Kindern (=lebenslange Fesseln) etwas werden soll.
Ich kann Dir nur raten genau das anzusprechen und zu gucken, wie er reagiert.

Er kann mich nicht sagen, was ihm in der derzeitigen Situation helfen würde und ich merke, dass ich allmählich auf Rückzug gehe, da mich die Situation zunehmend stärker belastet und mir Energie raubt.
Du tust gut daran. Ich denke er hat eine Depression. Aber damit kannst Du ihm nicht helfen. Er muss, wenn er das ändern will selber den Weg in die Behandlung gehen.
Ein Partner der dann sagt "ich kann und will das jetzt nicht mehr", statt sich immer mehr aufzubuckeln und selber zu leiden ist da ausgesprochen hilfreich.

Einem Depressiven, der keine Hilfe will kannst Du nicht helfen.
Ich würde genau hingucken, wo das Problem wirklich liegt und mich dabei nicht von meinen eigenen Wünschen blenden lassen, z.B. war er mit dem Familienmitglied immer schon so eng?
Und ich würde mit sehr vertrauten Personen sprechen, ob die sehen, das Dein Haus-Kinder-Wunsch eine einseitige Sache ist. Denn ich glaube nicht, dass er Dir dazu seine wahre Meinung sagen wird.
 
  • #7
Und ich würde mit sehr vertrauten Personen sprechen, ob die sehen, das Dein Haus-Kinder-Wunsch eine einseitige Sache ist. Denn ich glaube nicht, dass er Dir dazu seine wahre Meinung sagen wird.
Stimme dem gesamten Beitrag uneingeschränkt zu, ich sehe das auch so, denke auch, dass es eine Flucht von ihm ist, er den Zielen von FS nicht gewachsen ist, nicht möchte, die Frau nicht verlieren möchte, ein Konfliikt bei ihm, der nicht aufrichtig und nicht authentisch ausgetragen wird! Ganz schön gemein, wäre ich an Stelle von FS, ich würde den Konflikt auflösen und mich dann entscheiden! Solche Entscheidungen müssen sein, auch wenn sie sehr wehtun, oftmals muss man den Weg streckenweise alleine gehen, ohne Rücksicht zu nehmen, auf die Betreffenden, denn diese nehmen meist auch keine Rücksicht auf einen!
 
  • #8
Wir sind nicht verheiratet und wohnen auch nicht zusammen. Wir führen eine Fernbeziehung (hatte dazu schon mal einen Thread hier eröffnet). Die letzten Monate haben wir allerdings mit der intensiven Suche nach Immobilien verbracht und durch den Lockdown bzw. Corona generell, wohnen wir quasi schon zusammen, wechseln immer mal wieder die Wohnungen, je nachdem was an den Wochenenden anstand, aber durch das Home-Office war das sehr gut zu regeln. Ich muss sagen, dass er mir die Pistole auf die Brust setzte und sagte, dass er nicht mehr getrennt wohnen kann. Er möchte die Situation nun umgehend ändern und wäre zunehmend unzufriedener damit. ER möchte auch nicht so spät Papa werden... Naja jedenfalls...Wir fingen dann an intensiv zu suchen, leider ist die derzeitige Preislage echt nicht so einfach, naja jedenfalls kam dann vor ca. 3 Monaten die Nachricht, dass ein Familienmitglied sehr schwer erkrankt ist und seitdem ist es sehr kühl mit uns geworden. Ich muss sagen, dass ich selbst bereits sehr viel erlebt habe und auch bereits einen Elternteil früh verloren habe, sogar an derselben blöden Krankheit... Alles in mir wehrt sich momentan gegen diese Situation, da ich sowas eben schon kenne und weiß wie schrecklich schmerzhaft so etwas sein kann. Ist bei mir auch erst vor drei Jahren gewesen. Ich bin generell jemand der versucht immer positiv zu bleiben. Mein Glas ist immer halb voll. Mein Freund ist da anders , war er schon immer. Da ist das Glas eher halb leer und zur Zeit sieht er alles nur noch grau... Für mich ist es schlimm als das nun erneut mitzuerleben und aber auch ihn so leiden zu sehen. Wir sind beide Mitte 30 und stehen ansonsten fest im Leben. Ich versuche nochmal mit ihm zu sprechen, ggf. ist eine Therapie ein erster Schritt.
 
  • #9
Die Familie ist nun nochmal enger zusammengerückt, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass er sehr stark leidet. Er fährt zu dem besagten Familienmitglied aktuell mehrfach in der Woche, oder tagsüber wie der Kontakt über Handy gehalten.
Er leidet. Er macht sich Gedanken, läuft eine Spirale.

Du beschreibst es richtig, die Welt ist grau für ihn.
Er sagt es.
Er sagt selbst, dass er sich so langsam mal wieder fangen muss, da er ansonsten Probleme bekommt, es gelingt ihm aber momentan einfach nicht.
Es klingt nach Depression. Gehört aber fachlich abgeklärt. Auch warum ihn die Diagnose so triggert.

Rede mit ihm. Sage ihm, was Du beobachtest, was Du empfindest.
Unterstütze ihn, dass er sich Hilfe sucht. Hausarzt, Psychotherapeuten.
Er braucht den Anstoß. Gehen muss er. Aber Du kannst ihn unterstützen, Mut machen.

Deswegen gleich Trennung, nur weil es einem Partner nicht gut geht? Partnerschaft ist miteinander. Auch, wenn es mal nicht rund geht.

M, 56
 
  • #10
Er kann mich nicht sagen, was ihm in der derzeitigen Situation helfen würde und ich merke, dass ich allmählich auf Rückzug gehe, da mich die Situation zunehmend stärker belastet und mir Energie raubt.
Erster Ansprechpartner ist Dein Partner. Und er ist auch derjenige, der zu einer Lösung aktiv beitragen muss.
Ich muss sagen, dass er mir die Pistole auf die Brust setzte und sagte, dass er nicht mehr getrennt wohnen kann. Er möchte die Situation nun umgehend ändern und wäre zunehmend unzufriedener damit. ER möchte auch nicht so spät Papa werden...
Einen Partner mit ernstzunehmenden psychischen Problemen halte ich für den falschen Mann, um weitergehende Schritte zu planen. Vor einer deutlichen Verbesserung würde ich keine weiteren Schritte angehen. Keine.
 
  • #11
Mein Glas ist immer halb voll. Mein Freund ist da anders , war er schon immer. Da ist das Glas eher halb leer und zur Zeit sieht er alles nur noch grau...
Danke für die Ergänzungen.
Passt nicht! Unterschiedliches Mindset - Hardware. Möglicherweise hat ihm Deine positive Einstellung am Anfang gefallen und ihn raus- bzw. mitgerissen. Jetzt kommt sein wahrer Charakter durch, mit dem Du nichts Anfangen kannst. Ihr passt einfach in schlechten Zeiten nicht zusammen.
Alles andere liegt an Dir...
ErwinM, 52
 
  • #12
Deswegen gleich Trennung, nur weil es einem Partner nicht gut geht? Partnerschaft ist miteinander. Auch, wenn es mal nicht rund geht.
Also bitte, die beiden sind doch in keiner gefestigten glücklichen Partnerschaft, sondern in einer schon lange recht wackeligen Fernbeziehung. Der Zusamenziehthread von ihr stammt aus dem letzten November, d.h. das Rumgekrampfe läuft 10 weitere Monate (wie lange schon vorher?), nun nicht wegen wo zusammenziehen, sondern wegen einem erkrankten Familienmitglied.
Im November stand er seiner Familie nicht besonders nahe und er kann weit weg von ihr leben - jetzt schon. Wie das? Er will ihr nur zeigen, dass er nicht in ihre Richtung umziehen kann. Bei ihr ist das alles schon lange her, bei ihm so akut.

Sagen wir doch wie es ist: er will nicht zusammenziehen unter den bestehenden Bedingungen (längerer Fahrweg über 40 km oder AG-Wechsel) bei Wohnort in der Mitte. Für ihn soll sich nichts ändern und dafür wird die Erkrankung des Familienmitglieds instrumentalisiert. Er kopiert das Verhalten der FS im Falle ihres Familienmitglieds.
Nach mehr Stress als guten Zeiten in einer Beziehung kommt es dann bei so unbeweglichen Leuten tatsächlich zu depressiven Verstimmungen, wenn Veränderung z.B. durch Trennung droht.

Das ändert sich vielleicht blitzartig, wenn sie ihe Eigentumswohnung verkauft, den Job wechselt, zu ihm zieht - also alles aufgibt und er rührt sich nicht.
Das ergibt ein Gesamtbild, wo man sehr wohl sagen kann: gib es auf FS - irgendwas ist bei ihm immer. Er ist in jungen Jahren total unbeweglich und einer zu gründenen Familie garnicht gewachsen, denn was bringen Kinder an Veränderungen im Leben.

Sie hat bei sich vor Ort eine Familie mit enger Bindung, d.h. auch Unterstützung beim Kind - er hat an seinem Ort nichts als eine Mietwohnung und einen AG. Orientiert man sich an den Fakten, wäre die Sache klar was sinnvoll ist - nur er kann halt Veränderung nicht, also auch nicht Familie.
 
  • #13
Für mich hört sich das nach einer Depression an. Das aber kann nur ein Arzt feststellen. Versuche, ihn dorthin zu bewegen. Man kann heutzutage sehr viel dagegen tun.
 
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  • #15
Irgendwie habt ihr alle Recht, am passendsten finde ich immer die Antworten von Erwin. Danke dafür!!!
Weiter weiß ich nun aber noch immer nicht...
Es ist gar nicht so einfach zwischen Männlein und Weiblein :) Irgendwas ist wohl immer...
 
  • #16
Es ist gar nicht so einfach zwischen Männlein und Weiblein
Falls es wirklich hauptsächlich an der halbvoll-halbleer-Problematik liegt, hat das mit Männlein-Weiblein nichts zu tun. Es gibt hüben und drüben solche und solche.
Aber das stimmt schon, es gibt noch genug andere, hauptsächlich geschlechtsspezifische Unterschiede.

Weiter weiß ich nun aber noch immer nicht...
Nicht jeder trennt sich "gerne" in so einer Zeit, wo man das Gefühl hat, der Partner "braucht" einen. Vielleicht können andere Dir noch Tipps diesbezüglich geben, wie Du das mit der Trennung am besten einfädeln könntest.
Alles Gute für Dich und Deinen Noch-Partner.
ErwinM, 52
 
  • #17
Steht da wirklich eine Trennung im Raum weil es gerade nicht so gut läuft und der Partner in einer Krise ist? Man steht ja nicht in den Schuhen der anderen, aber wenn das so sein sollte, wäre der noch Partner mit einer Trennung wohl bestens bedient.
 
  • #18
Weiter weiß ich nun aber noch immer nicht...
Lös Dich von seinem akuten Familiendrama und guck Dir an, warum ihr in mehr als einem Jahr Diskussion mit dem Wohnsitzthema nicht vorangekommen seid.
Geh dabei mal auf Abstand und auf Abstraktionsniveau, um die gesamte Problematik zu erkennen.
Ihr habt da eine ganz andere Gemengelage, die sagt: es passt nicht mit euch.

Weil das schon so lange und um Wohnung/Arbeitsweg und was sonst noch so läuft, bist Du zermürbt und kommst an den Punkt:
ich merke, dass ich allmählich auf Rückzug gehe, da mich die Situation zunehmend stärker belastet und mir Energie raubt.
Also halt Dich nicht an diesem Symptom auf, sondern guck aufs große Ganze.

Steht da wirklich eine Trennung im Raum weil es gerade nicht so gut läuft und der Partner in einer Krise ist?
Es geht nicht um seine akute Krise - siehe ihren Thread aus November.
Er ist der Typ bei dem immer irgendwas ist, wenn er sich bewegen muss oder bewegt wird durch Ereignisse - nicht krisen- und somit nicht familientauglich.
 
  • #19
Manchmal denke ich, dass er unter Depressionen leidet, aber ich bin ja kein Arzt.
Das ist auch meine Vermutung. Wie du schon geschrieben hast. Du bist kein Arzt. Hat er sich schon mal psychologische Hilfe in Anspruch genommen? Das wäre zumindest mal der erste Schritt
Wir waren auf der Suche nach einem Haus oder einem Grundstück und versuchen aktuell eine Familie zu gründen, bis dann dieser Schockmoment kam.
Das würde ich jetzt auf keinen Fall machen. Erstmal muss er seine Probleme in den Griff bekommen. Bedenke mal wie das ist wenn ihr mal Kinder haben werdet.
 
  • #20
Ob dein Partner eine Depression oder "nur" eine Anpassungsstörung hat (Symptome kann man im Internet nachlesen) ist zweitrangig. Fakt ist, ihm geht es jetzt schon längere Zeit schlecht und er benötigt Hilfe. Er sollte Psychotherapeuten anrufen und sich einen Termin geben lassen. Wenn das zu lang dauert, es gibt Apps, Youtube-Videos, Internetseiten, die sich mit dem Thema befassen, was man tun kann, damit das Wohlbefinden stärker wird und wie man solche Schicksalsschläge meistert. Falls es sich um die Diagnose Krebs bei seinem Angehörigen handelt, gibt es außerdem auch Beratung für Angehörige in vielen Städten, wo man auch einen Ansprechpartner finden kann (Tumorberatungsstellen). w, 35
 
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