• #1

Wenn alles stimmt nur der Sex nicht?

Meint Ihr, dass eine Beziehung schon von Anfang an nicht stimmt, wenn man in dem Sex einfach keine Erfüllung findet oder kann auch schlechter Sex ein Grund für eine kriselnde Beziehung sein?
 
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  • #2
Meine Erfahrung, wenn der Sex nicht stimmt, vergiss die Beziehung. Denn irgendwo schleicht sich die Unzufriedenheit über die Nichterfüllung des Sexlebens in alle Bereiche der Beziehung ein.
 
  • #3
Sexualität ist sicherlich eine wichtige Komponente einer erfüllenden Beziehung und zumindest die meisten Menschen können sich eine Partnerschaft ohne halbwegs passende Sexualität nicht vorstellen.

Allerdings müssen sich fast alle frischen Paare erst aneinander gewöhnen und aufeinander einstellen. Die erste Nacht ist selten orgiastisch -- schließlich muss man ja erst die Vorlieben und Abneigungen kennenlernen und mit Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen und Experimentierfreude herausbekommen. Das dauert natürlich einige Sessions... außerdem sind manche zu Beginn schrecklich aufgeregt oder nervös oder ängstlich oder prüde. Daher rate ich, auf keinen Fall zu früh ein Urteil zu sprechen, sondern zu versuchen, die Sexualität schrittweise zu verbessern.

Meine persönliche Erfahrung ist aber auch, dass wenn es in vielen Bereichen sehr gut harmoniert und man bezüglich unzähliger Facetten kompatibel ist, dann auch die Sexualität meistens klappt. Zentrale Eigenschaften wie Sanftheit, Zärtlichkeit, Empathie, Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe, Verständnis, Kompromissfähigkeit sind ja nicht nur für Sex wichtig, sondern für sehr viele andere Aspekte einer Partnerschaft ebenso bedeutsam. Insofern kann man das fast immer schon vorher recht gut abschätzen.

Einzig wirkliche Inkompatibilitäten wie Fetische, Perversionen oder sexuelle Störungen sind wohl vorher nicht unbedingt leicht erkennbar. Das aber kommt ja auch nur selten vor und wenn, dann muss man sich in diesem Fällen wohl wirklich zügig trennen.

Umgekehrt KANN schlechter Sex sicherlich ein Grund für eine Trennung sein, aber der Erfahrung nach ist schlechter Sex nur sehr selten wirklich Trennungsgrund. Das kommt in der Praxis kaum vor. Vielmehr ist schlechter Sex oder reduzierte Sexfrequenz eher ein SYMPTOM für eine kriselnde Beziehung, nicht aber die Ursache. Wenn der Sex auch nicht mehr klappt (vorher aber funktioniert hat), dann ist das ein sehr wichtiges Alarmzeichen, dass die Partnerschaft in einer handfesten, wenn nicht terminalen Krise steckt.
 
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  • #4
Also wenn der Sex am Anfangt schlecht, lass ich es sein.....
 
  • #5
@Frederika: Ja das kann natürlich sein. Nur so ganz frisch sind wir eben auch nicht zusammen. Zumindest ist jetzt ein Zeitpunkt erreicht, wo mir das nach Absetzen der rosaroten Brille auffällt. Aber hier spielt tatsächlich noch ein anderer Aspekt eine Rolle: ich finde Ihn grundsätzlich etwas phlegmatisch. Das heißt: Wie im Bett, so in der Welt. Soll heißen: Ideen für Verabredungen kommen nur auf Anfrage (dann schon sehr süße aber eben keine selbsinitiierten), spontane Aktionen sind auch eher rar gesäht und naja im Bett setzt sich das ganze fort...Sollte ich das nun ansprechen oder so für mich noch beobachten??
 
  • #6
@#4: Siehst Du, Dorothea, es ist eigentlich gar kein sexuelles Problem, sondern ein Persönlichkeitsproblem, das ganz in allen Bereichen gleichmäßig auftritt und eben auch den Sex betrifft -- so, wie es mit fast allen solchen Persönlichkeitsmerkmalen ist, z.B. auch mit Dominanz, mangelnder Sanftheit, Phantasielosigkeit oder eben hier Phlegmatismus.

Die rosa-rote Verliebtheitsphase endet bei Euch, Ihr geht in die Differenzierungsphase über, in der sich zeigt, ob man wirklich harmoniert und kompatibel ist. Erste Streitereien, erste Kompromisse, man erkennt die Macken, Marotten, Schwächen und Grenzen des anderen und beginnt zu zweifeln. Das ist gesund und vollkommen normal. Das trifft JEDE Partnerschaft. Verliebtheit wird ersetzt durch Liebe oder sie geht einfach ganz.

Du hast jetzt eine entscheidende Schwäche Deines Partners erkannt: Phlegmatismus. Oft ist so etwas auch gepaart mit Antriebslosigkeit, Phantasielosigkeit, Passivität. All diese Komponenten (also jeweils das Gegenteil natürlich) sind leider gerade auch für eine erfüllte Sexualität wichtig und für eine Partnerschaft überaus bedeutsam. Du musst jetzt selbst entscheiden, ob die Partnerschaft im ganzen auf dieser Basis lebenswert ist, ob Du ihn liebst, begehrst und mit ihm zusammenbleiben möchtest. Die Entscheidung ist ja nicht dringend, sondern kann in Ruhe gefällt werden. Letztlich sagt einem meist das Bauchgefühl, ob die positiven oder negativen Aspekte überwiegen und ob die Bilanz lebenswert ist oder nicht.

Die reine Sexualität ist meistens gar nicht so entscheidend -- sie verdeutlich oft nur das generelle Problem besonders eindrucksvoll, genau wie bei Dir. Im Bereich der Sexualität könntest Du natürlich einfach selbst mehr Initiative entwickeln und ihn z.B. zu Intimmassagen (gerade für phlegmatische Mänenr eine gangbare Variante) bringen oder selbst einfach die dominate Rolle spielen.
 
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  • #7
@4. Frauen trennen Sex und Alltag nicht. Läuft es im Alltag nicht, läuft auch der Sex nicht - Frau braucht ihn dann einfach nicht. Es muss stimmig sein - ist eines nicht im Lot...
 
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  • #8
Richtig, wenn es beim Sex nicht funktionier, ist der Wurm drin.

Was ich aber lernen musste, ist, dass das nicht unbedingt eine "Schuldfrage" für den andern ist.
Es ist auch sehr gut möglich, dass ich nicht richtig bereit bin. Da mache ich lieber ein wenig auf Distanz und schaue bei mir, dass es rund läuft.
 
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  • #9
Also meine Liebe...so ist das mit der Vorstellung vom Märchenprinzen. Wie wäre es wenn du deine Erwartungen ein wenig herunter schraubst und einmal erstmal bei dir guckst bevor du deinen Partner jetzt schon kretisierst?? Im Grunde ist es nämlich so, das du immer das bekommst was du selber in dir fühlst oder über dich denkst. Ergo, wenn du nicht gut zu dir bist und schlecht über dich denkst, dich als Frau auch nicht richtig angenommen hast, wirst du einen Mann bekommen der dich alles andere als zufriedenstellen wird, da du selber mit dir und deinem Leben anscheinend überhaupt nicht zufrieden wirkst und im Gleichgewicht bist, denn sonst würdest du an ihm nicht rum kretisieren. Die Menschen neigen dazu die fehler immer im Außen zu suchen, anstatt bei sich anzufangen...und im grunde geht es garnicht um Fehler, das kommt noch dazu. Dieser Mann ist ein wahrer Engel weil er dir deine Baustellen aufzeigt, wenn du einmal genauer hinschaust. Er ist dir ein Spiegel. Du findest das er zu lahmarschig ist?? Dann schau ob du nicht zu viel arbeitest, und dich übernimmst, zu hohe anforderungen an dich stellst anstatt das Leben einmal zu genießen. Wenn Menschn ihr Spiegelbild sehen und ihnen nicht gefällt was sie sehen, versuchen sie immer den Spiegel zu putzen, anstatt ihr eigenes Gesicht. Das beste Beispiel sind Kinder, Kinder zeigen ihren Eltern immer wo der Haussegen schief hängt. Unterdrückte Gefühle und oder Ängste der Eltern leben die Kinder immer aus, das ist es warum unzählige Eltern Probleme mit ihren Kindern haben, dabei wäre das eigendlich andersrum. Wir leben in einer Spiegelwelt - So ist es mit allen Menschen die dein Leben kreuzen, denn laß dir sagen das nichts einfach nur so geschieht. Alles hat seinen Grund und seine Gesetzmäßigkeit, auch wenn wir das nicht gleich erkennen wollem, weil wir ja noch soetwas wie einen Verstand haben der da dauernd zwischen funkt und alles besser weiss, anstatt mal auf das eigene Herz zu hören, auf das leider nur die wenigsten hören. Glaube nicht alles was du denkst.. Ich sage dir, nimm die Herausforderung an und wachse an dir und mit dieser Beziehung, wenn du Gefühle für Ihn hast.. Wir sind hier um zu lernen und zu erkennen, und nicht wie die blinden Hühern durch die Gegend zu laufen um nach dem angeblichen Märchenprinzen zu suchen.Es gibt so ein schönes Zitat: Liebe dich selbst, und es ist egal wen du heiratest! und wenn du selber mit dir nicht glückich bist und zufrieden, dann kann dich kein Mann dieser Welt glücklich machen - das ist die Wahrheit.
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  • #10
Ich meine, mal gelesen zu haben, dass schlechter Sex immer noch besser wäre, als gar kein Sex. Und dem stimme ich zu.
Wegen mittelmäßigem Standardsex würde ich mich niemals trennen, nur wenn der Partner Sex als partoutes Machtmittel gegen mich benutzt und ihn mir verweigert, dann würde ich mich trennen (auch schon erlebt). Mir ist lapidarer Blümchensex immer noch Tausend Mal lieber, als ständig irgendwas neues im Bett ausprobieren zu müssen und ständig eine Steigerung von irgendwas abnormem zu brauchen, um daraufhin bald festzustellen, dass man alles bis aufs Letzte ausgereizt hat. Sex soll Spaß machen und kein Wettsport sein.
 
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  • #11
Aber hier spielt tatsächlich noch ein anderer Aspekt eine Rolle: ich finde Ihn grundsätzlich etwas phlegmatisch. Das heißt: Wie im Bett, so in der Welt. Soll heißen: Ideen für Verabredungen kommen nur auf Anfrage (dann schon sehr süße aber eben keine selbsinitiierten), spontane Aktionen sind auch eher rar gesäht und naja im Bett setzt sich das ganze fort...

So ist das, finde ich, immer. Entweder es passt von den Personen zueinander oder nicht. Den Sex kann man nicht isoliert betrachten. Phlegamtismus, gutes Beispiel. Wenn man nunmal keine phlegmatischen, oder passiven, oder einfallslosen, was auch immer, Menschen mag, dann mag man sie nunmal nicht.

Nur weil es sich um Sex handelt, und manche meinen, Sex sei so unwichtig, heißt das nicht, dass man sexuell keine Antipathien haben kann, und sich Sex schönreden müsse, obwohl man mit einem bestimmten Menschen die Lust auf Sex vergeht, eben weil der Sex nicht die persönlichen Erwartungen erfüllt.

Besser schlechter Sex als gar keiner, trifft bei mir z. B. absolut nicht zu. Bei schlechtem Sex kommt bei mir Widerstand auf, daran ist nichts besser. Entweder ich würde mich ekeln, oder total aggressiv werden, wenn ich z. B. mit jemand total passiv-egoistischen zu tun hätte.
 
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  • #12
Das ist eine Frage, die klingt berechtigt. Am Anfang habt ihr euch kennengelernt, auch sexuell, und selbst da war es ja wohl so, dass du sexuell nicht glücklich warst. Reden kannst du mit ihm noch nicht mal darüber, denn das wäre ja nötig, um ihm überhaupt mal zu sagen, dass es dir nicht gefällt und was du dir genau wünschst. Wenn er inaktiv ist und phlegmatisch, wird sich das sicher weder sexuell noch persönlich ändern. Manchmal leidet man auch daran, wenn man zu lange in einer unglücklichen Beziehung verharrt. Wenn du nicht offen mit ihm sein kannst, hat das aus meiner Sicht keine glückliche Perpektive.
 
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  • #13
Bei mir (m) ist es genauso. Wir sind schon sehr lange verheiratet und haben Kinder (mittlerweile 18). Immer wieder stelle ich mir die Frage, ob ich mich trennen sollte, aber dann denke ich, dass es keinen Sinn macht, sich nur deswegen zu trennen und ich habe ihr und den Kindern gegenüber ja auch eine Verantwortung. Es ist für mich sehr belastend, dauernd. Es ist nicht nur der Sex an sich, sondern das erotische Verhalten fehlt mir. Meine Bedürfnisse versuche ich irgendwie anders zu bekommen oder zu unterdrücken. Ich vor kurzem einen Film gesehen mit einem Abschiedsbrief: "Danke, dass ich durch Deine Liebe ein Mann sein konnte". So etwas kann ich leider nicht sagen.

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  • #14
Eine Ehe /Beziehung ohne ein erfülltes Sexualleben ist meiner Meinung nach der Trennungsgrund überhaupt, es ist neben Vertrauen und Verlässlichkeit das schönste und wichtigste.
Ich befinde mich in einer 10 jährigen Beziehung von der in den letzten fünf Jahren der Sex für mich total unerfüllt ist zudem ist meine Frau ein gefühlskaltes Wesen.
Ich sage Euch es ist die Hölle seine Sexualität nicht mit dem Partner ausleben können.
 
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  • #15
Es gibt so ein schönes Zitat: Liebe dich selbst, und es ist egal wen du heiratest! und wenn du selber mit dir nicht glückich bist und zufrieden, dann kann dich kein Mann dieser Welt glücklich machen - das ist die Wahrheit.
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Liebe dich selbst und es ist egal, wenn du heiratest! Hier wird das Buch gemeint, was wirklich jeder ab 18 Jahre lesen sollte. Viel Liebesleid könnte verhindert werden.

Aber, es gibt auch diese Fälle, wo Frau mit sich zufrieden und glücklich ist, dass ausstrahlt, aber gerade deswegen von unglücklichen Männern begehert wird, weil diese mittels dieser Frau das haben wollen, was Frau hat. Frau erkennt das natürlich und lässt die Finger von diesen Typ von Männern. Die wirklich glücklichen Männer sind meistens vergeben, oder wenn Single, suchen sich was jüngeres, also die Wahrscheinlichkeit als glückliche, sich selbst liebende Frau Ü50zig auf so einen relaxten glücklichen und dazu noch halbwegs nett aussehenden Mann zu treffen ist sehr gering.
 
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