• #1

Welche Rolle spielt Gesundheitsbewusstsein und Fleischkonsum beim potentiellen Partner?

Nach dem Skandal zum Pferdefleisch in Fertiglasagne und belasteten Eiern entsagen immer mehr Menschen Ihrem Fleischkonsum.

Wie halten Sie das? Welche Rolle spielt Gesundheitsbewusstsein und somit Fleischkonsum bei Ihrem zukünftigem Partner?
 
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  • #2
Also bitte, Fleischverzicht im Kontext mit Gesundheitsbewusstsein zu nennen, ist doch wohl etwas fehlgeleitet.
Ich lebe sehr gesund und bewusst, aber auf Fleisch verzichte ich trotzdem nicht.
Da können alle Vegatarier und Pseudo Veganer noch so heftig diskutieren....
 
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  • #3
Ich bin schon länger überzeugte Vegetarierin und könnte mir mittlerweile keinen Fleisch essenden Partner mehr vorstellen.

w/44
 
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  • #4
Ich war lange Vegetarier und hätte damals einen Fleischesser als Partner auch abgelehnt. Da ich aber fleischfressende Haustiere habe und ebenfalls zum Fleischkonsum zurückgekehrt bin (wenn auch "nur" Geflügel), würde ich natürlich auch einen Fleischesser tolerieren.
Fleisch ist eine bequemere Proteinquelle als Soja, Quark oder Weizen (Seitan). Auch die Proteinshakes, die ich früher täglich getrunken habe, hingen mir irgendwann zum Hals raus.
Trotzdem finde ich es moralisch besser, kein Fleisch zu essen. Notwendig ist es für Menschen jedenfalls nicht.
 
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  • #5
Klar, wer jeden Tag Fleisch auf dem Teller haben muss, dem ist es egal, woher es kommt.
Das dahinter eine rießengroße Industrie steckt, die erschreckend brutal mit unseren Mitgeschöpfen umgehet, um im Akord Fleischberge zu produzieren, darüber macht sich kaum jemand Gedanken.Deswegen sollte der Verbraucher viel mehr den Blick darauf lenken, woher das Fleisch kommt. Gibt es regionale Anbieter, Bioläden ect. Und wenn man nur einmal in der Woche Fleisch isst, dann kann es auch mal etwas teuerer sein. Scheinheilig finde ich, wenn sich über die Lasagne aufgeregt wird, weil dort Antibiotika drin gefunden wurde, man aber genüsslich sein Schweineschnitzel vertilgt, in dem mindestens genauso viele Rückstände sind.

Es ist mir wichtig, dass mein Partner bewusst mit diesem Thema umgeht. Jemand, der Burger um Burger, Schnitzelmassen und Wurstplatten verspeist und verdrängt, dass dies mal Tiere waren, mit so jemanden könnt ich nicht leben.Vegetarier muss er nicht sein, aber die Zusammenhänge sollte er schon verstehen.

Empfehlenswert: Das Buch "Tiere essen" von J.S. Foer.
 
  • #6
Meine Partnerin / Date / Freundeskreis darf ruhig Fleisch etc. essen, oder Vegetarier sein.
Meinen bescheidenen Fleischkonsum werde ich trotzdem beibehalten. Außerdem esse ich gerne Fisch.

Solange die Frau nicht mehr anschwillt als KG 48, ist m.E. noch alles "im grünen Bereich"

Wer aber trotz großem Übergewicht (geschätzt 120 - 140 kg.) sich weiter falsch ernährt,
(z.B. Frau: Morgends nix - mittags ein Schokoriegel - abends das große Mittagessen)
und weiter darauf besteht - der wird etwas schwerer und länger auf Partnersuche sein ?

Vegan finde ich sehr übertrieben, und sachlich nicht nachvollziehbar.
Besonders, wenn Kinder dazu gezwungen werden - schrecklich.
Selbst hochintelligente Menschen reden diese Sprüche daher, z.B. keine Milch oder Milchprodukte.
ok, es kann ja Jeder selber bestimmen - aber nicht Andere dazu zwingen, auch nicht die eigenen Kinder.
(Ein Veganer verbot seinen Kindern Milchspeiseeis im Restaurant)
d.h. eine Veganerin hätte es schwer bei mir.
 
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  • #7
Keineswegs. Ich erwarte Toleranz, auch von Vegetariern, z. B. in der Kantine. Dafür zettele ich keine wieso-weshalb-warum Diskussionen an. Wer nicht will isst es nicht und fertig. In den meisten Fällen schließe ich diese von vorneherein aus. Ständig erzählt bekommen wie köstlich Gemüsegerichte sind und wie viel CO2 und so weiter die bösen Fleischesser produzieren etc., ich weiß das alles selber. Mich nervt das alles nur. Daher kein Date mit Vegetariern. Ich hab auch keine Lust mir ständig zu überlegen, was jetzt wieder alles nicht geht. Übrigens habe ich auch kein Verständnis dafür das Vegetarier meistens Fisch essen. Ich finde auch Fische gehören nicht gequält oder gar beinahe ausgerottet, nur weil sie sich nicht verständlich machen können und Geld bringen. Auch das sind Lebewesen. Ich hasse Fisch, er schmeckt mir nicht, erzähle aber niemandem was er/sie zu essen hat und brate meinen Freunden trotzdem mal ein paar Garnelen.
Fleisch essen und Gesundheitsbewusstsein kann man nicht als Gegensätze in einen Topf werfen.
 
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  • #8
Es gab schon einige Diskussionen dieser Art hier, an die ich mich noch gut erinnern kann. Das Fazit war, dass die absolute Mehrheit sich vegetarische Ernährung weder bei sich noch bei ihrem Partner(in) vorstellen können. Leider wurde quasi per Definition eine vegetarische Ernährung mit Verzicht gleichgesetzt. Es stand dann eben der "Verzicht" im Vordergrund und es wude pauschal Genußfeindlichkeit unterstellt. Sehr beliebt auch einzelne Situationen wie "ohne Grillen macht der Sommer für mich keinen Sinn".

Ich finde so eine Sichtweise schade. Gerade als Akademiker sollte man es doch eigentlich gelernt haben, Ergebnis offen zu denken. Von offizielller Seite ist vegetarische Ernährung schon seit Jahren für alle Altergruppen abgesegnet. Selbst vegane Ernährung wird offiziell für Kinder ab der Einschulung als akzeptabel befunden.

Es sollte doch nun wirklich kein Problem sein, was jemand isst. Dieser Affentanz wird aber auch nur bei Fleisch gemacht. Wenn jemand z.B. keinen Brokkoli mag, dann wird daraus ja auch keine Lebensphilosophie abgeleitet. Auch wenn es für manche Menschen nur schwer vorstellbar ist, aber es gibt Leute, die mögen einfach kein Fleisch und bevorzugen Gemüse und Getreide und Kartoffeln und Hülsenfrüchte und Nüsse usw. Es gibt so viel an Gemüse, an Obst usw. aber Fleisch in D. ist zu 96%: Schwein, Geflügel, Rind. Also diese 3 "Sorten" Fleisch sollen jetzt die ach so große Abwechselung in den Speiseplan bringen, wer's meint... .

Dann noch die Legetimierungsversuche - wohl weil das Gewsissen drückt: nur Bio-Fleisch, Reißzähne, "Menschen haben schon immer Fleisch gegessen", usw. Nun Fleischverzehr, Krieg, Betrug, Mord, Untreue, Drogenkonsum usw. gehören sicher zur Menschheitsgeschichte. Die Frage ist, ob man dieses fortführen möchte.

Was mich am allermeisten an Allesessern, die tierische Produkte in den Fokus ihrer Ernährung stellen, nervt, ist, dass sie pauschal unterstellen, Vegetarier würden alle "missionieren". Selber missionieren sie aber, oft ohne es zu merken! Man kann sich sicher sein, dass die Standard Argumente kommen, z.B. wie unvorstellbar gut Fleisch doch schmeckt und man (angeblich) ohne Fleisch an Proteinmangel elendig zu Grunde geht.

Es sollte egal sein, ob jemand eine Zwiebel, eine Olive oder ein Stück vom Schwein isst oder ob jemand eben genau das nicht tut. Leider wird das aber von den Allesessern nur selten akzeptiert. Gerade als Mann hat man es manchmal echt schwer. Wenn die Leute dann noch mitbekommen, dass man sich quasi vegan ernährt, kann man sich fast sicher sein, dass man immer darauf angesprochen wird und als Mensch darauf reduziert wird.

Ein wesentlicher Punkt, der leider oft vergessen wird, ist übrigens die Bekömmlichkeit! Ob ich 3 Monate länger lebe, kann man nur schwer voraussehen. Wie man sich in den folgenden Stunden nach Einnahme der Mahlzeit fühlt, das kann man feststellen. Und da sollte man akzeptieren, wenn jemand sich mit pflanzlicher Ernährung einfach besser fühlt.

m, 3x
 
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  • #9
Trotzdem finde ich es moralisch besser, kein Fleisch zu essen. Notwendig ist es für Menschen jedenfalls nicht.
Moral hin oder her. Mir ist das Steak auf dem Teller alle mal lieber als das Salatblatt. Das hat auch etwas mit Genuss zu tun. Mir würde eine Partnerin wahrscheinlich auch den Appetit verderben wenn sie lustlos ihr Salatblatt ablutscht. Moralisch finde ich es auch verwerflich das die Körnerfresser den armen Tieren das Futter weg fressen.


Übrigens haben Vegetarier auch keinen Sex. Sie lassen nicht zu das so ein Stück Fleisch ihnen soviel Freude bereitet. Buh....
 
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  • #10
Ich bin auch Vegetarierin auf dem Weg zur Veganerin und ich hätte auch am liebsten einen ähnlich eingestellten Partner. Es ist auch mittlerweile nachgewiesen, dass gesättigte Fettsäuren und tierisches Eiweiß schädlich sind. Ich habe eine Freundin, die Medizin studiert, und genau das lernt sie im Studium. Nur bei den derzeit praktizierenden Ärzten ist das teilweise eben noch nicht angekommen, da deren Studium zu lange zurückliegt. Das wird sich aber ändern, wenn die neue Generation von MedizinerInnen ihre Praxen eröffnet.

Alle Lebensmittelskandale betreffen bisher tierische Lebensmittel. Die Ausnahme ist die EHEC-Sache. Allerdings lag auch hier der Ursprung in verseuchtem Tierdünger, der aus der heutigen Massentierhaltung stammte.
 
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  • #11
Ich finde alle Extreme problematisch und denke auch, dass das beste eine gesunde Mischkost ist mit wenig dafür aber qualitativ hochwertigem Fleisch.
Problematisch ist natürlich nach wie vor der Großteil der Tierhaltung und der oft sehr grausamen Schlachtung.
Allerdings erzeugt der zunehmende Soja-Konsum auch erhebliche Umweltprobleme.
 
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  • #12
Also, ich lebe seit 4 Jahren vegan (20 Jahre vegetarisch) und wünsche mir einen Partner, der sich zumindest mit der Problematik der Massentierhaltung und Tierquälerei auseinandersetzt und dementsprechend handelt. Vegan oder vegetarisch muss er nicht leben. Toleranz ist bei mir oberstes Gebot. Ich habe eine Entscheidung für mich, meine Kinder und unser Leben getroffen, möchte diese jedoch nicht anderen aufzwingen. Angeekelt bin ich nicht, wenn andere Fleisch oder Fisch essen und blöde Kommentare äussere ich auch nicht. Ich denke ein bewusster Umgang mit der Materie ist wichtig und vor allem gegenseitiger Respekt. w37
 
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  • #13
Ich möchte keinen Partner haben, der mir seine Essgewohnheiten aufdiktiert. Dabei ist es völlig unerheblich, ob er nun bei einem Schnitzel oder bei einer Tafel Schokolade den moralischen Zeigefinger hebt und darüber diskutiert wie ungesund und schädlich das ist. Solange ich mein Normalgewicht halte und keine Krankheiten durch die Nahrungsaufnahme habe, geht es keinen etwas an, wie gesund oder ungesund ich mich ernähre. Im Gegenzug rede ich dafür anderen Leuten auch nicht rein und es stört mich weder wenn jemand sich ausschließlich vegetarisch ernährt, noch wenn jeden Abend Fleisch auf dessen Teller liegt. Im schlechtesten Fall stehen eben vor jedem Abendessen zwei Pfannen auf dem Herd. Es gibt schlimmere Varianten, Energie zu verschwenden.

Was den "Ekel" angeht; ich finde beispielsweise den Geruch und Geschmack von Kokos oder Oliven ekliger als den Anblick und die Vorstellung, ein totes Tier zu essen.

w24
 
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  • #14
Allerdings erzeugt der zunehmende Soja-Konsum auch erhebliche Umweltprobleme.
An einem fleischessenden potentiellen Partner würde ich vor allem seine bewundernswerte Fähigkeit zur Selbstkritik schätzen. Immerhin landen 80 (!) Prozent des weltweit produzierten Soja in Tiermägen, um auf unglaublich ineffiziente Weise "veredelt", anstatt direkt gegessen zu werden. Wenn wir schon den Regenwald verheizen, dann auch richtig, oder? ;-)
Nicht zuletzt gehört auch viel Mut dazu, die obige Aussage gebetsmühlenartig zu wiederholen und sich von irritierten Blicken seitens des vegetarisch essenden Gesprächspartners nicht beirren zu lassen.
 
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  • #15
Für eine Partnerbörse die sie sich "Elite" nennt, tauchen hier immer sehr grenzwürdige Fragen der Redaktion auf.
Nicht böse sein, aber das Niveau der Fragen ist unterirdisch.
 
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  • #17
Mit den Jahren bin ich eine fast waschechte Vegetarierin geworden...:)))
Mache aus meiner Einstellung und auch essenstechnischer Vorliebe KEIN Dogma, das für mein Umfeld gelten muss/soll.
mein Partner ist auch Vegetarier, der niemals ein Stück Fleisch anrühren würde, ich hingegen lasse ich mich von meinem Appetit auf Fleisch leiten und gönne mir manchmal ein wunderbares Stück Fleisch vom Bio-Metzger meines Vertrauens.
Für meine Kinder koche ich mit Fleisch , aber auch nur 1-2 x die Woche , wie schon vor Jahren, bevor ich Vegetarierin wurde.
Jeder Mensch hat seinen eigenen Verstand, Gewissen und auch Bedürfnisse. Und ich spiele mich nicht zum Richter über diejenigen, die anders Leben als ich. Keine Lebenseinstellung darf zum Dogma werden.
 
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  • #18
Ich bin auch Vegetarierin auf dem Weg zur Veganerin und ich hätte auch am liebsten einen ähnlich eingestellten Partner.....
Ja, das sei komplett Dir überlassen. Aber ich suche eine tolerante Partnerin, die gerne vegetarisch leben KANN, aber keinen missinionarischen Eifer an den Tag legt. Genauso wie ich niemanden Erwachsenen bzgl. Essverhalten, Religion u.ä. erziehen will.

P.S.:
Vegetarier werden nicht älter, sie sehen nur älter aus....
 
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  • #19
Ich habe jahrelang als radikaler Vegetarier/ Veganer gelebt und mich mit den Jahren immer weiter und extremer in diese Richtung entwickelt. Ich weiß, wie moralisch und diktatorisch solche Leute werden können.
Am Schluß war ich sogar stolz, meine edlen Ledermöbel verkauft zu haben und nur noch Schuhe aus Synthetik getragen zu haben. Ich buchte Kurse, um Kuchen ohne Ei und Milch backen zu können und war stolz auf meine ganze Schöpfung, die ich erreicht habe. Ich wurde von meinen Eltern als verrückt abgestempelt, viele Freunde haben mich ausgelacht.

Plötzlich, zur Hochzeit meines Veganerdaseins lerne ich meinen heutigen Lebenspartner kennen und verliebte mich bis über beide Ohren und jetzt kennt kommts: Mein Partner arbeitete in der Gerberei und in der Fleisch-Gastronomie - hatte also rundum 24 Stunden mit Tier, Fleisch, Märkten, Leder zu tun und macht das auch mit Leidenschaft und aus echter Berufung. Es war wie ein knackiger Faustschlag mitten auf die Zwölf für mich.

Seitdem weiß ich, nichts ist sicher auf dieser Welt. Keine Einstellung, kein guter Glaube. Ich ändere mein Leben um 180°. Natürlich beschäftige ich mich immer noch mit Ernährung, Umwelt und Tierschutz, schlichtweg aus Interesse, aber ich würde einfach sagen in normalem ausgeglichenem Maße, ohne Extremismus zu pflegen.
Ich esse wieder Fleisch und sonst auch alles was schmeckt, einfach in einem gesundem Mittelmaß. Veganismus ist für viele Anhänger sowas wie eine Religion, jedes Verhegen wird wie eine Todessünde bestraft, und das stört selbst mich mittlerweile.

Ein Graus ist mir aber immer Überkonsum und Verschwendung von Essen.

Was ich daraus anderen mitgeben kann: jeder der eine Beziehung eingehen will, der wird sich freiweillig ein Stück weit an seinen Partner anpassen, ob Vegetarier oder Fleischesser.
 
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  • #20
Also, ich lebe seit 4 Jahren vegan (20 Jahre vegetarisch) und wünsche mir einen Partner, der sich zumindest mit der Problematik der Massentierhaltung und Tierquälerei auseinandersetzt und dementsprechend handelt. Vegan oder vegetarisch muss er nicht leben. Toleranz ist bei mir oberstes Gebot. Ich habe eine Entscheidung für mich, meine Kinder und unser Leben getroffen, möchte diese jedoch nicht anderen aufzwingen. Angeekelt bin ich nicht, wenn andere Fleisch oder Fisch essen und blöde Kommentare äussere ich auch nicht. Ich denke ein bewusster Umgang mit der Materie ist wichtig und vor allem gegenseitiger Respekt. w37
Deinen Kindern hast Du's ja schon mal aufgezwungen.

Ich finde die Fragestellung absurd. Ich esse ungefähr 2-3 Tage die Woche Fleisch oder Fisch. Mit jemandem, der aus der Frage eine Weltanschauung macht, wie es schon bei einigen in diesem Thread anklingt, werde ich wohl keine Beziehung anfangen.

An die Dame mit der befreundeten Medizinstudentin: Es gibt x Studien zu diesem Themen und alle sagen was anderes. So wie auch jeder Mediziner. Ich halte es dabei, das zu essen, was mein persönliches Wohlgefühl fördert. Ansonsten ändern sich die Empfehlungen ohnehin alle paar Jahre. Trennkost, Rohkost, Fleischdiät, alles war mal in Mode, aber alles ist auch wieder out.Flexibel sein, auf den eigenen Körper hören, das ist die Devise.
 
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  • #21
Moral hin oder her. Mir ist das Steak auf dem Teller alle mal lieber als das Salatblatt. Das hat auch etwas mit Genuss zu tun. Mir würde eine Partnerin wahrscheinlich auch den Appetit verderben wenn sie lustlos ihr Salatblatt ablutscht. Moralisch finde ich es auch verwerflich das die Körnerfresser den armen Tieren das Futter weg fressen.


Übrigens haben Vegetarier auch keinen Sex. Sie lassen nicht zu das so ein Stück Fleisch ihnen soviel Freude bereitet. Buh....
Da ist wohl das "Ironie-off" verloren gegangen :)

Mich ekelt Fleisch. Bis vor ein paar Jahren fand ich ein Rinderfilet, noch etwas blutig, das Höchste aller Gefühle, ein Chateaubriand...hmmmmm....lecker, Braten, Geschnetzeltes, alles wunderbar. Mittlerweile mache ich im Supermarkt einen grossen Bogen um die Fleisch- und Fischtheke. Ich bin ein absoluter Genussmensch, aber Fleisch oder Fisch gehören aus moralischen Gründen nicht mehr auf meinen Speiseplan. Von mir aus darf jeder essen, was er möchte, nur wer sinnbefreit jeden Tag Fleisch egal welcher Art und Herkunft in sich hinein schaufelt und sich keinen Moment Gedanken darüber macht, strapaziert meine Toleranz arg. Ich mag Besserwisser, Missionierer und Schubladendenker grundsätzlich nicht, das gilt auch für Allesesser und die "Anderen". Es gibt mittlerweile einfach kein schlüssiges Argument mehr, warum Fleisch oder Fisch auf den Speiseplan gehören, ausser dem Genussmoment. Ach ja, mein heutiges Mittagessen: Schupfnudelauflauf mit getrockneten Tomaten, dazu Apfelkompott und Bohnen-Mais-Salat. Lecker, nicht? Und um noch der Ausgangsfrage gerecht zu werden: Ich könnte mir keinen Fleischesser als Partner mehr vorstellen und geniesse das Leben mit meinem "Vegetariermann".

w/44
 
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  • #22
Es ist gar nicht so sehr die Ernährung, die mich stören würde.
Ich esse selten Fleisch, aber wenn, dann auch mal gerne. Ich hätte kein Problem mit einer Partnerin, die Vegetarierin ist. Aber: wenn jemand dann die moralische Deutungshoheit für sich beansprucht und sich über den anderen erheben möchte, weil seine Ernährung "besser" ist - das geht mir auf den Keks und ist hochgradig intolerant. Sicher gibt es auch Männer, die ohne Grill nicht leben können und sich genauso verhalten, mir begegnet dieses militante Konvertierungsdenken aber eigentlich nur von Vegetariern und ganz besonders von Veganern. Und nur deswegen, weil sie meistens intolerant sind und auf Menschen, die noch dazu stehen, dass wir Allesfresser sind (siehe Gebissform), herabschauen, kommen solche für mich als Partner nicht in Frage.
 
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  • #23
Zitat: "Allerdings erzeugt der zunehmende Soja-Konsum auch erhebliche Umweltprobleme."

Das ist sicher richtig. Nur sollte man "Konsum" präzise definieren: ca. 80% der Welt-Sojaernte werden an Tiere verfüttert, ca. 13% zu "Öko-Sprit" verarbeitet und ca. 7% direkt vom Menschen gegessen. Ich sehe das Problem eher in den 80%, die von Fleischessern verursacht werden.


Zitat: "Moral hin oder her. Mir ist das Steak auf dem Teller alle mal lieber als das Salatblatt. Das hat auch etwas mit Genuss zu tun."

Wie ich oben schon schrieb, essen Vegetarier nicht nur Salatblätter sondern auch: Gemüse, Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte(!), Obst, Öle, Zucker usw. Für manche Leute ist eben der reine Geschmack von knackigen Pflanzen genußvoller und abwechselungsreicher als der Einheitsbrei aus Schwein, Huhn und Rind.

Zitat: "Moralisch finde ich es auch verwerflich das die Körnerfresser den armen Tieren das Futter weg fressen."

Sei beruhigt, die "Körnerfresser" "fressen" kein Tiermehl, sog. Kraftfutter und Antibiotika angereichertes Futter.

Zitat: "Vegan finde ich sehr übertrieben, und sachlich nicht nachvollziehbar."

Nun es ist die effizienteste Art sich mit allen Nährstoffen(!) zu ernähren. (B12 kommt auf ungewaschnen Pflanzen aus natürlichen Anbaumethoden vor.) Für manche Menschen zudem die abwechselungsreichste und bekömmlichste (Stichwort: kein Völlegefühl, Sodbrennen, ...).

Zitat: "Besonders, wenn Kinder dazu gezwungen werden - schrecklich"

Ohne Unterstellungen geht es wohl nicht? Wenn Kinder durch bewusstes Zurückhalten von Informationen oder gar Lügen zum Verzehr von tierischen Produkten verleitet werden ist das ok? Einem 10-jährigen Kind kann man erklären und zeigen wie eine Karotte wächst. Genauso kann man diesem Kind sachlich erklären, wie ein Stück Fleisch entsteht. Nur leider werden diese Sachinformationen(!) vielen Kindern vorenthalten. Wenn das Kind erst den Tisch verlassen darf, nachdem der Becher Milch ausgetrunken ist, kann man wohl kaum von freier Entscheidung sprechen.

Zitat: "Ein Veganer verbot seinen Kindern Milchspeiseeis im Restaurant."

Und? Milchspeiseeis besteht aus H-Mich, Sahne, Zucker, häufig (künstlichen) Aromastoffen, Farbstoffen, Verdickungsmittel, usw. Kein Kind braucht soetwas!
 
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  • #24
Die Massentierhaltung oder die Schlachthauser und den Weg dahin ist wirklich grauenhaft. (Ein Mensch auf so eine Weise ermorden kostet 15 Jahren im Gefang, millionen Tieren so behandlen -Gaszimmer,Genick brechen, durchschlitzen, ausbluten lassen!- ist genehmigt!) Nebenbei noch die große Skandalen.

Ein Vegan oder Vegetarisch-Bio lebende Mann ist klar im Vorteil. Er denkt nach über die Herkunft von sein Essen und isst ethisch.
Meist leben diese Männer auch sehr gesund und kochen lecker.
Glücklicherweise gibt es immer mehr männliche Vegas!

w (3x, UK)
 
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  • #25
An die #19. Genau mit solchen intoleranten Menschen möchte ich nichts zu tun haben. Ich habe meinen Kindern also eine vegane Essensweise "aufgezwungen". Komisch nur, dass man nie sagt, Eltern zwingen ihren Kindern eine fleischfressende Lebensweise auf..... Ich erziehe meine Kinder, so wie ich es für richtig halte mit der nötigen Erklärung und Vorbildfunktion. Sie haben keinerlei Mängel und sind genauso tolerant wie ich, wenn es um den Fleischkonsum anderer Menschen geht. Da könntest Du noch was von lernen. w37
 
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  • #26
Die Massentierhaltung oder die Schlachthauser und den Weg dahin ist wirklich grauenhaft. (Ein Mensch auf so eine Weise ermorden kostet 15 Jahren im Gefang, millionen Tieren so behandlen -Gaszimmer,Genick brechen, durchschlitzen, ausbluten lassen!- ist genehmigt!) Nebenbei noch die große Skandalen.

Ein Vegan oder Vegetarisch-Bio lebende Mann ist klar im Vorteil. Er denkt nach über die Herkunft von sein Essen und isst ethisch.
Meist leben diese Männer auch sehr gesund und kochen lecker.
Glücklicherweise gibt es immer mehr männliche Vegas!

w (3x, UK)
Glücklicherweise gibt es noch normale Frauen die ein gutes Stück Fleisch zu schätzen wissen.

Aber hauptsache die Schuhe sind vegan.
 
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  • #27
Ohje, machen einige Menschen tatsächlich die Partnerwahl davon abhängig, ob der/die andere Fleischesser, Vegetarier, Veganer o.ä. ist? Die einen essen aus Überzeugung kein Fleisch, den anderen schmeckt es nicht, wieder andere genießen und mögen es. Alles völlig i.O. Ich stimme denjenigen meiner Vorschreiber zu, die der Meinung sind, es komme darauf an, ob man tolerant ist, und anderen ihre Essgewohnheiten lässt, ohne sie missionieren zu wollen. Ähnlich ist es doch bei Menschen, die Alkohol trinken oder nicht, rauchen oder nicht, Sport machen oder nicht. Solange man dem anderen seine Vorlieben nicht aufzuzwingen versucht, kann doch jeder seinen Überzeugungen folgen. Natürlich kann man sich wünschen, dass der Partner/die Partnerin die gleichen Essgewohnheiten hat wie man selbst. Aber davon kann man doch seine Gefühle nicht strikt abhängig machen. Ich habe in meinem Freundeskreis einige Vegetarier. Einer von ihnen war anfangs sehr intolerant, wenn es um Fleischesser ging. Er wollte nicht einmal, dass seine Freundin Fleisch im Kühlschrank lagert. Doch bei einer Sylvesterfeier hat er uns alle überrascht und Fondue gemacht. Er hat höchstpersönlich das Fleisch gekauft und zugeschnitten. Er wollte uns eine Freude machen. Genauso haben wir bei Grillabenden darauf geachtet, dass auch genug spannende und leckere vegetarische Beilagen für ihn dabei waren. Wo ist das Problem? Man sollte solche Dinge nicht so verbissen sehen.
 
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  • #28
Glücklicherweise gibt es noch normale Frauen die ein gutes Stück Fleisch zu schätzen wissen.
Ja, die gibt es. Aber zu diesem schätzen gehört eben auch ein reflektierter Umgang mit der Herkunft dieses Stückes Tier. Ich kann nicht meine Augen verschließen, nur weil ich immer wieder meine Gelüste nach Fleisch befriedigen möchte, ohne daran zu denken, wie es hinter den Türen der Großschlachtereien los ist und unter welchen Bedingungen Tiere in Massen gehalten werden, nur damit der Mensch täglich seine Wurst/Steak auf dem Teller hat.

Wie kann einem dann noch ein Stück Fleisch schmecken, wo man annehmen muss, dass das Tier niemals grüne Wiese gesehen hat, es gemästet wurde auf engstem Raum, mit Soja und Tierfutter mit allerlei Zusatzstoffen (was hat Antibiotika oder Tierknochenmehl im Tierfutter verloren?), sein stressvoller Transport zum Schlachter, wo es womöglich mit gebrochenen Beinen oder anderen Blessuren ankam, stundenlang nicht gefüttert oder getränkt, dann trifft der Bolzenschuss nicht richtig, weil der Schlachter gar nicht die Zeit hat ihn richtig zu platzieren, da noch fünfzig andere Tiere warten, bei Bewusstsein gehäutete und zerteilte Tiere...Und das sind keine Ausnahmefälle!

Ich esse gerne Fleisch. Ein-bis dreimal im Monat vom Bauernhof/Bioladen meines Vertrauens.
Ich möchte keinen Partner, der die Augen verschließt, nur weil ihm sein Genuss wichtiger ist, als das Wohl der Tiere.Das wäre mir zu Empathielos und würde sich auch in anderen Bereichen des (Zusammen-) Lebens wieder spiegeln.
 
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  • #29
Gerade das reden sich aber doch (fast) alle ein.

Vegan finde ich sehr übertrieben, und sachlich nicht nachvollziehbar.
Dass in der Milch- und Eiproduktion systematisch Tiere miserabel gehalten und getötet werden, ist also kein sachlicher Grund für eine vegane Enährung?
Ich musste z.B. schon mehrmals schlucken, als ich sah, wie frisch geborene männliche Küken vom Laufband in den Sammelbehälter zum Schreddern fallen. Was stimmt mit einer Gesellschaft nicht, in der das Leben einen solchen "Wert" hat?

Wer aus ethischen Gründen kein Fleisch essen will, den Umgang mit Milchkühen und Legehühnern aber für "harmlos" hält, macht einfach eine...ja, Milchmädchenrechnung. Da nützt es auch nur bedingt, auf Bio-Produkte auszuweichen.
Ich würde aus meiner Ernährung keine Ersatzreligion machen und hätte auch kein ethisches Problem (von wegen "Ausbeutung") damit, mal ein Ei zu essen von einem Huhn, das auf meinem Hof herumläuft. Aber so funktioniert die Eierproduktion nunmal nicht.
Von daher halte ich solche Veganer nur für konsequent und realistisch, die einfach den Status quo der Tierindustrie kennen, ablehnen und vermeiden, durch eifrige Nachfrage daran mitzuwirken.

Die bisherigen Beiträge von Vegetariern gehen ja stark in die Richtung "ich bin total offen und tolerant gegenüber anderen Essgewohnheiten". Ich muss sagen, ich bin es nicht (mehr). Bei fremden Personen bis hin zu Freunden soll es mir (relativ) egal sein, was sie essen, aber bei einem Menschen, der mir besonders viel bedeutet, kann es mir doch einen Stich ins Herz versetzen.

(w/28, seit vielen Jahren Vegetarier, kann mit den Binnen-I trotzdem nichts anfangen)
 
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  • #30
Interessant, wenn eine Frau an einem "Salatblatt lutscht", weil sie Vegetarierin ist, gilt sie sogleich als nicht genussfähig. Wenn sie es tut, um einem fragwürdigen Schönheitsideal zu entsprechen, erntet sie Lob. Was wäre die Menschheit ohne Vorurteile :)