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  • #31
Also eine richtige Kommunistin fände ich schon spannend. Hauptsache keine pseudo-Feministin und keine Weltverbesserin.

Habe vor ein paar Monaten Wibke Bruns in einer Fernsehdiskussion mit Alice Schwarzer zum Thema Brüderle und Sexismus gesehen und die Schwarzer lenkte die Diskussion in Richtung Frauenunterdrückung in der islamischen Welt und die Bruns antwortete ihr: Was wollen sie denn machen? Wollen sie Krieg gegen eine Milliarde Muslime führen um Frauenrechte durchzusetzen?

Ich kann selbst nächtelang über Politik diskutieren und war früher auch Weltverbesserer. Ich schätze an Männern und Frauen mittlerweile wenn sie zwar Ideale aber auch gleichzeitig einen "vernünftigen" Blick auf die Welt haben.

m
 
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  • #33
Solange man die Ansicht des anderen toleriert, sind interessante Diskussionen möglich.
Ich wähle grün - verstehe mich aber mit meinem in der CSU enagierten Schwager sehr gut. Es kommt darauf an, ob man es akzeptieren kann, dass andere Menschen andere Ansichten haben.
Ich könnte mir auch einen Partner mit anderer Parteipräferenz vorstellen. Nur rechts würde ich ausschließen.
 
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  • #34
Man merkt ja nach einiger Zeit, wie jemand über bestimmte Dinge denkt. Aber ich würde nie jemanden danach fragen, was er wählt. Oder jemandem auf die Nase binden, wo ich mein Kreuz mache. Wahlen sind geheim, und das ist gut so.
 
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  • #35
[mod] Ja, politische Bildung ist mir wichtig. Gleiches gilt für die politischen Überzeugungen einer Person. Erzkonservative oder Sozialisten kämen für mich als Partner nicht in Frage. Männer, die sich nicht für Politik interessieren, finde ich in aller Regel unerotisch.
 
  • #36
Da ich sehr politikinteressiert bin, sind politische Diskussionen so gut wie sicher. Und gemäß meiner politischen Einstellung reagiere ich auf eingefleischte Grün*Innen (ist das jetzt richtig "gegendert"?) äußerst allergisch.
 
  • #37

Das ist zweifelsohne richtig und eine wichtige politische Errungenschaft. Das verpflichtet oder zwingt mich mitnichten in einer (hoffentlich) offenen Gesellschaft mit meinen Einschätzungen oder Überzeugungen hinterm Berg zu halten- sofern ich den Mut und das Interesse habe, diese offen zu vertreten. Davon lebt Demokratie. So zu tun, als wäre Politik etwas unfassbar Intimes ist erstens unpolitisch und zweitens: Du teilst viel geheimere, persönlichere Dinge mit Deinem Partner... Warum ausgerechnet Politik zum Tabu erklären?
 
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  • #38
In Zeiten, in denen wir in Deutschland 4,5 linke Parteien haben (Linke, Piraten, Grüne, SPD, CDU) und nur 1,5 konservative (FDP, CDU), wird es für mich immer schwieriger, überhaupt halbwegs Gleichgesinnte (= NICHT Linke) zu finden. Ich denke, in einer Partnerschaft sollten die politischen Einstellungen nicht zu sehr voneinader abweichen.

Überhaupt kein Verständnis habe ich für Nichtwähler (in anderen Ländern setzen Menschen ihr Leben aufs Spiel, um z.B. ein Wahlrecht durchzusetzen) und politisch Desinteressierte, die sich weder per Zeitung, TV, Radio oder Internet über Politik informieren.

Ich war selber überrascht, dass beim "Wahl-o-maten" bei mir am meisten Übereinstimmung mit den Programmen der NPD und Republikaner herrscht?! Wählen würde ich diese Parteien jedoch niemals (siehe oben).

m/47
 
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  • #39
In Zeiten, in denen wir in Deutschland 4,5 linke Parteien haben (Linke, Piraten, Grüne, SPD, CDU) und nur 1,5 konservative (FDP, CDU), wird es für mich immer schwieriger, überhaupt halbwegs Gleichgesinnte (= NICHT Linke) zu finden. Ich denke, in einer Partnerschaft sollten die politischen Einstellungen nicht zu sehr voneinader abweichen.

Du hast die AFD als nicht Linke Partei vergessen...
 
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  • #40
Ich selbst wähle die Linke, auch die Grünen kämen in Frage, und mit einem konservativen Partner (alles rechts von SPD) wäre es nicht so sehr wegen der Politik schwierig, sondern wegen unterschiedlicher Werte in allen möglichen Belangen.
 
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  • #41
Die politische Richtung in die jemand tendiert (links, rechts) kann ich tolerieren, so lange sich das im Spektrum der soliden Volksparteien bewegt. Was ich überhaupt nicht haben kann, da sind so Spinnereien wie sie div. neue Splitterparteien vertreten. Wenn jemand ernsthaft meint, wir könnten auf die EU oder den Euro verzichten, dann kann ich diese Leute nicht für voll nehmen. Das sind weltfremde Spinner die auch an Verschwörungstheorien glauben, ein NoGo für eine Partnerschaft!
 
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  • #43
Ich bin mit einem Mann zusammen der ein hohes politische Wissen hat. Er ist übrigens nicht promoviert, sondern in einem handwerklichen Beruf. Ich liebe diese politischen Diskussion mit ihm. Das ist für mich wunderbar und erinnert mich immer an die Samstagmorgendiskussionen die wir zuhause am Frühstückstisch hatten. Mein Vater, überzeugter Sozialdemokrat, hat uns Kinder für Politik sensibilisiert. Das steckt in mir und nun kann ich es mit einem Partner ausleben, was ich in früheren Beziehungen immer vermisst habe.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich mit rechtsradikaler Gesinnung nichts anfangen kann.

w50
 
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  • #44
ernsthaft meint, wir könnten auf die EU oder den Euro verzichten, dann kann ich diese Leute nicht für voll nehmen ... ein NoGo für eine Partnerschaft!

Genau darauf läuft es hinaus, wenn Vorurteile zu NoGos mutieren. Die bewußte Partei möchte, daß die Verträge von Maastricht wieder in Kraft gesetzt werden, über die wir und die Nachbarstaaten damals mehr oder weniger demokratisch abgestimmt haben. Erst wenn diese legitime Forderung scheiterte, müßte über andere Wege zurück in die Stabilität nachgedacht werden.

Es ist allemal besser, sich über solche Fragen auszutauschen und die Ansichten des anderen ernst zu nehmen, als dessen vermeintliche Position gleich zum NoGo für eine Partnerschaft zu machen. Das wäre dann wiederum für mich ein NoGo für diese Person.
 
L

LilaLaunebär

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  • #45
Irgendwie verstörend. Jetzt muss man als Frau nicht nur schlank, sportlich, intelligent, humorvoll, selbstständig, nicht zu viel und nicht zu wenig emanzipiert, langhaarig, jung und kinderlos sein, um Chancen bei den Männern zu haben, sondern muss auch noch darauf achten, die richtige politische Ausrichtung zu haben. Unglaublich.
 
  • #46
Ich bin politisch interessiert, war selbst mal aktives Mitglied in einer Partei und diskutiere gern über politische und gesellschaftliche Themen. Mir wäre also wichtig, dass mein Partner sich für Politik interessiert, halbwegs auskennt, mitreden kann, informiert ist.

Sofern er sich irgendwo im Spektrum der "vier großen" Parteien bewegt, wäre mir egal, welche er wählt oder gut findet. Sehr weit links wäre vermutlich ein Problem, sehr weit rechts ein völliges No-Go.

Ich habe neulich mal jemanden kennen gelernt, der nicht wusste, dass Joachim Gauck Bundespräsident ist. Da war der Ofen bei mir aus, weil ich nicht auf ungebildete Männer stehe.
 
  • #47
Das sind weltfremde Spinner die auch an Verschwörungstheorien glauben, ein NoGo für eine Partnerschaft!

Ich weltfremder Spinner habe vor 9 Jahren regelmäßig versucht zu erklären, was die NSA so alles macht und kann. Heute schmunzle ich dann auch regelmäßig über Leute, die ins Internet gesprungen sind wie ins gemachte Bett und über das, was kommen musste, aufschreien.Die Verschwörungstheoretiker haben halt nicht immer unrecht.
Ich bin politisch sehr interessiert und informiert, aber: Leute, die unbeirrbar und blind lebenslang ihrer Partei anhängen und selbst die wahnwitzigsten Standpunkte derer als richtig verteidigen, wider aller Vernunft und Moral - die würde ich schon als Partnerin ausschließen.
 
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  • #48
Das ist etwas, was mich bisher tatsächlich noch nie, nie, nie interessiert hat, wenn ich jemanden kennen gelernt habe. Als ich die Frage gelesen habe mußte ich echt lachen.
Was kommt als nächstes?
"Welche Rolle spielt seine Lieblingsfarbe?"

w, 44
 
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  • #49
Wichtig wäre mir vor allem, dass überhaupt politisches Bewusstsein besteht - "egal" und "langweilig" geht gar nicht.

Beim ersten Kennenlernen thematisiert habe ich es noch nie, allerdings fällt schon recht schnell auf, wenn deutlich unterschiedliche Werte und Erwartungen an Staat und Politik bestehen.

Bei einer Freundschaft stört mich das nicht, solange man sachlich drüber reden und diskutieren kann - ist doch wunderbar, eventuell im Zuge einer Diskussion mit Freunden auch den eigenen Standpunkt zu hinterfragen und zu testen, ob er wirklich standhält. Und vielleicht sogar zu modifizieren.

In einer Partnerschaft brauche ich hingegen jemanden, der meine grundlegenden Ansichten und Werte teilt; das hat nichts mit Intoleranz zu tun, sondern damit, dass ich mich nicht ständig für meine Einstellung rechtfertigen möchte. Das ist mir zu anstrengend, und außerdem sagt meiner Meinung nach die politische Einstellung auch Einiges über die Persönlichkeit und den Charakter eines Menschen aus.
Dabei geht es nicht darum, bei jeder Einzelheit derselben Meinung zu sein, sondern die generelle Richtung zu teilen - mit linksgerichteten Parteien kann ich persönlich nichts anfangen und mit einem Mann, der das tut und in der Regel auch einen dahingehenden Lebensstil / Beruf / Freundeskreis aufweisen wird, würde ich zwar befreundet sein, aber nicht Leben und Wohung teilen wollen.
 
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  • #50
Die politische Anschauung ist egal, aber ich will mit einer Partnerin vernünftig diskutieren können. Das kann nicht jeder. Viele Menschen haben leider Mauern in den Köpfen.
Wenn ich hier z.B. lese, daß jemand einen Grünen-Wähler nicht als Partner will, ist das für mich, der nicht die Grünen wählt, pure Ignoranz. Viele Standpunkte von vielen Parteien teile ich nicht, aber jeder dieser Standpunkte hat seine Berechtigung und ich hatte schon viele interessante Einsichten durch Menschen, die nicht meine Anschauungen teilen.
Den Grünen verdanken wir unser heutiges Umweltbewußtsein. Diese Kleinigkeit ist auf unserer schönen Welt leider nicht selbstverständlich. Mal so als Beispiel.
 
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  • #52
Braunes Gesindel wäre ein NoGo.

Strickstrümpfe und Beinpelz oder militante Feministinnen gehen kommen auch nicht in Frage, allerdings nicht wegen ihrer politischen Einstellung, auch wenn solche Menschen oft aus einer bestimmten politischen Richtung kommen. Ganz allgemein meide ich Dogmatiker. Der Typus "Du, laß uns eine biologische Gurke Essen und das ausdiskutieren" ist mir auch zu öde.

Ansonsten finde ich gegenteilige politische Ansichten eher erfrischend. Wozu soll ich mit wem diskutieren, der die gleichen Ansichten wie ich hat? Man hat ein unerschöpfliches Gesprächs- und Lästerthema. Ich habe schon mal so getan, als hätte ich Sympathien für schwarz, war ein sehr interessanter Abend.

Gruß (m/46)
 
  • #53
Die politische Anschauung ist egal, aber ich will mit einer Partnerin vernünftig diskutieren können. Das kann nicht jeder. Viele Menschen haben leider Mauern in den Köpfen.
Wenn ich hier z.B. lese, daß jemand einen Grünen-Wähler nicht als Partner will, ist das für mich, der nicht die Grünen wählt, pure Ignoranz. Viele Standpunkte von vielen Parteien teile ich nicht, aber jeder dieser Standpunkte hat seine Berechtigung und ich hatte schon viele interessante Einsichten durch Menschen, die nicht meine Anschauungen teilen.
Den Grünen verdanken wir unser heutiges Umweltbewußtsein. Diese Kleinigkeit ist auf unserer schönen Welt leider nicht selbstverständlich. Mal so als Beispiel.
Sehe ich auch so. Ich hab mal einen Mann, der mir erst ab- und dann wieder zusagte, umgekehrt Folgendes gefragt, und nichts davon entsprang meiner Phantasie:

"Sag mal, nur so, zum Mut-Sammeln für einen Drittanlauf, ein paar andere Punkte aus der rationalen Passungsbetrachtung: Bist Du ganz bestimmt nicht esoterisch eingestellt, siehst Homöopathie eher als gelungene Suggestionsmöglichkeit, ohne antroposophischen Überbau, bist kein Veganer, kommst mit unserem Leben in D gut klar, ohne Auswanderpläne aus Abscheu, witterst weder Weltverschwörung noch wählst Du "Die Linken"? Hast im Übrigen auch keine General-Vorbehalte gegenüber CDU-wählenden Reiterinnen, die die Grünen ganz nett finden? Ehemals mit einem Wirtschaftsliberalen verbundenen Idealistinnen? Mehrfachmüttern? Fast exkommunizierten Katholikinnen? Nur so im Schnellverfahren, falls wir uns ja doch noch dazu entschließen sollten, über 400 km zu mailen ;-) "

Klar, Politik und Religion sind wichtig. Ich suche diesbezüglich keine Deckungsgleichheit beim Partner, aber Ansprechbarkeit und Toleranz. Das wäre meine Passung.
 
  • #54
Irgendwie verstörend. Jetzt muss man als Frau nicht nur schlank, sportlich, intelligent, humorvoll, selbstständig, nicht zu viel und nicht zu wenig emanzipiert, langhaarig, jung und kinderlos sein, um Chancen bei den Männern zu haben, sondern muss auch noch darauf achten, die richtige politische Ausrichtung zu haben. Unglaublich.

Die Frage ist, willst du Chancen bei DEN Männern haben. oder bei dem Mann mit dem du dein Leben verbringen willst? Für ersteres würde ich deine Liste noch etwas aufbohren: Sportlich aber nicht zu viel. Langhaarig für die Ball-Abende und kurzhaarig für den Besuch einer offenen Lese-Bühne. Am bestens wechselseitig, Montags Mittwochs lang den Rest kurz. Nicht zu vergessen Intelligent und hochgebildet, (mindestens ein Studium abgeschlossen) aber auch nicht älter als 21....
Du verstehst vielleicht was ich sagen will. Willst du allen Männern gefallen, gefällst du vermutlich keinem. Versuch nicht die "richtige politische Ausrichtung" zu haben, sondern deine. Es gibt genug Menschen aus jedem Bereich von apolitischen bis zu Berufspolitikern. Und je nachdem wo du dich positionierst werden andere Menschen für dich interessant und umgekehrt. Also mach dir nicht so'ne Platte wie du allen gefallen kannst sondern suche Menschen die dir gefallen.


Zweiter Punkt (nicht mehr zu LilaLaunebär) Wenn ich hier einige Lese von wegen dass eine linke Ausrichtung nicht zu "Elite" passen würde kann ich nur Max Liebermann zitieren, dass ich gar nicht so viel fressen könne, wie ich k*tzen möchte. Erstens gibt es genug Studiuen die belegen, dass Linke im Durchschnitt (!) intelligenter sind als Konservative (einfach mal googeln Korrelation politische orientierung und Intelligenz) zweitens habe selbst ich inzwischen einsehen müssen dass es durchaus intelligente Menschen aus dem anderen politischen Lager gibt, die ich nicht nur respektiere, sondern durchaus sehr schätze. Sie sind selten aber es gibt sie.
Was aber gar nicht zu "Elite" passt ist diese Art des Denkens, dass jemand dümmer sei, nur weil man nicht seiner Meinung ist. In diesem Sinne besonders an die konservative Ecke: Etwas mehr Demut!
 
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  • #55
Politik ist nicht nur die Politik, die sich im Großen abspielt. Sie hat sehr viel auch mit der Persönlichkeit und Einstellung zu tun, weniger mit den Parteien. Ich verurteile niemanden aufgrund der gewählten Partei, es kann verschiedene Schwerpunkte geben, die zu der Wahl führen. Aber tendenziell haben Grünen Wähler z. B. etwas weltverbesserndes, bevormundendes an sich, wie ich meine. Wenn nicht - gut, dann darf mein Partner auch die Grünen wählen (obwohl ich versuchen würde, es jedem auszureden ;) ). Aber wenn die Grundhaltung in irgendeiner Form (jetzt unabhängig von der Partei) totalitär, bevormundend, auf andere herabblickend ist, dann merkt man das auch schnell bei privaten Themen.

Die politische Gesinnung wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, auch wenn es unterschiedlich interpretiert werden kann. Jeder Partnerkonflikt ist Politik. Es lässt sich aber nicht so leicht, an links oder rechts oder den Parteien festmachen. Wichtige Dimensionen sind z. B., wie demokratisch oder aber totalitär ist jemand im Denken (Totalitarismus kann auch "helfend" und weltrettend daherkommen), wie wichtig jemandem Freiheit in Abwägung zu Sicherheit ist (das geht nämlich manchmal nicht beides), usw.
 
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  • #56
Super Frage!
Es spiel eine sehr große Rolle für mich. Ich bin politisch sehr aktiv und könnte einen Mann aus einer anderen politischen Ecke nicht ertragen. Zu viele Streitpunkte!

Das geht mir ähnlich: es ist dabei nicht unbedingt die Partei, aber die Einstellung: mit einem konservativen Gegenpart (schwarz oder gelb) hätte ich in der Folge ständig Auseinandersetzungen. "Spielt keine Rolle," meinen hier einige. Beziehung mit einem Neonazi?? Tödlich, ein Graus! w
 
  • #57
Ich persönlich bin Freidemokrat - bin fest verankert in der Leistungsgesellschaft. Kranke werden unterstützt - allle anderen bekommen Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu bin ich ein Autofan.
Also kommt so einiges nicht in Frage
Kommunisten, Sozialisten und Ökos - nein danke. Alleine der Ansatz, alles nivellieren zu wollen, möglichst alles zu verbieten - in Verbindung mit Religion wird das dann noch verstärkt.
AfD und SPD - hier gibt es ein paar wenige Vernünftige.
Konservativ geht - in Verbindung mit dem Anerkenntnis der persönlichen Freiheit.
Aber im Grunde suchte ich nur im Umkreis der Liberalen oder Politikuninteressierten.
 
  • #58
Ich bin nicht grundsätzlich parteigebunden, sondern eher sachorientiert, es gibt in allen Parteien gute Ansätze, sogar bei den Extremen rechts oder links. Für mich sind Anhänger von Grünen und Linken aber eher solche, die persönliche Freiheit einschränken und Verbote aussprechen wollen. Das lässt sich mit meinem Lebensgefühl nicht vereinbaren. Also unpolitische oder solche, die tolerant und weltoffen sind. Was die dann wählen, ist mir wurscht.
 
  • #59
Also, ich verbiete niemandem etwas und Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz sind mir sehr wichtig.

Und sicherlich wird bei mir die politische Ausrichtung des Anderen einer Rolle spielen, einiges fände ich inakzeptabel, gerade im rechten Randbereich.
Bei anderen Positionen käme es darauf an, wie tolerant derjenige ist.

Er muss ja auch noch akzeptieren.
Ich bin politisch engagiert und aktiv, d.h. das beansprucht auch Zeit, wie jetzt das Wochenende.
Bekennend Grün, auch wenn ich definitiv keines der gängigen Klischees erfülle - vom gerne, schnell und viel Autofahren, weder Vegetarierin noch Veganer, kann nicht stricken und trage ganz normale Kleidung, Business, wenn ich zu politischen Veranstaltung gehe, etc. Und Zuhause ist auch nicht alles bio, auch wenn ich auf eher regional, saisonal und einigermaßen gesundheitsbewusst achte. Der Burger bei den goldenen Bögen schmeckt ab und zu trotzdem.

Meine Freunde haben kein Problem mit mir, und ich bin bei Dates etlichen Männern begegnet, die es eher spannend fanden.

W,49
 
  • #60
Ich kann mich auch nicht wirklich irgendwo genau wiederfinden. Mich hat ziemlich erschreckt, wie wenig Ahnung manche Berufspolitiker haben, und man den Eindruck bekommen muss, dass sie nicht in der Lage sind weiterzudenken, wenn sie an ihre Verständnisgrenze kommen. Sie bleiben bei der Feststellung irgendeines Phänomens stehen, dass "das Volk" (zu dem sie zufällig auch gehören) angeblich seltsam und unverständnismäßig reagiert, statt sich tiefer damit zu befassen und mal ihre eigene Sichtweise zurückzustellen, um zu verstehen. Ich hab immer gedacht, ICH blicke das nicht und sie sind schon viel weiter, haben alles durchdrungen, aber es war in letzter Zeit auch für mich offensichtlich, dass das "Klick" bei denen im Kopf bei manchen Themen überhaupt nicht kommt, sie aber in der Öffentlichkeit drüber reden und dabei bleiben, der Bürger sei hier der mit der Unkenntnis.
Den Gegenpart, also Leute, die Zusammenhänge erkennen wollen und können, gibt es nicht nur in einer Partei.

Für mich sind Anhänger von Grünen und Linken aber eher solche, die persönliche Freiheit einschränken und Verbote aussprechen wollen.
Kann ich irgendwo verstehen, weil die ja immer mit der Vernunft, dem Umweltschutz, der Empathie für Tiere usw. kommen, die, wenn man es mit beachten will, neue Regeln bewirken würden. Und manches ist der Sache nicht dienlich, und wie es vorgebracht wird. Aber ich würde sagen, der Eindruck trügt gewaltig, dass Linke und Grüne die mit den Verboten und der Freiheitsbeschränkung sind. Es gibt jede Menge Regeln und Verbote, die von der konservativen Seite kommen, und die erst ganz mühsam gekippt wurden/werden können. Also sie bestehen schon und werden anerkannt wie ne Kugelkette, mit der man schon immer lebt. Allein, was die Rechte der Frau angeht z.B., Gewalt in der Ehe, Paragraph zur "Werbung" über Abtreibung, .... Wie es mit der Emanzipation des Mannes aussieht, die durch die Regeln und Verbote der Konservativen verhindert wird, kann ich gerade nicht sagen. Es gibt doch aber auch eine Bewegung, die die Rechte der Väter stärken will bei Trennungen.

Ich denke, es sind die Themen, für die man sich interessiert und wo man meint, man brauche hier Freiheit, um dann zu gucken, wer da was ändern will oder wer es erhalten will. Meiner Ansicht nach entwickelt sich die Welt gerade SEHR langsam weg vom direkten Egoismus zu einem mehr sorgsamen Umgang mit anderen Völkern, Menschen, der Umwelt und anderen Lebewesen als Menschen. Ob jetzt die Studien, die z.B. die Vorschläge der Grünen stützen, nun wirklich so stimmen, weiß ich auch nicht. Aber manches ist einfach erkennbar, z.B. dass Frauen keine Anhängsel von Männern sind, dass Tierleid abzuschaffen ist, ... Würde hier jemand bei sinnvollen Vorschlägen jammern, weil es für ihn Einschränkung bedeutete, wäre das einer, der sich an die oberste Stelle setzt, ohne zu gucken, dass es nicht nur ihm gutzugehen hat.
 
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