• #121
Von einer PartnerIn erwarte ich, dass ich auf ein Podest gestellt und angebetet werde. Alles andere wäre in meinen Augen schlicht unerotisch.
Ahhh, wir haben die Chance, wieder etwas über die männliche Psyche zu lernen. Ich mag dieses Forum auch genau deshalb.
Hier in der Anonymität sagen die Leute manchmal Sachen, die man im RL niemals zu hören bekommen würde, weil es unmöglich wäre, so etwas zu äußern, obwohl es möglicherweise noch andere ( viele ? ) Leute so sehen.

Du gibst also offen an, von einer Frau bewundert werden zu wollen.
Darf ich davon ausgehen, dass du das nicht bilateral meinst ?
Oder würdest du sie, bei entsprechender Eignung ebenfalls bewundern ?
Hm... ich bleibe jetzt mal sachlich, obwohl ich ehrlich gesagt gerade gelacht habe.

Was mich interessieren würde: wie fühlst du dich auf dem Podest ? Setzt dich das nicht unter Druck ? Hast du keine Angst, dass das Podest wackelig sein und du runterfallen könntest ?
Ich kenne dich nicht, wie steht's denn mit deinen Fähigkeiten ?
Falls du wirklich ein Kracher als Mann bist ( groß, breit, schön, jung, gebildet und reich, charmant und charismatisch, lieb, treu und loyal... ) ist dein Podest groß und stabil, dann brauchst du keine Angst zu haben.

Willst du denn keine Partnerin, die ebenfalls ein Kracher ist ?
Die genauso toll ist wie du ?
Du orientierst dich erheblich nach unten, damit sie dir so stark unterlegen ist, dass sie dich bewundert ?
Ist dir das wirklich wichtiger als eine ebenfalls tolle Frau zu haben ?
Oder hoffst du auf eine Frau, die auch richtig toll ist und aus welchen Gründen auch immer dich dennoch auf ein Podest stellt ?
Warum sollte sie das tun ?
Vielleicht, weil sie dich abkriegen will und erkannt hat, dass die mit der Bewunderung verbundene Heuchelei ( die es ja wäre, wenn die Frau selbst ein Kracher ist ) der Preis ist, den sie dafür bezahlen muss ?
Wie würde sich DAS für dich anfühlen ?

Ich will dich nicht provozieren, sondern meine es ernst mit meiner Frage.
Hier kann man wirklich ab und zu etwas lernen und genau das erhoffe ich mir von dir.

Danke im Voraus :)

w 50
 
  • #122
wir haben die Chance, wieder etwas über die männliche Psyche zu lernen.
Und über die weibliche:
Du gibst also offen an, von einer Frau bewundert werden zu wollen ... würdest du sie, bei entsprechender Eignung ebenfalls bewundern ?
In einer Partnerschaft ist es selbstverständlich, daß jeder den anderen bewundert, sprich: sein Denken und Handeln über das eines Außenstehenden stellt. Selbst wenn „sie” beim Rennen als letzte durchs Ziel ginge, würde ich sie noch für ihr Durchhaltevermögen loben.

Natürlich darf solchermaßen gelebte Loyalität aber nicht einseitig bleiben.
 
  • #123
Hm... ich bleibe jetzt mal sachlich, obwohl ich ehrlich gesagt gerade gelacht habe.
Auf die Gefahr hin, dass du Bauchweh bekommst vor lauter lachen, darfst du mich nun auch noch auslachen:
Ohja, ich geniesse es auch, auf dem Podest zu stehen, mir Lobeshymnen anzuhören, mit Schokolade gefüttert zu werden, bewundert, verehrt und angehimmelt zu werden. Ab und zu (ganz selten) mache ich nämlich mal was so richtig gut - und sehe das dann als meinen gerechten Lohn an.
Nein das Podest ist noch nie zusammengekracht (trotz meines Gewichtes) - nach 1 Stunde oder so steigt man ja wieder runter.
Und klar, sie geniesst es auch, angebetet zu werden - und auch sie wird vom Podest locker getragen (Kunststück, sie wiegt auch nur die Hälfte) . Einziger Unterschied - SIE kann runterhüpfen - in meine Arme. Ich muss selber absteigen ( siehe die Anmerkungen zum Eigengewicht)
 
  • #124
Auf die Gefahr hin, dass du Bauchweh bekommst vor lauter lachen, darfst du mich nun auch noch auslachen:
Der Unterschied zwischen dir und @Fryun ist, würde ich sagen, dass du das mit dem Podest nicht ernst meinst.
Ich habe schon viel von dir hier gelesen und glaube dir auf's Wort, dass du gelegentlich Treffer landest, die es absolut rechtfertigen, dich dafür zu bewundern.
Und ich denke auch, dass du durchaus ein Typ bist, der die ein oder andere Eigenschaft des Krachermannes, wie ich oben aufgelistet habe, besitzt.
Joa, ich kann mir vorstellen, dass dein Podest ziemlich stabil ist.

Dazu kommt, dass du außerordentlich gut von deiner Freundin sprichst.
Auch sie darf auf's Podest, wenn sie was gemacht hat, für die man sie bewundern kann.

Nein, lieber Tom, hier gibt es für mich nichts zu lachen.

Übrigens habe ich gar nichts gegen das Bewundern. Weder aktiv noch passiv, aber ich brauche für beides einen legitimen Anlass.
Kann sein, dass Fryun den ebenfalls bietet. Ich hatte ihn danach gefragt, mal sehen, ob er noch antwortet. Mich würden seine Erklärungen wirklich interessieren, ganz ohne Polemik-

w 50
 
  • #125
..In einer Partnerschaft ist es selbstverständlich, daß jeder den anderen bewundert, sprich: sein Denken und Handeln über das eines Außenstehenden stellt. Selbst wenn „sie” beim Rennen als letzte durchs Ziel ginge, würde ich sie noch für ihr Durchhaltevermögen loben...
Nachdem ich nicht vergleiche, weder mich noch andere, stelle ich auch die Denk- und Verhaltensweise eines anderen auf kein Podest. Finde ich irgendwie einen seltsamen Gedanken das dann bei einem Partner machen zu sollen als Ausdruck der Partnerschaft.
Ich finde manches besser, manches gefällt mir besser, aber das ist rein subjektiv. Manches finde ich vielleicht nicht wirklich prickelnd, kann es aber tolerieren, weil ich meinen Partner liebe.
Mein Partner bekommt Respekt, Wertschätzung, Anerkennung.
Auch gerne eine Anerkennung für die reine Teilnahme und das Durchhalten bei einem Marathon.
Aber nicht das Generalisierende auf einen Sockel stellen, nur weil er mein Partner ist.

Das was @Tom26 beschreibt, da kann ich gut mitgehen, diese Stunde oben auf dem Podest stehen, nicht nur eigenes Brusttrommeln, sondern Anerkennung gerade von Menschen, die einem nahe sind, mir tut das auch gut - und ich mag es gerne geben.
Das ist Teil von Wertschätzung, Anerkennung.

Ich kenne das andere Beispiel, ich hatte meinen Abschluss in Architektur, war richtig gut - es war auch bei meinem Partner keinen Kommentar wert, und als im (Ex-)Schwiegerfamilienkreis die Schwiegertante zumindest beim folgenden Treffen darauf anstoßen wollte, reagierte die Schwiegermutter dermaßen aggressiv, dass es einen gewaltigen Eklat auslöste.
Irgendwie wäre ich da schon gerne mal wenigstens für 5min auf einem Podest gestanden, so war es ganz das Gegenteil.
 
  • #126
Übrigens habe ich gar nichts gegen das Bewundern. Weder aktiv noch passiv, aber ich brauche für beides einen legitimen Anlass.
Kann sein, dass Fryun den ebenfalls bietet. Ich hatte ihn danach gefragt, mal sehen, ob er noch antwortet. Mich würden seine Erklärungen wirklich interessieren, ganz ohne Polemik
War auch nicht böse gemeint @frei - ich hatte Fryun nur so verstanden, dass er das ähnlich sieht wie ich.
Der ernsthafte Hintergrund für meine Ausführungen: Es ist toll, mal kurzfristig auf dem Podest zu stehen. Es ist auch toll, eine Freundin zu haben, die ab und zu ihren Podestplatz verdient und geniesst. Aber immer auf dem Podest - wäre doch verdammt langweilig und einsam . Oder ?
 
  • #127
Mein Partner bekommt Respekt, Wertschätzung, Anerkennung.
Auch gerne eine Anerkennung für die reine Teilnahme und das Durchhalten bei einem Marathon.
Aber nicht das Generalisierende auf einen Sockel stellen, nur weil er mein Partner ist.
...Das was @Tom26 beschreibt, da kann ich gut mitgehen.
Das hast du perfekt beschrieben, liebe Lionne.
Ich stelle meinen Partner nicht grundsätzlich auf einen Sockel, weil er mein Partner ist, das erwarten offenbar @Fryun und auch @Apfeldieb.
Ich bewundere ihn aber gerne immer dann, wenn er etwas getan hat, was ich für bewunderswert halte. Da gehört die Teilnahme an einem Marathonlauf unbedingt dazu.
Ich bewundere schon Leute, die 10 km locker joggen können...

Diese tatbezogene Bewunderung ist, wenn ich ihn richtig verstanden habe, das was @Tom26 gerne von seiner Partnerin hätte und offenbar auch bekommt und offenbar ihr auch zu geben bereit ist.
Und DAS finde ich wunderbar und ja, auch erwartbar in einer Beziehung.
Falls man einen Partner hat, mit dem man in etwa gleichzieht, gerne auch auf völlig verschiedenen Ebenen.
Wenn man einen Partner hat, dem man haushoch überlegen ist, klappt das leider nicht beiderseitig und so etwas würde ich nicht haben wollen.
Ich will einen tollen Partner und ich will, dass mein Partner mich toll findet.
@Fryun will das offenbar nicht, ihm reicht es, wenn er eine Frau hat, die nur ihn bewundert, die im folglich kellertief unterlegen ist.
Und das wollte ich eben gerne von ihm erklärt haben, warum er eine Freundin haben will, die er selbst nicht toll findet.
Warum es im wichtiger ist, einseitig bewundert zu werden.
Ich kenne das andere Beispiel, ich hatte meinen Abschluss in Architektur, war richtig gut - es war auch bei meinem Partner keinen Kommentar wert
Seufz...
Mein Vater hat mich ein einziges mal in meinem Leben gelobt.
Als ich mein Diplom hatte und folglich Architektin war wie er, hat er gesagt 'das hast du gut gemacht'. Fertig, nichts sonst ( ok, er hat mir was großes geschenkt, aber ich wollte auf's Podest, nur kurz... )
Ich habe danach viele weitere Ausbildungen gemacht, aber keiner der Abschlüsse wurden auch nur ganz kurz gewürdigt.
Vor zwei Jahren erhielt ich die hohen Weihen, eine Qualifikation, die kaum jemand schafft.
Meine Schwiegerfamilie hat das ausgiebig gewürdigt, mein Schwager nannte es die 'Lizenz zum Gelddrucken'. Ich spürte da nicht mal Neid, nur Anerkennung.
Meine eigene Familie sagte dazu gar nichts, das meine ich wörtlich.
Wir waren zu dritt essen, um das zu feiern. Mein Freund erzählte meiner Mutter, warum wir heute hier sind.
Als mein Freund fertig war, fragte meine Mutter...nun was fragte sie ?...'sag mal, gibt's hier eigentlich Buffett ?'
Kein Witz.


w 50
 
  • #128
ich hatte meinen Abschluss in Architektur, war richtig gut - es war auch bei meinem Partner keinen Kommentar wert,
Kenne ich gut. Als ich mit meinem richtig guten Uniabschluss nach Hause kam meinte mein Vater nur " welcher Idiot hat DIR eine 1 gegeben "... Wehe aber, es wäre keine 1 gewesen. Und als ein auf Leistung getrimmtes und geprügeltes Kind finde ich das, was @Apfeldieb schreibt, ganz toll und liebevoll. Ja, ich gebe Anerkennung auch dafür, dass jemand sein Bestes gegeben hat, etwas mit Herzblut macht usw. Vergleichen tue ich nicht, ich weiß als Partnerin, was es meinen Liebsten an Zeit, "Blut, Schweiß und Tränen" gekostet hat und wie schlimm die Enttäuschung über eventuellen Misserfolg ist und dafür liebe ich ihn umso mehr. Mein Ex Mann hat auf einem internationalen Schachtournier einen Großmeister sehr sehr lange "in Schach" gehalten, stundenlang war es ungewiss, ob der Großmeister gegen ihn (in dieser Konstellation ein Außenseiter) überhaupt würde gewinnen können. Das war dann am Ende, ca. 7 Stunden später, dann doch der Fall. Aber ich war so unglaublich stolz auf ihn und finde auch, dass er da überhaupt nicht enttäuscht sein musste. Selbst wenn er nach 1 Stunde verloren hätte. Ich war immer stolz auf ihn weil er ein toller Mensch war, der es nicht nötig hatte, mit seinen beruflichen oder sonstigen Erfolgen oder mit sonstwas zu prahlen oder sich in den Vordergrund zu schieben und nicht dauernd gebauchpinselt werden wollte. Niemand von uns hat "Podest" gebraucht. Nur ehrliche Anerkennung und liebevolles Auffangen wenn es doch mal nicht so kam, wie man es sich gewünscht und investiert hat.
 
  • #129
Ich kenne das andere Beispiel, ich hatte meinen Abschluss in Architektur, war richtig gut - es war auch bei meinem Partner keinen Kommentar wert
Als mein Freund fertig war, fragte meine Mutter...nun was fragte sie ?...'sag mal, gibt's hier eigentlich Buffett ?'
Als ich mit meinem richtig guten Uniabschluss nach Hause kam meinte mein Vater nur " welcher Idiot hat DIR eine 1 gegeben "
Oh Mann, ist das schrecklich. Daran kann man offen sehen, wieviel Neid und vor allem Missgust in diesen familiären Beziehungen steckt, und als was ein Mensch, von dem eigentlich immer behauptet wird, dass er geliebt wird von diesen Person, in Wirklichkeit immer benutzt wird. In der Eltern-Kind-Dynamik wird das vermutlich noch mit Abnabelung und anderem psychischen Kram zu tun haben, also dass die Eltern nicht wollen, dass ihre Macht über ihr Kind verloren geht, das durch die Anerkennung von Institutionen und anderen Menschen seiner Leistung nun "auf Augenhöhe" geraten ist.
Bei einem Partner finde ich das einfach nur grauenhaft, aber eigentlich auch logisch von der Partnerwahl her - man nimmt sich ja immer das, was man erkennt, um sein eigenes Programm zu leben, das einem eingetrichtert wurde.

Anscheinend eignet sich nichts besser als das eigene Kind, um seinen Lebensfrust abzureagieren in Machtmissbrauch, Enttäuschungen geben und Anerkennung verweigern.
 
L

Lord-Venus

  • #130
Ich bewundere ihn aber gerne immer dann, wenn er etwas getan hat, was ich für bewunderswert halte. Da gehört die Teilnahme an einem Marathonlauf unbedingt dazu.
Ich bewundere schon Leute, die 10 km locker joggen können...


Ich will einen tollen Partner und ich will, dass mein Partner mich toll findet.


Seufz...
Mein Vater hat mich ein einziges mal in meinem Leben gelobt.
Als ich mein Diplom hatte und folglich Architektin war wie er, hat er gesagt 'das hast du gut gemacht'. Fertig, nichts sonst ( ok, er hat mir was großes geschenkt, aber ich wollte auf's Podest, nur kurz... )
Ich habe danach viele weitere Ausbildungen gemacht, aber keiner der Abschlüsse wurden auch nur ganz kurz gewürdigt.
Vor zwei Jahren erhielt ich die hohen Weihen, eine Qualifikation, die kaum jemand schafft.

Wir waren zu dritt essen, um das zu feiern. Mein Freund erzählte meiner Mutter, warum wir heute hier sind.
Als mein Freund fertig war, fragte meine Mutter...nun was fragte sie ?...'sag mal, gibt's hier eigentlich Buffett ?'
Kein Witz.


w 50
Ich habe das Glück, einen wirklich guten und gutaussehenden Partner zu haben, von daher ist es leicht, ihn für seine vielen guten Charaktereigenschaften, sein Aussehen (auch wenn das sehr oberflächlich von mir ist ;-) ) zu bewundern.
Ich bewundere ihn für sein Durchhaltevermögen und seine Zähigkeit, seine guten Leistungen, für den Abschluss selbst jedoch niemals und das würde er auch sehr seltsam finden. Ich bin doch nicht deswegen mit ihm zusammen.

Ebenso möchte ich nicht für ein Stück Papier oder einen Abschluss "bewundert" werden. Finde auch Eltern immer sehr fragwürdig, die die Bewunderung ihrer Kinder von Noten, Schulabschlüssen oder Statussymbolen abhängig machen. Was ist, wenn jemand aus welchem Grund auch immer mal nicht heraussragt, mal eine schlechte Note mitbringt oder einen Abschluss nicht erreicht? Ist es dann vorbei mit der Bewunderung und mit der Liebe? Ist derjenige dann weniger wert? Schrecklich, welches Menschenbild und Werteverständnis da aufgebaut wird.

Und eine erwachsene Frau oder ein erwachsener Mann, die einen guten, erstrebenswerten akademischen Abschluss erreicht und damit eine unbeschwerte berufliche Zukunft vor sich haben, die brauchen doch nicht das Bad in der Bewunderung der womöglich nicht-akademischen Familienmitglieder, wenn es ihnen doch so gutgeht.

Finde ich ehrlich gesagt sehr befremdlich und wird in meiner Familie zum Glück auch nicht so praktiziert. Ich stelle mir da das familieninterne Neujahrsessen mit öffentlicher Vorlesung der bwundernswerten Auszeichnungen der einzelnen Familienmitglieder nach Hitliste vor. Gruselig.
Halte es da mit Tom oder neverever, wenn ich etwas gut kann, dann weiß ich es doch; Anerkennung dessen ist vielleicht hin und wieder ganz schön, aber Bewunderung? Wat soll denn dat?
 
  • #131
Ich bezahle gerne aber erwarte auch, dass eine Frau ihren Pflichten in der Küche nachkommt, kocht, wäscht und mich umsorgt und pflegt.

Daher habe ich kein Problem bei Dates zu zahlen. Das ist meine männliche Pflicht und ich erfülle sie sehr gerne.
 
  • #132
eine Frau, die aus welchen Gründen auch immer dich dennoch auf ein Podest stellt ?
Warum sollte sie das tun ?
Wirklich eine spannende Diskussion. Ich hab mir ähnliche Fragen auch schon häufig gestellt.

Gehen wir davon aus, dass (viele) Männer gern auf dem Podest stehen. Eigentlich kenne ich keinen, der sich über aufrichtiges Lob nicht freut.

Nun gibt es diese Fraktion, die etwas dafür tut. Beispiel: Freundin und ich mühten uns neulich beim Baumarkt mit schwerem Krams ab, freundlicher Mann sprang uns bei und half uns --> Lob, Bewunderung für fachmännische Hilfe, großes Podest, alle glücklich.

Und es gibt die andere Fraktion, die eigentlich nie irgendwas Bahnbrechendes tut, aber trotzdem Bewunderung einfordert. Quasi für die bloße Existenz...

Ein ehem. Bekannter war so einer. Garantiert nie von sich aus hilfsbereit oder gar empathisch, stets latent passiv-aggressiv und meist aus Prinzip "dagegen", egal um was es ging. Beim Umzug zwar präsent, aber voll der inneren Wut und schlechten Laune.
Irgendwann bekam ich zu hören, ich respektiere ihn nicht und sähe ihn nicht auf Augenhöhe. Ihm fehlte wohl Bewunderung, aber er tat schon aus Prinzip nie etwas, das diese gerechtfertigt hätte.
Für mich ein völlig unlogisches und nicht nachvollziehbares Verhalten.

Natürlich fand er diese Frau, die ihm "kellertief" unterlegen ist. Die Beziehung ist seit Jahren stabil, und sie kommen gut aus. Allerdings wird ihr in der Familie auch regelmäßig eingebläut, welches Glück sie habe, einen studierten Mann abbekommen zu haben, und dass sie ihn eh nicht halten könne. Da kriegt er seine Bewunderung frei Haus - quasi für nichts.
 
  • #133
Auf Augenhöhe bin ich mit meinen FreundInnen.
Von einer Partner erwarte ich, dass ich auf ein Podest gestellt und angebetet werde. Alles andere wäre in meinen Augen schlicht unerotisch.Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass Männer sich gerne ein bisschen anstrengen wollen und es mögen, wenn eine Frau nicht gleich eine Gegenleistung anbietet.
Die kommt schon zu gegebener Zeit oder eben auch nicht!
Wenn ein Mann mich einladen will, soll er das tun. Die meisten haben Freude daran. Wenn ein Mann wenig Geld hat, lasse ich mich nicht einladen, es sei denn, er besteht drauf, dann nehme ich aber etwas Kleines.
 
  • #134
Aber beim Geld finde ich das nicht mehr so klar, dass ich hier auf die alten Versorger-Hausfrau-Muster stünde. Mir gefiele es besser, wenn Männer und Frauen sich nicht mehr als männlich und weiblich über Gehalt und Job definieren würden.

Ich finde es immer sehr interessant, dass Frauen sich als emanzipiert darstellen, aber bei den alten klassischen Rollenverteilung wie das Bezahlen, ist man auf einmal nicht mehr emanzipiert, sondern nur in der alten klassischen Rolle,
 
L

Lord-Venus

  • #135
Aber beim Geld finde ich das nicht mehr so klar, dass ich hier auf die alten Versorger-Hausfrau-Muster stünde. Mir gefiele es besser, wenn Männer und Frauen sich nicht mehr als männlich und weiblich über Gehalt und Job definieren würden.

Ich finde es immer sehr interessant, dass Frauen sich als emanzipiert darstellen, aber bei den alten klassischen Rollenverteilung wie das Bezahlen, ist man auf einmal nicht mehr emanzipiert, sondern nur in der alten klassischen Rolle,
Du verstehst nicht, dass es offenbar sehr viele Rollenmodelle bei beiderlei Geschlechtern gibt. Da gibt es Frauen wie dich, die jammern, dass sie immer nur an Ausnutzer-Männer geraten, obwohl sie doch so emanzipiert sind und den Mann auf keinen Fall irgendwie "ausbeuten" mögen, dann gibt es Frauen, die wären gerne selbst die besseren Männer und dann gibt es Frauen, die gern Frauen sein wollen und sich echte Männer als Gegenpart suchen. Jedem das Seine, ausschließlich in faschistsischen Gesellschaften wird Pluralität nicht akzeptiert.
 
  • #136
Eigentlich sind die Unterschiede nicht so groß - aber sie werden groß gemacht. Angenommen: Zwei Freundinnen würden zusammen was unternehmen (nichts sexuelles). dann würden sie sich auch gegenseitig helfen oder gegenseitig für Beide bezahlen. Ohne das dem Gegenüber aufzurechnen.Gute Manieren, verbindliches, angenehmes Verhalten auch z.B. Umgangston gegenüber der Bedienung im Café, Restaurant, aber auch die Art, wie redet man über ExPartner, wie beendet man Beziehungen, eine gewisse Großzügigkeit und Toleranz, Lebensfreude . Ich habe auch schon Frauen gedated, die nur über ihren EX herzogen. Da war für mich das Date schon beendet.
 
  • #137
Gehen wir davon aus, dass (viele) Männer gern auf dem Podest stehen. Eigentlich kenne ich keinen, der sich über aufrichtiges Lob nicht freut.
Ich würde das unbedingt differenzieren. Die, die auf einem Podest stehen, sind über Lob von anderen ja erhaben und loben wenndann selber.
Ein Lob kommt doch immer von einem, der bewertet und urteilt, also selber der Überlegene ist. Der, der gelobt werden möchte, tut alles dafür und wartet auf die Worte des Menschen auf dem Podest, der sie ihm verweigert, wenn er ein Machtmensch ist. Er hat ihn zu seinem Beurteiler gemacht. Oder derjenige ist einfach der Beurteiler, weil er Vater oder Mutter ist und das Kind schon sein Leben lang kennt, beurteilt zu werden. Siehe unten.

Deswegen finde ich Lob vom Partner auch schräg. Er kann was toll finden, er kann mich toll finden (also sollte er, was hätte er sonst davon, mit mir zusammen zu sein), aber loben?! Auch nicht sowas wie "ich hätte das nicht von dir erwartet, dass du das kannst, begreifst, hinkriegst". Klingt wie Lob, zeigt aber nur, wofür man gehalten wird und welche Vorurteile der andere hat.

Anerkennung oder sich freuen mit dem anderen über was Errungenes oder dass man froh ist, dass derjenige so ist, wie er ist, ist was ganz anderes als Lob und Podest, weil der, der den anderen auf ein Podest stellt, sich ja als unwürdig und nicht auf Augenhöhe empfindet. Deswegen ja PODEST, weiter oben eben. Zu dem auf einem Podest wird aufgeschaut von den Anhimmlern. Wenn sich der auf dem Podest als Normalo erweist, sind die Anhimmler sauer, weil sie sich getäuscht fühlen. Und wer auf dem Podest stehen will, darf nie zeigen, wie er wirklich ist, weil er weiß, dass ihm dann der Einfluss abhanden kommt.

Bei Eltern, die ständig tadeln, womit sie ihr Kind erziehen wollen, finde ich es wichtig, dann auch zu loben. Sonst sagen sie einfach ihrem Kind immer nur, dass es ein Haufen von Fehlern und Missverhalten ist und nur aus Mängeln besteht.
 
  • #138
Für mich eine komische Diskussion.
Ich erwarte, dass jede/r so ist wie sie/er ist und dem entsprechend sich verhält und handelt. Alle anderen Erwartungen finde ich erst einmal suspekt. Ich meistere in allen Lagen mein Leben gut alleine, aber Frauen denken, fühlen und handeln oft anders als Männer. Das macht den Reiz für mich aus mit ihnen zusammen zu sein und diese Unterschiede sollten wahrgenommen und akzeptiert werden.
Kann es wirklich gelingen, damit über die rationale Ebene hinaus in die tieferen Schichten unseres Empfindens vorzudringen?
Die Männerwelt mag in der westlichen Zivilisation zwar sicher in großen Teilen dazu erzogen werden können, einzusehen, dass auch Frauen das Recht haben, unsanft zu sein, aber werden sie das dann auch tatsächlich als "weiblich" empfinden?
 
  • #139
Welche Eigenschaften, Verhaltensweisen machen denn einen Mann stolz, zufrieden mit sich? Dinge wie Mut, Sicherheit, Stärke, Fürsorglichkeit, Ernsthaftigkeit, Humor, usw. stattdessen beobachte ich bei Männern oft ein ziemliches "sich gehen lassen", dass sich sowohl auf souveräne, großzügige, charmante Umgangsformen, auf dass, was man so äußert, auf die Kleidung, aber auch auf Körperliches, wie Übergewicht, die Haltung usw. bezieht. Da haben sowohl Frauen meistens den Männern, als auch andere Nationen häufig den Deutschen einiges voraus.
 
  • #140
stattdessen beobachte ich bei Männern oft ein ziemliches "sich gehen lassen", dass sich sowohl auf souveräne, großzügige, charmante Umgangsformen, auf dass, was man so äußert, auf die Kleidung, aber auch auf Körperliches, wie Übergewicht, die Haltung usw. bezieht. Da haben sowohl Frauen meistens den Männern, als auch andere Nationen häufig den Deutschen einiges voraus.
Nun ja, teilweise muss ich dir da schon recht geben.
Umgangsformen sind leider ziemlich out geworden - nicht nur bei Männern. Auch Frauen schneiden nicht besser ab in D. Kleidung - naja, ich bin einer der Männer, die froh sind, den Galgenstrick (Krawatte) auch auf höchster Ebene nicht mehr zu benötigen - es ist etwas lockerer geworden. Übergewicht - kommt darauf an, wieviel und was - denn theoretisch sind auch Muskel Übergewicht. Hier sehe ich mehr den Gesamteindruck mit Haltung, Bewegung und Auftreten. Richtig ist, dass manche Nationen etwas förmlicher sind - und auch richtig ist, dass z.B. Italiener irgendwie immer chic sind.
Allerdings ist das bei den Frauen nicht anders - schau mal, wie Italienerinnen, Spanierinnen oder Russinnen ausschauen.
Die Frauen sind das schöne Geschlecht, wir Männer das starke. Genau so sind auch meine Erwartungen.
 
  • #141
Ich habe bei mir gemerkt, dass es für mich einfach sehr sympathisch wirkt, wenn der Mann ein männlicher Kavalier ist, höflich, charmant, die Tür aufhält, den Regenschirm hält, der Dame den Sitzplatz oder besseren Platz anbietet usw.
Das sind für mich Zeichen von Fürsorglichkeit und Sympathie, da schmelze ich schon fast dahin.

Natürlich kann ich auch selbst die Tür aufmachen, natürlich halte ich auch anderen Menschen die Türe auf, aber bei mir wirkt das einfach.

Wenn ich ehrlich bin, erwarte ich auch, dass der Mann beim 1. Rendezvous die Rechnung bezahlt, wenn er Interesse hat. Ich wäre sehr irritiert, wenn der Mann trotz Interesses beim 1. Date nicht bezahlt.
Das Zahlen beim 1. Date halte ich für eine symbolische Geste sowie den Blumenstrauß zum Geburtstag oder auch das Geschenk zur Einweihungsfeier o.ä.
 
  • #142
Ich habe mir jetzt den ganzen Thread durchgelesen und finde die unterschiedlichen Ansichten sehr interessant, wenn auch teils amüsant. Mag vielleicht an meinem Alter liegen..

Ich erwarte grundsätzliche Freundlichkeit, respektvollen Umgang miteinander, die viel genannte Augenhöhe und gegenseitige Unterstützung. Selbiges kann man auch von mir erwarten.

Ansonsten erwarte ich weder, dass er mir in die Jacke hilft, noch, dass er die Rechnung automatisch übernimmt und auch nicht, dass er langfristig die Versorgerrolle übernimmt oder mich wie eine Prinzessin auf der Erbse behandelt. Er muss auch kein Handwerker für zu Hause oder Geschäftsmann mit viel Geld sein.

Es braucht von mir auch kein Mann erwarten, dass ich automatisch hinter ihm her putze, ihn rund um die Uhr bewunder oder wie ihn eine Mutter betüdel und bekoche. Außer er ist krank.

Ich stelle prinzipiell niemanden auf ein Podest und himmel auch niemanden an. Weder für seine Existenz noch für seinen Studien Abschluss. Ich freue mich mit meinem Partner für jeden Erfolg und erkenne seine Erfolge an, feier das auch mit ihm wenn er das möchte und finde ihn und das was er tut selbstverständlich toll, sonst wäre er ja nicht mein Partner.

Ich würde keinem Mann hinterher dackeln und möchte auch keinen Mann, der das bei mir tut. Wenn ich jemanden will, der tut was ich sage, hole ich mir einen Hund.
Mein Partner und ich sind ein Team.
 
  • #143
Ich habe bei mir gemerkt, dass es für mich einfach sehr sympathisch wirkt, wenn der Mann ein männlicher Kavalier ist, höflich, charmant, die Tür aufhält, den Regenschirm hält, der Dame den Sitzplatz oder besseren Platz anbietet usw.
Das sind für mich Zeichen von Fürsorglichkeit und Sympathie, da schmelze ich schon fast dahin.
Dann bist du aber die löbliche Ausnahme.
Leider hat es der Großteil deutscher Frauen verlernt, dank der Emanzipatiosbewegung, solche Gesten anzunehmen. Stattdessen beharren sie darauf, das kann ich besser und brauche ich nicht.
 
  • #144
Ganz ehrlich, in den letzten zehn Jahren ist es mir immer häufiger unangenehm aufgefallen, dass Männer über Sternzeichen und Nahrungsunverträglichkeiten reden, das finde ich extrem unsexy. Mich nerven diese obsessiven Selbstbespiegelungsthemen schon bei Frauen-bei Männern ist es aber noch schlimmer.
Dann lieber einen Mann alter Schule, unabhängig vom Alter-ignorant und überzeugt von seiner Unsterblichkeit. Dann kann ich ihn wenigstens ein bißchen damit aufziehen.