Also natürlich kann man sich auch gut kennen lernen mit Fernbeziehung - es ist alles eine Sache des Wollens.

Es sind vielleicht die Treffen seltener, aber dafür kann man telefonieren, skypen, mailen... die ganze Bandbreite der Kommunikation.

Auch bei räumlicher Nähe gibt es Menschen, die nur stundenweise Zeit für ein Kennenlernen aufbringen, und dies dann höchstens am WE. Telefonieren, WhatsApp, etc, dann unter der Woche? Fehlanzeige. Daran sind bei mir schon genügend Versuche jemanden kenen zu lernen gescheitert / eingeschlafen.
Engagement kann man unterschiedlich zeigen, Kennen lernen findet auf vielen Ebenen statt.

Was ich immer sehr geschätzt habe, war dann auch ein intensiverer Gedankenaustausch per Mail, nun, und es soll auch immer noch Telefone geben :).

Wer will, findet Wege - wer nicht will, Gründe.
 
Du freust dich über und bedankst dich bei ( hoffentlich bist du mit meinen Präpositionen einverstanden und korrigierst mich nicht. Ich verzichte übrigens darauf, deine Korrektur zu korrigieren, obwohl das nötig wäre. Ich empfehle dir ganz dringend, solches Gebahren im Zusammenhang mit deiner Beziehungsanbahnung unbedingt zu unterlassen, insbesondere wenn Deutsch nicht ihre Muttersprache ist ) die/den wenigen, die dir Mut machen und du widersprichst den vielen, die dir abraten.
Hm...du wolltest gar nicht wirklich zwecks Entscheidungsfindung unsere Meinung hören, sondern dir Zuspruch holen, richtig ?
Ok, bitte sehr: du hast dich längst entschieden, also wage es.

Du grübelst zu viel, finde ich.
Fahre hin, wahrscheinlich hat es sich nach dem ersten WE ohnehin erledigt. Rein statistisch gesehen meine ich.
Und wenn es sich nicht erledigt hat und alles rosarot ist, wird es eben eine Fernbeziehung mit allen Nachteilen.
Was daraus wird, ob du nach einiger Zeit hinziehst, sie heiratest oder auch nicht, wird sich ergeben oder eben nicht.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Übrigens: bitte ziehe eines wenigstens ganz kurz in Betracht, auch wenn es dir absurd erscheint.
Ist die Frau deutlich schöner als du und / oder jünger ?
Ist das Ausland zufällig in Osteuropa ?
Evtl. sogar außerhalb der EU ?
Der Verlauf eures Kennenlernens, auch dass sie dir vielleicht nach dem Mund redet ( 'viele Gemeinsamkeiten' ) lassen mich an eine Sache denken, deren Namen ich vergessen habe.
Das kannst du unter 'bezness' ( von business ) finden, weil es analog ist.
Bezness beschreibt das Angeln westlicher, wohlhandender, älterer, unattraktiver Frauen durch schöne, junge, arme Karibikbewohner oder Tunesier etc. Das was ich vergessen habe bezeichnet junge schöne Osteuropäerinnen oder Afrikanerinnern, die sich einen westlichen, unattraktiven Mann angeln.

w 50
 
@frei
Ich danke dir für deine sehr ausführliche Antwort. Ich muss sagen, dass ich anfangs gar nicht verstanden habe, was du meinst.
Ich habe nicht sprachlich, sondern inhaltlich korrigiert. Ich meinte, dass ich sehr wohl Erfolg "bei" den Frauen habe. Ich behaupte so etwas nicht gerne über mich, aber an mir waren schon viele Frauen interessiert.
Mit keinem Erfolg "mit" den Frauen meinte ich, dass ich eben kein Glück dabei habe, für mich die Richtige zu finden, es hat mich einfach noch nie eine so richtig fasziniert.

Und natürlich bedanke ich mich bei denen, die mir Mut machen. Aber wo widerspreche ich denn den anderen? Da sagen ja selbst einige, dass es bei ihnen nicht geklappt hat, ich doch aber nichts zu verlieren habe.

Ich wollte lediglich wissen, ob das nicht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit daran scheitert, dass zwischen unseren Treffen viel Zeit vergehen wird (der Titel ist nicht sehr geschickt gewählt). Aber wenn es scheinbar häufiger funktioniert, dann ist es ja eben zumindest den Versuch wert. Der Nachteile bin ich mir selbstverständlich bewusst, sonst hätte ich ja keine Bedenken und würde diesen Thread nicht eröffnen.

Und nein, sie ist lediglich 2 Jahre jünger und wohnt in Polen. Wenn sie des Geldes wegen nach Deutschland kommen wollte, hätte sie vermutlich keine Probleme damit.
 
Da würde ich mich schon einmal fragen, ob man die Sprache von diesem Land kann oder ob man bereit wäre diese zu erlernen.

Und mit der Entfernung kommt es immer darauf an, wie gebunden man selber ist und ob bereit ist seine Fesseln zu lösen.
Gut, ich sage immer das ich Europäer bin und kein Deutscher. Da ich im Laufe der Zeit schon in den USA, Ungarn, Frankreich, Spanien und jetzt aktuell in Österreich lebte, kommt das Wort Europäer für mich besser an als Deutscher, obwohl ich auch einen Pass mit dem deutschen Pleitegeier:) habe.

Gerade bei der Bereitschaft für eine Fernbeziehung teilen sich oft die Meinungen. Dies sah ich damals an der UNI in Mainz. Für viele wäre ein Umzug 30 Km nach Frankfurt schon eine mittlere Katastrophe gewesen und mit einen Umzug ins Ausland gleichgesetzt.
 
Da würde ich mich schon einmal fragen, ob man die Sprache von diesem Land kann oder ob man bereit wäre diese zu erlernen.

Und mit der Entfernung kommt es immer darauf an, wie gebunden man selber ist und ob bereit ist seine Fesseln zu lösen.
Gut, ich sage immer das ich Europäer bin und kein Deutscher. Da ich im Laufe der Zeit schon in den USA, Ungarn, Frankreich, Spanien und jetzt aktuell in Österreich lebte, kommt das Wort Europäer für mich besser an als Deutscher, obwohl ich auch einen Pass mit dem deutschen Pleitegeier:) habe.

Gerade bei der Bereitschaft für eine Fernbeziehung teilen sich oft die Meinungen. Dies sah ich damals an der UNI in Mainz. Für viele wäre ein Umzug 30 Km nach Frankfurt schon eine mittlere Katastrophe gewesen und mit einen Umzug ins Ausland gleichgesetzt.

Die Sprache ist kein Problem, ihre Muttersprache ist auch meine, auch wenn ich Deutsch noch etwas besser kann :)
Gebunden bin ich theoretisch gar nicht.

Also ich werde jetzt mal sagen, was ich eigentlich vermeiden wollte, da mich eventuell einige dadurch nicht mehr ganz so ernst nehmen werden :D
Ich werde sehr bald erst 23, sie ist 20, wir beide studieren und sind damit noch nicht an einen Job gebunden.
 
Also ich werde jetzt mal sagen, was ich eigentlich vermeiden wollte, da mich eventuell einige dadurch nicht mehr ganz so ernst nehmen werden :D
Ich werde sehr bald erst 23, sie ist 20, wir beide studieren und sind damit noch nicht an einen Job gebunden.
Hm...joa...ich versuche trotzdem, dich weiter ernst zu nehmen.
Zu der neuen Information, dass du 22 bist, sie 20 ist und ihr beide studiert und das sicher noch einige Jahre, denn du wirst hoffentlich nicht mit dem Bachelor dein Studium auf halber Strecke abbrechen, möchte ich anmerken, dass ich die praktische Umsetzung der Fernbeziehung nun noch schwieriger finde.
Ich weiß aus sicheren Quellen, dass ein Studium heute alles andere als ein Gammelleben bedeutet, ein Student, der erfolgreich sein will, arbeitet noch mehr als z.B. ich, nämlich sicher mindestens 70 Stunden / Woche, das schließt auch das Lernen an den WEs mit ein.
Zweitens hast du kaum Geld und eine Studentin in Polen sicher erst recht nicht. Wie wollt ihr je hunderte von Euro monatlich für die Flüge bezahlen ?
Oder willst du mit dem Flixbus fahren ? Ok, das kostet dann vielleicht nur 100 €, aber dafür wirst du für 800 km vielleicht 12 Stunden brauchen und wie gesagt, Zeit hast du ja noch weniger als Geld.

Au wei ! Warum bloß, lieber Malsa ? Versaue nicht dein Studium wegen ein paar Schmetterlingen !
Du sagst
Mit keinem Erfolg "mit" den Frauen meinte ich, dass ich eben kein Glück dabei habe, für mich die Richtige zu finden, es hat mich einfach noch nie eine so richtig fasziniert.
Ok, ich dachte, du bist alt, also mindestens 40 und da hätte ich es schon ein bisschen verstanden, dass du denkst, diese Frau sei ein einmaliger Glücksfall, den du aller Widrigkeiten zum Trotz ergreifen musst, aber so ist die Sachlage doch völlig anders. Du übst also schon seit sagen wir 4 oder 5 Jahren und hast die Richtige vor Ort noch nicht gefunden ? Du liebe Zeit !

Ok, ich weiß, du wirst hinfahren, so sicher wie das Amen in der Kirche, ganz egal, was wir sagen oder dir dein Verstand sagt.
Ich hoffe für dich, dass dieses zweite Treffen so normal, d.h. non-flashing sein wird, wie es erwartbar ist und dass du wieder zu Sinnen kommst.
Ich drücke dir sehr die Daumen, dass du dein Studium nicht leiden läßt.
Alles was am Ende bleibt ist Bildung ( Zitat Grossvater der frei, der im Krieg alles Materielle verloren hat und quasi dein Landsmann gewesen wäre, Ostpreusse ).

w 50
 
Dazu muss man sagen, dass auch eher Beziehungsvermeider Fernbeziehungen suchen. Dann haben sie den Abstand den sie brauchen.

Ich würde tippen, dass sich eher sichere Beziehungstypen überhaupt auf eine Fernbeziehung einlassen können. Denn nur wer fest glaubt, dass eine Beziehung im Laufe der Zeit immer besser wird, der wird das hohe Investestment auf sich nehmen und keine Zweifel am Partner bekommen.

Für den Beziehungsvermeider ist ja die Amivalenz typisch. Und die scheidet aus, wenn man Wochenlang vorher Flugtickets oder Bahntickets buchen muss oder Termine planen soll. Vielleicht kann er oder sie sich eine Fernbeziehung als toll vorstellen, aber in der Realität wird er sehr schnell das Handtuch werfen.
 
Dann sei offen, lass Gefühle zu, sprich mit ihr über alles, was dir wichtig ist und was du wissen willst. Wenn sie dich genau so toll findet wie du sie, dann werdet ihr eine Lösung finden. Gebt euch ein Jahr zum Kennenlernen, sprecht über Wünsche und Träume, bezieht den anderen wo immer es geht in euren Alltag und euer Umfeld ein (Freunde, Familie) wenn es dann immer noch so schön ist und von beiden Seiten passt zieht ihr zusammen. Viel Glück.
 
@frei
Ich werde mein Studium sicherlich nicht verhauen deswegen. Es scheint mir, als würdest du denken, dass ich komplett hin- und weggerissen und nicht bei Sinnen sein. So ist es aber nicht.
Ich versuche das ganze objektiv zu betrachten, genau deswegen will ich ja auch andere Erfahrungen hören.
Und ja, es ist nun mal so, dass ich noch niemanden getroffen habe, der wirklich zu mir passen würde.
Und ich glaube auch nicht, dass es so viele Menschen gibt, die zu einem passen.
Das heißt aber absolut nicht, dass ich die Situation überbewerte. Es ist mir sehr bewusst, dass das nächste Treffen ernüchternd werden könnte. Wenn es so sein sollte, was solls. Aber es gar nicht erst zu versuchen, das wäre doch auch blöd.
 
Dann sei offen, lass Gefühle zu, sprich mit ihr über alles, was dir wichtig ist und was du wissen willst. Wenn sie dich genau so toll findet wie du sie, dann werdet ihr eine Lösung finden. Gebt euch ein Jahr zum Kennenlernen, sprecht über Wünsche und Träume, bezieht den anderen wo immer es geht in euren Alltag und euer Umfeld ein (Freunde, Familie) wenn es dann immer noch so schön ist und von beiden Seiten passt zieht ihr zusammen. Viel Glück.

Ich kann mit ihr doch noch gar nicht über Gefühle reden. Ich will sie ja selbst erst besser kennenlernen. Wenn ich bei ihr eine Woche war und da mehr ist, dann würde ich mit ihr darüber sprechen. Aber jetzt ist das doch noch viel zu früh. Ich brauche selbst noch eine Bestätigung des bisherigen Eindrucks.
 
Und ja, es ist nun mal so, dass ich noch niemanden getroffen habe, der wirklich zu mir passen würde.
Das verstehe ich voll und ganz. So ging es mir auch. Die Partnersuche ist stets auch eine Suche nach den eigenen Wurzeln, etwas heimischen, eine wichtige Gemeinsamkeit. Deshalb würde ich an deiner Stelle dem Ganzen auch auf den Grund gehen; dir wird das sonst nie aus dem Kopf gehen. Es ist immer besser, da eine Antwort, ein ja oder ein nein zu finden, als im Schwebezustand zu sein und sich eine Illusion zurecht zu träumen.

Deine "Freundin" ist im Alter meiner Tochter. Als Mutter würde ich mich für sie sehr freuen, wenn sie den passenden Partner finden würde. Die Ausbildung müsste Priorität haben (dafür zahle ich ja auch, damit sich das Kind mal selbst ernähren kann), aber ich würde ihr Mut machen, eine solche Beziehung einzugehen, wenn sie den Freund so passend findet. Vielleicht könnt ihr euch nicht oft sehen, aber es gibt Semesterferien...und vielleicht funktioniert es ja gut.
 
T

Toi et moi

Gast
Lieber FS, ich sehe da doch mehr Hoffnung. Ihr seid beide noch sehr jung und es gibt sicherlich auch in deinem Gegend auch eine Uni, wo sie ihr Studium weiterführen könnte. Als ich studierte, war es sogar total angesagt auf mehrere Universitäten studiert zu haben. Es machte sich sehr gut im Lebenslauf zu schreiben, dass man bis Vordiplom in Uni1 und danach in Uni2 war. Außerdem gab es in meiner Zeit auch Auslandsstudium, wo viele Studenten für ein Jahr ein Auslandsjahr an einer anderen Uni studierten. Außerdem hat man als Student Sommer- u. Wintersemesterferien, insgesamt so 3-4 Monate Semesterferien. Also unter der neuen Informationen denke ich, dass Ihr doch die 2 Jahre überbrücken könnt.
 
Es ist wichtig, dass du ihr all die Gedanken, Überlegungen und natürlich damit verbundenen Gefühle, die du hier im Forum durchblicken lässt, mitteilst. Auch wenn die sich beim Kennenlernen ändern können. Schwächer werden oder stärker. Worauf willst du warten? Höre auf dein Herz, hab Vertrauen und riskier mal was.
 
...in deinem Gegend auch eine Uni, wo sie ihr Studium weiterführen könnte...bis Vordiplom in Uni1 und danach in Uni2 war. ... Auslandsjahr an einer anderen Uni ...insgesamt so 3-4 Monate Semesterferien.
Sie ist Polin, sie bekommt hier kein Bafög und ihre Eltern werden wegen des erheblichen Preisgefälles zwischen Deutschland und Polen ihr nicht genug Geld geben können für ein Leben in Deutschland.

Heute gibt es den Bachelor und wenn man den hat, bewirbt man sich ganz neu auf einen Masterstudienplatz. Da sind die Aufnahmebedingungen noch härter als für den Bachelor.
Bei meiner Tochter gab es für ca. jeden zehnten Neu-Bachelor einen Masterstudienplatz.
Dass die junge Frau nun gerade am Studienort von Malsa etwas bekommt, ist höchst unwahrscheinlich.
Außerdem kann sie kein Deutsch, die beiden sprechen polnisch miteinander.

Sie könnte sich um ein Stipendium an der Uni von Malsa bemühen, es wäre aber sicher wie ein Sechser im Lotto, wenn sie es bekäme.

Semesterferien ? Das Wort gibt es nicht, das heißt 'vorlesungsfreie Zeit'. In der werden Klausuren und Hausarbeiten geschrieben, Repetitorien besucht, Praktika absolviert. Meine Tochter macht sich pro Jahr zwei- oder dreimal für je eine Woche frei, um kurz in Urlaub zu fahren und auch das will wohlorganisiert sein.

Ich fürchte, du hast nicht mitbekommen, dass heute an der Uni ein anderer Wind weht als zu unseren Zeiten.
Die Leute, die feiern und ihre Semesterferien genießen, hören früher oder später auf. Manche immerhin erst, wenn sie wenigstens den Bachelor haben, was ihnen immerhin später einen bescheidenen Berufsweg eröffnet wie z.B. eine kaufmännische Ausbildung.
Bei meiner Tochter sind neun von zehn nicht mehr da.

w 50
 
@Camille
Das sehe ich auch so. Vielen Dank für deine Worte :)

@Toi et moi ja das mit den Semesterferien macht Hoffnung, da kann man tatsächlich sehr viel Zeit miteinander verbringen :)
Ob ein Hochschulwechsel infrage kommt, das wird sich dann zeigen, aber das meinte ich eben damit, dass ich theoretisch nicht gebunden bin.
 
Ich würde auch sagen, probiere es-du wirst dem ganzen sonst noch nachhängen und wie hier geschrieben wurde, sonst einem inneren Trau,bild nachhängen. Fernbeziehung unter Studenten sollte doch möglich sein. Und wenn es doch nicht so toll ist, kannst du einen Haken dahinter setzen.
 
Es gibt einen Thread ob Jugendliche es besser machen. Hier erkennt man sozusagen den Generationskonflikt...
Was sollen wir Dir raten, die aus Liebe zb falsche Entscheidungen getroffen haben...die nicht mal eben rückgängig zu machen sind.
Ich gehöre zb zu denen, die kurz vor dem Examen das Studium abgebrochen haben
Ok so eindeutig war meine Dummheit nicht, ich wollte ja nicht abbrechen sondern nur pausieren...
Was sollte ich also meinen Söhnen in Deiner Situation raten? Und was hätte ich ggf meinem Bruder geraten, als ich Anfang 20 war?
Liebe besiegt alles!( Anfang 20)...ne zu viele Risikofaltoren!( Mit 50)
Und schon vor über 1000 Jahren musstem alle ihre eigenen Entscheidungen treffen auch die falschen.
Nimm die Bedenken als: hol zwischendurch mal Luft und schau auf die Situation. Wenn es Dir mal nicht gut geht, denk an uns und überlege ob es in eine Richtung geht, vor der Du gewarnt wurdest und entscheide nicht sus Trotz sondern mit verstand.
Ich wäre nämlich gerne noch mal so verknallt dass ich Jahre genießen ohne immer abzuwägen.
Ich finde die Jugend sollte diese genießen und benutz den Kopf bei schwer wiegenden Entscheidungen.
Viel Glück
 
Was sollen wir Dir raten, die aus Liebe zb falsche Entscheidungen getroffen haben...die nicht mal eben rückgängig zu machen sind.
Ich gehöre zb zu denen, die kurz vor dem Examen das Studium abgebrochen haben
Toller Beitrag liebe Pixi.
Genau das trifft's.
Malsa muss seine eigenen Erfahrungen sammeln und dann auch mit den Folgen leben.
Ja, junge Leute entscheiden anders als wir, was einfach vollkommen logisch und in der Natur der Sache begründet ist.
Jedem ist klar, dass kleine Kinder auf die Straße rennen oder auf die heiße Herdplatte fassen, einfach weil sie die Folgen nicht erkennen können und gute Eltern helfen ihren Kindern dabei, alle Erfahrungen selbst zu sammeln, weil die den Kindern sehr viel weiter helfen, als wenn sie es nur theoretisch vermittelt bekommen.
AUSSER den Erfahrungen, die Folgen von hoher Tragweite haben könnten, wie das Aufdiestrasserennen. Hier hindern gute Eltern ihre Kinder, diese Erfahrung kann man nicht machen, da hilft nur die Theorie.

Um was handelt es sich bei Malsa ? Hohe Tragweite oder nicht ?
Ok, in einem Monat mal für eine Woche hinzufahren birgt kein Risiko. Er verliert ein bisschen Geld und ein bisschen Zeit und gewinnt eine echte Erfahrung. Also ja, unbedingt hinfahren, Erfahrung sammeln.

Wir Alten hier denken, dass er die Sache naiv angeht und falsch einschätzt. Aber was ist falsch ? Aus seiner Sicht ist es richtig, es zu versuchen.
'Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz.
Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand' (Theodor Fontane. Es gibt viele Varianten dieses Zitats, mir gefällt das von Fontane am besten. )

Immerhin erkennt Malsa die Fallstricke...wobei, hm...er denkt auch, dass er in den Semesterferien viel Zeit für die Frau haben würde...nun, er ist doch aktuell Student, er müsste es wissen, dass das nichts wird. Oder er will nicht viel erreichen, irgendwie durchkommen und mit einer zwei oder gar drei im Bachelor die Uni verlassen ist vielleicht sein Weg. Nicht jeder will in die Chefetage, was vollkommen legitim ist.

w 50
 
@frei
Mit dem Hochschulwechsel für sie hast du schon recht.
Aber die vorlesungsfreie Zeit unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule, sogar von Studiengang zu Studiengang. Bei uns beiden ist es so, dass die Klausuren alle innerhalb der ersten beiden Wochen der vorlesungsfreien Zeit stattfinden. Das bedeutet sehr viel Stress in den Wochen davor, in denen wir zugleich Vorlesungen besuchen und schon intensiv lernen müssen, aber dafür haben wir dann tatsächlich auch gut zwei Monate komplett frei :)
 
T

Toi et moi

Gast
Lieber FS,
kennst Du Jeff Bezos? Er ist der Gründer von Amazon. Als er sich selbstständig machen wollte, hat er darüber mit seinem Chef geredet und sein Chef hatte ihm abgeraten, Amazon zu gründen. Es würde nichts bringen und ist sowieso etwas für Leute, die nicht so klug sind wie er. Nun, 20 Jahre später ist Amazon eine von den erfolgreichsten Firmen der Erde, Jeff Bezos ist der reichste Mann der Welt und ist dabei das Weltall zu erobern...... Es gibt Millionen Beispiele wie er, es ist kein Einzelfall.
Gut, ich schätze Fontane sehr aber nur weil er die Frust der Frauen eine Stimme gab....... aber zu deinem Thread passt eigentlich auch ein Zitat von "Man in Black": Vor 500 Jahren hat jeder Mensch gewusst, dass die Erde flach ist und vor 15 Minuten haben sie gewusst, dass die Menschen auf diesem Planeten unter sich sind. Stellen Sie sich nur mal vor, was sie noch alles wissen-morgen.
In diesem Sinne, lass dich nicht entmutigen, probiere es einfach und wir sehen weiter was passiert. Vergiss nicht: All you Need is love ;-).
 
Bei meiner Tochter gab es für ca. jeden zehnten Neu-Bachelor einen Masterstudienplatz.
Oder man macht ein Auslandsstudium in Österreich. Ich erlebe es jedes Jahr bei unseren Werkspraktikanten. Früher dachte ich bei dem Wort Auslandstudium eher an London, Paris, Madrid, usw. aber durch die EU bekommt ja auch diese Zuzahlung, wenn man in Wien ist.

Und das mit Sprache, was ich schon angesprochen habe, ist eher wichtig für den FS. Die Frau spricht Deutsch und Polnisch und eventuell sogar noch Russisch, Englisch usw.

Für den FS wäre es wichtig auch Polnisch zu sprechen oder zu erlernen. Ich habe es sehr oft festgestellt, wenn Deutsche mit einer spanischen Frau liiert sind und kaum Spanisch sprachen. Es war immer der Anfang vom Ende der Beziehung. Dies hat auch etwas mit der Achtung der betreffenden Person zu tun. Wäre ich mit einer Polin, Schwedin, Finnin, usw. zusammen, dann erlerne ich die jeweilige Sprache. Nicht wegen mir, sondern wegen dem Respekt vor ihrer Familie.

Vielleicht bin ich eher außergewöhnlich und da ich schon Englisch, Französisch, Spanisch und Ungarisch spreche, würde es mich reizen eine neue Sprache zu erlernen und wo kann man es besser als im dem jeweiligen Land und hat seine eigene Lehrerin. Man sitzt zusammen und die Frau spricht Deutsch und ich Polnisch und am Ende lernen beide etwas davon. Da meine Exfrau Spanierin war, spreche ich etwas von dem ich viel Erfahrung habe. Das Beste, was ich in Vergangenheit erlebte, war das im Restaurant in Frankfurt, der Kellner uns auf Spanisch ansprach, obwohl meine Exfrau ihre 2. Dissertieren auf Deutsch schrieb und ich einen deutschen Pass habe. Damit zog sie mich immer auf. Schreibe erst einmal eine Dissertation aus Spanisch und dann reden wir weiter.:)
 
Fernbeziehung? Nie, nie wieder! Ich hatte eine Fernbeziehung, habe ein Wochenendgesicht kennengelernt. Wenn wir uns am Wochenende und im Urlaub gesehen haben, war alles schön. Wenn ich bei ihm war, war seine Wohnung frisch geputzt, er hat morgens Frühstück gemacht und Brötchen geholt und war der umgegänglichste und freundlichste Mann.

Dann bin ich zu ihm gezogen. Plötzlich war Hausarbeit Frauensache, aus dem Bett kam er nur noch nach ewig dauerndem Weckritual, wenn ich Brötchen wollte, wußte ich ja, wo der Bäcker ist und die Umgänglichkeit hatte sich plötzlich in "ich mach hier mein eigenes Ding, wenn es dir nicht passt..." verwandelt.

Irgendwann habe ich ihn gefragt, warum er am Anfang ein anderes Bild präsentiert hat. Antwort: Jetzt wohnst du bei mir, warum soll ich mir da noch Mühe geben? Das macht man doch nur in der Werbungsphase.

Ich war entsetzt, als ich sein wahres Gesicht kennengelernt habe. Dieses Verstellen funktioniert, weil man sich so selten sieht.
 
Ich hatte 2 längere Beziehungen und beide waren Fernbeziehungen (in der ersten Beziehung: die letzten 2-3 Jahre, die 2. die gesamte Zeit über). Die Entfernung lag jeweils ca. bei 325-350km. Alles bis 100km ist aus meiner Sicht keine wirkliche Fernbeziehung.

Es kann viele Monate, wenige Jahre sehr gut laufen. Solange es passt, ist mir die Entfernung und die Dauer einer Fernbez. grundsätzlich egal. Es gibt keine allgemeingültige Formel für den richtigen Zeitraum. Irgendwann kommt der Punkt, wo man sich (aber) zu einer Entscheidung durchringen muss, ob man sich geografisch annähert. Ansonsten können minimale Ungereimtheiten, kleine Reibereien schnell zu größten Unstimmigkeiten führen und die Beziehung rasant - wie im freien Fall - abkühlen lassen. Der Zeitpunkt ist entscheidend, wann man diese "Beziehungsform" abändern will, d.h. die Entfernung minimiert oder zusammenzieht, und sich annähert. Der richtige Zeitpunkt ist schwer zu erkennen.
 
@Toi et moi
Klar, man muss Dinge probieren. Wer weiß, wie viele großartige Dinge nie entstanden sind, weil jemand das Risiko nicht eingehen wollte. Aber über Misserfolge bekommt man leider auch nur wenig mit.

Immerhin geht es hier aber wie gesagt gar nicht um das Eingehen eines Risikos, schließlich habe ich ja nicht vor, meinen Bildungsweg zu verlassen.

@Magnus
Da hast du was falsch verstanden, ich spreche Polnisch perfekt, sie nur ein wenig Deutsch. Die Sprache ist somit kein Problem.

@mariga
Nun ja, dann hast du jemanden kennengelernt, der eben etwas vorgaukeln wollte. Aber das spricht ja nicht allgemein gegen eine Fernbeziehung. Klar bietet sie eher die Möglichkeit, sich als jemand anderes zu präsentieren, als der, der man wirklich ist. Aber ich glaube dieses Problem betrifft auch normale Beziehungen, sobald man zusammenzieht.

@Escamillo
Ist es bei dir etwa an dem, was du beschreibst, gescheitert?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
@mariga
Nun ja, dann hast du jemanden kennengelernt, der eben etwas vorgaukeln wollte. Aber das spricht ja nicht allgemein gegen eine Fernbeziehung. Klar bietet sie eher die Möglichkeit, sich als jemand anderes zu präsentieren, als der, der man wirklich ist. Aber ich glaube dieses Problem betrifft auch normale Beziehungen, sobald man zusammenzieht.
Du hattest doch nach Erfahrungen mit Fernbeziehungen gefragt, oder? Das war meine. Ich wollte nur aufzeigen, dass die Gefahr besteht, dass man sich bei Fernbeziehungen möglicherweise nicht richtig kennenlernt, weil man keinen Alltag lebt.

Und nein, ich glaube nicht, dass das mit einer normalen Beziehung vergleichbar ist. In der Regel trifft man sich häufiger, wenn man den Partner in der Nähe hat, dauernd verstellen ist schwerer und negative Eigenschaften sind schneller erkennbar.
 
Lieber FS,
ich führe eine Fernbeziehung über 800 km. Wir sehen uns an jedem Wochenende, d.h. jedes WE Flugtickets und ein Zweitwagen steht auch am Flughafen (Auto gekauft und Kosten für Dauerparkplatz sowie Betriebskosten) und Arbeitszeit verringert (niedrigeres Gehalt), damit wir mehr Zeit zusammen haben - also ein kostspieliges Vergnügen, dass sich nicht jeder leisten kann.
Zudem kommt hinzu, dass ich meine sozialen Kontakte an meinem Wohnort nur noch sehr schwer pflegen kann, weil ich ja unter der Woche arbeite.

Es ist meine 3. Fernbeziehung.
Zweimal bin ich umgezogen, um die Fernbeziehung in eine richtige Beziehung umzuwandeln. Beide Male begann in der Fernbeziehung auch das Kennenlernen und beide dieser Beziehungen scheiterten, weil wir uns aus der Ferne nicht kennenlernten sondern Irrtümer übereinander ansammelten.

In die dritte Fernbeziehung bin ich anders gerutscht - ich wollte eigentlich keine Fernbeziehung mehr. Ich war 3 Monate vor Ort, wir trafen uns täglich, lernten uns kennen und erst dann musste ich zurück. Da kannten wir uns so gut, dass der Wunsch, es zusammen zu versuchen bereits eine Grundlage hatte.
Start des Kennenlernens über eine Fernbeziehung würde ich nie wieder machen.
 
In die dritte Fernbeziehung bin ich anders gerutscht - ich wollte eigentlich keine Fernbeziehung mehr. Ich war 3 Monate vor Ort, wir trafen uns täglich, lernten uns kennen und erst dann musste ich zurück. Da kannten wir uns so gut, dass der Wunsch, es zusammen zu versuchen bereits eine Grundlage hatte.
Start des Kennenlernens über eine Fernbeziehung würde ich nie wieder machen.

Das ist nochmal etwas anderes, denn das war rein zufällig das Treffen und vor Ort. Das war nicht geplant.

Für mich käme eine Fernbeziehung nicht mehr in Frage. Meine letzte ging ca. 3,5 Jahre und es war anstrengend. Man sah sich nur am Wochenende und dann aufgrund der Fahrerei nur ca. 2 Tage (Freitag abends bis Sonntag mittag). Am Wochende kann man eben die Freundschaften nicht pflegen, wodurch diese vernachlässigt wurden. Man freute sich nur auf das Wochenende und musste die Woche überstehen, trotz Sehnsucht.

Das ist eben nicht meine Vorstellung einer Beziehung, da ich mehr Nähe brauche. Da reichen Telefonate und skypen nicht aus, da mir das körperliche fehlt. Und die Abschiede waren auch nicht so toll.
Überlege dir das gut, ob du das wirklich machen willst. Wenn du da emotional verstrickt bist, dann gibt es kein zurück mehr.

Die meissten Leute die ich kenne, möchten das nicht mehr oder da ging es dann auseinander. Man sah sich nur am Wochenende und konnte sich nicht richtig kennenlernen, also den Alltag miteinander leben. Vielleicht hätte man dann schon vorher gemerkt, dass man gar nicht zusammen passt., wenn diese Fernbeziehung nicht wäre.

Wenn ich jetzt einen Partner hätte und dieser würde aus beruflichen Gründen dann pendeln, wäre es sicherlich nochmal anders. Wenn die Beziehung gefestig ist, dann ist es nochmal anders als sich neu kennenzulernen über die Distanz.
 
ich kann dir von meiner Seite aus auch nichts positives berichten auch aus dem Bekanntenkreis.
Du bist Student und da ist tatsächlich weniger Zeit, als wenn du berufstätig bist. Die Wochenden hatte ich meisstens gelernt, weil unter der Woche kaum Zeit war. Die Klausurphase ist auch nochmal happig. Durch den Bachelor muss das Studium in weniger Zeit bewältigt werden.

Das solltest du alles bedenken.
Man sollte sich da vorher auch Gedanken machen, wer zum wem zieht, wenn es soweit ist.
Wenn sie nicht nach Deutschland möchte, dann müsstest du nach Polen.

Gut du bist jung, daher kannst du es ja wagen und schauen wie es wird. Die Entfernung wäre für mich jetzt ein Ausschlusskriterium.
 
jedes WE Flugtickets und ein Zweitwagen steht auch am Flughafen (Auto gekauft und Kosten für Dauerparkplatz sowie Betriebskosten) und Arbeitszeit verringert (niedrigeres Gehalt), damit wir mehr Zeit zusammen haben - also ein kostspieliges Vergnügen
Unter dem Strich scheint es sich aber dennoch zu rechnen, sonst würde man es ja nicht machen (sagt zumindest das Finanzamt und noch einige andere materiell orientierte Geister). Interessant wird es erst, wenn die Fernbeziehung in der Summe mehr kostet als sie gehaltsmäßig einbringt. Und so die Frage aufwirft, warum die belastende Situation eigentlich aufrechterhalten werden muß. Will der/die andere mich nicht in seiner/ihrer Nähe? Sind die Aussichten auf einen Karrieresprung, der die Bilanz wieder ins Positive dreht, zugleich aber die Situation weiter zementiert, wichtiger als das Zusammenleben? Wenn man diese Frage mit ja beantworten muß, sollte man die Beziehung vielleicht besser lösen oder erst gar nicht eingehen.
 
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