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  • #1

Welche Entfernung ist bei der Partnersuche noch ok?

Hallo,

ich bin mehr und mehr überrascht, wie (in meinem Fall von den Damen) das Thema Entfernung gehandhabt wird.
Sicherlich, bei einer Distanz von mehr als 300km kann ich gewisse Zweifel verstehen. Bei 150km und weniger bin ich allerdings der Meinung, daß das, gerade auch bei einer Partnersuche über das Internet, in jedem Fall noch akzeptabel ist - erst recht, wenn das Profil der anderen Person sympathisch wirkt.

Daß der wünschenswerteste Fall ist, jemanden in der nächsten Querstraße kennenzulernen, ist doch völlig klar. Auch für mich wäre das der Idealfall. Nichtsdestotrotz sind wir doch fast alle genau deswegen hier angemeldet: weil wir dieses Glück eben bislang nicht hatten. Und daher frage ich mich nun schon, warum man sich im Internet auf Partnersuche begibt, wenn der Suchradius, überspitzt gesagt, doch spätestens am Ortsausgangsschild des Nachbardorfes endet.

Mir ist auch klar, daß das vielleicht dann, wenn bereits "Anhang" existiert, nicht mehr so leicht ist. Aber bei ledigen, kinderlosen Singles bis +/- 40 hätte ich schon mit etwas mehr Flexibilität gerechnet.

Wie seht und handhabt Ihr das? Was ist für Euch ok und gibt es Fälle, in denen Ihr schon trotz Zweifeln über Euren Schatten gesprungen seid? Was habt Ihr dann für Erfahrungen gemacht? Falls negativ: war es "nur" die Entfernug oder ging es um andere Dinge?

m/32
 
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  • #2
Viele Frauen sind vorsichtig und wollen sich aus gutem Grund auf keine größeren Distanzen einlassen. Es gibt nämlich viele Männer, die ihre Bindungsunfähigkeit oder ihre Bindungsunwilligkeit in Fernbeziehungen ausleben.

Die "Partnerin" ist dann praktischerweise immer weit weg und er kann sicher sein, dass sie ihm nicht überraschend zu nahe auf die Pelle rückt mit ihrem Nähebedürfnis, das ihm so viel Angst macht und ihn in die Flucht treibt. Er kann dann davon ausgehen, dass man sich nur am WE sieht und muß nicht immer wieder erklären, warum er keine weitergehende Nähe wünscht. Irgendwann gehen die schlüssigen Begründungen aus. Da ist es besser, die Distanz gleich von Anfang an in die Fernbeziehung einzubauen.

Manche führen aus dem oben genannten Grund auch parallele "Beziehungen" mit mehreren ahnungslosen Frauen oder Männern. Ein solches Konstrukt läßt sich in einer Distanzbeziehung besser und länger verheimlichen. Wer möchte sich schon in einer solchen Lage wiederfinden?
 
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  • #3
Ne.. ich möchte nicht länger als 30min fahren um meine Partnerin zu sehen. Aber ich hatte auch schon FB (500km) und das wird nie wieder in Frage kommen. In sämtlichen FB hing das "sehen" nämlich von mir ab, ob ich ins Auto gestiegen bin damit man sich sieht.
Auch kann man sich dabei nicht richtig kennenlernen oder Alltag erleben.... alles was über 30km weg ist ein NoGo!
 
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  • #4
Ich hab eher Gegenteilige Erfahrungen gemacht. Ich schreibe eigentlich auch nur Frauen aus einem Umkreis von 50km an weil es einfacher ist. Aber ich werde durchaus auch häufiger von Frauen angeschrieben, die in mittlerer Entfernung von 200 bis 300km liegen. Ich find das durchaus noch akzeptabel, zumindest in einer Übergangszeit, aber früher oder später sollte man ja schon zusammenziehen. Daher diese Frauen mich anschreiben scheint es nicht pauschal weiblicher Vorbehalt zu sein, ich wildere im Altersbereich von Anfang bis Ende 20, vielleicht sind die offener und flexibler als ältere Frauen.

Mein Dilemma scheint sowieso die Tatsache zu sein, dass ich die besten und nettesten Kontakte immer mit Frauen aus den alten Bundesländern hab, selbst aber aus den neuen komme. Da ist von Haus aus immer eine ziemlich große Distanz zwischen beiden. Aber wenn der Kontakt sehr positiv verläuft, fahr ich auch mal hin und daher mich nicht so extrem viel hier hält, würde ich auch in betracht ziehen umzuziehen. Aber bisher hat die Notwendigkeit nicht bestanden. Aber mein momentan mit abstand bester Kontakt wohnt auch wieder 200km weit weg und natürlich in den alten Bundesländern. Naja, thats life, wenn sie aus dem Urlaub wieder da ist, fahr ich mal hin.
 
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  • #5
Da geht es primär um die Spritkosten, da bin ich ganz sicher..
Das können sich viele Damen dieser Altersgruppe schlicht nicht leisten. Wir wir gerade aus der Presse erfahren haben, verdient 1/3 der Deutschen weniger als 2.500 Brutto.
Da Frauen im Schnitt ohnehin ca. 22% weniger verdienen, als männliche Kollegen in gleicher Position mit gleicher Ausbildung, möchte ich nicht wissen, wie die oben genannte Quote getrennt nach männlich/weiblich aussieht..

Mich selbst stört es nicht, ich steige zum Daten bequem in ein Flugzeug wenn ich Lust dazu habe.
Das kann aber nicht jeder bezahlen.

Ob `zeitliche` Probleme vorgeschoben werden..? Das lasse ich mal dahingestellt..
Wenn Du mich fragst, Kohle, nix weiter..
w/48
 
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  • #6
Moin moin,
meine Erfahrung hab ich mit entfernungsbedingten Ablehnungen ab zirka 300 km gemacht. Allerdings suche ich auch nicht über die angrenzenden Bundesländer hinaus weil mir 12 Jahre, gefüllt mit Fernbeziehungen, einfach genug sind.
Nichts desto trotz würde ich persönlich ein sympatisches Anschreiben aus einer größeren Entfernung nicht abweisen aber sehr schnell klären ob denn überhaupt die Möglichkeit besteht sich so häufig zu sehen wie das gewünscht ist. Das ist bei 150 km schon nicht so einfach wenn man an Job, Freunde und Familie denkt.
Ich denk in diesem Fall spielt auch meine "Fernerfahrung" eine große Rolle aber 150 km sind doch fast um die Ecke ;-)

m/30
 
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  • #7
Lieber FS,

ja das (leidige) Thema Entfernung bzw. Fernbeziehung. Glücklicherweise finden immer mehr Singlebörsen Zuspruch und dementsprechend viele Mitglieder, womit gewährleistet sein dürfte, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist in der Region jemand passenden zu finden bzw. gefunden zu werden.

Ich für meinen Teil habe das immer so gehandhabt. Ein Kandidat der nicht aus der unmittelbaren Umgebung (bis max. 50km) kam, musste mich vom Profil und von den Bildern/der Optik her derart überzeugen das mir die Entfernung erstmal egal war. Nach weiterem schriftlichen Kontakt sowie dem ein oder anderen Telefonat hat man dann ein Treffen vereinbart. Fakt ist eben, desto weiter die Entfernung desto komplizierter scheint schon die Verabredung zum ersten Date zu sein. In den meisten Fällen wo ich mich im Suchradius über weiter als 100km hinausgewagt habe war die Anspruchshaltung meinerseits an meinen Datepartner viel zu groß und überzogen. Daher hätte bei mir sofort beim ersten Date der "Blitz" einschlagen müssen um mir weiterhin Gedanken bzw. die Mühe zu machen diesen Kontakt zu vertiefen. Komischerweise hat dieser besagte Blitz während meiner aktiven Online-Suche 2x eingeschlagen - und diese Herren wohnten eben nur zwischen 40 und 50 km von mir entfernt. Gehalten haben die Beziehungen aber auch nicht ;-)

Für viele ist es eben auch wichtig sich auch unter der Woche (spontan) zu sehen bzw. sehen zu können und das ist meiner Meinung nach bei einer Entfernung von mehr als 50km aufgrund Arbeit, Hobbys und sonstigen Verpflichtungen einfach nicht möglich. Viele wissen auch schon vorher das es mit Konflikten einhergehen wird sobald es langfristig um Zukunftsplanung bzw. -gestaltung geht. Was in unserem Alter auf jeden Fall ein Thema ist.

Komischerweise habe ich nun im Real Life einen sehr netten und attraktiven Mann kennengelernt bei dem sich nach kurzer Unterhaltung rausgestellt hat das er 200km entfernt wohnt aber hier zu Besuch bei seiner Schwester ist. Er gefällt mir sehr und entgegen meiner Abneigung zu Fernbeziehungen (weil ich ein "Nähe-Mensch" bin) möchte ich schauen was sich daraus entwickelt. Er ist sehr bemüht und wir haben in den nächsten 3 Wochen bereits 2 verlängerte WE vereinbart. 1x fahre ich zu ihm und 1x er zu mir. Im Moment ist es bei uns beiden auch aufgrund Studium bzw. Weiterbildung sehr passend es erst einmal auf die WE und abendliche Telefonate zu beschränken.

Lieber FS es wird sich einen Dame finden die sich mit einer größeren Distanz anfreunden kann bzw. diese evtl. sogar sucht. Bleib dran... das wird schon.

w/28
 
  • #8
Ja, was wäre das für ein Zufall/Schicksal, wenn man seinen Partner immer da findet, wo man wohnt? Das ist wenig wahrscheinlich und von daher ist es in dem Moment, wo ich jemanden suche schon widersprüchlich, wenn ich dann nur bis zur nächsten Hausecke gucke.
Es pauschal wenig flexibel zu nennen, würde ich es aber nicht. Bei jeder Entfernung stellt sich bei einer festen Beziehung und den Zukunftsplänen irgendwann die Frage, wo, wann und wie man zusammen leben kann - wenn man sich, wie in den meisten Fällen, eine klassische Beziehung wünscht.
Und je nach Familienstand und beruflicher Bindung, genauso wie Heimatverbundenheit, Freundes- und Familienkreis usw. wird es meistens schwieriger eine Beziehung auch räumlich zusammen zu führen, je weiter man auseiander wohnt. Wohnt man dagegen in der Nähe, kann man sich jedoch häufig in der Mitte treffen oder sich noch für den Wohnort des anderen entscheiden.

Und warum fernbeziehungen scheitern sind die gleichen Gründe wie bei normalen Beziehungen, außer, dass es sich extremer ausgestalten könnte. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass allein wegen der Entfernung Fernbeziehungen scheitern, weil es dann nämlich genau an den o. g. Punkten haken kann.

Jeder muss sich letztlich diese Frage selbst stellen: käme eine Fernbeziehung in Frage und wenn ja, für welche Dauer und welche Möglichkeiten bestünden diese "zusammen zu führen"?

Nach einer Fernbeziehung mit über 1000 km (Ausland) habe ich online auch abgeblockt auch nur in Erwägung zu ziehen ein erstes date zu vereinbaren, wenn derjenige mehr als 100 km weit entfernt wohnte... Und traf ich mich doch, war es spätestens für das 2. date der Grund abzusagen...
Was wäre, wenn es richtig gefunkt hätte, wüsste ich aber auch nicht, wobei ich glaube, dass ich dann auch sehr schnell die Frage gestellt hätte, ob das eine gemeinsame Zukunft haben kann...
 
  • #9
Lieber Fs, Jetzt hast Du schon ein paar Antworten. scrollst Du duch die alten treads zu diesem hema wirst Du merken dass es im Grunde genommen immer dasselbe Thema ist: Da wird auf einmal verbindlichkeit gefragt, man muss einen gewissen Aufwand betreiben was so-lala Beziehung gleich mal ausschliesst.

Hey- und wo kämen wir denn hin wenn wir für die Partnerschaft ein wenig Aufwand betreiben müssten? Geht ja gar nicht. Das machen wir natürlich für irgendeinen Job auch wenn er uns nervt aber wenns ein paar Kröten mehr gibt nimmt man schonmal lange Fahrwege oder einen Umzug in Kauf. Aber um Himmels willen doch nicht für einen geliebten Menschen....

und liebe #4, w48... haste mal wieder raffiniert Deine Vorurteile untergebracht...
Da Frauen im Schnitt ohnehin ca. 22% weniger verdienen, als männliche Kollegen in gleicher Position mit gleicher Ausbildung, möchte ich nicht wissen, wie die oben genannte Quote getrennt nach männlich/weiblich aussieht..
Das ist völliger Schwachsinn. Kann sich Heute keiner mehr erlauben, da schaut auch der Betriebsrat sehr eng drauf.. Die Unterschiede sind vor allem da weil Frauen gerne einen Bogen um grössere Reisetätigkeiten machen oder eben unterbrochene Erwerbslinien haben, also in demselben Alter oftmals weniger Berufserfahrung. Dazu noch der höhere Anteil an Teilzeit und schon haben wir eine Statistik die in die politische überzeugung passt.
Ich gehe jede Wette dass die Sprit/Bahnkosten damit nix zu tun haben. EIn Abo bei EP gibts auch nicht für lau, wer sich das leisten kann schafft es auch im Monat 2x zur Liebe zu fahren ohne H4 anheim zu fallen.
 
  • #10
Für mich ist eine Entfernung von unter 30 min fahrt gerade noch akzeptabel. Ich möchte keine Fernbeziehung sondern ich möchte mich abends treffen können und auch vom Partner aus zur Arbeit fahren können. Da ich in HH wohne sollte das auch möglich sein und ist die Fahrtzeit nicht unbedingt das Gleiche wie die Entfernung. 150 km wären für mich nicht tragbar und mit der suche im Netz hat das für mich gar nichts zu tun. Nur mit der persönlichen Entscheidung ob FB oder nicht.
 
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  • #11
Ja, was wäre das für ein Zufall/Schicksal, wenn man seinen Partner immer da findet, wo man wohnt? Das ist wenig wahrscheinlich und von daher ist es in dem Moment, wo ich jemanden suche schon widersprüchlich, wenn ich dann nur bis zur nächsten Hausecke gucke.

Fragt sich aber, warum es bis vor ca. 15 Jahren in der Vor-Internet-Ära dennoch genauso viele Paare gegeben hat wie heute, wenn nicht sogar mehr.
Vielleicht ist es ja eher so, dass Menschen die im Internet suchen, das Klientel in den Singlebörsen quasi als das einzig existente ansehen. Fakt ist jedoch, dass immer noch die meisten Menschen sich im täglichen Alltag finden und hier zumeist von derselben "Scholle" stammen.
Und auch wenn ich im Netz suche, heißt das noch nicht, dass ich bereit sein muss über einen gewissen Radius herauszugehen. Ich möchte in einer Beziehung leben und sie nicht als einen Punkt in meinem Leben hinzufügen, der einmal in der Woche oder seltener ausgelebt wird.
Das muss jeder für sich entscheiden.

w/42
 
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  • #12
Zwischen der nächsten Querstrasse und einer größeren Entfernung gibt es ja durchaus noch etwas dazwischen.
Ich befinde mich seit 6 Jahren in einer Fernbeziehung, bei einer Entfernung von ca. 100 km. Damals erschien es mir nicht so weit, mittlerweile würde ich sagen, es war ein großer Fehler. Diese 100 km lassen keine spontanen Treffen mehr zu. Das kostet auf Dauer sehr viel Zeit, Energie und Geld. Bei dieser Entfernung sprechen wir schon von völlig verschiedenen Umgebungen, was auch keinen gemeinsamen Freundeskreis usw. mehr zulässt.
Ich denke mittlerweile immer öfters über eine Trennung nach, da ein Zusammenziehen nach vielen Gesprächen und Diskussionen aus diversen Gründen aufgrund der Entfernung immer weiter in die Zukunft geschoben wird.
Ich würde mich nie wieder bewusst auf sowas einlassen. Der Partner sollte in maximal einer halben Stunde erreichbar sein (30 km). Spontane Treffen ermöglichen soviel mehr Leichtigkeit und Flexibilität in einer Beziehung, der gefühlte Unterschied ist enorm. Und bei einem späteren Wunsch des Zusammenziehens muss keiner seine gewohnte Umgebung / Job usw. aufgeben.

Zwischen 30 km und 100 km liegen schon völlig verschiedene Beziehungsformen, das muss einem bewusst sein.

m45
 
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  • #13
Man sollte "Entfernung" nicht an einer Distanz in Kilometern festmachen, sondern lieber am Zeitaufwand. In der tiefen Provinz können schon 60 km eine Stunde Fahrzeit bedeuten, zwischen zwei Großstädten mit ICE-Verbindung sind dagegen auch 150 oder 200 km kein Problem - und werden von manchen Pendlern täglich zurückgelegt - in weniger als einer Stunde Fahrzeit. In Berlin kannst du von einem Ende zum anderen auch längere Zeit unterwegs sein, und es sind Luftlinie nur 15km - die räumlichen Bedingungen sind einfach zu verschieden. Aus meiner Sicht ist alles praktikabel, was sich im Rahmen von 1,5 Stunden Haus-zu-Haus bewegt. Das lässt sich auch mal ganz spontan realisieren.
 
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  • #14
Ich suche bis zu 200 km, nicht weiter. Wobei es auch darauf ankommt, wie die Verbindungen sind. 200 km auf der Autobahn oder mit ICE ist ok, 200 km über Landstraßen und Dörfer bzw. mit der Bahn und 2 x umsteigen, das geht nicht, das dauert mir einfach zu lang.
Viele meine Datepartner sind schon in Rente, da ist das zeitliche Problem nicht mehr so groß und irgendwann könnte man dann auch näher zusammenziehen. Außerdem bin ich Lehrerin und könnte in den Ferien dann auch flexibel sein.
 
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  • #15
#1 hat schon eine sehr gute Erklärung geliefert. Da sehr viele (ich sage nicht alle) Männer hier doch nur auf ons oder Affären aus sind, läuft man eher Gefahr verarscht zu werden, wenn es eine FB ist.
Man kann einfach nicht vorsichtig genug sein, zumal die meisten hier ja nun über 30 sind und nicht mehr so viele Jahre mit unglücklichen Beziehungen verschwenden wollen.

Aber gesetz dem Fall man trifft doch Mr. Perfekt, der nun leider sehr weit entfernt wohnt. Früher oder später will ich definitiv mit dem Partner zusammen wohnen, gerade dann, wenn einen so eine Distanz trennt. Aber wie ist so etwas heutzutage zu realisieren? Kaum jemand kann einfach so den Job aufgeben und sich etwas neues suchen. Dazu ist der Arbeitsmarkt zu angespannt und die Gefahr des Scheiterns zu groß.
Es würde Streit geben, wer zu wem zieht: meist erwartet der Mann, dass man seine Stadt aufgibt und zu ihm zieht. Das würde ich nicht wollen.

Aber die letzten Punkte sind eher Kleinigkeiten (abgesehen vom Job): viel mehr wiegt die Gefahr an ein A... zu geraten. Denn die tummeln sich in hoher Zahl unter den FB-Suchern.
 
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  • #16
Ich sortiere nicht nach Entfernung. Bei einer Fernbeziehung sehe ich aber schnell zu, einen gemeinsamen Wohnsitz zu wählen und den auch als Lebensmittelpunkt zu betrachten. Die Zweitwohnung am Arbeitsplatz kann ja beibehalten werden, aber eben nur als Zweitwohnung. Es gibt bestimmt Hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen von Paaren, wo ein Teil die Woche über auf Montage oder Dienstreise ist, weil einfach das Geld zum Leben rangeschafft werden muss. Und das funktioniert auch.

Liegt nicht der Willen zu einem gemeinsamen Wohnsitz für den Lebensmittelpunkt vor, dann wäre die Beziehung schnell zu Ende. Das wäre mir nichts
 
  • #17
Mir geht es wie #2 - max. ca. 30 km. Entfernung.

Eine Fernbeziehung über 65 km. scheiterte schließlich an der Entfernung. Weil die Frau eine "Nähe" erwartete, wie 1 - 2 Ortschaften entfernt. Und wegen ihrem kleinen Einkommen nicht zu mir fahren konnte.

Via Singlebörse fand ich eine anscheinend gut passende Frau - ca. 350 km. entfernt.
Aber sie will dort bleiben = ich hätte dorthin umziehen müssen. Aber dort wolle ich nicht leben.

Am besten nur so weit weg, daß man auch spontan in ca. einer halben Stunde bei der Frau ist.
Weiter weg, wird m.E. vielen Frauen dann (auf Dauer) zu lange dauern. Egal wer zu wem fährt.
Daher m.E. max. 30 km. Entfernung.

Aber auch selber muß man anders planen und organisieren, je weiter weg die Partner/in ist.
Mal alles stehen lassen, und mal schnell zur Partnerin, ist bei 30 km. und weniger - eher möglich, als bei größeren Entfernungen.

Immer wieder interessante Frauen finde ich in ca. 110 km. Entfernung. Aber die Fahrt dorthin ist so lange und so schwierig (besonders im Winter, weil Berge dazwischen), daß eine Beziehung zum scheitern verurteilt ist ? Und mit der Bahn wäre es noch schwieriger dorthin.

Eine Frau, die mir von ihrer Person sehr zusagt, wohnt nur drei km. entfernt von mir.
Aber 20 Jahre jünger als ich ="unendlich weit entfernt".
 
  • #18
Eine Fernbeziehung (ca. 500 km) hatte ich über mehrere Jahre. Das hat sich damals so ergeben und es war unglaublich anstrengend. Als ich wieder auf Partnersuche war, habe ich ausschließlich vor Ort (Berlin + näheres Umland) gesucht, um nicht erneut in eine so kraft- und zeitraubende Geschichte zu geraten. Zumal sich bei über 3 Mio Einwohnern eine ausreichende Anzahl an interessanten Männern finden dürfte... (und gefunden hat)
 
  • #19
Fragt sich aber, warum es bis vor ca. 15 Jahren in der Vor-Internet-Ära dennoch genauso viele Paare gegeben hat wie heute, wenn nicht sogar mehr.
Vielleicht ist es ja eher so, dass Menschen die im Internet suchen, das Klientel in den Singlebörsen quasi als das einzig existente ansehen. Fakt ist jedoch, dass immer noch die meisten Menschen sich im täglichen Alltag finden und hier zumeist von derselben "Scholle" stammen.

Sorry, das ist schlichtweg falsch. Gerade in der zweiten Runde (also nach gescheiterten Ehen oder nach dem Tod des langjährigen Partners) sind früher weitaus mehr Menschen Single geblieben als Heute. Und man hat sich verdammt oft mit irgendeinem zufrieden gegeben.

Auch ist es völliger Käse zu behaupten die meisten hier würden ausschliesslich im Netz suchen- das ist nix weiter als eine weitere Möglichkeit. Es entstehen auch viele FB´s ganz ohne Internet, einfach dadrch dass Menschen mehr reisen. Nur: Ü40 muss derjenige der in nächsten Viertel lebt nicht nur zu mir passen sondern eben auch noch gerade zur gleichen Zeit solo sein. Plus gegenseitige anziehung- All das gleichzeitig ist nunmal nicht soooo oft der Fall. Klar, wär schon praktischer gewesen wenn Sie ums Eck gewohnt hätte- tja, da war Sie aber nicht- und auch sonst keine die eben auch gerdae solo ist.

Natürlich muss man da etwas mehr investieren und für Menschen die ständig wissen müssen was der andere so macht isses auch nix, schon klar.
 
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  • #20

Lieber Kalle, dein apodiktischer Tonfall fällt mir zunehmend auf. Muss das sein? Alles abzuqualifizieren, was nicht deiner Internet-Erfahrung entspricht? Natürlich gibt es Menschen, die nur noch im Internet suchen, genauso wie es Menschen gibt, die es als zusätzliche Möglichkeit sehen. Aber im Eingangsposting wurde quasi bemängelt, dass Leute Fernbeziehungen ausschließen, OBWOHL sie sich in einer Singlebörse anmelden. Da wollte ich mal einen anderen Anspruch aufzeigen. Beides hat seine Berechtigung. Menschen, die keine Fernbeziehung wollen, sind nicht automatisch kontrollsüchtig oder zu geizig. Das könnte man auch als Käse bezeichnen. Wenn es um Rechthaberei geht und nicht mehr um eine ausgewogene Diskussion.

w/42
 
  • #21
liebe w42
Grins- ich wehre mich lediglich gegen diese Verallgemeinerungen. Klar, es gibt Menschen die ausschliesslich im Netz leben und nicht nach links oder rechts schauen, aber das ist eben eine Minderheit. DAS wollte ich damit klarmachen.
Das fällt mir hier eben oft auf- der eigene Standpunkt gilt für ALLE- nein tut er nicht. Auch meiner nicht! Selbstredend gibt es eine Menge Begründungen wieso man keine FB möchte, muss auch jeder für sich entscheiden. Aber genauso muss es klar sein dass eben nicht ALLE so sind.

Und das ist eine Diskussion, ALLE- ist Dogma.
 
  • #22
Ich habe gar kein Problem mit Entfernungen.Ich setze mich dann auch einfach in ein Flugzeug oder in den ICE.Auf lange Sicht sollten die Haushalte natürlich zusammengeführt werden,das steht außer Frage.
Ich finde das Thema interessant.
Wenn man doch hier die Möglichkeit hat einem ganz tollen Lebenspartner zu begegnen,der einem richtig gut gefällt und es eine Perspektive gibt,warum denn dann nicht in die Ferne schweifen?
Wie oft gefällt Euch ein Mensch sooo gut?
Mir persönlich nicht so oft.
Und wenn er dann da wäre und ich ihn so richtig toll fände,dann macht er mir ja was aus.
Dann möchte ich bei genau diesem Menschen sein.
Auch wenn die Entfernung dabei eine Rolle spielen würde.
Ich bin da anders.
Wenn es passt,dann passt's.Über Kilometer und Stunden habe ich mir bei Beziehungen im Leben noch keine Gedanken gemacht.
w.
 
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  • #23
... frage ich mich nun schon, warum man sich im Internet auf Partnersuche begibt, wenn der Suchradius, überspitzt gesagt, doch spätestens am Ortsausgangsschild des Nachbardorfes endet.

Wenn nicht das "Nachbardorf" sondern bereits das eigene "Dorf" Berlin, Hamburg oder München etc. heißt, kann die Suche via Internet schon Sinn machen, auch wenn man eine Beziehung nur im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs wünscht. Ballungszentren sind schließlich so groß und vielfältig, dass man keine Chance hat, alle Veranstaltungen zu besuchen, auf denen man jemand kennenlernen könnte. In diesen Fällen wäre es allerdings schön, wenn das "Dorf" auch genannt wird - zu identifizieren ist da sowieso niemand.
 
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  • #24
Ich habe gar kein Problem mit Entfernungen.Ich setze mich dann auch einfach in ein Flugzeug oder in den ICE.Auf lange Sicht sollten die Haushalte natürlich zusammengeführt werden,das steht außer Frage.
Wenn die Kosten bei der Partnersuche keine Rolle spielen, kann man so argumentieren. Jede Woche mit dem Flugzeug anzureisen, das sind ja locker 1000,- € pro Monat, die man bestimmt weitaus besser investieren kann. Alles hat seine Grenzen.
Wenn man so viel Geld ansetzen muss, nur um seinen Partner einmal die Woche sehen zu können... also für mich wäre das keine natürliche Beziehungsform mehr.

...Über Kilometer und Stunden habe ich mir bei Beziehungen im Leben noch keine Gedanken gemacht.
Dann hast Du vermutlich noch keine Fernbeziehung geführt, denn dies ist auf Dauer unglaublich Energie- und zeitraubend. Diese Energie und Zeit fehlt dann wieder in anderen Lebensbereichen.
 
  • #25
Hi #23

Klar, es kostet Zeit und Geld. Aber übertreiben wolln wir jetzt auch nicht:
Jede Woche mit dem Flugzeug anzureisen, das sind ja locker 1000,- € pro Monat, die man bestimmt weitaus besser investieren kann. Alles hat seine Grenzen.
Da man in FB´s die Anreisen üblicherweise 50/50 teilt sind zwei Flüge/Zugreisen pro Monat und da kann man locker mit weniger als der Hälfte klarkommen. ICE Stuttgart-Berlin kostet pro Hin/Rückfahrt mit einer Bahncard (die man ja dann hat) keine 100,-

Dann hast Du vermutlich noch keine Fernbeziehung geführt, denn dies ist auf Dauer unglaublich Energie- und zeitraubend. Diese Energie und Zeit fehlt dann wieder in anderen Lebensbereichen.
Sorry- ich hab eine solche geführt- und mir hat dieser mehr Kraft und Energie gegeben als gekostet. Wenns mehr Energie kostet dann ist es nicht der/die richtige.

Leute- es ist ja ok wenn Ihr das für Euch selbst ablehnt. Ich finde die Gründe dafür äusserst Interessant und frage mich halt wie man derart rationell an sowas rangehen kann. Kosten-Nutzen Rechnung. Was hat das denn in der Liebe zu suchen? Wenn schon dann bitte den Emotionalen Gewinn mit einrechnen- uups, kann man ja nicht beziffern...

Nur bitte jagt anderen keine Angst davor ein. Und schon bitte gar nicht mit derart überzogenen Schreckensgespenstern.
 
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  • #26
Ich bin so ein Fall wie der FS beschrieben:
w, 42, kinderlos, Single - und keine Lust auf Fernbeziehung.
Bei mir hört der Radius mit mehr als einer Stunde Fahrtzeit auf.
Warum?
Ich war die letzten 3 Wochenenden unterwegs, stand einmal im Stau, einmal blieb der Zug wegen eines Suizids stecken und einmal am Flughafen mit 3 Stunden Verspätung.
Ich wollte nie eine FB, liess mich dann aber doch darauf ein und habe für mich festgestellt dass es nicht passt.
Ich wohne in der Stadt, in der ich arbeite und wenn ich hier niemanden im Umkreis finde, ist das auch ok.
Aber immer dieses hin-und her, alle Sachen an meinem Heimatort unter der Woche zu planen (an einem WE ist er da und da will ich die Zeit für ihn, am anderen WE bin ich nicht da), dieses konzentrierte Aufeinander-hocken am WE (ohne Diskussionsgespräche weil- wenn man sich dann endlich sieht will man nicht streiten), diese Verkehrsbelastung und alles - ich habe einfach keinen Bock drauf.
Ich will einen Mann auch mal unter der Woche ohne organisieren zu müssen, treffen usw.

Ich kann viel akzeptieren aber auf dieses Rumgegurke jeden Freitag und Sonntag habe ich keine Lust.
w, 42
 
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  • #27
Hier ist #23

Klar, es kostet Zeit und Geld. Aber übertreiben wolln wir jetzt auch nicht:
Da man in FB´s die Anreisen üblicherweise 50/50 teilt sind zwei Flüge/Zugreisen pro Monat und da kann man locker mit weniger als der Hälfte klarkommen. ICE Stuttgart-Berlin kostet pro Hin/Rückfahrt mit einer Bahncard (die man ja dann hat) keine 100,-
Natürlich teilt man sich überlicherweise die Kosten, aber dennoch sind die Kosten in Summe vorhanden. Mit dem Geld könnte man in einer "normalen" Beziehung eine Menge schöner Dinge anstellen.
Dazu kommt die Zeit, an Deinem Beispiel Stuttgart-Berlin, das sind 5 1/2 Stunden einfach, plus Anfahrt zum/vom Bahnhof, das ganze 2x, das wäre für mich völlig undenkbar. Dafür wäre mir meine kostbare Freizeit definitiv zu schade.

Leute- es ist ja ok wenn Ihr das für Euch selbst ablehnt. Ich finde die Gründe dafür äusserst Interessant und frage mich halt wie man derart rationell an sowas rangehen kann. Kosten-Nutzen Rechnung. Was hat das denn in der Liebe zu suchen? Wenn schon dann bitte den Emotionalen Gewinn mit einrechnen- uups, kann man ja nicht beziffern...
Wer behauptet, in einer Partnerschaft geht es nur um Liebe, lebt auf längere Sicht an der Realität vorbei. Irgendwann spielen immer auch wirtschaftliche Faktoren, ein gemeinsames Umfeld usw. eine Rolle.

Ich sehe es wie die #25 und bestimmt viele weitere hier. Eine FB hat für mich keinen einzigen Vorteil sondern nur Nachteile. Die meisten die sich auf sowas einlassen, dürften sich anfangs damit abfinden um später festzustellen, dass es keine Zukunft hat. Daher halte ich es nur für klug, sich von vorneherein auf sowas nicht einzulassen, schon aus reinem Selbstschutz. Und ich bin überzeugt davon, dass dies mindestens 90% hier auch so handhaben. Die restlichen 10% werden dies im Laufe dieser Beziehungsform mit Ernüchterung feststellen und irgendwann das Handtuch werfen.
 
  • #28
Dafür wäre mir meine kostbare Freizeit definitiv zu schade.
Für die Liebe ist Dir Deine Zeit zu schade? Na ja, mir halt nicht. Sagt ja auch keiner dass man diese Zeit nicht nutzen könnte! Abgesehen davon dass S-B natürlich ein extrembeispiel ist, Nehme Frankfurt-Stuttgart und es sind nur noch zwei Stunden. Komischerweise haben die wenigsten ein Problem damit für einen besseren Job jeden Tag 2-3h Fahrzeit zu haben. Aber für die Liebe? Niemals!

Und da wundert man sich dass es keine Romantiker mehr gibt.

Und ich bin überzeugt davon, dass dies mindestens 90% hier auch so handhaben. Die restlichen 10% werden dies im Laufe dieser Beziehungsform mit Ernüchterung feststellen und irgendwann das Handtuch werfen
Also 100% Scheiternquote? Sorry, das ist völlig an jeglicher Realität vorbei. Ich beobachte auch im Umfeld natürlich auch scheiternde FB´s- aber auch nicht mehr als scheiternde Nahbeziehungen.
Und natürlich darfs kein Dauerzustand sein- das betone ich ja immer wieder. Aber einige Jahre geht das gut! Übrigens auch weit vor der Internetzeit, ich kenne Paare die am Anfang 1000km voneinander getrennt waren und Heute seit 20 Jahren verheiratet sind.

Klar, wers einfach, praktisch und rationell haben will darf sich darauf nicht einlassen.

So langsam wird mir klar wieso so viele derart lange am suchen sind.
 
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  • #29
Lieber M,

habe die Erfahrung gemacht dass der nette Single aus München mich nicht will wenn ich
in Berlin bin. Viele stellen sich da richtig umständlich an. Es gibt Züge. Es gibt Autobahnen. Es gibt Telefon, Internet und Flugzeuge.

Gerade in der Kennenlernphase kann man selten erwarten dass alles in nächster Nachbarschaft liegt.
 
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  • #30
Ich kenne Paare, die jahrelang >500 km überbrückt haben und schließlich zusammengezogen sind.
Da war die Liebe einfach groß und der Wille dazu stark genug.
Diese Konstellation, dass sich zwei treffen, die aus so unterschiedlichen Ecken Deutschlands kommen, ist jedoch sehr selten.
Genauso kann ich verstehen, wenn eine Fernbeziehung ausgeschlossen wird. Man kommt an die Grenzen der Machbarkeit und des Erträglichen, wenn beide anstrengende Vollzeitjobs haben und beiderseits Kinderbetreuung zu organisieren ist, die Abstimmung mit Dritten erforderlich macht.

Schon in den ersten Wochen des Mailkontakts wird für mich klar, ob ein Kennenlernen überhaupt realistisch ist. Man kann sich natürlich ein bisschen aufeinander einstellen, doch gerade an den Besuchswochenenden der Kinder ist verständlicherweise kaum zu rütteln.
Da geht dann nicht mehr als eine Affäre.
Ehrlich gesagt wäre ich schon darüber froh gewesen. Es hätte mir einige Abende oder Wochenende im Jahr versüßt - aber der betroffene Herr wollte alles oder nichts. Ich weiß nicht, ob er bekommen hat, was er wollte... Für mich hat seit dieser Option nichts mehr gepasst.
 
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