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Gast

  • #1

Weihnachten mit meinem Partner, seinen Kindern und seiner Frau?

Ich bin seit mehr als einem Jahr mit meinem Partner zusammen. Wir geniessen die Zeit, die wir zusammen verbringen. An ihm schätze ich besonders, dass er ein verständnisvoller Zuhörer ist. Er lebt getrennt, aber nicht geschieden von seiner Frau und sie haben 2 Kinder. Die beiden mag ich sehr und sie mich auch – zum Glück!

Schwierig finde ich, wenn er viel mit der Frau und den Kindern unternehmen will. Am Anfang unserer Beziehung hatte seine Frau gefragt, ob wir alle zusammen in die Ferien fahren, ich hatte nein gesagt. Wenn wir die Kinder abholen, trinken wir bei ihr Kaffee, und wir waren auch schon zu einem Feiertag dort, das ist zeitweise etwas anstrengend, aber meist ok. Er geht immer wieder mal vorbei, um mit den Kindern zu spielen und isst auch dort. Kürzlich hatte ich mit ihm ausgemacht, dass ich früher als ursprünglich geplant zu ihm fahre. Bei ihm zuhause hat er mir mitgeteilt, dass er am selben Tag ohne mich zu ihr zum essen fahren werde – wegen den Kindern und dem Besuch. Kurzum – es endete im Streit und er ging nicht hin. Wir gingen später auf ein Kaffe zu ihr, da er was vorbeibringen musste, und dieser kurze Besuch machte mir nichts aus. Ein anderes mal fragte er mich, ob es ok ist, wenn sie zu viert an eine Show gehen, für die sie Karten hat. Ich hatte mich auf die Zeit mit ihm gefreut, wollte es ihm aber auch nicht verbieten und sagte ja. Schliesslich war er wegen etwas Unvorhergesehenem doch nur mit einem Kind an der Show.

Nun hat seine Frau gesagt, ein Kind habe gesagt, es wolle zu Weihnachten keine Geschenke, sondern nur mit beiden Elternteilen feiern. Er hat mich gefragt, ob das für mich ok ist und ob ich auch dabeisein möchte. Ich weiss nicht, was antworten. Einerseits sind mir die Kinder und ihre Bedürfnisse wichtig. Ich schätze auch, dass er und seine Frau einen konstruktiven Umgang pflegen, besonders für die Kinder, aber auch ihn würde ein angespanntes Verhältnis sehr belasten. Ich kann mir auch vorstellen, dass „Familienweihnachten“ schön werden könnte. Andererseits weiss ich aber auch, dass es emotional anstrengend sein kann, mit seiner Frau zu feiern, aber wenn er mit ihnen feiert und ich allein zuhause bin kann kann es auch sein, dass ich mich einsam fühlen würde. Und es macht mir Sorgen zu sehen, dass sie wieder wie früher als Familie sein möchten und dass er sagt, er sei wohl noch nie so gut mit seiner Frau ausgekommen wie jetzt (er betont dann jeweils, dass das hauptsächlich daran liegt, dass sie nicht mehr zusammenwohnen). Sie hat mir auch schon mal gesagt, dass sie ihm gegenüber nur sowas wie Geschwisterliebe empfide und ich mir keine Sorgen machen müsse, wenn sie ihn z.B. mal umarme. Ich frage mich, ob sie, wenn das so weiter geht, irgendwann wieder zusammenziehen wollen.

Wie würdet ihr entscheiden? Ich bin sehr froh um eure Antworten.
 
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Gast

  • #2
Wenn ich das lese, sträubt sich in mir alles, und mir wird ganz anders. Ein kooperativer Umgang miteinander ist nicht nur ok, sondern um der Kinder Willen erforderlich, und es freut mich für dich, dass ihr euch alle so wunderbar versteht. ABER: Die Krux an einem noch verheirateten oder noch nicht geschiedenen Mann mit Kindern ist, dass man die Ehe- oder Ex-Frau immer mit im Paket hat, und das macht sich insbesondere an solch hochheiligen Feiertagen wie Weihnachten bemerkbar.
Ich hätte mich auf eine solche Konstellation nicht eingelassen - getrennt lebend ist eben noch nicht geschieden (warum eigentlich noch nicht?). Wie lange waren die beiden denn schon getrennt, als ihr euch kennenlerntet? Ich gehe mal zu deinen Gunsten davon aus, dass du NICHT der Grund für die Trennung warst, sonst würde sich die Ehefrau wohl kaum so "wohlwollend" verhalten.

Dein Problem ist natürlich, dass du das Ganze nun schon ein Jahr lang mitmachst und von Anfang an die Weichen falsch gestellt hast - hättest du das nicht getan, würde dein Freund vermutlich noch nicht mal auf so eine absurde Idee kommen, sondern eine klare Regelung finden, die auch für die Kinder in Ordnung ist. Jetzt ist es schwierig, das Ruder rumzureißen.

Ich würde mich an deiner Stelle nicht auf ein Weihnachten zu fünft einlassen - du wärest wirklich sprichwörtlich das fünfte Rad am Wagen. Auch die Kinder müssen lernen, dass die Eltern GETRENNT sind und getrennt voneinander leben, und dazu gehört eben auch, dass man Weihnachten nicht mehr als (Eltern-) Paar verbringt. Ich halte überhaupt nichts davon, den Kindern "heile Welt" vorzugaukeln, die es ja in Wirklichkeit nicht ist, weil du als Störfaktor ja am Weihnachtsfest teilnimmst. Damit wird den Kindern ja nur allzu deutlich gemacht, dass der Vater eine Neue hat. Ich halte die Signale, die dadurch ausgesendet werden, für extrem doppeldeutig für die Kinder.

Klar ist, dass die Kinder damit implizit den Wunsch äußern, dass Vater und Mutter wieder zusammenkommen - aber auch die Wünsche von Kindern sind nicht heilig. Man kann den Kindern durchaus sanft vermitteln, dass Vater und Mutter getrennt voneinander leben. Wenn es denn so ist und er nicht wieder zu ihr zurückkehrt, weil sie sich jetzt so wahnsinnig gut verstehen...

Zwei Vorschläge: 1. Weihnachten entweder auf zwei Tage verteilen - die Kinder kommen an einem Tag zur Mutter, an dem nächsten Tag zu euch.
2. Alternative: Der Vater fährt am Heiligen Abend für eine begrenzte Zeit, z.B. zur Bescherung, in die Familie und verabschiedet sich anschließend, um den Heiligen Abend mit dir zu verbringen.
 
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Gast

  • #3
Also ich habe schon mehrere solcher Konstellationen kennengelernt, in denen der Mann mit zwei Frauen gleichzeitig eine Beziehung hat und keine von beiden ihn rausschmeißt, sondern sich beide anscheinend damit arrangiert haben und dem Mann deshalb keinen Stress machen. Und dies waren immer Frauen, welche attraktiv genug waren, auch einen anderen Partner zu finden. Ich frage mich dann immer, wieso die Frauen so etwas mit sich machen lassen.

Ob der Mann irgendwann bei seiner immer noch mit ihm verheirateten Frau wieder einzieht, steht in den Sternen. Wie lange er bei Dir bleibt, weiß auch keiner. Irgendwann sucht er sich wieder eine andere Frau, solange seine Gesundheit noch mitspielt.

Was meinst Du mit "Wie würdet Ihr entscheiden"? Ich würde solch einen Menschen nie in mein Leben reinlassen und wenn einer zweigleisig fährt, im hohen Bogen rausschmeißen. Die Frage, wie ich mit Nebenpartnern umgehen soll, stellt sich dann gar nicht.
 
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Gast

  • #4
Ohje, wenn ich sowas schon lesen muss. Diese vorgegaukelte Harmonie der Kinder wegen geht auf die Dauer nicht gut. Die Beiden sind getrennt, nun muss er auch noch den weiteren Schritt gehen und einen klaren Cut machen. Ich verstehe einfach nicht, weshalb gerade Frauen soviel Rücksicht nehmen, angebliches Verständnis für den getrennt lebenden Partner zeigen müssen und sich hinten anstellen, damit der Herr seinen Willen bekommt (es werden natürlich immer die angeblichen Wünsche und Bedürfnisse der Kinder vorgeschoben).

Die Frage drängt sich bei mir auf: Will er sich in absehbarer Zeit scheiden lassen oder überlegt er evtl. noch, ob er wieder zurückgeht zu seiner Familie? Ich befürchte leider, dass er es irgendwann wieder tun wird. Das Verhältnis zu seiner Noch-Ehefrau wäre mir persönlich zu eng.

w
 
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Gast

  • #5
Deine Empathie und Dein Verständnis sind beeindruckend - Du mußt diesen Mann wirklich sehr lieben. Ich könnte solch eine Beziehung niemals ertragen. Ein gemeinsames Weihnachtsfest wäre für mich der absolute Super-GAU. w 46
 
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Gast

  • #6
Ich bin der dritte Part in einer solchen Konstellation, quasi die Mutter der Kinder. Meinen Kindern zuliebe haben wir einige Weihnachtsfeste so gefeiert wie du es hier beschreibst. Das war auch für mich nicht einfach, aber meine Mädels haben nun mal auch ihren Vater lieb. Ich habe immer akzeptiert das er eine Partnerin hat, habe sie auch immer eingeladen, sie ist aber nie mitgekommen, was ich verstehen kann. Letztendlich ist es bei uns dann so abgelaufen, dass er etwas mitgegessen hat, die Bescherung ablief und er dann zu seiner Lebenspartnerin gefahren ist.
Damit sind die Kinder gut klar gekommen.
An anderen Weihnachtsfesten haben die Kinder halt 2 x gefeiert, 2 x war es auch so, dass die Kinder Heiligabend bei ihm waren und ich allein war (fand ich gar nicht so schlimm wie ich es erst vermutet hatte).
Wenn dir diese Beziehung wichtig ist, versucht einen gemeinsamen Konsenz zu finden. Es kann nicht sein, dass du immer zurück stecken musst, aber einen Kompriss wirst du wohl schließen müssen, was du ja anscheinend kannst und es auch tust.

Viel Glück und hoffentlich ein besinnliches Weihnachtsfest für euch!
 
  • #7
Was dein Partner dir da zumutet, geht absolut nicht!

Natürlich ist es schön, dass er für seine Kinder da sein möchte, aber ihnen weiterhin ein intaktes Familienleben vor zu spielen, ist reine Heuchelei. Kinder verstehen sehr wohl, dass die Situation, durch die Scheidung der Eltern, eine andere geworden ist.

Du hast dich bereits viel zu sehr dieser unseligen Situation angepasst, indem du gemeinsame Events mit der Ex- Frau ertragen hast. In dieser "idyllischen" Familienkonstellation hast du die absolute A...- Karte, und das musst du dir wirklich nicht antun!

Er und seine zwei Kinder sind ein Gesamtpaket, klar. Mit seiner Ex- Frau hast du jedoch gar nichts zu tun!
 
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Gast

  • #8
Sorry, aber Kinder, die sich so was wünschen, sehen die Eltern noch als Paar und ihnen ist nicht der Ernst der Lage bewusst. Geht dein neuer Partner überhaupt ehrlich mit seinen Kindern um? Lieber ein kurzer Schmerz, als ein Leiden ohne Ende! Das im Bezug auf die Trennung der Eltern! Die ist wohl noch nicht zu den Kinder, deinem neunen Partner (!) und seiner Frau (!) durchgedrungen.
Sry, das geht mal gar nicht.
 
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Gast

  • #9
Hallo Liebe Themenstarterin,
mir, 36 (w, kinderlos) geht das seit 5 Jahren so.
Ich war sogar der offizielle Trennungsgrund. Da seine Frau aber relativ schnell verstanden hat, daß eine Ehe in der beide seit Jahren nur noch wie Bruder und Schwetster leben wohl keine wirkliche Ehe mehr ist lief es sehr schnell auf eine Patchworkbeziehung im ganz erweiterten Sinn hinaus :

Bei mir haben sich die Eheleute schnell scheiden lassen. Sie hatte auch schnell einen neuen Partner (mit Kind aus erster Ehe). Jetzt fahren wir alle 7 ( 4 Erwachsene und 3 Kinder ) gemeinsam in Urlaub, gemeisame Weihnachten und Geburtstage gibt es auch, genauso wie man sich ständig irgendwie triff oder dem jeweils anderen auch einen Gefallen tut. Das führt auch dazu das alle Kinder gerne bei jedem sind und im Wechselmodell leben.
Bei unserer Heirat wird seine Exfrau wohl auch dabei sein.
Ich fand es erst sehr sehr schwer und habe mich innerlich zerrieben............ weil soetwas doch gar nicht gehen kann und jeder mir das bestätigte.

Seit ich dem ganzen aber sehr entspannt entgegen sehe und mich so offen verhalte wie sonst auch im Leben geht es mit gut. Sie hat mit Ihrem Freund sogar schon Urlaub in meinem Ferienhaus gemacht und ich auf ihr Haustier aufgepasst.

Es geht sehr wohl, Du musst ihm nur vertrauen und das ganze mal nüchtern und sachlich, ohne Hetzgedanken durchspielen. Sie muss ja nicht Deine beste Freundin werden, aber es kann durchaus nett für alle sein.
 
G

Gast

  • #10
Hallo zusammen

Danke für eure Antworten. Ich bin etwas erschrocken darüber, wie viele finden: „Ein gemeinsames Weihnachtsfest wäre für mich der absolute Super-GAU.“ Das mag zum Teil daran liegen, dass ich nur die negativen Seiten unserer Beziehung aufgezählt habe und dass ich nicht erwähnt habe, dass ich das Gefühl habe, dass ich ihm vertrauen kann. Allerdings habe ich mir beim lesen eurer Antworten auch überlegt, ob ich ihn vor die Entscheidung stellen soll, ob er das Familienleben wiederbelebt oder ob er sich jetzt scheiden lässt.

Danke an Gast Nr. 5 für deinen persönlichen Bericht. Es ist spannend, die Sache vom anderen Blickwinkel zu sehen.

Bitte schreibt mir, wenn ihr selbst Erfahrung habt mit einer ähnlichen Situation. Ich möchte gerne wissen, wie ihr das gelöst habt und wie ihr euch dabei gefühlt habt.

FS
 
  • #11
Ok, hier also meine (auch bei #6) persönliche Erfahrung mit ach- so- harmonischen Familienfeiern.

Wichtig zu wissen: Ich war nicht der Trennungsgrund! Mein Partner war bereits 4 Jahre geschieden, als wir uns kennen lernten, jedoch war ich die erste Frau seitdem, mit der er eine ernsthafte Beziehung führte. Ich war froh, dass er, genau wie ich, erwachsene Kinder hatte, so dass unsere Lebenssituation zusammen passte.

Die "Kinder" mögen mich, und wenn sie zu Besuch kommen, dann genießen wir die Zeit in unbefangener Atmosphäre.

Bei Geburtstagen jedoch sind immer ALLE dabei. Seine Ex- Frau mit ihrem Partner, und wir Zwei. Für mich Unbehagen pur! Da demonstriert die ehemals Verlassene penetrant ihre alte Vertrautheit, indem sie ihm bei dieser Gelegenheit rührselige Geschichten aus früheren Zeiten auftischt. "Wir sind die eigentliche Familie!", so scheint mir die Botschaft, und ich fühle mich überflüssig, weil es ja so ist.

Einen gemeinsamen Urlaub würde ich mir deshalb nie und nimmer in dieser Konstellation antun! Jetzt bin ich die Frau an seiner Seite und möchte in dieser Zeit meinen Liebsten für mich alleine haben.
 
G

Gast

  • #12
Liebe FS
Ich bin im Guten mit meinem Exmann auseinander und es geht ihm gesundheitlich gar nicht gut. Dieser Umstand "verleitete" mich manchmal, einen auf "We are all good family" zu machen.

Für meinen neuen Partner war dies nicht so toll und er hat mich zwar nicht vor die Entscheidung gestellt, aber mir gesagt, dass er sich dabei nicht wohl fühlt, auch wenn er mir vertraut.

Fakt ist, dass ich mich mit dem Vater meines Sohnes immer irgendwie verbunden fühle, Freundschaft halt. Aber irgendwo ist eine Grenze gesetzt, wenn man eine neue Beziehung führen und haben will.

Ein gemeinsames Weihnachtsfest käme für mich auch nicht in Frage, Richtung Super GAU auch.

Schlussendlich brauchen die Kinder auch klare Ansagen und Richtlinien, und dazu gehört, dass sie wissen, dass sich die Eltern zwar noch gut verstehen und sich nicht schlechtes wollen, aber gemeinsame Weihnachten wird es nicht mehr geben. Logisch, wenn man Kinder fragt, dann wollen sie immer lieber, dass die Eltern noch zusammen sind. Mein Sohn würde dies auch bestätigen. Nun ist es eben mal anders und er hat sich daran gewöhnt, dass wir Weihnachten etc. nicht zusammen feiern.

Etwas anderes stellte zb. der 16. Geburtstag meines Sohnes dar. Da haben wir viele Ex-Familienmitglieder und auch meinen neuen Partner eingeladen, und das war sehr gut.

Ab und zu gehen wir auch essen, mein Exmann mit meinem neuen Partner und mir und Sohnemann, aber dies ist wirklich eher die Ausnahme.

Ich würde deinem Partner sagen, dass du diese gemeinsame Feiern in diesem Sinne nicht mehr möchtest und dass er sich vielleicht langsam in kleinen Schritten von diesen Ritualen verabschiedet.

Viel Glück
 
G

Gast

  • #13
Also ich habe schon mehrere solcher Konstellationen kennengelernt, in denen der Mann mit zwei Frauen gleichzeitig eine Beziehung hat und keine von beiden ihn rausschmeißt,
Ich würde solch einen Menschen nie in mein Leben reinlassen und wenn einer zweigleisig fährt, im hohen Bogen rausschmeißen. Die Frage, wie ich mit Nebenpartnern umgehen soll, stellt sich dann gar nicht.
Vielleicht habe ich irgendwas völlig missverstanden, aber ich habe dem Beitrag der Fragestellerin nicht entnommen, dass der Mann mit beiden gleichzeitig eine Beziehung hat, dass er zweigleisig fährt und dass es um dass Problem der Nebenpartnerschaft geht.

Ich habe und hätte mich NIEMALS mit einem getrennt lebenden und (noch) nicht rechtskräftig geschiedenen Mann eingelassen. Aber für mich geht aus nichts hervor, dass er mit seiner Noch-Ehefrau nach wie vor in einer wie auch immer gearteten Partnerschaft lebt. Die beiden sind getrennt, wenn ich es richtig verstehe, und die Fragestellerin ist die neue Partnerin.

Auch wenn ein Mann geschieden ist: er ist immer noch der Vater seiner Kinder und wird es lebenslang bleiben. Gefühle und Verpflichtungen den Kindern gegenüber sind keine Spezialität von getrennt lebenden Männern. Auch wenn ein Mann seit 10 Jahren geschieden ist, stellt sich die Frage: Was passiert Weihnachten? In den Schulferien? An den Geburtstagen der Kinder?

Ich kenne tatsächlich Familien, die als Patchwork friedlich, freundlich und freudig Weihnachten alle zusammen feiern. Partner, Expartner, die Kinder aus all diesen Verbindungen. Ob ICH das so gut könnte, weiss ich nicht; dazu gehört eine gewisse Größe, eine Menge Gelassenheit und Souveränität - und absolut geklärte Verhältnisse.

Mein Mann war, als wir uns kennenlernten, schon jahrelang geschieden, so wie ich. Sein Sohn war erwachsen. Ich war also nie in der Situation der Themeneröffnerin.

Dass die Kinder Mama UND Papa Weihnachten bzw. Heiligabend gemeinsam haben wollen, kann ich gut verstehen und finde ich legitim. Das heisst nicht, ihnen heile Welt vorzuspielen. Dass die Eltern getrennt sind, ist ihnen doch längst klar.

Der Rat einer Beitragsschreiberin, die vorschlägt, dass der Vater der Kinder am 24.12. zur Bescherung zu ihnen fährt und später am Abend zu seiner neuen Partnerin, um Zeit mit ihr zu verbringen und Weihnachten zu feiern (ich stelle mir vor, so ungefähr ab 21 Uhr), erscheint mir am vernünftigsten.
 
  • #14
Donnernder ich noch der Vater unseres Kindes, mit dem ich auch noch verheiratet bin, auf ein Weihnachten mit dem Kind verzichten wollen, kommt nur ein gemeinsames Fest in Frage. Und es gibt auch bei uns noch keine Scheidung, weil die Ehe eben nicht völlig vorbei ist und eine Bindung zueinander besteht. Mn bleibt eben nicht nur wegen der Kinder oder dem Geld verheiratet, denn je länger die Ehe dauert um so teurer wird alles und man ist eben verheiratet nicht frei für eine andere so enge und Tiefe Beziehung. Wenn ich einen Mann treffen würde mit dem ich zusammen wäre aber trotzdem immer noch keine Scheidung voran treibe, dass läßt doch wirklich tief in die Beziehung blicken. Mir ist unverständlich wie naiv du da sein kannst. Und er ist ja auch klar, entweder du passt dich den familienregeln an oder du verbringst deine Zeit alleine. Das ist deine Beziehung Wert. Du wirst zu Weihnachten und vermutlich auch Sylvester alleine gelassen wenn du nicht mit machst.
 
G

Gast

  • #15
Ich (FS) möchte noch ein paar Sachen klarstellen zu einzelnen Beiträgen:
Nr. 1: Ich war nicht der Grund für die Trennung.
Nr. 2: Er hat nur mit mir eine Beziehung.
Nr. 7: Meines Erachtens ist es absolut normal, dass Kinder möchten, dass ihre Eltern wieder zusammenkommen. Das hat nichts damit zu tun, ob die Kinder verstehen, was die Trennung bedeutet.
Nr. 13: Nein, ich muss mich nicht entweder anpassen oder alleine sein. Wenn ich meinem Partner erkläre, dass es für mich ein Problem ist, wenn wir 5 oder sie 4 zusammen feiern, dann geht er nicht zu ihnen.

Eine kleine Rückmeldung:
Nr. 8: Gut zu hören, dass es möglich ist, als grosse Patchworkfamilie eine gute Zeit zusammen zu verbringen. Hut ab! Ist vermutlich auch etwas einfacher, wenn beide mit neuem Partner sind.
Nr. 10: Ich verstehe, dass ein solches Treffen mit der Exfrau sehr anstrengend ist.