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Gast

  • #1

Wechseln die meisten Singles durch die Betten und was verpasst man wenn man es nicht tut?

Ausgehend von dem was man liest und hört scheinen die meisten Singles ein recht aktives Sexualleben mit diversen Partnern zu haben. Jedenfalls verglichen mit mir. Die letzten 13 Jahre war ich w,38 ohne Partner und hatte mit meinem letzten Partner einen Sexualpartner. Beziehung, Familie, Freund etc. hätte ich gerne aber der Richtige hat mich noch nicht gefunden. Natürlich wusste ich als ich mich für meine Stelle entschied dass ich wenig Freizeit haben würde. Dass ich aber absolut kein Privatleben haben würde war mir nicht klar. Dennoch habe ich mich daran gewöhnt, wochentags von morgens bis abends geruflich eingespannt zu sein. Keine Zeit zu haben das WE zu planen war nicht schlimm denn ich war sowieso K.O. Wenn ich dieses Forum lese, wundert mich immer wieder, wieviel Zeit Männlein wie Weiblein mit ONS und Beziehungsversuchen vertun ohne wirklich zu lieben. Da fragt man sich, ob man was verpasst wenn man auf die wahre Liebe hofft?
 
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Gast

  • #2
Verpassen wirst du da nichts, aber eben auch nichts in die Richtung erleben. Die meisten Menschen suchen nach Gefühlen bzw. der Befriedigung ihrer Gefühle. Ein One-Night-Stand kann ggf. nicht nur das sexuelle Feuer in Schach halten, sondern auch ersehnte Gefühle, wie Zuneigung zu erfahren etc. kurzfristig befriedigen.
Beziehungen starten die meisten Menschen ohne zuvor ernsthafte Gefühle zu entwickeln, gerade weil sie vielleicht lange nicht geliebt und die Chancen als gut betrachtet wurden oder aber, weil sie erstmal selbst nicht so viele Gefühle entwickeln wollen, da die Enttäuschung/Verletzung dieser zu groß wäre.

Schlussendlich sind die Motivationen nicht rational abgewägt und man scheut sich, darüber nachzudenken, dass es mit diesem Partner vielleicht doch nicht die erhoffte Zukunft gibt.
 
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Gast

  • #3
Liebe FS

Nein, Du hast nichts verpasst, ausser den richtigen Partner gefunden zu haben.
Die Sexuellen Erfahrungen sind nicht massgebend für die Partnerfindung.
Aber wie Du selber definierst, hast Du Dich verrechnet mit der Gestaltung Deiner Freizei.
Ich habe das Gefühl, dass Du da unbedingt etwas ändern musst.
Am Ende der Arbeit, sollte Familie und Liebe sein, nicht gute Rente und Einsamkeit.
 
  • #4
Ich fand ONS und kurzzeitBettgeschichten unbefriedigend weswegen ich sie irgendwann bleiben habe lassen.

Aber unabhängig davon liebe FS: Du arbeitest um zu leben, Du lebst nicht um zu arbeiten. Ich finde dass es kein Job und kein Geld der Welt Wert ist sich selbst völlig zu verlieren und kein Privatleben zu haben.

Du verpasst nicht viel ohne ONS, aber wenn Du nur arbeitest verpasst Du etwas sehr elementares: Das Leben!

Dein Chef kann nicht sehr klug sein, er lässt zu dass seine Leute ausbrennen.
 
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Gast

  • #5
Ich hab mal eine ganz liebe tolle Frau getroffen, die workaholic im Profil hattte; ich (m) hatte auch ernste Probleme anderer Art über die wir offen geredet haben ...

Ich hätte Interesse gehabt, sie wieder zu sehen, aber nur war sie beruflich mal hier mal dort (im außereuropäischen Ausland etc) .. ich hab immer gemailt sms geschrieben etc ... kurzum ich hätte interesse gehabt

sie war so auf arbeit fixiert, daß sie alles andere ausblendete ... so hatte ich irgendwann keine Lust mehr.

was ich sagen will, ist: du wirst single bleiben solange du der Partnersuche nicht den hinreichenden Stellenwert gibst - wenigstens so wichtig wie dein job. und so ist die Fragestellung wohl etwas falsch:

Du verpaßt die Zeiten, die du im Leben nicht mit offenen Augen durchs Leben gehst und in denen Du offen bist für die Partnersuche. Und das ist die meiste Zeit bei vielen Singles.
 
M

Mooseba

  • #6
Ich habe als Single nur meine Bettwäsche regelmäßig gewechselt. Sonst war da nichts.
m,28
 
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Gast

  • #7
Bin auch Single (seit über 3 Jahren). An Kontakt zu Männern fehlt es sicher nicht und wenn ich einen "nur fürs Bett" haben wollte, dann wäre das überhaupt kein Problem, aber das möchte ich nicht. Bei mir muss ein Mann erst Zugang zu meinem Herzen finden (ohne dass mein Bauch Einwände dagegen hat), bevor ich ihm Zugang zu meinem Bett gewähre oder ich mich in seines begebe.

Daher bleibe ich vorerst bei der Devise: Und wär der Mann auch noch so lieb, Handbetrieb bleibt Handbetrieb :)

w39
 
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Gast

  • #8
"Wechseln die meisten Singles durch die Betten ..." Nein, das Forum ist nicht repräsentativ.
Und Singles haben weniger Sex als die, die in einer festen Beziehung leben.
"...und was verpasst man wenn man es nicht tut?" Das muss jeder für sich beurteilen.
Wer bewusst ONS und Affären sucht muss schon sehr abgebrüht sein. Selbst das kann nicht garantieren das sich jemand doch in einem Gefühlchaos wiederfindet. Und ist jemand noch für eine vertrauensvolle, feste Beziehung zu gebrauchen der "cool" durch die Betten hüpft und gefühlsmässig abgestumpft ist? Wohl kaum. m 53J
 
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Gast

  • #9
..."der Richtige hat mich noch nicht gefunden"
..."wenn man auf die wahre Liebe hofft"

Liebe FS, das klingt so unheimlich passiv ! Ist das wirklich der richtige Weg für Dich?

Aber zu Deiner Frage: Man redet ja angeblich am meisten von dem, was man gerade nicht hat. Und das ist eben für Singles häufig der Sex (psst: für Verheiratete auch!).

Wenn Singles über ihre beiden letzten 3-Wochen-Affären reden, vergessen sie oftmals zu erwähnen, das dazwischen 3 Jahre lagen. ONS, nun ja, so ein- bis zweimal in den letzten 5 Jahren.. Man schaut sich ja schon den Partner dafür recht genau an.

Also, liebe FS, ich habe aber schon den Eindruck, das es bei Dir momentan etwas arg wenig ist. Denke immer daran: Während Frau auf den Richtigen wartet, kann sie sich schon mal ganz gut mit dem Falschen amüsieren.

Oder empfindest Du Dein Leben zur Zeit als völlig befriedigend?

Das Du viel arbeitest, spricht nicht wirklich gegen eine Beziehung, auch nicht dagegen, das Du Dich mal unverbindlich umschaust. Es gibt genug Männer, die auch sehr ausgelastet sind. Gerade wenn man lange Jahre allein war, ist eine Beziehung mit Jemandem, den man nicht ständig sieht, der aber dennoch vorhanden ist, vielleicht gar nicht mal das Schlechteste.

Und, sage mal, gibst Du dem Glück momentan eigentlich überhaupt eine Chance?
 
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Gast

  • #10
Wenn ich mich durch das Forum lese, sind es weniger die Singles,
die sich durch die Betten wechseln und Frage dazu hier einstellen,
sondern Menschen die verheiratet sind oder in einer festen Beziehung leben.
 
  • #11
Dem Vernehmen nach läuft das Bett-Hopping aber nur durch massenweise Einverleibung ekligen Alks, wohl um die Hemmungen abzulegen und sich das Gegenüber schön zu trinken. Dann ist irgendwann Filmriss und am nächsten Morgen wacht man neben einem unbekannten Mensch auf und meint, man habe Sex miteinander gehabt. Aber stimmt das denn wirklich? Ich meine gehört zu haben, dass Besoffene keinen hoch kriegen.

Menschen, die sexuell auf ihre Kosten kommen, sind sicherlich zu beneiden. Aber nicht, wenn sie sich dafür besaufen und die Nacht zum Tage machen müssen. Dann doch lieber weiterhin Handbetrieb.

Gerade klare Menschen sind ein schönes Ziel ...
 
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Gast

  • #12
Da fragt man sich, ob man was verpasst wenn man auf die wahre Liebe hofft? Antwort: Ich verpasse überhaupt NICHTS wenn ich nicht durch die Betten gehe, eher umgekehrt ich gewinne! Häufiger SexPartnerwechsel macht den Menschen Partnerschaftsunfähig und gefühlskalt! m/45
 
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Gast

  • #13
Liebe FS, nein du verpasst NICHTS. Deine Einstellung ist ok. Lieber zufrieden (und manchmal auch glücklich) als Single, als nur um des Sex willen irgendjemanden sporadisch "haben".
Sex ist nicht so wichtig wie die eigenen Gefühle, die bei HWG ggfs. kaputtgehen. Ich glaube jedenfalls, dass die Gefühle kaputtgehen, weil doch irgendwie jedesmal die Seele Schaden nimmt. Ich wäre deshalb nicht der Typ für HWG.
w43
 
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Gast

  • #14
Liebe FS, Du kannst nur dann etwas verpassen, wenn Du weißt, was Du verpasst...
Ich glaube aber eher, dass du das Leben an sich verpasst, so wie du dein "eingespanntes" Leben beschreibst. Das hört sich nicht gerade erstrebenswert und aufregend an. Du solltest etwas verändern, bevor du bereust, dass du etwas versäumt hast.
w
 
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Gast

  • #15
Liebe 12, was ist denn bitte HWG?
 
  • #16
@ #14: wahrscheinlich häufig wechselnden Geschlechtsverkehrspartner?

Man verpaßt im Thema Anbandeln drin zu sein. Und das meine ich noch nicht mal auf sexuelle Handlungen bezogen sondern schon in der Anbahnungsphase. Jedenfalls geht es mir so. Ich habe den Eindruck alle kennen sich in diesem Kennenlernspiel aus - nur ich eben nicht. Und das mit Ende 30 - die meisten schlagen hier die Hände über dem Kopf zusammen. Ich komme mir ziemlich hilflos vor, wenn ich erst im Nachhinein merke, daß da eine Situation wohl auf eine Annäherung hinaus lief und ich es nicht gemerkt habe und dann leider nicht darauf eingegangen bin oder leider nicht entsprechend entgegengesteuert habe. Ich denke wohl irgendwie zu anständig... und finde es einfach schwer zwischen harmlosem Geplänkel und wirklicher Annäherung zu unterscheiden. Na und wenn man nie mit jemandem anbandelt kann sich nichts in ein Vertrauensverhältnis entwickeln das für mich nötig wäre, um Sex haben zu wollen. Ja, ich glaube, ich laufe Gefahr, die Chance auf die Liebe zu verpassen.
 
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Gast

  • #17
Wir alle wissen, dass Sex mit Liebe um ein millionenfaches schöner ist als ein ONS oder eine kurze Affäre, jedoch muss man auch mal ehrlich sein und zugeben, dass man die sexuelle Lust nicht so einfach ausblenden kann. Man kann als single glücklich sein, keine Frage, denn Glücklichsein ist nicht an Sex gekoppelt, aber es kann mir keiner erzählen, dass er nach Jahren ohne Sex sich nicht danach sehnt. Ich frage mich ernsthaft, wie man es 3, geschweige denn 13 Jahre ohne körperliche Nähe aushält.
w/34
 
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Gast

  • #18
Mein Lebenspartner ist vor zwei Jahren plötzlich und unerwartet verstorben. Ich (w/42) habe ihn sehr geliebt, wir waren 20 Jahre zusammen und wir wären zuammen alt geworden.

Ich vermisse ihn noch jeden Tag, fast jede Stunde. Das wird wohl für immer so sein.

Das hat aber gar nichts damit zu tun, dass ich körperliche Bedürfnisse habe, sowohl sexueller Natur als auch ihn Form von Nähe und Zärtlichkeit. Für meine seelische Ausgeglichenheit ist es sehr wichtig, diese Bedürfnisse nicht unter den Teppich zu kehren sondern sie ernst zu nehmen, ihnen Raum zu geben und zu befriedigen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr vielen Männern ebenso ergeht. Ich denke, die grosse Mehrheit sucht nicht den schnellen Sex, sondern hat auch ähnliche Bedürfnisse wie ich. Nicht auf der Suche nach der grossen Liebe, sei es, weil sie, zb. nach einer gescheiterten Beziehung noch nicht offen sind dafür aber nach Zärtlichkeit und Nähe und natürlich auch damit verbundenen Sex.

Um es kurz zu machen: ich habe momentan zwei Partner, mit denen ich mich regelmässig treffe, die ich als Menschen/Männer sehr gerne mag. Sicher ist es keine Liebe, aber starke Sympathie und Anziehung und respektvoller Umgang miteinander. Wir verleben schöne Stunden zusammen, gehen wieder in unseren Alltag zurück und jeder lebt sein Leben weiter. Für mehr bin ich/sind wir einfach nicht bereit. Es passt momentan in unsere jeweilige Lebenssituation. Nach solchen Stunden geht es mir sehr gut, ich fühle mich wohl und ausgeglichen und freue mich auf nächstes Mal.

Es war nicht ganz einfach, passende Partner zu finden. Zum Glück gibt es im Internet entsprechende Portale die das möglich machen. Trotzdem ist es noch ein Stück Knochenarbeit und sehr viel Auslese (sprich: Dates) bis der Topf das Deckelchen findet. :).

Wichtig ist mir dabei aber dass man von Anfang an offen und ehrlich kommuniziert miteinander, sich klar ist, dass jeder jederzeit "aussteigen" kann und auch weiss, dass dies dann auch schmerzen wird. Dessen sollte man sich bewusst sein - aber wer nichts wagt, der gewinnt auch nichts!

Und zuguterletzt weiss man nie, ob sich vielleicht nicht doch noch eines Tages mehr daraus entwickeln kann wenn die Zeit dafür reif ist.

Es gibt so viele verschiedene Modelle - jeder sollte dasjenige für sich finden, das ihm zusagt und sich trauen, es zu leben.

[Mod.= Signaturen nicht gestattet]