• #1

Was wollen Powerfrauen wirklich – die Opt-Out-Revolution?

Es gibt immer mehr erfolgreiche Frauen, die in der Blüte Ihrer beruflichen Laufbahn plötzlich entscheiden Ihre Zeit den Kindern zu widmen. Was könnte diese Frauen dazu bewegt haben?

Welche Rolle spielen dabei Fremdbestimmung, alltägliche Routine, Männer und die Vorstellung von Erfolg, Erfüllung und Herausforderung?

Was muss eine Firma solchen Powerfrauen bieten um sie nicht zu verlieren? Käme das für Sie in Frage?
 
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  • #2
Es gibt immer mehr erfolgreiche Frauen, die in der Blüte Ihrer beruflichen Laufbahn sind und sich plötzlich dafür entscheiden Ihre Zeit den Kindern zu widmen. Was könnte diese Frauen dazu bewegt haben?
Na was wohl? Da es auch Frauen "erwischt" die vor der Niederkunft die Fortführung der Karriere innerhalb von einem Jahr geplant haben und deren Partner voll mitspielen tipp ich mal auf die Macht der Hormone. Und die Einsicht dass Karriere vielleicht alleine auch nicht glücklich macht. Da ich ja auch glaube dass Frauen oft einfach zu klug sind gewisse Karrierestufen haben zu wollen (was ja bei beiden geschlechtern mit dem Verlust des Privatlebens einhergeht, bin hin zur Selbstaufgabe bei Konzernvorständen)

Was wir als Firma bieten? Na ganz einfach, die volle Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Arbeitszeiteinteilung. Und dann verlieren wir diese Frauen auch nicht- nur die die sich eben angesichts des Kindes anders entscheiden.
 
G

Gast

  • #3
Die Firma muss bieten:
- Kita mit Arbeitszeit-konformen Öffnungszeiten (muss ekine eigene Betriebskita sein, können sich ja mehrere Firmen zusammentun).
- flexible Arbeitszeiten (keine Präsenz aus Prinzip)
- statt überflüssiger Dienstreisen moderne Kommunikationswerkezeuge wie Videokonfernezen
- Aufgaben, die der Qualifikation entsprechen und Aufstiegschancen für fähige und motivierte Frauen. Wenn das nicht gegeben ist und frau gut verheiratet ist, bleibt sie leiber zuhause bei den Kindern statt einen trallala-Job zu machen.

Unabhängig von der Firma braucht es einen Partner, der Partnerschaft auf Augenhöhe leben kann und will. Hierin liegt das größte Manko, denn gleichermaßen qualifizierte Männer wollen bei der Karriere nicht zurückstecken.
 
  • #4
Die Firma muss bieten:
- Kita mit Arbeitszeit-konformen Öffnungszeiten (muss ekine eigene Betriebskita sein, können sich ja mehrere Firmen zusammentun).
- flexible Arbeitszeiten (keine Präsenz aus Prinzip)
- statt überflüssiger Dienstreisen moderne Kommunikationswerkezeuge wie Videokonfernezen
- Aufgaben, die der Qualifikation entsprechen und Aufstiegschancen für fähige und motivierte Frauen. Wenn das nicht gegeben ist und frau gut verheiratet ist, bleibt sie leiber zuhause bei den Kindern statt einen trallala-Job zu machen.
Das klingt gut - nur sollte man dabeisagen das sich soetwas nur große Firmen leisten können. Und auch da wird man schnell darüber nachdenken ob es am Ende nicht wirtschaftlicher ist Männer einzustellen.
Das ist ein grundsätzliches Dilemma. Leider ist es mittlerweile häufig so das Familien 2 Einkommen brauchen um über die Runden zu kommen. Da ist es garnicht möglich das einer der Partner sich um die Kinder kümmert. In meinen Augen wäre das eigendlich das wünschenswerte.

Es ist schon eine kranke Welt in der wir leben... Auf der einen Seite haben wir unendlich viele Menschen die eine Arbeit suchen - auf der anderen Seite haben wir Paare bei denen gerne einer die Betreuung der Kinder übernehmen würde wenn es denn finanziell möglich wäre.
 
G

Gast

  • #5
"Erfolgreiche" Frauen - was soll das denn bitte sein?
Sind alle anderen Frauen dann weniger wert?
"Nur" normal oder wie oder was?
Vielleicht muß mal nur der eiserne Besen durch´s Land gefegt werden, evtl. findet sich ja gar ne "Powerfrau" als Reinigungsfirma für die Oberstübchen.
 
G

Gast

  • #6
Das klingt gut - nur sollte man dabeisagen das sich soetwas nur große Firmen leisten können. Und auch da wird man schnell darüber nachdenken ob es am Ende nicht wirtschaftlicher ist Männer einzustellen.
Angesichts der Tatsache, dass die Frauen heutzutage die höheren und besseren Bildungsabschlüsse erzielen, treibt es die Firmen, die diesem Gedanken folgen in die Mittelmäßigkeit. Das ist nicht unbedingt ein Erfolgsmodell. Unternehmen, die einen höheren Frauenanteil in der Führungsliga haben, sind nun mal langfristig wirtschaftlich erfolgreicher, als Firmen, die auf die reine Männergesellschaft setzen. Gleiches gilt ja auch für Stabilität von politischen Systemen.
Abgeehen davon, steuern wir einen Fachkräftemangel zu, d.h. die Unternehmen wollen die Frauen im Job.
 
G

Gast

  • #7
Angesichts der Tatsache, dass die Frauen heutzutage die höheren und besseren Bildungsabschlüsse erzielen, treibt es die Firmen, die diesem Gedanken folgen in die Mittelmäßigkeit. Das ist nicht unbedingt ein Erfolgsmodell. Unternehmen, die einen höheren Frauenanteil in der Führungsliga haben, sind nun mal langfristig wirtschaftlich erfolgreicher, als Firmen, die auf die reine Männergesellschaft setzen. Gleiches gilt ja auch für Stabilität von politischen Systemen.
Abgeehen davon, steuern wir einen Fachkräftemangel zu, d.h. die Unternehmen wollen die Frauen im Job.
Die Bildungsabschlüsse braver und fleissiger Anpasserinnen sagen noch lange nichts über die Eignung und Bewährung im Beruf.

Bei den Firmengründungen z.B. spielen die Frauen weiterhin bestenfalls eine Nebenrolle. Jil Sander ist da bis heute eine der grossen Ausnahmen. Aber auch sie hat nicht durchgehalten.

Der grössere Erfolg durch Frauen in Führungspositionen und die bessere "Stabilität von politischen Systemen" (auch Diktaturen?) ist einfach nur feministisches Propagandagerede. Die unbegründet verzagte Bischöfin Kässmann hat jedenfalls heute einen fähigeren Nachfolger.

Bisher schaffen viele Frauen nicht einmal das, was ihre Väter geschafft haben: ein guter Job UND eine Familie, die sie ganz alleine ernähren und wo sie ihren Söhnen dann die Ausbildung finanzieren. Von den Ansprüchen, die ihre Ehemänner an sie stellen, ganz zu schweigen.
 
G

Gast

  • #8
Ich habe immer gern Frauen mit einem Studienabschluss beschäftigt, weil sie sich schinden können und im Gegensatz zu den Frauen in meinem Büro, die nie richtig gearbeitet haben, mit einer Lehre schon völlig ausgelastet waren und mit einer Vierzigstundenwoche heillos überfordert waren, regelmäßig bereit und in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen. Trotzdem habe ich sie alle nach der Geburt des ersten Kindes verloren. Jede von ihnen hat gesagt, dass sie nach der langen Zeit des schweren Studiums und der Arbeit eine Auszeit und eine Zeit der Ruhe brauchen. Nur eine hat behauptet, das Kind brauche sie exklusiv - sie hatte aber auch keine rechte Lust zur Arbeit. Ich finde es verständlich, dass Frauen ihr Frau- und Muttersein auch eine Weile auskosten und genießen wollen. Frauen in meiner "trockenen" Sparte üben ihren Beruf meistens in erster Linie zum Gelderwerb aus, Männer auch zur Selbstbestätigung. Natürlich müssten die Betreuungsmöglichkeiten verbessert werden, trotzdem werden viele Frauen sich diese schöne Zeit gönnen wollen - finde ich legitim, wenn es einen Mann gibt, der ihnen das bietet.
 
G

Gast

  • #9
Ich glaub, Peter Ustinov hat mal gesagt: "Frauen wissen nicht was sie wollen, aber sie sind fest entschlossen es zu bekommen".
In diesem Zitat stecke eine Menge Wahrheit! Frauen habe ich im Beruf immer als ausgesprochen ehrgeizig kennengelernt. Allerdings wurden Lebensplanung und Karrierewunsch meist obsolet, sobald es um Kinder ging. In der letzten Abteilung in der ich gearbeitet habe, waren ca. 70% Frauen und alle haben sich für ihr beruflichen Fortkommen ziemlich geschunden. Aber als die erste Schwanger wurde, hats nur ein halbes Jahr gebraucht und acht weitere wurden Schwanger. Da wurden aus "Powerfrauen" ganz schnell Mütter. Frauen sehen die werdende Mutter und denken sich, das will ich auch! Das mag nicht bei allen so sein, aber bei sehr vielen. Dieser Effekt "ansteckender Schwangerschaften" ist auch wissenschaftlich belegt, glaube ich.
Selbst wenn diese Frauen dann immernoch ihr Karriere weiter verfolgen wollen und nicht nur Mutter sein wollen, ist die Situation für eine Firma belastend. Die Übergabe der Arbeitsaufgaben und die Einarbeitung verschlingt Zeit und damit Geld.
Fazit: Frauen wollen Powerfrau sein und unabhängig, aber wenn das Kind da ist, siehts doch wieder ganz anders aus. Dann ist Mann wieder Versorger.
 
G

Gast

  • #10
Ich denke, die meisten der erfolgreichen Frauen haben eine gewisse Strategie entwickelt, mit der sie ihre Erfolge im Studium und im Beruf erreichen. Sie sind fleißig, etwas submissiv gegenüber Vorgesetzten und können durch Lernen und Streben recht viel erreichen. Sie schieben in ihren jungen Jahren die Partnerwahl auf die lange Bank, weil man ja später - durch ähnliche Strategien - auch erfolgreich auf diesem Sektor sein kann. Ein Trugschluß. Erst einmal gibt es schon per se für eine hochstehende Frau nur wenige Männer auf gleichem und höheren Niveau. Rangniedrigere Männer wollen Frauen i . d R. nicht. Nur diese Männer sind begehrt bei allen Frauen, von der einfachen bis zur Topfrau. Sie sind vergeben. Zweitens spielt bei der männlichen Partnerwahl das Aussehen und das Alter der Frau die Hauptrolle. Beides sind Gaben, die man sich durch Strategien nicht erarbeiten kann. Die Erfahrung mit Fleiß und Können etwas zu erreichen, schlägt hier völlig fehl. Im Gegenteil eine erfolgreiche Frau schlägt viele Männer in die Flucht. Wenn sie dann nicht mal besonders ausschaut oder zu alt ist, naja..

Findet diese Frau dann doch einen Partner, auch wenn er nur im Torschlußrausch als richtig erachtet wird, muß es natürlich mit den Kindern recht schnell gehen, denn die Uhr tickt ja seeehr laut. Das erklärt den plötzlichen Umschwung.
 
  • #11
1. Genau der gleiche Fleiß und Ehrgeiz und die hohen Maßstäbe, die die Frauen schon zum Erfolg im Beruf gebracht haben. Zumindest bei mir gleich nebenan im Prenzlauer Berg ist Muttersein ein harter, fordernder Job: Bentoboxen füllen, die besten Geburtstagscupcakes machen, die tollste Förderung fürs Kind finden etc.
2. Es gibt in vielen Akademikerkarrieren eine Art Wasserscheide. Ab da geht man dann in die Führungsposition. Dazu die gläserne Decke, an die Frauen stoßen. Ab diesem Moment kostet jeder Erfolg doppelt. Die ist bei Frauen in der Regel selten mit kleinen Kindern zu vereinbaren. Führen heißt fordern, fördern und delegieren. Das haben Frauen selten gelernt, sie sind auf Fleiß und Anpassung konditiniert. Die meisten führen deshalb auch keine Familie, sondern reiben sich daran auf.
3. Rollenzuschreibung: Eine Frau hat einfach das Fallback, das heißt "dann bekomme ich eben Kinder". Sie hat damit einen leicht auszuübenden Ersatzberuf ohne hohe Qualifikations- und Einstiegsbarrieren. Dafür muss man nur loslassen. Männer können das nicht. Im Gegenteil, von Männern wird beruflicher Erfolg erwartet.
4. Konkurrenz. Ich habe den Eindruck, es ist vielen Männern nicht unrecht, wenn die ehrgeizigen Kolleginnen ausscheren.

Was zu ändern wäre? Die romantisierende und die Frauen zu Emotions-, Beziehungs- und Famillienproletarierinnen degradierende konservative Muttervorstellung abschaffen. Ernstzunehmende Kinderbetreuungsmöglichkeiten schaffen. Eine arbeitende Mutter nicht wie ein Alien behandeln, sondern als Kollegin.
 
  • #12
@2
machen wir alles
Die Firma muss bieten:
- Kita mit Arbeitszeit-konformen Öffnungszeiten (muss ekine eigene Betriebskita sein, können sich ja mehrere Firmen zusammentun).
- flexible Arbeitszeiten (keine Präsenz aus Prinzip)
- statt überflüssiger Dienstreisen moderne Kommunikationswerkezeuge wie Videokonfernezen
- Aufgaben, die der Qualifikation entsprechen und Aufstiegschancen für fähige und motivierte Frauen.
kleine Einschränkung: wir machen KEINE überflüssigen Reisen- dennoch sind es reichlich viele. Es lässt sich eben gerade im technischen Bereich nur recht wenig per Video regeln. Überflüssige Reisen kosten nämlich und fressen Arbeitszeit.
Und wir machen bei den Aufgaben und Aufsteigschancen keine Unterschiede zwischen den geschlechtern.

Dennoch "verlieren" wir etwa die Hälfte der bestens qualifizierten Frauen Dauerhaft in die laaaange Babypause.

Im übrigen liebe Geschlechtsgenossen: Frauen machen mit denselben Mitteln Karriere wie wir auch. Im Konzern durch Anpassung, Politik, ggf. auch Intrige, dem kleinhalten von Konkurrenten und etwas Leistung. Im Mittelstnad nur und ausschliesslich durch Leistung.