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  • #1

Was versteht ihr unter Gleichberechtigung?

ich stelle immer wieder fest, daß dieses Wort gerne genutzt, aber von jeder/jedem anders verstanden und gemeint wird.
 
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  • #2
Ich denke, daß beide abgesehen von zwingenden biologischen Unterschieden die gleichen Rechte haben sollten.

So mag ich auch keine Hausfrauenehe ... Wenn ich wirklich mal in einer glücklichen Kinderkrieg - Beziehung sein sollte, so hätte ich es gerne, daß beide arbeiten und daß sich beide um die Kinder kümmern - der eine mehr, der andere weniger aber im Prinzip beide.

Aber: Welches konkrete Problem verbirgt sich hinter dieser Frage ? Fragesteller wirft pauschal ein Thema ohne konkreten Anlaß und ohne konkreten Bezug in den Raum ...

7E2176FE - m, 39
 
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  • #3
Für mich bedeutet GB:

jeder kann seinen Anlagen entsprechend leben, arbeiten und lieben, unabhängig ob mensch weiblich, männlich, rothaarig oder dick ist.

Für mich bedeutet GB also nicht die Umkehr ehemaliger tradierter Rollen oder gar Teilung jeglicher Arbeit zu gleichen Teilen.
 
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  • #4
Ich verstehe darunter, dass alle gleiche Rechte UND Pflichten haben sollten. Frauen kämpften ja so sehr um ihre Gleichberechtigung und haben inzwischen, relativ betrachtet, in vielen Bereichen tatsächlich gleiche Rechte wie Männer und umgekehrt. Was den Verdienst im Beruflichen angeht sind die Einkommen zumindest in größeren Betrieben und Industrie schon ziemlich angeglichen, und Männer können Vaterschaftsurlaub nehmen. Allerdings gibt es noch immer die Wehrpflicht NUR für die Männer, während Frauen dazu nicht verpflichtet sind, obwohl Frauen das stärkere Geschlecht sind. Und auch im privaten Bereich herrscht kaum Gleichberechtigung, da Frauen immer wieder bevozugt werden. Sei es kostenfreier Eintritt bei Veranstaltungen oder grundsätzlich das leichtere Vorbeikommen am "Türsteher", wenn sie nur mal eben mit ihren Titten wackeln. In der Partnerschaftssuche wie hier wird den Frauen immer noch stillschweigend das "Recht" zugesprochen in Abwarteposition zu verharren bis die Männer sie anschreiben, der Mann hat dieses Recht nicht bzw. dann keine Chance. Ausnahmen gibt es allerdings immerhin ein paar.
 
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  • #5
jetzt muß ich mir schon selbst antworten...

Ich habe die Frage gestellt, weil ich immer wieder auf den Satz "Männer haben Angst vor gleichberechtigten Partnerinnen" stoße. Ist das so??? Haben sie Grund dazu???

Alles ruft nach Emanzipation, die wenigsten wissen wovon und in welche Richtung sie sich emanzipieren (sollen/wollen).

Emanze ist ein Schimpfwort(?), Gleichberechtigung scheint ab und zu eine Drohung zu sein...

Wenn wir uns seitenlang über Schamhaarfrisuren unterhalten können, können auch mal über solche Themen sprechen - man ist ja nicht dauernd zusammen im Bett...

w55
 
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  • #6
#3 das ist aber harter tobak.
solange haushalt, kinder- und altenpflege zu 95% in den händen der frauen liegt, verbitte ich mir jegliche wehrpflicht für uns!
hier bin immer ich diejenige, die kontakte anbahnt und hält - tja, nach 14 monaten ep hab ich noch nix davon gemerkt, dass männer die aktiveren sind. und werfe das auch niemandem vor.

gleichberechtigung wie bei #2 klingt zwar gut, aber wer macht dann die lästigen dinge?

gleichberechtigung bedeutet für mich realiter gleiche rechte und pflichten und das ist schwer durchzusetzen, wenn man nicht viel geld hat. nach begabung kann man gb durchaus aufteilen, aber dann sollte schon ein ausgleich für die jeweilige pflicht dasein. kann sie besser kochen putzen bügeln - wie fast immer leider - was macht dann er? auch so viel freizeit in solche dinge stecken und den beruf dafür vernachlässigen? na klar, oder?

schwierig ist das, aber durchaus bedenkenswert.
 
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  • #7
#3

mir gefällt deine Antwort, denn genau in diesen Ansichten ist das Problem begraben. Du bist der Meinung, daß nur Frauen weibliche Charakterzüge habe - stimmt nicht. Jeder Mensch hat weibliche und männliche Anteile. Und, um in die von dir angeführte gleiche berufliche Position wie Männer zu kommen, braucht eine Frau einige männliche Charaktereigenschaften.

Ist es nicht egal, ob eine Frau dank Tittenwackelns, oder der Mann wegen seines Armanianzugs in die Disko kommt? Wo siehst du eine Bevorzugung der Frauen im privaten Bereich? Warum denkst du, daß es ein Vorteil ist, in Abwarteposition zu verharren? Im Grunde genommen ist es doof, rumzusitzen und darauf zu warten, daß man (Frau) angesprochen wird (und blöderweise sprechen die, von denen man angesprochen werden möchte einen vielleicht nie an) - und wenn Frau anspricht, ist Mann schockiert, oder?

w55
 
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  • #8
#5

hier #2 nochmal

manchmal ist es so, dass die lästigen Arbeiten von dem einen als weniger lästig empfunden werden, so macht der andere dann eben etwas anderes lästiges.

Ich z.B. bügle doch durchaus lieber, als mich um Müllberge oder Treppenhausputz zu kümmern. Das darf dann in der selben Zeit er machen, wenn er nicht bügeln kann oder möchte. Sollte er es tatsächlich wollen, dann beiss ich mir eben selbst in den Allerwertesten und teile mit ihm beide Arbeiten abwechselnd.
GB bedeutet für mich auch, dass ich auch bereit bin, die Arbeiten zu tragen die mir nicht schmecken und ihm auch nicht. Dasselbe erwarte ich von ihm.

Und: in meinen Händen liegt weder die alleinige Hausarbeit, noch Kinderbetreuung oder Altenpflege. Das überlasse ich gern anderen. Und wenn es Frauen gibt, die es tun und wollen, bitte sehr. Aber sich dann auch nicht beschweren bitte.
Hier ergreife ich mal für Männer Partei: Männer haben den Zwang zur Bundeswehr/Zivildienst. Und das ist nicht korrekt. Gleiches Recht für alle. Es kann nicht sein, dass Frauen sich nur die Rosinen rauspicken. Da brauchen Frauen auch nicht erwarten, dass Männer näher rücken.
Abgesehen davon bin ich generell gegen Pflicht bei der Bundeswehr bzw. den Zivildienst.

Mit freundlichen Grüssen

w39
 
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shyguy

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  • #9
Solche Schlagworte sind nur dazu gut, viele Worte darum zu machen.
Ich erwarte von anderen nur das, was ich in ähnlicher Situation bereit wäre zu tun oder zu geben. Eigenartiger Weise kommen (sowohl Männer als auch Frauen) mit überzogenen Vorstellungen und Erwartungen besser durch Leben.
 
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  • #10
#7

als ich jung war, habe ich mit dem Gedanken gespielt, eine Verfassungsbeschwerde einzureichen, damit ich zur Bundeswehr eingezogen werde, um dann verweigern zu können..... ich hatte die Jungs darum beneidet, ihre Einstellung zur Wehrplicht darlegen zu können.

Inzwische weiß ich, daß das nicht nötig ist. Die Frauen meines Alters hatten im zweiten Drittel ihres Lebens einen 24-Stunden-Job wg. Kindern und Familie, und jetzt sind sie es, die sich um die alten Eltern und Schwiegereltern kümmern. Beides Jobs, die nur dann als überflüssig gelten, wenn man weder Kind, noch alt ist. Ich kenne übrigens keinen in einer Beziehung lebenden Mann, der seine oder die Eltern seiner Frau pflegt und in den Alten- und Pflegeheimen sieht man wenige männliche Besucher - und wenn, dann sind sie mehr oder weniger zwangsweise "dabei".

Wem überläßt du nun die Kinderbetreuung und Altenpflege? Fremden, professionellen Pflegekräften (übrigens ein schlechtbezahlter, harter Job, der vor allem von Frauen ausgeübt wird).

Ich war mit einem sehr erfolgreichen Mann, der einen 14-Stunden-Arbeitstag (selbstständig) hatte und tagelang unterwegs war. Wenn ich ihn abends an seine Haushaltspflichten erinnert hätte, wäre er der berechtigten Ansicht gewesen, daß ich spinne. Egal, ob Mann oder Frau, wenn jemand außergewöhnlich gut verdient, muß er/sie fast immer eine außergewöhnliche Leistung erbringen - und braucht einen Partner, der ihm den Rücken frei hält. Und wer ist jetzt der oder die, der die Rosinen rauspickt? Es ist schön, beruflich erfolgreich zu sein, und es ist schön, für andere Menschen (egal, ab sehr alt oder sehr jung) dazusein. Die meisten Tätigkeiten - egal ob bezahlt oder unbezahlt - haben ihre Berechtigung und sollten respektiert werden!

Ich bin mit dem Wehrdinst für Frauen einverstanden, wenn die Gebärpflicht (oder wenigstens die Pflicht zur 1-jährigen Kinderbetreuung) für Männer eingeführt wird... - wird bisher nur von 4% der Männer genutzt, warum wohl???

w55
 
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  • #11
#9

Gebärpflicht für Männer. Na das finde ich ja niedlich. Männer haben ja gar nicht die Möglichkeit, selbst wenn sie wollten. Es handelt sich um eine körperliche Angelegenheit.

Ich als Frau habe genauso kein Interesse in ein Altenheim zu gehen, geschweige denn würde ich meine Schwiegereltern pflegen. Ja bin ich Pflegerin oder was???
Ebenso hab ich kein Interesse irgendwelche Kinder zu hüten.
Wenn du das tun möchtest, ist das deine freiwillige Entscheidung, genauso wie einen erfolgreichen Mann zu nehmen und für ihn die Bude zu kehren. Aber beschweren ist nicht okay, denn du hast die freie Wahl es zu lassen oder zu tun.
Nur was die Wehrpflicht angeht, diesbezüglich haben die Männer keine Option.
Es geht hier weniger um das inhaltliche, als eher um die Basis. Ich hoffe du konntest mir jetzt folgen.
 
  • #12
Gleichberechtigung bedeutet nur, dass beide Geschlechter die gleichen Rechte und Pflichten haben.

zu #8 + #9: Die Wehrpflicht ist doch kein Ausgleich für Kinderkriegen. Die Biologie hat doch nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Es ist letztlich sehr inkonsequent, dass nicht auch die Pflichten harmonisiert wurden.

zu #4: Ja, wenn eine Frau in Diskussionen von Gleichberechtigung schwadroniert, dann handelt es sich oft um feministische Typen, denen es eher um ihre eigenen Vorteile oder Männerhass geht als um wahre Gleichberechtigung. Ich und meine Kolleginnen empfinden uns auf jeden Fall als gleichberechtigt und kämen nicht auf die Idee darüber zu faseln.
 
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  • #13
#7, ich bin #5

weißt, tu bitte nicht alles in einen Topf werfen. Es ist wahrhaftig sehr idealistisch zu meinen, sich alles gerecht aufteilen zu können.

Liebe Fragestellerin, bin deiner Meinung #9

Jung und knusprig - frisch verheiratet, wollten wir bald Kinder bekommen - unsere alten Eltern sind gestorben, als wir noch Jugendliche waren und das wollten wir unseren Kindern ersparen. Ja, Gleichberechtigung war auch in unsrem Kopf - gleiches Studium... DIe Realität sah anders aus. Er hatte einen Job, der viel Aufbauarbeit verlangte - ich hatte 2 Kinder schnell hintereinander und keinen Job. Was blieb über, als die Kinderbetreuung allein zu schaukeln und dazu alles, was Haushalt betrifft und das dann ungeplant über mehr Jahre als gedacht. Ich hatte dann sehr wohl bald auch eine Arbeit, aber als Lehrerin ist das ja nicht so zeitintensiv, nicht wahr? Da bleibt ja genug über für mehr Kinderbetreuung und Haushaltspflichten als bei einem normalen Menschen. Da gibts keinen Ausgleich in der Realität, das würde kein Partner verstehen. Hätte mir oft gewünscht, unsre Lehrerprivilegien, zuhaus arbeiten zu können, hätten in der Schule stattgefunden und mein Partner hätte ähnlich viel Zeit zuhause verbringen können.
Denn für mich entpuppte sich der Job, Kinder und Haushalt auch bald als ein 24Stunden Job, der kaum Platz für Ruhe bot und das nur, weil Job und Job nicht das gleiche ist und Karriere für zwei und Kinder dazu nicht möglich ist.

Gleichberechtigung findet nur statt, wenn beide gleich viele Stunden arbeiten, zuhause oder woanders und ähnlich viel Freizeit vorhanden ist, alles andere sind Arrangements, die man dulden muss oder ausmachen und viel drüber reden, denn Abwechslung ist auch oft unmöglich. Ich wünsche mir, dass die Arbeit zuhaus endlich mal gesehen wird und als Arbeit auch bewertet wird, aber das geht ja nur, wenn man sie mal selbst gemacht hat. Ich hoffe, dass mein zukünftiger Partner da als Alleinstehender, Geschiedener... diese Erfahrung gemacht hat und weiß, worüber man redet, wenn hier GB gefordert wird. Davor braucht man sich dennoch nicht zu fürchten, sondern muss die Realität einfach als Realität mal zur Kenntnis nehmen.

w47
 
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  • #14
#11 sag, darf das noch wahr sein? Welches Leben lebst du Frederika, dass du meinst, es ginge um Männerhass?
Das ist doch völlig daneben!
Aber schön, dass du völlig gleichberechtigt mit deinen Arbeitskollegen leben kannst. Gratuliere, das ist selten einer Frau vergönnt.
 
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  • #15
Gleiberechtigung heißt für mich im privaten Bereich, dass sie die Waschmaschine befüllt und anschmeißt und ich die Wäsche dann aufhänge. Im öffentlichen Bereich, dass alle die gleichen Chancen haben und zwar nicht nur formal. Sich für beides einzusetzen ist doch völlig in Ordnung und hat nichts mit Emanzentum zu tun. Die einzige Feminstin, die ich kannte (und liebte) war sehr apart. Wenn man ihr dumm kam, mußte man allerdings schnell in Deckung gehen ;-)
 
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  • #16
an ALLE FRAUEN HIER: also, ich möchte nichts mehr hören von Gleichberechtigung! Schon gar nicht von den Frauen (ich bin selber eine Frau!)
Hey Mädels, habt ihr denn noch nicht verstanden, dass wir Frauen den Männern haushoch überlegen sind? In jeder Hinsicht? Man sollte Männer wie ein luxuriöses Stück Seide betrachten, nicht mehr und nicht weniger: nach dem Motto, man braucht es nicht unbedingt, aber es ist doch soooo schön, dass es sie gibt!
Das Problem ist nur, dass viele Männer es nicht zugeben wollen, dass wir ihnen überlegen sind, aber wissen tun sie es sehr wohl. Also ich möchte nicht gleichberechtigt sein, sondern lieber überlegen - weiterhin - so wie es schon seit Adam und Eva halt ist!
Wäre es nicht schon immer so gewesen, hätten es seit Jahrtausenden die Männer gar nicht nötig gehabt, die Frauen unterdrücken und verbrennen zu wollen. Warum? - wenn sie KEINE Angst vor unserer Überlegenheit gehabt hätten, hmm??? Aber es gibt immer jemanden, der unterdrückt und einen zweiten, der sich unterdrücken lässt, nicht wahr? also nicht jammern, sondern hinschauen, wie es ist in der Realität. Lässt sich manche Frau nicht auch deshalb unter der Fuchtel halten, weil es halt bequemer ist, als ein selbstbestimmtes Leben zu führen?
Aber psssssst!!! nicht an die Männer weitersagen und vor allem wichtig, es ihnen nicht zu zeigen, dass wir Mädels das alle wissen............!!!!!! ****gggg****
Männer mit gesundem Selbstvertrauen sagen das selber ganz offen, dass wir Frauen ihnen überlegen sind - und DIE haben dann aber auch kein Problem damit, sondern sonnen sich in den Strahlen, die wir aussenden - schlaue Bürschchen, muss ich schon sagen!
Übrigens: Männer mit wenig Selbstvertrauen meinen, ich wäre vor 300 Jahren eh auf dem Scheiterhaufen gelandet! Dann bedanke ich mich sehr herzlich für das Kompliment, ich liebe es, eine Hexe zu sein!!!!!!!!!!!!!!!!!
 
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  • #17
@#11: Ich nehme nicht an, dass Du Erzieherin (Kindergärtnerin) bist, sonst wäre Dir sicher aufgefallen, dass Müllmänner ohne Schulabschluss in Deutschland mehr verdienen als Erzieherinnen mit Studium. Aber eine Frau, die plant - bei Erscheinen eines geeigneten Ernährers - ihre Kinder rund um die Uhr selbst zu erziehen, hat es nicht nötig, über Gleichberechtigung zu schwadronieren.
 
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  • #18
@5
Denk doch mal bitte darüber nach, warum Haushalt, Kinder und Altenpflege zu 95% (woher hast du eigentlich diese präzise Nummer?) in den "Händen" der Frauen liegen! Wenn NUR die Männer an die Knarre verdonnert werden, bleiben im logischen Schluss nur die Frauen für deine genannten Punkte übrig! Und ich spreche jetzt nur von diesem Zeitraum! Das Verhältnis würde sich definitiv ändern, wenn beide Geschlechter zum Dienst an der Waffe staatlich verknackt oder freiwillig sich dafür oder dagegen entscheiden dürften.
Gleichberechtigung habt ihr jahrelang gefordert. Die steht euch auch zu. Aber dann mit allen Vorteilen UND Nachteilen!

Wie ich schon sagte, es gibt auch Ausnahmen unter den Frauen, die Männer anschreiben.

@6
Ich habe nie behauptet, oder auch nur Ansatzweise davon geschrieben, dass ausschliesslich Frauen weibliche Charakterzüge hätten. Dass ist eine Unterstellung, ein Vorurteil mir gegenüber. Dass unter beiden Geschlechtern beide Züge vorhanden sind, bei jedem in anderem Maße, ist mir durchaus bekannt :)

Gleiche Charaktereigenschaften für gleiche Position notwendig? NEIIIII-EN! Dafür ist Gleichberechtigung von Nöten, mehr nicht! Im Metallbereich gibt es inzwischen auch Frauen, sowie es in den kosmetischen Branchen auch Männer gibt. Auf dem Papier gibt es ja diese Gleichberechtigung schon, nur in den Köpfen so mancher Herrn und Frauen eben noch nicht. Das ist eine Sache von Vorurteilen und verkorkster und antiquierter Einstellung.

Es geht hier weniger darum, ob Frau wegen Tittenwackelns , oder der Mann wegen des Armanianzugs in die Disko grundsätzlich hereinkommt, sondern darum, dass Frauen nur all zu oft KOSTENFREI rein kommen. Wie oft hast du denn schon mal von einer "Men Night" oder "Männer halben Eintritt" gehört? Ich ehrlich gesagt höre und lese ständig "Ladies Night", "Frauen freier Eintritt" etc. usw. Darüber hinaus sollen dann Männer auch noch gleich beim ersten Date alles spendieren. Etwas einseitig und übervorteilt, zugleich auch ein Tabuthema.

In der neusten Werbung "Kennst den Unterschied zwischen Männer und Pickel?" wird ebenfalls aktiv Männerunterdrückung/-verachtung demonstriert. In den Medien ist mir ehrlichgesagt schon seit Jahren, zumindest bewusst, keine derart frauenfeindliche Werbung mehr aufgefallen.

Ich spreche nicht von Vorteil einer Abwartehaltung bei den Frauen, sondern von Nachteil für die Männer wenn sie dies gleich tun. Bei Frauen ist es legitim zu warten und zwischen 20 Bewerbern pro Tag sich den Besten heraus zu picken, Männer werden fast schon dazu genötigt DAS Erstbeste zu nehmen! Kann natürlich auch ein Glückstreffer sein.

| Im Grunde genommen ist es doof, rumzusitzen und
| darauf zu warten, daß man (Frau) angesprochen wird
| (und blöderweise sprechen die, von denen man
| angesprochen werden möchte einen vielleicht nie an)
Hurra!!! Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Hoffentlich haben noch sehr viel mehr ein und die selbe Erkenntnis. Es gibt ja inzwischen schon immer mehr Frauen, die Männer ansprechen. Es hat sich also schon etwas gebessert und die alte Ansicht der Rolle des Mannes zerbröckelt langsam und auch hoffentlich sicher.

| und wenn Frau anspricht, ist Mann schockiert, oder?
Puhhh... wäre das für euch Frauen so eine neue Erkenntnis, wenn mal einige dabei sind, die von euch nichts wissen wollen, weil ihr eben einfach nicht deren Typ seid und Männer dann den gleichen Vorteil nutzen wie Frauen seit Jahrhunderten, nämlich Körbe bei Desinteresse zu verteilen? Dass ist Gleichberechtigung, und eben einer der Nachteile für euch Frauen! Aber naja, bei gleicher Erkenntnis und gleichen Problemen sollte ja nun langsam eine Annäherung unter den Geschlechtern leichter fallen. Wie heißt es so schön, "Gleich und Gleich gesellt sich gern". :)

Und um mal was lustigeres zum Thema Kochen zu äußern, meine ehemalige WG-Partnerin hatte mal für mich einen Brocken Fleisch gebraten. Da es Fertigfutter aus dem Tiefkühlfach war, ist also nicht mit sonderlichem Talent bei der Zubereitung zu rechnen. Es schmeckte mir sehr gut. Ganz besonders mochte ich damals den mittleren Teil. Er war schön saftig und zart, geschmacklich einwandfrei. Nur der obere und untere Teil schmeckte mir nicht so besonders. Oben noch tiefgefroren und Unten Rabenschwarz verbrannt! Wie hat das gleich noch mal ein Comedian treffend formuliert, "Früher lernte Mann Frauen kennen, die konnten kochen wie deren Mütter, heute lernt Mann Frauen kennen, die können saufen wie deren Väter.". Selbst kann ich inzwischen, nicht zuletzt auch wegen dieser Erfahrung, sehr gut kochen und die anderen "lästigen" Tätigkeiten verrichten. :)

Die meisten dieser Ansichten und gesellschaftlichen Knackpunkte betreffen allerdings überwiegend die jüngere Generation, denn du selbst bist mit 55 in einer anderen Zeit mit anderen Ansichten und Werten aufgewachsen.
 
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  • #19
schön, wenn wir uns darüber einig sind, daß Frauen Kinder bekommen. Deshalb spielen kleine Mädchen lieber mit Puppen und kleine Jungs mit der Eisenbahn.
Wenn ihr eine Tochter habt, die gerne an Autos herumbastelt, findet ihr das wunderbar, bei einem Jungen, der am liebsten die Pabypuppe wickelt, zuckt man eher zusammen, oder? Weil wir hier alle anonym sind, kann man ehrlich seine Meinung sagen. Geht es, ungeachtet aller Gleichberechtigung, wirklich nur mir so? Und wenn es so ist, werden die männlichen Eigenschaften nicht nach wie vor besser bewertet, als die weiblichen?

Kann man wirklich von Gleichberechtigung sprechen, wenn ich das Recht habe, meine männlichen Eigenschaften auszuleben, aber meine weiblichen Eigenschaften nach wie vor als wertloser betrachtet werden?

Offensichtlich habe ich von Gleichberechtigung eine etwas seltsame Vorstellung. Hat in meinen Augen viel mit Gerechtigkeit = einem Menschen und/oder einer Situation, "gerecht werden" zu tun und wenig mit Gleichschaltung.

Ich z.B. möchte nicht wie ein Mann sein. Ich finde Männer wunderbar, aber ich bin keiner. Ich habe weniger Muskelmasse und meine "Denke" funktioniert anders (nicht besser, nicht schlechter, nur anders!)

In meinen Augen leisten Frauen (und Männer), die sich gut um ihre Kinder, oder um hilfsbedürftige Angehörige kümmern ebenso viel, wie ein Angestellter, ein Bankdirektor oder ein Fußballspieler - wobei man gerne ein -in hinter alle Berufsbezeichnungen hängen kann.

w55
 
  • #20
@#16: Du scheinst "Gleichberechtigung" mit "Gleichheit" zu verwechseln. Was in aller Welt hat das Gehalt von Müllmännern mit dem von Kindergärtnerinnen zu tun? Nichts! Erstere Gehälter sind im übrigen nicht nur deswegen so hoch, weil der Job mies ist, sondern insbesondere weil die ÖTV, heute Verdi, in unzähligen Gehaltsrunden immer wieder Erhöhungen erkämpft hat, während die Erzieherinnen erst jetzt beginnen, sich zu organisieren und zu kämpfen.

Gleichberechtigung zielt auf gleiche Rechte ab, nicht darauf, auf Krampf so zu sein wie Männer oder alles den Männern nachzuäffen.

Chancengleichheit ist ebenfalls separat von Gleichberechtigung zu sehen und hat viel mit sozialen Komponenten zu tun, nicht nur mit legislativen und administrativen Aspekten.
 
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  • #21
Liebe Frederika,

<themenfremde Analysen entfernt, bitte beim Thema bleiben! MOD>

Vielleicht bin ich von Vorgestern, aber mir ist es wichtiger, mir 10 oder auch 30 [MOD] Minuten für ein Gespräch mit einem Menschen zu nehmen, der ein kleines oder großes Problem hat, als furchtbar wichtige Entscheidungen zu treffen. Und, ich fühle mich tatsächlich ebenso wichtig wie du.


w55
 
B

Berliner30

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  • #22
Gleichberechtigung = z.B. alle Gesetze, Richtlinien etc. gelten für jeden (z.B.Wahlrecht uvam.)

In der Beziehung kann man keine absolute Gleichberechtigung erreichen, da es zwischen Mann und Frau nun mal körperliche Unterschiede gibt. Hausfrauenarbeit ist nur sehr begrenzt auf den Mann übertragbar (Kinder säugen geht schon mal nicht als Mann...). Andererseits ist es zum Glück auch nicht möglich, das Frau/Mann jeden Beruf durchführen kann und somit auch hier niemals absolute Gleichberechtigung herschen wird.

Aufgrund der vorhandenen Unterschiede sowie meiner Meinung ist eine Frau mit dem Willen auf absoulte Gleichberechtigung weniger interessant als wie eine Frau mit aktuellen und realistischen Gedanken.

Über Kleinkram wie aufräumen, Müll runterbringen, Einkaufen, Kinder wickeln, Kinder betreuen, etc. braucht man sich nicht zu streiten, das ist selbstverständlich als Mann.
 
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  • #23
Für mich besteht Gleichberechtigung darin, dass sich bei Entscheidungen, die beide betreffen, keiner mehr durchsetzt als der andere. Das gilt nicht nur für die Partnerschaft zwischen Frau und Mann. Im Grunde muss der Leidensdruck unter den Dingen, die als Pflicht empfunden werden und der Genuss der Dinge, die als postitiv empfunden werden, gleichmäßig verteilt werden. Da liegt bei klassischer Verteilung der Fähigkeiten zunächst eine klassische Rollenverteilung nahe. Wenn aber bei einer Arbeitsteilung bei einem der beiden das Gefühl da ist, mehr zu leiden, sei es durch höheren Zeitaufwand oder durch als weniger angenehm empfundene Tätigkeiten, dann ist keine Gleichberechtigung mehr gegeben.

Noch zur Wehrpflichtdiskussion:
Wir hatten es ja schon einmal in einem anderen Forum (http://www.elitepartner.de/forum/wie-steht-ihr-frauen-zur-militaerischen-vergangenheit-oder-gegenwart-von-maennern.html): Die Wehrpflicht ist (nicht nur) meines Erachtens eine Freiheitseinschränkung für einen Teil der Bevölkerung aufgrund ihres Geschlechts, die so meinem Rechtsempfinden nach im exakten Gegensatz zur Gleichheitsforderung nicht nur des Grundgesetzes steht.
Eine gesetzliche Pflicht für jede Frau, Kinder zu gebären, sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu kümmern gibt es zum Glück nicht. Dass diese Tätigkeiten sicherlich mehr von Frauen als von Männern ausgeübt werden, wird vermutlich niemand bestreiten und hat sicherlich etwas mit mangelnder faktischer Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft zu tun. Das hat aber noch eine ganz andere Qualität als eine gesetzliche Wehrpflicht für Männer. Meiner Meinung nach läßt sich eine Wehrpflicht für Männer nur bei einem klassischen Rollenverständis von Frauen und Männern und damit einem grundsätzlich nicht gleichberechtigten Verhältnis von Frauen und Männern vertreten.

Vulpes
 
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  • #24
#22

manchmal regelt die Zeit die Dinge. Wegen Wartens auf den Studien-, oder Ausbildungsplatz machen inzwischen eine große Anzahl von jungen Männern UND jungen Frauen ein Soziales Jahr. Daß das oft mit einem Auslandaufenthalt verbunden ist, halte ich für einen weiteren Vorteil.

Zur Zeit ist mein Neffe für ein Jahr in Indien, meine (fast gleichaltrige) Tochter in Canada. Ich würde ein sozialen Pflichtjahr für alle, der Wehrpflicht für Männer grundsätzlich vorziehen. Andererseits stellt sich, wenn man z.B. die USA ansieht die Frage, ob ein Berufsheer wirklich eine so gute Lösung ist.

w55
 
A

Apollo

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  • #25
Gleichberechtigung ist ein Kampfbegriff. Wenn ich will, eine Worthülse, in welche all die Wünsche und Träume einfließen (können), die nicht gesetzlich reglbar sind. Weil der Begriff vom Gesetz her inhaltlich nicht definiert und auch nicht definierbar ist (es wäre sonst Sanktionierung individueller Entscheidungsfreihet), gleicht er dem Floskel "Recht auf Arbeit". Er bietet überdies ständig zündstoff für sterile Diskussionen. Er verspricht etwas, was er nicht halten und erfüllen kann, hört sich aber "gut" an. Ein Recht, das nicht gesetzlich einforderbar, erstreitbar ist, ist kein Recht. So ist das auch mit dem Kampfbegriff Gleichberechtigung. Wer berechtigt wen zu was? Ich mich? Du dich? Ich dich? Du mich? Wir uns? Nehmen wir dabei Fremdbestimmung unserer Rechte oder Selbstbestimmung unserer Rechte in Anspruch?

Lebenssituation und Charaktere entscheiden darüber, in welchem Maße zwei Menschen im Hier und Jetzt zu etwas fähig sind, etwas ins Leben zu rufen, womit sie zufrieden sind. Das bedarf jedoch keines Namens. Glück wie Unglück sind außerdem unaussprechbar. Die Gestaltung von Paarbeziehungen darf man nicht an Begriffen und Parolen ausrichten und fragen: "Leben wir denn eine gleichberechtigte Beziehung?". Man sollte sich viel mehr Gedanken darum machen: "Wie wollen wir unsere Beziehung gestalten, daß wir beide darin glücklich und zufrieden sind," Die Taten entscheiden, nicht die Worte. Über Begriffe wird man immer nur streiten, weil sie nicht konkret und interpretierbar sind und in jedem andere Gefühle, Assoziationen und Gedanken hervorrufen. Handlungen und Taten sind jedoch konkret und bewertbar.
Solche Begriffe wie Gleichberechtigung kommen immer wieder auf den Bewußtseinmarkt, um in der Gesellschaft zwischen den Geschlechtern Unruhe zu stiften. Bedauerlich, wie viele darauf anbeißen.
 
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