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  • #1

Was versteht Ihr unter Blümchensex?

Mich würde interessieren, was die Forumsteilnehmer unter dem Begriff "Blümchensex" verstehen?
Missionarstellung, Slow Sex, alles außer S/M? Der Begriff ist ja ziemlich abgenutzt und wird meistens eher abwertend verwendet. Ich vermute aber, dass die Mehrheit der Menschen eher "Blümchensex" praktiziert als "anderen" Sex.
 
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  • #2
Hi,
ich verstehe darunter, dass es sehr vorsichtig und leise vonstatten geht: kein Oralverkehr, eher ausschließlich Missionarsstellung, kein Festhalten (erst recht kein Augenverbinden und "extremere Praktiken" wie Bondage, S/M o.Ä.), keine Geilheit, die dir den Boden unter den Füßen wegzieht und dich laut aufschreien lässt, wenn er/sie dich anfasst.

w
 
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  • #3
Blümchensex ist Kuscheln mit GV. m
 
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  • #4
...die gute alte Missi: Sie legt sich hin und harrt der Dinge, die da kommen mögen. Das ist für mich der richtige Zeitpunkt, um wieder in die Klamotten zu schlüpfen und heim zu fahren!

m/36
 
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  • #5
Missionarstellung, Slow Sex, alles außer S/M? ... Ich vermute aber, dass die Mehrheit der Menschen eher "Blümchensex" praktiziert als "anderen" Sex.
Was verstehst du denn unter Blümchensex, wenn du vermutest, die Mehrheit der Menschen würde ihn praktizieren? Ich verstehe darunter in etwa auch das von dir Genannte: Hauptsächlich Missionarsstellung, dazu Ekel vor Körperflüssigkeiten, kein Oralverkehr, der Umgang während des Sexes immer sanft, lieb und kuschelig, nie härter.

Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Menschen das praktiziert, weiß es aber nicht. Ich kann nur sagen, dass ich es eher selten praktiziere und sich bei Männern gegen die anderen Formen noch kein Widerstand regte.
 
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  • #6
Je mehr die Beziehung über Sex definiert wird, desto mehr scheinen technische Aspekte in den Vordergrund zu treten. Für Paare welche sich wirklich lieben kann Blümchensex durchaus erfüllend sein. Für manche ist es ja schon Blümchensex, wenn man nicht das Kamasutra beherrscht oder nicht den Oralverkehr wie im Porno ausführt. Mit Liebe hat das nichts mehr zu tun, dass sind dann reine Sexbeziehungen.
 
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  • #7
#4: auch wenn es nicht "härter" wird....kann es den Austausch von Körperflüssigkeiten, OV und andere Stellungen als Missionar geben....habe ich X-fach erlebt. Manche Leute brauchen das "Harte" gar nicht....zwar hatte ich nie etwas dagegen, aber ohne ist es genau so schön.
 
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  • #8
Langweiligen, "braven" Sex, hinter dem die Grundhaltung steckt, Sex ist Liebhaben, also umso besser, je zärtlicher, je liebevoller. Nee danke.

Ich hab in der Kontaktanzeige einer Frau auch schon mal gelesen, dass sie glaubt, durch immer noch mehr Zärtlichkeit DEN ABSOLUTEN Orgasmus zu bekommen. Das ist natürlich völliger Blödsinn, da muss Raffinesse rein, also SM (!!), Oralverkehr, Fesseln (hab ich noch nicht probiert, ich versteh den Grundgedanken, kommt noch *g*). Und noch was: danach drüber reden, wie es war, und was den kick gegeben hat. DAS ist dann wirklich ein interessantes Thema.

m 50
 
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  • #9
Darunter verstehe ich viel zarte, vornehme Zurückhaltung, kann manchmal schön sein, aber ich mag Männer, die mich wirklich wollen mit Haut und Haaren, die mich überall verwöhnen, mit denen ich laut sein kann und mich fallen lassen kann, die es mögen, wenn ich sie mit dem Mund
zum Höhepunkt bringe und umgekehrt, die keinen Schock kriegen, wenn ich F-Worte benutze, die auch meinen Anblick genießen, wenn ich reite oder 69-mäßig über ihnen bin. Dazu brauche keinen Lack oder Leder oder Toys, auch keine Schmerzen, ich will einfach ausgelassen f*****.
 
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  • #10
Nur weil es kein SM ist, ist es noch lange kein Blümchensex.
 
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  • #11
Je mehr die Beziehung über Sex definiert wird, desto mehr scheinen technische Aspekte in den Vordergrund zu treten. Für Paare welche sich wirklich lieben kann Blümchensex durchaus erfüllend sein. Für manche ist es ja schon Blümchensex, wenn man nicht das Kamasutra beherrscht oder nicht den Oralverkehr wie im Porno ausführt. Mit Liebe hat das nichts mehr zu tun, dass sind dann reine Sexbeziehungen.
Du ziehst das von der falschen Seite auf: Für Paare, die sich lieben, kann Blümchensex erfüllend sein, sicherlich. Aber es gibt Menschen, die erst gar keinen Menschen lieben werden, der nur auf Blümchensex steht.

Warum steht ein Mensch nur auf Blümchensex? Das hat mit seiner Person, mit seinem Charakter, mit seiner Art zu fühlen zu tun. Und in das verliebt man sich, nicht in eine von der Sexualität abgetrennte Person. Wenn jemand Angst hat, sich sexuell gehen zu lassen, und dann gleich vor Sexbeziehung warnt, ist mir das auf einer menschlichen Ebene einfach fremd, bevor es erst zum Sex kommt.
 
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  • #12
... auch keine Schmerzen, ich will einfach ausgelassen f*****.
Das hört sich ja ausserordentlich leidenschaftlich an. Die Schmerzen sind aber beim Sex nicht unbedingt Sadomaso, sondern einfach reizverstärkend. Durch hartes Packen, gezieltes Kneifen, durch ein paar Klapse, durch Haare ziehen, durch Biegen und Spannen wird zusätzlich zur sexuellen Reizung eine weitere Reizung erzeugt und eine Gesamt(körper)reizung erreicht, die man beim Blümchensex so nicht kennenlernt. m
 
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  • #13
Du ziehst das von der falschen Seite auf: Für Paare, die sich lieben, kann Blümchensex erfüllend sein, sicherlich. Aber es gibt Menschen, die erst gar keinen Menschen lieben werden, der nur auf Blümchensex steht.
Da gibt es nur ein Problem, Frauen schreiben, dass sie erst Sex wollen, wenn sie jemanden lieben. Zumindest hier Forum oft zu lesen. Wenn ich einen Menschen nicht lieben kann, weil der Sex nicht passt, heißt das zwingend beizeiten in der Kennenlernphase sich auf Sex einzulassen.
 
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  • #14
Da gibt es nur ein Problem, Frauen schreiben, dass sie erst Sex wollen, wenn sie jemanden lieben. Zumindest hier Forum oft zu lesen. Wenn ich einen Menschen nicht lieben kann, weil der Sex nicht passt, heißt das zwingend beizeiten in der Kennenlernphase sich auf Sex einzulassen.
Ich halte beides in der Absolutheit für falsch. Einen Mann erst "lieben" zu wollen, bevor man Sex hat, ist eine seltsame Vorstellung. Man liebt jemanden nicht nach ein paar Dates, nur weil man scharf auf ihn ist, man ist höchstens VERliebt.

VERlieben kann man sich auch, ohne Sex zu haben. Man macht sich ein Bild von dem anderen. Sex ist ein Thema, über das hin und wieder automatisch die Sprache fällt, da merkt man recht schnell, wie jemand zu Blümchensex und anderem eingestellt ist. Ein Mann, der geschockt ist, weil eine Frau schon mal einen Porno gesehen hat, wird eher zu Blümchensex tendieren, oder zu einer verlogenen Spaltung nach dem Motto, "ich bin gern versaut, aber die Frau muss rein sein".

Sex ist also wichtig, aber man weiß i. d. R. schon vor der Ausübung, wo der Hase langläuft. Daher muss man weder mit allen Mitteln schnell den Sex testen, noch muss man unbedingt warten.
 
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  • #15
Sexualität wird von den einzelnen Individuen vollkommen unterschiedlich erlebt. Die Sexualität von anderen zu bewerten ist unzulässig, sofern sie nicht gegen den Willen von dritten ausgeübt wird oder einen selbst betrifft. Mir steht es beispielsweise nicht an, jemanden zu verurteilen, der sich an Hardcore-SM erfreut; ihm aber auch nicht, mich herablassend als "Vanilla" oder "Blümchensexler" zu bezeichnen, wenn ich diese sexuellen Vorlieben nicht uneingeschränkt teile. Vieles ist allzu fließend, um in Kategorien gezwungen zu werden.
 
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  • #16
Sexualität wird von den einzelnen Individuen vollkommen unterschiedlich erlebt. Die Sexualität von anderen zu bewerten ist unzulässig, sofern sie nicht gegen den Willen von dritten ausgeübt wird oder einen selbst betrifft.
Eben, wenn sie einen selbst betrifft, wertet man automatisch. Da man sich mit anderen identifiziert, wertet man deren Geschichten ebenfalls.

Ich frage mich, warum es jemanden stört, wie andere das eigene Sexualleben bezeichnen. Was bedeutet "unzulässig"? Natürlich ist es zulässig zu äußern, was man mag und wogegen man eine Abneigung hat.
 
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  • #17
Ich hatte einen sagenhaften Blümchensexliebhaber, dessen Küsse mir bereits fast den ersten Orgasmus schenkten. Wir waren damit vollauf zufrieden. Das Gegenteil ist ebenso gut, die völlige Geilheit aufeinander und Lust am Sexperimentieren. Zu kurz kommt mir persönlich dabei die Zärtlichkeit. Beides kann aber erfüllend sein. Letztlich hängt es an der Passung der beiden Menschen, die miteinander schlafen.

w
 
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  • #18
Blümchensex ist für mich verbunden mit langsam, Missionarstellung, eher zurückhaltend. In meiner langen Beziehung hatten wir das teilweise anfangs, dann mit dem kennenlernen und sich gehen lassen, sich kennen wurden es mehr Stellungen (Hauptsächlich Missionar, die auch sehr leidenschaftlich geht, eben auch weil man sich so nah ist, Reiter und von hinten, dazu auch OV). Wichtig ist, finde ich, die Leidenschaft füreinander, das sich nahe sein wollen, aber eben auch zu spüren dass man sich gegenseitig will. Kommt natürlich darauf an wie Härte definiert ist, aber wenn es leidenschaftlich zur Sache geht, wurde es bei mir automatisch wilder. Härte im Sinne von Dominanz und den Partner packen bzw. ich als Frau gepackt zu werden, wäre glaube ich nicht so meins, hatte es so aber auch noch nie.

w, 29
 
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  • #19
Meine ex war der Auffassung, Küssen beim Vorspiel reicht völlig, Oral schon mal gar nicht, auch nicht bei ihr, Sex nur im Dunkeln, nur im Bett und nur unter der Bettdecke, hauptsächlich Misso wobei sie total passiv blieb und auch nur einmal (also nicht mehrmals hintereinander) und nur mit Kondomen.

Ich selbst war völlig frustiert und habe in einem (anderen) Internetforum mal gelesen, was andere so machen. Ich bin der Meinung, man kann ja wenigstens mal etwas neues ausprobieren, wenn es dann nicht gefällt, lässt man es halt wieder.

Aber immer nur so, das war nichts für mich.

m
 
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  • #20
hier nochmal die #14:

an #15: da haben Sie meinen Beitrag wohl etwas flüchtig gelesen. "...zu bewerten ist unzulässig, sofern sie nicht" = "...zu bewerten ist zulässig, sofern sie..." Verzeihen Sie mir meine doppelte Verneinung, wir stimmen ja vollständig überein.

Die Sexualität einer Person wird dann von mir bewertbar, wenn diese Person mit mir eine Partnerschaft/Beziehung/Sex haben möchte.

"Blümchensex" kann wunderbar, muß aber nicht alles sein. Eine ständige Passivität der Frau, Sex nur im Dunkeln, niemals Oralsex etc. hört sich fast schon nach einer massiven Unterdrückung ihrer eigenen Sexualität an; so etwas hat aber mit zärtlicher Sexualität oder "Blümchensex" nichts zu tun sondern vielmehr mit einer übertriebenen Scham, Hemmung oder ähnlichem.
 
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  • #21
#11
zum Thema "weitere Reize": hartes Packen, Kneifen, Klapse....mir reichen die sanften Reize vollkommen aus!
Wenn mich ein Mann einmal kneift oder mir einen Klaps verpasst, was angeblich einige Frauen mögen, dann sag ich ihm nett und freundlich, dass ich das nicht ausstehen kann, macht mich Null an, im Gegenteil, es turnt mich total ab. So ein Mann wäre nichts für mich. Da passt es dann einfach nicht zusammen. Ich stehe eher auf akrobatisch/sportlich...
 
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  • #22
Blümchensex ist nicht gleich Missionar. Man kann auch im Missi total harten Sex haben und der Mann dabei vollständige Dominanz über die Frau ausüben, so dass es bald an S/M herankommt. So erlebt - kann ich aber gar nicht leiden...
Blümchen... das ist zart, sachte und vorsichtig. Das muss ein Mann definitiv draufhaben, aber er sollte eben auch andere Varianten des Liebesspiels können und mögen.
Schlecht wird der Blümchensex, wenn er immer so und nur so stattfindet. Wenn der Mann dabei ängstlich und unbeholfen bleibt. Wenn es nie besser wird und er das Tier in sich nicht entdeckt.

Ansonsten ist guter Blümchensex, was ich nach einem harten Arbeitstag zum Einschlafen perfekt finde... - aber bitte nur mit dem Mann, den ich liebe :)
 
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  • #23
Lest mal bei Wikipedia nach. Der Begriff wird überwiegend von Menschen mit Perversionen verwendet, desweiteren von diesen oftmals mit "gewalt- und aggressionsfreien Sex" wie ihn FeministInnen fordern assoziiert. In Anbetracht dieser Gegebenheiten kann "Blümchensex" so verkehrt nicht sein.
 
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  • #24
#11
zum Thema "weitere Reize": hartes Packen, Kneifen, Klapse....mir reichen die sanften Reize vollkommen aus!
Völlig in Ordnung. Ich wollte nur das Missverständnis aufklären, dass die härtere Gangart nur etwas mit Sadomasopraktiken zu tun hat oder irgendwie psycho sein muss. Es ist einfach eine Temperamentfrage. Die eine schwört auf Walzer, der andere auf Tango. Liebevoll geht beides. m
 
  • #25
Ich kann mit dem Begriff gar nichts anfangen. Ich habe es nur erlebt, daß ihn Leute benutzt haben, die es härter mögen. Die Sex mit spielerischem Nichtinverständnis, Inszenierungen und Grenzgängen bevorzugen. Der Begriff dient weniger zur Definition als zur Abgrenzung.
Ich habe noch nie jemand erlebt, der sagt "ich mag/habe Blümchensex". Blümchensex haben immer die anderen. Deshalb kann ich nicht sagen, was das ist.
 
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  • #26
Lest mal bei Wikipedia nach. Der Begriff wird überwiegend von Menschen mit Perversionen verwendet, desweiteren von diesen oftmals mit "gewalt- und aggressionsfreien Sex" wie ihn FeministInnen fordern assoziiert. In Anbetracht dieser Gegebenheiten kann "Blümchensex" so verkehrt nicht sein.
Das muss jeder Mensch selbst wissen, ob dieser Sex für ihn verkehrt ist. Ich lasse mir jedenfalls nicht von Feministinnen vorgeben, wie ich meinen Sex zu genießen habe. Wie können Feministinnen "Sex fordern"? Der Sex geht nur die beiden erwachsenen Menschen etwas an, die ihn einvernehmlich ausführen. Ich mag es sehr wohl, wenn ein Mann etwas Aggressivität zeigen kann.
 
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  • #27
Hier nochmal die FS:
Vielen Dank für die vielen Beiträge.
Die Diskussion gleitet allerdings etwas ab in die Richtung: was ist besser und was schlechter. Meine Frage zielte aber darauf, was Ihr mit Blümchensex überhaupt definiert. Ich finde, Bäärbel hat es gut ausgedrückt, das Wort wird eher zur (persönlichen) Abgrenzung als zur Defininiton verwendet und "Blümchensex" haben anscheinend immer nur die anderen.
 
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  • #28
Wie Bärbel sagte, "Blümchensex" haben immer nur die anderen - es ist der Sex, auf den die BDSM-Szene verächtlich herabschaut. Die Frage, wie Feministinnen "Sex fordern" können, ist bezeichnend für die Einstellung, dass Frauen nichts zu fordern haben - schon gar nicht im Bett. Dies wiederum beweist, dass der Nicht-Blümchensex eben doch mit Aggression Frauen gegenüber zu tun hat. Quod erat demonstrandum.
 
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  • #29
Ich kann mit dem Begriff gar nichts anfangen. Ich habe es nur erlebt, daß ihn Leute benutzt haben, die es härter mögen. Die Sex mit spielerischem Nichtinverständnis, Inszenierungen und Grenzgängen bevorzugen. Der Begriff dient weniger zur Definition als zur Abgrenzung.
Ich habe noch nie jemand erlebt, der sagt "ich mag/habe Blümchensex". Blümchensex haben immer die anderen. Deshalb kann ich nicht sagen, was das ist.
Stimmt, ich habe auch noch nie jemanden sagen gehört, "ich steh total auf Blümchen".

Ein Freund von mir, der schon sehr lange in einer festen Beziehung ist sagt, es ist die Frau seines Lebens, die beiden halten zusammen. Trotzdem fehlt ihm etwas mit dieser Frau.

Sie mag nur Blümchensex, er hätte es gerne etwas wilder.

Ansonsten gibt so noch den Typ Frau (sicher auch Mann), der zwar einiges mitmachen würde, dies aber niemals von sich aus, es muss vom Partner kommen. Für mich zu langweilig.
 
  • #30
@27 Kann ich so nicht teilen. Ein Großteil der Blümchensex-Verächterinnen in meinem Umkreis sind Frauen. Viele Genderaktivistinnen sind dabei, einige sind lesbisch.