• #1

Was tun bei Bindungsangst des Partners?

Liebe Community,

ich (m 29) habe mich nach einer sehr schwierigen, 4 Jahre andauernden Beziehung relativ schnell und intensiv neu verliebt.
Es fühlte sich alles wahnsinnig richtig an und wir konnten uns beide vorstellen, unser Leben mit der anderen Person zu verbringen (was ich in dieser Art bisher nie so gefühlt habe).

Nach etwa einem Jahr des sehr häufigen Sehens (was denke ich in dieser Phase ganz normal ist), einem gemeinsamen sehr gelungenen Urlaub und vielen Glücksmomenten hat meine (Ex-) Freundin (25) dann wieder begonnen zu studieren.
Etwa einen Monat später hat sie das erste Mal Zweifel geäußert, ob diese Beziehung das richtige für sie sei (sie erwarte mehr Gefühle von sich), obwohl sie sich bisher mit niemand anderem so gefühlt habe.
Nach einigen Gesprächen haben wir diese kurze Episode der Zweifel dann überwunden, die aber etwa zwei Monate später dann erneut aufgekommen sind und zum Beziehungsende geführt haben.

Nach einiger Zeit ohne persönliche Treffen, jedoch teilweise Telefonaten und Schriftverkehr ist sie dann wieder auf mich zugegangen und wollte mich treffen. Es hat sich vom ersten Moment an super angefühlt, was sie mir auch gesagt hat. Wir sehen uns seitdem wieder öfter (und erleben jedes Mal, wie schön alles eigentlich sein könnte), sie kann sich allerdings nicht dazu durchringen die Beziehung wieder aufzunehmen. Sie sagt, sie wisse dass sie das alles mit mir sehr gerne haben möchte, mir und der Beziehung aber momentan nicht gewachsen sei und nicht wisse, ob sie besser alleine klarkommt bzw. ich ihr Leben besser mache.

Ich weiß, dass sie in Ihrer Kindheit einige schwierige Konstellationen durchlebt hat (Trennung der Eltern, hysterische/depressive Mutter, schwacher Vater). Sie kann heute noch keine Konflikte austragen, weil sie es nie gelernt hat. Sucht ständig andere Gründe, die Beziehung nicht wieder aufzunehmen (selbst wenn vermeintliche Gründe dann wegfallen), ist sexuell vollkommen passiv und fast ängstlich.
Ich bin mir auch aufgrund vieler anderer Verhaltensweisen zu 95% sicher, dass sie ein Thema mit Bindungsangst hat.

Daher meine Frage bzw. Bitte um Einschätzung oder Erfahrungsberichte. Können diese Leute nur dann an sich arbeiten, wenn man sie fallen lässt? Eigentlich möchte ich ihr mit Geduld und Verständnis signalisieren, dass sie sich fallen lassen kann. Ich fürchte aber, dass wir uns dabei immer mehr aufreiben und irgendwann tatsächlich nichts mehr übrig bleibt.

Hat jemand schon einmal sowas erlebt?

Vielen Dank für eure Antworten!
 
  • #2
Lieber Flo2111,
ich befürchte, dass über 90 % der sogenannten Bindungsängstler dann doch verbindlich werden, wenn sie richtig verliebt sind. Dann haben sie plötzlich keine Angst mehr und versetzen Berge, um den geliebten Menschen nicht zu verlieren.
So beobachte ich es immer wieder.
Ich würde versuchen, sie loszulassen. Wenn sie Dich will, muss von ihr etwas kommen.
 
  • #3
Sie hat sich also schon gegen die Beziehung entschieden.
Sie sucht ständig Gründe, die Beziehung nicht wieder aufnehmen zu müssen. Mit der Familie hat das nichts zu tun. Du suchst Ausreden, um ihr Samariter spielen zu dürfen und machst ihre Familie dafür verantwortlich - als wäre sie jemand Unmündiges, der nicht klar für sich selbst entscheiden könnte. Fehler!
Ich bezweifle einfach nur, dass eine 25-jährige Frau dir klare Direktionen ins Gesicht sagen kann. Das dauert noch mindestens 15 Jahre, bis eine Frau das kann.

Beziehungsangst kann man nicht auflösen. Sexuelle Komplexe auch nicht. Das sind Erfahrungswerte. Sie bleibt so. Sie kann dir einfach nur nicht ins Gesicht sagen, dass sie nicht wirklich auf dich steht. Du wärst ein Kompromiss. Du bist zwar nett und geduldig, aber nicht erste Wahl.

Warum sollte sie an sich arbeiten? Nimm sie wie sie ist mit ihren Problemen und als nette Freundin. Das bringt mehr und zeigt auch, dass du sie so respektierst, wie sie leben will und kann. Niemand mag es, für jemand anderen "arbeiten" und sich so krampfhaft verbiegen zu müssen. Beziehungsangst heißt einfach: Ich brauche keine Beziehung - insbesondere nicht zu dir.

Akzeptiere, dass sie nicht perfekt ist. Sie muss es gar nicht. Sie darf auch in Beziehungsfragen unsicher sein.


Eigentlich möchte ich ihr mit Geduld und Verständnis signalisieren, dass sie sich fallen lassen kann.
Was soll das bringen, außer, dass sie es sehr bequem mit dir hat?
Außerdem ist dein Verständnis vorgeheuchelter Mist! Verständnis heißt, zu respektieren, wie die Person nunmal ist und nicht im Hinterkopf den Gedanken zu haben, sie zur Veränderung und zum "harten Arbeiten" an sich zu bewegen. Offenbar verstehen das ganz wenige Menschen in ganz vielen Dingen. So geht es auch mit Politik, Ernährung usw.
Überhaupt muss keiner an sich arbeiten, wer es nicht will. Männer machen das auch nicht.


Du wirkst wie ein netter, verständnisbereiter Mann, der was mit einer Frau erreichen und angehen will. Schaue, dass du dich etwas nach oben orientierst, damit du nicht tiefstapeln musst. Frauen zwischen 29 und 32 dürften für dich und deine geistige Reife passend sein, die wissen auch, wohin sie mit dir wollen und haben ähnliches Problem mit den beziehungsunwilligen Männern. Eine so junge Frau in eine Bezeihung zwängen zu wollen, macht dich nicht glücklich.
 
  • #4
Etwa einen Monat später hat sie das erste Mal Zweifel geäußert, ob diese Beziehung das richtige für sie sei (sie erwarte mehr Gefühle von sich), obwohl sie sich bisher mit niemand anderem so gefühlt habe.
Ich kenne eine Frau Mitte 50, die sich in ihren 20ern immer wieder getrennt hat, als das Verliebtheitsgefühl nachgelassen hat. Sie hat das seinerzeit als defizitär empfunden. Dass es sich hierbei um ein normales Phänomen der Gewöhnung handelt zu verstehen, hat sie grob zehn Jahre gebraucht.

Mir gegenüber hatte sie ein starkes Bedürfnis nach Geborgenheit. War dieses befriedigt, beispielsweise nach einem harmonischen und sehr intensiven Wochenende, wurde sie ab Montag kratzbürstig, was bis Mittwoch, Donnerstag anhielt, um dann aus einer im angezettelten Streit begründeten Kommunikationspause wieder nach Geborgenheit suchend aufzutauschen und weich zu sein. Zyklisches Abwechseln von Nähe und Distanz ...

Nach einiger Zeit ohne persönliche Treffen, jedoch teilweise Telefonaten und Schriftverkehr ist sie dann wieder auf mich zugegangen und wollte mich treffen. ... sie kann sich allerdings nicht dazu durchringen die Beziehung wieder aufzunehmen.
Sie hat auch das Bedürfnis nach Nähe und Autonomie gleichzeitig. Das ist durchaus möglich und stellt an sich keine Störung dar. Das haben mehr oder weniger stark ausgeprägt die meisten Menschen. Die Höhe der Ausschläge kann problematisch sein.

Das Bedürfnis, das gerade befriedigt ist, ist das momentan schwächere. Ist ihr Verlangen nach Nähe gestillt, gewinnt das Bedürfnis nach Autonomie Oberhand und sie distanziert sich. In der Distanz befriedigt sich das Autonomiebedürfnis, wird schwach und das Nähebedürfnis gewinnt wieder die Oberhand. Sie nähert sich wieder an ... Sie lebt wie meine Ex in Zyklen.

Ich bin mir auch aufgrund vieler anderer Verhaltensweisen zu 95% sicher, dass sie ein Thema mit Bindungsangst hat.
Sollte sie wirklich Bindungsangst haben, musst Du ihr eben den Raum zum Rückzug geben. Du wirst nichts an ihrer psychischen Grunddisposition ändern können.

Lass dem Ganzen einfach mal seinen Lauf, ohne etwas erreichen oder erzwingen zu wollen. Du bist ja auch noch jung und kannst die Dinge auf Dich zukommen lassen.

Und wer sagt, dass Du nicht auch mal links und rechts guckst, während sie ihre Zyklen dreht. Es ist Dein Leben. Du schuldest ihr nichts.

Sexuelle Ängstlichkeit ist auch nichts, woran ein Mann in Deinem Alter seine Jahre verschwenden sollte.
 
  • #5
Ich bezweifle einfach nur, dass eine 25-jährige Frau dir klare Direktionen ins Gesicht sagen kann. Das dauert noch mindestens 15 Jahre, bis eine Frau das kann.
Danke @Callabria , dass Du diesen Fakt mal so klar geäußert hast.
Genau das habe ich im Laufe der Zeit auch so gedacht.
Sucht ständig andere Gründe, die Beziehung nicht wieder aufzunehmen (selbst wenn vermeintliche Gründe dann wegfallen), ist sexuell vollkommen passiv und fast ängstlich.
Ich bin mir auch aufgrund vieler anderer Verhaltensweisen zu 95% sicher, dass sie ein Thema mit Bindungsangst hat.
Nein, lieber @Flo2111 dass alles DEINE Ausflüchte, um nicht realisieren zu müssen, dass sie Dich einfach nicht genug liebt, und Dir auch nicht genug zugetan ist, um mit Dir eine Beziehung führen zu wollen.

In einer anderen Lebensphase und mit einem anderen Mann wird das ganz anders sein., ganz egal was sie in ihrer Familie so erlebt hat (und wie herzzerreissend sie Dir das dargestellt hat).

Sie ist ein eigenständiger Mensch. Und ja, sie ist feige, wie sehr viele Frauen in diesem Alter (sieh Callabria).

Ich kann das beurteilen, denn ich habe damals auch auf Signale von Frauen in diesem Alter vergeblich gewartet. Hat mich Jahre gekostet.
Viel zu feige (auch aus ihrer Gefühlten gesellschaftlichen Rollenverständnis heraus), um sich selbst und Dir ins Gesicht zu sagen, dass es mit Euch nichts wird.

Deswegen schreibe ich es Dir jetzt.
Mach Dich nicht unglücklich. Du bist es nicht für sie.
Schau nach vorn und lies hier im Forum mal quer.
Sehr lehrreich.
 
  • #6
Sie sagt, sie wisse dass sie das alles mit mir sehr gerne haben möchte, mir und der Beziehung aber momentan nicht gewachsen sei und nicht wisse, ob sie besser alleine klarkommt bzw. ich ihr Leben besser mache.
Also eigentlich klingt das für mich nicht danach, als sei das irgendwas aus der Kindheit. Sie studiert wieder, braucht viel Zeit für sich, lernt neue Leute kennen. Das ist keine Zeit, um sesshaft zu werden, weil sie vielleicht auch meint, ein Auslandsjahr machen zu können oder sonstwohin zu gehen nach dem Studium. Mit einer festen Beziehung würde sie hier was schaffen, das sie am Ende daran hindern könnte, ihren Weg zu gehen, weil sie sich emotional nicht losreißen kann.

Und ehrlich, ich finde den Satz "ich weiß nicht, ob du mein Leben besser machst" ziemlich bescheiden. Musst Du Dir das geben? Da würde mein Stolz zuschnappen, hoffe ich jedenfalls, sollte ich jemals so einen Satz hören.

Sie kann heute noch keine Konflikte austragen, weil sie es nie gelernt hat. Sucht ständig andere Gründe, die Beziehung nicht wieder aufzunehmen (selbst wenn vermeintliche Gründe dann wegfallen), ist sexuell vollkommen passiv und fast ängstlich.
Ich bin mir auch aufgrund vieler anderer Verhaltensweisen zu 95% sicher, dass sie ein Thema mit Bindungsangst hat.
Dafür wirkst Du aber sehr hinterherlaufend bis klammerig. Okay, wenn sie sich so uneindeutig äußert, wird Deine Hoffnung geschürt und Du legst Dich ins Zeug, aber entwickle mehr Stolz, würde ich sagen.

Können diese Leute nur dann an sich arbeiten, wenn man sie fallen lässt?
Das ist keine Notwendigkeit. Ich sehe auch keine Bindunsgsangst, da sie ja mit Dir ein Jahr intensiv zusammen war.

Vielleicht ist das so eine Person, die sich nie richtig festlegen kann und sich sozusagen dem Moment hingibt. Eine Weile war es mit Dir schön, jetzt hat sie einen neuen Lebensabschnitt und Du passt nicht mehr hinein. Es gibt Leute, die mäandern so durchs Leben und lassen andere zurück, die diese Wandlung nicht verstehen können, die eher Anker setzen oder Wurzeln bilden.

Eigentlich möchte ich ihr mit Geduld und Verständnis signalisieren, dass sie sich fallen lassen kann
Will sie doch aber gar nicht haben von Dir, wenn ich das richtig verstehe.

Sie überlegt, ob ihr Leben ohne Dich besser ist. Denk doch darüber mal nach, warum Du Dir sowas sagen lässt und immer noch warten willst.
 
  • #7
Bindungsangst oder Bindungsstörungen sind eigentlich nur ein Ausdruck, dich nicht zu wollen.
Mitleid oder Empathie ist das fehl am Platz.
Wie oft hatte ich schon Männer um mich mit angeblicher Bindungsphobie und dann , nach tränenreicher Trennung, konnten sie dann urplötzlich mit der neuen Frau eine intensive und verbindliche Bindung eingehen.
 
  • #8
Sie hat immerhin ein Jahr häufigen Sehens und einen Urlaub mit dir "ausgehalten". Ich weiß nicht, wo da die Bindungsangst sein soll. Wer wirklich pathologische Angst vor Nähe hat, hätte m.E. viel früher die Flucht ergriffen.

Ich vermute, dass schlichtweg nach der ersten Verliebtheitsphase ihre Gefühle etwas abgeflaut sind. Und entweder ist wirklich nichts tieferes, für eine langfristige Beziehung tragfähiges nachgekommen, oder sie kann das ruhigere, weniger aufregende Gefühl, das sich nach der ersten rauschhaften Verliebtheit einstellt, mangels Lebens-/Beziehungserfahrung noch nicht wertschätzen.

Es ist auch denkbar, dass sie am Studienort einen Anderen kennengelernt hat. Das zeitliche Zusammentreffen ist ja schon auffällig (hingegen schreibst du nichts davon, dass zu der Zeit eure Beziehung in irgendeiner Hinsicht ernster/verbindlicher wurde - das wäre vielleicht etwas, was einen Menschen mit einer leichten Form von Bindungsangst nach so langer Zeit noch zum "Abhauen" verleiten könnte).

Vielleicht war/ist es auch gar kein anderer Mann, sondern sie hatte einfach ohne dich soviel Spaß, dass sie ins Grübeln kam, ob sie die Beziehung überhaupt "braucht" in ihrem Leben.

Und selbst wenn es wirklich Bindungsangst sein sollte - die kann sie nur für sich lösen; wenn überhaupt. Ich bin da ehrlich gesagt ziemlich pessimistisch. Es ist extrem schwierig, Muster, die sich in den ersten Lebensjahren herausgebildet haben, im Erwachsenenalter noch umzuprogrammieren.

Letztlich ist es egal, warum sie sich nicht ganz für dich entscheiden kann. Ich weiß, du willst etwas anderes hören; aber wenn du eine unverbindliche Affäre/F+ (oder wie auch immer ihr euren "Status" gerade definiert) mit ihr nicht kannst - und danach klingt es - würde ich dir raten, die Sache konsequent zu beenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #9
Bei einem Partner mit Bindungsangst ist es sehr wahrscheinlich, dass auch Du Bindungsängstlich bist.

Schau Dir mal Deinen eigenen Bindungsstil an .

Ansonsten sollte sie wirklich Bindungsangst haben, musst Du immer Distanz halten, wenn es funktionierensoll
 
  • #10
Lieber Flo2111,
ich befürchte, dass über 90 % der sogenannten Bindungsängstler dann doch verbindlich werden, wenn sie richtig verliebt sind. Dann haben sie plötzlich keine Angst mehr und versetzen Berge, um den geliebten Menschen nicht zu verlieren.
So beobachte ich es immer wieder.
Ich würde versuchen, sie loszulassen. Wenn sie Dich will, muss von ihr etwas kommen.
Echte Bundungsäbgstler werden nicht verbindlich wenn sie wirklich verliebt sind und versetzen auch keine Berge um diese Liebe zu retten, denn wenn sie das machen könnten hätten sie keine Bindungsangst. Insoweit finde ich es unglücklich dem FS zu suggerieren, dass das Problem an zu geringer Verliebtheit liegt.

@Flo2111 vergiss sie, distanzier dich von ihr, blockier jeden Kontakt zu ihr.

Das gilt auch wenn sie keine Bindungsangst sondern einfach nur genug von dir hat. Weiter dran bleiben wäre dann nahe am belästigen und sich warm halten lassen wäre eine Selbstdemütigung.

@Callabria hat recht. Du kannst sie nicht retten oder heilen und auch Liebe kann sie nicht retten und heilen. Mit ihren on-off-game zieht sie Energie bei dir ab. Du solltest das nicht zulassen. Mit dem nötigen Abstand erkennst du, dass ihr Verhalten respektlos ist und, dass es genug Frauen gibt die einen verbindlichen Mann zu schätzen wissen.

Mir gegenüber hatte sie ein starkes Bedürfnis nach Geborgenheit. War dieses befriedigt, beispielsweise nach einem harmonischen und sehr intensiven Wochenende, wurde sie ab Montag kratzbürstig, was bis Mittwoch, Donnerstag anhielt, um dann aus einer im angezettelten Streit begründeten Kommunikationspause wieder nach Geborgenheit suchend aufzutauschen und weich zu sein. Zyklisches Abwechseln von Nähe und Distanz ...

Ist ihr Verlangen nach Nähe gestillt, gewinnt das Bedürfnis nach Autonomie Oberhand und sie distanziert sich. In der Distanz befriedigt sich das Autonomiebedürfnis, wird schwach und das Nähebedürfnis gewinnt wieder die Oberhand. Sie nähert sich wieder an ... Sie lebt wie meine Ex in Zyklen.

Sollte sie wirklich Bindungsangst haben, musst Du ihr eben den Raum zum Rückzug geben. Du wirst nichts an ihrer psychischen Grunddisposition ändern können.

Und wer sagt, dass Du nicht auch mal links und rechts guckst, während sie ihre Zyklen dreht.
Auch das stimmt alles. Um sich mit solchen Nähe-Distanz-Zyklen des "Partners" wohl zu fühlen muss man aber selbst ein distanzierter Mensch sein.

Frauen und Männer leben diese Zyklen aber oft sehr unterschiedlich. Ein Ergebnis dieses Unterschieds ist, dass solche Frauen, selbst monogam, oft und wiederholt an verdeckt polygame Männer geraten.

@Andreas1965 empfiehlt dir ja ggf. parallel zu fahren um die Nachteile einer Beziehung mit ihr zu kompensieren und eventuell warm zu wechseln.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #11
Daher meine Frage bzw. Bitte um Einschätzung oder Erfahrungsberichte. Können diese Leute nur dann an sich arbeiten, wenn man sie fallen lässt?
Meine Antwort hierzu wäre: Ein Mensch kann an seinem Bindungsstil arbeiten, wenn er oder sie seinen Bindungsstil als Problem empfindet und motiviert ist, dieses Problem zu verändern. In der Regel verändert man dieses Problem aber nicht für einen Mann, von dem man sich bereits getrennt hat, weil die Gefühle nicht gereicht haben. Sondern für sich selbst, z.B. weil man es leid ist, dass die eigenen Beziehungen immer wieder scheitern. Oder weil man Hals über Kopf verliebt ist und sieht, dass es mit dieser Person niemals funktionieren wird, wenn man im gewohnten Bindungsmuster bleibt.
Aktuell hat nicht SIE das Problem mit dem Bindungsstil. Denn sie kann sich in Ruhe an der Uni nach einem neuen Mann umschauen und in der Zwischenzeit deine Aufmerksamkeit geniessen. Warum sollte sie da etwas ändern?
Eigentlich möchte ich ihr mit Geduld und Verständnis signalisieren, dass sie sich fallen lassen kann.
Sie kann keine Konflikte austragen, ergo kann sie dir nicht noch deutlicher ins Gesicht sagen, dass sie auf dich keine so grosse Lust mehr hat. Aber sie hat bereits angedeutet, dass sie nicht sicher ist, dass ihr Leben mit dir darin ein besseres ist. Sie erwähnte fehlende Gefühle. Sie sucht Ausflüchte, um nicht mit dir zusammen zu sein. Das ist ihre konfliktscheue Art, sich aus deinem Leben zu schleichen. Du kannst diesen Prozess nun wie Kaugummi in die Länge ziehen, indem du ihr noch mehr Bedenkzeit gibst, ihren Zweifeln noch länger zuhörst, sie wegen ihrer ach-so-harten Kindheit umsorgst und ihr ein schlechtes Gewissen bereitest, dass sie einen so liebevollen Mann wie dich gehen lässt.
Wenn wir ehrlich sind, ist die Sache wohl jetzt gelaufen. Du bist einfach immer noch sehr verliebt in sie und darum fällt es dir schwer, sie gehen zu lassen. Sie hat dir vermutlich zu Beginn vieles gesagt, was du hören wolltest und deine Erwartungen perfekt erfüllen wollen (keine Konflikte austragen können! Harmonie wahren!), daher fühlte sich alles so "wahnsinnig passend" an. Und umso überraschender für dich, dass sie es beendet hat.
Hoffnungen möchte ich dir keine machen, auch um deiner selbst Willen. Eher würde ich dazu raten, diese Frau recht konsequent zu verabschieden, denn ich finde, was sie mit dir macht ist nicht fair. Man nennt das auch warmhalten und das hast du nicht nötig. Ich möchte dich auch davor warnen, alle Frauen a priori als schutzbedürftig zu empfinden und sie zu sehr zu umsorgen und für alles Verständnis zu haben. Es gibt eine feine Linie zwischen "empathischer Mann" und "untergeordneter Mann".
 
  • #12
Wenn ich das durchlese, bist eher Du der schwächere Teil. Du bist bedürftig, redest dir ein ohne diese Frau nicht zu können und möchtest sie krampfhaft dahin bewegen, wie Du sie gerne hättest. Aber das wird nicht funktionieren, weil sich die meisten Menschen nicht verändern lassen, sondern das maximal tun, wenn sie es selber wollen.

Perfekt ist sie ja nun auch nicht, wenn Du schon betonst, dass sie sexuell sehr zurückhaltend ist. Da Du ein Jahr mit ihr zusammen warst, wird sich das nicht ändern. Willst Du das?

Ich denke, Du musst primär an dich als an der Frau arbeiten. Du brauchst nicht unbedingt eine Frau zum Leben, das sollte höchstens dein Leben bereichern. Wenn Du ständig um eine ungewollte Beziehung von ihrer Seite kämpfen musst, ist die Frage: Ist das eine schöne Situation für dich? Und: Willst Du das?

Sag ihr klar, dass Du in dieser Konstellation keine Beziehung mit ihr willst. Wenn es unbedingt sein muss, strebe eine F+ an, aber sexuell scheint sie nicht die Bombe für dich zu sein. Wieder die Frage: Willst Du das?

Jemanden zu einer Beziehung zu überreden ist öde und meist nicht von Erfolg gekrönt. Dieser ganze Familiensums, den Du in deiner Frage anführst, ist dabei nicht relevant. Relevant ist, dass sie keine Beziehung mit dir oder generell keine möchte. Also handele als Mann und zeige ihr, dass Du ein unabhängiger interessanter Mensch bist und mit Sicherheit nicht auf sie angewiesen bist. An deiner Stelle würde ich mich nach einer anderen Frau umsehen. Kein "Drama, Baby", sondern deine Zeit mit besser zu dir passenden Frauen verbringen. Es gibt nicht "die eine", ganz im Gegenteil: Die Welt ist voller interessanter Menschen und darunter sind Kohorten netter und sexy Frauen, mit denen Du viel Spaß und ein besseres Leben haben kannst.
 
  • #13
Nochmals zum Kommentar von @Andreas1965
Ich kenne eine Frau Mitte 50, die sich in ihren 20ern immer wieder getrennt hat, als das Verliebtheitsgefühl nachgelassen hat. Sie hat das seinerzeit als defizitär empfunden. Dass es sich hierbei um ein normales Phänomen der Gewöhnung handelt zu verstehen, hat sie grob zehn Jahre gebraucht.

Mir gegenüber hatte sie ein starkes Bedürfnis nach Geborgenheit. War dieses befriedigt, beispielsweise nach einem harmonischen und sehr intensiven Wochenende, wurde sie ab Montag kratzbürstig, was bis Mittwoch, Donnerstag anhielt, um dann aus einer im angezettelten Streit begründeten Kommunikationspause wieder nach Geborgenheit suchend aufzutauschen und weich zu sein. Zyklisches Abwechseln von Nähe und Distanz ...



Sie hat auch das Bedürfnis nach Nähe und Autonomie gleichzeitig. Das ist durchaus möglich und stellt an sich keine Störung dar. Das haben mehr oder weniger stark ausgeprägt die meisten Menschen. Die Höhe der Ausschläge kann problematisch sein.

Das Bedürfnis, das gerade befriedigt ist, ist das momentan schwächere. Ist ihr Verlangen nach Nähe gestillt, gewinnt das Bedürfnis nach Autonomie Oberhand und sie distanziert sich. In der Distanz befriedigt sich das Autonomiebedürfnis, wird schwach und das Nähebedürfnis gewinnt wieder die Oberhand. Sie nähert sich wieder an ... Sie lebt wie meine Ex in Zyklen.



Sollte sie wirklich Bindungsangst haben, musst Du ihr eben den Raum zum Rückzug geben. Du wirst nichts an ihrer psychischen Grunddisposition ändern können.

Lass dem Ganzen einfach mal seinen Lauf, ohne etwas erreichen oder erzwingen zu wollen. Du bist ja auch noch jung und kannst die Dinge auf Dich zukommen lassen.

Und wer sagt, dass Du nicht auch mal links und rechts guckst, während sie ihre Zyklen dreht. Es ist Dein Leben. Du schuldest ihr nichts.

Sexuelle Ängstlichkeit ist auch nichts, woran ein Mann in Deinem Alter seine Jahre verschwenden sollte.
Ich denke, dass Erfahrungen wie diese von Andreas, wenn er denn schon mit dieser Frauen in jungen Jahren eine Beziehung hatte, genau in so einen Beziehungslebenslauf führen können, wie den von Andreas.

Mann oder Frau verlieren durch solche Erfahrungen ihr wahrscheinlich schon vorher angeknackstes Vertrauen in verbindliche Beziehungen vollständig. Sie lassen sich darauf hin auf nichts mehr wirklich verbindliches ein und sind permanent auf dem Sprung um nicht dad Risiko einzugehen, dass sie nochmals mit Liebeskummer allein sind.

Durch diese Taktik haben sie dann keine Chance überhaupt noch einen verbindlichen Partner kennenzulernen und so wechseln beziehungsinstabile Menschen immer wieder untereinander in oberflächlichen Kurzzeitbindungen.

Ab und zu wird dieser Kreis dadurch erweitert, dass so ein Unverbindlicher jemanden der auf der Klippe zwischen beziehungsfähig und unfähig steht mit seiner Taktik in Richtung Unfähigkeit stößt.

Zumindest bei einem Teil wird es so sein.
 
  • #14
Ich fürchte aber, dass wir uns dabei immer mehr aufreiben und irgendwann tatsächlich nichts mehr übrig bleibt.
So wird es bestimmt kommen, ich möchte eine solche Frau nicht, ich sage dir auch genau warum! Die Ursache dafür, dürfte wohl der Vater sein, der die Mutter schlecht behandelt hat, sodass die Mutter ständig unzufrieden war. Solche Mütter laden ihren ganzen Frust bei den Töchtern ab, um diese zur Verbündeten zu machen, nach dem Motto:. "Lass mich nicht allein", "Mach dich nie abhängig von einem Mann", "Dein Vater macht mich nicht glücklich" - solche Aussagen und weitere mehr, brennen sich tief in das Unbewusstsein ein und tun ein Leben lang niemals gut. Solche Frauen werden meist zur klassischen Drama-Queens, die aufgrund ihrer Verlustängste permanent zwischen intensiver Nähe und größtmöglichem Abstand pendeln und ständig unausgeglichen und unzufrieden sind. Man kann es ihnen als Mann einfach nie recht genug machen, auch diese Erfahrung wirst du so lange machen, bis du keinen Bock mehr hast, ich weiß wovon ich spreche, hab das alles durch und hinter mir!
 
  • #15
Sie sagt, sie wisse dass sie das alles mit mir sehr gerne haben möchte, mir und der Beziehung aber momentan nicht gewachsen sei und nicht wisse, ob sie besser alleine klarkommt bzw. ich ihr Leben besser mache.
Warum schaust Du nicht nach Deinen Themen?
Dein Selbstwert?

Eine Frau sagt Dir eindeutig, dass sie diese Beziehung nicht kann/will.
Sie sagt Dir, sie weiß nicht, ob Du ihr Leben besser machst. Also ist ihr Gefühl eher, dass
Du ihr Leben belastest.
Und Du bleibst?
Ich würde das zur Kenntnis nehmen und beenden.
Wie sieht es mit Deinem Bindungsstil aus?
Ein sicherer Bindungsstil ist anders.

Es kann sein, dass sie eine Bindungsthematik hat, ändern kann nur sie - wenn sie will, mit professioneller Unterstützung.
Alleine geht es nicht, da sind die Ursachen zu tief.

Ich bin aber der Meinung, dass sich auch bei diesem Thema die entsprechenden Menschen anziehen - deswegen wäre es für DICH sinnvoll zu schauen, was DEINE Themen sind.

W, 50
 
  • #16
Vielen Dank für die unerwartet zahlreichen Antworten.
Ich denke durchaus auch oft, mich aus dieser vermeintlichen "Nummer" zurückzuziehen zu müssen und das schwächere Glied in dieser "Beziehung" (denn aktuell fühlt es sich wieder so an, allerdings mit dem seichten Gefühl, dass sie emotional und auch körperlich nicht voll bei mir ist) zu sein.

Ich glaube ehrlicherweise - auch wenn das naiv klingen mag - nicht, dass sie kein Thema damit hat. Sie hatte bisher keine längere Beziehung (eher unverbindliche "Bettgeschichten" auch über Monate, die man leicht beenden kann, wovor sie im Zweifel nach eigener Aussage auch nicht zurückschreckt), hat noch nie jemandem gesagt dass sie ihn liebt, obwohl sie sich eine Langzeitbeziehung wünscht.
Sie sagt sie wisse genau, dass das mit uns gut sei, aber gleichzeitig nicht was sie hindert. Daher sucht sie auch Gründe außerhalb (wenig Zeit, nicht mehr so viel Euphorie wie am Anfang). Ich habe sie auf dieses Problem aufmerksam gemacht und ihr gesagt, dass es mit dem nächsten wieder so kommen wird es nicht hilft, davor wegzulaufen. Daraufhin kam "das weiß ich". Und ich sei der erste, mit dem dieses Gefühl (verliebt und angekommen zu sein, nachhaltig so war).
Und sie habe vermutlich auch Angst, daran zu arbeiten...

Und kurz vorher haben wir nach Wohnungen gesucht.

Sexuelle Ängstlichkeit ist auch nichts, woran ein Mann in Deinem Alter seine Jahre verschwenden sollte.
Das habe ich leider unvollständig mitgeteilt. Sie ist in dieser Hinsicht nicht per se ängstlich. Die erste Zeit war das mehr als erfüllend. Ich glaube allerdings, dass sie dadurch Distanz zu mir wahrt.

Und ja, natürlich sollte ich auch meinen Bindungsstil im Auge haben. Ich komme wohl eher aus der Verlustangst....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #17
Vielen Dank für die unerwartet zahlreichen Antworten.
Ich denke durchaus auch oft, mich aus dieser vermeintlichen "Nummer" zurückzuziehen zu müssen und das schwächere Glied in dieser "Beziehung" (denn aktuell fühlt es sich wieder so an, allerdings mit dem seichten Gefühl, dass sie emotional und auch körperlich nicht voll bei mir ist) zu sein.

Ich glaube ehrlicherweise - auch wenn das naiv klingen mag - nicht, dass sie kein Thema damit hat. Sie hatte bisher keine längere Beziehung (eher unverbindliche "Bettgeschichten" auch über Monate, die man leicht beenden kann, wovor sie im Zweifel nach eigener Aussage auch nicht zurückschreckt), hat noch nie jemandem gesagt dass sie ihn liebt, obwohl sie sich eine Langzeitbeziehung wünscht.
Sie sagt sie wisse genau, dass das mit uns gut sei, aber gleichzeitig nicht was sie hindert. Daher sucht sie auch Gründe außerhalb (wenig Zeit, nicht mehr so viel Euphorie wie am Anfang). Ich habe sie auf dieses Problem aufmerksam gemacht und ihr gesagt, dass es mit dem nächsten wieder so kommen wird es nicht hilft, davor wegzulaufen. Daraufhin kam "das weiß ich". Und ich sei der erste, mit dem dieses Gefühl (verliebt und angekommen zu sein, nachhaltig so war).
Und sie habe vermutlich auch Angst, daran zu arbeiten...

Und kurz vorher haben wir nach Wohnungen gesucht.



Das habe ich leider unvollständig mitgeteilt. Sie ist in dieser Hinsicht nicht per se ängstlich. Die erste Zeit war das mehr als erfüllend. Ich glaube allerdings, dass sie dadurch Distanz zu mir wahrt.

Und ja, natürlich sollte ich auch meinen Bindungsstil im Auge haben. Ich komme wohl eher aus der Verlustangst....
Egal ob die Frau eine Störung hat, es ist gestört so eine im speziellen und im allgemeinen überhaupt jemanden zu klammern. Sie tut dir einen Gefallen wenn sie auf Distanz geht. Du verhältst dich selbstzerstörerisch.
 
  • #18
Ich glaube allerdings, dass sie dadurch Distanz zu mir wahrt.
DAS glaube ich auch.
So, wie zu jedem anderen Mann, der nicht ihr neuer Freund, Lover oder ONS ist.

Und kurz vorher haben wir nach Wohnungen gesucht.
Habe ich mit meinen Ex auch mal (öfter). Deswegen sind sie nicht weniger Ex.

Ich glaube, Du wartest jetzt unbewusst darauf, dass sie an ihrem Studienort eine neuen Freund findet, mit dem sie intim wird.
Eigentlich ganz normal.

Das hat dann eben auch den Sinn, damit Du durch den dann entstehenden Schmerz endlich vom toten Pferd absteigst.
Anders begreifst Du es ja leider nicht.

Und komm mir nicht mit schwieriger Familiengeschichte. Sie verhält sich soweit leider ganz schön normal. Ich finde Deine Ex einfach nur feige (zum Schlussmachen), und ich wäre an Deiner Stelle extrem wütend darüber, so verarscht zu werden. Sie beschädigt Dich gerade, und Du merkst es nichtmal.
Das frage ich mich auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #19
Egal ob die Frau eine Störung hat, es ist gestört so eine im speziellen und im allgemeinen überhaupt jemanden zu klammern. Sie tut dir einen Gefallen wenn sie auf Distanz geht. Du verhältst dich selbstzerstörerisch.
Damit hast du sicherlich Recht und es wäre (wenn ich da auf kurze Sicht denke) für mich das Beste, den Dingen ihren Lauf zu lassen um schnell darüber hinwegkommen zu können. Das geht jetzt seit einigen Monaten so.
Ich bin allerdings nicht der Meinung, andere Menschen immer umgehend aufgeben zu müssen, wenn sie einem doch sehr am Herzen liegen und man sich gemeinsam vieles hat vorstellen können. Das wird natürlich noch schwieriger, wenn das Gegenüber das Problem selbst nicht benennen kann und mal mehr, mal weniger Gefühle für einen hegt und dieses Phänomen, wenn auch in geringerer Intensität schon öfter vorgekommen ist.
Aber ja, man wird immer wieder mit ein paar Funken am Leben gehalten, die ein großes Comeback vermuten bzw. darauf hoffen lassen.
 
  • #20
Wenn Du Dir Hoffnungen machen lässt durch Deine Analyse ihrer Probleme, hängst Du am eigenen Haken. Sie stimmt Dir zu, wenn Du ihr was über ihre Ängste erzählst, aber verhält sich trotzdem nicht "geheilt" und will sich auch nicht heilen (lassen).

Ich glaube ehrlicherweise - auch wenn das naiv klingen mag - nicht, dass sie kein Thema damit hat.
Selbst wenn - Du kannst das Problem nicht lösen.

Und je mehr man jemanden dazu drängen will, das zu tun, was man selbst als Ergebnis haben will, umso weniger wird derjenige es wollen können aus freien Stücken.

Sie sagt sie wisse genau, dass das mit uns gut sei, aber gleichzeitig nicht was sie hindert. Daher sucht sie auch Gründe außerhalb (wenig Zeit, nicht mehr so viel Euphorie wie am Anfang). Ich habe sie auf dieses Problem aufmerksam gemacht und ihr gesagt, dass es mit dem nächsten wieder so kommen wird es nicht hilft, davor wegzulaufen. Daraufhin kam "das weiß ich". Und ich sei der erste, mit dem dieses Gefühl (verliebt und angekommen zu sein, nachhaltig so war).
Und sie habe vermutlich auch Angst, daran zu arbeiten...
Du stehst drauf, sie zu analysieren, und sie gibt Dir das, was Du willst. Sie bestätigt Deine Diagnose und Deine Voraussage.
Vielleicht fühlt sie sich auch von Dir bedrängt, weil sie sich von Dir bearbeitet fühlt. Ist auch unsexy, wenn man analysiert wird, damit man wieder in der Beziehung funktionieren soll nach dem Wunsch des Partners, der betonen will, dass es das Beste sei für "die Patientin". Es ist einfach das Beste für ihn, aber das wird versteckt in der "gutgemeinten Analyse". Jemand, der ein Problem hat, kann auch gut damit weiterleben, er lässt enttäuschte Leute zurück, aber das ist ihm auch egal.

Sie sagt sie wisse genau, dass das mit uns gut sei
Sie sagte, sie wüsste nicht, ob Du ihr Leben besser machst!

Am schlimmsten sind Leute, die in dem Moment, wo sie dich veräppeln, selbst dran glauben, und dich nicht enttäuschen wollten. Das Wort passt hier mE auch genau: Du sollst weiter die Täuschung glauben.
 
  • #21
Ich bin allerdings nicht der Meinung, andere Menschen immer umgehend aufgeben zu müssen, wenn sie einem doch sehr am Herzen liegen und man sich gemeinsam vieles hat vorstellen können. Das wird natürlich noch schwieriger, wenn das Gegenüber das Problem selbst nicht benennen kann und mal mehr, mal weniger Gefühle für einen hegt und dieses Phänomen, wenn auch in geringerer Intensität schon öfter vorgekommen ist.
Also, das ist löblich. Aber das sehe ich eher so, dass ich nicht wegen eines Streits oder so jemanden fallen lasse. Wenn derjenige allerdings mit mir Schluss gemacht hat und danach rumeiert, aber klar keine Beziehung will, dann gebe ich ihn nicht auf, sondern frei und erspare mir Kummer. Diese Idee, um jemanden zu kämpfen, der nicht richtig will, finde ich falsch. Man kann ja klar kommunizieren - und das hast du bereits - dass man sich eine Beziehung mit dem anderen wünscht. Aber da du keinen Fehler gemacht hast, aus dem sie sich getrennt hat - wie z.B. ein Fremdgeher - hast du auch keinen Grund, da noch mehr Energie reinzustecken. Sie weiß doch, wie du fühlst. Du kannst ja nicht ihre Gefühle ändern.
Für mich klingt das nicht unbedingt nach jemandem, der Beziehungsangst hat, auch wenn das nie ausgeschlossen ist. Sie ist sich einfach nicht sicher, ob sie mit dir eine Beziehung will und kann nicht ganz loslassen, das ist alles. Das kommt ständig vor und hat nichts damit zu tun, dass diese Leute alle Bindungsangst haben. Denn oft kommt in kürzester Zeit jemand anderes vorbei und da PING ist es plötzlich kein Problem mehr. Gerade, bei jemandem, der 25 ist. Wenn sie da noch keine längere Beziehung hatte, muss das nichts mit psychischen Problemen zu tun haben, ich selbst hatte da auch grad erst seit zwei Jahren meine erste Beziehung überhaupt und war ganz und gar nicht bindungsgestört. Auch wenn ich total verstehe, dass du es gern auf was anderes (sei es ihre Familie) schieben möchtest, um noch eine Chance zu haben, sie zu retten.
Zu deinem eigenen Schutz und nach genug ähnlichen Erfahrungen würde ich dir raten, den Kontakt abzubrechen. Das wird schmerzen, denn es ist Liebeskummer, aber danach geht es dann bergauf und du hast die Chance auf jemanden, der dich genauso sehr liebt wie du ihn. Aber eben: für DICH, nicht, damit sie irgendwie an sich arbeitet und zu dir zurückkommt.

w, 36
 
  • #22
Mir ist schon klar, dass ich mir damit ein Stück weit Erklärungen und Lösungsansätze suche. Es ist nur sehr schwer das nicht zu tun, wenn das Gegenüber selbst nicht die Reißleine zieht (denn wirklich "Schluss gemacht" hat sie nicht) und die vermeintlichen Probleme gar nicht benennen kann.
In unserer sehr schönen Anfangsphase sagte sie mir schon, dass eine Trennung ja nichts so schlimmes sei. Und ich denke daher, dass sie ihr Muster kennt und sich diese "Prophezeiung" jetzt selbst erfüllt.

Im Übrigen glaube nicht nur ich, dass sie ein Thema damit hat.

Selbst wenn - Du kannst das Problem nicht lösen.

Und je mehr man jemanden dazu drängen will, das zu tun, was man selbst als Ergebnis haben will, umso weniger wird derjenige es wollen können aus freien Stücken.


Du stehst drauf, sie zu analysieren, und sie gibt Dir das, was Du willst. Sie bestätigt Deine Diagnose und Deine Voraussage.
Vielleicht fühlt sie sich auch von Dir bedrängt, weil sie sich von Dir bearbeitet fühlt. Ist auch unsexy, wenn man analysiert wird, damit man wieder in der Beziehung funktionieren soll nach dem Wunsch des Partners, der betonen will, dass es das Beste sei für "die Patientin". Es ist einfach das Beste für ihn, aber das wird versteckt in der "gutgemeinten Analyse". Jemand, der ein Problem hat, kann auch gut damit weiterleben, er lässt enttäuschte Leute zurück, aber das ist ihm auch egal.

Sie leidet ja auch nur dann darunter, wenn wir darüber sprechen. Denn ansonsten bin ich ja noch da und allzeit bereit, das wieder aufzunehmen.


Sie sagte, sie wüsste nicht, ob Du ihr Leben besser machst!

Am schlimmsten sind Leute, die in dem Moment, wo sie dich veräppeln, selbst dran glauben, und dich nicht enttäuschen wollten. Das Wort passt hier mE auch genau: Du sollst weiter die Täuschung glauben.

Ich traue ihr nicht zu, mich bewusst warm zu halten während sie insgeheim auf jemand besseres wartet. Vielmehr glaube ich, dass ihr eine ganz bewusst getroffene Entscheidung gut tun würde. Nur kann sie diese nicht treffen, da sie kein Werkzeug für die Situation hat und die Gefühle schwanken. Daher müsste man sie ihr vermutlich abnehmen.

[/QUOTE]
 
  • #23
Egal ob die Frau eine Störung hat, es ist gestört so eine im speziellen und im allgemeinen überhaupt jemanden zu klammern. Sie tut dir einen Gefallen wenn sie auf Distanz geht. Du verhältst dich selbstzerstörerisch.
Das bringt es auf den Punkt.
FS, du versuchst dich über sie zu erheben, dein Denken kreist nur noch um sie, dichtesten ihr eine Bindingsangst an, um das Offensichtliche nicht sehen zu müssen:

Sie will dich nicht.

Ist doch egal, warum. Sie will nicht. Das gilt es zu respektieren. Aber stattdessen drangsalierst du sie weiter, pathologisierst ihr Verhalten.

Du willst selbst ihre höfliche Absage nicht verstehen: du bereichert ihr Leben nicht!

Was will man denn mit jemandem, der nur eine Last ist oder null Mehrwert bringt?

Wo ist dein Selbstwertgefühl? Dein Stolz?
Warum willst DU jemanden, der dich nicht will?

FS, du bist wahrscheinlich derjenige mit der Bindingsangst.
Du willst sie nur, weil sie nicht erreichbar ist. Damit kann sie dir niemals zu nah kommen.
 
  • #24
Das bringt es auf den Punkt.
FS, du versuchst dich über sie zu erheben, dein Denken kreist nur noch um sie, dichtesten ihr eine Bindingsangst an, um das Offensichtliche nicht sehen zu müssen:

Sie will dich nicht.

Ist doch egal, warum. Sie will nicht. Das gilt es zu respektieren. Aber stattdessen drangsalierst du sie weiter, pathologisierst ihr Verhalten.

Du willst selbst ihre höfliche Absage nicht verstehen: du bereichert ihr Leben nicht!

Was will man denn mit jemandem, der nur eine Last ist oder null Mehrwert bringt?

Wo ist dein Selbstwertgefühl? Dein Stolz?
Warum willst DU jemanden, der dich nicht will?

FS, du bist wahrscheinlich derjenige mit der Bindingsangst.
Du willst sie nur, weil sie nicht erreichbar ist. Damit kann sie dir niemals zu nah kommen.
Ja, das ist genau die sehr einfache Denkweise die ich mir wahrscheinlich aneignen sollte.

Auch hat sie mir nicht gesagt dass ich null Mehrwert bringe, sondern auch dass sie wisse dass es gut ist. Und wenn man bei Kleinigkeiten (normalen Gesprächen unter Erwachsenen) und meinem Vorschlag, das jetzt loszulassen erstarrt und zu Weinen anfängt, ist das sicher kein refklektiertes erwachsenes Verhalten. Denn dann könnte man ja einfach sagen "Ja, das ist das Beste" und wäre mit der Begründung "ich will dich nicht" aus der Nummer raus. Und wäre dabei nicht einmal feige gewesen.

Der Unterschied ist nur, dass ich mich immer sehr sicher in der Beziehung gefühlt habe und keine Gründe gesehen habe, die diese zum Scheitern bringen könnten. Und genau diese Gründe kann sie mir ja nicht nennen.
Auch habe ich nicht die Sicherheit in meinem Denken verloren, das langfristig aufrechterhalten und ausbauen zu wollen. Und ich wollte sie ja auch, als sie erreichbar war.
Warum sollte mir jemand sagen, sich noch nie so sicher gewesen zu sein, um dann nach einem Jahr grundlos festzustellen, dass man den anderen doch nicht will? Und das zum wiederholten Mal, wenn auch diesmal nach längerer und intensiverer Zeit. "Mal" kann das vorkommen, Gefühle sind irrational. Aber wiederholt und sogar von ihr selbst festgestellt?

Auch bin ich momentan nicht derjenige, der ständig Treffen initiiert oder überhaupt den Stein wieder ins Rollen gebracht hat.
 
  • #25
Also, das ist löblich. Aber das sehe ich eher so, dass ich nicht wegen eines Streits oder so jemanden fallen lasse. Wenn derjenige allerdings mit mir Schluss gemacht hat und danach rumeiert, aber klar keine Beziehung will, dann gebe ich ihn nicht auf, sondern frei und erspare mir Kummer. Diese Idee, um jemanden zu kämpfen, der nicht richtig will, finde ich falsch. Man kann ja klar kommunizieren - und das hast du bereits - dass man sich eine Beziehung mit dem anderen wünscht. Aber da du keinen Fehler gemacht hast, aus dem sie sich getrennt hat - wie z.B. ein Fremdgeher - hast du auch keinen Grund, da noch mehr Energie reinzustecken. Sie weiß doch, wie du fühlst. Du kannst ja nicht ihre Gefühle ändern.
Für mich klingt das nicht unbedingt nach jemandem, der Beziehungsangst hat, auch wenn das nie ausgeschlossen ist. Sie ist sich einfach nicht sicher, ob sie mit dir eine Beziehung will und kann nicht ganz loslassen, das ist alles. Das kommt ständig vor und hat nichts damit zu tun, dass diese Leute alle Bindungsangst haben. Denn oft kommt in kürzester Zeit jemand anderes vorbei und da PING ist es plötzlich kein Problem mehr. Gerade, bei jemandem, der 25 ist. Wenn sie da noch keine längere Beziehung hatte, muss das nichts mit psychischen Problemen zu tun haben, ich selbst hatte da auch grad erst seit zwei Jahren meine erste Beziehung überhaupt und war ganz und gar nicht bindungsgestört. Auch wenn ich total verstehe, dass du es gern auf was anderes (sei es ihre Familie) schieben möchtest, um noch eine Chance zu haben, sie zu retten.
Zu deinem eigenen Schutz und nach genug ähnlichen Erfahrungen würde ich dir raten, den Kontakt abzubrechen. Das wird schmerzen, denn es ist Liebeskummer, aber danach geht es dann bergauf und du hast die Chance auf jemanden, der dich genauso sehr liebt wie du ihn. Aber eben: für DICH, nicht, damit sie irgendwie an sich arbeitet und zu dir zurückkommt.

w, 36
Sie will ja eben nicht "nicht klar keine Beziehung". Auch haben wir uns damals im Einvernehmen getrennt, weil sie das nicht entscheiden konnte. Und entschieden hat sie das bereits öfter. An Feigheit kann es demnach nicht liegen.

Sie hat viele Gründe gesucht, woran es liegen könnte.
Sie müsse vielleicht nochmal mit jemandem flirten, sie hat zu wenig Zeit, der Job ist zu anstrengend, sie müsse nochmal mit dem Typen vor mir reden, etc.

All diese Gründe sind weggefallen, die Entscheidungslosigkeit ist immer noch da.

Und ja, mir selbst zuliebe muss das aufhören. Vielleicht liegt es tatsächlich am Lebensabschnitt, vielleicht passt es nach der Verliebtheit weniger als gedacht, vielleicht gibt es Gründe die sie mir nicht sagen will. Man nimmt jemanden aber auch nicht nochmal mit zu seinen Eltern, ohne zu wissen wen man da überhaupt mitnimmt.
 
  • #26
Es ist nur sehr schwer das nicht zu tun, wenn das Gegenüber selbst nicht die Reißleine zieht (denn wirklich "Schluss gemacht" hat sie nicht) und die vermeintlichen Probleme gar nicht benennen kann.
Ja, das verstehe ich.
In unserer sehr schönen Anfangsphase sagte sie mir schon, dass eine Trennung ja nichts so schlimmes sei.
Echt? Wenn man total verliebt ist, dann ist die Vorstellung einer Trennung in meinen Augen der blanke Horror. Und wenn man wirklich geliebt hat, fühlt sie sich an wie ein Trauerfall.
Hm, vielleicht wollte sie sich nicht fest binden, weil Trennung eben doch wehtut. Und jetzt habt ihr euch getrennt und sie springt hin und her zwischen Dir und Freiheit.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie beim Studium neue Männer kennengelernt hat, die sie interessant findet, und Du auf der Warmhalteplatte bist. Je nachdem, ob sich rausstellt, dass die vergeben sind oder nicht an ihr interessiert, bist Du der Mensch, von dem sie nicht weiß, ob er ihr Leben besser macht oder "es war sehr gut mit uns".
Du hast ja geschrieben, dass Du ihr das nicht zutraust. Ich würde mal gucken, wie ihre Beziehungsvergangenheit so ist. Sie hatte ja laufend irgendwelche Männer, die aber nie für lange, wenn ich das richtig verstanden habe.

Und geh weiter davon aus, dass sie in den Momenten, wo ihr zusammen seid, ganz anders denkt und fühlt und eben dadurch auch redet, als wenn sie allein ist und sich wohlfühlt im Studium.

Aber so unstet, wie sie ist, kannst Du eigentlich nur auf Dich selbst achten. Weil - sonst wirst Du bekloppt. Du kannst ja nicht in ihren Kopf gucken. Die Frau redet ziemlich irrational.
 
  • #27
Und genau diese Gründe kann sie mir ja nicht nennen.
Nicht immer gibt es Gründe, die über ein "die Gefühle reichen nicht" hinausgehen. Sicherlich wird es letztlich irgendwelche Ursachen haben, wenn Verliebtheit nicht in Liebe übergeht. Aber die dürften in vielen Fällen so tief im Unterbewusstsein liegen, dass man mit dem Verstand nicht rankommt. Folglich kann man dem Anderen auch nicht genau sagen, warum es nicht (mehr) passt. Und die Frau ist immer noch sehr jung. Mit Mitte 20 finde ich eine gewisse Unbeständigkeit nicht ungewöhnlich. Zumal ihr Leben ja auch sonst noch im Fluss scheint mit dem wiederaufgenommenen Studium.

Es ist natürlich auch denkbar, dass es für ihr Zögern einen Grund gibt, den sie dir nicht nennen will - vermutlich um dich nicht zu verletzen. Möglicherweise liegt es sogar an genau dem Verhaltensmuster, das @void so treffend beschrieben hat:

Vielleicht fühlt sie sich auch von Dir bedrängt, weil sie sich von Dir bearbeitet fühlt. Ist auch unsexy, wenn man analysiert wird, damit man wieder in der Beziehung funktionieren soll nach dem Wunsch des Partners, der betonen will, dass es das Beste sei für "die Patientin". Es ist einfach das Beste für ihn, aber das wird versteckt in der "gutgemeinten Analyse".
Genau so ging es mir mit einem Mann, mit dem ich vor Jahren mal einen kurzen Beziehungsversuch hatte. Ich fühlte mich von ihm regelrecht seziert, und im Nachhinein sehe ich in seinem Verhalten etwas Übergriffiges. Dass er jedes Zaudern und auf-Distanz-gehen meinerseits mit einer Störung erklärte, kann ich ihm nur bedingt zum Vorwurf machen - ich hatte ihm dafür selbst "Futter" geliefert mit bestimmten Offenbarungen. Dieses bevormundende "nur das Beste für mich wollen" zeigte sich aber auch bei anderen Dingen, z.T. ganz banalen Kleinigkeiten. Und in manchen Dinge walzte er rücksichtslos über meine Bedürfnisse hinweg; wollte z.B. jeden Tag stundenlang skypen, obwohl ich nicht gerne telefoniere. Wenn ich vorsichtig andeutete, dass mir das zuviel sei, zückte er die "Na ja, du hast ja auch ein Problem mit Nähe"-Keule und belehrte mich, dass es ja nie besser werden würde, wenn ich mich meinen Ängsten nicht endlich stellte. Also genau das, was @void beschreibt. ER wollte etwas und nutzte meine vermeintliche "Schwäche" aus, um mich zu überzeugen, dass ich es doch auch wollen müsse.

Nach ein paar Wochen ergriff ich die Flucht.

Warum erzähle ich das jetzt so lang und breit? Weil du mich sehr an diesen Mann erinnerst, lieber FS. Kann natürlich sein, dass ich nur projeziere. Aber auf jeden Fall würde auch ich dir raten, mal auf dich selbst zu schauen statt immer nur auf sie mit ihrer ach so schweren Kindheit. Im Moment kommt es mir so vor, als ob die Beiträge hier gar nicht wirklich zu dir durchdringen und du einfach nur endlich deine "Diagnose" von uns bestätigt haben willst.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
Lieber FS,

das ist ja echt kniffelig. Man merkt deine starken Gefühle für diese Frau, aber du musst sie gehen lassen, weil du ihr damit hilfst. Sie muss sich selber von ihren Ängsten befreien und dazu braucht es ein einschneidendes Erlebnis, damit sie in das Tun kommt. Der Bruch mit dir kann so ein Erlebnis sein. Wenn du sie liebst, dann gib sie auf und lass sie gehen. Dieses Geschenk von dir wird ihr helfen.
 
  • #29
Genau so ging es mir mit einem Mann, mit dem ich vor Jahren mal einen kurzen Beziehungsversuch hatte.
Tut mir Leid, was Ihnen passiert ist. Klingt nach viel Frust und einer toxischen Beziehung. Da muss man selbst als objektiver Leser stolz auf Sie sein, dass Sie den Absprung geschafft haben. Perfekt ist niemand. Schwächen haben wir alle. Doch was für den Anderen vermeintliche Schwächen sind, sind für den Einen Charaktereigenschaften, die zu ihnen gehören und völlig akzeptabel sind. Das Geheimnis ist eine klare Kommunikation der eigenen Grenzen und keine Angst vor Verlust oder falsche Schahm, wenn der aktuelle Partner doch nicht passt. Unsere Seelenverwandte kommen aus derselben Großfamilie und wir haben alle um die 16-20 Seelenverwandte auf dIeser Welt. Darum besteht kein Grund aus Angst etwas vermeintlich einzigartiges zu verlieren, sich selbst zu verleugnen.
 
  • #30
Hallo FS
Ich finde dich übergriffig.
Ihr wart 1 Jahr zusammen und das würde ich als kennen lernen bezeichnen da man dann alles wie Feiertage und Urlaub einmal durch hat.
Ihr hattet sicher eine gute Zeit aber eben nicht mehr. Sie studiert und hat neue Perspektiven und du kommst halt nicht drin vor, das hat sie dir auch mitgeteilt.
Aber statt das zu akzeptieren, machst du auf Freud und sezierst sie regelrecht. Alle sind Schuld daran das sie nicht mit dir zusammen ist - ausser du natürlich. Wobei ich hier nicht mal von Schuld reden würde sondern eher von " es passt halt nicht für immer".
Für mich klingst eher du nach einem ungesunden Beziehungsverhalten.
Du hattest eine lange Beziehung und sehr gelitten als sie zu Ende ging. Jetzt ging ein Neustart wieder in die Hose und du kommst mit deinem Scheitern oder deinem allein sein nicht zurecht.
Du versuchst ihr einzureden dass du der richtige bist und alles mögliche und drohst sogar das sie mit dem nächsten Typ wieder Probleme haben wird da sie bis jetzt noch keine lange Beziehung hatte.
Sie war 23 als sie mit dir zusammen kam, die wenigsten haben in dem Alter lange Beziehungen hinter sich!
Das ihr Wohnungen angeschaut habt usw. hat ihr vielleicht ebenfalls vor Augen geführt das es für sie eben nicht reicht. Sie hat es probiert, kann es sich aber nicht vorstellen.
Und wenn sie auf deine Analysen sagt "stimmt schon" dann vermute ich dass sie eher aufgibt damit du endlich Ruhe gibst.
Sie mag dich als Kumpel sicher gerne aber eben nicht mehr.
In dem Moment wo sie einen neuen Mann kennen lernt, bist du eh abgeschrieben.
Da du damit vermutlich nicht zurecht kommen wirst, empfehle ich dir, sie nicht mehr zu treffen und den Kontakt einzustellen.