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Meeresrauschen

  • #61
Also ich kann den Wunsch nach einem Kind gut nachvollziehen. Ich finde es auch bemerkenswert, dass eure Beziehung nicht heimlich ist, sondern dass seine Frau davon weiß. Dennoch würde mir diese Situation auf Dauer zu schaffen machen.
Ihm geht es natürlich prima mit der Situation.
Er hat bald zwei Familien und muss sich nicht wirklich positionieren. Solange du aber damit so zufrieden bist, soll es gerne so weiterlaufen.
Ich vermute, dass dein Geliebter wahrscheinlich genug Geld hat, um dich und das Kind zu unterstützen.
ABER...wie willst du es denn alles organsieren? Hast du genug Freunde und Verwandte in der Nähe, die dich mit dem Kind unterstützen? Ich hätte Angst, das nicht zu schaffen. Dein Freund hat noch eine andere Familie, für die er da sein muss. Auch hier könnte ein Kind schwer krank werden oder seine Frau...was dann?
Was willst du tun, wenn dich die SS körperlich fertig macht? Falls du z. B. wochenlang ins Krankenhaus musst, wer soll sich dann um alles kümmern? Wer geht für dich einkaufen, wer fährt dich zum Arzt ect? Wie lange willst du der Arbeit fern bleiben?
Ich nehme doch an, du bist keine 20 J. alt sondern Ü 30. So einfach steckt man da doch ohne Partner keine SS weg.
Ich würde dir raten, einen genauen Plan mit deinem Freund zu machen, bevor ihr ein Kind in die Welt setzt, womit du am Ende komplett überfordert sein wirst.
Falls er wirklich soviel Geld hat, soll er dir eine Assistenz organsieren und bezahlen, damit du es als Alleinerziehende auch schaffst.
Man kann nicht alles haben im Leben und Egosimus kann viel Schaden anrichten.
 
  • #62
Garantien gibt es im Leben für nichts und niemanden.
Wenn man stets den Idealfall, wie er gesellschaftlich verankert ist und idealisiert wird, gefördert ist, dann würde es wahrscheinlich keine Kinder mehr geben.
Ich habe schon öfters Einblick in nach Außen glücklich wirkende Familien erhalten. Und ich wäre froh, ich hätte so manches nicht gesehen und miterlebt, was sich hinter den schönen, glücklichen und wohlhabenden Fassaden so alles abspielt.
Im Umkehrschluss habe ich auch viele AE Frauen unter meinen Mitarbeitern und Freunden, die schon öfters meine Hilfe in Anspruch genommen haben und unter ihnen fühle ich mich wesentlich wohler, denn es ist keine Fassade oder vorgegaugeltes Glück. Und hier bin ich auch schon des öfteren mit Problemen, Ängsten und Sorgen von AE Frauen konfrontiert worden.
Da, schon wieder: Pest vs. Cholera. Ich halte das ehrlich gesagt für keine sonderlich sinnvollen Überlegungen. "Schlimmer geht immer" ist wirklich ein schlechtes Argument für das (vermeintlich) kleinere Übel.

Du bist durch Dein Umfeld mit den Sorgen und Nöten von alleinerziehenden Müttern vertraut. Das ist zwar schön und gut, aber entscheidend sollten hier doch die Sorgen und Nöte von Kindern sein, die auf ein Elternteil verzichten müssen. Hast Du das auch schon bedacht?

Und bitte ... Alleinerziehende genießen in diesem Forum aus offensichtlichen Gründen eine große Lobby. Die Bedeutung einer väterlichen Bezugsperson wird hier schneller negiert als man gucken kann oder einfach durch den nächstbesten Sportlehrer oder Onkel ersetzt ... und gut geraten sind die eigenen Kinder lt. Eltern sowieso immer (ich wette, das würden selbst die Mütter von Charles Manson oder Dieter Bohlen behaupten). Die Realität sieht da leider etwas anders aus, wie bspw. die Statistik zu jugendlichen Straftätern zeigt (über 80 % sind ohne Vater aufgewachsen).

Ich will nicht behaupten, dass Kinder von Alleinerziehenden automatisch missraten sind oder kein glückliches Leben führen können. Das wäre Unsinn. Aber mich erschreckt ehrlich gesagt, dass sich regelmäßig um die eigene Situation als alleinerziehende Mutter gesorgt wird, und bei den Kindern - wie selbstverständlich - davon ausgegangen wird, dass die das schon wegstecken. Deren Bedürfnisse scheinen zweitrangig.
 
  • #63
ABER...wie willst du es denn alles organsieren? Hast du genug Freunde und Verwandte in der Nähe, die dich mit dem Kind unterstützen? Ich hätte Angst, das nicht zu schaffen.
Wie vorhin in einem Post von mir schon beschrieben habe ich diesbezüglich keine Sorgen.
In meinem Haus wohnen mein Cousin, sowie mein Bruder, in Haus neben an wohnt meine Tante, welche bereits in Frührente ist und meine Eltern wohnen keine 10 km entfernt.
 
  • #64
Mich ärgern langsam so manche Klischees. Ich kenne Ehen, wo es keine Nähe, Zuneigung, Achtung gibt, die Kinder halt da sind, Leistungsansprüchen genügen sollen, Rollenbilder erfüllen. Wo im besten Fall gegenseitiges Ignorieren, im schlimmsten Fall Gewalt in unterschiedlichster Form üblich ist, oft psychisch.
Oder gesellschaftlich anerkannt, Mann ist beruflich erfolgreich, dafür endlose Arbeitszeiten, evtl. unter der Woche nicht präsent, am Wochenende auch nicht unbedingt gewillt - oder nicht mal fähig, da einfach Erholung notwendig - sich um Frau und Nachwuchs zu kümmern. Diese Väter sind real auch nicht da.
In wievielen Ehen, gerade wenn der Mann Karierte macht, ist die Frau außer bzgl. wirtschaftlichem Rahmen real AE. Nennt man dann Familienmanagerin.

Es wird ein Idealbild propagiert, das - natürlich heterosexuelle - Paar, das eine liebevolle, stabile, achtsame Beziehung führt, dann Kinder bekommt. Ausreichendes Einkommen für den wirtschaftlichen Rahmen, ausreichend Bildung um den Kindern den intellektuellen Background zu geben, ausreichend Zeit für die Kinder, immer liebe-, verständnisvoll da sein... Beide Elternteile ausreichend präsent, um dem Kind die angemessene Begleitung und Entwicklung ins Erwachsenenleben zu geben.

Das hätten wir als Kinder, glaube ich, alle gerne erlebt. Wer hat es wirklich?
Eine gute, stabile Beziehung mit / ohne Kinder ist auch für die meisten ein Ziel, aber dieses Idealbild gibt es kaum, vielleicht mehr oder weniger Ansätze davon.
Man muss nur etwas hinter die Fassaden der gesellschaftlich so anerkannten Familien schauen.
Da sind mir gute stabile Beziehungen, familienähnliche Modelle jenseits der Norm bedeutend lieber, und das Kind, das da aufwächst, bekommt ein viel positiveres Startpaket ins Leben als so manche Kinder aus den so tollen gutbürgerlichen Familien.
 
  • #65
Ich kann dieses Moralisieren hier nicht verstehen. Andere Frauen kaufen sich in Dänemark Spendersamen. Das wird doch auch akzeptiert.
Es geht u.a. um Verantwortung. Und Veantwortung hat etwas mit Moral, nicht mit "Moralisieren" zu tun.
Jetzt (!) meint die FS, sie könne Verantwortung für ihren Lebensentwurf übernehmen. Gut so. Hoffentlich bleibt sie dabei.

Sie meint jetzt (!) aber auch, sie könne als AE Verantwortung für ein Kind übernehmen, dessen Vater nicht für es da sein wird (materielle Unterstützung mal außen vor gelassen, nehme ich an). Letzteres erscheint mir durchaus hinterfragenswert.

Allemal wird hier ein bestenfalls drittbester Lebensentwurf mit Euphemismen bedacht und damit gerechtfertigt, dass andere (mindestens für die Kinder bessere) Lebensmodelle nicht gegen ein Scheitern geschützt sind.
Das finde ich argumentativ ziemlich schwach.
 
  • #66
Mich ärgern langsam so manche Klischees.
Da sind mir gute stabile Beziehungen, familienähnliche Modelle jenseits der Norm bedeutend lieber, und das Kind, das da aufwächst, bekommt ein viel positiveres Startpaket ins Leben als so manche Kinder aus den so tollen gutbürgerlichen Familien.
Mich verwundert das auch sehr, dass sich hier viele Menschen echt nichts anderes vorstellen können, als die klassische Vater-Mutter-Kind-Familie. Die FS ist laut eigener Aussage super vernetzt und verdient selbst ausgezeichnet. Laut FS muss sie auch eine Entlassung nicht befürchten, sondern sitzt vielmehr ziemlich sicher im Sattel. Optimale Voraussetzungen, über die die meisten AE-Mütter nicht verfügen. Außerdem hat auch niemand gesagt, dass der Kindsvater ablehnt, sich um sein 4.Kind zu kümmern. Wir kennen ihn hier nicht.

Bleibt also zu sagen, dass die FS eigene Lebensvorstellungen hat, da gehört offensichtlich ein Kind dazu. Nun ist sie fast 40, was soll da an Nestbau-beziehung noch kommen? Jetzt bietet sich also ein Mann von selbst an, ihr ein Kind zu machen. Nun hat sie die Wahl. Sie entscheidet sich nun für ein Leben ohne Kind, und wird es vielleicht irgendwann bereuen. Oder sie entscheidet sich für ein Leben mit Kind, gibt ihre Werte, Ansichten, Erfahrungen etc weite. Ein Kind ist etwas schönes. Die FS ist auch nicht naiv, sie hatte über 30 Jahre Zeit, sich im nahen Umfeld anzuschauen und sich Gedanken zu machen, was ein Leben mit Kind bedeutet. Das es alleine schwieriger ist, weiß die FS sicher selbst. Aber es ist auch nicht so, dass es die Hölle sei. So ein Kind gibt auch unheimlich viel zurück. Man muss es nur wahrnehmen können.

FS, das ist mein dritter und letzter Post zu dem Thema: ich finde wirklich, wenn dir ein Kind wichtig ist, solltest du es tun. Die Gelegenheit kommt nie wieder.
 
  • #67
Mich ärgern langsam so manche Klischees. Ich kenne Ehen, wo es keine Nähe, Zuneigung, Achtung gibt, die Kinder halt da sind, Leistungsansprüchen genügen sollen, Rollenbilder erfüllen. Wo im besten Fall gegenseitiges Ignorieren, im schlimmsten Fall Gewalt in unterschiedlichster Form üblich ist, oft psychisch.
Eben. Keine Klischees, vielmehr ist wichtig, was ein Kind abstrakt generell braucht, um heranzuwachsen. Ich denke, mehrere Bezugspersonen - wie die FS beschreibt - sind hier sicher sinnvoll, z. B.

- Mutter
- Vater
- Geschwister
- Stiefgeschwister
- Großeltern
- Onkel / Tanten
- Kinder von Onkel / Tanten

je mehr soziale Kontakte, desto besser, weil je unterschiedlicher die Erlebnisse, die Kinder um so mehr profitieren.

Also ich finde die Idee der FS es zu machen, gut, nur sollte sie beizeiten so viel regeln wie möglich (dazu hab ich ein Posting geschrieben).
 
  • #68
Ich kenne Ehen, wo es keine Nähe, Zuneigung, Achtung gibt, die Kinder halt da sind,
Ja, das finde ich auch, dass man dieses Familien-"Ideal" nicht hochhalten KANN, da es das nicht gibt, wenn man es an der Form festmachen will. Diese ganzen Beziehungen, wo sich nicht getrennt wird, obwohl schon lange keine Liebe mehr vorhanden ist, und am Ende noch das Kind daran Schuld sein soll, sind Gift für die Entwicklung der Beziehungsfähigkeit der Kinder.

Aber ich fand die Situation so unsicher, rein vom Lesen hier. Mittlerweile kamen ja noch mehr Infos.
Der Mann jedenfalls scheint mir immer noch total verantwortungslos.

Die FS schreibt ja nun, dass sie auch AE sein könnte, die Verwandten, die ihr anscheinend zur Seite stehen können, sind ja auch da, der Beruf ist ihr nicht wichtig und sie kann dahingehend flexibel sein. Von daher denke ich, warum nicht. Sich einen Mann suchen, klappt doch sowieso nicht und wenn sie den Mann geeignet findet und sich unbedingt ein Kind wünscht, was soll sie machen? Auf den großen liebenden Unbekannten kann man ja nicht warten.

Wichtig finde ich allein, wie es dem Kind gehen wird und das klar ist, dass das Leben sich mit Kind komplett ändert. Und ja, eine männliche Bezugsperson wäre natürlich gut, aber anscheinend ist der Bruder der FS ja mit im Haus, also wäre das nicht mal so, dass es niemanden gäbe. Der Erzeuger jedenfalls wäre in meinen Augen kein Vorbild mit seinem Lebensentwurf, was Beziehungen angeht, und ich denke auch nicht, dass er sich ums Kind kümmern würde, denn so richtig nach sorgendem Vater für seine schon existierenden Kinder klingt er nicht.
 
  • #69
Liebe FS,
du wirkst sehr durchdacht und ich denke, ein Kind stößt bei dir auf ein wesentlich stabileres und förderlicheres Umfeld als in manch einer "Familie". Du machst auf mich den Eindruck dass du dich schon längst entschieden hast - du brauchst dich doch auch hier vor niemandem zu rechtfertigen. Meiner Meinung nach solltest du dann aufgrund deines Alters auf keinen Fall noch länger warten.
Du bist doch selbstbewusst und zielstrebig - über die schiefen Blicke, die du teilweise von einigen Fulltime-Hausfrauen mit Ehemann ernten wirst, wirst du sicherlich drüberstehen.
 
  • #70
Liebe FS,
kannst Du immer noch damit leben, wenn Du ihn dann verlierst?
Er hat schon eine Familie, das ist anstrengend.

Du bist für ihn da, hast Zeit für ihn und erlebst schöne Momente mit ihm. Wo bleiben die aber, wenn Du dann Nachwuchst hast, die schönen Momente zu zweit? Das Besondere?
Du bist evtl. gestresst, übernächtigt, nur noch fürs Baby da, das ist normal!

Wenn es dann für ihn ist wie daheim, wird er bei Dir bleiben? Oder verlierst Du ihn?
Falls es so ist, willst Du das dann immer noch? Denk gut drüber nach, vor Du Dich entscheidest.

Ich wünsch Dir viel Glück und eine richtige Entscheidung.
 
  • #71
Mich verwundert das auch sehr, dass sich hier viele Menschen echt nichts anderes vorstellen können, als die klassische Vater-Mutter-Kind-Familie.
Mir geht's nicht um Moral, ich habe einfach den Eindruck, die FS sieht nicht all ihre Optionen und klammert sich zu sehr an die Idee, dass sie mit DIESEM Mann auch unter den seltsamsten Umständen ein Kind haben muss, auch wenn sie das in eine vorbestehende Familiengeschichte verstrickt. Die FS könnte ja auch zum Beispiel:
1) Ihre Eizellen einfrieren lassen und dann auf Partnersuche
2) Mithilfe einer Samenbank in Holland ein Kind bekommen und dann auf Partnersuche
3) Sich abfinden damit, dass es bislang nicht geklappt hat mit Mann und Kind, und sich ausdenken, wie man den Rest des Lebens ohne Kind geniesst; oder es einfach nochmal drauf ankommen lassen
4) Einen geschiedenen Mann mit Kindern kennen lernen
All diese Optionen hätten den Vorteil, dass sie die Chance hätte, einen Mann zu finden, der monogam mit IHR leben will. Und keine Ehefrau hat, mit der sie seltsame Diskussionen führen muss. Und keine 3 Kinder, die neben ihrem koexistieren werden. Und und und..
.. ich misstraue einfach diesem Mann und seiner Fähigkeit, für diese Geschichte wirklich langfristig die Verantwortung zu tragen und seine Aufgaben zu erfüllen, Punkt.
 
  • #72
Findest du wirklich, dass ihnen das zusteht? Sie haben doch nur Angst, dass sie dann nicht mehr geliebt werden. Diese Angst kann man ihnen doch sicher nehmen. Oder projizierst du diese Angst auf sie?
... Andere Frauen kaufen sich in Dänemark Spendersamen. Das wird doch auch akzeptiert.
Also zu den Spendersamen: Das ist doch ein Unterschied, ob du dich bewusst für alleinerziehend entscheidest von einem anonymen Mann, den du nicht kennst und schon gar nicht liebst oder ob du eine Familie zerstörst, indem du ein Kind bekommst von einem Mann, der eine Familie und eine Ehefrau HAT! Was sie den Kindern und der Ehefrau mit einem Kind antut, scheint ihr komplett egal zu sein - ausgeblendet!
Als selbstbewusste Frau drängt man sich nicht in eine bestehende Beziehung hinein und blendet die Tatsache aus, dass der Mann eigentlich eine andere Frau liebt. Man nimmt einer anderen Frau nicht den Mann weg und den Kindern den Vater! Das ist unterste Schublade! - das finden manche hier zu moralisch???
Was ist mit der Ehefrau?
Dann soll der Mann sich trennen!?
Er bleibt aber lieber in seiner Comfort-Zone.
Außerdem kann die FS hier viel erzählen von wegen, sie will den Mann gar nicht für sich - sie will ihn mehr an sich binden mit dem Kind! Insgeheim besteht sicher doch ein Hoffnungsschimmer, dass er sich irgendwann ganz für sie und ihr Kind entscheidet. Keine Frau will von Anfang an alleinerziehend sein, wenn sie den Vater ihres Kindes liebt - das zerreißt einem doch das Herz.
Zum ersten Teil: Ich hatte gar nichts in meine Kinder hineinprojiiziert, weil ich genau weiß, dass mein Exmann gar nicht fähig ist zu einer wirklichen Beziehung, so dass es niemals ein weiteres Kind geben wird. Er will auch weder eine feste Frau noch ein Kind.
Und ob meinen Kindern das zusteht?? Ich würde sagen: JA!
Wenn mein Vater das getan hätte, wäre er auch zeitlebens unten durch gewesen...Natürlich kommt man als Kind dann in die 2. Riege, weil der Papa dann ein neues Leben mit neuer Frau inkl. neuem Kind hat. Im Fall der FS wäre zwar das neue Kind 2. Kategorie, aber er muss sich nicht wundern, wenn er (der Affärenmann der FS) dann seine Kinder verliert.
Für die Kinder des Affärenmannes bricht ja dann eine Welt zusammen - kann mir nicht vorstellen, dass sie sich über ein Halbgeschwisterchen freuen würden, denn das bringt ja ihrer Mama eher Leid als Freude.
Finde die ganze Konstellation der FS ungesund bis krank...
 
L

Lisachen

  • #73
Bist Du dir sicher, dass er wirklich ein Kind mit dir möchte? Man sagt viel in der Hitze des Gefechts! Vielleicht hat er auch so etwas zu seiner Frau auch drei Mal gesagt, wer weiß. Wenn er diese Aussage "Ich möchte ein Kind mit Dir" in so einer Situation gesagt hat, ist sie nicht unbedingt ernst zu nehmen......Schau, er hat drei Kinder und eine Frau, die er auch schlecht behandelt. Er betrügt sie und seine Freizeit verbringt er mit dir anstatt sich um seine Familie zu kümmern. Du glaubst natürlich, dass du anders bist und er dich anders behandeln würde. Nicht wahr? Du bist erst 38, bist in deinem Beruf erfolgreich, warum möchtest Du dein Leben wegwerfen? Für einen Mann der dich auch vermutlich ersetzt, wenn es bei dir zu stressig wird. Ein Kind kannst du nicht zurückschicken, wenn es dir nicht gefällt. Es ist ein Lebenslange Aufgabe und erfordert sehr viel Kraft und man muss auch in der Lage sein seine eigene Wünsche und Bedürfnisse für seeehr lange Zeit zurück zu schrauben. Dein "Mann" kann das nicht. Das hast Du schwarz auf weiß, Es bleibt alles an dir hängen..... Hmm, Ich weiß nicht, m. E. darf man sein Glück nicht auf Unglück anderer Menschen aufbauen. Ich würde es nicht machen, auf gar keinen Fall. Such dir einen anderen Mann, der nicht so viel Gepäck mit sich trägt. Ich verstehe uns Frauen nicht, wir haben 21. Jahrhundert, alle Freiheiten der Welt und doch behandeln wir uns und einander wie ungebildete Frauen in irgendwelchen Dörfern im Nahen Osten.
 
M

Meeresrauschen

  • #74
Du hast viele nahestende Menschen um dich herum, das ist natürlich sehr vorteilhaft. Zudem hast du ein eigenes Haus und wohl auch beruflich recht gutes Standing. Hormonell bist du wohl gerade auch in Höchstform und du hast einen "Mann", von dem du dir vorstellen kannst, schwanger zu werden. Es ist daher verständlich, dass du Kind willst.
Du rechnest aber nicht damit, dass er sich von seiner Frau trennt und es könne auch sein, dass er sich eine andere sucht...Liebst du diesen Mann? Nach großen Gefühlen klingt es auch bei dir nicht. Mir wäre das zu oberflächlich
 
  • #75
Da, schon wieder: Pest vs. Cholera. Ich halte das ehrlich gesagt für keine sonderlich sinnvollen Überlegungen. "Schlimmer geht immer" ist wirklich ein schlechtes Argument für das (vermeintlich) kleinere Übel.

Du bist durch Dein Umfeld mit den Sorgen und Nöten von alleinerziehenden Müttern vertraut. Das ist zwar schön und gut, aber entscheidend sollten hier doch die Sorgen und Nöte von Kindern sein, die auf ein Elternteil verzichten müssen. Hast Du das auch schon bedacht?

Und bitte ... Alleinerziehende genießen in diesem Forum aus offensichtlichen Gründen eine große Lobby. Die Bedeutung einer väterlichen Bezugsperson wird hier schneller negiert als man gucken kann oder einfach durch den nächstbesten Sportlehrer oder Onkel ersetzt ... und gut geraten sind die eigenen Kinder lt. Eltern sowieso immer (ich wette, das würden selbst die Mütter von Charles Manson oder Dieter Bohlen behaupten). Die Realität sieht da leider etwas anders aus, wie bspw. die Statistik zu jugendlichen Straftätern zeigt (über 80 % sind ohne Vater aufgewachsen).

Ich will nicht behaupten, dass Kinder von Alleinerziehenden automatisch missraten sind oder kein glückliches Leben führen können. Das wäre Unsinn. Aber mich erschreckt ehrlich gesagt, dass sich regelmäßig um die eigene Situation als alleinerziehende Mutter gesorgt wird, und bei den Kindern - wie selbstverständlich - davon ausgegangen wird, dass die das schon wegstecken. Deren Bedürfnisse scheinen zweitrangig.
Ich habe schon einige Kinder kennengelernt, die mit Vater und Mutter aufgewachsen sind und deren Eltern zur Elite Deutschlands gehören... Zum Davonlaufen! Wieviele Kinder wurden vom Vater verlassen, obwohl er mit beiden Eltern aufgewachsen ist? Wieviele Kinder werden kriminell, obwohl sie oder vielleicht gerade weil sie mit einem gestörten Vater aufgewachsen sind? Wer pauschalisiert muss sich nicht mit der Realität und unterschiedlichen Ursachen auseinandersetzen. Wieviele Erwachsene betreiben Familienberatung, obwohl sie keine Familie haben? Schade wenn das Leben so oberflächlich an einem vorbeigeht.
 
  • #76
Was sie den Kindern und der Ehefrau mit einem Kind antut, scheint ihr komplett egal zu sein - ausgeblendet!
Andersrum gesagt denkt die Ehefrau ja auch nicht "mein Mann will eine andere, mich also nicht mehr, mache ich mal den Weg frei". (ich könnte mir aber vorstellen, dass ihr Mann ihr gesagt hat, dass er sich nicht trennen will, und das nur nicht nach außen - also zur FS - vertritt.)
Sie nimmt auch keine Rücksicht (auch wenn das absurd klingt). Und einen Mann krampfig halten wegen der Kinder, ist für mich auch rücksichtslos den Kindern gegenüber, weil ihnen was vorgespielt wird, was es einfach nicht gibt, und vermittelt wird: So sind Beziehungen (prägt auch die Kinder bzgl. eigener Beziehungen später, dass sie ausharren, wo sie sich trennen sollten). Der Mann scheint genug Geld zu haben, also kann es ja das nicht sein, dass die schon vorhandenen Kinder materielle Not leiden werden. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass der Mann sich auch selber nicht trennen will. Ich glaube nicht, dass er mit der FS, mit der er ein romantisches Verhältnis hat, Familie spielen will. Das hat er ja schon zu Hause, und wenn sie seine große, wahre Liebe wäre, dann HÄTTE er sich getrennt.
blendet die Tatsache aus, dass der Mann eigentlich eine andere Frau liebt.
Ich denke nicht, dass er die Frau liebt. Ich glaube, dieser Mann liebt nur sich selbst, wenn er es überhaupt kann. Ist einfach mein Eindruck beim Lesen wegen der Verantwortungslosigkeit und seines bisherigen Handelns.
Man nimmt einer anderen Frau nicht den Mann weg
Sowas geht nicht, weil der Mann kein Besitz ist. Er entscheidet selber, was er macht. Dieser Mann hier tut allerdings so, als sei er ein Besitz, weil als einziges Argument gegen die Trennung scheinbar der Wunsch der Ehefrau gilt, und ich glaube, beide Frauen fallen darauf rein. Wobei die FS ihn ja irgendwie schon losgelassen hat, aber die Ehefrau will das anscheinend nicht. Wenn sie nun krank wäre und den Mann als Stütze bräuchte, wäre die Konstellation etwas anders für mich, aber die Beweggründe will die FS ja nicht offenlegen.
 
  • #77
Sowas geht nicht, weil der Mann kein Besitz ist. Er entscheidet selber, was er macht. Dieser Mann hier tut allerdings so, als sei er ein Besitz, weil als einziges Argument gegen die Trennung scheinbar der Wunsch der Ehefrau gilt, und ich glaube, beide Frauen fallen darauf rein. Wobei die FS ihn ja irgendwie schon losgelassen hat, aber die Ehefrau will das anscheinend nicht. Wenn sie nun krank wäre und den Mann als Stütze bräuchte, wäre die Konstellation etwas anders für mich, aber die Beweggründe will die FS ja nicht offenlegen.
Du magst recht haben, dass er auch seine Ehefrau nicht liebt, sondern nur sich selber in seinem bequemen Leben zwischen Ehefrau (die das ja irgendwie akzeptiert) und Geliebter.
Aber DOCH - er ist eine Art Besitz, auch wenn das überspritzt formuliert ist, aber er hat sich einmal entscheiden, seine Frau zu ehelichen und er hat eheliche Pflichten, unter anderem TREUE. Es ist IHR Mann und eine Ehe durchbricht man nicht einfach, schon gar nicht mit einem Kind.
Die Ehefrau hat andere Rechte an ihrem Mann, als die Geliebte und hat auch deutlich mehr zu sagen. Sie muss nicht den "Weg freiräumen" wenn sie nicht will.
Als Ehefrau hat sie 2 Kinder mit IHREM Mann, sie hat die Verantwortung für die Kinder und die Familie - den Weg freimachen sollte allerdings die Geliebte.
Sie wird ihn sowieso nie für sich gewinnen, wieso also will sie auf Biegen und Brechen ein Kind von ihm?
Nur aus dem Grund, ihn an sich zu binden. Egoismus pur!
 
  • #78
Sie meint jetzt (!) aber auch, sie könne als AE Verantwortung für ein Kind übernehmen, dessen Vater nicht für es da sein wird (materielle Unterstützung mal außen vor gelassen, nehme ich an). Letzteres erscheint mir durchaus hinterfragenswert.
So wie die FS es schildert, scheint sie ja tatsächlich vieles hinterfragt zu haben und scheint auch in der Lage zu sein, die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen. Das soziale Umfeld ist vorhanden und stabil, die finanziellen und beruflichen Voraussetzungen geklärt (abbezahltes Haus, Optionen im Job) und es scheint ihr auch keine Problem zu machen, wenn der Mann, VON dem sie ein Kind möchte, das Feld räumen würde, d.h. sie würde unter der Trennung nicht übermäßig leiden. Ich finde, dass ist alles viel mehr, als manch andere Eltern ihrem Kind bieten können. Da gibt es die Eltern, aber keine anderweitigen innerfamiliären Bezugspersonen in der Nähe, Eltern/Mutter sind beruflich manchmal nicht ganz so gut aufgestellt und flexibel, das Haus noch nicht abbezahlt oder gar kein eigenes vorhanden. Wenn dann die Ehe/Partnerschaft zerbricht, dann gibt es u.U. noch Krieg und/oder die Kinder sehen die Mutter/den Vater unter der Trennung leiden. Und überdies, auch in Partnerschaften entstehen nicht nur lauter Wunschkinder aus tiefer und innigster Liebe. Die FS schätzt den Mann aller Wahrscheinlichkeit aus bestimmten Gründen, kann sich ein Kind von ihm vorstellen und scheint alles alleine im Griff zu haben. Wo ist dann das Problem???
 
  • #79
So wie die FS es schildert, scheint sie ja tatsächlich vieles hinterfragt zu haben und scheint auch in der Lage zu sein, die Verantwortung für ein Kind zu übernehmen. [...] Wo ist dann das Problem???
Ich sehe hier gleich mehrere Probleme.
Das Kind wird wissentlich als Ergebnis eines Ehebruchs gezeugt. Das alleine ist, denkt man diesen Aspekt einmal zu Ende, gut für ein halbes Dutzend Probleme. Allerdings bin ich in diesem Punkt auch wirklich als bekennender "Moralist" unterwegs und sehe u.a. auch eine Vorbildfunktion der Mutter in spe. Armes Kind...
 
  • #80
Wieviele Kinder werden kriminell, obwohl sie oder vielleicht gerade weil sie mit einem gestörten Vater aufgewachsen sind?
... okay.

Ich komme mir fast schon ein bisschen blöd vor, das extra hervorheben zu müssen, aber ich würde auch keinen "gestörten Menschen" zu einer Familie raten.

Von oben zitiertem Beispiel abgesehen, ist Deine Darlegung gut und richtig. Familien können scheitern und zerbrechen, auch schlagende Alkoholiker und Kriminelle zeugen Kinder und gefährden dadurch das kindliche Wohlergehen erheblich, und und und ... Das hat auch niemals jemand bestritten.

Allerdings interessieren Szenarien, die noch schlimmer sein könnten doch gar nicht. Ist doch vollkommen unerheblich für die Bewertung der hier geschilderten Situation. Die entscheidende Frage ist, ob die FS vernünftige Voraussetzungen für Kinder geschaffen hat und wo mögliche Problembaustellen auftauchen könnten. Ob es da noch schlimmere Worst-Case-Szenarien gibt ... pffft ... was soll das ändern?

Wie gesagt, ich halte die Situation nicht für katastrophal. Aber sie ist eben auch alles andere als ideal.
 
  • #81
Langsam wird es doch unterirdisch.
Es gibt viele unterschiedliche Lebensentwürfe, verschiedene Haltungen, Werte, Moralvorstellungen.
Vielleicht könnte man einfach nur mal tolerieren, dass andere anders leben, denken, handeln.
Es gibt weder schwarz, weiß, richtig, falsch.

Bei dem Thread wurde ganz sachlich um Meinungen gebeten.
Ich glaube, die Bedenken sind angekommen genau wie die Be- und Verurteilungen. Sachliche und weniger sachliche Statements.

Nur steht es niemanden von uns zu, zu verurteilen. Es hat jede/r seinen Lebensentwurf, der für ihn passt und stimmig ist. Jeder das Recht auf seine Meinung. Nur wäre es schön, wenn es sachlich bliebe.
Schade, dass es das teilweise nicht ist, Sondern doch massive persönliche Angriffe.

Vielleicht könnte man wieder zu mehr Sachlichkeit zurück.
 
  • #82
Das Kind wird wissentlich als Ergebnis eines Ehebruchs gezeugt. Das alleine ist, denkt man diesen Aspekt einmal zu Ende, gut für ein halbes Dutzend Probleme. Allerdings bin ich in diesem Punkt auch wirklich als bekennender "Moralist" unterwegs und sehe u.a. auch eine Vorbildfunktion der Mutter in spe. Armes Kind...
Ich bin nicht wie Hannes ein bekennender "Moralist", sondern versuche die Dinge möglichst wertneutral zu sehen. Wenn dir, lieber Hannes, das Kind leid tut, weil es "Produkt eines Ehebruchs" ist, dann solltest du als "bekennender Moralist" mal darüber nachdenken, warum die Ehefrau trotz der Affäre bei ihrem Mann bleibt und es scheinbar für alle so okay ist. Die FS hat doch offensichtlich lt. ihren Schilderungen vieles erreicht und ist weder finanziell noch emotional abhängig von dem Mann. DAS finde ich schon eine beachtliche positive Vorbildfunktion. Das Kind wird unter diesen Voraussetzungen zumindest vermutlich als toleranter und hoffentlich selbstbewusster Mensch aufwachsen und die Tatsache, dass es "im Rahmen eines Ehebruchs" gezeugt wurde, wahrscheinlich keine so Riesenbedeutung zumessen, wie Menschen das tun, denen dieses Lebensmodell aus eigener Erfahrung fremd ist.
 
  • #83
Sie wird ihn sowieso nie für sich gewinnen, wieso also will sie auf Biegen und Brechen ein Kind von ihm?
Nur aus dem Grund, ihn an sich zu binden. Egoismus pur!
Ich wollte mich nach meinem letzten Post zwar der Stimme enthalten, muss nun aber doch noch einmal meinen Senf hinzugeben. Ich finde, dass hier etwas grundlegend falsch verstanden wird:

Die FS will doch gar nicht den MANN, sie will das KIND. Sie hat doch gar keine Lust, diesen Mann an sich zu binden! Sie kriegt von ihm eine kostenlose Samenspende. Sie ist Ende 30 und will ein Kind. Eine andere Möglichkeit wird es auf die schnelle nicht mehr geben. Also kann sie zugreifen. Der Mann hat sich bereit erklärt, finanziell für das Kind aufzukommen, den Rest erledigen die FS und deren Familie. Irgendwann wird die FS auch einen anderen Partner finden, sozusagen einen Stiefvater. So what? Jeden Tag kommen auf der Welt Kinder unter denkbar schlechteren Bedingungen zur Welt.

Wie der Typ das mit seiner Ehefrau klärt, und wie die Ehefrau damit leben kann, ist -mit Verlaub- einfach nicht Sache der FS. Ich finde, das geht sie nichts an, deshalb muss sie sich -gerade weil sie nur Geliebte, aber trotzdem ein Mensch mit Bedürfnissen ist- darüber keine Gedanken machen.

Natürlich ist das Egoismus. Sie hat einfach einen Kinderwunsch. Dies ist ein elementare Trieb, nämlich der, sich fortzupflanzen. Dafür muss sich die FS nicht rechtfertigen, da sowas ganz normal ist. Sie ist leider spät dran, also muss sie nun zu sehen. Essen und Trinken ist auch ein Trieb, dem wir alle egoistisch nachgehen. Besonders, wenn das Essen knapp wird. Genau wie die Zeit zum Kinderkriegen.

An diesem Beispiel sieht man doch, dass man einem Eheversprechen nicht so viel emotionale Bedeutung beimessen muss. Der Mann hat sich zu nichts anderem verpflichtet, als mit der Frau eine wirtschaftliche Einheit zu bilden. Die kann man auch wieder auflösen, muss man aber nicht. Ein Treuegelübde hat keinerlei Bindung, denn die Gedanken sind frei und er ist außerdem ein selbstständig denkender Mensch. Er liegt ja nun nicht an der Kette der Ehefrau. Alles das kann der FS wurstpiepegal sein, wäre es mir auch.

Ich würde auch keinen vergebenen Mann wählen, da es nun bei FS nun mal so ist, sollte sie für sich das Beste draus machen.
 
  • #84
Langsam wird es doch unterirdisch.
Es gibt viele unterschiedliche Lebensentwürfe, verschiedene Haltungen, Werte, Moralvorstellungen.
Vielleicht könnte man einfach nur mal tolerieren, dass andere anders leben, denken, handeln.
Es gibt weder schwarz, weiß, richtig, falsch.
...
Nur steht es niemanden von uns zu, zu verurteilen. Es hat jede/r seinen Lebensentwurf, der für ihn passt und stimmig ist.
...
Vielleicht könnte man wieder zu mehr Sachlichkeit zurück.
Ehebruch bleibt Ehebruch, auch wenn das Wort nicht gefällt. Und ich (beispielsweise) mag ja gerne auf manche hier provokant wirken - aber ich bleibe dabei, dass nicht alle Lebensentwürfe gleichwertig sind. Damit (mit der behaupteten Gleichwertigkeit) hat es allemal dann ein Ende, sobald andere Menschen (hier: demnächst vielleicht vier Kinder; die Ehefrau lasse ich schon außen vor...) mitbetroffen sind.
Mit Freiheitsbeschneidung hat das wenig zu tun - obwohl auch der Diebstahl einer Tafel Schokolade strafrechtlich verfolgt werden kann, nur mal als etwas anders gelagertes Beispiel zum Totschlagwort "Freiheit" (ohne stets mitzudenkende Verantwortung).
 
  • #85
Ich ... versuche die Dinge möglichst wertneutral zu sehen.
...
[Das Kind wird als] ... hoffentlich selbstbewusster Mensch aufwachsen und die Tatsache, dass es "im Rahmen eines Ehebruchs" gezeugt wurde, wahrscheinlich keine so Riesenbedeutung zumessen, wie Menschen das tun, denen dieses Lebensmodell aus eigener Erfahrung fremd ist.
Abstrakt: Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie (akademisch gebildete?) Menschen glauben machen wollen, sie würden (könnten?) "die Dinge möglichst wertneutral [...] sehen" - um so etwas zu behaupten, muss man schon überzeugter Nihilist sein oder es muss die halbe Geistesgeschichte erfolgreich an einem vorbeigegangen sein.
Konkret: Ich bleibe dabei, dass die Herkunft des Kindes seine Prognose im Leben beeinträchtigen wird - das wird von der FS mutwillig in Kauf genommen, weil sie "das Bedürfnis" nach - drastisch ausgrdrückt: - einem kleinen Spielzeug verspürt, um sich selbst zu verwirklichen.
 
  • #86
Ich hab mir jetzt den Eingangspost der FS noch mal durchgelesen, und das solltet Ihr alle auch noch mal tun, weil unter all den Moral- und sonstigen Aspekten ist hier aber die eigentliche Frage -oder wie man das jetzt mal nennen will- komplett untergegangen, denn:
Die FS hat zwar einen Kinderwunsch, hat es aber nie mit Ihrem Liebhaber, Affäre oder sonst was (sie weiß ja selbst nicht, wie sie es nennen soll) kommuniziert. Er kam ja an hat zu ihr gesagt, das er ein Kind von ihr will !? Er hat schon 3 Kinder und eine Frau, will jetzt mit seiner, ich nenn es mal "Gespielin", noch eines. Wie tickt dieser Mann eigentlich? Unterhalt usw. wären angeblich auch kein Problem. Wenn er Millionär ist, seine Sache. FS, Du schreibst, Ihr verbringt viel Zeit miteinander. Wo nimmt er diese her? Er kann sich doch daher gar nicht um seine eigenen 3 Kinder kümmern, arbeiten wird er doch auch was. Und dann will er mit Dir noch eines. Du hast Dich zwar schon auf AE eingestellt, hast auch sonst schon wirklich an (fast) Alles gedacht. Ich kann Dich auch mit Deinem Wunsch verstehen und will Dein Vorhaben auch nicht verurteilen.
Aber jetzt noch mal zu ihm. Eine Geliebte hat man doch, wenn die Ehe nicht mehr funktioniert, um Spass und Sex zu haben. Das geht aber nach der Geburt nicht mehr oder zumindest nicht mehr so einfach. Was verspricht er sich also dann davon? Sucht er sich dann die nächste Geliebte? Dann hat er noch weniger Zeit. Aber wozu hat er dann mit Dir ein weiteres Kind in die Welt gesetzt? Ich sags mal ganz banal: Ich kaufe mir doch auch kein tolles Auto, Fahrrad oder sonst was, um es dann in der Ecke stehen zu lassen.
Dann kennt Ihr Euch gerade mal 1 Jahr. Aber nicht als Partner. Findest Du nicht, das ist eine etwas kurze Zeit für so eine Entscheidung? Für mich ist er ein regelrechter Kamikazefahrer und wenn er sich nicht um das Kind kümmern sollte, einfach nur verantwortungslos. Auch wenn Dein Kinderwunsch groß ist, aber mit so jemanden möchte ich nichts zu tun haben. Ich komme vom Land, wo sich die Bevölkerung doch etwas besser untereinander kennt als in der Stadt. Und es ist einfach so, das das Grundwesen -ich finde jetzt grad kein besseres Wort dafür- eines Menschen vererbt wird und eben nicht alles Erziehung ist, was aus einem Kind wird. Ich weiß jedenfalls, mit wem ich aus dem Umfeld keine Kinder haben möchte. Sollte jetzt nur ein weiterer Denkanstoß sein.
Aber vielleicht klärst Du uns mal etwas mehr über ihn auf.
 
  • #87
Hier möchte ich STOP! schreiben. Jetzt mal ganz ehrlich - wenn ich als Mann das alles erfahren würde, unter welchen Umstände dieses Kind gezeugt worden ist, würde ich dankend ablehnen. Und viele Männer denken genau so - da soll ich der Stiefvater sein, während die geduldet Ex-Affäre den leiblichen Vater spielt… äh sorry, für welchen Mann soll das nun noch attraktiv sein?? Könnt ihr euch wirklich eure Traumwelt so zusammen basteln?
Weißt du, das schöne ist, dass die FS nun mal keinen Mann für sich braucht. Insofern ist doch völlig egal, ob das irgendjemand mitmacht oder nicht. Ob sie dann noch attraktiv für irgendjemanden ist, kann ihr schnurzpiepegal sein, sie hat das Kind, damit ist sie eh erstmal die nächsten Jahre beschäftigt. Sie hat im Leben offenbar die Erfahrung gemacht, dass die Beziehungen mit Männern sehr unzuverlässig sind, zum Kinderkriegen braucht man nun mal einen, zum Großziehen nicht unbedingt. Außerdem gibt es zwar wie du sagst viele Männer, die sowas abschrecken würde, aber es gibt mindestens einen auf dieser Welt, bei dem das nicht so ist. Die Welt hat 7 Milliarden Menschen und 7 Milliarden eigene Vorlieben. Da wird sich auch jemand für die FS finden lassen. Und wenn nicht: sie kommt zurecht.

Ps.: warst du nicht derjenige mit den 4 Verhältnissen gleichzeitig, aber nichts Verbindliches haben wollen? Dann wundert mich nicht, dass du gleich weg wärst, wenn du dies erfahren würdest.

@Hannes: man kriegt das Kind nicht als Spielzeug, oder um sich selbst zu verwirklichen, sondern man schafft ein kleines Wesen, welches man selbst formt und großzieht. Das ist etwas, das steckt tief in uns drin, das wird sogar schon kleinen Kindern beigebracht, wenn man ihnen Welpen schenkt, oder kränkliche Küken hochpäppelt oder was weiß ich. Sich fortzupflanzen ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis, alle anderen Spezies machen das einfach, nur wir können drüber nachdenken. Bitte werte die FS deswegen nicht ab, nur weil du Kinder für Spielzeug hälst.
 
  • #88
Hier möchte ich STOP! schreiben. Jetzt mal ganz ehrlich - wenn ich als Mann das alles erfahren würde, unter welchen Umstände dieses Kind gezeugt worden ist, würde ich dankend ablehnen. Und viele Männer denken genau so - da soll ich der Stiefvater sein, während die geduldet Ex-Affäre den leiblichen Vater spielt… äh sorry, für welchen Mann soll das nun noch attraktiv sein?? Könnt ihr euch wirklich eure Traumwelt so zusammen basteln?
Dann sag doch bitte auch dazu welcher Typ Mann du bist: du gibst freimütig (an jeder Ecke in diesem Forum) zu, dass du nur Affären suchst und Frauen nur für Sex taugen - also tu bitte nicht so, als ob du überhaupt für eine Beziehung in Frage kämst! bzw. als ob du überhaupt der Typ Mann bist, den man für eine Beziehung will!
Du versuchst hier nur der FS Angst zu machen.

Genauso kann man argumentieren einen Rumtreiber (andere Audrucksweisen spare ich mir...) will keine Frau als Partner.
Hier sehen Männer ihre Vormachtstellung bröckeln: wenn sich jetzt schon Frauen unkompliziert ihren Kinderwunsch erfüllen können und nicht jahrelang einem Mann "dienen" müssen, damit er dann vielleicht gnädigerweise einem Kind zustimmt!
FS, du machst solchen Männern Angst, weil sie kein Druckmittel mehr haben. Aber nicht alle Männer sind so.
 
  • #89
Schade, dass hier viele so blauäugig sind und denken, dass es dem Kind nix ausmachen wird. Ich bin in so einem furchtbaren "Modell" ohne Vater aufgewachsen. Ich hatte auch Geschwister, Omas, Opas, Tanten, Onkel, Cousins... und nein, DIE ERSETZEN EINEN FEHLENDEN UND VERANTWORTUNGSLOSEN (wie bei der FS) VATER NICHT!!! Offenbar befürwortet das hier jeder, der nur das klassische Mode kennt.

ICH hätte anstelle der FS soviel Verantwortung und würde KEIN KIND mit einem derartig VERANTWORTUNGSLOSEN Mann zeugen!
 
  • #90
@Hannes,

Wertneutral bedeutet für mich - soweit möglich, wir haben alle unsere Prägungen,

Es geht nicht um meine persönliche Einstellung, meine Moralvorstellungen, um wie hier eine Bewertung eines Lebensentwurfes. Dass ich so eine Beziehung nicht führen wollte, irrelevant.
Lebensentwürfe sind individuell und sollten für die Beteiligten stimmig (und legal) sein.
Jemanden aber deswegen abzuwerten, persönlich anzugreifen, zu beleidigen, finde ich unmöglich.

...,weil sie "das Bedürfnis" nach - drastisch ausgrdrückt: - einem kleinen Spielzeug verspürt, um sich selbst zu verwirklichen.
Man könnte anfangen und mal eine umfassende Liste der ungünstigen Faktoren für Kinder aufmachen - da gibt es sehr viele auch innerhalb der traditionellen Konstellation...
Ein Kind, das gewollt wird von beiden Elternteilen, das geliebt wird, wo Bezugspersonen da sind, die Zeit haben, eine Mutter, die intensiv Zeit hat und sich bewusst ist, was es heißt ein Kind zu haben - das steht nicht auf dieser Liste.

Übrigens, Kinderwunsch ist immer egoistisch (gibt sicherlich Abstufungen - ein Kind als Ehekitt oder um eine Beziehung zu provozieren, wäre jetzt für mich Egoismus Worst Case).
Schließlich sind weder wir gefragt worden, noch fragen wir.

Und damit gehe ich auch aus diesem Thread, es wird mir zu unsachlich und wenig zielführend.

Liebe Snowflakes,
Dir alles Gute, und viel Glück.
Und genieß die Familie, die Du schon hast, die engen, tragfähigen Bindungen und demnächst evtl. Dein Wunschkind.