• #31
Wenn Du es willst, dann mach' es doch. Dir ist klar, dass Du AE sein wirst, Du kannst es organisieren und finanzieren, also keine Sachgründe die dagegen sprechen.

Du siehst es realistisch: ein Mann für Familie ist schwer zu finden, ob es dann dauerhaft hält ist bei den meisten mit 30+ auch unwahrscheinlich. Insoweit wirst Du nicht enttäuscht, wenn es nicht hält.

Seine Frau weiß von Eurer Beziehung - ist ja auch klar, wie sollte er sonst so viel Zeit mit Dir verbringen können und ihr passt es wohl ganz gut, dass er ihr mit gewissen Dingen vom Leib bleibt, solange er mit ihr verheiratet bleibt und seine finanziellen Pflichten gegenüber der Erstfamilie erfüllt.

Er kann bei seinen Kindern keine relevante Vaterrolle spielen, denn er macht ja mit Dir rum in seiner Freizeit. Also solltest Du davon ausgehen, dass er auch bei Eurem Kind keine Vaterrolle spielen wird.
Es ist eher anzunehmen, dass er sich danach eine andere Frau sucht, mit der er sich amüsiert, denn Du bist ja mit Job und Kleinkind sehr eingeschränkt für ihn verfügbar.

Aber Du hast AE ja eingeplant und auf mich wirkst Du so, als wenn Du alle Konsequenzen überblickst - also mach' mal. Besser ein Kind mit einem Mann, den Du magst, als kein Kind.
 
  • #32
Also zunächst mal bin ich leider keine 30 mehr, sondern 38. Und ich habe schon das Gefühl mir läuft die Zeit davon.
Wie schon gesagt, mit durch meinen Job bedingt haben meine Beziehungen nie lange gehalten. Die Männer an meiner Seite sind alle nicht mit dem Leben in meinem "Schatten" klargekommen, das gehetze von einer Veranstaltung, zur nächsten Eröffnung bis hin zu anstrengenden Gala Abenden.

Mag sein, dass es ich auf manche Bedürftig wirke. Ich empfinde es nicht so.

Dann kann ich natürlich auch verstehen, dass man sich nicht vorstellen kann, dass seine Frau das alles freiwillig mitmacht. Ich weiß um ihre Gründe, ich kann diese auch irgendwie verstehen - für mich wäre es aber, wie gesagt überhaupt keine Option aus diesen Gründen so zu leben, aber das bin ich. Ich bin ein ganz anderer Typ Mensch als sie es ist. Aber ich möchte deren Beweggründe nicht breittreten.
Ich habe lange mit ihr gesprochen und ich habe auch kein Problem mit ihm und seiner Frau zusammen zu sitzen um über dieses ganze Thema ausführlich zu sprechen. Nur möchte ich, wenn es zu diesem Gespräch kommt, vorher für mich abgeklärt sein und möglichst alles durchdacht haben.
Daher auch dieser Thread. Vielleicht gibt es Dinge die ich mir noch nicht überlegt hab, oder Richtungen in die ich noch nicht gedacht habe, wie zum Beispiel das Thema Erbstreitigkeiten.

Bei uns gibt es schon jetzt keine Heimlichkeiten. Seine Familie weiß komplett Bescheid, meine und auch ihre, sowie Freunden auf allen Seiten. Natürlich binden wir nicht jedem unsere Konstellation auf die Nase, aber die, die es unserer Meinung nach wissen sollten, wissen Bescheid.
Sein Eheleben ist keines, so wie sie mir erzählte und eben ihren Alltag schilderte.
Ich selber habe so eine komplexe Konstellation und Situation auch noch nicht erlebt. Dennoch kommen wir alle gut damit zurecht.
Das Thema Elternabende usw ist auch ein guter Denkanstoß. Nur ist es so, dass ich bei beiden meiner Elternteile aufgewachsen bin, jedoch nicht ein einziger Lehrer in meiner schulischen Laufbahn jemals meine Mutter überhaupt gesehen hat. Zu meinem Vater haben immer alle gesagt wie sehr sie es bewundern, dass er als Alleinerziehender das alles so gut schafft und unter einen Hut bekommt....es war alles nicht so das gelbe vom Ei in meiner Kindheit. Da fragt man sich natürlich schon, was das Bild der "normalen" Familie, welches von der Gesellschaft zu gerne idealisiert wird, denn für einen Wert hat?
 
G

Ga_ui

  • #33
Du solltest dich fragen, ob du mit der Realität klar kommst:

- eines Tages wirst du ganz sicher alleinerziehende Mutter sein. Keine Beziehung hält ewig. Affären noch kürzer.

- Affären enden meist abrupt, schmutzig, und in Eifersuchtsdramen, mit nachspionieren, Ehefrau aufsuchen und allerlei anderen schmutzigen Rachen.

- Du wirst größtenteils alleine mit dem Kind sein, er hat ja seine Familie und er wird auch an Weihnachten und Geburtstagen felsenfest mit seiner Familie zusammensitzen und du wirst dann alleine sein.

- wenn ich ein Kind bekomme, dann weil ich das will, nicht weil ein anderer mir das einredet

- nach einem Jahr Affäre würde ich keine festen Planungen machen. 2,3 oder 4 Jahre später sieht es nämlich ganz anders aus. Meist enden Affären nach 2-4 Jahren. Hardcore-Affären heben vielleicht 10 Jahre, meist ist einer von beiden aber emotional-instabil/psychisch krank, um sich so lange dem anderen unterzuordnen und sowas so lange heimlich mitzumachen.

Nochmal: Es hebt nicht ewig!
 
  • #34
Danke auch Dir für Deine Antwort und Dein Statement.
Ich möchte keinesfalls irgendwen hintergehen, ausboten oder dergleichen.
Ich würde mir nur gerne meinen Wunsch erfüllen, jedoch nicht um jeden Preis.
Sowas wie von irgend einem Mann Schwanger werden kommt für mich nicht in Frage.
Ich glaube du hast mich da etwas falsch verstanden, ich wollte dir das nicht unterstellen mit dem Hintergehen, aber klarmachen, dass ich die Konstellation, solange eben Informationsfluss und Toleranz zwischen allen Parteien herrscht, total optimal ist. Dein Alter wäre interessant. Bitte äußere dich mal dazu. Solltest du zwischen Mitte und Ende 30 sein, würde ich mich darauf einlassen. Einen festen Partner mit Liebe und allem was dazu gehört zu finden, der dann noch Familie gründen will - die Forengemeinde, machen wir uns nichts vor- das ist in dem Alter Utopie. Die meisten Männer nehmen die Beine in die Hand, wenn man von Anfang an klärt, dass man einen Wunsch nach Nestbau hat. Und in meinem Umfeld sind alle Mütter nicht mehr mit den Kindsvätern zusammen, Gründe gab es verschiedenster Art. Die Kinder haben allesamt eine sehr glückliche Kindheit.

Außerdem wundert mich, dass alle davon ausgehen, dass die FS dann plötzlich komplett alleine dasteht. Man hat doch nicht nur den Kindsvater als Sozialkontakt. Zumindest aber hat im im Normalfall Familie, und man hat einen gut vernetzten Freundeskreis, der in der Regel schon sehr lange besteht in dem Alter und wo Menschen sind, die ähnlich ticken und unterstützen. Zumindest läuft das in meinem Umfeld so, und die Kindsväter haben da nie die Rolle gespielt, dass sie unentbehrlich gewesen währen. Sie sind mit dem Kindern bekannt und lieben die Kinder, verbringen Zeit mit ihnen, aber das Fehlen des Vaters bei der Betreuung und Versorgung kann man auch anders ausgleichen. Und zur Not auch in der Liebe. Es muss auch keine Vaterfigur fehlen, diesen Platz nehmen häufig gute männliche Freunde, Stiefväter oder auch Großväter ein. Die traditionelle Familie weicht auf, und ich finde das gut so. Die alten Famlienmodelle haben zum großen Teil ebenso Leid und Elend gebracht, ich lann da keinen Vorteil erkennen.
Liebe FS, ich finde es auch nicht schlimm, wenn dieser Mann nur eine Samenspende wäre, solange man gut vernetzt ist und du finanziell nicht abhängig vom Amt bist, ist alles gut.
 
  • #35
Ich würde ihn zuerst mal fragen - und zwar nicht vor, während oder nach dem Sex, da sagt man viel, sondern in einer halbwegs nüchternen Situation - ob er das ernst gemeint hat. Wenn er nicht anfängt herumzudrucksen, was durchaus passieren kann, sondern bejaht, würde ich ein ausführliches Gespräch führen, wie er sich denn den Alltag so vorstellen würde. Und erst danach beginnen, ernsthaft darüber nachzudenken. w,48
 
  • #36
Nach deinem letzten Posting würde ich eher sagen, das du das einfach völlig für dich lösen solltest. Die Situation mit der Ehefrau ist nach wie vor für den Durchschnittsverbraucher schwer zu erfassen. Welche alt68er Idee da auch hinter steckt ... die Sache hat für mich einige Haken, die man nicht eben mal so sieht. Z. B. die arme Hausfrau die aber so leben will oder muss .. Immerhin hat er mit ihr 3 (!) Kinder und ist verheiratet und hat nicht vor das zu ändern. Andern Postern die meinen du solltest mal in nüchterneren Situation auf den Zahn fühlen schließe ich mich an: Denn: Hier liegt der Verdacht nahe das du ein nettes Add on bist. Verzichtbar, für die Frau bestimmt, über die du dich in einer subtilen Form erhebst, das du ja nicht so leben wolltest. Aber ganz nüchtern auf dich geblickt: Wie lebst DU denn? Auf der Resterampe (ich übertreibe jetzt extra etwas plakativ), weil die anderen Angst vor deinem Gehalt hatten? Die Frau verbiegt sich und wird damit ewig am längeren Hebel sitzen. Warum? Weil in Wahrheit ER am längeren Hebel sitzt. Dem geht es schlicht zu gut. Wie es dir WIRKLICH geht kannst nur du an einigen einsamen Abenden auf dem Sofa wissen, wenn du es denn zulässt sachlich drüber nachzudenken. Dann kann ich mir gut vor stellen das er einen Höhenrausch hat und sich komplett überschätzt. Solange er keinen Unterhalt zahlen soll fällt das auch nicht weiter auf. Er kündigt auch gar nicht an das er mitmacht. Er spricht nur die finanzielle Seite an: "He du willst noch ein Kind, ich mach dir eins. Bin potent! Düsseldorfer Tabelle gebe ich dir". Der nächste Punkt und auch den kannst nur du ehrlich bewerten.Mit fast 40 ein neugeborenes und in den heftigsten Wechseljahren einen pubertierenden Teenie der querschlägt ist schlimmer als man sich das vorstellt. Ich habe Freundinnen die mit 34 im Grunde im Nachhinein schon zu alt waren. Das stellt sich heute raus. Die sind am Ende, gesundheitlich und damit dann auch finanziell. Es gibt auch wenige andere Beispiele. Aber es ist auch Glück und Typsache. Aber es ist auch so das der Kinderwunsch naturgemäß einige Realitäten wegblendet. Das Bekenntnis dieses Mannes würde ich als Geschwätz abtun wollen. Ich weiß, er ist ganz anders und ein toller Charakter. Ich habe oben schon dargelegt wie ein Vater für mich auszusehen hat. Ich finde es dürfte auch mehr Helikopterväter geben. Der scheint keiner zu sein. Sieht so aus als würden sich andere um seine Kinder kümmern. w49
 
  • #37
Ich denke, du hast einfach sehr romantisierte Vorstellungen davon, wie es ist, ein Kind zu haben. Von eigenem Kinderwunsch höre ich nicht viel heraus. Weil der offenbar nicht so groß ist, kann das Erwachen in der Realtität schon ziemlich hart sein.
Dass du deine gescheiterten Beziehungen damit erklärst, dass die Männer nicht in deinem Schatten leben konnten, ist doch ein klein wenig erbärmlich selbstüberschätzend, oder? Ein Baby ist auch kein geeignetes Accessoire bei der nächsten Gala, meine Liebe.
Deine Lebensumstände und Einstellung vertragen sich nicht mit den Opfern, die für Kinder gebracht werden müssen. Unterschätze das nicht.
 
  • #38
Ich gebe Lily321 recht. Wenn du so viel arbeitest musst du dein Baby ganztags in die Kinderkrippe geben, und abends auf deinen Veranstaltungen und Galas guckt dann der Babysitter nach ihm. Der Vater fällt ja sowieso aus, denn anstatt sich um seine schon gezeugten Kinder zu kümmern, vergnügt er sich mit einer anderen Frau. Keine schöne Kindheit, ehrlich.
Und unterschätze nicht die Arbeit die du mit Kind hast. Am Anfang in der Krippe sind die Kleinkinder ständig krank, so viel Urlaub hast du gar nicht. Ich habe drei Kinder, und arbeite im Nebenjob als Nanny für zwei Kleinkinder die ständig mit irgendwas infiziert sind.

Und meine Liebe, wenn du mit Fulltimejob und Kind 100% zeitlich ausgelastet bist, wird dein netter Geliebter sich die nächste willige Frau suchen der er ein Kind machen kann.
Setze deine rosa Brille ab.
 
  • #39
Ich glaube, dass es hier darum geht wie Du Dein Leben lebst, ob Du Entscheidungen treffen kannst und Du die Stärke besitzt, das Leben so zu akzeptieren, wie es ist und Du nicht das Gefühl hast, etwas im Leben zu verpassen. Wenn Du nicht zurückblickst und etwas verändern möchtest...

Wenn Du ein Kind willst, wenn Du genug Liebe in Dir trägst, Zeit hast Dich um das Kind zu kümmern, Zeit für Dich hast (wichtig, falls das Kind zu Vater/Großeltern am WE gehen kann), physisch und psychisch gesund bist, um die doppelte "Belastung" Job und Familie zu schaffen, DANN spricht nichts dagegen, ein Kind zu bekommen.

Es gibt so viele AE Menschen, Partner, die sich wenig bis gar nicht um das Kind kümmern, Partner, die früh sterben. Es gibt keine Garantie, egal in welcher Konstelazion man das Kind zeugt. Frag Deine Frauenärztin was sie zur Schwangerschaft mit 38 sagt und probier es.

Viel Glück!
 
  • #40
Liebe Snowflakes,
Ich war auch mal die Affäre eines Mannes, der eine Frau und ein Kind hatte. In romantischen Momenten konnte er mich auch so verliebt ansehen und sagen, dass er denkt ich wäre eine wunderbare Mutter und er würde wahnsinnig gern ein Kind von mir haben etc.
Ich selbst fantasierte auch monatelang, wie es wäre, wenn er der Vater meines Kindes wäre und da ich über 30 bin, redete ich mir das auch schön, so wie du dir jetzt.
Irgendwann kam bei mir dann die Erkenntnis, wieviele Kompromisse ich für diesen Mann machen würde. Und wie wenige er für mich eigentlich macht. Von uns Affären wird immer Geduld, Leidenschaft, romantische Verblendung erwartet, ... "ach, meine Situation ist so kompliziert.. lass uns nichts überstürzen.. " . Wir opfern unsere ganze Liebe für einen Mann, der zu FEIGE und zu BEQUEM ist, sich ganz an uns zu binden. Und verletzen nebenbei noch eine andere Frau und Kinder und kriegen dafür auch die Verachtung der Gesellschaft und der Familie des Mannes, selbst unserer Freunde, ab. Der einzige Trost, der uns bleibt, ist dass wir für den Mann eine wunderbare, engelhafte Rolle einnehmen, weil wir ja so ganz anders als seine Ehefrau sind. Von dieser Glorifizierung lassen wir uns tragen.
Nun bin ich völlig hin und her gerissen auf der einen Seite steht mein Kinderwunsch, auf der anderen Seite hat er doch schon Familie. Was mach ich denn nur?
Mein Tipp: Lass' IHN doch mal liefern. Sag ihm "du wir können gern zusammen sein und ein Kind haben, aber zuerst will ich die Scheidungspapiere sehen, denn nur deine Affäre zu sein und nebenher dein Kind aufzuziehen hat für mich Riesen Nachteile". Oder "Ein Kind? Coole Idee. Erklär mir mal, wie das die nächsten 20 Jahre funktionieren wird. Wo und wie feiern wir Weihnachten? Wie verbringst du deine Wochenenden?"
Lass' dir keine beschissene Lebenskonstellation aufzwängen und dir weismachen, dein Leben könnte nicht besser und harmonischer sein. Es könnte sehr wohl.
 
  • #41
Ich habe lange mit ihr gesprochen und ich habe auch kein Problem mit ihm und seiner Frau zusammen zu sitzen um über dieses ganze Thema ausführlich zu sprechen. Nur möchte ich, wenn es zu diesem Gespräch kommt, vorher für mich abgeklärt sein und möglichst alles durchdacht haben.
Dann hol Dir fachkundigen Rat über die Rechtslage bei einem Fachanwalt für Familienrecht oder einem Notar und frag die, was man ggf. im Vorfeld regeln kann - so lange die Gelegenheit besteht, einen Streit zu vermeiden weil Harmonie herrscht, sollte man diese nutzen und nicht erst warten bis die Probleme da sind.

Also:

1) wenn keine Regelung erfolgt und wenn Streit entsteht wenn das Kind da ist - wie ist es mit Umgang, Unterhalt etc pp.

2) was kann man regeln - mit welchem Inhalt ?

3) Risiken / außergewöhnliche Entwicklungen (du stirbst, Kind ist behindert etc pp.)

4) Vertragspartner (besser seine Frau - wenn nicht auch seine Kinder - sind mit im Boot ?)

5) .... dir wird sicher noch was einfallen

Wenn das gemacht ist kannst mit ihm reden und mit seiner Ehefrau, dann weißt was Ihr regeln könnt / was sinnvoll ist und so stocherst nicht im Nebel.
 
  • #42
Ich habe mich hierbei auch noch gefragt wie du dir das mit Baby+Beruf vorstellst. Du sagst, du hast einen guten Job. Aber möchtest du nicht erst einmal mit deinem Baby zu Hause bleiben? Da würde deine finanzielle Situation anders aussehen, trotz des Unterhaltes. Dein Leben mit einem Kind wird sich grundlegend verändern und ich frage mich, ob er an deiner Seite bleiben wird?
 
  • #43
Ich denke vor allem an das Kind. Irgendwie ein Mittel zur Wunscherfüllung aller Beteiligten. Aber gut. Es gibt sicherlich schlechtere Startbedingungen. Aber auch bessere, soweit man das aus der Distanz interpretieren kann. Ein Kind kann sehr anstregend sein...insofern ist eine solide Basis und Wille nicht verkehrt.
 
  • #44
Ich finde hier wird die 'normal' Familie zu sehr idealisiert. Kinder die ohne Vater aufgewachsen sind obwohl die Mutter mit dem Vater verheiratet sind hat es schon immer gegeben und wird es immer geben.
Mein Vater war Seemann (Ingenieur) und monatelang unterwegs, er war weder bei meiner Geburt noch bei meiner Einschulung und der Einschulung meines Bruders dabei. Als Kind war er nur bei wenigen unserer Geburtstage dabei. Der Vater eines Freundes war 10 Monate im Jahr als Bauingenieur in den Golfstaaten. Der Vater eines weiteren Freundes war selbstständiger Tankstellenbetreiber und nie vor zehn Uhr abends zu Hause. Ich schreibe jetzt von den siebziger und achziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts.
Der Vater meiner Mutter war als Maurer in den späten vierziger und fünfziger Jahren den ganzen Sommer in Schweden Geld verdienen. Sie hatte einen Wintervater.
Das Kind der FS wird ihren Vater wahrscheinlich viel öfter erleben als z.B. ich meinen Vater zuhause hatte.
Ich habe den Eindruck das viele Bedenkenträger hier nicht wirklich über den Tellerrand ihrer Vorstadtsiedlung mit Büroangestellten Vätern hinausschauen können.
In den Grundschulklasse einer normalen deutschen Großstadt ist ein Kind, dass aus einer 'normalen' Familie stammt doch schon fast eine Ausnahme.
Ich wünsche der FS viel Glück bei ihrem gar nicht so exotischen Familienleben.
 
  • #45
Ich habe den Eindruck, dass Du alles gut durchplanst und alles Deinen Interessen immer gut untergeordnet hast. Das wird nicht mehr funktionieren, wenn Du ein Kind hast, weil das "macht, was es will". Soll heißen, die Bedingungen und die Bedürfnisse, die Du da befriedigen musst, sind ganz anders als das, was Du bisher so in Deinem Leben gewuppt hast.
Meine eine Bekannte hatte einen kompletten "Lagerkoller". Nach sechs Monaten wollte sie (ohne Not) unbedingt wieder arbeiten und das 100%-Wunschkind kam in eine KiTa und zu den Großeltern. Andere Mütter hatten Probleme damit, dass sie wegen "so macht man das als gute Mutter" zu Hause blieben und neidisch waren auf jede Frau, die von ihrem Beruf erzählte.
Man kann manches nicht planen, weil wenn Dein Kind z.B. keinen Bock hat, sich zum Fasching zu verkleiden, und Du ohne Verkleidung beim KiGa ankommst, wirst Du mit Kind wieder nach Hause geschickt. Auch wenn Dein Kind hustet oder zu oft aufs Klo muss. Wenn Du Deinen Beruf an den Nagel hängst oder zwei unterstützende Leute hast, mag das noch gehen, aber Du klingst so, als müsstest Du Dich beruflich völlig verändern, damit es funktioniert. Du musst auch Urlaub nehmen können, wenn die Betreuung Urlaub machen will, also falls Du viel mit Events zu tun hast, brauchst Du in so einer Zeit jemanden, dem Du gut vertrauen kannst, damit Dein Kind dann dort weilt.

Ich würde mir unbedingt ansehen, wie der Mann zu seinen Kindern ist. Denn ich denke, das wirst Du auch haben mit Deinem Kind.
Wie eure Verbindung zu sehen ist, kannst nur Du beurteilen. Wie schon geschrieben - es ist zeitlich noch sehr frisch. Ich meine, falls es mit Dir nur um Romantik und Vergnügen ging, sucht er sich vielleicht wirklich das nächste Amüsement, wenn Du wie seine Frau mit einem Kind beschäftigt bist.
 
  • #46
Ich finde hier wird die 'normal' Familie zu sehr idealisiert. Kinder die ohne Vater aufgewachsen sind obwohl die Mutter mit dem Vater verheiratet sind hat es schon immer gegeben und wird es immer geben.
Ja Halb- und Vollwaisenkinder gab und gibt es. Und ja meistens haben diese Menschen sich auch gut entwickelt. Gottseidank sind wir Menschen in dieser Hinsicht recht Robust angelegt, so dass wi rtrotzdem lebenfähig sind.
Dessenungeachtet ist das aber niemals der Idealfall.

Ich gee zu, dass die Vaterfigur (und letztlich auch die Mutterfigur) nicht unbedingt die biolgische Funktion erfüllt haben müssen; aber geben muss es so eine Figur doch.

Und wer kann das unter den gebenen Randbedingungen (meistens, nicht immer) am Ehestens leisten? Richtig ! Die biologischen Eltern!

Wenn die FS Mutter ist, wird sie das Beste für ihr Kind wollen.
Und dazu gehört eben ein Vater oder eine entsprechende Figur.Aber woher nehmen?

Ich bin auch Vater und präge die Persönlichkeit meiner Kinder genauso, wie Mutter, Oma und Opa. Meine Kinder brauchen mich.Das sehe ich jeden Tag.

Und , wie oben schon geschrieben, liebe FS, Du braucht auch jemanden, der Dir hilft. Das Schicksal als AE ist hart , sehr hart. Da ist das Problem

Übrgens sehe ich bei Eurer Situation auch eine große Gefahr darin, dass der Vater als Unterhaltszahler ausfällt, denn er hat schon drei Kinder, und geht sehr fidel fremd. Wie lange macht seiner Frau das wirklich mit? Da verschwimmt einem die Düsseldorfer Tabelle allmählich....
 
  • #48
Wenn die FS Mutter ist, wird sie das Beste für ihr Kind wollen
Das Beste für das Kind wäre eine Chance überhaupt zu leben.

Die FS hat nicht zwei verschiedene potentielle Väter zur Auswahl Herr Affäre und Herr Ehemann. Sie hat nur die Wahl ein Kind von Herrn Affäre zu bekommen oder überhaupt kein Kind zu bekommen.

In dieser Familienkonstellation wird der Vater wahrscheinlich nicht jeden Abend mit am Abendbrottisch sitzen. Aber ist das Leben dieses Kindes deshalb so schrecklich, dass es besser wäre es wäre nie geboren?
 
  • #49
Zwei oder drei Sachen schießen mir hier durch den Kopf.

1. Nach den Entwicklungschancen des "Wunschkindes" wird nur ganz am Rande und sehr oberflächlich gefragt - eigentlich nur rhetorisch. Es dreht sich alles um die Wünsche der FS.
2. Wenn eine Frau sehenden Auges in eine AE-Situation geht, dann sollte sie dafür auch die volle Verantwortung übernehmen. Also NULL Förderung / Vergünstigungen zulasten Dritter (der Allgemeinheit, anderer Steuerzahler, etc.) in Anspruch nehmen.
3. Die FS verbittet sich nicht ohne Grund bestimmte Rückfragen. Wenn jemand wissend in eine andere Beziehung (Familie!) einbricht, dann hat das sehr wohl eine moralische Dimension. Und wenn dann die Chancen auf eine erfüllende (andere) Partnerschaft nicht mehr gesehen und folglich auch nicht realisiert werden, dann nennt man das "Opportunitätskosten", die ausschließlich in die eigene Verantwortung fallen.
 
  • #50
Nein, ich habe nicht vor nach 8 Wochen wieder arbeiten zu gehen!
Ich habe meinen Job immer gerne gemacht, bin beruflich dort angekommen wo ich mir nie erträumt hatte jemals zu sein, mit meinen Vorraussetzungen. Und doch wäre ich bereit meinen Job sofort aufzugeben, wenn es nötig wäre, um ein Kind zu betreuen! Ich weiß aber, dass das nicht nötig sein wird, außer das Kind wäre zum Beispiel krank, oder derartiges. Dass mein Job in der jetzigen Form mit Kind nicht mehr so auszuüben ist wie jetzt, ist sowohl mir, als auch meinem Arbeitgeber klar! Meine Kollegin ist bereits eingelernt und voll involviert! Ich bin nun seit 19 Jahren in dem Unternehmen und es musste noch keine Frau auf einen Job verzichten. Dann kann ich eben nicht mehr im Außendienst tätig sein, dann wird es eben ein Job im Verwaltungsbereich. Lange kann ich meine Position, welche ich im Moment inne habe, ohnehin nicht mehr ausüben.

Dass du deine gescheiterten Beziehungen damit erklärst, dass die Männer nicht in deinem Schatten leben konnten, ist doch ein klein wenig erbärmlich selbstüberschätzend, oder? Ein Baby ist auch kein geeignetes Accessoire bei der nächsten Gala, meine Liebe.
Mag es auf Dich erbärmlich selbstüberschatzend wirken...das ist das Feedback welches ich von Männern bekommen habe, auf die Frage, warum unsere Beziehung gescheitert ist. Und dass ein Kind kein Accessoire ist, ist mir gänzlich klar!

Mein Haus ist bezahlt, mein Cousin und mein Bruder wohnen mit im Haus, in separaten Wohnungen, neben an das Haus bewohnt meine Tante, welche bereits in Frührente ist. Um helfende und unterstützende Hände mache ich mir keine Sorgen.
Und mir ist klar, dass ich AE wäre!! Ich will kein Kind bekommen, um diesen Mann an mich zu binden (was sowieso völliger Quatsch ist). Ich rechne nicht damit, dass er sich scheiden lässt und ich rechne nicht damit, dass er mir ein treusorgender Mann, oder dem Kind ein treusorgender Vater ist. Ich gehe vom worst case aus!
Möglich auch, dass er sich eine andere Gespielin sucht!
Weiß ich alles im Moment nicht und auch Lippenbekenntnisse sind schnell gesprochen, sagen dennoch aber überhaupt nichts über den tatsächlichen Verlauf aus.
 
  • #51
Und natürlich ist es nicht das nonplusultra Alleinerziehend zu sein...[...] Ich selbst bin der Meinung, dass man nicht "der Kinder wegen" zusammenbleiben sollte, ich selbst bin so aufgewachsen und man hat deutlich gespürt dass meine Eltern überhaupt nichts mehr füreinander übrig hatten. Auch keine besonders schöne Situation.
Du wiegst Pest gegen Cholera ab, um im Fazit festzuhalten, dass Pest etwas besser ist als Cholera. Eine Einstellung, die man heute leider etwas zu häufig bei Frauen mit dringendem Kinderwunsch findet.

Du hast sicher recht, wenn Du sagst, dass man heutzutage keine Garantie mehr auf eine "gelungene Familie" bekommt und Kinder oftmals nur bei einem Elternteil aufwachsen. Traurig genug.

Dennoch bin ich der Meinung, man sollte wenigstens versuchen, für Kinder die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen. D.h. die Eltern sollten im Sinne des Nachwuchses und nicht etwa im Sinne der eigenen Interessen und Wünsche handeln.

So richtig furchtbar scheinen die Verhältnisse nicht zu sein ... so richtig ideal aber auch nicht. Und im Zweifelsfall würde ich bei einer solch weitreichenden Entscheidung eher von dem Projekt abraten. Der Einsatz ist im Falle eines Scheiterns einfach zu hoch.
 
  • #52
Liebe Snowflakes,

Bewundere Deinen Mut zu diesem Thread, aber ich denke, mit manchen "Prügeln" war zu rechnen.
Nur generell finde ich, es gibt ungewöhnliche Konstellationen, die funktionieren, und "konventionelle", die mehr als katastrophal sind. Finden sich auch hier im Forum. Wenn es für Dich stimmig ist, darauf kommt es an, dann ist es richtig.
Du hast auf der sachlichen Ebene alles gut durchdacht, und geordnet, die Situation als AE, Beruf, Finanzen, Zeit. Du bist mit dem familiären Background weniger AE als andere, ich nehme an, die Tante mag die Omarolle übernehmen.
Noch weiß keiner, inwieweit der Vater sich engagieren würde. Wobei, wenn er den Wunsch auch hat? Wenn er es tut, wäre es toll, aber es wäre nicht so wichtig.
Es gibt in anderen Konstellationen Väter, die auch nicht präsent sind, während der Ehe, und nachher erst recht. Auf Unterhalt bist Du nicht angewiesen.
Die gesamte rechtliche Seite anzusehen, wie hier schon empfohlen, macht Sinn. Sorgerecht, Umgang, Unterhalt,... Was möchtest Du ihm geben, was wäre Dir wichtig. Auf Ansprüche des Kindes kannst Du sowieso nicht verzichten, und manches vertraglich zu klären, solange man sich versteht, ist genauso sinnvoll.
Also mein Fazit wäre auf der sachlichen Ebene, alles gut durchdacht, verschiedene Optionen da und realisierbar.

Emotional, Du möchtest gerne ein Kind, Du hast Dich damit auseinander gesetzt, was es bedeutet, Verantwortung, Nerven, aber auch die Freude... Dein Wunsch ist legitim, und noch bist Du in einem guten Alter. Darauf zu hoffen, doch noch den "Richtigen" zu finden, eine stabile Beziehung aufzubauen, und dann in diesem Rahmen erst den Kinderwunsch zu realisieren, ist ziemlich Utopie.
Du möchtest dieses Kind, der potentielle Vater auch, dann wag es.
Schön wäre es, wenn sich der Vater mal äußert, wie er sich seine Vaterrolle vorstellt, unabhängig von Eurer Beziehung und deren Fortbestand.
Kann ja irgendwann sein, dass Du jemanden kennen lernst, wo es passt - und sortiere Dich bitte selbst nicht in die Schublade, nicht richtig zu sein für eine Partnerschaft - es waren nur Männer, die nicht zu Dir passten. Auf Dein Selbstbild (und das, was Du damit ausstrahlst), würde ich mal schauen. Und beim Richtigen passt es auch als AE.

Dir viel Glück, es wird.
Genieß das MamaSein.
 
  • #53
Liebe FS:

In Deinem Schattten hat es noch kein Mann lange ausgehalten? Das liest sich nun wirklich nicht gut. Musst Du immer im Mittelpunkt stehen, brauchst Du alle Aufmerksamkeit für Dich? So klingt das...

Es könnte sein, dass eine ehrliche Antwort auf diese Fragen Dir den Schlüssel in die Hand gibt, die richtigen nächsten Schritte in Deinem Leben zu gehen. "Ich will ein Kind!" gehört da eventuell eher nicht dazu.
 
  • #54
Wenn du wirklich meinst, das das alles so klappt, dann würde ich nun einfach erst mal damit anfangen überhaupt schwanger zu werden. Dann finde ich hast du dir genug Gedanken gemacht. Was hier immer alles gefordert wird ist ohnehin ein unrealistischer Idealfall. Die Hausfrau vollversorgt die zuhause bleiben konnte ist wohl schon seit 20 Jahren nicht mehr oft zu finden. Ich kenne übrigens auch Kinder die ganz prima ohne Vater aufwachsen oder froh sein konnten wenn er weg gewesen wäre. Eben alles Typ und Glückssache. Erst mal muss das alles überhaupt mit Empfängnis und Schwangerschaft klappen. Da du dir über den Vater ansonsten nichts vormachst denke ich bist du ja aufgestellt. In einem "guten" Alter als erstgebärende bist du allerdings nicht, bestimmt auch nicht im allerschlechtesten, wie eine Vorposterin das meint. Das wärst du wenn dein Kind jetzt 8-10 wäre Aber das ist nun wirklich Sache des Arztes und deine ganz persönliche Konstitution. Wenn, sollte sich der Wunsch in den nächsten Monaten umsetzen. Mit 40 starten die Vorboten der Wechseljahre. Wie es mit Kind ist, siehst du die nächsten 20 Jahre dann selber und auch du wirst sicher währenddessen ein Netzwerk mit anderen Müttern aufbauen. Auch das ist ja schon seit ü20 Jahren üblich. Ich hab dann erst mal "ausgeunkt" ;-)Der Dramafall ohne tatkräftige Unterstützung scheint nicht eintreten zu müssen, du machst es nicht alleine und finde nach wie vor, das du das für dich lösen kannst und musst. Schließlich drehst du ja niemanden gegen seinem Willen ein Kind an. Und selbst die werden groß und schaffen Abitur ... Was das Leben selbst anbelangt, ist das unser einziger Besitz den wir wirklich haben, und da halte ich es mit Nigiri. Diese Meinungen besser nicht da zu sein, weil das Essen aus der Schulkantine nix taugt, oder die Kita in blau gestrichen, oder keine Million auf dem Konto liegt, kann ich hier eh nie nachvollziehen. w49
 
  • #55
In Deinem Schattten hat es noch kein Mann lange ausgehalten? Das liest sich nun wirklich nicht gut. Musst Du immer im Mittelpunkt stehen, brauchst Du alle Aufmerksamkeit für Dich? So klingt das...
Hast du auch das unten zitierte gelesen oder möchtest du nur wieder auf jemandem mit unkonventionellem Lebensentwurf herumhacken?

Wie schon gesagt, mit durch meinen Job bedingt haben meine Beziehungen nie lange gehalten. Die Männer an meiner Seite sind alle nicht mit dem Leben in meinem "Schatten" klargekommen, das gehetze von einer Veranstaltung, zur nächsten Eröffnung bis hin zu anstrengenden Gala Abenden.
Ich hätte als Frau mit einem Mann mit derartigen Pflichten auch meine Probleme, völlig unabhängig davon, ob der nun gern im Mittelpunkt steht oder nicht. Aber bei Männern ist das ja völlig in Ordnung, nicht wahr? Gehört halt zum Beruf und die Frau hat sich damit zu arrangieren. Würdest du bei einem Mann auch so argumentieren, dass der wohl gern im Mittelpunkt steht und es deshalb keine Frau mit ihm aushält?

Insofern kann ich die FS verstehen, dass sie die Gelegenheit, die sie jetzt vielleicht hat, nutzen möchte ...
 
  • #56
Natürlich war klar, dass ich in so einem Thread auch "prügel" einstecken muss ;-) damit muss an immer rechnen, denn schließlich treffen ja auch hier die unterschiedlichsten Menschen, mit den unterschiedlichsten Meinungen und Ansichten aufeinander, was ja auch gut so ist.
Dennoch überwiegen die sachlichen Antworten, worüber ich mich sehr freue!
Und ich muss zugeben, dass ich mir über die rechtliche Seite noch nicht so viele Gedanken gemacht habe. Durch diesen Thread aber angeregt wurde in dieser Hinsicht ebenfalls tätig zu werden. Danke hierfür an der Stelle!

Ich halte es ebenfalls für Utopie, den richtigen Partner zu finden, um schnell noch eine "normale" Familie gründen zu können.

Garantien gibt es im Leben für nichts und niemanden.
Wenn man stets den Idealfall, wie er gesellschaftlich verankert ist und idealisiert wird, gefördert ist, dann würde es wahrscheinlich keine Kinder mehr geben.
Ich habe schon öfters Einblick in nach Außen glücklich wirkende Familien erhalten. Und ich wäre froh, ich hätte so manches nicht gesehen und miterlebt, was sich hinter den schönen, glücklichen und wohlhabenden Fassaden so alles abspielt.
Im Umkehrschluss habe ich auch viele AE Frauen unter meinen Mitarbeitern und Freunden, die schon öfters meine Hilfe in Anspruch genommen haben und unter ihnen fühle ich mich wesentlich wohler, denn es ist keine Fassade oder vorgegaugeltes Glück. Und hier bin ich auch schon des öfteren mit Problemen, Ängsten und Sorgen von AE Frauen konfrontiert worden.
 
  • #57
Ich habe seit über einem Jahr eine Affäre, ein Verhältnis oder wie auch immer man es nennen mag.

Nun sagte mein "Mann" eines Nachts zu mir, dass er sich ein Kind von mir wünscht

..
Unterhalt und all diese Dinge sind für ihn, so sagt er, überhaupt keine Frage.
...
Den Gedanken an eine "funktionierende" Familie habe ich generell schon aufgegeben. Und natürlich ist es nicht das nonplusultra Alleinerziehend zu sein...Aber eine Garantie für eine dauerhafte Beziehung und glückliche Familie kann einem ja auch keiner geben. I
Du hast Dich innerlich schon entschieden, dass du gerne ein Kind von ihm hättest. Also was willst du von uns als Forum?
Die Absolution?
Ich bin alleinerziehend und nein - es ist nicht das NONPLUSULTRA, weil man wenig Freizeit und viel Arbeit hat, dazu noch viel Geld braucht und wenig Möglichkeiten hat, einen Mann kennenzulernen.
Du schreibst "mein Mann"...!? Warum diese Wortwahl? Er ist nicht dein Mann, wird es nie und tritt auch nicht als Dein Mann auf!?
Er hat die Verantwortung für eine Frau und 3(!!) Kinder und wird sie nicht verlassen, sonst hätte er es schon getan?

Übrigens hatte ich auch schon eine Affäre über 2 Jahre und der hat mich mehrfach gefragt, wieso ich kein Kind mehr möchte. Er war nicht einmal liiert und trotzdem war es nur eine Affäre... und er redete oft von einem Kind, rief mich sogar von der Hochzeit seines Bruders an und fragte, wieso ich kein Kind wollte?
Das ist doch völlig grotesk, ein Kind von einem Menschen zu bekommen, der mit einer anderen Frau zusammenlebt oder eben nicht mit Dir zusammenleben will!?
Mal abgesehen davon ist es auch für seine Kinder eine Katastrophe, wenn sie ein Halbgeschwisterchen bekommen.
Meine Kinder sind unter 10 und haben von sich aus mehrfach gesagt, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater haben wollten, wenn der noch ein Kind bekäme...
Such Dir einen Mann ohne Kinder!Der mit Dir und Eurem Kind zusammenleben will und sich zu Euch bekennt! Ganz - ohne wenn und aber!
Mal abgesehen davon ist der Part der Geliebten der, dass sie dem Manne Spaß, Sex und Leichtigkeit ins Leben bringt - denn Windeln, Stress und Alltagssorgen hat er auch zuhause... Nach der Geburt eines Kindes steht Dir der Sinn nach allem, aber nicht nach Sex!
Ich kann Dir nur raten: Lass es...außerdem schmerzt es einen sehr, wenn man die wichtigen Dinge im Leben der Kinder immer alleine erlebt und nicht gemeinsam als (Eltern-) paar.
 
  • #58
Hat sich die FS eigentlich schon mal überlegt, wie das ggsf auf Männer wirkt? Was ist wenn diese Affäre kein Bestand mehr hat und die FS möchte dann nun eine richtige Beziehung mit einem anderen Mann. Da wird es ja auch irgendwann mal um das Kind gehen und wer der Vater ist. Und die Wahrheit kommt immer raus.
Ich denke für viele Männer wäre das dann eher ein absolutes NoGo - AE sein ist schon ein Minuspunkt und dann noch ein Kind von in dieser Konstellation?
Natürlich habe ich mir überlegt wie ich auf Männer wirke. Aus meiner Haut kann ich nun mal aber auch nicht. Das Problem sind die verschiedenen Welten zwischen denen ich hin und her pendle.

Und zum Thema "die Wahrheit kommt immer raus"; sie kommt nur dann ans Licht, wenn man nicht die Wahrheit spricht. Und wenn seitens Zweier Menschen ernsthaftes Interesse vorhanden ist, dann belügt man sich nicht.
Und wenn es ein Minuspunkt ist AE zu sein und dann auch noch in DIESER Konstellation ein NO GO, wie Du so schön sagst, dann ist das auch nicht der passende Partner.
Der Meinung bin ich jedenfalls!
 
  • #59
Meine Kinder sind unter 10 und haben von sich aus mehrfach gesagt, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater haben wollten, wenn der noch ein Kind bekäme...
Findest du wirklich, dass ihnen das zusteht? Sie haben doch nur Angst, dass sie dann nicht mehr geliebt werden. Diese Angst kann man ihnen doch sicher nehmen. Oder projzierst du diese Angst auf sie?
Ich denke, die FS sollte sich lieber von einem Familen- und Erbrechtanwalt beraten lassen, anstatt sich hier einen Ratschlag zu holen.
Wichtig ist doch, ob der Vater das Kind anerkennt, dann ist es erbberechtigt, wie mal mit all diesen rechtlichen Dingen umgeht, auch und vor allem zu Wohle des Kindes.

Ich kann dieses Moralisieren hier nicht verstehen. Andere Frauen kaufen sich in Dänemark Spendersamen. Das wird doch auch akzeptiert.
 
  • #60
Nein, ich habe nicht vor nach 8 Wochen wieder arbeiten zu gehen!
Ja, aber das ist ja genau der Knackpunkt. Wovon willst Du dann leben? Oder kann Dein Freund/Geliebter für eine 2. Familie finanziell aufkommen?
Sehe unsere Antworten nicht als Vorwurf, sondern Denkanstöße. Mir kommt es so vor, als ob hauptsächlich Du ein Kind möchtest, was völlig legitim ist. Aber mach Dir nichts vor. Für das finanzielle Gelingen wirst hauptsächlich Du verantwortlich sein. Und da wird Dir nichts anderes Übrig bleiben, als Dein Baby so schnell wie möglich in die Fremdbetreuung zu geben und arbeiten zu gehen - in welcher Form auch immer. Oder reichen Deine Ersparnisse für das erste Jahr aus?
Davon abgesehen glaube ich, daß sich Dein Geliebter unter diesen Umständen dann ganz schnell nach einer Gespielin ohne Kinder umsehen wird..