• #1

Was soll ich tun? Ständig on-off in der Beziehung.

Hallo zusammen,
Ende 2020 lernte ich einen ganz lieben Mann (44) kennen. Wir sind knappe 3 Monate zusammen gewesen, bis er entschloss, dass das mit uns doch nichts wird.
Wir haben uns nach langer Zeit der absoluten Kontaktsperre wieder getroffen, und sind nochmal zusammen gekommen.
Es ist keine einfache Beziehung.
Wir sind nun knappe 6 Monate zusammen.
Was mich sehr beschäftigt, ist die Tatsache, dass ich bei jedem Konflikt, ob große oder kleinere, ignoriert werde.
Er meldet sich nicht, sagt Treffen die vereinbart waren ab, antwortet nicht, und wenn dann lediglich, dass er bitte in Ruhe gelassen werden möchte.
Ich habe Tendenz zu mauern, und weil ich eine faire und liebevolle Beziehung mit diesem Mann führen möchte, weiß ich , dass auch ich an meinen Baustellen arbeiten muss.
Ich bemühe mich seine Perspektive einzunehmen.
Ich versuche ihm meinen Standpunkt klar zu machen.
Wir finden immer wieder zusammen, und das Gefühl der Nähe und des gegenseitigen Verstehens ist dann auch sehr groß.
Er sagt ich wäre seine große Liebe.
Ich sage, ich möchte mich in unserer Beziehung sicherer fühlen, es macht mich fertig wenn ich bei jeder Anspannung ignoriert werde und mich ungewollt fühle. Es macht uns unbedeutend und es tut weh, dass er sich nicht im geringsten um mein Befinden zu kümmern scheint.
Ich merke wie sehr mich dieses Investieren müde macht. Ich habe das Gefühl meine Bedürfnisse werden kaum wahrgenommen hier. Die Initiative zu schlichten geht nur von mir aus. Er ist viel zu stolz dafür. Aber, was ist mit mir? Ich kann es mir gar nicht leisten stolz zu sein, auch mal beleidigt und gekränkt zu sein, oder mal auf seine Annäherung zu warten, denn das würde er als Ablehnung verstehen.

Was übersehe ich?
 
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  • #2
Hallo Becky,

ich fürchte, es paßt nicht zwischen Euch. Nicht nur, daß Ihr offenbar beide mit Konflikten nicht richtig umgehen könnt, sondern allein die Tatsache, daß Ihr nach nur 6 Monaten überhaupt schon so viele davon gehabt habt, daß Du quasi bereits aus Erfahrung reden kannst!

Was jetzt bereits Bauchschmerzen bereitet, wird im Laufe der Zeit nicht besser - erst recht dann nicht- wenn das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch (welches nach nur 6 Monaten eigentlich noch vorhanden sein sollte) schlimmere Entgleisungen noch verhindert. Wage einen Blick in die Zukunft und versuche Dir vorzustellen, wie es in z.B. 5 Jahren sein wird.

Im Grunde seid Ihr nach dieser doch noch relativ kurzen Zeit noch in der Kennenlernphase - und Du stellst jetzt fest, daß Du genau das tust - ihn kennenlernen.

Meine Erfahrung ist: Solche Beziehungen sind anstrengend, kräftezehrend und somit das Gegenteil dessen, was eine Beziehung sein sollte. Ziehe Deine Schlüsse daraus!

Grüße

Alpha centauri (m56)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #3
Was mich sehr beschäftigt, ist die Tatsache, dass ich bei jedem Konflikt, ob große oder kleinere, ignoriert werde.
Er meldet sich nicht, sagt Treffen die vereinbart waren ab, antwortet nicht, und wenn dann lediglich, dass er bitte in Ruhe gelassen werden möchte.
Du übersiehst, dass das sein Umgang mit Konflikten ist. Ist keine sonderlich gute Eigenschaft, aber es ist seine Eigenschaft. Entweder kommst du damit klar oder trennst dich. Mehr Optionen hast du nicht.
 
  • #5
Männer verlieben sich entweder am Anfang oder gar nicht. On/Off Geschichten sind nichts anderes, als "du bist es nicht, aber ich nehme mit, solange keine bessere auftaucht". Es passt, solange du lieb bist, wenn du aber "Stress machst", dann taucht er unter, weil du ihm egal bist und er nur schöne Zeit haben will.
Verguss den Mann, kram den Rest deine Stolzes zusammen und trenne dich.
 
  • #6
Was so beginnt, wird auch so fortgesetzt - sagt man so bei uns. An deiner Stelle würde ich mich umdrehen und gehen, weil sein Verhalten nicht kongruent mit seinen Worten ist. Und in einer Beziehung kann man fair miteinander umgehen. DAS geht sehr wohl. Das ist aber leider nicht bei euch so. Er ignoriert dich nach Konflikten und das ist nun wirklich kein akzeptables Verhalten. Wenn er Zeit zum Nachdenken oder zum Beruhigen braucht, kann er es dir ja auch ankündigen und dir zugleich einen Termin für ein Gespräch nennen. DAS wäre in meinem Buch durchaus sehr ok, weil man ja dann weiß woran man ist. Bei deiner Erzählung habe ich nicht wirklich den Eindruck, dass er tatsächlich mit dir in einer Beziehung sein will, weil sein Verhalten nicht dir zugewandt ist.
 
  • #7
Solche Konstruktionen wie die deine tut man sich unbewusst gerne mal an, wenn man den eigenen Selbstwert am Umgang anderer Menschen mit einem selber festzurrt.

Wäre davon ausreichend vorhanden, würdest du bei der ersten solchen Aktion aus Verliebtheit vielleicht noch ungünstige Einflüsse vermuten, und spätestens nach dem zweiten, dritten Mal respektive mehreren Monaten, deine Grenzen abstecken und auf Distanz gehen.

Das Hochgefühl nach derlei Aktionen, die Wärme, das Prickeln, wenn 'endlich ' wieder eitel Sonnenschein ist, ist oft einfach nur eine intensive Illusion, flammen Homone erneut auf. Wäre es nicht angenehmer man wäre immer im stabilen Fahrwasser? Genau- und so einen nennt man dann auch zu Recht seinen Partner.
 
  • #8
Hallo zusammen,
Ende 2020 lernte ich einen ganz lieben Mann (44) kennen. Wir sind knappe 3 Monate zusammen gewesen, bis er entschloss, dass das mit uns doch nichts wird.
Wir haben uns nach langer Zeit der absoluten Kontaktsperre wieder getroffen, und sind nochmal zusammen gekommen.
Es ist keine einfache Beziehung.
Wir sind nun knappe 6 Monate zusammen.
Was mich sehr beschäftigt, ist die Tatsache, dass ich bei jedem Konflikt, ob große oder kleinere, ignoriert werde.
Er meldet sich nicht, sagt Treffen die vereinbart waren ab, antwortet nicht, und wenn dann lediglich, dass er bitte in Ruhe gelassen werden möchte.
Ich habe Tendenz zu mauern, und weil ich eine faire und liebevolle Beziehung mit diesem Mann führen möchte, weiß ich , dass auch ich an meinen Baustellen arbeiten muss.
Ich bemühe mich seine Perspektive einzunehmen.
Ich versuche ihm meinen Standpunkt klar zu machen.
Wir finden immer wieder zusammen, und das Gefühl der Nähe und des gegenseitigen Verstehens ist dann auch sehr groß.
Er sagt ich wäre seine große Liebe.
Ich sage, ich möchte mich in unserer Beziehung sicherer fühlen, es macht mich fertig wenn ich bei jeder Anspannung ignoriert werde und mich ungewollt fühle. Es macht uns unbedeutend und es tut weh, dass er sich nicht im geringsten um mein Befinden zu kümmern scheint.
Ich merke wie sehr mich dieses Investieren müde macht. Ich habe das Gefühl meine Bedürfnisse werden kaum wahrgenommen hier. Die Initiative zu schlichten geht nur von mir aus. Er ist viel zu stolz dafür. Aber, was ist mit mir? Ich kann es mir gar nicht leisten stolz zu sein, auch mal beleidigt und gekränkt zu sein, oder mal auf seine Annäherung zu warten, denn das würde er als Ablehnung verstehen.

Was übersehe ich?
Dass er kein lieber Mann ist..?

Glaubst du, dass sich das noch ändert? Liebesentzug ist eine der schlimmsten Strafen in einer Beziehung (finde ich) - hast du so etwas verdient? Verdient irgendjemand so etwas? Ich befürchte, dass du da nichts tun kannst. Das wird wahrscheinlich nie eine einfache - im Sinne von schöne - Beziehung werden.
 
  • #9
Was mich sehr beschäftigt, ist die Tatsache, dass ich bei jedem Konflikt, ob große oder kleinere, ignoriert werde.
Er meldet sich nicht, sagt Treffen die vereinbart waren ab, antwortet nicht, und wenn dann lediglich, dass er bitte in Ruhe gelassen werden möchte.
Er hat keine Konfliktfähigkeit, das wird sich auch nur ändern wenn ER sein Verhalten als Problem erkennt und ER das ändern will. Du kannst da nichts machen, wenn er nicht will.
Wir finden immer wieder zusammen, und das Gefühl der Nähe und des gegenseitigen Verstehens ist dann auch sehr groß.
Er sagt ich wäre seine große Liebe.
Wäre dem so, dann würde er sich auch bemühen und auch auf dich zukommen. Sein Stolz ist aber größer als seine Liebe zu dir.
Ich sage, ich möchte mich in unserer Beziehung sicherer fühlen, es macht mich fertig wenn ich bei jeder Anspannung ignoriert werde und mich ungewollt fühle. Es macht uns unbedeutend und es tut weh, dass er sich nicht im geringsten um mein Befinden zu kümmern scheint.
Hast du ihm das schon einmal so gesagt? Wie hat er darauf reagiert?
Wenn du seine große Liebe wärst, dann hätte er doch bei dem 'Es macht uns unbedeutend' zusammenzucken müssen und sich überlegen müssen wie er das ändern kann bzw. du hast ihm ja sogar die Anleitung mit gegeben, dass er auch auf dich und dein Befinden eingehen soll.
Vielleicht tut er sich schwer damit dein Befinden immer zu erkennen und zu deuten aber daran kann er auch arbeiten so er denn will.
Ich merke wie sehr mich dieses Investieren müde macht. Ich habe das Gefühl meine Bedürfnisse werden kaum wahrgenommen hier. Die Initiative zu schlichten geht nur von mir aus. Er ist viel zu stolz dafür. Aber, was ist mit mir? Ich kann es mir gar nicht leisten stolz zu sein, auch mal beleidigt und gekränkt zu sein, oder mal auf seine Annäherung zu warten, denn das würde er als Ablehnung verstehen.
Du kannst ihm auch das nur mitteilen und es mit der klaren Aussage verbinden, dass du so nicht weitermachen willst. Es liegt dann an ihm über seinen Schatten zu springen und sich zu bemühen, wenn sein Stolz ihm wichtiger ist dann musst du die Konsequenz ziehen und gehen. Du machst dich sonst kaputt, das ist es nicht wert!

Die Beziehung läuft bei euch nicht auf Augenhöhe. Du erscheinst erst mal als die Unterlegene, weil du dich immer wieder um den Kontakt und die Versöhnung kümmerst und deine Bedürfnisse zurückstellst und er den stolzen Mann gibt.
In Wahrheit ist er aber der Unterlegene, denn er kann nicht damit umgehen, dass du auch mal gekränkt oder beleidigt bist, das stellt seinen Selbstwert dann infrage. Bei Augenhöhe würde er sehen, dass es deine Bedürfnisse sind, die nichts mit seinem Selbst zu tun haben und auf die er deshalb auch entspannt eingehen kann.
 
  • #10
Letztens hatte ich hier über dieses "Phänomen" geschrieben. Ich hab verstanden - wenn jemand so gepolt ist, lässt sich das nicht ändern. Friss oder stirb. Für mich ist es kein erwachsener Umgang mit Konfliktsituationen und äußerst respektlos, gerade, wenn man
bereits geäußert hat, dass es verletzt. Ich ließ die Beziehung sein.
 
  • #11
Alles liegt in deiner Hand.
Warum darf er dich so behandeln? Weil du keine Grenzen setzt.
Wir haben uns nach langer Zeit der absoluten Kontaktsperre wieder getroffen,
So ein Mumpitz, Kontaktsperre ist immer Kindergarten und bedeutet nix anderes als Abstand zu gewinnen von einem Menschen. Evtl. mal später noch ein Gespräch führen, oder wie bei dir so eine Beziehung zu haben die mehr nach F+ erinnert. Bei nächster Gelegenheit, wenn seine Traumfrau erscheint, wird er eure Verbindung beenden.
 
  • #13
Vielleicht könntest du mal erläutern, warum du diesen männlichen Rohrkrepierer wie oben zitiert bezeichnest.

Solange du einen Mann, der dich schlecht behandelt, trotzdem "lieb" findest und immer noch nicht weißt, was zu tun ist - so lange scheint es dir noch nicht schlecht genug zu gehen.

Da fehlen mal wieder die S-Werte (ernstgemeint).

Natürlich solltest du den Schlussstrich ziehen. Ich fürchte nur, du wirst noch ein bisschen weiter vor dich hinleiden.
 
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  • #14
NEIN. Lieb geht anders

Was mich sehr beschäftigt, ist die Tatsache, dass ich bei jedem Konflikt, ob große oder kleinere, ignoriert werde.
Er meldet sich nicht, sagt Treffen die vereinbart waren ab, antwortet nicht, und wenn dann lediglich, dass er bitte in Ruhe gelassen werden möchte.
Es ist egal warum er sich so verhält. So ein Verhalten kann man nicht in einer Beziehung tolerieren.

Ich habe Tendenz zu mauern, und weil ich eine faire und liebevolle Beziehung mit diesem Mann führen möchte, weiß ich , dass auch ich an meinen Baustellen arbeiten muss.
Oje

Wir finden immer wieder zusammen, und das Gefühl der Nähe und des gegenseitigen Verstehens ist dann auch sehr groß.
Wieso? Du mauerst, er macht auch dicht?
Wo ist da emotionale Nähe? Ich verstehe es wirklich nicht

Anscheinend reicht das ja wenn er dir den Brocken "Liebe sagen ohne so zu handeln" hinwirft.

Dass das alles so überhaupt gar keinen Sinn hat.
 
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  • #16
Hallo,

ich hatte sowas auch mal, und bin heilfroh, dass nichts längeres daraus geworden ist.

Mein jetziger Partner ist auch nicht perfekt, aber solche Spielchen würde er nie machen. Bei Kritik oder Problemen ist er gesprächsbereit und versucht dann, sein Verhalten zu ändern.

Wie willst Du mit einem Mann, der Dich mit "silent treatment" bestraft, Probleme lösen? Vielleicht hat er mal PUA Seminare besucht, da gehört das "freezen" zum Grundrepertoir, um die Partnerin gefügig und emotional abhängig zu machen.
Mit 44 allerdings ziemlich unreifes Verhalten.

Ich würde das nicht mitmachen. Es macht einen fertig, ausser der andere ist einem egal. Aber was ist das dann für eine Beziehung.

Wenn Du nett sein willst, machst Du halt noch eine! Ansage, dass wenn er Dich das nächste mal ignoriert, es das dann war. Du musst es dann aber auch durchziehen.

Übrigens: das Pendeln von "das mit uns ist nix" hin zu "du bist meine grosse Liebe?!" zeugt nicht gerade von emotionaler Stabilität :) Auch bedenklich. Liebe sollte konstant sein.

Alles Gute, Melange
 
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  • #17
Hallo zusammen,
Ende 2020 lernte ich einen ganz lieben Mann (44) kennen. Wir sind knappe 3 Monate zusammen gewesen, bis er entschloss, dass das mit uns doch nichts wird.
Dann solltest du das akzeptieren. Wer mich nicht möchte, den brauche ich nicht in meinem Leben. Sich einseitig abzuarbeiten bringt rein gar nichts.
Wir haben uns nach langer Zeit der absoluten Kontaktsperre wieder getroffen, und sind nochmal zusammen gekommen.
Würde für mich nur dann gehen, wenn ich merke er hat reflektiert und es steht nicht zu befürchten, dass die selben Themen immer noch "hinderlich" sind. Aber generell, siehe oben! Entweder es passt oder nicht! On/Off gehört für mich mittlerweile in die Kategorie der toxischen Beziehungen.
Dann sollte Mensch es bleiben lassen! Eine Beziehungsanbahnung die nicht leicht ist, die sich nicht gut anfühlt, wird kaum in eine gelungene, erfüllte Beziehung münden. Du erkennst den "Gaul" vom Start weg, sagen die Reiterleute.
Wir sind nun knappe 6 Monate zusammen.
Was mich sehr beschäftigt, ist die Tatsache, dass ich bei jedem Konflikt, ob große oder kleinere, ignoriert werde.
Absolutes no-go!
Er meldet sich nicht, sagt Treffen die vereinbart waren ab, antwortet nicht, und wenn dann lediglich, dass er bitte in Ruhe gelassen werden möchte.
Respektlosigkeiten sind ein no-go!
Wenn das seine Form ist, seine Große Liebe auszudrücken, wäre das für mich nichts. Selbstliebe Baby! ;-)
Das sein Verhalten mit Liebe rein gar nichts zu tun hat!
Wo sind deine Grenzen? Ich sehe so viele Red flags, dass es einfach keinen Sinn macht, sich daran abzuarbeiten. Lass ihn los!
 
  • #18
ist die Tatsache, dass ich bei jedem Konflikt, ob große oder kleinere, ignoriert werde.
Dieser Gebrauch von „Ignorieren“ ist komisch (aber hier aus irgendwelchen Gründen üblich geworden). Du meinst, dass er dir nicht antwortet, dich anschweigt?
Dass du offenbar - trotz aller Beteuerungen seinerseits - nicht seine große Liebe bist, sonst würde er sich nicht so verhalten. Die Taten zählen.
 
  • #19
Vielen Dank für die schnellen und zahlreichen Antworten.

Es wurde gefragt, warum ich ihn einen lieben Mann bezeichne.

Ich hatte von Anfang an das Gefühl dass er ein Mann mit viel Anstand ist. Wir verstehen uns sehr gut, eigentlich. Er ist einfühlsam, verständnisvoll und intelligent. Ich konnte mich, trotz meiner Tendenz verschlossener zu sein was mein Innenleben angeht, völlig offen zeigen und wir verspürten schnell eine nie gekannte Nähe.
Schwierig ist es, wenn er das Gefühl hat, ich würde nicht 100% in der Beziehung sein.
Das Gefühl hat er sehr vorschnell, manchmal in ganz banalen Situationen die er völlig anders aufnimmt als ich. Wir sind wohl beide sehr überlegt und das macht es nicht leichter.

Wir sprechen alles an was bedrückt, und ja, ich habe ihm genau gesagt was sein Verhalten in mir auslöst. Ich gehe dahin meine Ängste mitzuteilen, versuche eigenverantwortlich zu schauen was mein Anteil sein könnte… das klingt als wäre es eine sehr theoretische, analytische Beziehung. Wir teilen denselben Humor, haben gemeinsame Werte im Leben, sind auf jeden Fall auch sexuell auf derselben Wellenlänge; wenn alles „gut“ ist, ist die Beziehung einfach wirklich wunderschön und unglaublich intim.
Das macht aber für mich, die Distanz die von jetzt auf gleich herrschen kann, sehr schwer zu ertragen.
 
  • #20
Vielen Dank für die schnellen und zahlreichen Antworten.
Schön, das du dich weiter beteiligst.
Es wurde gefragt, warum ich ihn einen lieben Mann bezeichne.
Ich glaube diese Fragen sind rhetorisch, weil er dich nicht liebevoll behandelt ;-)
Das lese ich in deinem Beitrag nicht!
Schwierig ist es, wenn er das Gefühl hat, ich würde nicht 100% in der Beziehung sein.
Er guckt da sehr wahrscheinlich in einen Spiegel und erkennt sich selber. Das ist Projektion.
Das Gefühl hat er sehr vorschnell, manchmal in ganz banalen Situationen die er völlig anders aufnimmt als ich.
Hier tippe ich auf Manipulation. Er hält dich in dem Gefühl, du bist Schuld! Damit verweigert er das anschauen, seiner Anteile.
Wir sind wohl beide sehr überlegt und das macht es nicht leichter.
Überlegt sein ist nicht falsch. Das seid ihr aber im Bezug auf eure Differenzen beide nicht, sonst würde es so nicht laufen.
Wir teilen denselben Humor, haben gemeinsame Werte im Leben, sind auf jeden Fall auch sexuell auf derselben Wellenlänge; wenn alles „gut“ ist, ist die Beziehung einfach wirklich wunderschön und unglaublich intim.
Dann frage ich, wie oft fühlst das positive und wie oft verstrickt ihr euch? Ich würde vermuten die Waagschale hängt eher in Richtung Negativ?
Das macht aber für mich, die Distanz die von jetzt auf gleich herrschen kann, sehr schwer zu ertragen.
Das ist das Spiel in toxischen Beziehungen. Das Pendel schlägt immer krass in eine Richtung und eine ausgewogene Mitte findet sich nicht. Die sollte aber der Normalzustand sein.
 
  • #21
Was mich sehr beschäftigt, ist die Tatsache, dass ich bei jedem Konflikt, ob große oder kleinere, ignoriert werde.
Er meldet sich nicht, sagt Treffen die vereinbart waren ab, antwortet nicht, und wenn dann lediglich, dass er bitte in Ruhe gelassen werden möchte.

Das sind klassische Verhaltensmuster, die er in sich trägt. Er geht nicht in den offenen Konflikt. Kann er nicht, will er nicht. Wird so bleiben.

Ich habe Tendenz zu mauern, und weil ich eine faire und liebevolle Beziehung mit diesem Mann führen möchte, weiß ich , dass auch ich an meinen Baustellen arbeiten muss.

Ihr mauert also beide?


Ich sage, ich möchte mich in unserer Beziehung sicherer fühlen, es macht mich fertig wenn ich bei jeder Anspannung ignoriert werde und mich ungewollt fühle.

Das bleibt so. Die Ignoranz zieht sich immer weiter fort.

Es macht uns unbedeutend und es tut weh, dass er sich nicht im geringsten um mein Befinden zu kümmern scheint.

Er fühlt es nicht.

Ich merke wie sehr mich dieses Investieren müde macht. Ich habe das Gefühl meine Bedürfnisse werden kaum wahrgenommen hier.

Er kann seine eigenen Bedürfnisse nicht wahrnehmen. Diene ohnehin nicht.

Die Initiative zu schlichten geht nur von mir aus. Er ist viel zu stolz dafür.

Das ist kein Stolz. Das sind nicht vorhandene, nicht gelernte Muster einen Konflikt zu lösen. Seine Konfliklösung ist Flucht. Mauern. Ignoranz.


Das interessiert ihn nicht.


Den Fachgriff.
Geh. Tut Dir nicht gut.
Fing ja schon als On-Off an.
 
  • #22
Dann solltest du das akzeptieren. Wer mich nicht möchte, den brauche ich nicht in meinem Leben. Sich einseitig abzuarbeiten bringt rein gar nichts.
Das hatte ich auch. Ich habe mein Leben alleine weitergelebt. Was nach knappen 3 Monaten ja auch keine große Umstellung sein sollte.
Er ging mir aber, wenn ich ehrlich bin, nie aus dem Kopf.
Würde für mich nur dann gehen, wenn ich merke er hat reflektiert und es steht nicht zu befürchten, dass die selben Themen immer noch "hinderlich" sind. Aber generell, siehe oben! Entweder es passt oder nicht! On/Off gehört für mich mittlerweile in die Kategorie der toxischen Beziehungen.
Er hat mehrfach reflektiert und sich auch für sein Mauern oder Auf-Abstand-gehen verantwortlich gezeigt. Er hat Ängste zugegeben und wir sprechen darüber.
Ich weiß, dass er momentan in einer schwierigen Phase in seinem Leben ist, und ich möchte ihn verstehen. Was ich aber nicht möchte, ist wie eine belanglose Bekanntschaft behandelt werden, nachdem wir uns sehr einig darüber sind, dass wir genau das nicht sind.

Mir fällt es offensichtlich schwer die klare Grenze zwischen „hier ist jetzt Schluss für mich“ und „ich kann dich verstehen, warum du jetzt dicht machst, warum ich in dir Ängste auslöse usw…“ zu ziehen.
 
  • #23
Du fragst echt sehr naiv, was du übersiehst, eine typische, fremd konditionierte Frage vieler Frauen! Du übersiehst ALLES, mehr geht gar nicht! Du übersiehst, dass es nicht passt, du übersiehst, dass er nicht möchte, was du möchtest, du übersiehst, dass du den Kontakt (mehr ist es nicht!) nicht halten kannst (deshalb schreibst du hier!) und auch nicht halten sollst und es war ein Big-Fehler, ein zweites Mal wieder zusammen zu kommen, wobei es beim ersten Mal schon nicht geklappt hat! ON/OFF Kontakte sind zu 99% einseitige, gewollte Affären! Dass er dir sagt, er liebt dich, hat nur ein einziges Ziel, dich so lange wie möglich und ausschließlich für eine solche Affäre warm zu halten. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, so weiter zu machen, ohne einen Millimeter weiter zu kommen und dabei weiterhin emotional zu kurz zu kommen oder dich von ihm zu trennen mit permanentem Kontaktabbruch, dieser Mann passt nicht zu deinen Werten, nicht zu deinen Vorstellungen, leg deine rosarote, vernebelte Brille heute noch ab und verplempere nicht noch mehr, deine kostbare und wertvolle Zeit und Energie mit ihm, habe alles gesagt, Punkt!
 
  • #24
Er hat keine Konfliktfähigkeit, das wird sich auch nur ändern wenn ER sein Verhalten als Problem erkennt und ER das ändern will. Du kannst da nichts machen, wenn er nicht will.
Ja, ich sehe das ebenfalls so. Er sieht auch dass er „Probleme“ hat. Aber er macht das im Alleingang mit sich aus, und es ist für mich anstrengend so, denn ich bin so, gezwungenerweise, die die konfrontiert. Ganz oft unbewusst.
Wäre dem so, dann würde er sich auch bemühen und auch auf dich zukommen. Sein Stolz ist aber größer als seine Liebe zu dir.
Ja, so traurig mich das auch macht, aber ja.
Hast du ihm das schon einmal so gesagt? Wie hat er darauf reagiert?
Habe ich.
Er hat mit Verständnis reagiert. Wir können sehr oft eigentlich sehr gut reden. Der Weg dahin ist eben oftmals immens schwierig.
Wenn du seine große Liebe wärst, dann hätte er doch bei dem 'Es macht uns unbedeutend' zusammenzucken müssen und sich überlegen müssen wie er das ändern kann bzw. du hast ihm ja sogar die Anleitung mit gegeben, dass er auch auf dich und dein Befinden eingehen soll.
Vielleicht tut er sich schwer damit dein Befinden immer zu erkennen und zu deuten aber daran kann er auch arbeiten so er denn will.

Du kannst ihm auch das nur mitteilen und es mit der klaren Aussage verbinden, dass du so nicht weitermachen willst. Es liegt dann an ihm über seinen Schatten zu springen und sich zu bemühen, wenn sein Stolz ihm wichtiger ist dann musst du die Konsequenz ziehen und gehen. Du machst dich sonst kaputt, das ist es nicht wert!

Die Beziehung läuft bei euch nicht auf Augenhöhe. Du erscheinst erst mal als die Unterlegene, weil du dich immer wieder um den Kontakt und die Versöhnung kümmerst und deine Bedürfnisse zurückstellst und er den stolzen Mann gibt.
In Wahrheit ist er aber der Unterlegene, denn er kann nicht damit umgehen, dass du auch mal gekränkt oder beleidigt bist, das stellt seinen Selbstwert dann infrage. Bei Augenhöhe würde er sehen, dass es deine Bedürfnisse sind, die nichts mit seinem Selbst zu tun haben und auf die er deshalb auch entspannt eingehen kann.
 
  • #25
Er ist einfühlsam, verständnisvoll und intelligent.

Ich habe von Dir gelesen:
Es macht uns unbedeutend und es tut weh, dass er sich nicht im geringsten um mein Befinden zu kümmern scheint.

Ich konnte mich, trotz meiner Tendenz verschlossener zu sein was mein Innenleben angeht, völlig offen zeigen und wir verspürten schnell eine nie gekannte Nähe.

Der Anfang ist ungewohnt perfekt für Dich.
Das ist Manipulation.

Schwierig ist es, wenn er das Gefühl hat, ich würde nicht 100% in der Beziehung sein.
Das Gefühl hat er sehr vorschnell, manchmal in ganz banalen Situationen die er völlig anders aufnimmt als ich.

Was meinst Du da mit?
Eifersucht?

wenn alles „gut“ ist, ist die Beziehung einfach wirklich wunderschön und unglaublich intim.

Das ist der Anfang, wenn der viel besser ist und sich solche abruppten Wechsel zeigen sollte man vorsichtig sein.

Das macht aber für mich, die Distanz die von jetzt auf gleich herrschen kann, sehr schwer zu ertragen.

Das ist auch nicht zu ertragen.
Das ist ein Muster der Bestrafung für Dich. Kränkung.
Du hast irgendetwas "falsch" gemacht und er hat nicht die Tools zu einer offenen Kommunikation.

Zieh Dich da raus!
 
  • #26
Ich hatte von Anfang an das Gefühl dass er ein Mann mit viel Anstand ist. Wir verstehen uns sehr gut, eigentlich. Er ist einfühlsam, verständnisvoll
Tut mir leid, wer einfühlsam und verständnisvoll ist, wird niemals jemanden mit Liebesentzug abstrafen, weil der nicht seiner Meinung ist oder sich nicht wie gewünscht verhält. Da machst du dir einfach was vor.
und intelligent. Ich konnte mich, trotz meiner Tendenz verschlossener zu sein was mein Innenleben angeht, völlig offen zeigen und wir verspürten schnell eine nie gekannte Nähe.
Und darauf folgt dann meist:
Schwierig ist es, wenn er das Gefühl hat, ich würde nicht 100% in der Beziehung sein.
das heißt übersetzt, er mag nicht, wenn du dich nicht so verhältst wie er möchte, oder?
Das Gefühl hat er sehr vorschnell, manchmal in ganz banalen Situationen die er völlig anders aufnimmt als ich.
Aha und das nennst du einfühlsam?
Wir sind wohl beide sehr überlegt und das macht es nicht leichter.
Überlegt? Wohl eher emotional ...
Wir sprechen alles an was bedrückt, und ja, ich habe ihm genau gesagt was sein Verhalten in mir auslöst. Ich gehe dahin meine Ängste mitzuteilen, versuche eigenverantwortlich zu schauen was mein Anteil sein könnte… das klingt als wäre es eine sehr theoretische, analytische Beziehung.
Leider bist wohl nur du diejenige, die wahrnimmt, was IHN bedrückt und darüber nachdenkt - bei ihm kann ich das deiner Schilderung nach nicht erkennen. Schön, dass du ihm alles sagen kannst, nur doof, wenn es ihn nicht interessiert, was dich bedrückt.
Wir teilen denselben Humor, haben gemeinsame Werte im Leben,
Welche sind das? Stabile Beziehung, gegenseitiger Respekt und Wertschätzung gehören offenbar nicht dazu.
sind auf jeden Fall auch sexuell auf derselben Wellenlänge; wenn alles „gut“ ist, ist die Beziehung einfach wirklich wunderschön und unglaublich intim.
WENN - wie oft war denn das in den letzten (bzw. ersten) sechs Monaten?
Das macht aber für mich, die Distanz die von jetzt auf gleich herrschen kann, sehr schwer zu ertragen.
Da war es wieder, das Einfühlsame und Anständige bei diesem lieben Mann..

Du musst wissen, was dir wichtig ist, ab und an die Illusion einer "wirklich wunderschönen" Beziehung und dazwischen von dir nicht zu beeinflussende Eiszeit oder einfach eine durchgängige "wirklich wunderschöne" Beziehung? Die wirst du mit diesem Mann jedenfalls nicht haben, es sei denn, die Hölle friert heute oder morgen zu.
 
  • #29
Es ist kompliziert ........
..... weil ihr beide kompliziert seid.

"Reflektieren" wird überbewertet - Passung unterbewertet.
Genau das habt ihr gemacht und seid gelandet, wo ihr beide wahrscheinlich nie hingewollt habt. Gordische Knoten kann niemand aufdröseln - nur durchschlagen. Also - lass es sein. Melde dich nicht mehr, wenn er das Spiel wieder mal versucht und sich irgendwann doch wieder meldet.
 
  • #30
Ja, ich sehe das ebenfalls so. Er sieht auch dass er „Probleme“ hat. Aber er macht das im Alleingang mit sich aus, und es ist für mich anstrengend so, denn ich bin so, gezwungenerweise, die die konfrontiert. Ganz oft unbewusst.
Konfliktfähigkeit bedeutet aber eben es nicht mit sich allein auszumachen sondern in einem gemeinsamen Gespräch. Wenn er das nicht kann soll er schauen woran es liegt und daran mit (professioneller) Hilfe arbeiten, wenn er es nicht will dann wird es so bleiben. Dann hilft dir nur die Trennung.
 
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